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Morgenmagazin vom Freitag, 24. Oktober 2014

24.10.2014 | 07:24 Uhr |

Was heute wichtig wird: 24. Oktober 2014 +++ 905.000 Dollar: Apple-1 zum neuen Rekordpreis versteigert +++ iPad Air 2 mit mehr Prozessorkernen als erwartet +++ Verlage verzichten auf Leistungsschutzrecht-Ansprüche +++ Stiftung Warentest: Langes Warten auf den DSL-Anschluss +++ Objekte in Finder-Fenstern mit der Tastatur auswählen +++ Test: Produktiver arbeiten mit Better Touch Tool

Was heute wichtig wird: 24. Oktober 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Thank god it's friday. Und gut, dass sich Geschichte nicht wiederholt, etwa im Rhythmus von 85 Jahren, An jenem 24. Oktober 1929 begann an einem später so bezeichneten "Schwarzen Donnerstag" ein Kursrutsch an der New Yorker Börse, der unmittelbar eine Weltwirtschaftskrise auslöste. Die handelnden Akteure begingen dabei derart viele Fehler, dass als mittelbare Folge der Zweite Weltkrieg stand. Immerhin haben die Finanzwelt und die Wirtschaftspolitik daraus gelernt, nach dem Blasen der Immobilienblase im Sommer/Herbst 2008 rutschte die Weltwirtschaft zwar in eine Rezession, der große Krach blieb derweil aus und die Wirtschaft erholte sich wieder.

Nur eine Geschichte wiederholt sich Jahr für Jahr: In genau zwei Monaten ist Weihnachten - schon wieder. Schokonikoläuse und Lebkuchen haben schon seit Wochen in den Regalen der Supermärkte die Grillkohle und das Partygeschirr verdrängt, Hersteller von Konsumgütern haben ihre Kataloge neu aufgelegt und im Land verteilt. Dabei könnte es nächste Woche sogar noch ein wenig Restsommer geben - es wird dann allerdings schon ab 17 Uhr verdammt dunkel.

Derweil erreichen uns Nachrichten, die echte Vorfreude auslösen, weit über Weihnachten hinaus. Mit der Produktion des auf Walter Isaacons Biographone basierenden Biopics über Steve Jobs geht es merklich voran. Regisseur Aaron Sorkin hat verraten, wer die Hauptrolle spielen wird: Christian Bale. Von Batman zu Jobs, welch' ein Aufstieg! Bale habe man ausgesucht, weil man für die Rolle des Apple-Gründers "den besten Schauspieler der entsprechenden Altersgruppe" benötigt hätte, ein Vorsprechen sei gar nicht nötig gewesen. Anders als der in diesem Jahr an den Kinokassen in den USA gefloppte Film "Jobs" mit Ashton Kutcher in der Titelrolle, soll sich das von Sorkin produzierte Werk sich vor allem auf drei wichtige Keynotes konzentrieren und das Leben Jobs' in Rückblicken erzählen, heißt es. Die Dreharbeiten werden "in den nächsten Monaten" beginnen, vor Weihnachten 2015 dürfte man den Film kaum zu sehen bekommen. Aber je länger die Vorfreude anhält, umso besser. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen

Einkaufsratgeber iPad: Die Einkaufssaison steht an, siehe oben. Aber welches iPad soll es denn nun sein? Immer sind 56 unterschiedliche Konfigurationen (und Farben) im Angebot. Unsere Kollegen der Macworld UK geben einen Überblick im Video .

Cloud und Men in the Middle: Mit Continuity, Handoff und Spotlight ergeben sich neue Fragen zur Datensicherheit. Wo sind unsere Daten überhaupt gespeichert und sind sie dort sicher? Welcher Dritte könnte darauf zugreifen und welche Probleme ergeben sich daraus. Unser Macworld-Kollege Glen Fleishman hat sich darüber Gedanken gemacht .

Apple will Präsenz in China ausbauen: Schon als für die Produktion verantwortlicher COO war Tim Cook sehr an guten Beziehungen zu China gelegen. Das Land ist aber längst nicht mehr nur als Werkbank für Apple interessant, sondern ist schon bald der wichtigste Absatzmarkt. Auf seiner jüngsten China-Reise hat der Apple-Chef daher erklärt, Apple werde in den kommenden Jahren 25 weitere Apple Stores in China eröffnen, es werden dann insgesamt 40 sein.

Trojaner Ventir: Die Sicherheitsexperten von Intego haben einen neuen Mac-Trojaner entdeckt, der Tastatureingaben mitprotokolliert. Noch ist nicht bekannt, wie sich die Malware verbreitet, eine entscheidende Rolle bei ihrem Tun spielt jedoch eine bei GitHub frei erhältliche Kernelerweiterung, die sich ohne Weiteres deinstallieren lässt.

Weitere Nachrichten

905.000 Dollar: Apple-1 zum neuen Rekordpreis versteigert

Das US-Auktionshaus Bonhams meldet die Versteigerung eines Apple-1 zu einer neuen Rekordsumme. Nach einer Bieterschlacht konnte sich das Henry Ford Museum die Rarität für 905.000 US-Dollar (etwa 715.000 Euro) sichern. Der erzielte Preis lag damit doppelt so hoch wie erwartet.

Das Museum erhält neben der intakten Apple-1-Hautplatine auch eine alte, seltene Tastatur, einen Sanyo-Monitor und ein Netzteil mit Holzgehäuse. Hinzu kommen der erste Apple-Newsletter "Poke-Apple" aus dem Jahr 1979 und eine Videoaufzeichnung einer Rede des Apple-Mitgründers Steve Wozniak, die dieser zur Eröffnung der Applevention im Jahre 1980 gehalten hatte.

Die beiden Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak hatten 1976 die Apple-1-Computer selbst zusammengebaut und gelötet. Rund 200 Stück stellten die beiden Computer-Pioniere so in Handarbeit her, die dann schließlich für 666,66 US-Dollar verkauft wurden. Nur noch 50 der ursprünglich 200 Apple-1-Computer existieren. Und etwa ein halbes Dutzend sind noch funktionstüchtig. Der Apple-1 wurde ohne Gehäuse, Tastatur, Monitor und Netzteil verkauft. Erst der ab 1977 verkaufte Apple-2 wurde mit dem Drumherum um die Platine verkauft.

Das Auktionshaus Christie´s hatte 2010 einen Apple-1 für 213.000 US-Dollar versteigert. Im Juni 2013 versteigerte ein Kölner Auktionshaus einen Apple-1 für 516.000 Euro. Und vor wenigen Wochen kam ein funktionierender Apple-1 für 374.500 US-Dollar unter den Hammer.

iPad Air 2 mit mehr Prozessorkernen als erwartet

Apple veranstaltet zahlreiche Keynotes. Wenn es um Details zu den Produkten geht, bleibt die Firma aber schweigsam. Beim offiziellen Presse-Briefing wollten die Apple-Sprecher beispielsweise nicht einmal die Akkukapazität des neuen iPad Air 2 verraten.

Im Test kann man also Überraschungen erleben. Die erste: Im iPad Air 2 steckt offenbar ein 3-Kern-Prozessor. Die gängigen System- und Benchmark-Tools zeigen für den A8X eine Taktrate von 1,5 GHz, einen 2 MB großen L2-Cache und eben drei Kerne an.

Das steckt ein dritter Kern drin: Das iPad Air 2 besitzt offenbar mit dem A8X einen Drei-Kern-Prozessor
Vergrößern Das steckt ein dritter Kern drin: Das iPad Air 2 besitzt offenbar mit dem A8X einen Drei-Kern-Prozessor

A8X: Tempo-Plus durch 3 Kerne

Alle Tests belegen außerdem, dass das iPad Air 2 das schnellste Apple-Tablet aller Zeiten ist: Im Geekbench 3 ist es bei Tests mit einem einzigen Kern rund 22 Prozent schneller, bei Multi-Core-Tests übertrumpft es den Vorgänger um 66 Prozent. Auch der Browser-Test Sunspider, der nur einen Kern auslastet, bestätigt dem Air 2 einen Vorsprung von 22 Prozent zum Vorgänger. In diesem Test kommt es sogar einem Core i5 nahe: Das Microsoft Surface Pro 3 mit Core i5-4300U erreicht im Sunspider 261,3 Millisekunden, das Air 2 kommt auf 290 Millisekunden. Das schnellsten Samsung-Tablet in diesem Test, das Note Pro 12.2 mit dem Qualcomm Snapdragon 800 erreicht 411,8 Millisekunden.

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Verlage verzichten auf Leistungsschutzrecht-Ansprüche

Der Streit zwischen deutschen Verlegern, vertreten durch die Verwertungsgesellschaft VG Media, und dem Suchmaschinen-Giganten Google hat in dieser Woche ein vorläufiges Ende gefunden. Wie die VG Media mitteilt ( PDF ), werde die Verwertungsgesellschaft Google ab dem 23. Oktober 2014 eine „Gratiseinwilligung“ geben. Im Rahmen dieser Erlaubnis, darf der Suchmaschinen-Gigant Bilder und Textanreißer, so genannte Snippets, kostenlos nutzen und unter anderem in den Suchergebnissen oder dem Google-News-Dienst anzeigen.

In den vergangenen Monaten hatte die VG Media versucht, das 2013 in Kraft getretene Leistungsschutzrecht gegen Google durchzusetzen. Die Erweiterung des Urheberrechts hatte deutsche Verlage dazu berechtigt, für die Verwendung von Textauszügen ihrer Werke eine Lizenzgebühr zu verlangen. Kleinere Suchmaschinen wollten die Zahlungen vermeiden, indem sie die entsprechenden Werke nicht mehr listeten. Google drohte den Verlagen hingegen an, nur noch die kostenlosen Überschriften zu ihren Publikationen in den Suchergebnissen und anderen Diensten aufzuführen.

Da das Kartellamt in Googles Vorgehen keinen Verstoß gegen das Leistungsschutzrecht sieht, muss die VG Media nun zähneknirschend einlenken. „Angesichts der überwältigenden Marktmacht von Google“, sehe man sich zu „diesem außergewöhnlichen Schritt gezwungen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Die Publikationen der durch die VG Media vertretenen Verlage wären zwar auch weiterhin in den Google-Diensten vertreten gewesen, im Vergleich zu den Anbietern, die Google die Gratis-Nutzung von Bildern und Snippets erlauben, hätten sie jedoch in Hinblick auf die Präsentation den Kürzeren gezogen. Diesem „erheblichen wirtschaftlichen Druck“ hätte man sich nicht aussetzen wollen.

Stiftung Warentest: Langes Warten auf den DSL-Anschluss

Die Stiftung Warentest hat für ihre neue November-Ausgabe die Wartezeiten bei der Bereitstellung eines neuen DSL-, Kabel- oder LTE-Anschlusses getestet. Das Ergebnis: Für einen neuen DSL-Anschluss gab es bei den insgesamt 30 Testhaushalten Wartezeiten von rund 5 Wochen. Im Extremfall betrug die Wartezeit sogar 10 Wochen.

"Von 38 geplanten Terminen endete die Hälfte erfolglos oder fand erst gar nicht statt", meldet die Stiftung Warentest. Und weiter: "Wenig hilfreiche Hotline-Mitarbeiter, lange Warteschleifen oder fehlende Informationen nervten zusätzlich."

Dabei spiele es keine Rolle, bei wem der DSL-Anschluss gebucht werde, denn für den Hausanschluss ("letzte Meile") wird ein Telekom-Techniker benötigt. Aber selbst bei den Testhauhalten, die den DSL-Anschluss direkt bei der Telekom bestellt hatten, ließ der Telekom-Service vier der sieben geplanten Technikertermine platzen.

Deutlich schneller seien dagegen die Kabelbetreiber, die unabhängig von der Telekom arbeiten können. Die Testanschlüsse bei Kabel Deutschland und Unitymedia KabelBW seien nach weniger als zwei Wochen bereitgestellt worden. Innerhalb weniger Tage sei der kabellose LTE-Anschluss von Vodafone verfügbar gewesen.

Die Tester haben auch einen Tipp: Wer wisse, ob in seinem Haushalt schon mal ein DSL-Anschluss geschaltet gewesen ist, könne Zeit sparen. Denn dann sei ein Termin mit einem Telekom-Techniker erst gar nicht notwendig

Tipp: Objekte in Finder-Fenstern mit der Tastatur auswählen

Manchmal geht es schneller, Objekte im Finder mit der Tastatur auszuwählen als mit der Maus oder dem Trackpad. Geben Sie ein Zeichen ein, wird automatisch das erste Objekt im aktiven Fenster ausgewählt, dessen Name mit diesem anfängt. Sie können auch zwei oder drei Zeichen in schneller Folge eingeben, um zum Beispiel Aperture, App Store und Automator zu unterscheiden. Ist ein Objekt ausgewählt, können Sie mit der Tabulatortaste in alphabetischer Reihenfolge zum nächsten springen beziehungsweise mit „Umschalt-Tabulatortaste“ zum vorherigen. Mit den Pfeiltasten wechseln Sie zum nächsten Objekt in Pfeilrichtung. Halten Sie dabei die Umschaltteste gedrückt, wird das benachbarte Objekt zusätzlich markiert.

Test: Produktiver arbeiten mit Better Touch Tool 0.9985

Moderne Macbook-Touchpads und Apples Magic Trackpad unterstützten noch weit mehr Gesten, als Apple bereitstellt. Mit dem im Hintergrund laufenden Better Touch Tool kann man für Tochpad, Trackpad, Magic Mouse und weitere Eingabegeräte zusätzliche Eingabebefehle definieren. Das Tool unterscheidet dabei zwischen Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- und Fünf-Finger Gesten und unterstützt sogar so genannte Tap-Sequenzen. Hier legt man die Bedeutung über die Anzahl und Kombination der Tap-Berührungen fest - beispielweise das Berühren mit zwei Fingern und Tippen mit einem der Finger. Gut: Eingeblendete Animationen erklären bei der

 

Empfehlung Better Touch Tool

Im Bereich Funktionsumfang und Einstellungsmöglichkeiten ist das Better Touch Tool hervorragend. Empfehlenswert ist die Software aber nur für erfahrene Anwender, Einsteiger wären von den Einstellungsmöglichkeiten schnell überfordert.

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