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Morgenmagazin vom Freitag, 23. Januar 2015

23.01.2015 | 07:03 Uhr |

Was heute wichtig wird: 23. Januar 2015 +++ Batterien aus Elektroautos sollen für stabiles Stromnetz sorgen +++ Blackberry will Apple-Apps per Gesetz +++ Twitter liefert "While you were away"-Update aus +++ Mail Designer 2.0.5 und Mail Designer Pro 2.0.5 bringen Wartungsupdates +++ Bericht: Google in den USA bald Mobilfunk-Anbieter +++ Nächste Beta für OS X 10.10.2 +++ Mögliche Zero-Day-Lücke im Flash Player +++ Tipp: E-Mails ausblenden und mehrere Nachrichten bearbeiten

Was heute wichtig wird: 23. Januar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Schon wieder Freitag, die Woche geht verdammt flott vorbei. Ein guter Tag, um das Wochenende zu planen, vielleicht mal wieder im iTunes Store nach neuen Musikalben schauen, die kommen ja meist freitags heraus. Wir haben in dieser Woche allerdings nicht Neues gefunden, allenfalls das neue Werk von Björk, das schon seit Mittwoch veröffentlicht ist, finden wir halbwegs interessant. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, lassen Sie sich also von nichts abhalten. Vielleicht darf es ja ein Klassiker sein, etwa von Chuck Berry, Elvis, Sam Cooke oder James Brown? Die vier genannten haben eines gemeinsam. Chuck Berry lebt übrigens noch, in zwei Jahren wird er 90. Es handelt sich um Gründungsmitglieder der Rock'n'Roll-Hall-of-Fame, die am 23. Januar 1986 ihre Pforten öffnete, das zugehörige Museum steht seit 1995 in Cleveland, Ohio. Das Museum nimmt jedes Jahr nur eine begrenzte Zahl von Neumitgliedern auf, zu den Neuzugängen von 2014 gehört unter anderem Peter Gabriel. Leider findet man keine neuere Platte als "I'll scratch yours" mit seinen Werken im iTunes Store, so sehr man ihn auch durchleuchtet.

Den menschlichen Körper durchleuchten ist Medizinern seit dem 23. Januar 1896 möglich, als Wilhelm Conrad Röntgen seine "X-Strahlen" getaufte Entdeckung erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Das hochenergetische Licht stammt aus den inneren Schalen der Atomkerne, zu Röntgens Zeiten war der Aufbau der Atome jedoch noch sehr rätselhaft. Für seine Entdeckung, die bald nach ihm benannt wurde, erhielt Röntgen im Jahr 1901 den ersten Nobelpreis für Physik.

Und noch ein besonderes Ereignis des 23. Januar wollen wir an dieser Stelle würdigen. Armin Maiwald, Erfinder der "Sendung mit der Maus" wird heute 75 Jahre alt. Jedem, der komplexe Sachverhalte zu erklären versucht, sind sein Sachgeschichten Vorbild. Natürlich hat nicht jeder Welterklärer das Glück (oder auch Pech...), Kinder als Zielgruppe zu haben, man sollte aber immer genau wissen, wo man sein Publikum abholt und wie man es begeistert. Auch die komplexesten Sachverhalte kann man zunächst auf einfache Erklärungen herunter brechen, die oft Neugier auf mehr machen. Klingt komisch, ist aber so. Genau dieser Satz ist in Maiwalds Filmen aber nie gefallen. Er ist allenfalls ein treffendes Bild für die Tonlage der Filme: Keine Angst vor Komplexität, diese lässt sich mit ausreichend Geduld und mit dem Stellen der richtigen Fragen erklären. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig komisch, ist aber so. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Ein Tag hat 19 Stunden: Mit entscheidend für den Erfolg der Apple Watch dürfte sein, wie lange ihr Akku hält. Es geht ja nicht an, spät abends die Uhrzeit nicht mehr ablesen zu können und so die letzte Trambahn zu verpassen. Bisher war immer davon die Rede, der Akku würden "einen Tag" lang aushalten, 9to5Mac hat aus informierten Kreisen eine konkrete Zahl erfahren. Demnach soll die Uhr  für 19 Stunden lang betriebsbereit sein, bei einem Mix aus energieintensiven Tätigkeiten und Ruhezeiten. Im Ruhezustand bei ausgeschaltetem Display reicht eine Ladung demnach drei Tage lang, zweieinhalb bis vier Stunden sollen es bei intensiver Nutzeung mit Spielen oder Fitnesstrackern sein. Der Prozessor sei der im iPod Touch verbaute Apple A5, die Bildwiederholrate auf dem Display betrage 60 Frames pro Sekunde.

Google verbessert Apps: Google hat seine kostenlosen iOS-Apps Docs, Sheets und Slides (auf Deutsch: Texte und Tabellen) aktualisiert. Die Texte-App bietet nun eine Rechtschreibkontrolle schon bei der Eingabe, in der Tabellen-App kann man einzelne Zeilen und Spalten verstecken. Neu ist auch die Unterstützung von Touch ID, auf neueren Apple-Geräten kann man sich so per Fingerabdruck an seinem Google-Konto anmelden.

10 Milliarden US-Dollar an Entwickler ausbezahlt: Laut einer Statistik von Asymco hat Apple im Kalenderjahr insgesamt 10 Milliarden US-Dollar der mit Apps aus dem App Store generierten Umsätze an Entwickler ausbezahlt. Insgesamt konnten Entwickler schon 25 Milliarden US-Dollar einnehmen, was aber auch bedeutete, dass Apple über 10 Milliarden US-Dollar seit Eröffnung des App Stores selbst für sich behalten konnte. Der Boom hält weiter an, allein in der ersten Januarwoche 2015 nahm der App Store 500 Millionen US-Dollar ein.

Tim Cooks Gehalt verdoppelt sich: Wie Apple an die US-Börsenaufsicht berichtet, stieg das Gehalt des CEO des Unternehmens Tim Cook auf 9,22 Millionen US-Dollar und war damit doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der Löwenanteil setzt sich aber aus Aktienoptionen und anderen Kompensationen zusammen, das Grundgehalt betrug 1,75 Millionen US-Dollar. Etwa 70 Millionen US-Dollar in Aktienoptionen erhielt die neue Retailchefin Angela Ahrendts, deren Grundgehalt 400.000 US-Dollar betrug. Hinzu kam ein Bonus in Höhe von 500.000 US-Dollar.

Batterien aus Elektroautos sollen für stabiles Stromnetz sorgen

Das Projekt „Second Life Batteries“ funktioniert folgendermaßen: BMW liefert dafür Batterien aus seinen Elektrofahrzeugen ActiveE und i3. Vattenfall (der Energiekonzern Vattenfall verklagt derzeit die Bundesrepublik Deutschland auf mehrere Milliarden Euro Schadenersatz wegen des Atomausstiegs) betreibt den damit erstellten Strom-Speicher für zehn Jahre auf seinem Gelände. Und Bosch integriert die Batterien und übernimmt die Systemsteuerung. Der Speicher soll Teil eines bereits existierenden virtuellen Kraftwerks von Vattenfall werden. Darin können verschiedene kleine und dezentrale Stromerzeuger zusammengefasst werden, die nach außen aber als gemeinsames Kraftwerk vermarktet werden, wie die drei Unternehmen erklären.

Auch am Ende ihres Lebenszyklus im Elektrofahrzeug haben Lithium-Ionen-Akkus laut Bosch noch immer eine hohe Speicherkapazität. Damit sind sie weiter sehr wertvoll und lassen sich als stationäre Pufferspeicher noch über viele Jahre äußerst effizient nutzen. Die drei Unternehmen sammeln in dem Projekt Erkenntnisse über mögliche Einsatzgebiete für solche Batterien, zu deren Alterungsverhalten und ihrer Speicherkapazität. Der Steuerungsalgorithmus von Bosch soll unter anderem für maximale Lebensdauer und Leistung sorgen.

Erfahrungen damit gibt es bereits: In Braderup nahe Sylt hat Bosch bereits Stromspeicher gebaut, um bei Bedarf die Energie eines Windparks zwischenspeichern zu können. Dafür wurden tausende kleine Lithium-Ionen-Akkus zu einem großen Verbund kombiniert. In Kelsterbach bei Frankfurt hat Bosch nach ähnlichem Muster einen Lithium-Ionen-Speicher für eine Wohnsiedlung installiert. Dieses Wissen kommt auch bei „Second Life Batteries“ zum Einsatz.

Batterien aus Elektroautos sollen für stabiles Stromnetz sorgen
Vergrößern Batterien aus Elektroautos sollen für stabiles Stromnetz sorgen
© Bosch

Kernelement der Energiewende

Stromspeicher gelten als Kernelement der so genannten Energiewende (die die meisten Stromkunden normalerweise auf ihrer Stromrechnung nur an den immer weiter steigenden Preisen erkennen). Sie können Solarstrom am Tag aufnehmen und nachts abgeben – oder Windstrom für die Flaute sichern. So helfen sie dabei, das oft schwankende Angebot der erneuerbaren Energien besser ins Stromnetz zu integrieren. Auch die Elektromobilität könnte davon profitieren, etwa wenn die Fahrzeuge nachts mit Solarstrom geladen werden. Zudem kann ein Speicher seine Energie schnell abgeben, um damit Stromnetze zu stabilisieren – etwa als Teil eines sogenannten Virtuellen Kraftwerks.

Zwei Megawatt Leistung

Zurzeit wird in Hamburg ein Speicher mit einer Leistung von zwei Megawatt und einer installierten Kapazität von zwei Megawattstunden geplant und gebaut. Die Energie soll im Regelenergiemarkt eingesetzt werden und kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, wie Bosch erläutert. Dafür würden mehr als 100 Fahrzeug-Batterien zusammengeschaltet. Der ganze Aufbau findet in einem eigenen kleinen Gebäude Platz. Rechnerisch ist die Leistung groß genug, um 30 Vier-Personen-Haushalte für sieben Tage mit Strom zu versorgen, wie Bosch erläutert. Die Partner gehen davon aus, dass der Speicher bis Ende 2015 in Betrieb gehen wird.

Blackberry will Apple-Apps per Gesetz

"Es gibt Uneinigkeit über die Definition von Netzneutralität, meist dreht sich die Diskussion um Netzbetreiber. Blackberry glaubt, dass sich die Politik nicht nur auf Betreiber konzentrieren sollten. Gesetzgeber sollten auch Offenheit für Anwendungen und Inhalte verlangen." So schreibt es Blackberry-CEO John Chen in einem Blogbeitrag auf der Unternehmensseite. Er klagt: Obwohl es den Blackberry Messenger auch für iOS gebe, erlaube Apple es nicht, das eigene iMessage auch als App für Blackberrys oder Android zu installieren. 

Auch Netflix würde Blackberry-Nutzer "diskriminieren", obwohl der Videostreamingdienst selbst für Netzneutralität einstehe. Denn: auch Netflix gebe es nicht für Blackberrys. Chen beklagt sich, dass viele App-Anbieter nur für iOS und Android entwickeln und so ein Zwei-Klassen-System geschaffen hätten: iOS und Android – die Zugriff auf viel mehr Inhalte bieten – und den Rest. Dies sei diskriminierende Praxis, was exakt das sei, was Befürworter der Netzneutralität bekämpfen würden, so der Blackberry-Chef.

Seine abschließende Forderung: "Alle Mobilfunknutzer müssen Zugriff auf die gleichen Apps und Inhalte erhalten" und es müsse "Appanbietern verboten sein, Nutzer aufgrund ihres genutzten Betriebssystems zu diskriminieren ." John Chen ist seit 2013 CEO bei Blackberry und versucht, den angeschlagenen Smartphone-Pionier wieder auf Kurs zu bringen. In den Medien wird der offene Brief Chens spöttisch beäugt und als pure Verzweiflung interpretiert. "Blackberry-Chef fordert abgrundtief dummes Neutralitätsgesetz" titelt beispielsweise die PC-World .

Info: Offener Brief von John Chen

Twitter liefert "While you were away"-Update aus

Twitter will sich weiter an Facebook annähern und kündigt in dieser Woche eine „While you were away“-Funktion für die Timeline an. Während die Feed-Meldungen bei Facebook bereits seit längerem gefiltert werden, zeigte die Twitter-Timeline Tweets von abonnierten Feeds bislang komplett ungefiltert in Echtzeit an.

Das soll sich mit dem neuen Feature ändern. Per „While you were away“ werden Tweets, die während der Abwesenheit des Nutzers verfasst wurden nach Relevanz sortiert und angezeigt. Als relevant stuft Twitter dabei die Beiträge ein, die das Netzwerk selbst als wichtig erachtet oder die von anderen gefolgten Accounts favorisiert wurden.

Aktuell wird die neue Funktion per Update für Nutzer der Twitter-iOS-App ausgeliefert. In den nächsten Wochen sollen auch die Web-App und die Android-Anwendung um das Feature erweitert werden. Ob sich die Neugestaltung der Twitter-Timeline mit diesem Schritt künftig weiter an Facebook annähert, wo Nutzer nur wenig Einfluss darauf haben, was sie im Feed angezeigt bekommen, bleibt abzuwarten.

Mail Designer 2.0.5 und Mail Designer Pro 2.0.5 bringen Wartungsupdates

Mail Designer 2.0.5 und Mail Designer Pro 2.0.5 sind ab sofort verfügbar. Das Update für beide Mail Designer soll den Mail-Versand über den integrierten Design Delivery Dienst sicherstellen und eine Reihe weiterer Fehler bereinigen. Was die Mail-Designer zu bieten haben und wie Macwelt die Mail-Gestalter bewertet, lesen Sie im Test hier .  Zu den aktuellen Verbesserungen gehören laut Entwickler, dass der Design Delivery Dienst wieder wie erwartet läuft, das Speichern von Mail Designer.Dokumenten funktioniert problemlos und der Export zu Campaign Monitor läuft stabiler. Außerdem wurden im PDF-Export ein Fehler beseitigt und ein paar Darstellungsfehler behoben.
Beide Updates sind für Mail Designer 2- und Mail Designer Pro 2-Nutzer kostenlos und können über das automatische Software-Update respektive den Mac App Store geladen werden. Mail Designer 2 (30 Euro) und Mail Designer Pro 2, das zusätzlich ”responsives Design” bietet, so dass Mails und Newsletter auf Mobilgeräten genauso gut wie auf dem heimischen Bildschirm aussehen sollen (50 Euro), gibt es im Equinux Online Store und im Mac App Store .

Bericht: Google in den USA bald Mobilfunk-Anbieter

Laut mehreren Medienberichten, die im Wesentlichen von einem Artikel bei The Information ausgehen , plant der Internetkonzern Google bald auch als Mobilfunkprovider oder genauer gesagt als MVNE (Mobile Virtual Network Enabler) aufzutreten, das heißt als Mobilfunkdiscounter, der auf den bereits etablierten Netzen von T-Mobile (USA) sowie Sprint aufsetzen und deren Infrastruktur nutzen könnte. Vergleichbar wäre dies etwa in Deutschland mit Aldi Talk oder Blau.de, die ebenfalls die bestehenden Netze größerer Provider mit nutzen. Den Informationen zufolge will Google sowohl Gespräche als auch Datentransfers über die genannten Mobilfunkanbieter abwickeln. Das Projekt soll unter dem Namen ”Nova” laufen und vom langjährigen Google-Manager Nick Fox geleitet werden. Ein Start noch in diesem Jahr erscheint plausibel. Mitarbeiter von Google sollen den Mobilfunkdienst bereits getestet haben. Inzwischen hat das Wall Street Journaldie Spekulationen untermauert . Demzufolge will Google auch für eine bessere Versorgung mit Netzangeboten und schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten in den USA sorgen.
 

Nächste Beta für OS X 10.10.2

Die jüngste Fassung der Beta von OS X 10.10.2 trägt die Build-Nummer 14C106a - bis zur finalen Fassung sollte es nicht mehr lange dauern, Apple legt Betas derzeit im Wochentakt vor. Bei den Release-Notes gibt es nicht Neues, weiterhin sollen sich Mitglieder der ADC (Apple Developer Connection) bei ihren Tests auf Mail und VoiceOver konzentrieren, vor allem aber auf das Wi-FI-Problem. Dies stellt sich anscheinend als komplex und schlecht reproduzierbar heraus, so tritt etwa keinem der unter OS X 10.10.1 laufenden Rechner in der Macwelt-Redaktion das Problem auf. Einige Anwender berichten jedoch, sie könnten es beheben, wenn sie das Frequenzband von 2,4 GHz auf 5 GHz wechseln - oder umgekehrt. Auch das Abschalten von Handoff brachte einigen Anwender die Lösung, ebenso das Neuanlegen der Netzwerkumgebung. Wir sind gespannt, ob diejenigen, die nach wie vor über Probleme klagen, mit OS X 10.10.2 endlich ein zuverlässig funktionierendes Update erhalten.

Mögliche Zero-Day-Lücke im Flash Player

Eine noch unbestätigte Zero-Day-Lücke im aktuellen Flash Player 16.0.0.257 wird anscheinend bereits genutzt, um per Drive-by Download Schadprogramme einzuschleusen. Ein unabhängiger französischer Sicherheitsforscher mit dem Online-Pseudonym Kafeine hat entsprechende Hinweise im Exploit-Kit Angler entdeckt. Sicherheitsunternehmen bestätigen, dass verseuchte Websites in präparierten SWF-Dateien (Shockwave Flash) ein Trojanisches Pferd verbreiten.

Wie Kafeine in seinem Blog meldet, nutzt das Angler Exploit-Kit mehrere Flash-Lücken. Eine ist bereits seit November 2014 als CVE-2014-8440 bekannt und betrifft Flash Player bis einschließlich Version 15.0.0.189. Diese hat Adobe am 11.11. mit dem Update auf Version 15.0.0.223 geschlossen. Eine zweite Lücke steckt noch in den 15.x-Versionen und ist erst im Dezember mit dem Update auf Flash Player 16.0.0.235 beseitigt.

Neu ist hingegen die dritte genutzte Flash-Lücke, die laut Kafeine auch im neuesten Flash Player steckt. Kafeine empfiehlt deshalb den Flash Player zu deaktivieren bis Adobe ein Sicherheits-Update bereit gestellt hat. So genannte Exploit-Kits werden in gehackte Websites eingeschleust, um Malware zu verbreiten. Kommt ein potenzielles Opfer auf eine derart präparierte Seite, untersucht Javascript-Code den verwendeten Browser auf ausnutzbare Schwachstellen. Es verzweigt dann auf ein anderes Script, das passenden Code (Exploit) ausliefert, um einen Schädling einzuschleusen.

Nach den ersten Untersuchungen, die Kafeine durchgeführt hat, werden vor allem Benutzer des Internet Explorer, die Windows 7 oder XP benutzen, mit dem neuen Exploit angegriffen. Auf Chrome-Nutzer spreche das Exploit-Kit nicht an, Windows 8.1 mit allen Updates ("fully patched") soll demnach nicht anfällig sein.

Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat bei der Analyse des Exploit-Kit Angler festgestellt, dass in den präparierten Flash-Dateien ein Trojanisches Pferd namens Trojan.Swifi steckt. Adobe hat sich bislang noch nicht näher zu der neu entdeckten Schwachstelle geäußert – man untersuche die Angelegenheit.

Tipp: E-Mails ausblenden und mehrere Nachrichten bearbeiten

Das Schreiben von E-Mails ist in iOS 8 komfortabler geworden. Man kann jetzt besser mehrere Nachrichten parallel schreiben und die E-Mail, an der man arbeitet, ausblenden.  Dazu wischen Sie von der Titelleiste der E-Mail, an der Sie gerade schreiben, nach unten. Die Nachricht wird runtergeschoben und bleibt, auf die Titelleiste reduziert, am unteren Rand des Bildschirms liegen. Sie haben nun freie Sicht auf die vorhandenen Postfächer. Tippen Sie auf die ausgeblendete E-Mail, um daran weiterzuschreiben. Sie können auch mehrere E-Mails anfangen und ausblenden. Die Titelleisten der ausgeblendeten Mail-Fenster bilden dann einen kleinen Stapel am unteren Bildschirmrand. Tippen Sie darauf, sehen Sie alle offenen Nachrichten in einer Übersicht. Tippen Sie darin einfach die gewünschte E-Mail an, um sie wieder hervorzuholen und daran weiterzuarbeiten. So lassen sich E-Mails parallel schreiben.

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