2062336

Morgenmagazin vom Freitag, 20. März 2015

20.03.2015 | 06:49 Uhr |

Was heute wichtig wird: 20. März 2015 +++ NBC plant offenbar App für Apple TV +++ Gründe für das Apple TV +++ Uhrenmesse in Basel: Nicht nur die Apple Watch besorgt Industrie +++ Sonnet Echo Express SE I: Neues PCIe-Erweiterungssystem für Thunderbolt 2 +++ Gerät hackt iOS-Displaysperre +++ Tipp: Textinfos im Film mit iMovie einfügen +++ Test: Datenbanken erstellen mit Ninox 3.2

Was heute wichtig wird: 20. März 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Sind sie nach unserem ausführlichen Warnhinweis nun ausreichend für die partielle Sonnenfinsternis am heutigen Vormittag gerüstet? Fein! Dann müssen Sie ja auch nicht wie unsere Vorfahren aus alter Zeit fürchten, dass ein Monster einen Teil der Sonnenscheibe anknabbert und vielleicht nie wieder ausspuckt. Schon vor mehr als 2500 Jahren war den Wissenschaftlern des Altertums klar, dass die zwar selten aber immer wiederkehrenden Phänomene der Verdunkelung der Sonnenscheibe mit dem Mond zusammenhängen müssen und sie einem bestimmten Zyklus folgen. Der Legende nach soll Thales von Milet im Jahr 585 v.Chr. eine Sonnenfinsternis korrekt vorhergesagt haben. Thales, Anaximander und später Aristoteles konnten auch bereits eine erste Näherung des Erdumfangs berechnen und davon ausgehend den Abstand von Mond und Sonne zur Erde. Von wegen, erst Kolumbus habe mit seiner Weltreise bewiesen, dass die Erde keine Scheibe ist! Dennoch waren die Griechen noch davon überzeugt, dass sich die Sonne um die Erdkugel drehe, erst ab dem 16. Jahrhundert setzte sich eine andere Erkenntnis durch. Seither weiß man, dass die Anziehungskraft der Sonne die Erde und andere Planeten auf eine elliptische Umlaufbahn zwingt. Am 20. März 1916 räumte Albert Einstein mit diesem Irrglauben auf.

Na gut, falsch lagen Galilei, Kepler, Kopernikus und Newton nicht, Einsteins heute vor 99 Jahren veröffentlichte Allgemeine Relativitätstheorie erklärt das Phänomen jedoch ein wenig präziser und deutlich abstrakter. Demnach bewegt sich die Erde vollkommen gerade durch die vierdimensionale Raumzeit, beziehungsweise auf einer Bahn, die man "Geodätische" nennt. Die Masse der Sonne jedoch krümmt diese Raumzeit, wie es etwa eine Eisenkugel mit einem gespannten Gummituch gelingt. Die Erde und die anderen Planeten sind in diesem Bild kleinere Kugeln, die von der trichterförmigen Ausbuchtung im Tuch dazu gezwungen werden, auf einer Bahn um das Zentrum zu kreisen. Verlieren sie mit der Zeit an kinetischer Energie, stürzen sie unweigerlich in einer spiralförmigen Bahn auf die Kugel im Zentrum zu - im Weltall sind derartige Reibungsverluste aber so gering, dass sich die Sonne in ihrer Endphase als roter Riese in gut vier Milliarden Jahren die inneren Planeten einverleiben wird, bevor diese auf sie zutaumeln könnten.

Einsteins Theorie ist so wahr, wie eine wissenschaftliche Theorie nur sein kann und dennoch nur eine Annäherung an die Wahrheit. Schwächen hat die Relativitätstheorie bei quantenmechanischen Details. Quantenphysiker zum Beispiel sehen die Schwerkraft eher als Folge des Austauschs eines masselosen Teilchens namens Graviton - einem sogenannten Eichboson - wie das nun zur Krümmung der Raumzeit führen soll, ist ein heikles Thema. Dass die Vorhersagen Einsteins sich aber nachprüfen lassen, haben wir eben genau den Sonnenfinsternissen zu verdanken. Denn auch Licht muss durch gekrümmten Raum. Ein Stern, der bei einer Sonnenfinsternis nahe der verdunkelten Scheibe plötzlich am Himmel zu sehen ist, steht scheinbar an einem anderen Ort als sonst, wenn die Wirkung der Sonne als Graviationslinse den Lichtstrahl zum Beobachter auf der Erde nicht abgelenkt hat. 1916 war das aufgrund des Krieges nur schwer zu beweisen, da Reisen zur nächsten Sonnenfinsternis unmöglich waren. Der Nachweis gelang dann aber in der Zwischenkriegszeit. Leider ist die heutige Verdunklung in den hiesigen Breiten nur partiell, weswegen zu keiner Zeit Sterne am Taghimmel zu beobachten sein werden. Schauen Sie dann lieber nochmal um 23.45 in den Nachthimmel. Sie werden es dann zwar nicht erkennen, aber exakt zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne scheinbar senkrecht über dem Äquator und leitet den Frühling ein. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Was für und was gegen das Apple TV spricht: Nein, einen eigenen Fernsehapparat wird Apple nicht mehr bauen, stattdessen das Angebote für die Apple TV noch deutlich erweitern, unter anderem mit Live-TV. Vier Gründe, warum man sich das zuletzt im Preis gesunkene Apple TV kaufen soll und was für ein Gerät der Konkurrenz spricht.

NBC will Streaming-Apps auch für das Apple TV anbieten: Die Comcast-Tochter NBCUniversal ist laut der in dieser Woche kolportierten Berichte nicht bei Apples Live-TV-Angebot dabei, die Konzerne haben sich angeblich nicht einigen können. Aber auch für den Sender NBC ist Streaming TV ein Thema, sofern die von 9to5Mac geleakten Dokumente echt sind. In einer internen Präsentation soll NBC dabei Apps für Streaminggeräte wie auch das Apple TV vorstellen, die in der zweiten Jahreshälfte herauskommen sollten. Dann ist angeblich auch der Startschuss für Apples TV-Angebot.

Uhrenmesse in Basel: Nicht nur die Apple Watch setzt die Schweizer Uhrenindustrie unter Druck, die sich derzeit zu ihrer wichtigsten Messe in Basel versammelt hat. Auch der starke Schweizer Franken schafft Probleme. Bloomberg TV hat sich auf der Messe umgesehen.

Raffiniert unter Druck gesetzt: Im Macwelt-Testcenter muss sich derzeit das Macbook Pro von 2015 beweisen. Schon gestern berichteten wir über den überraschend lang durchhaltenden Akku, alle Messdaten und eine Wertung werden wir heute im Laufe des Tages veröffentlichen. Sofern wir uns von dem Force-Touch-Trackpad lösen können, das immer mehr fasziniert, je länger wir es benutzen. Denn man sieht anhand eines Bildschirmfeedbacks beim Nachschlagen von markierten Begriffen, wie stark der ausgeübte Druck ist. Völlig neue Möglichkeiten tun sich da auf, wir warten etwa auf die erste Briefwaagen-App für das Macbook Pro.

Warum da eine Entschuldigung fällig ist: Unsere Kollegen der Computerworld meinen, dass all die Kritiker, die in den letzten Monaten und Jahren Tim Cook der Unfähigkeit zur Führung Apples geschmäht haben, sich nun bei Cook entschuldigen sollten. Apple steht so gut da wie noch nie zuvor und hat in diversen Kategorien wie Kundenzufriedenheit oder Marktwert Bestwerte gesetzt.

Weitere Nachrichten:

Sonnet Echo Express SE I: Neues PCIe-Erweiterungssystem für Thunderbolt 2

Sonnet hat mit dem Echo Express SE I alle Anwender im Auge, die eine PCIe-Karte unkompliziert mit ihrem Computer verbinden möchten. Das neue Chassis unterstützt laut Hersteller Thunderbolt-kompatible PCIe-Karten in halber Länge (bis 7,75 Zoll), sowie 2.0 x8 PICe-Karten in voller Höhe und einfacher Breite. Außerdem ist Platz für eine Tochterkarte vorhanden. Die Liste der kompatiblen PCIe-Karten ist auf derWebsite von Sonnet zu sehen . Sie wird kontinuierlich erweitert, da fortlaufend weitere Karten getestet und zertifiziert werden.

Das Alugehäuse mit 1,3 Kilo ist 5,6 Zoll breit, 8,6 Zoll lang und 3,5 Zoll tief. Es verfügt über einen Sonnet zufolge besonders leisen, temperaturgesteuerten Lüfter, sodass auch stark erhitzte Karten zufriedenstellend gekühlt werden sollen. Das Echo Express SE I wird mit einem 80 Watt externen Netzteil ausgeliefert. Neben einem Thunderbolt-Kabel ist im Lieferumfang auch der neue Kabelverriegelungsmechanismus Thunderlok enthalten, der die Thunderbolt-Verbindung sichert und verhindern soll, dass sich Kabel versehentlich lösen.

Echo Express SE I ist kompatibel mit Thunderbolt 2 und bietet Unterstützung für das Display-Port 1.2-Protokoll, das Video-Streaming an einem 4K-Monitor ermöglicht. Das neue Erweiterungsgehäuse eignet sich laut Hersteller für eine Vielzahl professioneller Anwendungen wie Video-Capturing, Audio-Interfaces, SAS oder SATA HBA, 16 Gb oder 8 Gb Fibre-Channel, 10 Gigabit-Ethernet und RAID-Controller-PCIe-Karten. iMac, Mac Mini, Macbook Air, Macbook Pro und Mac Pro können über Echo Express SE I mit PCIe-Karten über den Thunderbolt-Anschluss eingesetzt werden. Die dualen Thunderbolt-Ports unterstützen Sonnet zufolge die volle Bandbreite der 20 Gb/s schnellen Thunderbolt 2-fähigen Computer und bieten Abwärtskompatibilität für 10 Gb/s Thunderbolt. Außerdem ist Daisy-Chaining (Reihenschaltung) mit weiteren Thunderbolt 2- und Thunderbolt-fähigen Geräten möglich.

Echo Express SE I (Artikelnummer ECHO-EXP-SE1) ist ab sofort zum UVP von 480 Euro inklusive Mehrwertsteuer erhältlich.

Gerät hackt iOS-Displaysperre

Wie MDSec.uk berichtet, gibt es eine IP-Box, mit der es möglich ist, die Codesperre und damit auch die Verschlüsselung der Inhalte von iOS-Hardware wie iPhones oder iPads zu hacken. Die IP-Box soll unter anderem in Reparaturläden zum Einsatz kommen. Bei dem Hack kommt keine neue, sondern die bekannte "Brute Force"-Methode zum Einsatz, die schlicht alle möglichen Kombinationen ausprobiert. Durch eine direkte Verbindung der Box über USB mit dem iPhone probiert diese jede mögliche Zahlenkombination aus, um die Sperre zu umgehen.

Obwohl Apple zur Verhinderung deiser Methode extra eine Funktion in den Einstellungen anbietet, bei der das Smartphone automatisch gelöscht werden soll, sobald zehn mal ein falscher PIN eingegeben wird, kann auch diese Option den Hack nicht stoppen. Wie es scheint, unterbricht die Box nach jeder falschen PIN-Eingabe die Stromzufuhr zum iPhone, bevor das Gerät die falsche PIN-Eingabe registrieren kann. Danach startet das iPhone neu und die Prozedur startet erneut.

Die einzige positive Nachricht im Zusammenhang mit dem Hack ist die Tatsache, dass jede PIN-Eingabe der IP-Box durch die Unterbrechung der Stromzufuhr ca. 40 Sekunden dauert. Dadurch dauert es theoretisch etwa 111 Stunden, bis das Gerät alle möglichen PIN-Kombinationen (0000-9999) ausprobiert hat. Bisher ist noch nicht bekannt, ob der Hack auch bei iOS-Geräten mit iOS 8.2 funktioniert. Bei den Tests wurde ein iPhone 5S mit iOS 8.1 benutzt.

Quelle: MD Sec

Intel, TAG Heuer und Google entwickeln Smartwatch

Intel, TAG Heuer und Google haben auf der Baselworld, einer Weltmesse für Uhren und Schmuck, am Donnerstag verkündet, dass sie gemeinsam eine schweizer Smartwatch entwickeln. "Die Partnerschaft markiert eine neue Ära in der Zusammenarbeit zwischen schweizer Uhrmachern und dem Silicon Valley", heißt es in der gemeinsamen Ankündigung der drei Unternehmen.

Gemeinsam wollen die Unternehmen eine "luxuriöse und intelligente Smartwatch" herstellen. Ziel sei es, das sich die neue Schweizer Smartwatch nahtlos in die Lebenswelt ihres Trägers einfüge und "neue Maßstäbe hinsichtlich Innovation, Kreativität und Design" setze.

"Die Präzision von Schweizer Uhren ist weltweit bekannt. Mithilfe kreativer Technologien globaler Konzerne wie Intel und Google werden wir die Branche revolutionieren und einen entscheidenden Schritt vorantreiben", sagte Guy Sémon (General Manager von TAG Heuer). Und Michael Bell (Corporate Vice President und General Manager der New Devices Group bei Intel) verspricht: "Ergebnis unserer Partnerschaft mit TAG Heuer und Google wird eine unverwechselbare und außergewöhnliche Smartwatch sein, die völlig neue Maßstäbe setzt“.

Genauere Details zu der Schweizer Smartwatch haben die drei Unternehmen nicht verraten.

Textinfos im Film mit iMovie einfügen

Wenn Filme etwas erklären sollen, ist ein beliebtes Stilmittel, den Film an einer Stelle anzuhalten und Textinfos darüber einzublenden. Oder ein Standbild mit Text ist ein einfacher, wie hübscher Hintergrund für den Abspann. Beide Komponenten – ein Standbild erzeugen und Text über ein Video überlagern – sind mit iMovie leicht zu gestalten.  Zunächst erzeugen Sie in iMovie über „Ablage > Neuer Film ...“ ein Projekt, wählen für dieses Beispiel das Thema „Kein Thema“ und importieren dann einen beliebigen Videoclip durch Klick auf den Pfeil „Import“ im oberen Bereich. Fügen Sie einen Ausschnitt oder den ganzen Bereich des importierten Films in die Zeitleiste, indem Sie den Clip oder Bereich in der iMovie-Mediathek markieren und auf das Pluszeichen klicken. Setzen Sie den Cursor an die Position, an der Sie ein Standbild erzeugen möchten. Wählen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü und daraus „Standbild hinzufügen“. In der Zeitleiste wird automatisch eine Unterbrechung mit dem Standbild angezeigt. Per Standard bleibt das Standbild vier Sekunden lang stehen. Wenn Sie längeren Text darüber anzeigen möchten, können Sie den Cursor an den rechten Rand des Standbilds in der Zeitleiste bewegen und einfach nach rechts ziehen. Damit wird die Anzeigezeit verlängert. Eine Sprechblase zeigt dabei an, wie lange das Standbild zu sehen ist.

In iMovie lassen sich Textinfos über Clips, Standbilder, Grafiken oder einfarbige Hintergründe einblenden und animieren.
Vergrößern In iMovie lassen sich Textinfos über Clips, Standbilder, Grafiken oder einfarbige Hintergründe einblenden und animieren.

Jetzt müssen nur noch die Titel darüber eingeblendet werden. Dazu klicken Sie links unten auf „Titel“ (unter „Inhaltsmediathek“). Über der Zeitleiste erscheinen die in iMovie verfügbaren Titelvorlagen. Manche davon sind animiert. Wenn Sie den Mauszeiger über eines der Titelstile bewegen, sehen Sie im Vorschaufenster die Animation. Den gewünschten Titel, zum Beispiel „Erweitert“ ziehen Sie dann einfach auf das Standbild, ein Pluszeichen zeigt vor dem Loslassen an, dass er hinzugefügt wird. Titel können übrigens auch über einen Videoclip, einen einfarbigen wie zum Beispiel schwarzen Hintergrundclip oder einen Grafikhintergrund auf gleiche Art hinzugefügt werden. Den Blindtext können Sie dann direkt im Vorschaufenster anklicken und überschreiben. Mit der Abspieltaste können Sie einmal testen wie der Text (und eventuell die Animation) über dem Standbild wirkt und die Dauer des Standbilds anpassen. Auf jeden Fall sollte es immer möglich sein, den Text komplett und ohne Hast zu lesen, bevor es im Film weitergeht. Der Text steht über dem Standbild in der Timeline und kann jederzeit doppelt geklickt und überschrieben werden. Für einen weichen Übergang aus dem Clip zum Standbild kann man noch einen Überblendeffekt hinzufügen.

Dazu markiert man das Standbild und wählt aus dem Kontextmenü „Überblenden hinzufügen“ und wählt die Dauer des Effekts aus.

Test: Datenbanken erstellen mit Ninox 3.2

Ninox ist eine interessante neue Datenbanksoftware für Privatleute und Firmen, denen Filemaker zu teuer, eine starre Branchenlösung aber zu unflexibel ist. Das in Versionen für iPad, Mac und Windows-Server verfügbare Tool ist vergleichsweise günstig und eignet sich gut für die Verwaltung von Datenbanken mit Projekten, Kunden oder einer privaten Rezeptsammlung. Die iPad-Version existiert schon länger, jetzt gibt es auch eine Mac-Version. Interessant finden wir Ninox vor allem für Anwender mit einiger Datenbanksoftware-Erfahrung, die sich eine maßgeschneiderte Anwendung erstellen wollen. Für lernwillige Einsteiger ist die Software geeignet, ein ausführliches deutschsprachiges Handbuch hilft bei den ersten Schritten.

Einige sofort nutzbare Vorlagen sind auswählbar, zur Wahl stehen zehn Vorlagen wie Todo-Liste, Arbeitszeiterfassung, Rechnungen und Familienstammbaum-Verwaltung. Für Einsteiger ist etwa die Vorlage Cocktails ein guter Einstieg, erfahrene Anwender können komplett neue Datenbank erstellen. Die Daten organisiert Ninox in verknüpfbaren Tabellen (Hinweis: für Profis: Es werden 1:N, Kompositons und N:M-Beziehungen unterstützt). Die Rechnungs-Datenbank verbindet für die Erstellung eine Rechnung beispielsweise Tabellen für Artikel und Kunden. Ein Datenmodell sorgt für Übersicht, Formeln und Berechnungen sind nutzbar. Fünfzehn Feldtypen wie Text, Datum, Zeitdauer und Bild stehen zur Verfügung, ein Kalender zeigt Datensätze mit Datumsbezug. Bilder und Dateianhänge verwaltet das Tool ebenso. Auf Makros, wie bei Filemaker, muss man aber verzichten. Sparsam ist das Tool bei Gestaltungsmöglichkeiten, abgesehen von einigen Platzhaltern gibt es keine Layoutmöglichkeiten. Nicht einmal die vorgegebene Schrift kann der Nutzer verändern. Design-Optionen gibt es nur bei den Druck-Layouts, etwa für Rechnungen. Import und Export von Daten erfolgen im CSV-Format, ein Importassistent hilft bei der Weiterverarbeitung alter Daten. Wahlweise speichert die App eine neue Datenbank in iCloud oder auf der Festplatte. Für 280 Euro gibt es auch eine Server-Version. Letztere ist allerdings bisher nur als Windows-Version zu haben, der Zugriff der Nutzer erfolgt per Webbrowser. Eine Cloud-Version, die 9 Euro pro Benutzer und Monat kostet, ist geplant. Sucht man nach einer speziellen Lösung wie einer DVD-Datenbank oder einer Rechnungsverwaltung gibt es eine Vielzahl an vorgefertigten Lösungen. Die Stärke der Software ist aber die Flexibilität und schnelle Anpassung an eigene Bedürfnisse. Alternativen sind auf dem Mac recht rar: Filemaker spielt schon preislich in einer anderen Liga, Open Source-DBMS wie Base und MySQL sind für Einsteiger zu kompliziert. Kostenlos testen kann man die Software leider bisher nur auf dem iPad.

Mit Filemaker kann Ninox zwar nicht mithalten, für die meisten Aufgaben reicht das Gebotene aber wohl aus. Eine etwas moderner gestaltete Oberfläche könnte nach unserer Meinung aber  nicht schaden.

2062336