2593381

Morgenmagazin vom Freitag, 18. Juni 2021

18.06.2021 | 07:15 Uhr | Peter Müller

Apple senkt Apple-Care-Preise für Macbook Air und Macbook Pro M1 +++ Back to School: Heuer gibt es Airpods +++ Gartner: Chips bleiben bis 2022 knapp +++ "Star Trek: Picard": Q kehrt zurück - Trailer zur zweiten Staffel +++ China schickt drei Astronauten zur neuen Raumstation +++ Defy: Neues Rugged-Smartphone von Motorola und Bullitt

18. Juni: Don't Panic

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Ein besonderer Gruß geht aus unserem kühlen Kellerbüro bei etwa 19,8 Grad Celsius an alle Bewohner von Dachgeschosswohnungen. Halten Sie den Home-Office-Tag durch, es ist schon Freitag. Und wenn es geht, sorgen Sie für Durchzug - der kühlt. Also, keine Panik, der Sommer wird auch irgendwann wieder vorbei sein.

Für den Samstag müssen wir natürlich noch reichlich Bier und Grillgut besorgen, um 18 Uhr das vorentscheidende Spiel gegen Portugal. Christiano und Kollegen sind gut drauf, das haben die Ungarn zu spüren bekommen. Während die Deutschen, ach … Aber Frankreich ist nun mal das weltbeste Nationalteam, gegen die kann man verlieren. Und selbst wenn es gegen die Portugiesen nur zu einem Unentschieden reicht oder gar eine knappe Niederlage zu Buche steht, ist es noch nicht vorbei, ein hoher Sieg gegen Ungarn nächsten Mittwoch kann noch ins Achtelfinale führen. Also, keine Panik – und selbst wenn es diesmal schief geht, die nächste WM ist schon im November nächsten Jahres, mit Glühwein statt Bier beim Public Viewing.

Wie jeden Freitag freuen wir uns auch schon wieder auf den nächsten Montag. Es stehen zwar keine wichtigen Ereignisse im Event-Kalender, gut möglich, dass Apple uns noch bis September auf neue Hardware warten lässt. Da wird aber was kommen, über das es sich zu berichten lohnt und auch sonst geht uns das Material nicht aus. Also, keine Panik.

Weshalb wir so auf der Panik herumreiten? Der 18. Juni gilt als Welt-Panik-Tag, der aber genau dem Gegenteil gewidmet ist, also dem Vermeiden von Panik. "Don't Panic!" stand laut Douglas Adams auf dem Cover des "Hitchhikers Guide to the Galaxy" - der am 11. Mai vor 20 Jahren verstorbene britische Autor hat dem Welt-Panik-Tag aber nicht den Anlass gegeben, der Towel-Day ist am 25. Mai. Auch Udo Lindenberg, der vor wenigen Wochen 75 Jahre alt gewordene Panikrocker hat nichts mit dem heutigen kuriosen  Mottotag zu schaffen. Es weiß wohl keiner, warum gerade der 18. Juni dafür auserkoren wurde. Wir geraten aber nicht in Panik, wenn wir das nicht herausbekommen. Schönes Wochenende und keine Panik, wenn morgen portugiesische Stürmer auf Manuel Neuer zulaufen. Der hält alles.

Lesetipps für den Freitag

Rabatt: Zurück in die Schule – das mussten fast alle wieder nach den Pfingstferien, mit allen Chancen und vor allem Risiken. Mit "Back to School" ist aber eher die Zeit nach den großen Ferien gemeint, wenn es in ein neues Semester, eine neue Klasse, eine weiter führende Schule geht und man gerne neue Geräte anschafft. Alljährlich zu der Zeit, an der zumindest im Süden der Republik die Sommerferien noch ein großer Traum sind, beginnt in den USA die Rabattsaison – Apple hat schon mal damit angefangen. Im Rahmen von "Back to School 2021" gibt Apple beim Kauf eines Mac und eines iPad (mit Ausnahme von iPad Mini und iPad 8) ein paar Airpods dazu. Wer sein neues Laptop oder Tablet noch via Apple Care+ versichern lassen will, zahlt 20 Prozent weniger als sonst für die Garantieverlängerung. In Deutschland werden die Bedingungen ähnlich sein, wenn die Aktion in wenigen Wochen startet.

Niedriger : Apple hat den Preis für seine Garantieverlängerung Apple Care+ für Macbook Air und Macbook Pro gesenkt. Für das Macbook Air, das Apple nur noch in der M1-Variante verkauft, kostet die Versicherung nun 199 Euro anstatt 249 Euro. Für das Macbook Pro 13'' M1 verlangt Apple nun 279 Euro, für die Intel-Variante des Macbook Pro 13'' bleibt es bei 299 Euro.

Übernahme: Während Apple in dieser Woche mit Podcast-Abos losgelegt hat, übernimmt der Konkurrent Spotify ein auf KI-Technologien spezialisiertes Startup, um sein Podcast-Angebot zu stärken. Podz helfe dabei, für die Kunden interessante Audio-Inhalte zu entdecken. Dabei hebe die Technik von Podz die vermeintlich interessantesten Passagen eines Podcasts in einer 60-sekündigen Zusammenfassung hervor. In einer Erklärung zur Übernahme betont Spotify, schon seit einem Jahrzehnt KI-Technologie bei der Suche nach passenden Inhalten einzusetzen, Podz soll das Segment weltweit weiter wachsen lassen.

Dauert noch : So wenig wie die Pandemie schon vorbei ist, so wenig Hoffnung gibt es, dass der globale Chip-Mangel nachlässt. Laut der Marktforscher von Gartner werde das Problem im Jahr 2021 weiter bestehen, erst ab dem zweiten Quartal 2022 könnte sich die Lage entspannen. In Folge des Mangels würde bereits das Ausgangsmaterial, die Wafer, teurer, die Preissteigerung setze sich bis zu den Endverbrauchern fort.

Neue Masche: Das iPhone war wie auch andere Smartphones von Anfang an begehrtes Diebesgut. Hohe Margen sind garantiert: Ein schneller Griff nach den Handys von unachtsamen Personen, ordentliche Preise auf dem Schwarzmarkt. In Brasilien spielt aber der Weiterverkauf beim Hehler offenbar nicht mehr die wesentliche Rolle, berichtet 9t05Mac. Stattdessen hätte es eine Diebesbande auf die Bankkonten der Beklauten abgesehen, die sie kurze Zeit nach dem Diebstahl leer räumen. Betroffen seien etwa das Fintech Nubank und das größte Kreditinstitut des Landes, Itaú Unibanco. Unklar ist jedoch, wie es den Dieben gelingt, die Sicherheitsvorkehrungen von iOS und der Banking-Apps zu überlisten, um an die Daten der Bestohlenen zu gelangen. Von daher seien offenbar Android-Smartphones für diese Masche begehrter als iPhones.

Meilenstein: Apple hat mit seinem Musikerkennungsdienst Shazam noch einiges vor, wie das auf der WWDC vorgestellte Shazam-Kit schließen lässt, mit dessen Hilfe Entwickler den Dienst in ihre Anwendungen einbauen können. Nun meldet Apple in Person des Cice President of Apple Music and Beats Oliver Schusser, dass der Dienst die Marke von einer Milliarde Songerkennungen pro Monat überschritten habe. Seit der Dienst laufe, hätten des Anwender weltweit über 50 Milliarden Songs identifiziert und gefunden. Bei Shazam handle es sich um "Magie": Für die Anwender, weil sie sofrt erfahren, was gespielt wird und auch für die Künstler, deren Werke damit gefunden werden.

Lesetipps für den Freitag:

"Star Trek: Picard": Q kehrt zurück - Trailer zur zweiten Staffel

Der US-Sender CBS hat einen ersten Trailer zur zweiten Staffel von "Star Trek: Picard" veröffentlicht. Außerhalb der USA hat sich Amazon die Rechte für Amazon Prime Video gesichert und die erste Staffel ist hier zu sehen. In den USA ist die Serie über den Streaming-Service Paramount+ verfügbar.

Der Trailer trägt den Titel "We can save the future" ("Wir können die Zukunft retten") und wurde nicht zufällig am 16. Juni 2021 veröffentlicht: Im Star-Trek-Universum ist der 16. Juni der "Captain-Picard-Tag": In der Star-Trek-Serie mit Jean-Luc Picard pflegte der Captain an diesem Tag die Tradition, die Schulkinder auf der U.S.S. Enterprise-D einzuladen.

Höhepunkt des Trailers: Es gibt ein Wiedersehen mit "Q" (gespielt von John de Lancie), der auf dem Weingut von Picard (Patrick Stewart) auftaucht. Die ersten Worte von Q an Picard: "Mon Capitaine, how i missed you" begrüßt. Die zweite Staffel von "Star Trek: Picard" soll im kommenden Jahr starten. Zum Cast gehören: Patrick Stewart, Alison Pill, Isa Briones, Evan Evagora, Michelle Hurd, Santiago Cabrera, Jeri Ryan, Orla Brady, John de Lancie und Brent Spiner.

China schickt drei Astronauten zur neuen Raumstation

Mit einer eigenen Raumstation will China in Zukunft seine Fähigkeiten in der Raumfahrt unter Beweis stellen. Der Bau der Station begann erst Ende 2021 mit dem Kernmodul „Tianhe“. In den kommenden Monaten sollen zwei Wissenschaftsmodule folgen, 2024 ist ein freifliegendes Weltraumteleskop angedacht. Die chinesische Raumstation bewegt sich in einem erdnahen Orbit von 340 bis 420 Kilometern Höhe und war bislang nicht besetzt. Nun hat China jedoch drei Astronauten zur Raumstation geschickt. An Bord einer Rakete des Typs „Langer Marsch“ machten sich die Raumfahrer Nie Haisheng, Liu Boming, and Tang Hongbo auf den Weg, sie sollen für drei Monaten an Bord der Raumstation bleiben.

Ihre Aufgabe ist es dabei, die Raumstation zum Laufen zu bringen. Im ersten Modul „Tianhe“ finden sich dafür bereits die Crew-Räume. Insgesamt sind elf Flüge geplant, um die Raumstation weiter voranzutreiben. Im kommenden Jahr soll die chinesische Raumstation nach weiteren Modul-Starts und Liefermissionen vollständig einsatzfähig sein. Die letzte bemannte Raummission von China liegt nun schon fünf Jahre zurück: Im Jahr 2016 wurden chinesische Raumfahrer an Bord der alten Raumstation Chinas entsandt. Diese wurde 2019 außer Dienst gestellt. Seitdem hat China sein Raumfahrtprogramm deutlich ausgebaut, Missionen zum Mond unternommen und dabei Proben zur Erde gebracht sowie einen Rover zum Mars geschickt. Langfristig werde China zusammen mit Russland weitere Raumfahrtprojekte realisieren. In den nächsten zehn Jahren sollen beispielsweise Astronauten eine bemannte Mission zum Mond unternehmen und dort landen.

Raumfahrt: China will Asteroiden zur Erde bringen

Defy: Neues Rugged-Smartphone von Motorola und Bullitt

Zusammen mit der Bullitt Group hat Motorola ein neues, widerstandsfähiges Smartphone entwickelt. Das Gerät hört auf den Namen Motorola Defy und erscheint in den nächsten Wochen für rund 330 Euro in Deutschland.

Das Motorola Defy empfiehlt sich als Outdoor-Smartphone. Es hat ein verstärktes Gehäuse und soll damit Stürze aus bis zu 1,8 Metern Höhe unbeschadet überstehen. Neben der üblichen IP68-Zertifizierung, die das Gerät vor Wasser und Staub schützt, bringt das Defy auch eine MIL-STD-810H-Zertifizierung mit. Diese zeigt, dass die Hardware auch vor hohen Temperaturschwankungen und Vibrationen sicher ist. Zusätzlichen Schutz soll Gorilla Glass Victus bieten sowie die Design-Entscheidung, das Panel 0,5 Millimeter ins Gehäuse einzulassen.

Die Hardware-Ausstattung liegt im Einsteiger- bis Mittelklasse-Bereich. Das 6,5-Zoll-Display bietet lediglich HD-Auflösung und im Gehäuse werkeln Qualcomms Snapdragon 662 und vier Gigabyte RAM. Ebenfalls an Bord sind 64 Gigabyte interner Speicher und ein Micro-SD-Karten-Steckplatz . Die Front-Kamera ist in einer Teardrop-Notch untergebracht und löst mit acht Megapixeln auf. Die Hauptkamera bietet 48 Megapixel. Unterstützt wird sie von einer Makro-Linse und einem Tiefen-Sensor mit jeweils zwei Megapixeln Auflösung.

Der integrierte Akku fasst 5.000 mAh und kann mit bis zu 20 Watt schnell geladen werden. Als mobiles Betriebssystem kommt noch Android 10 zum Einsatz. Der Hersteller plant zwar ein Update auf Android 11, nennt jedoch keinen Termin. Wann und ob das Motorola Defy auch mit Android 12 versorgt wird, dessen Release bereits für Herbst 2021 geplant ist, ist unklar.

Macwelt Marktplatz

2593381