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Morgenmagazin vom Freitag, 2. Dezember

02.12.2016 | 06:56 Uhr |

Die GPU des iPhone 7 erklärt +++ Patent für runde Apple Watch +++ Idee: Airport mit Siri-Lautsprecher verknüpft +++ Telekom verbessert Hotline: Fester Hotline-Berater und Rückruf-Service +++ Youtube: Livestreams in 4K mit 60 FPS möglich +++ IDC: Auch 2016 wieder weniger PC-Verkäufe +++ Telekom-Hack: So prüfen Sie, ob Ihr Router sicher ist

2. Dezember: Ois is Blues

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Man glaubt ja kaum, dass an diesem Wochenende schon der zweite Advent ist, aber Jahr für Jahr fällt es schwerer, die Musikauswahl im Formatradio (Wham!, Chris Rea, Mariah Carey, Band Aid) im Dezember zu akzeptieren. Gibt es denn keine andere Musik mehr? Und wenn schon, wenigstens andere Weihnachtsmusik? Sonst halten wir das die nächsten 22 Tage nicht aus, wenn wir ständig diese Gedudel ertragen müssen. Es gibt aber gute Nachrichten: Für erträgliche Musik und eine Qualität darüber hinaus gibt es sehr wohl noch Platz - wenn auch nicht unbedingt im Radio.

Insbesondere freitags lohnt bekanntlich der Blick in den Plattenladen, der heutzutage virtuell ist. Für unsere vom Radiowecker gequälten Ohren entdecken wir dort Balsam: Die Rolling Stones sind heute mit einem neuen Werk am Start. Mit der Blues-Platte "Blue & Lonesome" kehren die alten Herren zu ihren Wurzeln zurück, die sie vor fast 60 Jahren austrieben. Die spätere größte Stadionband der Welt hat als Bluesband begonnen und in den späten Fünfzigern und frühen Sechzigern war es gar nicht ungewöhnlich, dass weiße Jungs schwarze Musik spielten - im Gegenteil waren die Grenzen zwischen weißem Rock und schwarzem Rhythm&Blues noch überhaupt nicht gezogen. So kam es, dass die jungen Stones begeistert Songs von Chuck Berry oder Howlin' Wolf nachspielten, während sich Stevie Wonder von den Beatles inspirieren ließ. Auf "Blue & Lonesome" finden sich Jagger, Richards, Watts und Wood wieder zu der Club-Band zusammen, die schon lange nicht mehr waren. Und das hört sich gut an: Musik, die vor 70 Leuten auf einer engen Bühne vorgetragen wird, klingt ganz anders als die vor 70.000 Leuten im Stadion auf einer Bühne, auf der man sich verlaufen kann, gespielte. Selbst wenn die Noten die gleichen sind. Charlie Watts etwa hat letztens in einem Gespräch mit dem Feuilleton der Süddeutschen Zeitung verraten, dass er niemals zu Stadionkonzerten ginge, außer zu denen, bei denen er für die Stones trommeln müsse. Jazz und Blues würden nunmal besser in die Kaschemme passen als auf in die Arena. Wir werden uns heute das Blues-Album der Stones genau anhören und warten mal ab, ob es doch eine weiteres Rock-Platte der Stones gibt. Laut Watts sind schon etliche Sachen aufgenommen, um den Mix sollen sich mal die Glimmer-Twins Jagger und Richards kümmern, da sie die Songs ja auch geschrieben haben.

Wer es doch noch etwas besinnlicher als Blues von den Stones mag, dem sei das gestern bereits erwähnte Weihnachtsalbum der Killers empfohlen, Apple hat das in sein Product-Red-Portfolio aufgenommen. Wem das aber nicht weihnachtlich genug ist, dem sei Nils Landgren empfohlen. Der schwedische Jazz-Posaunist ist auch eher in Kaschemmen als in Arenen anzutreffen, aber vor allem in den Tonstudios dieser Welt. Alle ein bis zwei Jahre trifft er sich mit Kollegen und Freunden in einem solchen und nimmt weihnachtliche Musik auf, die sich im Vergleich zu den "Last Christmas"-Songs dieser Welt anhört, wie ein Barolo im Vergleich zur üblichen Weihnachtsmarktglühweinplörre schmeckt. Die Reihe "Christmas with my Friends" umfasst mittlerweile fünf Alben. Material genug, um den Advent zu überstehen. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Nur so eine Idee: Apple hat anscheinend die Abteilung geschlossen, die sich bisher mit Wi-Fi-Routern wie der Airport Extreme oder der Time Capsule beschäftigt hat. Die damit befassten Mitarbeiter dürften nun an anderen Projekten arbeiten, Apple hat ja noch jede Menge Baustellen offen. So könnte für Apple auch eine Antwort auf Amazons Echo und Googles Home durchaus im Plan stehen. Aber einfach ein "Me too"-Produkt wäre nicht Apples Stil. Unser Macworld-Kollege Dan Moren hat daher einen Vorschlag: Wie wäre es, Siri fest mit der Netzwarkhardware zu verdrahten, anstatt Apple TV und iPad als zentralen Hub für Home- und Entertainmentsteuerung zu verwenden? Moren schwebt also eine Art Siri-Lautsprecher vor, der nicht nur beliebige Inhalte im Haus verteilt, Fragen beantworten, Aufgaben erledigt und weitere Smart-Home-Geräte über den Router steuert, sondern selbst der Router ist? Also Airport Extreme,  Apple TV und dessen Fernbedienung in ein zentrales Device vereint? Bei Apple denkt man gewiss über viele Produkte nach und vielleicht würde Moren mit seiner Idee offene Türen einrennen - Belege dafür, dass Apple tatsächlich an einem solchen Gerät arbeitet, gibt es aber nicht.

Evolution: Seit 25 Jahren baut Apple mobile Macs - oder sogar seit 27, nimmt man den Mac Portable mit seinem Bleiakku mit in die Ahnenreihe auf. Vom ersten Powerbook zum Macbook Pro mit Touch Bar hat sich viel getan, Apple hat immer wieder mal alte Paradigmen über Bord geworfen oder neue Techniken eingeführt. Jason Snell blickt zurück.

Grafikleistung: Der Chip A10 Fusion in iPhone 7 und iPhone 7 Plus bringt dank seiner vier Kerne eine etwa doppelt so hohe Performance als die CPUs früherer Modelle, verspricht Apple seit September. Die meisten Benchmarktests können das mehr oder minder bestätigen, das iPhone der Generation von 2016 ist in der Tat rasend schnell. Auch bei der Grafik will Apple Fortschritte gemacht haben, nach Angaben des Herstellers arbeite die GPU um bis zu 50 Prozent besser. Hier muss Apple aber auf Tricks zurückgreifen, wie Linley Gwennap, Gründer und Analyst der Linley Group, näher erläutert. Denn die bei Imagination Technologies lizenzierte Architektur PowerVR GT7600 reizt Apple vor allem durch massive Übertaktung aus, die CPU rechnet mit weit höheren Taktraten als die der Konkurrenz. Doch nur zeitweise, denn bei Höchstleistung gibt der Chip jede Menge Wärme ab, eine Überhitzung des iPhone droht. Nach Analysen von Gwennap könne das iPhone 7 (Plus) nur etwa eine Minute bei voller GPS-Leistung verbringen, bevor es den Chip wieder abregele.

Rückgabe: So alt ist die Apple Watch ja noch nicht, doch mag es gewiss einige Zeitgenossen geben, die ihr Original-Modell gegen eine Series 2 austauschen. Alte Apple Watches nimmt Apple nun in seinen Stores zurück, um sie ins Recycling zu geben. Doch können Kunden die Uhr nicht in Zahlung geben, anders als bei iPhone, iPad und Mac gibt es für das Zeiteisen keinen Einkaufsgutschein - sondern nur das gute Gefühl, dass man das eisnt begehrte Stück Technik nicht einfach dem Hausmüll überantwortet.

Rund statt eckig: Beim Design der Apple Watch hatte sich Apple gewiss aus guten Gründen dazu entscheiden, das Display quadratisch zu machen. Doch stehen nach wie vor viele Nutzer auf das klassische Uhrendesign mit rundem Zifferblatt in rundem Gehäuse, Samsung bietet seine Galaxy Gear nicht von ungefähr in exakt dieser Form an. Künftige Apple Watches könnten aber auch rund werden wie ein Patentantrag Apples zeigt. Diesen hatte Apple bereits im Januar eingereicht, das US-Patent- und Markenamt hat ihn erst jetzt veröffentlicht. Zu sehen ist darin, dass Apple Schaltkreise der Uhr an deren ungenutzten Rand zu verbauen plant, die Anordnung der Pixel auf dem Display geschieht weiter in Reihen und Spalten, die jedoch unterschiedlich lang sind. Eine runde Apple Watch scheint in naher Zukunft dennoch unwahrscheinlich.

Weitere Nachrichten

Telekom verbessert Hotline: Fester Hotline-Berater und Rückruf-Service

Anrufe bei der Service-Hotline eines Internet-Providers werden oft zu einem Horrortrip. Besonders dann, wenn der Kunde mehrmals bei der Hotline anrufen muss und dann jedes Mal einen anderen Call-Center-Agenten an der Leitung hat, dem er sein Anliegen erst mal wieder neu erklären muss. Bei diesem nervigen Problem will die Deutsche Telekom jetzt ansetzen.

Zwei neue Rückruf-Services bietet die Telekom demnächst in ihren kostenlosen Hotlines an. Kunden haben dann die Möglichkeit, sich wieder mit dem gleichen Berater verbinden zu lassen. Und mit dem Angebot eines Rückruf-Service in der Hotline können Kunden selbst entscheiden, ob sie warten oder die Zeit anders nutzen möchten. Mit letzterem Angebot sollen die Telekom-Kunden den nervigen Aufenthalt in der Warteschleife vermeiden.

Mit dem persönlichen Rückruf-Service hat der Kunde die Möglichkeit, sich direkt mit dem Berater verbinden zu lassen, mit dem er sein Anliegen zuvor schon besprochen hat. Kunden, die vom Mobiltelefon anrufen, erhalten das Angebot per SMS. Kunden, die über das Festnetz die Hotline kontaktieren, werden vom Berater auf den Service hingewiesen, wie die Telekom erläutert. Ruft der Kunde also erneut zu seinem Anliegen an, wird er im Sprachportal gefragt, ob er wieder mit demselben Berater verbunden werden möchte. Dieser Service ist laut Telekom innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Kontakt möglich.

Über den Rückruf-Service, der ab einer „definierten Wartezeit im Sprachportal angeboten wird“, haben Kunden die Wahl, sich zurückrufen zu lassen. Sollte der Kunde feststellen, dass ihm die angesagte Wartezeit zu lange dauert, kann er im Sprachmenü den Rückruf der Telekom auf die von ihm angegebene Rufnummer bestellen. Der Anruf erfolgt dann innerhalb der zuvor angesagten Wartezeit.

Beide Rückruf-Services werden der Telekom zufolge in den kommenden Wochen für die Hotline Nummern 0800-330-1000, 2202, 2828, 1300 schrittweise bundesweit umgesetzt.

Beide Rückruf-Services werden der Telekom zufolge in den kommenden Wochen für die Hotline Nummern 0800-330-1000, 2202, 2828, 1300 schrittweise bundesweit umgesetzt.


Wie uns Georg von Wagner, Pressesprecher der Deutschen Telekom ausdrücklich bestätigt hat, sind die die beiden neuen Services kostenlos. Vermutlich benötigt die Telekom noch einige Zeit, bis alle Hotline-Mitarbeiter über das neue Angebot informiert sind. Die tatsächliche Bereitstellung der beiden neuen Dienste soll wie gesagt in den nächsten Wochen umgesetzt werden.
 

Youtube: Livestreams in 4K mit 60 FPS möglich

Auf Youtube können Video-Ersteller ab sofort Livestreams mit 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (FPS) streamen. Sowohl Standard-Videos als auch 360-Grad-Videos sind per 4K-Livestream möglich, wie Youtube jetzt mitgeteilt hat.

Allerdings benötigen sowohl der Video-Produzent als auch die Zuschauer dafür eine erstklassige Internetanbindung. Ob für die 4K-Livestreams bestimmte Browser empfohlen werden, sagt Youtube nicht.

Um Livestreams auf Youtube ausstrahlen zu dürfen, muss der Produzent einen bestätigten Youtube-Kanal besitzen. Und noch einige weitere Voraussetzungen erfüllen, die Youtube hier auflistet.

4K-Videos unterstützt Youtube generell schon länger, neu sind nur die 4K-Livestreams.

 

IDC: Auch 2016 wieder weniger PC-Verkäufe

Der PC-Markt ist auch in diesem Jahr weiter geschrumpft. Die Marktforscher von IDC rechnen für 2016 mit einem weltweiten Rückgang der Verkaufszahlen um 6,4 Prozent auf 258,2 Millionen Einheiten. Zwar fiel der Rückgang im dritten Quartal mit 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas geringer aus als erwartet, dennoch sei auch 2017 nicht mit einer Umkehr zu rechnen. Im kommenden Jahr wird der PC-Markt laut IDC erneut um 2,1 Prozent schrumpfen.

Dieser Trend dürfte sogar bis zum Jahr 2020 anhalten. Speziell im Consumer-Bereich sei die Nachfrage weiterhin schwach. Dennoch sei mit einer Stabilisierung zu rechnen. Im Geschäftsbereich könnte ab 2018 sogar ein leichtes Wachstum Einzug halten. 2019 rechnen die Marktforscher im Business-Segment mit einem Plus von 3,7 Prozent. 

Rückläufig sind zudem die Verkaufszahlen von Desktop-PCs. Bei den Notebook-Verkäufen rechnet IDC bis 2020 hingegen mit einem leichten Wachstum von 0,4 Prozent.

Telekom-Hack: So prüfen Sie, ob Ihr Router sicher ist

Der Angriff auf die Telekom, der rund 900.000 Kunden der Deutschen Telekom von Internet, Internet-TV und Telefon abgeschnitten hat, zeigt, dass die Internet-Infrastruktur alles andere als sicher ist. Das gilt besonders auch für den eigenen DSL-Router, egal um welchen Hersteller es sich handelt.

Wenn der Router kompromittiert ist, also beispielsweise durch auf dem Router installierte Malware, dann kann das die DSL-Verbindung sehr langsam und instabil machen. Das resultiert in häufigen Abstürzen und Hängern beim Streaming, zum Beispiel über Netflix, Amazon oder anderen Diensten wie Sky und Maxdome. Ob Ihr Router sicher ist, können Sie mit Tools, Virenscannern oder auch Online-Tests überprüfen.Wir zeigen, wie das geht.

Diese Router wurden angegriffen

Beim aktuellen Angriff sind nur Speedport-Router der Telekom betroffen: Konkret diese drei Modelle:

Der Angriff ließ aber zum Beispiel die bekannten Fritz!Boxen von AVM unbehelligt. Aber auch hier ist der angegriffene Port 7547 geöffnet, nimmt aber nur Anfragen der Provider entgegen. Es ist daher durchaus denkbar, dass in Zukunft auch AVM Fritz!Boxen durch solche Angriffe gefährdet werden.

Das ist beim Angriff auf die Telekom passiert

Im Fokus der Angreifer waren die DSL-Router der Anwender, mit dem Ziel, diese zu einem Botnet zusammen zu schließen. Dabei wurden über 900.000 Router angegriffen. Ein erfolgreiches Übernehmen der Heim-Router scheiterte nur deshalb, weil der Programmiercode des Virus fehlerhaft war und sich deshalb nicht in die DSL-Router einnisten konnte. Der Angriff war also nur ein erster Schritt, und es ist durchaus wahrscheinlich, dass weitere Angriffe folgen werden.

Nach Telekom-Attacke: Firmware-Update für Speedport-Router installieren

Bei diesem Angriff war danach die Verbindung zu den DSL-Verbindungspunkten der Telekom fehlerhaft. Dadurch ging dann die Internetverbindung inklusive der Telefonie in die Knie. Wurde der entsprechende Router kurz vom Netz getrennt, wurde der Angriff abgebrochen, weil die Schadsoftware aus dem Speicher des Routers gelöscht wurde, sodass bei einer neuen Verbindung erst einmal alles wieder funktioniert hat. Allerdings haben die Angreifer die erneute Verbindung bemerkt und den Router erneut angegriffen, was ihn wieder zum Absturz brachte.

Dieses Botnet sollte dann wiederum für Angriffe auf andere Netzwerke verwendet werden. Der Angriff konnte zwar abgewehrt werden, weil der Virus schlecht programmiert war, dennoch besteht die Gefahr, dass der eine oder andere Router mit einem Virus verseucht wurde.

Anwender sollten daher überprüfen, ob der eigene Router angegriffen wurde und ob die Gefahr besteht, dass ein Angreifer die Kontrolle über den Router übernommen hat, oder ob der Router aus sonst einem Grund unsicher ist. Dabei helfen Tools und Online-Dienste.

Testen, ob der eigene Router betroffen ist

Ob der eigene Router betroffen ist, lässt sich zum Beispiel mit dem kostenlosen Virenscanner Avast Free Antivirus feststellen. Dieser schützt gleichzeitig Windows-Rechner vor Viren und scannt das ganze Netzwerk auf Probleme. Um den eigenen Router zu testen, müssen Sie die Software installieren. Setzen Sie ohnehin auf keinen anderen Virenscanner, sondern auch den Windows-internen Windows-Defender, sollten Sie nach den Tests die Software auch auf dem PC belassen. Die Installation ist schnell abgeschlossen und erfordert keine komplizierte Konfiguration.

Setzen Sie einen Viren-Scanner auf Ihren PCs ein, den Sie nicht durch Avast Free AntiVirus ersetzen wollen, dann können Sie Avast auch problemlos auf einem virtuellen Computer installieren. Auch hier lässt sich der Netzwerktest durchführen. Eine kostenlose Software dazu ist Oracle VirtualBox.

Im Gegensatz zu vielen Online-Tools kann der Avast Heimnetzwerk-Sicherheit auch alle anderen PCs, Geräte und DSL-Router sowie WLAN-Geräte und Drucker im Netzwerk auf Schwachstellen überprüfen. Werden Schwachstellen gefunden, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.

Sobald Sie Avast installiert haben, und das Produkt aktiviert hat, können Sie den Test durchführen. Dazu klicken Sie auf Überprüfung im Menü und dann auf die Auswahl „Nach Netzwerkbedrohungen suchen“. Sie können dazu auch auf die kostenlose Standard-Version des Scanners setzen.

Bei dem Scanvorgang sucht der Scanner alle Geräte, die mit dem Netzwerk verbunden sind, und testet die geöffneten Ports. Dabei geht der Scanner auch auf gefährliche Ports wie 7547 auf den Routern ein. Ist dieser geöffnet, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.

Online-Tests durchführen

Zusätzlich zum Test mit dem Virenscanner Avast können Sie auch online überprüfen, ob der aktuell angegriffene Port 7547 offen ist. Dieser Port wird von den Internetanbietern zur Fernwartung genutzt, wird aber vor allem auch von den Angreifern für das Übertragen von Viren auf Ihren Rechner missbraucht. Testen können Sie den Port über die Seite IsMyPortOpen.com . Geben Sie im Feld Port den Port 7547 ein und klicken Sie auf Check. Ist der Port geschlossen, besteht zumindest von dieser Seite keine Gefahr. Allerdings schließt das andere Angriffe keineswegs aus.

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Wie kann ich mich schützen?

Es ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft Angriffe auf den Port 7547 und auf Speedport-Router vorgenommen werden, aber auch auf andere Router. Die verschiedenen Router-Hersteller werden darüber hinaus aktuell bereits fieberhaft an Aktualisierungen ihrer Firmware arbeiten und diese zeitnah zur Verfügung stellen.

Die Telekom hat angekündigt die betroffenen Speedport-Router automatisch zu aktualisieren. Bis wann alle Router umgestellt sind, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Kunden mit Nicht-Speedport-Routern sollten überprüfen, ob es Software-Aktualisierungen für ihre Geräte gibt, und diese so schnell wie möglich auf den Geräten installieren. Nur wenn die aktuellste Software auf dem Router installiert ist, lässt sich ein gewisser Grundschutz erreichen. Eine vollständige Sicherheit gibt es aktuell nicht. Wer zumindest dem aktuellen Angriff entgehen will, kann seinen Speedport-Router gegen einen anderen Router, wie zum Beispiel eine Fritzbox ersetzen. Aber auch hier lässt sich keine vollständige Sicherheit erreichen, denn auch andere Hersteller können über kurz oder lang angegriffen werden.

Fritz!Boxen sicher machen

Auf Fritz!Boxen sollte außerdem die Option für das automatische Aktualisieren aktiviert werden. Diese ist in der Weboberfläche über System\Update zu erreichen. Über die Registerkarte Fritz!OS-Version sehen Sie die aktuelle Version der Software. Mit der Schaltfläche „Neues Fritz!OS suchen“ können Sie überprüfen, ob eine Aktualisierung vorhanden ist.

Auf der Registerkarte Auto-Update sollten Anwender unbedingt die Option „Über neue Fritz!OS-Versionen informieren und notwendige Updates automatisch installieren (Empfohlen)“ aktivieren. Dadurch wird sichergestellt, dass relevante Sicherheits-Updates automatisch installiert werden.

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