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Morgenmagazin vom Freitag, 19. September 2014

19.09.2014 | 07:24 Uhr |

Was heute wichtig wird: 19. September 2014 +++ Nuance: Virtuelles Swype-Keyboard jetzt für iOS +++ Neuer 24 Zoll-LED­-Monitor von Benq verspricht hohe Farbtreue +++ Oracle-CEO Larry Ellison tritt ab +++ Irre Quellcode-Kommentare +++ HP bringt Tintendrucker für den Mittelstand +++ Amazon bringt neue E-Reader und Fire-Tablets +++ Test: Tomtom Runner Cardio +++ Mit einem Schütteln die Undo-Funktion auslösen

Was heute wichtig wird: 19. September 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute ist es soweit: Apple bringt das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus in den Handel. Vor den Apple Stores der Republik haben sich auch bereits die obligatorischen Schlangen gebildet, campieren unter freiem Himmel ist dieser Tage sogar leichter möglich als im sogenannten Sommer 2014. Wir werden heuer allerdings darauf verzichten, die Schlangen zu fotografieren und zu filmen oder die ersten in der Reihe nach ihren Beweggründen zu fragen. Das Anstehen auf neue iPhones hat sich mittlerweile zu einem Event verselbstständigt, das nun auch ganz anderes Publikum anzieht. Die 15 Minuten Ruhm, die man durch die Aufmerksamkeit der Medien gewinnen kann, nutzen nicht wenige, um für ein bestimmtes Produkt - das nicht von Apple ist - Werbung zu treiben. In der Schlange, die sich in New York schon vor Vorstellung der neuen iPhones gebildet hat, warben die meisten auf bedruckten T-Shirts für ominöse Auftraggeber, um das iPhone ging es kaum jemanden.

Wer flott an ein neues iPhone gelangen will , hat ohnehin am letzten Freitag sein Exemplar bereits bestellt, heute sollte es im Briefkasten liegen. Ganz ohne Anstehen oder gar draußen Campieren. Ebenso könnte ein Besuch in einer der Filialen des Providers der Wahl helfen, schnell und umkompliziert an ein neues iPhone zu gelangen und zu einem neuen oder verlängerten Vertrag. Nicht zuletzt bieten sich auch andere Apple-Händler wie Gravis an, oft nur wenige Schritte abseits der Apple Stores gelegen, aber ganz ohne Schlangen. Die Schlange vor dem Apple Store in der Rosenstraße, die sich schon vor Tagen gebildet hat, ist für die Betreiber der umliegenden Geschäfte kein Vergnügen, berichtet heute die Süddeutsche Zeitung in ihrer gedruckten Ausgabe. So blockierten etwa Apple-Jünger die Eingänge zu umliegenden Läden, Leberkässemmeln oder Kaffee habe die Gasstätte "Zum Spöckmeier" gegenüber des Apple Stores an die Wartenden auch kaum verkaufen können - stattdessen amüsierten sich dessen Gäste über die Belagerer des öffentlichen Raums. Immerhin habe Apple brav die Sondernutzung dessen beim Kreisverwaltungsreferat beantragt, wie eine Behördensprecherin berichtet. Ach, jetzt haben wir doch über die Schlange vor dem Apple Store geschrieben...

Anstehen mussten auch unsere iPhone-Tester, erst heute am neun Uhr können wir iPhone 6 und iPhone 6 Plus in den Händen halten. Wir werden das kommende Wochenende dazu nutzen, auch Aspekte zu überprüfen , die bei den bisher veröffentlichten Berichten zu kurz gekommen sind. Wie lange halten die Akkus wirklich? Oder: Wird ein iPhone 5S tatsächlich langsamer mit iOS 8 oder ist das nur ein psychologischer Effekt, weil das iPhone 6 jetzt so flott erscheint? Besuchen Sie regelmäßig unsere Website oder verfolgen Sie uns unter @MacweltTestLab auf Twitter, um den Stand des Tests zu verfolgen.

Lesetipps für heute Morgen:

Macworld testet iPhone 6 und iPhone 6 Plus: Während wir noch auf Testgeräte warten mussten, hatte unser US-Kollege Jason Snell bereits Zugriff auf die neuen Geräte. Dabei zieht er einen interessanten Schluss: Das iPhone 6 Plus ist vor allem für Anwender gedacht, die sonst keinen Computer haben wollen. Wir haben den ausführlichen Test für Sie übersetzt.

Wie das neue digitale Musikformat von U2 und Apple aussehen könnte: Christopher Breen macht sich Gedanken darüber , wie U2 und Apple ihr Ziel erreichen könnten, Alben in "unwiderstehlicher Form" dem geneigten Musikhörer zu präsentieren. Es kommt wohl auf die Qualität der Inhalte an.

Wie Apple Pay den Handel verändern wird : Die Kombination von Touch ID und NFC werde Widerstände der Verbraucher gegen Bezahlungen mit dem Handy brechen, der Handel steht vor einen neuen Ära.

Intego: Safari 7.1 und 6.2 schließen Sicherheitslücken: Mit dem Update auf OS X 10.9.5 bringt Apple auch neue Versionen seines Browsers, der einige bekannte Probleme behebt.

Nuance: Virtuelles Swype-Keyboard jetzt für iOS

Die Swype-Eingabemethode ist laut Nuance bereits auf über einer Milliarde Geräten installiert – vornehmlich aber wohl auf Android-Smartphones und -tablets, denn für das iOS war sie bisher lediglich in einer eigenen App erhältlich, von der aus man den erstellten Text erst umständlich in andere Applikationen wie beispielsweise Mail kopieren und übertragen musste. Mit dem jüngsten Apple-Upgrade auf iOS 8 lässt sich das Touchscreen-Keyboard systemweit als alternative Tastatureingabe nutzen. Mittels der Continuous-Touch-Technologie von Swype gleitet der Nutzer nach Beschreibung des Entwicklers mit dem Finger einfach von einem Buchstaben zum nächsten. Wörter und Sätze werden durch die fließende Bewegung vorhergesagt und angezeigt. Swype ”lernt” demzufolge die vom Nutzer am häufigsten verwendeten Wörter und Sätze, die dann bei der Eingabe automatisch angezeigt werden. Mit der Häufigkeit der Nutzung vermehrt sich auch das ”Wissen” von Swype, verspricht der Anbieter.

Zum Marktstart werden fünf Themes erhältlich sein, mit denen die Nutzer Swype personalisieren können. Swype ist erhältlich für iPhone und iPad und unterstützt Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Weitere Sprachen sollen folgen. Als Systemvoraussetzung ist mindestens iOS 8 erforderlich, die App kostet im App Store 0,89 Euro. Mit seinem neuen iOS-Betriebssystem hat Apple selbst eine Wortvorhersage in seine Tastatur implementiert. Tippen muss man dort freilich weiterhin auf gewohnte Weise. Dafür hat der iPhone-Hersteller eine Schnittstelle für externe Tastatur-Apps wie Swype eingebaut, die auch schon andere Anbieter wie Fleksy (ebenfalls 0,89 Euro) nutzen.

Neuer 24 Zoll-LED­-Monitor von Benq verspricht hohe Farbtreue

Der neue Benq-Monitor SW2401PT soll sich besonders für den Einsatz von anspruchsvoller Bildbearbeitungssoftware eignen. Dazu betont der Hersteller die naturgetreue Farbwiedergabe des Displays mit 23,8 Zoll und einer WQHD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Der erweiterte Farbraum (Wide Color Gamut) soll für mehr Abstufungen, besonders bei Grüntönen, sorgen, was nach Einschätzung des Anbieters besonders Naturfotografen schätzen werden. Voreingestellt sind sRGB, Adobe RGB (99 Prozent) und Standard-Farbräume, dazu kommt noch ein Schwarz-Weiß-Modus. Außerdem verspricht Benq eine Blickwinkelstabilität von bis zu 178 Grad sowohl horizontal als auch vertikal, so dass Farbtreue und Bildqualität erhalten bleiben, auch wenn der Benutzer seine Position vor dem Schreibtisch verändert. Mit einer speziellen Fernbedienung, einem kabelgebundenen Controller, lässt sich außerdem per Knopfdruck zwischen verschiedenen Modi umschalten.

Der Benq SW2401PT gibt mittels Hardware-Kalibrierung Farben unabhängig vom verwendeten Computer in der gewünschten Einstellung wieder, so der Hersteller weiter, denn Anpassungen an der Farbwiedergabe werden im Monitor vorgenommen und gespeichert, wogegen ­bei der Software-Kalibrierung die Signale der Grafikkarte manipuliert würden. Das soll eine naturgetreue, unverfälschte Farbwiedergabe sowie feinere Abstufungen zur Folge haben.

Ferner unterstützt der neue LED-Monitor den Benutzer durch einen mehrfach verstellbaren Monitorfuß, der sich stufenlos um 140 Millimeter in der Höhe verändern, um je 45 Grad aus der Mitte drehen und zwischen -5 und 20 Grad neigen lässt. Dazu kommt ein 90 Grad Pivot-Modus, der die Bilddarstellung automatisch anpasst. Für den Wechsel zwischen Hoch- und Querformat genügt es demnach, den Monitor zu drehen, den Rest erledige das Gerät selbst. Entspannte Arbeitsbedingungen für die Augen schaffen soll außerdem die LED-Hintergrundbeleuchtung mit Eye-Care-Generation und die Low Blue Light-Technologie von Benq. Als Verbindungsoptionen für das Display gibt der Hersteller DVI-DL, HDMI und Displayport an. Darüber hinaus sind ein USB 3.0-Hub mit zwei Ports sowie ein Card-Reader eingebaut­, um Bilder von der Digitalkamera auf den Computer zu übertragen.

Der Benq LED-Monitor SW2401PT ist ab Oktober zum Preis von 499 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Handel erhältlich.

Oracle-CEO Larry Ellison tritt ab

Wie das Wall Street Journal berichtet , gab der Verwaltungsrat den Rücktritt in einem internen Memo bekannt. Ellison hatte Oracle im Jahr 1977 gegründet und war der bisher einzige CEO des Konzerns, den er über die Jahre als ärgsten SAP-Wettbewerber im Datenbankumfeld positioniert hatte. Ellisons bisherige Stellvertreter - Mark Hurd und Safra Catz - sollen den Chefposten gemeinsam übernehmen.

Irre Quellcode-Kommentare

Es gibt Menschen die sind für ihren Humor bekannt. Auf Feiern sammeln sich die Gäste um sie herum und sie lauschen sprichwörtlich jedem Satz, indem sich garantiert ein Wortspiel mit sprachlicher Raffinesse verbirgt. Gemeinhin sind es weniger IT-Profis oder Software-Entwickler, die in einem solchen sozialen Mittelpunkt erscheinen. Zu skurril ist der Witz oder zu unverständlich für das Volk der Nicht-IT´ler.

Welcher "normale Mensch" lächelt schon bei Aussagen wie "UNIX ist das Betriebssystem der Zukunft. Und das schon seit 30 Jahren." oder "Was ist das? Schwimmt im Wasser und schreit ständig F1?" - "Ein Informatiker, der nicht schwimmen kann." Aus ungefähr diesem Holz stammen auch die Sprüche wie "Backup not found: (A)bort, (R)etry, (P)anic?" oder "Keyboard not found. Press any key to continue.".

Dass Software-Entwickler auch anders können wissen wir spätestens seit der Veröffentlichung des Original-Quellcodes von MS-DOS 1.0 und 2.0 oder Word 1.1a. Der niederländische Twitterer Leon Zandman fand gleich sieben ungewöhnliche Überraschungen.

Die Microsoft-Entwickler fluchen munter durch die Gegend, ziehen über die Novell-Nutzer her oder bezeichnen sich selbst als "Götter". Alles auskommentiert und nicht ganz so ernst gemeint (oder vielleicht doch?). Alle durchaus amüsanten Kommentare aus dem Microsoft-Code finden Sie im Artikel "Versteckte Überraschungen in frühen Microsoft-Quellcodes" .

Schon nach kurzer Suche finden sich im Internet und in Foren verschiedene Quellecode-Kommentare. Hier zeigt sich, dass auch die Entwickler außerhalb von Microsoft durchaus Humor haben. Sie wünschen ihren Entwicklungs-Kollegen nur das Beste oder versuchen sie mit irreführenden Hinweisen zu verunsichern.

Ganz so humorlos scheinen unsere Software-Entwickler dann doch nicht zu sein. Der Spaß ist halt eher versteckt, so wie die Easter Eggs in ihren Programmen.

HP bringt Tintendrucker für den Mittelstand

Mit ganz soliden Merkmalen präsentiert HP sein neues Inkjet-Multifunktiongerät Officejet Pro 6830 e-All-in-One und seinen neuen Tintenstrahldrucker Officejet Pro 6230 ePrinter ausdrücklich für die Zielgruppe kleiner und mittelgroßer Unternehmen (KMU): "Die neuen Drucklösungen erleichtern mobiles Drucken, helfen Betriebskosten einzusparen und liefern die gewohnte HP-Qualität", heißt es in der Deutschland-Zentrale in Böblingen.

Beide neuen Geräte sollen 18 monochrome oder zehn farbige DIN-A4-Seiten pro Minute in einer Druckauflösung von maximal 600 mal 1.200 Bildpunkten ausgeben können. Sie arbeiten mit vier Tintentanks und sind auf bis zu 15.000 Seiten im Monat ausgelegt. Außerdem verfügen beide Modelle über einen mit 500 Megahertz getakteten Prozessor, einen 250 MByte großen Standardspeicher, ein gestengesteuertes Touchscreen-Farbdisplay und eine modifizierte Benutzeroberfläche sowie über die Schnittstellen Ethernet, USB 2.0 und WLAN (Wireless Local Area Network) in der Version 802.11b/g/n. Außerdem ermöglichen die neuen Produkte den Zugang zum mobilen Drucken, indem Angebote oder wie HP Wireless Direct, HP ePrint, AirPrint, Android Druck, Samsung inOS printing und Google Cloud Print unterstützt werden.

Darüber hinaus scannt das HP Officejet Pro 6830 e-All-in-One Vorlagen nach ISO-Norm mit einer Auflösung von bis zu 1200 x 1200 dpi. Die Kopierauflösung beträgt maximal 600 mal 600 dpi und die Faxauflösung höchstens 300 mal 300 dpi. Das Kopiertempo liegt nach ISO-Norm bei bis zu zehn Kopien pro Minute und die Faxgeschwindigkeit bei bis zu vier Sekunden pro Seite. Die Geräteausstattung runden ein USB-Host und die Faxschnittstelle RJ-11 ab.

Nach Angaben von Hewlett-Packard Deutschland soll das HP Officejet Pro 6830 e-All-in-One voraussichtlich ab Oktober zu einer unverbindlichen Verkaufspreisempfehlung von 169,90 Euro und der HP Officejet Pro 6230 ePrinter ab November zu einer UVP von 79,90 Euro verfügbar sein. Hierbei ist schon die Urheberrechtsabgabe berücksichtigt. (mje)

Amazon bringt neue E-Reader und Fire-Tablets

Nachdem Amazon erst kürzlich die Streaming-Box Fire TV und das Fire Phone nach Deutschland brachte, zündet der E-Tailer nun ein weiteres Produktfeuerwerk. Mit einem neuen Kindle mit Touch-Screen, dem Premium-Modell Kindle Voyace sowie den aktualisierten Tablets Kindle Fire HD 7 und dem neuen HD 6, HD Kids und HDX 8.9 präsentiert sich die Modellpalette für das beginnende Herbst- beziehungsweise Weihnachtsgeschäft auf dem aktuellen Stand.

Aktualisiert: Kindle Fire HDX 8.9

Das Fire HDX 8.9 besitzt - wie der Name bereits impliziert - ein 8,9-Zoll-Display, das mit 2560 mal 1600 Pixeln auflöst (399ppi). Angetrieben wird das Gerät von einem 2,5-GHz-Quad-Core-Prozessor der neuen Snapdragon-Generation 805. Mit an Bo(a)rd ist außerdem mit Adreno 420 eine neue Grafik-Engine. Dies soll 70 Prozent schneller als ihr Vorgänger sein und für entsprechend flüssige Spiele und Videodarstellung auf dem Tablet sorgen. Als weitere Features unterstützt es WLAN-11ac bis zu 600 Mbit/s sowie optional LTE. Der Preis beginnt bei 380 Euro, kann aber je nach Ausstattung (LTE, 16/32/64 GB Speicher, mit/ohne Werbung) auf über 600 Euro klettern.

Kindle Fire HD6/7

Bei den Einsteiger-Tablets hat Amazon das Kindle Fire HD 7 etwas verbessert und ihm eine 6-Zoll-Variante (jeweils 1280 mal 800 Pixel) für unter 100 Euro zur Seite gestellt. Ansonsten unterscheiden sich Fire HD 7 und Fire HD 6 aber von der Ausstattung nicht. Im Gegensatz zum Vorgängermodell werden sie jetzt aber von einem auf 1,5 Gigahertz getakteten Quad-Core-Prozessor angetrieben, der die Leistung verdoppeln soll.

Fire OS 4.0 Sangria

Alle neuen Fire-Tablets werden von der neuesten Version des Fire OS - Fire OS 4 "Sangria" - angetrieben, die laut Amazon Hunderte neue und aktualisierte Funktionen mitbringen soll. Dazu zählt die Möglichkeit, für jedes Familienmitglied ein eigenes Profil mit eigenen Mail-, Facebook- und Twitter-Konten einzurichten. Außerdem sind die Mayday-Taste für sofortigen technischen Support per Live-Video und WPS Office vorinstalliert.

Premium-E-Reader Kindle Voyage

Mit dem Kindle Voyage fügt Amazon nun ein Premium-Modell zu seiner E-Reader-Reihe hinzu. Das Gerät besitzt ein Paperwhite-Display mit 300ppi-Auflösung und einem speziellen Frontlicht, das die Display-Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse in seiner Umgebung anpasst. Außerdem erhielt es mit PagePress eine neue Umblätterfunktion - ein leichter Druck auf den rechts oder links Rahmen und die Seite wird gewechselt. Gegen Aufpreis ist für den Kindle Voyage außerdem eine später kostenlose 3G-Verbindung erhältlich, über die man in über 100 Ländern Bücher einfach herunterladen kann.

Kindle-Basismodell neu mit Touchscreen

Auch dem einfachen Kindle-E-Reader (ab 59 Euro erhältlich) gönnte Amazon eine Reihe von Verbesserungen: Er verfügt nun über einen um 20 Prozent schnelleren Prozessor, doppelt so viel Speicherplatz und ab sofort auch über einen Touch-Display, mit dem sich Funktionen wie Kindle FreeTime, Smart-Lookup, X-Ray oder der Vokabeltrainer nutzen lassen. (mje)

Test: Tomtom Runner Cardio

Gegenüber Tomtoms erster Generation von GPS-Sportuhren wartet die Runner Cardio mit zwei wesentlichen Neuerungen auf: Einem stark verbesserten Armband und der namensgebenden Pulsmessung mittels LEDs und Fotozellen. Aus der Reflexion des grünen Lichts kann die Uhr auf den Blutfluss direkt unter der Haut des Handgelenks schließen und den Puls hinreichend genau errechnen. Der fummlige Brustgurt, den die ersten Sportuhren von Tomtom optional mitbrachten, ist passé, die Apple Watch wird auf die gleiche Art den Puls messen. Verbesserungen gibt es auch beim Plastikarmband. War uns das Vorgängermodell beim Ablegen der Uhr noch aus ihrer Halterung gefallen, sitzt die Runner Cardio nun bombenfest, auch lässt sich die Länge des Armbandes mit seinen Noppen wesentlich besser und sicherer einstellen.Dennoch will man die Uhr nicht länger als nötig tragen, als Schmuckstück ist sie auch nicht gedacht.

Die Funktionen bleiben die gleichen, die Uhr misst sehr genau den jeweiligen Ort und errechnet präzise die beim Laufen erreichte Geschwindigkeit. Das uns zur Verfügung gestellte Modell verstand sich zwar nur auf das Laufen, wir haben es dennoch auch beim Radeln getragen. An den vier Ampeln auf unserer Strecke fällt negativ auf, dass die Uhr auch im Stand weiter läuft – iPhone-Apps wie Runkeeper erkennen derartige Unterbrechungen und setzen so lange mit der Messung aus. Die Uhr ist jedoch sehr leicht über einen nach vier Seiten kippbaren Schalter zu bedienen, in der Pause hält man die Uhr eben schnell an. Während des Trainings zeigt die Uhr wahlweise Tempo, Puls, Laufzeit oder Distanz an, ansonsten die Uhrzeit. Bestimmte Strecken und Läufe lassen sich im Speicher hinterlegen, so kann man auch gegen seine eigene Bestzeit antreten und bekommt während des Laufs Feedback zum Rückstand oder dem Vorsprung. Wer in einem bestimmten Pulsbereich trainieren will, kann diesen vorher festlegen und bekommt ebenfalls unterwegs Feedback.

Datenauswertung auf Tomtoms Portal Mysports. Unser Tester ist nicht knapp am Halbmarathonweltrekord gescheitert, sondern war mit dem Fahrrad ins Büro unterwegs...
Vergrößern Datenauswertung auf Tomtoms Portal Mysports. Unser Tester ist nicht knapp am Halbmarathonweltrekord gescheitert, sondern war mit dem Fahrrad ins Büro unterwegs...

Noch ist sie nicht auf dem Markt, aber schon jetzt müssen sich Fitnessgeräte mit der Apple Watch messen. Und hier positioniert sich die Tomtom-Uhr klar als spezialisiertes Gerät für ambitionierte Sportler. Über die Akkulaufzeit muss man sich kaum Gedanken machen, eine Ladung reicht für mehrere Wochen oder einige intensive und lange Touren. Will man mehr über sein Training erfahren, sollte man die Uhr ohnehin regelmäßig mit dem Rechner über die mitgelieferte Cradle koppeln - das schwarz-weiße Display zeigt nur ein paar Basisdaten und natürlich keinerlei Karten. Die Auswertung geschieht über Tomtoms eigenes Portal Mysports und werden auch gleich an Mapmyfitness übertragen - optional kann man die Daten auch an Runkeeper oder Stava übertragen oder einfach im Format KML exportieren. Und was man mit der Apple Watch vermeiden sollte, ist laut Hersteller mit der Tomtom Sportuhr problemlos möglich: Sie ist auch für Schwimmer geeignet, misst bauartbedingt im Wasser aber den Puls nicht mehr zuverlässig. Mangels Badewetter haben wir auf einen derartigen Test verzichtet.

Ein Desktop oder Laptop ist für den Betrieb nicht unbedingt erforderlich, laden lässt sich die Uhr auch über ein USB-Netzteil. Und Daten überträgt sie auch per Bluetooth LE an das iPhone, sofern die Mysports-App von Tomtom darauf installiert ist, über die man die Uhr zunächst mit dem Telefon koppeln muss. Der Austausch mit dem Smartphone (oder dem Rechner) ist aber auf jeden Fall vor dem Workout anzuraten, darüber erhält die Uhr auch aktuelle Koordinaten der GPS-Satelliten und ist schon beim Loslaufen betriebsbereit. Ohne vorherige Kopplung mussten wir bis zu zwei Minuten warten, bis die Uhr uns mit einem Vibrationsalarm ihre Bereitschaft signalisierte.

Schon wieder muss sich ein Tomtom-Gerät mit dem iPhone beziehungsweise nun auch mit der Apple Watch messen. Nach wie vor haben aber dezidierte Navigationsgeräte ihre Berechtigung, ebenso wie spezialisierte Sportuhren und -armbänder. Die Tomtom Runner Cardio ist für ambitionierte Sportler bestens geeignet, wegen ihrer Präzision, ihrer Robustheit, der einfachen Bedienung und der vielfältigen Möglichkeiten der Datenauswertung. Wer auf Musik beim Laufen nicht verzichten will, muss halt noch einen iPod Shuffle mitnehmen. Der Preis ist angemessen.

Tipp: Mit einem Schütteln die Undo-Funktion auslösen

Der schnellste Weg, eine unerwünschte Bearbeitung rückgängig zu machen, ist, das iPad kurz zu schütteln, was die Undo-Funktion auslöst. Der Vorgang funktioniert auch mehrfach. Beim erneuten Aufruf können Sie die Änderung wiederherstellen oder noch einen Schritt zurückgehen.

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