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Morgenmagazin vom Freitag, 17. Juli 2015

17.07.2015 | 06:55 Uhr |

17. Juli 2015 +++ OS X 10.10.5 auch als Public Beta +++ Misfit senkt Preise +++ Sammelklage wegen Taschenkontrollen in Apple Stores +++ Logitech bringt iPad-Schutzhüllen unter dem neuen Label Logi +++ Ghostbusters: Clip von den Dreharbeiten auf Youtube +++ Navigon-Update für iOS und Android +++ Kaby Lake: Intel kündigt dritten 14-nm-Chip an +++ New Horizons: Pluto-Sonde nutzt Playstation-1-Chip +++ Akku-Auflade-Befehl an Siri löst Notruf aus +++

Was heute wichtig wird: 17. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Ehrlich gesagt, ein klein wenig enttäuscht waren wir dann doch von den neuen iPods, die Apple am Mittwoch vorstellte. Der iPod Touch ist gewiss kein übles Gerät, vor allem die 128-GB-Version wird diejenigen freuen, die dem iPod Classic hinterher trauern. Doch Beim Shuffle und vor allem beim Nano lediglich die Farben zu ändern, greift ein wenig kurz. Natürlich richten sich die beiden Player dann vor allem an die Musikfans, die Musik nach wie vor besitzen und über iTunes mit dem Player synchronisieren wollen. Aber ein kompakter Musikplayer mit UKW- oder gar DAB+-Radio für die Hosentasche, der im WLAN Zugriff auch auf Apple Music bekommt, aber sonst nicht viel können muss - dafür hat Apple anscheinend keinen Markt gesehen.

Was nicht ist, kann vielleicht noch werden. Dachten wir auch am Dienstag, als gegen alle Prognosen der Apple Store online geblieben war und die neuen iPods auf sich warten ließen. Dabei hatten doch findige Entwickler auf dem Kalendericon des iPod Touch das Datum Dienstag, der 14. gesehen, korrekterweise, die auf Apples Website veröffentlichten Bilder bestätigen das . Wir erklären uns das damit, dass Apple den neuen iPod Touch tatsächlich für den Dienstag geplant hatte, womöglich erst kurzfristig ist in Cupertino aufgefallen, dass in einem der wichtigeren europäischen Märkte der 14. Juli ein Feiertag ist. Nehmen wir halt, den 15., fällt ja keinem auf.

Doch. Denn gerade mit dem Symbol der Kalender-App treibt Apple nach wie vor seinen Spaß mit dem Datum. Im Dock zeigt es zwar immer den korrekten Tag an, das bloße Icon, wie man es etwa im Ordner "Programme" sieht, ziert seit 2002 das Datum 17. Juli. Der Grund: An jenem Tag stellte Apple auf der Macworld Expo n New York (ja, die gab's damals noch...) Mac-OS X 10.2 Jaguar vor, eine der wesentlichen Neuerungen war der Kalender. Bis zu dem Zeitpunkt mussten Mac-Anwender noch auf Lösungen Dritter zugreifen.

Am 17. Juli 2002 öffnete Apple auch das iPod-Universum der Windows-Welt, die zweite Generation des Players verstand sich auc h auf USB 2.0, am Mac war damals Firewire die schnelle Schnittstelle der Wahl. Und noch was war auf der Bühne im Jarvits-Center in New York zu sehen, das Telefon Sony Ericsson P 800, damals eines der smartesten der Welt und geradezu prädestiniert, das Telefon der Wahl für Apple-Kunden zu sein. iPhone? Nein, so etwas würde Apple nie bauen. Das ist gerade einmal 13 Jahre her und doch scheint es eine Geschichte aus fernster Vergangenheit. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Angriff auf Evernote : Die Notizen-App von iOS und OS X war bisher eher spärlich ausgestattet. Im Herbst wird sich das ändern - Notizen soll unter iOS 9 und OS X 10.11 El Capitan zum mächtigen Werkzeug werden, das es mit Evernote und Co durchaus wird aufnehmen können.

Preissenkung: Misfit senkt die Preise für seine Fitnessarmbänder Shine und Flash um 20 respektive 30 US-Dollar. Dazu kommt noch ein weiteres Gerät, das Schritte zählen und den Schlaf überwachen soll hinzu: Misfit Flash Link. Dieser Tracker kostet 20 US-Dollar und soll in der Hosentasche getragen die gleichen Aufgaben wie die Armbänder erledigen. Mit dem Erscheinen Apple Watch dürften Fitnessarmbänder vom Aussterben bedroht sein. Die Macher des Fitnessarmband Moov Now , das für 100 US-Dollar zu haben ist, wollen sich daher mit Funktionen abheben, die weder die Apple Watch noch andere Wearables bieten. Ich Echtzeit soll etwa die zugehörige App Ratschläge zum Training geben, etwa, wie hoch die Füße zu heben sind oder wie schnell man laufen soll. Beim Boxtraining kann das Armband zwischen den unterschiedlichen Schlagarten unterscheiden.

Sammelklage eingereicht : Mitarbeiter der kalifornischen Apple Stores stören sich an den obligatorischen Taschenkontrollen nach Ladenschluss und wollen diese wenigstens als Arbeitszeit bezahlt haben. Eine entsprechende Klage gegen Apple hat nun den Status einer Sammelklage erreicht, der sich insgesamt 12.400 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter anschließen könnten.

Public Beta: Die Teilnehmer an Apples Beta-Seed-Programm können nun auch die erste Beta von OS X 10.10.5 herunterladen und installieren. Das möglicherweise letzte Wartungsupdate für Yosemite bringt Verbesserungen bei der Stabilität und der Sicherheit aber keine neuen Funktionen mehr. Die Seed-Nummer 14F6a ist die gleich wie die für die vor ein paar Tagen an Entwickler ausgegebene Beta.

Weitere Nachrichten:

Logitech bringt iPad-Schutzhüllen unter dem neuen Label Logi

Alle Produkte der BLOK-Familie mit Schutzhüllen für das iPad  sind laut Hersteller Logitech aus stoßabsorbierendem Polymer-Kunststoff gefertigt, dessen Struktur das iPad vor Stürzen bis aus 1,80 Meter Höhe zuverlässig schützen soll, selbst bei einem Aufschlag auf Beton. Die BLOK-Familie umfasst eine leichte Schutzhülle, ein Schutzcover, sowie ein Schutzcover mit Tastatur. Die beiden Logi BLOK-Schutzcover verfügen außerdem über eine integrierte, stufenlos einstellbare Halterung, die mit einer Spannweite von null bis 50 Grad aus jedem Winkel einen guten Blick auf das iPad bietet, verspricht der Anbieter.

Die Logi BLOK-Schutzhülle ist eine leichte Hülle mit Display-Schutzfolie zum Schutz gegen Kratzer für das iPad Air 2 und alle Modelle des iPad Mini. Die Logi BLOK Protective-Schutzhülle ist für den empfohlenen Verkaufspreis von 40 Euro in den Farben Schwarz, Rot/Violett und Türkis/Blau erhältlich.

Das Logi BLOK-Schutzcover für das iPad Air 2 verfügt über einen integrierten, frei beweglichen Standfuß. Mittels des geschlossenen Case ist das iPad Logitech zufolge zusätzlich vor einem direkten Bildschirm-Aufschlag geschützt. Das Logi Protective-Schutzcover ist für den empfohlenen Verkaufspreis von 70 Euro in den Farben Schwarz, Rot/Violett und Türkis/Blau erhältlich.

Das Logi BLOK-Schutzcover schließlich mit Tastatur für das iPad Air 2 ist eine All-in-one Schutzhülle mit vier verschiedenen Funktionen: Wie im Protective Case ist ein flexibler iPad-Ständer integriert. Zudem bietet das Logi BLOK Protective Keyboard-Case eine drahtlose, abnehmbare Tastatur, die zusätzlich als Abdeckung des Bildschirms dient. Die Tastatur ermöglicht durch eine Reihe von iOS-Shortcuts außerdem eine schnelle und einfache Bedienung, so der Hersteller weiter. Das Logi BLOK Protective Keyboard-Case ist für den empfohlenen Verkaufspreis von 130 Euro in den Farben Schwarz und Türkis/Blau verfügbar.

Alle drei Produkte der neuen Logi BLOK-Familie werden in Deutschland voraussichtlich Mitte August 2015 erhältlich sein.

Ghostbusters: Clip von den Dreharbeiten auf Youtube

Im Juli 2016 kommt ein neuer Ghostbusters-Film in die Kinos. Es handelt es sich dabei um eine Neuauflage des ersten Films aus dem Jahre 1984, der hierzulande unter dem Titel "Ghostbusters - Die Geisterjäger" in die Kinos kam. Aktuell wird der neue Ghostbusters-Film in den USA gedreht.

Auf Youtube ist nun ein Video aufgetaucht, das bei den Dreharbeiten des Films gedreht wurde. Zu sehen sind unter anderem eine kurze Stunt-Szene und später fährt auch das Ghostbusters-Auto aus einer Garage.

Navigon-Update für iOS und Android

Benutzer können Adressen und Sonderziele per Tastatur oder Sprachbefehl in nur einem Feld eingeben und damit ihre Fahrt schneller starten. Das Ausfüllen einzelner Felder etwa für Straße oder Ort entfällt damit.

Die Benutzeroberfläche der Navigon-App 5.4.5 für Android wurde komplett überarbeitet und verfügt nun über drei Hintergrundoptionen. Sie orientiert sich am Android Material Design, sodass die Ansichten künftig einheitlicher sind. Auch Icons sowie Einblendungen wurden neu gestaltet.

Android-Anwender können von nun an wählen, ob sie ihre Daten auf dem internen Telefonspeicher oder auf einer externen größeren microSD-Karte speichern wollen.

Navigon-Update für iOS
Vergrößern Navigon-Update für iOS
© Garmin

Bei Navigon 2.12 für iPhone- und iPad-Nutzer wurden alle Icons überarbeitet um ein klareres Design zu bekommen. Die Anwender können zudem zwischen zwei Benutzeroberflächen wählen: der standardmäßigen dunklen und einer helleren Variante.

Darüber hinaus lassen sich die Farboptionen so einstellen, dass die Ansicht automatisch je nach Tageszeit zwischen Tages- und Nachtmodus wechselt.

Das iPhone-NAVIGON-Widget wurde ebenfalls aktualisiert: Das Widget zeigt nun automatisch alle im Kalender eingetragenen Termine innerhalb der nächsten 24 Stunden mit Name und Adresse an. Sie sind direkt als Navigationsziel auswählbar.

Die kostenlosen Updates Navigon 5.4.5 für Android sowie Navigon 2.12 für iPhone und iPad sind ab sofort für Bestandskunden verfügbar.

Kaby Lake: Intel kündigt dritten 14-nm-Chip an

Intel fügt mit "Kaby Lake" seiner Roadmap einen dritten im 14-Nanometer-Verfahren hergestellten Mikroprozessor hinzu. Und bricht damit das seit Jahren geltende Tick-Tock-Scheme beim Prozessor-Design. Bei einem „Tick“ wird eine erprobte Architektur in einer kleineren Strukturbreite gefertigt; bei einem Tock behält man die Prozesstechnik dann bei und schickt eine neue Architektur ins Rennen.

Dieses Mal folgt allerdings auf den "Tock" mit "Skylake" kein "Tick", sondern ein weiterer "Tock": Kaby Lake. Die ersten Kaby-Lake-Prozessoren sollen im Herbst 2016 auf den Markt kommen. Ein Wechsel zum 10-Nanometer-Verfahren ist erst für die zweite Jahreshälfte des Jahres 2017 geplant.

Die aktuelle Intel-Roadmap sieht damit wie folgt aus: Intel hatte die ersten 14-Nanometer-Prozessoren "Broadwell" (5te Generation der Core-Chips) Anfang des Jahres auf den Markt gebracht. Mit "Skylake" wird dann die sechste Generation der Core-Chips im Herbst folgen. Diese werden dann in der zweiten Jahreshälfte 2016 durch die Kaby-Lake-Chips abgelöst. In der zweiten Jahreshälfte 2017 sollen dann die ersten 10-Nanometer-Chips (Cannon Lake) folgen.

New Horizons: Pluto-Sonde nutzt Playstation-1-Chip

Die Pluto-Sonde New Horizons hat gesund den Vorbeiflug am Zwergplaneten Pluto überstanden und erste spektakuläre Fotos an die Erde gesendet. Im Inneren der Sonde arbeitet ein echter CPU-Oldie. Wie The Verge berichtet, haben sich die NASA-Wissenschaftler für die CPU MIPS R3000 entschieden, die vor 20 Jahren auch bei der ersten Sony-Spielekonsole Playstation 1 zum Einsatz kam.

Die betagte CPU wurde erstmals 1988 vorgestellt. Über 25 Jahre später kümmert sie sich in New Horizons um die Steuerung der Lenkdüsen, der Überwachung der Sensoren und den Versand der Fotos an die Erde. Während der MIPS R3000 in der Playstation 1 mit 33,33 Mhz getaktet war, müssen bei der Variante in der Sonde New Horizons 12 MHz reichen.

Die Sonde musste über 5,5 Milliarden Kilometer in über 9 Jahren zurücklegen. Traditionell wollen die NASA-Wissenschaftler bei solchen langen Missionen kein Risiko eingehen und wählen bewährt zuverlässige elektronische Bauteile.

Akku-Auflade-Befehl an Siri löst Notruf aus

Amerikanische iPhone-Nutzer haben einen witzigen Bug in Apples Sprach-Assistentin Siri entdeckt. Wenn Sie nämlich zu einem auf Englisch eingestellten Siri den Satz "charge my phone 100 percent" sagen, dann startet das iPhone einen Notruf an die Notrufnummer 112. Immerhin gibt Ihnen das iPhone fünf Sekunden Zeit, um den Notruf abzubrechen. Auf Twitter gibt es mittlerweile viele Tweets zu diesem Phänomen.

Wir machten den Test: Es funktioniert

Wir haben unser Siri von Deutsch auf Englisch umgestellt und "charge my phone 100 percent" aufgesprochen. Es funktioniert tatsächlich wie beschrieben. Selbstverständlich haben wir den Notruf sofort innerhalb der 5-Sekunden-Frist abgebrochen.

Wenn Sie dagegen zu einem deutsch eingestellten Siri den entsprechenden Befehl auf Deutsch sagen, passiert nichts. Siri versteht diese Anweisung nicht.

Dieser Screenshot zeigt: Der Akku-Auflade-Befehl an Siri löst Notruf aus
Vergrößern Dieser Screenshot zeigt: Der Akku-Auflade-Befehl an Siri löst Notruf aus


Von Apple gibt es dazu keine Stellungnahme beziehungsweise diese Funktion wird in keiner Dokumentation erwähnt. Somit bleibt unklar, ob das ein Bug oder eine bewusste Notruf-Funktion ist, damit man in einer Notsituation unbemerkt einen Notruf absetzen kann. Zumindest spekulieren US-Medien wie The Verge in diese Richtung. Das Problem an dieser These ist jedoch: Wenn die meisten iPhone-Besitzer diese Funktion überhaupt nicht kennen, wie sollen sie diesen Spezial-Notruf dann in Notsituationen überhaupt nutzen können?

Die in Internetforen geäußerte Vermutung, dass die Kombination aus “Phone” und einer direkt darauf folgenden Ziffer immer einen Notruf auslöst, stimmt aber nicht. Denn "Siri, charge my phone 560 percent" ruft die Nummer 560 an. "Siri, charge my phone 911 percent" ruft dagegen wieder den Notruf an. Was in diesem Fall nicht verwunderlich ist. Denn 911 ist die Notrufnummer in den USA.

Wichtig: Rufen Sie nie eine Notrufnummer nur aus Spaß an, ohne dass ein Notruf vorliegt. Sie blockieren damit unter Umständen diese wichtige Nummer für einen echten Notruf.


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