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Morgenmagazin vom Freitag, 20. Januar

20.01.2017 | 07:02 Uhr |

Updates für Final Cut Pro, Compressor, Motion +++ Apple und Audible beenden exklusive Hörbuch-Vereinbarung +++ Klage wegen Texting auf iPHone im Straßenverkehr +++ Neue Drohnenregelung: Kennzeichen und Führerschein bald Pflicht +++ Hardware-Trends 2017: CPUs werden immer kleiner +++ Riesenaufwand um Mark Zuckerbergs Facebookseite +++ Malware „Fruitfly“ späht Macs per Screenshotfunktion aus

20. Januar: Zwei Umzüge und eine Rückkehr

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute ist er also nun gekommen, der Tag, den seine Fans herbeisehnten wie kaum einen zweiten und den seine Gegner - manchmal fällt gar das garstige Wort „Feinde“ - fürchteten: Der Fußball ist zurück. Heute Abend nimmt die Bundesliga ihren Spielbetrieb mit der Partie SC Freiburg gegen FC Bayern München wieder auf. Oder an was für ein Ereignis des heutigen Tages dachten Sie?

Ach so, da war ja noch etwas. Die Amtseinführung, die der Österreicher „Angelobung“ nennen würde, die der Amerikaner aber als „Inauguration“ bezeichnet und seit Roosevelts Zeiten (Franklin Delano) immer am 20. Januar nach der Wahl ansteht, die alle vier Jahre ein paar Wochen vor dem Ende des Schaltjahres abgehalten wird.

Die nächste Inauguration sollte demnach am 20. Januar 2021 steigen, manche rechnen dann mit einer anderen Hauptperson. Wobei einige sogar auf eine frühere Inauguration von Nummer 46 hoffen, weil ein anderer selten gebrauchter Begriff derzeit wieder ein wenig Karriere macht: Impeachment. Aber man soll bekanntlich mit seinen Wünschen vorsichtig sein, denn sie könnten in Erfüllung gehen. Was gemäß der Verfassung auf den heute eingeschworenen POTUS 45 im Falle des Falles folgen würde, ist in den Augen Liberaler nicht weniger reaktionär, wenngleich es sich bei dem neuen Vize in Washington wenigstens um einen Politprofi handelt. Höchst ungern erinnert man sich noch an die letzten beiden Amtseinführungen außerhalb des 20. Januar, denen in beiden Fällen nicht einmal eine Amtsenthebung vorher ging. Richard Nixon kam mit seinem Rücktritt dieser zuvor und warum Lyndon B. Johnson in einem November gar in einem Flugzeug zum Präsidenten vereidigt wurde, daran erinnern sich nicht nur die Älteren unter uns. Sprich: Wenn mag die Veranstaltung auf den Stufen des Kapitol heute für schlimm halten, es könnte aber noch schlimmer kommen. Und das wollen wir gewiss nicht hoffen.

Was denn nun diese Präsidentschaft bedeuten wird, für die Weltwirtschaft, die Sicherheitsarchitektur des Westens, das soziale Gefüge in den USA ist nur schwer absehbar. Immerhin sind die Befürchtungen derart hoch, dass der neue Machthaber in Washington an sich nur noch positiv überraschen kann und sei es dadurch, dass etliche seiner Pläne an der Realität scheitern werden. Welche Realitäten er sich dann zimmer wird, darüber denken wir erst einmal besser nicht so genau nach.

Wegen des Trubels in der Hauptstadt geht dabei völlig unter, dass heute auch eine andere New Yorker Institution temporär umziehen wird. Den Apple Store auf der Fifth Avenue zieht es jedoch nicht in die Pennsylvania Avenue in der Hauptstadt, sondern nur in ein benachbartes Gebäude. Der Grund sind Renovierungsarbeiten in dem Laden, der im Jahr 2006 eröffnete und dank seines Glascubus und seiner zentralen Lage schnell zur Ikone wurde. Das Konzept des Ladens mag aber ein wenig veraltet sein und die Möbel darin abgewohnt, bei der Publikumsresonanz kein Wunder. Zudem ist die Retail-Chefin Apples Angela Ahrendts ja auch angetreten, um den Apple Store wieder großartig zu machen, nein, um ein für Apple großartig aufgegangenes Konzept in die nächste Dekade zu überführen. Wie lange der eine nun wirklich im Weißen Haus verbringt, wissen wir ebenso wenig, wie lange der Apple Store 5th Avenue im Interimsquartier bleiben muss. Aller Voraussicht nach wird aber Apples Laden wieder eher an seinen Stammsitz im Big Apple zurück kehren. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Nur mal so eine Idee: Die Touch Bar des Macbook Pro ist gewöhnungsbedürftig. Und wenn sie nicht zu einem Einmal-Gimmick verkommen darf, sollte Apple sie in mehr Macs einsetzen, um dereinst die Benutzererfahrung zu erreichen, die wir längst mit Tastatur, Maus und Trackpad gewonnen haben. Womöglich kommt die Touch Bar ja schon bald in das Macbook, aber warum sollte Apple die Nutzer von Desktop-Rechnern ausschließen? Zumal in vielen Einsatzszenarios das Macbook Pro zugeklappt bleibt, ein externer Monitor dran hängt und Eingaben über externe Tastaturen, Mäuse und Trackpads erfolgen. Eine Touch-Bar-Tastatur wäre ein denkbarer Schritt, meint unser Macworld-Kollege Jason Snell. Während jedoch die Touch ID hinsichtlich Stromverbrauch und sicherer drahtloser Übergabe der Authentifizierung kein Problem darstellen sollte, würde ein Magic Keyboard mit Multitouch-Funktionsleiste aber gewiss öfter an die Ladebuchse müssen. Zudem kommen nicht alle Schreiberlinge mit dem neuen Schmetterlingsmechanismus zurecht und verwenden Tastaturen von Drittherstellern. Also, warum nicht die Touch Bar auf ein Magic Trackpad auslagern? 1:1 umsetzen könnte man das Konzept dann aber nicht mehr, ist das Trackpad schließlich nicht so breit wie der Platz oberhalb der Tastatur. In der externen Touch Bar steckt aber viel Fantasie, wollen wir mal sehen, was davon wahr wird...

Noch so eine Idee: Apple baut keine Monitore mehr und empfiehlt - etwa für das Macbook Pro als externe Lösung - 5K-Displays von LG. Klar sind die nicht so hübsch wie ein von Johny Ive gestalteter Bildschirm, aber der scheint derzeit mehr mit dem Design von Apple Stores beschäftigt. Ben Lovejoy von 9to5Mac wirft nun aber eine spannende Idee in den Ring, die wie ein Auftrag an Apples Ingenieure und Designer klingt. Für professionelle Anwendungen, die auf hohe GPU-Leistungen angewiesen seien, wäre doch ein externer Monitor mit eingebauten Grafikkarten, also eGPUs, eine feine Sache. Mit Thunderbolt 3 hat Apple eine Schnittstelle, die von der CPU aus genügend Bandbreite bietet, um die GPU auch extern werkeln zu lassen. Noch ein Punkt: Solch ein hypothetischer Monitor könnte sich doch auch als externer Bildschirm für iPad und iPhone erweisen. Hier beschreibt Lovejoy aber selbst die Hürde: Es mag zwar vorstellbar sein, dass Apple schon in Kürze bei iOS-Geräten Lightning durch USB-C ersetzt, es erscheint aber kaum plausibel, dass Intel den Thunderbolt-Standard für einen ARM-Prozessor lizenzieren würde. Die Idee vom konfigurierbaren Apple-Display mit eGPU mag schön klingen, realistisch ist sie nicht.

Ende der Exklusivität: Apple und Amazon haben einen Vertrag beendet, der gegenseitige Exklusivität beim Vertrieb von Audiobooks zusicherte und Kartellwächtern deshalb ein Dorn im Auge war. Apple hatte die Vereinbarung noch nit Audible getroffen, bevor der Dienst von Amazon übernommen wurde. Demnach durfte Apple Hörbücher nur über Audible beziehen, welches wiederum seine Inhalte auf keinen anderen Plattformen anbieten durfte. Dies ist nun obsolet, Apple wird sich bei anderen Anbietern bedienen und Amazon/Audible andere Plattformen beliefern. Die Kartellwächter der EU haben den Entschluss begrüßt, eine Untersuchung des Deals lief seit November 2015.

Update: Einen Tag nach Garageband für iOS und Logic Pro X hat Apple auch seine professionelle Videoschnittsoftware Final Cut Pro, Motion und Compressor aktualisiert. Final Cut Pro bringt zahlreiche Fehlerbereinigungen und Verbesserungen, hinzu kommen einige neue Funktionen. So kann man etwa eigene Ordner mit Audio-Dateien dem Sound-Effekte-Browser hinzufügen. Auch Motion und Compressor sollen in ihren neuen Versionen gewisse Fehler nicht mehr aufweisen.

Klage: Man kann ja Apple im Speziellen und Hersteller von Software und Hardware im Allgemeinen für vieles verantwortlich machen, aber alles hat seine Grenzen. In den USA, dem Land der schier unbegrenzten Klagemöglichkeiten, muss nun ein Gericht über die Zulassung einer Klage entscheiden, die Apple vorwirft, in seine iPhones keine Technologie eingebaut zu haben die das Schreiben von SMS, iMessages oder E-Mails während der Fahrt unterbindet. Eingereicht hat die Klage, die Sammelklagenstatus erreichen soll, der Autofahrer Julio Ceja, in dessen Wagenheck ein anderer Verkehrsteilnehmer rauscht, der mehr mit dem Texting auf seinem iPhone als mit dem Geschehen auf der Straße vor ihm beschäftigt war. Seit dem Jahr 2008 habe Apple eine Technik, die den Gebrauch von Smartphones im Straßenverkehr unterbinden könnte, baue sie aber aus Angst vor dem Verlust von Marktanteilen nicht ein. Das Gericht soll nun Apple dazu zwingen, ein im Jahr 2008 beantragtes und 2014 gewährtes Patent endlich zu nutzen. Anhand der Bewegungssensoren und einer Szenarienanalyse könne das iPhone so herausfinden, ob es im Straßenverkehr benutzt werde und gewisse Funktionen sperren. Ist das iPhone mit der Autoelektronik verbunden (Car Play) sind ohnehin etliche Funktionen gesperrt, respektive lassen sich nur über Sprachkommandos bedienen.

Grund erkannt, bald benannt: Am kommenden Montag will Samsung in einer Pressekonferenz erklären, warum genau so viel Galaxy Note 7 explodierten, respektive ihre Akkus in einer thermischen Reaktion durchgingen. Im Sommer und Herbst war es zu zahlreichen Vorfällen gekommen, weswegen der koreanische Hersteller das Gerät schließlich vom Markt nahm. Spekulationen wurden seinerzeit laut, Samsung habe in größter Eile das Galaxy Note 7 fertig gestellt, um eine vermeintliche Schwäche Apples zu nutzen , da der Konkurrent ein nur evolutionär verbessertes iPhone herauszubringen gedachte. Dabei habe man beim Designs des Akkus geschlampt, dieser sei gewissermaßen in ein zu enges Gehäuse gepresst und daher anfällig für mechanische Beschädigungen mit den beobachteten Folgen geworden. Samsung hat seither den Fall gründlich untersucht und will nun die Ergebnisse der Öffentlichkeit mitteilen. Die Pressekonferenz ist für Montag, den 23. Januar um 10 Uhr Ortszeit angesetzt, also kurz nach Mitternacht nach MEZ.

Weitere Nachrichten:

Neue Drohnenregelung: Kennzeichen und Führerschein bald Pflicht

Demnächst sollen Drohnenflüge noch strengeren Gesetzen und Regeln unterliegen, wie das BMVI auf der eigenen Webseite schreibt . Dazu wurde im Bundeskabinett der Verordnungsentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt beschlossen, der nun vom Bundesrat noch abgesegnet werden muss. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten der geplanten Neuerungen für den Drohneneinsatz im Überblick:

Der Verordnungsentwurf für den Betrieb von Drohnen sieht vor, dass alle Flugmodelle und unbemannte Luftfahrsysteme ab einem Startgewicht von 250 Gramm einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. Drohnen sollen demnach eine Plakette mit Namen und Anschrift des Eigentümers erhalten, um im Schadensfall genau feststellen zu können, wem das Flugobjekt gehört.

Für den Einsatz von Drohnen, die mehr als zwei Kilogramm wiegen, soll künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich werden. Der entsprechende Nachweis erfolgt durch eine gültige Pilotenlizenz oder durch die Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle, was auch online möglich ist. Das Mindestalter beträgt in diesem Fall 16 Jahre. Doch auch 14 Jahren darf Nutzer eine solche Drohne steuern, wenn Sie über eine Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein verfügen.

Ein Kenntnisnachweis ist nicht nötig, wenn Sie auf Modellfluggeländen fliegen.

Liegt das Gesamtgewicht der Drohne unterhalb von 5kg, dann ist keine Erlaubnis erforderlich. Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk dürfen Drohnen grundsätzlich erlaubnisfrei fliegen.

Eine Erlaubnispflicht besteht für den Betrieb von Fluggeräten, die mehr als genannte 5kg auf die Waage bringen oder bei Nachteinsätzen. Eine entsprechende Erlaubnis wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

Für gewerbliche gilt dem Verordnungsentwurf zufolge, dass gewerbliche Nutzer künftig keine Erlaubnis mehr benötigen, wenn die Drohne weniger als 5kg wiegt. Bislang war diese unabhängig vom Gewicht erforderlich.

Außerdem wird das generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Die Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5kg erlauben.

Schon jetzt gibt es klare Regeln, wo Sie ihre Drohnen keinesfalls fliegen dürfen - in der Nähe von Flughäfen oder über Menschenmengen zum Beispiel. Der Verordnungsentwurf fasst weitere Betriebsverbote zusammen:

So dürfen Sie eine Flughöhe von 100 Metern nicht übersteigen - das gilt übrigens nicht für Modellfluggelände. Tabu sind außerdem sensible Bereiche, wie Einsatzorte der Polizei und Rettungskräfte und Naturschutzgebiete. Auch der Einsatz über Wohngrundstücken ist verboten, wenn die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt oder das Gerät die Möglichkeit bietet, optische, akustische oder Funksignale zu übertragen, zu empfangen oder aufzuzeichnen. Außer, der Besitzer des Grundstücks stimmt dem Überflug zu.

Das Jahr läutet AMD gleich mit seiner neuen Prozessor-Mikroarchitektur Zen ein. Sie wurde von Grund auf neu entwickelt und bildet die Basis für alle künftigen AMD-CPUs – für Server (Codename Naples), Spiele-PCs (Codename Summit Ridge) bis hin zu Notebooks (Codename Raven Ridge). Sie sollen deutlich mehr Rechenleistung bei gleichbleibendem Stromverbrauch liefern, unter anderem durch eine effizientere Bearbeitung der Rechenbefehle und größeren CPU-Caches. Außerdem verwendet AMD nun simultanes Multi-Threading: Ein echter CPU-Kern präsentiert sich dem Betriebssystem als zwei Kerne – ein ähnliches Verfahren nutzt Intel als Hyper-Threading schon seit geraumer Zeit. Die Zen-Prozessoren werden im 14-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigt, die Vorgänger besitzen noch eine Strukturbreite von 28 Nanometern. Auch dieser Schritt ermöglicht eine energieeffizientere Rechenleistung.

Als erster Zen-Prozessor soll die High-End-Variante Summit Ridge auf den Markt kommen. AMD will sich bei den Modellnamen offenbar an Intels Vorbild orientieren und die CPUs in eine 7er-, 5er und 3er-Serie einteilen. Die Top-Modelle mit acht Kernen und 16 MB L3-Cache sollen es mit Intels K-Prozessoren aufnehmen. In ersten Tests soll Summit Ridge laut AMD so leistungsfähig sein wie eine 1000-Dollar-CPU von Intel – gerüchteweise werden sich die Preise für Summit Ridge aber bei rund 300 Dollar bewegen. Außerdem wird AMD ausgesuchte Übertaktermodelle anbieten, die sich auf bis zu 5 GHz hochtreiben lassen sollen. Als Speicher ist DDR4 vorgesehen, Systemkomponenten werden per PCI-Express 3.0 angebunden.

Im Laufe des Jahres wird die Zen-Reihe durch die PC-/Notebook-CPU Raven Ridge ergänzt. Diese 4-Kern-Prozessoren bekommen eine neue integrierte Grafikeinheit auf Basis der GPU-Generation Vega. Für Server steht Naples bereit: Hier soll es Modelle mit bis zu 32 Kernen geben.

Statt der bisherigen Tick-Tock-Strategie, bei dem auf einen verbesserten Herstellungsprozess im folgenden Jahr eine neue Mikroarchitektur folgte, setzt man bei Intel nun auf PAO (Process Architecture Optimization): Die aktuelle siebte Core-Generation Kaby Lake ist nur eine Optimierung der bestehenden Skylake-Architektur, die wiederum auf dem mit Broadwell eingeführten 14-Nanometer-Fertigunsprozess beruht. Die Kaby-Lake-Prozessoren für PCs, die jetzt auf den Markt kommen, bieten deshalb nur aufgrund höherer Taktraten eine bessere Rechenleistung als die Skylake-Vorgänger. Erst für Ende 2017 sind CPUs mit dem neuen 10-Nanometer-Verfahren geplant: Diese achte Core-Generation tritt unter dem Codenamen Cannon Lake an. Die passenden Chipsätze sollen dann USB 3.1 und WLAN integieren.

Riesenaufwand um Mark Zuckerbergs Facebookseite

Mark Zuckerbergs eigene Facebookseite macht einen erstklassigen Eindruck. Sie ist immer up to date, ständig veröffentlicht Zuckerberg Fotos und Videos, die ihn mit seiner Familie, bei diversen Aktivitäten und im Meinungsaustausch mit anderen Menschen zeigen. Dabei kommen Zuckerbergs Freizeitaktivitäten nicht zu kurz: So sieht man Zuckerberg auf den am 17. Januar 2017 veröffentlichten Fotos bei einem Rodeo.

Doch Zuckerberg beschränkt sich nicht auf die Veröffentlichung von Fotos, Videos und Texten, sondern antwortet gelegentlich auch auf Fragen und Kommentare seiner Facebook-Freunde. Wie macht der schwer beschäftigte Facebook-Chef das nur? Die Wirtschaftsnachrichtenseite Bloomberg berichtet nun, warum Zuckerbergs Facebook-Seite immer so tipptopp aussieht.

Demnach beschäftigt Zuckerberg ein mindestens 12-köpfiges Team, das nichts anderes macht, als unerwünschte Kommentare und Spam von Zuckerbergs Facebook-Seite zu löschen. Ein weiteres Team wiederum veröffentlicht die eigentlichen Postings, die Reden und Antworten auf einige Kommentare und Fragen.

Zusätzlich beschäftigt Zuckerberg noch Fotografen, die Aufnahmen von Zuckerberg „in the wild“ machen. Aus diesen Aufnahmen werden dann die Fotos und Videos ausgewählt, die auf Zuckerbergs Facebookseite erscheinen. Unter diesen Fotografen befinden sich auch renommierte Experten wie Charles Ommanney, der auch für die Washington Post arbeitet.

Niemanden dürfte überraschen, dass Zuckerberg seine nicht alleine managt. Aber dass er gleich drei Teams im Einsatz hat, die sich um seinen Facebook-Auftritt kümmern, das ist dann doch verblüffend. Immerhin ist Zuckerberg kein Staatspräsident, sondern nur der CEO eines Unternehmens. Dass Zuckerberg so großen Aufwand betreibt, liegt vermutlich nicht nur daran, dass er nun einmal sympathisch rüberkommen und seine Social-Media-Plattform Facebook grundsätzlich vorbildlich repräsentieren will. Sondern ihm dürfte auch daran gelegen sein, den negativen Ruf, der ihm nicht nur seit dem Film The Social Network anhaftet zu widerlegen.

Malware „Fruitfly“ späht Macs per Screenshotfunktion aus

Eine neue Mac-Malware haben die Forscher von Malwarebytes entdeckt und als OSX.Backdoor.Quimitchin benannt, Apple nennt sie „Fruitfly“. Sie besteht aus einer Perl-Skript-Datei und einem Launch-Agent namens com.client.client.plist. Letzterer sorgt für die Aktivierung des Skripts, der eigentlichen Malware. Wie sie auf  die  Rechner gelangen kann, ist allerdings bisher nicht bekannt. Ist sie im Hintergrund aktiv, kann die Malware über einen zentralen Server gesteuert werden, nimmt Bildschirmfotos auf und protokolliert die Laufzeit des Macs. Zugriff auf die Mac-Kamera ist ebenfalls möglich, ein zweites Skript und ein Java-Tool sind enthalten. Durch ein Sicherheitsupdate von Apple sollen Macs zukünftig gegen die Malware geschützt sein, die kostenlose Software Anti-Malware von Malwarebytes kann die Malware  erkennen und entfernen.

Entdeckt wurde die Malware bisher nur auf einem Rechner einer biomedizinischen Forschungseinrichtung, der Mac fiel durch ungewöhnliche Netzaktivitäten auf. Sie scheint wenig verbreitet zu sein, ist aber möglicherweise seit Jahren in Gebrauch. So enthält das Skript alten Code und das Skript wurde anscheinend beim Erscheinen von Yosemite überarbeitet. Thomas Reed von Malwarebytes vermutet, dass die Malware ursprünglich von der Linux-Plattform stammt und möglicherweise von chinesischen oder russischen Hackern für Wirtschaftsspionage benutzt wurde.

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