2192229

Morgenmagazin vom Freitag, 22. April 2016

22.04.2016 | 06:56 Uhr |

FBI kostet Hack mehr als eine Million US-Dollar +++ Zank in Apples iCloud-Teams +++ Tool gegen Ransomware +++ iPhone 7 kommt wohl wirklich ohne Klinke +++ Tesla Model 3: Fast 400.000 Vorbestellungen +++ Facebook Messenger bekommt Gruppenanrufe +++ Opera-Browser jetzt mit integriertem VPN-Dienst +++ Uber: Taxi-Fahrer wehren sich gegen cnetz-Vorschlag

22. April: Hopfen und Malz...

Das Macwelt-Morgenmagazin w├╝nscht einen Guten Morgen! Es ist wieder 22. April, der Earth Day, an dem wir feststellen m├╝ssen, dass die Idee unserer fernen Vorfahren "Macht Euch die Erde Untertan!" nicht so richtig gut durchdacht war. Nun gibt es kein Zur├╝ck und das sollte es auch nicht geben, aber es schadet vielleicht nicht, sich bewusst zu werden, dass nicht unsere Vorfahren den Weizen domestiziert hat, sondern der sie. Denn wer lebt denn nun in H├Ąusern, w├Ąhrend das Gras weltweit vor sich unter freiem Himmel und meist v├Âllig frei von Konkurrenz vor sich hinwuchert? Aber das konnten die J├Ąger und Sammler vor etwa 10.000 Jahren nicht ahnen, als sie begannen, diese seltsame Pflanze zu kultivieren und immer noch vor Ort zu sein wenn die K├Ârner erntereif waren. Damals waren unsere Vorfahren weit ges├╝nder als wir heute, die gejagte und gesammelte Ern├Ąhrung vielf├Ąltiger als immer nur das gleiche Brot. Was haben uns also der Weizen und seine Kumpels Roggen und Gerste denn gebracht au├čer der elenden Schinderei auf den Feldern? Ganz einfach: Das Bier. Das wom├Âglich sogar eher Grund zur Sesshaftigkeit war als das Brot.

Am 23. April 1516 erlie├čen die bayerischen Herz├Âge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt (M├╝nchen war damals ein eher unbedeutendes Provinznest)┬á eine neue Landesordnung, in der auch das steht, was viele heute f├╝r das ├Ąlteste Lebensmittelgesetz halten: Das Reinheitsgebot. Darin hie├č es, Bier d├╝rfe nur aus Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden, sonst nichts. Immerhin sch├╝tzt das Gesetz in seiner modernen Zeiten angepassten Version immer noch vor Gepansche, hat aber seine Fehler. Denn n├Ąhme man es wortgenau, g├Ąbe es heute nicht nur kein Weizenbier. Und da von der vor 500 Jahren nicht bekannten Hefe keine Rede ist, eigentlich gar kein Bier.

Das Reinheitsgebot von 1516 ist nicht einmal das ├Ąlteste seiner Art, schon zuvor war es unter Strafe verboten, Bier mit allerlei giftigem Zeugs zu strecken und zu w├╝rzen. Wom├Âglich war die Verordnung von 1516 sogar einfach nur ein protektionistisches Gesetz der bayerischen Herz├Âge zur Abwehr der immer popul├Ąrer werdenden Weizenbiere (auch als Wei├čbier bekannt), die eben nicht vom Hause Wittelsbach gebraut wurden. Daher steht explizit "Gerste" in der Urfassung des Reinheitsgebotes. Gegen die Marktkr├Ąfte hatten die Wittelsbacher aber nur wenige Chancen, das oberg├Ąrige Wei├čbier schmeckte immer mehr Biertrinkern, weswegen die Regelung des Reinheitsgebotes alsbald in "Hopfen, Wasser, Malz" ge├Ąndert wurde: Nun waren prinzipiell alle Getreidesorten erlaubt, konkret neben der Gerste auch der Weizen und der Roggen (Roggen-Bier ist so etwas wie der Rock'n'Roll unter den Oberg├Ąrigen...). Von der Hefe aber nach wie vor keine Spur...

Die ist beim Brauen heute nat├╝rlich erlaubt, ebenso jede Menge andere Stoffe, die in der Produktion eingesetzt werden und am Ende wieder herausgefiltert werden, etwa Kieselgur oder Aktivkohle. Nach wie vor d├╝rfen keine Gew├╝rze in das Bier, was so mancher innovative Brauer bedauert. Anis, Vanille und Chili im Bier? Nun ja, sicher gew├Âhnungsbed├╝rftig, aber warum eigentlich nicht? Pers├Ânlich bleiben wir dann aber lieber doch beim Hellen, beim Dunkeln oder beim Wei├čbier, je nach Lust und Laune. Prost! Peter M├╝ller

Lesetipps f├╝r den Freitag

Viel Geld: FBI-Direktor James Comey hat auf einer Konferenz in London verraten, dass der Hack des iPhone 5C aus San Bernardino der Beh├Ârde mehr als eine Millionen US-Dollar gekostet habe, die sie an namentliche nicht bekannten Grayhat-Hacker zahlte. Weitere Details nannte Comey nicht, nach wie vor ist also nicht bekannt, welche Technik zum Einsatz kam und ob die Hacker etwa eine bisher nicht bekannte Sicherheitsl├╝cke von iOS nutzten. Zudem gibt das FBI keine Informationen dar├╝ber heraus, ob sich auf dem iPhone aufschlussreiche Informationen fanden.

Zank: Apples Probleme mit der Zuverl├Ąssigkeit seiner iCloud-Services soll interne Gr├╝nde haben, berichten unsere Kollegen der Macworld. Zwei Arbeitsgruppen, die sich nicht besonders wohlgesonnen seien, arbeiten an dem Thema. Die bisher f├╝r iClousd zust├Ąndige Gruppe sieht sich nun von den Siri-Leuten verdr├Ąngt, die ihre Technik auf die gesamte iCloud ausweiten sollen. Die urspr├╝nglich f├╝r iCloud Verantwortlichen f├╝rchteten daher, ├╝berfl├╝ssig zu werden. Aber auch in der Siri-Gruppe holpert es, etliche wichtige Manager und Ingenieure h├Ątten gerade erst das Unternehmen verlassen oder seien auf dem Sprung.

Verteidigung: Der Sicherheitsexperte Patrick Wardle hat das Tool RansomWhere? entwickelt, das Ransomware auf dem Mac erkennen und stoppen soll. Dazu beobachtet es die Dateien auf dem Rechner des Nutzers und schaltet sich ein, wenn ein bestimmter Prozess anf├Ąngt, Dateien zu verschl├╝sseln. Erlaubt ist dies nur Software, die entweder ein Zertifikat des Mac App Store mitbringt oder schon auf dem Rechner war, als RansomWhere? installiert wurde. Schmuggelt sich also Erpressersoftware ├╝ber ein legitimes Zertifikat auf den Mac, ist auch diese Verteidigung machtlos.

Volle Lotte: Die iCloud-Fotomediathek hat den gro├čen Vorteil, dass man auf allen Ger├Ąten Zugriff auf alle Bilder hat. Der Nachteil: Insbesondere auf Mobilger├Ąten ist nicht die volle Aufl├Âsung eines Bildes gespeichert, sondern aus Platzgr├╝nden nur ein Thumbnail. Leider erkennt man nicht auf den ersten Blick, welche Bilder schon geladen sind und welche nicht und wenn man nun ein Foto oder ein Video auf ein externes Speichermedium kopieren m├Âchte, erwischt man unter Umst├Ąnden eine Fassung in geringerer Qualit├Ąt. Glenn Fleishman hat aber die L├Âsung: Klickt man ein Bild in Fotos f├╝r OS X doppelt und erscheint es nicht sofort "unverpixelt", hat man kein Original vor sich. Dieses l├Ądt aber aus der iCloud, zu erkennen an dem Kreissymbol unten rechts, das sich allm├Ąhlich f├╝llt. Ist der Download abgeschlossen, kann man nun das Bild exportieren - und in h├Âchster Qualit├Ąt ├╝berall hin kopieren.

Nix is g'wiss: Apple entwickelt ein Auto und die Zeitschrift Motor Trends hat gezeigt, wie es aussehen wird. Stimmt so nicht, wirft unser Macworld-Kolelge Jason Snell ein. Stimmt so ├╝berhaupt nicht. Selbst wenn Apple mit einem immer gr├Â0├čer werdenden Team in Cupertino und wom├Âglich Berlin an Automobiltechniken arbeitet, stecke im Apple Car immer noch sehr viel Phantasie. Es sei aber v├Âllig ungewiss, in welche Richtung Apple gehen werde, selbst wenn die Vision vom selbst fahrenden, hochgradig vernetzen Elektroauto, das 2030 unsere Stra├čen beherrscht, vern├╝nftig klingt. F├╝r Apple gibt es aber auch noch ein Tagesgesch├Ąft und der mittelfristige Zwang, neue erfolgversprechende Produktkategorien zu finden, mit denen das Unternehmen wachsen und sich neu erfinden kann.

Guten Appetit: Haben Sie Lust, Tim Cook demn├Ąchst in Cupertino zu einem Mittagessen zu treffen und das daf├╝r notwendige Kleingeld, so in der Gr├Â├čenordnung von einer halben Million Euro?┬á Dann beteiligen Sie sich an der Wohlt├Ątigkeitsauktion von CharityBuzz und bieten mit. Das Geld geht nat├╝rlich nicht an Tim Cook oder Apple, sondern an das Robert F. Kennedy Center for Justice and Human Rights. Vor zwei Jahren war dem H├Âchstbietenden das Mittagessen mit dem Apple-Chef rund 330.000 US-Dollar wert, Reise nach Cupertino und Unterkunft dort nicht mitgerechnet.

Weitere Nachrichten

iPhone 7 kommt wohl wirklich ohne Klinke

Kauft man heute einen teuren High-End-Kopfh├Ârer von Sennheiser oder Beats, ist dieser m├Âglicherweise nicht mit dem kommenden iPhone 7 kompatibel. Eine gro├če Anzahl an Berichten legt nahe, dass Apple die n├Ąchste iPhone-Generation ohne Klinkenstecker ausliefern will - nur Lightning bliebe als Anschlussm├Âglichkeit ├╝brig. Nat├╝rlich g├Ąbe es in K├╝rze eine F├╝lle an Adaptern, auch f├╝r das gleichzeitige Aufladen des iPhones. Trotzdem sind Adapter immer eine l├Ąstige Notl├Âsung und viele Anwender w├╝rden eine herk├Âmmliche und kompatiblere Schnittstelle vorziehen. F├╝r Apple h├Ątte die Einsparung aber Vorteile: Die Mobilger├Ąte k├Ânnten noch flacher gebaut werden, ohne Kopfh├Âreranschluss lie├če sich au├čerdem ein wasserdichtes Ger├Ąt einfacher realisieren. In der Therorie sollte auch die Tonqualit├Ąt ├╝ber die digitale Schnittstelle mit optionalen 24 Bit bei 48 kHz besser als per analoge Miniklinke sein.

Eigentlich gibt es ja bereits Kopfh├Ârer mit Lightning-Anschluss: Nur eine Anbindung per Apple-Schnittstelle bieten der Philips Fidelio M2

und das In-Ear-Modell JBL Reflect Aware. Der Sony MDR1-1ADAC kann wahlweise per Klinke oder Lightning verwendet werden. Ton ├╝bertragen die Kopfh├Ârer digital, was gute Tonqualit├Ąt garantieren soll. Die Testberichte zu den Ger├Ąten waren aber bisher eher zur├╝ckhaltend, sind die Modelle von Philips und JBL doch nur mit iOS-Ger├Ąten kompatibel. Was bei den allesamt etwa 200 Euro kostenden Kopfh├Ârern au├čerdem fehlt, ist eine Mikrofonfunktion. Als Headseat taugen die Ger├Ąte deshalb nicht.

Dass es Apple aber offenbar langfristig Ernst meint, st├╝tzt ein von Apple Insider aufgesp├╝rtes Patent: Die Patentschrift zeigt n├Ąmlich einige interessante neue Funktionen f├╝r Lightning-Headphones: Laut der Patentschrift w├╝rde der Kopfh├Ârer sowohl per Lightning-Kabel als auch drahtlos funktionieren. Ein spezieller Pufferspeicher soll sogar daf├╝r sorgen, dass man ohne Tonst├Ârung zwischen drahtlosem und kabelgebundenem Modus wechseln kann. Da ein drahtloser Kopfh├Ârer auch einen Akku ben├Âtigt, dient der Lightning-Anschluss gleichzeitig als Stromversorgung. Man kann also mit seinem iPhone den Kopfh├Ârer aufladen.

Ob aber ein Kopfh├Ârer dieser Art zeitgleich mit dem iPhone 7 erscheint, ist noch ungewiss. So hat Apple ja auch das Macbook mit einer herk├Âmmlichen Klinkenbuchse versehen. Mit Beats hat Apple aber bereits einen erfahrenen und erfolgreichen Kopfh├Ârer-Hersteller im eigenen Hause, der sicher ein beeindruckendes Lightning-Produkt vorstellen k├Ânnte.

Tesla Model 3: Fast 400.000 Vorbestellungen

Tesla hat sein erstes ÔÇ×bezahlbaresÔÇť Elektro-Auto vorgestellt. Das Model 3 kostet 35.000 Dollar, sprintet in sechs Sekunden auf 100 Kilometer und bietet eine Reichweite von rund 340 Kilometern. Audi, BMW und Mercedes-Benz d├╝rfen sich warm anziehen.┬á

Bis jetzt sind bei Tesla fast 400.000 Vorbestellungen f├╝r das Model 3 eingegangen. Das sagte Tesla-Gr├╝nder und -Chef Elon Musk w├Ąhrend einer Konferenz im norwegischen Oslo.


Damit hat Tesla allein mit der Vorstellung des Model 3 bis jetzt fast 400.000.000 Dollar oder Euro eingenommen - 1000 Euro muss man bei einer Bestellung aus einem Land im Euro-Raum als Reservierungsgeb├╝hr f├╝r das Model 3 anzahlen. Au├čerhalb des Euro-Raums werden 1000 US-Dollar f├Ąllig. Vorbestellungen sind nach wie vor ├╝ber diese Webseite von Tesla gegen eine Anzahlung von 1000 Euro m├Âglich.

Facebook Messenger bekommt Gruppenanrufe

Facebook hat heute ein neues Feature f├╝r den Facebook Messenger angek├╝ndigt . Das Tool soll in den n├Ąchsten Tagen um Gruppenanrufe erweitert werden, best├Ątigt David Marcus, Vice President of Messaging Products bei Facebook.

Die Funktion wird in Form eines Telefon-Icons in Gruppenchats eingeblendet. Ein Fingertipp auf das Symbol ├Âffnet einen Gruppenanruf. Zu diesem k├Ânnen ausgew├Ąhlte Nutzer oder alle Gruppenchat-Teilnehmer eingeladen werden. Wer sp├Ąter zum Chat st├Â├čt, kann nachtr├Ąglich zum Gruppenanruf hinzugef├╝gt werden. Die Obergrenze liegt bei insgesamt 50 Teilnehmern.

Anrufe zwischen zwei einzelnen Nutzern sind im Facebook Messenger bereits seit 2014 m├Âglich. Nach der Einf├╝hrung der Gruppenanrufe erwarten Branchenexperten nun die baldige Ank├╝ndigung von Videotelefonaten. An einer entsprechenden Funktion arbeitet Facebook aktuellen Ger├╝chten zufolge bereits.

Facebook Messenger bekommt auch neue Dropbox-Integration

Opera-Browser jetzt mit integriertem VPN-Dienst

Der Opera-Browser war erst k├╝rzlich in einer Entwicklerversion mit integriertem, nativen Werbeblocker erschienen, der Anwendern ein anonymeres Surfen erm├Âglichen soll. Jetzt haben die Browser-Macher nochmal nachgelegt: Die neue Opera-Entwicklerversion 38.0.2204.0 enth├Ąlt einen vollwertigen integrierten VPN-Dienst. Diesen d├╝rfen die Nutzer vollkommen gratis und ohne jegliche Geschwindigkeitslimitierung nutzen. Auch die Menge der ├╝bertragenen Datenmengen ist nicht limitiert. Die Daten werden mittels 256-Bit-Verschl├╝sselung ├╝bertragen. Vergleichbare VPN-Dienste kosten normalerweise um die 45 Euro im Jahr.

Opera Software ist damit der erste gro├če Browser-Hersteller, der in seinen Browser ein unbegrenztes und kostenloses VPN integriert. "Wir wollen einen Browser entwickeln, der den Anspr├╝chen von 2016 entspricht", hei├čt es in der Ank├╝ndigung von Opera Software.

In der Mitteilung betont Opera auch, dass das im Opera-Browser integrierte VPN zwar kostenlos sei, aber die gleichen Funktionen wie kostenpflichtige VPNs biete. Sprich: Die Nutzer k├Ânnen mit einem Mausklick ihre IP-Adresse verschleiern und Firewalls und Website-Sperren umgehen. Ohne dabei Nachteile bei der Surfgeschwindigkeit hinnehmen zu m├╝ssen.

In der Entwicklerversion von Opera k├Ânnen die drei virtuellen Standorte Deutschland, USA und Kanada ausgew├Ąhlt werden. Sobald die VPN-Funktion auch in die stabile Version von Opera integriert wird, werden auch mehr Standorte verf├╝gbar sein.

Der VPN-Dienst ist in Opera nicht standardm├Ą├čig aktiv. In den Einstellungen kann er unter "Datenschutz & Sicherheit" und "VPN" mit einem Haken bei "Enable VPN" aktiviert werden.┬á Dort wird auch verraten, dass der Dienst ├╝ber das Opera-Software-Unternehmen SurfEasy angeboten wird. Opera Software hatte das kanadische Unternehmen SurfEasy vor einem Jahr ├╝bernommen.

Nach der Aktivierung des VPN-Dienstes erscheint in der Adresszeile ein "VPN"-Icon. Nach einem Klick darauf erf├Ąhrt der Nutzer, wie viele Daten bisher ├╝ber VPN ├╝bertragen wurden und kann auch seinen virtuellen Standort ├Ąndern.

├ändert man seinen virtuellen Standort auf "USA", dann kann man die erwarteten Dinge tun. Etwa bei Netflix die vierte Staffel von House of Cards anschauen. Oder Hulu ausprobieren. Dabei spielt aber auch das Gl├╝ck eine Rolle. Es kommt darauf an, welche US-IP-Adresse der Nutzer vom VPN-Dienst zugewiesen wird. Bei zwei von drei Versuchen scheiterte das Abspielen einer House-of-Cards-Folge der vierten Staffel. Dann ging es pl├Âtzlich, aber mit nicht allzu hoher Streamingqualit├Ąt. Zumindest bei unseren Tests reduzierte sich n├Ąmlich bei aktiviertem VPN-Dienst die Surf-Geschwindigkeit merklich. Das k├Ânnte auch mit dem Start der neuen Funktion zusammenh├Ąngen und sich bald ├Ąndern.

Uber: Taxi-Fahrer wehren sich gegen cnetz-Vorschlag

Im am Montag ver├Âffentlichten Positionspapier des cnetz fordern dessen Mitglieder unter anderem, die von den Gemeinden festgesetzten Fixpreise f├╝r Taxifahrten abzuschaffen. Zudem m├╝sse von Taxifahrern keine Ortskenntnis mehr verlangt werden, wenn Navigationsger├Ąte und Smartphones die Navigation erledigten. Generell halte der cnetz e.V. das┬á Personenbef├Ârderungsgesetzes (PBefG), zu dessen Reform der Digitalverein der CDU aufruft, f├╝r "├╝berreguliert". Im Gesetz st├╝nden zu viele protektionistische und technisch ├╝berholte Vorschriften, so sei etwa auch die Zahl der T├╝ren der Taxen streng reguliert.

Dem widerspricht nun der Vorsitzende der Genossenschaft Taxi Deutschland Dieter Schlenker in einer Stellungnahme vehement und unterstellt Uber, mit seiner finanziell aufwendigen Lobbyarbeit nun Politiker der CDU erreicht zu haben. Am Personenbef├Ârderungsgesetz m├╝sse aber unbedingt festgehalten werden, da es den Fahrgast vor ortsunkundigen und unqualifizierten Fahrern sch├╝tze, die Wucherpreise verlangten. Protektionismus sehe er in der Regelung keinen, Autovermietungen w├╝rden ausreichend Alternativen zum Taxi anbieten k├Ânnen.

Uber und seine stark nach Angebot und Nachfrage orientierte Preisstruktur f├╝hrt erwiesenerma├čen dazu, dass bei Regenwetter oder in der Silvesternacht die Fahrten stark verteuert sind. Hinzu kommt, dass Algorithmen den Fahrpreis festlegen und auf pl├Âtzlich angestiegene Nachfragen mit Preissteigerungen reagieren. So hatte Uber w├Ąhrend einer Geiselnahme in Sydney im Dezember 2014 automatisch die Fahrpreise gesteigert und diese nach Protesten manuell korrigiert. In Deutschland ist der Dienst Uber Pop nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt seit letzten Juni eingestellt ÔÇô das Gericht hatte sich auf jenes Gesetz berufen, das der cnetz e.V. jetzt gerne reformiert h├Ątte.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
2192229