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Morgenmagazin vom Freitag, 2. Oktober 2015

02.10.2015 | 07:02 Uhr |

2. Oktober 2015 +++ Kein Apple TV mehr bei Amazon +++ Apple kauft weiteres Gelände für Büros +++ Windows ohne USB-Stick auf den Mac installieren +++ Peeple-App will Bewerten von Menschen ermöglichen +++ LG Watch Urbane 2nd Edition mit LTE +++ Besserer Wirkungsgrad für Solarzellen +++ Video statt Profilfoto auf Facebook +++

Was heute wichtig wird: 2. Oktober 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Das Macwelt-Morgenmagazin ist bekanntlich Bestandteil unseres kostenpflichtigen Internetangebots und wie bei jedem Produkt, für das man Geld haben will, sollte man stets begründen können, warum man das tut. Oder warum gerade dieses Produkt jenen Preis wert ist, wo doch anderswo andere Leistungen für weniger zu haben sind. Es geht als um das Alleinstellungsmerkmal, den Nutzen, den nur dieses Produkt hat. Nun, mit dem Morgenmagazin wollen wir Sie erstens schon gegen acht Uhr über wichtige Nachrichten aus der IT-Welt informieren, die Sie womöglich noch nicht alle kennen. Außerdem geben wir Tipps, welche Geschichten im weiten Netz denn noch lesenswert sind. Und zu guter Letzt wollen wir auch ein wenig unterhalten. Zu der frühen Stunde zu der wir erscheinen, hilft ein Lächeln oft besser in den Tag als das stärkste Koffeingetränk.

Das gelingt gewiss nicht immer und bei jedem, aber vielleicht hilft es ja heute, dass der erste Freitag im Oktober seit 1999 als "Worldsmileday" gefeiert wird. Schenken Sie doch einfach Ihrem Mitmenschen ein Lächeln - jetzt! Egal, ob Sie zu Hause am Frühstückstisch sitzen oder sich schon in der vollen U-Bahn ins Büro quälen, heben Sie jetzt den Blick von Ihrem Smartphone oder Tablet und Lächeln Sie Ihr Gegenüber an! Und falls Sie zu Hause oder im Büro alleine vor dem Mac sitzen, dann schalten Sie eben die Facetimekamera an und lächeln in das Objektiv. Egal, wie gut es Ihnen schon vorher gegangen sein mag, jetzt geht es Ihnen bestimmt besser - und dank der Spiegelneuronen Ihren Mitmenschen auch. Wenn Sie nun Ihr Gegenüber erstaunt fragt, woher Sie auf einmal die gute Laune haben, dann sagen Sie, die komme von einer kostenpflichtigen Website, die jeden Cent wert ist. Jeden Tag. Peter Müller

Lesetipps für einen lächelnden Freitag

Warum Apple Music jeden Cent wert ist: Die einen schätzen die kuratierten Wiedergabelisten, vermissen aber die Möglichkeit, in Playlists ihrer Freunde hineinzuschauen, die anderen halten Beats 1 für eine gute Idee, die sonstigen Radiostationen aber eher für mau - die Meinungen über Apple Music gehen weiterhin weit auseinander, so dass man gespannt sein darf, wie viele der geschätzt 15 Millionen Probeabonnenten dabei bleiben. Unser Macworld-Kollege Michael Simon, bekennender Musikfreak, nimmt nun Partei für Apple Music, Er hätte nie gedacht, dass er jemals für einen Streamingdienst zahlen würde. Apple Music überzeuge aber mit der Integration der eigenen iTunes-Bibliothek und der Anbindung an Siri. Gerade ersteres hat bei einigen Leuten Verzweiflung über Datenchaos ausgelöst, Siri funktioniert auch nur so richtig gut in englisch. Wie gesagt: Die Meinungen gehen weiter stark auseinander.

Konkurrenzausschluss: Amazon wird ab sofort weder Apple TV noch Googles Chromecast verkaufen, auch die im Amazon Marketplace tätigen unabhängigen Händler dürfen die Streamingboxen der Konkurrenz nicht mehr anbieten. Stattdessen setzt Amazon auf seine eigene TV-Lösung. Apple TV und Chromecast würden Amazons Prime Video nur ungenügend unterstützen, heißt es zur Begründung. Roku, Xbox, PlayStation und Fire TV seien "exzellente Lösungen" für Prime Video, laut Amazon ein wichtiger Bestandteil seines Premium-Angebotes.

Zweites Bürogebäude: Der Apple Campus 2 in Cupertino ist noch nicht einmal fertig und scheint bereits zu klein bemessen zu sein. Laut dem Silicon Valley Business Journal hat der Mac-Hersteller in Sunnyvale ein etwas über 7 Hektar großes Gelände erworben, um darauf weitere Bürogebäude zu errichten

Einfachere Installation: In OS X 10.11 El Capitan hat Apple im Bootcamp-Assistenten eine wesentliche Änderung vorgenommen. Um Windows auf dem Mac zu installieren, benötigt man das Microsoft-System nicht mehr zwingend auf CD/DVD oder USB-Stick, es genügt auch eine ISO-Datei. Der Installationsprozess wird dadurch deutlich verkürzt, kauft man Windows als digitalen Download. Es unterstützen jedoch nicht alle Macs die neue Firmware, iMac, Macbook Pro 13 Zoll und Macbook verlangen weiterhin nach einem externen Medium. Insbesondere im letzten Fall ist das lästig, da das Macbook nur einen USB-C-Anschluss bietet.

Weitere Nachrichten

Peeple-App will Bewerten von Menschen ermöglichen

Es gibt Bewertungs-Apps für alle möglichen Dinge, wie etwa Produkte, Restaurants oder Hotels. Bisher hat sich niemand getraut, eine solche App zur Bewertung von Menschen zu veröffentlichen. Das wird sich nun offenbar noch in diesem Jahr ändern.

Mit Peeple ist nämlich nun die erste Bewertungs-App für Menschen angekündigt worden. Sie soll im November für iOS erscheinen. Das berichtet die Washington Post. Demnach wird es Peeple den Nutzern erlauben, andere Mitmenschen mit einem bis fünf Sternen inklusive einem "Test-Bericht" zu bewerten. Dazu soll der Nutzer der App nur den Namen einer Person eingeben müssen, die er über Facebook kennt und die er bewerten möchte. Die chancen dazu stehen auch nicht schlecht: Immerhin nutzen rund eine Milliarde Menschen Facebook .

Die Nutzung der App erfolgt also über ein Facebook-Konto, so dass Peeple auf diesem Weg auch gleich alle Kontakte eines Nutzers kennt. Bei der Bewertung einer Person kann der Nutzer auch angeben, ob er die Person als Freund, Arbeitskollegen oder aufgrund einer "romantischen Beziehung" kennt. Die erste Bewertung für einen Menschen kann nur abgegeben werden, wenn der "Tester" im Besitz der mobilen Telefonnummer der Person ist. Auf diese Weise soll ein Missbrauch der App verhindert werden.

Den ersten Berichten zufolge sollten die bewerteten Personen keine Möglichkeit erhalten, eine Löschung der Bewertung zu verlangen, solange bei der Bewertung nicht gegen die Nutzungsbestimmungen der App verstoßen worden sei. Auch ein Löschen von negativen Bewertungen sollte nicht möglich sein. Mittlerweile scheinen die Macher der App aber aufgrund der ersten Resonanz auf die App zurückzurudern. Über Facebook teilen die Peeple-Macher mit, dass man das erste Feedback der Web-Gemeinde auf Peeple gehört habe. Was dies aber nun konkret bedeutet, bleibt offen.

Immerhin: Bevor eine negative Bewertung tatsächlich öffentlich gemacht wird, soll die Person, die negativ bewertet worden ist, 48 Stunden vorab informiert werden. Das Zeitfenster soll es den beiden Beteiligten ermöglichen, einen eventuell zwischen ihnen herrschenden Zwist zu schlichten.

Die Reaktionen auf der Peeple-Facebook-Seite auf die App fallen zum größten Teil äußerst negativ aus. Vor allem, weil nicht genau geklärt ist, wie Peeple einen Missbrauch der App für die Diffamierung von Menschen verhindern will. Die Peeple-Macher selbst verteidigen sich mit der Begründung, die App solle vor allem für den Austausch ehrlicher Kritik dienen und die positiven Eigenschaften der bewerteten Menschen hervorheben. Ein Facebook-Nutzer schreibt: "Ihr seid nicht ganz richtig im Kopf. Macht das dicht und lernt, dass die Menschen keine ***Spielzeuge sind, mit denen man Geld verdient." Ein Facebook-Nutzer schreibt, die Peeple-App werde in Zukunft für viele Selbstmorde verantwortlich sein. Andere Nutzer drohen bereits mit Klagen, falls es keine Möglichkeit geben sollte, eine Veröffentlichung einer Bewertung ihrer Person auf Peeple zu verhindern. In Europa könnte auch das "Recht auf Vergessen" eine Veröffentlichung von Peeple verhindern.

Goldene Benimm-Regeln für Facebook & Co.

LG Watch Urbane 2nd Edition mit LTE

Neben dem V10-Smartphone kündigte LG in dieser Woche auch eine neue Smartwatch an. Das Gadget trägt den Namen Watch Urbane 2 ndEdition und bringt als erstes Android-Wear-Modell LTE mit.

Im Vergleich zum Vorgänger wächst das Display geringfügig. Die zweite Urbane-Generation bietet ein 1,33-Zoll-Modell mit 480 x 480 Pixeln. Der Vorgänger lieferte 320 x 320 Pixel auf 1,3 Zoll. Das Gehäuse der Smartwatch besteht aus Stahl, dem sowohl Wasser als auch Staub nichts ausmachen sollen.

Im Gehäuse werkeln ein Snapdragon-400-Prozessor mit 1,2 GHz und 768 MB RAM. Der interne Speicher fällt mit 4 GB für eine Smartwatch recht großzügig aus. Aufgrund einer neuen sechseckigen Akku-Form konnte LG mit 570 mAh zudem mehr Batterie-Kapazität verbauen.

Die WLAN- als auch die LTE-Antenne sind im Armband verbaut. Ebenfalls an Bord sind ein Kompass sowie ein Herzschlagsensor. Die neue Watch Urbane ist mit Android und iOS kompatibel. Release-Termin und Preis stehen bislang noch nicht fest.

Besserer Wirkungsgrad für Solarzellen

Derzeitige Solarzellen können nur maximal 20 Prozent des aufgefangenen Sonnenlichts ins elektrischen Strom umwandeln. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wollen diese Ausbeute mit optischen Tarnkappen erhöhen. Diese leiten das Sonnenlicht um bestimmte Objekte herum, somit können die zur Stromabfuhr nötigen Kontakte keinen Schatten mehr auf das Panel werfen.

In Experimenten konnten die Forscher nachweisen, dass die Kontaktfinger durch die Tarnschicht kaum noch eine negative Auswirkungen auf die Stromausbeute haben. Aktuell wird an zwei unterschiedlichen Verfahren gearbeitet. In beiden Fällen kommt eine Polymerschicht zum Einsatz, die das einfallende Licht gezielt bricht.

Als nächster Schritt steht das Auftragen der Tarnschicht auf eine Solarzelle an. In Computermodellen konnte die Energieausbeute der Panels durch die Polymerschicht bereits um zehn Prozent gesteigert werden.

Video statt Profilfoto auf Facebook

Die Betreiber von Facebook wollen ihren Nutzern noch mehr Möglichkeiten zum Individualisieren des eigenen Profils bieten. Derzeit experimentiert das Unternehmen mit Profilvideos, die das statische Profilfoto ersetzen. Die 7-sekündigen Videos können sogar mit Sound unterlegt werden, um den Besucher so zu begrüßen.

Parallel dazu will Facebook ständig wechselnde Profilfotos anbieten, die für mehr Vielfalt auf der Profilseite sorgen. Zusätzlich können die eigenen Lieblingsfotos dauerhaft angepinnt werden, um Besuchern gezielt die Höhepunkte des eigenen Lebens zu präsentieren.

Für alle zugänglich sind die Funktionen leider noch nicht. Derzeit können nur ausgewählte Nutzer einen Test der Features starten. Schon mehrfach hat Facebook derartige Neuerungen anfangs nur in kleinem Rahmen getestet und sie später für alle Nutzer freigegeben.

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