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Morgenmagazin vom Freitag, 24. Juli 2015

24.07.2015 | 07:00 Uhr |

Was heute wichtig wird: 24. Juli 2015 +++ Apple erhöht R&D-Budget +++ Office-Apps mit Outlook enger verzahnt +++ Sicherheitsanforderungen verzögern Homekit-Geräte+++ IFTTT hat jetzt Channels für Office 365 +++ Feld & Volk-Schutzhülle fürs iPhone 6 aus Carbonfasern +++ Playawave: Robuster Bluetooth-Outdoor-Lautsprecher im Retro-Look +++ Bionisches Auge soll Menschen mit AMD helfen +++

Was heute wichtig wird: 24. Juli 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute ist Tag der Freude. Klar, werden Sie jetzt sagen, ist ja auch Freitag. Das ist immer Anlass zur Freude. Aber der 24. Juli ist in jedem Jahr "Tag der Freude". Dummerweise weiß anscheinend keiner mehr, wer wann genau den 24. Juli dazu ausgerufen hat. Angeblich soll das um das Jahr 1981 herum geschehen sein."Happiness is Easy" heißt ein fünf Jahre später auf der LP "The Color of Spring" veröffentlichter Song der britischen Band Talk Talk. Die Wege zur Freude, dem schönen Götterfunken, sind manigfaltig, wir wollen Ihnen hier keine Tipps geben, sie kennen Ihren Weg zur Tochter aus Elysium selbst am besten. Meistens hilft ja vor die Tür gehen und sich bewegen, aber da hört dann die Gemeinsamkeit auch gleich wieder auf. Denn der eine klagt über zu hohe Temperaturen, die andere über zu niedrige und so manchem oder mancher werden die Temperaturen heute einfach zu mittel sein.

Ein Tag der Freude hätte der 24. Juli vor fünf Jahren auch werden sollen, doch endete er in einer Katastrophe, die auch heute noch nicht juristisch aufgearbeitet ist. Lediglich der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg verlor sein Amt, man hatte ihn als eine wesentliche treibende Kraft ausgemacht, die unbedingt die Love Parade an einem ungeeigneten Ort veranstalten wollte. Der Chef einer Fitnesskette und Veranstalter des schon in Berlin allmählich aus dem Ruder gelaufenen Techno-Events ist ebenso bis heute nicht wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, seinem Unternehmen geht es aber so gut wie nie zuvor. Gewiss ist die juristische Bewertung nicht ganz einfach, wer nun welche Schuld trägt, lässt sich wohl nie zweifelsfrei klären. Nur werden heute diejenigen aufatmen, gegen die bisher noch nicht einmal ermittelt wurde, denn nach fünf Jahren greift für diesen Fall die Verjährung. Ein Jahr zuvor hatte die Stadt Bochum das Spektakel wegen Sicherheitsbedenken untersagt, 2010 fegte Duisburg die Bedenken vom Tisch, eine ganze Region präsentierte sich seinerzeit als Kulturhauptstadt Europas. Aber wer letztendlich in Duisburg seiner Verantwortung nicht nachkam und Fehlentscheidungen traf oder beförderte wird sich nie klären lassen. Trübes Thema, die Freude am Tag der Freude wollten wir Ihnen eigentlich nicht nehmen. Vielleicht hilft so manchem aber heute Abend der Blick auf Duisburg, denn dort eröffnet der hiesige MSV gegen den 1. FC Kaiserslautern die neue Saison der 2. Liga. Endlich wieder Fußball... Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Zweite Erde: Die NASA hat mit ihrem Teleskop Kepler im Sternbild Schwan einen Planeten gefunden, der Leben wie man es von Der Erde kennt berherbergen könnte. Ob sich dort aber tatsächlich flüssiges Wasser befindet und ob Kohlenstoffmoleküle sich so verkettet haben, dass sie sich selbst reproduzieren können, ist höchst ungewiss. Womöglich ist Kepler-452b sogar schon längst von seinen Bewohnern unbrauchbar gemacht worden, Zeit genug hätten sie dafür gehabt. Aber sollten sich dort Lebewesen derzeit ähnliche Fragen stellen wie wir, würden sie einen endgültigen Beweis unserer Existenz erst in beinahe 1400 Jahren erhalten, wenn die von uns produzierten Radiowellen Kepler erreicht haben. Auf ein gerichtetes Funksignal, das darauf reagiert, müssten wir weitere 1400 Jahre warten. Hoffentlich haben wir bis dahin nicht unseren Planeten ruiniert.

Mail in iOS 9 ist vielversprechend: In iOS 9 legt Apple mehr wert auf Produktivität, der Split View und die ausgebaute Notizen-App sind Beispiele dafür. Auch Mail bekommt nun weitere Verbesserungen, die zwar nicht so spektakulär sind, aber mit kleinen Optimierungen das mailen leichter machen.

Office für iOS mit verbesserter Kollaboration: Die iOS-Varianten von Word, Excel und Powerpoint haben ein Update bekommen, was sie unter anderem besser mit Outlook für iOS zusammenführt. Dokumente lassen sich aus der Bearbeitung heraus leichter per Mail verschicken und umgekehrt Mail-Anhänge bequemer bearbeiten. Aus den Apps heraus kann man auch andere Nutzer zur gemeinsamen Arbeit am Dokument einladen.

Mehrausgaben: Gerüchte um die Entwicklung eines Apple-Autos nehmen immer mehr Gestalt an. So hat der Mac-Hersteller seinen Etat für Forschung und Entwicklung um 1,5 Milliarden US-Dollar erhöht. Wie zudem heute das Manager Magazin in seiner Druckausgabe berichtet, spricht Apple mit BMW über die Karosserie des Elektrofahrzeugs i3. Eine mögliche Kooperation oder Lizenzierung könnte für beide Unternehmen sinnvoll sein. Apple müsste nicht Ressourcen für Aufgaben des klassischen Fahrzeugbaus bereit stellen, BMW könnte sein ambitioniertes Fahrzeug endlich so richtig auf die Straße bringen, wenn es ganz andere Käuferkreise anspricht.

Weitere Nachrichten:

IFTTT hat jetzt Channels für Office 365

Es gibt vier neue Office-365-Channels für Mail , OneDrive for Business , Kalender und Kontakte . Über deren verschiedene Trigger und Aktionen kann man beispielsweise ein bei Instragram mit einem bestimmten Hashtag gepostetes Foto automatisch auch nach OneDrive for Business speichern oder einen neuen Kontakt automatisch im Trello-Board oder Slack-Team der eigenen Arbeitsgruppe veröffentlichen, wie Microsoft in einem Office-Blogpost schreibt . Microsoft hat auf seiner IFTTT-Profilseite gleich mal selbst 30 Recipes veröffentlicht, die man ausprobieren oder als Inspiration nutzen kann.

Zusammen mit dem neuen Deezer-Kanal kommt IFTTT mittlerweile auf 211 Channels , über die man Programme und Dienste miteinander verknüpfen kann. Neben diesen "If"-Rezepten unterstützt IFTTT mittlerweile auch sogenannte "Do"-Recipes, mit denen man personalisierte Buttons, Kameras und Notizen erzeugen kann. Entsprechende Apps gibt es für iOS und Android.

IFTTT ist kostenlos und wird von dem gleichnamigen Startup aus San Francisco entwickelt.

Feld & Volk-Schutzhülle fürs iPhone 6 aus Carbonfasern

Wer sein iPhone liebt, der will es auch zuverlässig schützen. Die neue Feld & Volk-Schutzhülle fürs iPhone 6 aus Kohlenstofffasern gefertigt verspricht diesen Schutz – aber erfordert auch einen beeindruckenden Preis.

Als ein Hightech-Equipment sehen die Hersteller von Feld & Volk ihre neue, aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK, oder auch Englisch CFRP für Carbon Fiber Reinforced Plastic) gefertigte Schutzhülle. Diese ist speziell für das iPhone 6 erhältlich, wobei die Anbieter nach eigener Aussage darauf geachtet haben, die ursprünglichen Ausmaße des Smartphones und vor allem seine Signalqualität durch Verlegung der Antennendrähte zu bewahren. Der mittlere Teil der Rückseite ist ebenfalls aus Carbonfasern hergestellt, aber mit einem etwas anderen Muster und einer anderen Fertigungsmethode. Dazu kommt eine Titanverstärkung, ein Aluminiumrahmen sowie ein Apple-Logo auf der Rückseite, das blau leuchtet, wenn das Display eingeschaltet ist.

Das Verfahren nimmt den Herstellern zufolge ungefähr zehn Stunden in Anspruch und erfordere einiges an technischem Know-how. Die Schutzhülle aus Carbonfasern habe die Stärke von Metall, sei aber deutlich leichter.

Dieser spezielle Schutz hat einen Preis, den vermutlich nicht jeder bereit ist zu bezahlen. Die Hersteller räumt selbst ein, dass diese Modifikation eine der teuersten im Unternehmen bisher überhaupt sei (abgesehen von einem Projekt mit Juwelen). Der auf der Homepage genannte Preis liegt bei 4700 US-Dollar. Wofür man jede Menge fabrikfrischer iPhones bekäme. Aber siehe oben – wer sein iPhone liebt, der schützt es. Um jeden Preis? Immerhin, passend zur Hülle (oder umgekehrt) gibt es Sonderausgaben des iPhones, die aus 24 Karat Gold und Platin gefertigt sind. Die freilich immer noch günstiger im Preis liegen (ab gut 3000 US-Dollar) als die Feld & Volk-Schutzhüllen dazu .

Playawave: Robuster Bluetooth-Outdoor-Lautsprecher im Retro-Look

Der 163 × 52 × 153mm (B × T × H) große Bluetooth Speaker Playawave ist laut Hersteller durch die spritzwasserfeste Oberfläche vor äußeren Einflüssen geschützt: Staub, Flüssigkeiten und Stöße sollen ihm so leicht nichts anhaben können. Via Bluetooth wird der mobile Lautsprecher, der wie ein Kofferradio aus den 1960ern aussieht, mit dem Smartphone verbunden.

Der Lautsprecher leistet 7 Watt (RMS) Ausgangsleistung und besitzt ein integriertes Mikrofon zum freihändigen Telefonieren. Hinter dem Staub- und Wasser-resistenten Verschluss verbergen sich ein Klinkeneingang (3,5mm) sowie ein Kopfhörerausgang (3,5mm).

Aufgeladen wird der Playawave über das mitgelieferte USB-Kabel in maximal 6 Stunden, wie der Hersteller erläutert. Ein 230-Volt-Stromladekabel fehlt dagegen.

Der Bluetooth Speaker Playawave ist ab Mitte Juni in den Farben schwarz-grau und braun für 59,99 Euro (UVP) erhältlich, jedoch bereits ab sofort z.B. bei Amazon vorbestellbar .

Bionisches Auge soll Menschen mit AMD helfen

Dem 80-jährigen Rentner Ray Flynn aus Manchester wurdemit einem bionischen Auge die Sehkraft wiedergegeben. Er litt seitacht Jahren an der weit verbreiteten Krankheit Makuladegeneration(AMD), bei der sich der Punkt des schärfsten Sehens mehr und mehrverkleinert.

Allein in Großbritannien seien über 500.000 Menschen vondieser Krankheit betroffen. Sie sorgt dafür, dass beispielsweiseGesichter nicht mehr erkannt werden können, in vielen Fällen endetsie mit totaler Blindheit. Dank einer neuartigen Operation miteinem elektronischen Implantat kann Flynn nun wieder deutlichbesser sehen. Das Gerät sendet einen Videostrom an unbeschädigteZellen in der Netzhaut, die von einer an der Brille befestigten Kamera aufgenommen werden.

Entwickelt wurde das bionische Auge namens Argus II vonSecond Sight Medical Products. Flinn kann nach eigenen Angaben nunwieder Rezepte lesen oder die Gesichter seiner Familie und Freundeerkennen. Sogar mit geschlossenen Augen wird ein Bild auf seinerNetzhaut dargestellt.

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