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Morgenmagazin vom Freitag, 19. Dezember 2014

19.12.2014 | 07:21 Uhr |

Was heute wichtig wird: 19. Dezember 2014 +++ Hacker greifen Internet-Verwaltung ICANN an +++ Buffalo: Netzwerkspeicher-Komplettlösung inklusive Cloud +++ Blackberry enthüllt Classic-Smartphone mit physischer Tastatur +++ Seiko: Neue Lithium-Ionen-Batteriemodule für tragbare Geräte +++ Drei neue TV-Apps von Kabel Deutschland

Was heute wichtig wird: 19. Dezember 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! "Kann Uran zerplatzen?" fragte der Chemiker Otto Hahn seine emigrierte Physiker-Kollegin Lise Meitner brieflich über ein seltsames Ergebnis, das er und Fritz Straßmann am 19. Dezember 1938 in einem Versuch mit Uran erhielten. Das schwerste natürliche Element hatten die beiden Chemiker mit Neutronen beschossen, um noch schwerere Elemente zu erzeugen, so genannte Transurane. Doch fanden Hahn und Straßner in der Probe leichtere Elemente - unter anderem Barium. Als ob das Uran "zerplatzt" wäre. "Von Physik verstehst du nicht, Hähnchen," soll die größte Naturwissenschaftlerin seit Marie Curie geantwortet haben, die von den Nazis ins Exil getrieben worden war - und erklärte den verblüfften Chemikern, was sie da entdeckt hatten und welch immense Energien sich damit entfesseln ließen. Nur wenige Jahre fürchteten andere Exilanten um Albert Einstein herum, die Wissenschaft im Nazireich würde sich ihren zeitlichen Vorsprung in der Kernphysik zu nutze machen, um eine Bombe zu bauen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte - und drängte Präsident Roosevelt dazu, die Forschungen in den USA zu forcieren. Um eine Bombe zu bauen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Ironie an der Geschichte: Die nach dem Krieg in England internierten deutschen Wissenschaftler um Otto Hahn waren erstaunt über die Nachrichten aus Hiroshima und Nagasaki - sie hatten den Bau einer Bombe nicht für technisch möglich gehalten - das war wohl auch besser so. Otto Hahn erhielt nach dem Krieg dennoch den Nobelpreis zugesprochen, zu einer Zeit, als man in der "friedlichen" Anwendung der Kernenergie einen großen Nutzen für die Menschheit sah, wie es die Stiftungsurkunde Alfred Nobels für preiswürdig erachtet. Hahn erhielt den Preis für Chemie aber vor allem für den Nachweis der Spaltprodukte, die Physikerin Lise Meitner ging leer aus. Nach Meitner ist aber heute ein Transuran benannt, das Meitnerium hat die Ordnungszahl 109. Hier ging Otto Hahn leer aus, das Element 105, das lange informell Hahnium genannt wurde, heißt nun offiziell Dubnium - nach dem Kernforschungszentrum Dubna bei Moskau.

Das Macwelt-Morgenmagazin zieht sich mit der heutigen Ausgabe in die Weihnachtsferien zurück, wir widmen uns ausschließlich der friedlichen Nutzung der Energie von Mandelkernen und anderen Spezereien und wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und ein Frohes Fest. Die nächste Ausgabe erscheint am 7. Januar. In der Zwischenzeit lohnt sich freilich täglich der Besuch unserer Website, noch bis einschließlich 24. Dezember können Sie attraktive Preise in unserem Adventskalender gewinnen oder sich von unseren Geschenktipps auch noch "Last Minute" inspirieren lassen. Vom 26. Dezember an können Sie in unserem 12teiligen Jahresrückblick noch einmal auf 2014 zurückblicken, zudem holen wir die wichtigsten Tests und Ratgeber zu OS X, Macs, iOS, iPhones und iPads aus unserem Archiv. Und wer die Macwelt mittlerweile nicht nur auf Papier liest, sondern auch die digitale Ausgabe für iPhone und iPad schätzt, findet Ausgabe 2/15 bereits an Heilig Abend in unserer App. Aber es schadet auch nicht, sich auf die gedruckte Ausgabe zu freuen, die ab dem 6. Januar am Kiosk liegen wird. Kommen Sie gut rüber! Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen

Jawbone UP3 kommt später: Den Herausforderungen von Weihnachtsgans, Punsch und Plätzchen kann man an sich nicht früh genug begegnen. Manchen hilft dabei ein Fitnessarmband zur Motivation, wer aber auf das neue Jawbone UP3 spekulierte, muss sich mit seinem Training noch ein wenig gedulden. Acht bis neun Wochen beträgt derzeit die Lieferzeit. Da könnte man ja schon fast auf die Apple Watch warten.

Familienfreigabe hat ihre Tücken: Womöglich bekommen bei Ihnen an Weihnachten ja einige Familienmitglieder ihr erstes iPhone, iPad oder iPod Touch und wollen damit den reichhaltigen iTunes und App Store nutzen. Seit iOS 8 bietet Apple mit der Familienfreigabe einen Weg, mit einer Kreditkarte über mehrere Konten einzukaufen, das Familienoberhaupt kann die Etats beschränken und einzelne Käufe unterbinden. Das Familiensharing, mit dem auch eine Ortsbestimmung möglich ist, hat aber auch potentielle Nachteile: So kann unter Umständen ihr Nachwuchs verfolgen, wo Sie gerade unterwegs sind...

Graphic Converter 9.5 erstellt QR-Codes: Die Bildbearbeitungssoftware von Lemke Soft erstellt nun auch QR-Codes. Das Update bringt jedoch auch noch weitere Neuerungen, wie etwa den Export von eingebetteten GIFs oder MP3-Dateien über das Kontextmenü.

Hacker greifen Internet-Verwaltung ICANN an

Die Internet-Verwaltung ICANN wurde von Hackern attackiert. Durch Spearphishing sei es den Angreifern nach Angaben der Organisation gelungen, die zentralen Server zu erreichen. Dort erlangten die Kriminellen die Kontrolle über die Email-Accounts mehrerer Mitarbeiter, außerdem einen Admin-Zugang zu einem zentralen System, in dem die DNS-Zonendaten samt Account-Inhabern hinterlegt sind.

Erbeutet werden konnten laut ICANN Benutzernamen, Passwort-Hashes, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Auch das Wiki der ICANN sowie das CMS mehrerer Blogs konnten übernommen werden. Als Reaktion hat die Organisation alle Passwörter des Centralized Zone Data Service deaktiviert. Betroffene Nutzer müssen entsprechend neue Kennwörter ordern.

Welche Folgen der Angriff haben könnte, wurde von der ICANN nicht bekannt gegeben. Für Privatanwender dürfte der Hack jedoch keine großen Auswirken haben.

Buffalo: Netzwerkspeicher-Komplettlösung inklusive Cloud

Die LS441-Reihe von Buffalo Technology i st wahlweise komplett bestückt mit Kapazitäten von 4, 8, 12 und 16 TB oder als Leergehäuse erhältlich. Ausgestattet mit drei USB-Anschlüssen (Vorderseite: 1 x USB 3.0 und Hinterseite: 1 x USB 3.0, 1 x USB 2.0) kann die Link Station 441 an eine externe Festplatte angeschlossen werden. Dies eröffnet Anwendern zum einen eine Backup-Funktion, zum anderen die Möglichkeit, die Speicherkapazität zu erweitern. Nach Bedarf können Anwender bei der Installation von bis zu vier Festplatten zwischen vier RAID Betriebsarten (0/1/5/10) wählen. Oberste Priorität soll hierbei die Datensicherung sein – auch im Fall eines unerwarteten Festplattendefekts. Die neuen Modelle bieten laut Hersteller Lesegeschwindigkeiten von 100 MB/s.

Die neue Link Station 441 ist sowohl kompatibel mit Windows, Mac, Android, als auch iOS. Die Buffalo zufolge intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche soll für leichte Konfiguration und  Nutzung der NAS sorgen. Weitere Funktionen ermöglichen auch von unterwegs den Dateien- sowie Streaming-Transfer. Über den kostenlosen Web-Access-Dienst von Buffalo können Nutzer die Link Station 441 zudem als private Cloud einsetzen – so soll der Datenzugriff bequem sowie orts- und endgeräteunabhängig (für Android, iOS und Windows) möglich sein.

Die Preise für die Link Station 441 4-Bays ohne integrierte Festplatte beginnen bei 209 Euro (inklusive Mehrwertsteuer, Schweiz: 250 Schweizer Franken inklusive 8 Prozent Mehrwertsteuer) bis zu 960 Euro inklusive 16 Terabyte Speicherplatz (16 TB High Speed NAS 4x 4TB HDD 1x Gigabit Raid 0/1/5/10 – in der Schweiz werden dafür 1150 Schweizer Franken fällig). Weitere technische Einzelheiten erfährt man auf der Homepage des Anbieters.

Blackberry enthüllt Classic-Smartphone mit physischer Tastatur

Blackberry wagt mit der Ankündigung des Blackberry Classic einen weiteren Vorstoß in die Endverbraucher-Richtung. Ähnlich wie das Blackberry Passport verfügt auch das Classic über eine physische Tastatur. Optisch erinnert das Smartphone dabei an die Bold-Reihe, die eine größere Tastatur bot, als die neuen Modelle. Das Design wirkt zudem im Gesamtbild runder.

Zusammen mit dem mobilen Betriebssystem Blackberry 10 soll sich die Hardware an treue Kunden richten, die eine physische Tastatur noch immer dem digitalen Touchscreen-Pendant vorziehen. Laut CEO John Chen hofft das Unternehmen natürlich auch, neue Zielgruppen zu erschließen.

Im Zeitalter der Phablets wirkt der quadratische 3,5-Zoll-Bildschirm des Blackberry Classic jedoch geradezu winzig. Er hat eine Auflösung von 720 x 720 Pixeln. Der interne Speicher bietet 16 GB und lässt sich mit SD-Karten erweitern. Neben Blackberry-Anwendungen laufen auf dem Classic auch Android-Apps. Diese lassen sich in drei unterschiedlichen Darstellungsmodi an den quadratischen Bildschirm anpassen. Das Classic bietet Nutzern mit Blackberry Assistant zudem einen virtuellen Begleiter, der ähnlich wie Siri oder Google Now funktioniert. Zur weiteren technischen Ausstattung gehören ein Zweikern-Prozessor mit 1,5 GHz von Qualcomm und 2 GB RAM.

Amazon.de listet das Blackberry Classic bereits zum Straßenpreis von rund 420 Euro. Die Auslieferung soll noch in diesem Monat erfolgen.

Seiko: Neue Lithium-Ionen-Batteriemodule für tragbare Geräte

Die SII Lithium-Ionen Batteriemodule bestehen aus einer Lithium-Ionenzelle mit einer entsprechend angepassten Schutzschaltung basierend auf einem Schutz-IC aus eigenem Haus und weiteren
japanischen Komponenten.
 
Mit Kapazitäten von derzeit 43 mAh bis zu 340 mAh eignen sich die Batteriemodule laut Hersteller perfekt für drahtlose Kopfhörer und Headsets, Smartwatches und andere tragbare elektronische Geräte mit kompaktem Design. Die Bauform ist rechteckig und sehr flach. Die Anschlussdrähte können mit und ohne Stecker sowie in kundenspezifischen Längen geliefert werden, schreibt der Anbieter weiter. Auf Wunsch ist in jedem Batteriemodul ein Thermistor   für die externe Überwachung der Modultemperatur integriert. Die SII Lithium-Ionen Batteriemodule sind in Volumenstückzahlen verfügbar.

Drei neue TV-Apps von Kabel Deutschland

Mit Hilfe der überarbeiteten App TV-Manager (bisheriger Name: Programm Manager) können Nutzer der digitalen HD-Receiver und HD-Video-Rekorder von Kabel Deutschland ihre Geräte unter anderem aus der Ferne programmieren. Daneben bietet sie Zugriff auf die 14-tägige Programmvorschau sowie das Angebot des VoD-Services Select Video. Sender- und Favoritenlisten lassen sich über die App ebenfalls bearbeiten. Interessant für Film-Fans ist die Möglichkeit, mit Hilfe von Aufnahmeagenten automatisiert Aufnahmen mit bestimmten Suchkriterien zu erstellen. Das können zum Beispiel bestimmte Schauspieler oder Gerne sein.

Die App TV Control hingegen macht, was der Name schon erwarten lässt: sie dient als Ersatz für die klassische Fernbedienung der HD-Receiver beziehungsweise HD-Video-Rekorder. Beide Apps sind kostenlos und für iOS und Android verfügbar.

Das Streamen von TV-Inhalten auf mobile Endgeräte wird immer beliebter. Das hat auch Kabel Deutschland erkannt und bietet hierfür die neue TV-App an. Über die App erhalten Sie Zugriff auf über 50 unverschlüsselte digitale TV-Sender. Auf Inhalte von Das Erste, ZDF, Pro Sieben und viele weitere Sender können Sie somit künftig per WLAN über Ihr mobiles Endgerät zugreifen. Für Kunden von Kabel Deutschland ist die TV-App kostenfrei. Die App ist ab sofort für iPhone und iPad verfügbar, eine Android-Version soll in Kürze erscheinen.

Download:

TV Manager für iOS

TV Control für iOS

TV App für iOS

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