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Morgenmagazin vom Freitag, 25. Juni 2021

25.06.2021 | 07:16 Uhr | Peter Müller

Apple schickt Anwälte auf Leaker los +++ Zweite Developer Previews von iOS 15 und Co. +++ Ausschuss billigt Antikartellgesetze +++ xCloud soll aktuelle Spiele auf die Xbox One bringen +++ Windows 11 offiziell vorgestellt - darauf dürfen sich Nutzer freuen +++ iPhone: Was diese geheimen Buchstaben bedeuten

25. Juni: Zurück an den Strand

Macwelt wünscht Guten Morgen! Wie jetzt, heute ist gar kein Fußball im TV? So wie schon gestern? Aufatmen - kann man den Rückstand aufholen, der sich beim Schauen der Apple-TV+-Serien angestaut hat. Und mehrere der kurzen Folgen von "Trying" und "Mythic Quest" hintereinander und dann mit der zweiten Staffel von "Home before Dark" anfangen, bevor es am Samstag wieder weiter geht mit Wales gegen Dänemark und Italien gegen Österreich. Oder endlich mal wieder ein gemütlicher Abend auf der Terrasse mit einem feinen Glas Plavac aus Dalmatien. Die Kroaten sind auch noch im Turnier und bekommen es am Montag mit Spanien zu tun. Was wäre das ein feiner Abend in der Strandbar, aber nun ja – die Pandemie wird uns unsere Lieblingsurlaubsländer noch eine Weile lang als ferner Traum erscheinen lassen. Aber wir kommen wieder, versprochen, nicht erst zum nächsten Turnier!

Es ist gar nicht mal so lange her, dass es völlig ungewiss war, ob und wann man wieder dorthin kann, wo der Plavac wächst - und was dann überhaupt noch steht. Die Ursachen der auf den Zerfall Jugoslawiens folgenden Kriege sind vielschichtig, die Schuldfragen desgleichen. Auslöser war aber der 25. Juni 1991, als Slowenien und Kroatien einseitig ihre Unabhängigkeit vom Bundesstaat der Südslawen erklärten.

Der Zentralmacht in Belgrad konnte das nicht gefallen. Slowenien war die Teilrepublik mit der stärksten Industrie und Kroatien die mit der längsten Küste und damit dem intensivsten Tourismus. Es war aber bekanntlich ein serbischer Politiker, der drei Jahre zuvor auf seiner berüchtigten Amselfeldrede die Nationalismuskarte ausspielte: Slobodan Milosevic. Dass das unabhängige Kroatien in seiner Verfassung sich als Staat der Kroaten definierte und nicht wie zuvor die Teilrepublik als Staat der Kroaten, Serben und Slowenen, trug nicht zur Deeskalation bei.

Belgrad hatte in seiner Politik zunächst den Plan A verfolgt: die Einheit Jugoslawiens unter seiner Hegemonie erhalten. Als das nicht mehr möglich war, weil unter anderem Deutschland sehr schnell die Unabhängigkeit Kroatiens und Sloweniens anerkannte, trat Plan B in Kraft. Und der bedeutete, sich Industrie und Küste mit militärischer Macht zurückzuholen.

Slowenien erwischte es als Erstes, aber glimpflich. Der Krieg von 1991 dauerte nur zehn Tage, Österreich konnte seine an die Grenzen in Kärnten und der Steiermark verlegten Truppen wieder zurück in die Kasernen beordern. Denn die Bundesarmee Jugoslawiens kam nicht weit, nicht einmal in die Hauptstadt Ljubljana. Denn slowenische Lastwagenfahrer und Landwirte blockierten mit ihren Trucks und Treckern die einzige Straße nach Norden, den slowenischen Teil des seinerzeit schon berüchtigten Autoput. Kurz hinter Ljubljana ist ein Abschnitt dieser einst einspurigen Autobahn in den Süden noch beinahe im Originalzustand, da über vier Kilometer die Gegenrichtung der heutigen zweispurigen Autobahn hinter einem Hügel liegt.

Kroatien und Slowenien feiern heute ihre Unabhängigkeit und vielleicht ja auch den Segensreichtum der EU. Denn es scheint im Bereich des Möglichen, dass sich Kroaten, Slowenen, Serben, Montenegriner, Nordmazedonier, Bosnier und Kosovaren bald in einem größeren Verbund wieder vereinen, als unabhängige, aber eng kooperierende Partner der Europäischen Union, die gegründet wurde, um eben Kriege, wie die auf dem Balkan in den 90ern zu verhindern.

Lesetipps für den Freitag

Ausgeleakt : Wie der als "Kang" bekannte und als recht treffsicher geltende Leaker auf seinem Weibo-Account erklärt, schicke Apple seine Anwälte auf die Szene los. Er habe - wie wohl auch etliche andere Leaker - von Apples Rechtsabteilung per Brief eine Warnung zugestellt bekommen, dass er das Leaken lassen soll. Details über künftige Apple-Produkte zu veröffentlichen, könnte einerseits der Konkurrenz zeigen, woran Apple gerade arbeite und so Betriebsgeheimnisse verraten, andererseits die potentiellen Kunden verunsichern, da die geleakten Informationen oft inakkurat wären. Kang stellt sich auf den unschuldigen Standpunkt, er habe nie Bilder von nicht angekündigten Produkten veröffentlicht und keinerlei Informationen verkauft, nur "Rätsel und Träume" über kommende Geräte ausgegeben. Das solle Apple doch noch erlauben, aber er lasse das besser erst mal sein. Andere Leaker warnte er davor, Dinge zu veröffentlichen, die Apple nicht veröffentlicht sehen möchte, um keinen Ärger zu bekommen, auch wenn man keine Verschwiegenheitsvereinbarung mit dem Konzern abgeschlossen habe.

Eine Reihe von Hinweisen : iPadOS 15 ist ein Wolf im Schafspelz, meint Jason Snell in seiner jüngsten Macworld-Kolumne "More Color". Beziehungsweise zeige das neue System für das Tablet einen Pfad auf, auf dem das iPad mehr wie ein Mac werde als je zuvor - wenn das Anwender wünschen. Es sehe so aus, als ob Apple allmählilch die Puzzle-Teile zusammenhabe, einen vernünftigen Mauszeiger, mehrere Fenster für jede App, Menüleistensymbole, Tastaturkürzel und Apps, die sich in unterschiedlichen Größen auf dem Bildschirm präsentieren. Es fehle nur noch ein bezahlbares 5K-Display von Apple, schon könne man aus dem Tablet mit einer passenden Tastatur ein Gerät machen, das sich von einem Mac an sich nur noch dadurch unterscheidet, dass es im Kern nach wie vor ein Tablet ist, das man per Touch bedient und auf das man mit einem Stylus schreiben kann.

Zweite Runde: Die Public Betas von iOS 15, iPadOS 15 und weiteren neuen Systemen hat Apple für den Juli versprochen – ist nicht mehr lange hin. Zuvor jedoch sind noch die zweiten Developer Previews erschienen, vermutlich werden die dritten Fassungen der Entwicklervorschauen identisch sein mit den ersten Public Betas. Wie man Entwickler wird, was es kostet und wie man dann die Developer Preview installiert, erklärt Macworld ausführlich. Mit den zweiten Betas kommen auch einige Features erstmals ins System, die Apple bereits auf der WWDC vorgestellt hatte, etwa Shareplay für iOS 15 und die Portät-ZIfferblätter in watchOS 8. Überraschend nicht verfügbar ist die zweite Developer Preview von iPadOS für das iPad Pro 9,7'' mit Mobilfunk. Gründe sind nicht bekannt , künftige Betas für das Gerät aber weiter sehr wahrscheinlich.

Vereinfacht: Wie 9to5Mac entdeckt hat, erleichtern iOS 15 und iPadOS 15 das Wiederherstellen eines Geräts aus einem Backup, wenn dieses mit einer Beta-Version erstellt wurde. Hatte man bisher vor, ein Gerät auf ein anderes zu übertragen, wobei das eine unter einer neuen Beta lief und das andere unter einem älteren System, verweigerte der Prozess dies. Zunächst musste man auch auf dem zweiten Gerät die passende Beta installieren und konnte erst dann das Backup wieder herstellen, ein zeitraubender Vorgang. Apple hat dies nun verkürzt, schon im Einrichtungsprozess besteht die Möglichkeit, die aktuelle Beta zu laden und zusammen mit dem Backup zu installieren.

Sichere Entsorgung: Was, wenn der Mac kaputtgeht und ein Fall für den Wertstoffhof wird? Könnten auf dem langen Weg zu Entsorgung und gegebenenfalls Recycling nicht Unbefugte Dritte mit Kenntnissen in Datenrettung auf die persönlichen Daten zugreifen und damit Schindluder treiben? Die Sorge ist nicht völlig unbegründet, aber mit einigen Maßnahmen kann man sie sich nehmen, erläutert Gell Fleishman in "Mac 911" ausführlich. Bei moderneren Macs, bei denen die SSD fest mit der Hauptplatine verlötet ist, verhindern T2-Chip oder das M1-SoC, dass Dritte so mir nichts dir nichts per Target-Disk-Modus an die Daten kämen. Wenn das Laufwerk mit einem Filevault-Passwort geschützt ist, geht auch bei älteren Rechnern nichts mehr. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, die SSD zu entfernen oder die gesamte Platine und die Chips zu zerstören - die Teardowns von iFixit sind dabei meist recht hilfreich. Vertrauen kann man bei der Entsorgung aber auch den Apple Store und entsprechend zertifizierten Fachhändlern, die Festplatten und SSDs sicher löschen oder gleich schreddern.

Gesetzgebung : Der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses hat eine neue Antikartellgesetzgebung mit knapper Mehrheit (21:20) gebilligt. Vor allem die vier großen IT-Firmen Apple. Amazon. Facebook und Google müssen nun fürchten, von der Legislative zerschlagen werden zu können oder dazu gezwungen, Teile des Unternehmens abzustoßen. Vor allem der Ending Platform Monopolies Act betrifft die Riesen, denn dieser untersagt Plattformbetreibern, eigene Services und Anwendungen auf diesen zu bevorzugen.

Weitere Nachrichten:

xCloud soll aktuelle Spiele auf die Xbox One bringen

Normalerweise wird eine Konsole obsolet, sobald das Nachfolgemodell in den Handel kommt. Microsoft will jedoch auch Besitzer einer Xbox One in den Genuss kommender Spiele für Xbox Series X/S kommen lassen. Entsprechend sollen auch Nutzer der betagten Microsoft-Konsole auf topaktuelle Titel wie „Starfield“ oder „Stalker 2“ nicht verzichten müssen, obwohl diese auf ihrer Hardware gar nicht mehr laufen. Möglich machen will Microsoft diesen Spagat mit der hauseigenen Plattform xCloud: Ab 2022 sollen die Exklusivtitel der Xbox Series X/S via Cloud Gaming auf die Xbox One wandern.

Das Streaming von Spielen über die Xbox Cloud ist schon auf zahlreichen Endgeräten möglich. Da wirkt es wie der nächste logische Schritt, auch die eigene Xbox One in das System einzubeziehen. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein Abo des Xbox Game Pass Ultimate. Auch die eigene Internetverbindung muss beim Streamen in hohen Auflösungen mitspielen. Für Entwickler besteht auch keine andere Möglichkeit, um ihre Neuerscheinungen auf die schon 2013 veröffentlichte Xbox One zu bringen. Hauptgrund dafür ist der geringe und langsame DDR3-Speicher der Xbox One. Auch die veralteten AMD-Jaguar-Kerne sind für neue Spiele kaum noch zu gebrauchen. Mit Game Streaming über die Xbox Cloud könnte Microsoft der alten Hardware dennoch noch eine lange Zukunft bescheren. Nutzer haben mit der betagten Xbox One auch gleich den passenden Controller zum Spielen parat. Auch dürfte die Software-Einbindung auf der eigenen Plattform recht nahtlos funktionieren. Wer also bislang die Anschaffung der neuen Xbox gescheut hat, kann wohl dennoch in Zukunft noch viele aktuelle Titel darauf spielen.

 

Windows 11 offiziell vorgestellt - darauf dürfen sich Nutzer freuen

Microsoft hat offiziell die nächste Windows-Version vorgestellt. Und es wird Windows 11 sein, welches noch in diesem Jahr auf den Markt kommen wird. Als Gratis-Upgrade für Windows-10-PCs (siehe dazu auch letzten Absatz in diesem Beitrag) . Und mit vielen spannenden Änderungen in der Oberfläche, beim Gaming und sogar eine direkte Unterstützung für Android-Apps! Microsoft verspricht die größte Windows-Version in der 35-jährigen Windows-Geschichte. Aber der Reihe nach.

Eine erste Build von Windows 11 soll in der kommenden Woche für Windows Insider erscheinen. Allerdings wird diese erste Build noch nicht alle geplanten neuen Funktionen und Verbesserungen erhalten, wie Microsoft betonte. Diese werden nach und nach hinzugefügt, bis dann schließlich die finale Version gegen Ende des Jahres an alle Nutzer ausgeliefert wird.

Einen Seitenhieb gegen die kürzlich geleakte Windows-11-Version ( hier im PC-WELT Hands-On ) konnte man sich im Pre-Briefing für Medienvertreter nicht verkneifen: Diese Fassung, so wurde betont, habe nichts mit dem Windows 11 zu tun, welches geplant ist und was dann kurze Zeit später zum ersten Mal in dem öffentlich zugänglichen Stream gezeigt wurde.

Leser-Angebot: Windows 10 für nur 49,99 Euro

Um 17 Uhr (deutscher Zeit) begann dann der "What´s next for Windows"-Event und nahezu exakt 11 Minuten später wurde dann zum ersten Mal offiziell bestätigt, dass auf Windows 10 das Betriebssystem "Windows 11" folgen wird. "Windows 11 - das Windows, welches Sie näher an das bringt, was sie lieben", hieß es in Präsentation an der Stelle.

Es folgten dann Szenen, in denen vor allem die Neuerungen in der Oberfläche von Windows 11 gezeigt wurden, die wir alle schon in der geleakten Build gesehen und vorgestellt haben. Daher gehen wir an dieser Stelle nur auf das ein, was Windows 11 sonst noch bieten wird. Die wichtigsten Neuerungen der Oberfläche lesen Sie in diesem Beitrag.

"Windows 11 - das bisher sicherste Windows"

Die Botschaft: "Welcome Home". Windows 11 soll als Zentrale für alle Aktivitäten des Nutzers dienen, egal ob er am Rechner arbeiten möchte oder ihn zur Unterhaltung oder für kreative Tätigkeiten nutzt. Der Wechsel vom Desktop-Rechner zu einem mobilen Rechner soll nahtloser als bisher funktionieren.

"Windows 11 is modern, fresh, clean, beautiful", so das Versprechen. Der Nutzer soll in den Mittelpunkt rücken. Insgesamt soll Windows 11 eine deutlich höhere Performance als der Vorgänger bieten, bei allen Aktivitäten. Außerdem sollen Updates um die 40 Prozent kleiner ausfallen. Ebenso wurde der Energiebedarf bei der Verwendung auf mobilen Geräten gesenkt.

Zusätzlich sei Windows 11 auch das bisher sicherste Windows-Betriebssystem. Was von dieser Aussage zu halten ist, bleibt erst mal abzuwarten.

Microsoft Teams wird in Windows 11 integriert

Windows-11-Nutzer sollen nicht nur produktiver und kreativer arbeiten können, sondern sich auch einfacher mit anderen Nutzern "connecten" können. Dazu wird Microsoft Teams direkt in Windows 11 integriert.

Ein Mausklick genügt, um sich mit anderen Nutzern über Teams in Verbindung setzen zu können. Der Nutzer kann sich so mit Familienangehörigen, Bekannten oder Kollegen direkter über Chat-Nachrichten, Sprachanrufen oder Videotelefonie in Verbindung setzen. Und er ist durch die Teams-Integration auch immer verfügbar.

Microsoft räumt offen ein, dass die Erfahrungen der vergangenen Monate während der Pandemie die Entscheidung mit beeinflusst haben, Teams in Windows zu integrieren. Interessant ist, dass Microsoft sich entschieden hat, Teams in Windows 11 zu integrieren und nicht Skype. Andererseits dürfte diese Teams-Integration auch der Konkurrenz (Zoom, etc) nicht sonderlich gefallen...

"Windows 11 ist auch für Gamer gemacht"

Gaming soll in Windows 11 eine größere Rolle als in den bisherigen Windows-Versionen der vergangenen 35 Jahre spielen. Microsoft will damit die PC-Plattform für Gaming stärken. "Windows 11 bietet die bisher beste Gaming-Erfahrung", lautet hier das Versprechen.

Eine der Funktionen, die in Windows 11 implementiert wird, trägt die Bezeichnung "Auto HDR". Wie bereits auf Xbox-Series-Spielekonsolen werden damit automatisch Spiele optisch durch das Hinzufügen von HDR-Effekten aufgewertet. Dabei kommt eine KI zum Einsatz, sodass die Entwickler keine Anpassungen durchführen müssen. Selbst alte Spiele werden damit aufgehübscht.

Eine verbesserte Geschwindigkeit verspricht Microsoft auch mit der Einführung der "Direct Storage"-Technologie, die ebenfalls zuerst bei Xbox-Series-Konsolen eingeführt wurde. Die Daten der Spiele werden damit schneller vom Speicher zu der Grafikkarte geschaufelt, ohne dabei die CPU zu belasten. Davon sollen auch die Ladezeiten der Spiele massiv gesenkt werden und die Spiele schneller gerendert werden. Voraussetzung sind hierfür entsprechend angepasste Treiber für Speicher und Grafikkarten.

Als weitere große Neuerung wird Xbox Game Pass für PC direkt in Windows 11 integriert, inklusive Cloud-Gaming und EA-Play-Bibliothek. Weit über 100 Spiele sind damit nur einen Mausklick entfernt und können auch ohne Download direkt über die Cloud gespielt werden.

Windows 11 wird attraktiver für App-Entwickler

Einen Ausblick gab es auf den neuen Microsoft Store: Dieser wird optisch komplett überarbeitet. Man wolle seitens Microsoft sicherstellen, dass jede App, die sich die Nutzer wünschen, auch verfügbar gemacht wird. Die Entwickler, so Microsoft, seien "die Helden", denen man es einfacher machen wolle, über den Microsoft Store ihre Apps anzubieten. Dazu wird die Bereitstellung der Anwendungen über den Microsoft Store vereinfacht und Microsoft verzichtet auch auf einen Großteil der Einnahmen.

Windows 11 erhält Unterstützung für Android-Apps

Eine große Überraschung wurde schließlich am Ende enthüllt: Unter Windows 11 werden Android-Apps lauffähig sein. In den Microsoft Store wird der Amazon App Store integriert, wodurch alle dort verfügbaren Android-Apps unter Windows 11 heruntergeladen und genutzt werden können. Als Beispiele wurden Apps wie TikTok, Kindle Reader und Disney+ gezeigt.

Zur Realisierung nutzt Microsoft in Windows 11 die "Bridge"-Technologie. Was genau dahintersteckt, wurde noch nicht detaillierter erläutert. Wir gehen von einer Emulation von Android aus. So oder so: Mit einem Schlag öffnet sich Windows damit für die vielen, vielen Android-Apps, die verfügbar sind. Dadurch wird Windows eine offenere Plattform und bietet auch den Entwicklern von Android-Apps neue Einnahmemöglichkeiten.

Android-Apps unter Windows ist nicht wirklich neu, war aber bisher ausgewählten Samsung-Smartphones vorbehalten. Nach Linux wird auch eine direkte Android-App-Unterstützung in Windows integriert.

Windows 11 gratis für Windows-10-PCs

Microsoft-Chef Nadella sprach am Ende des Events davon, dass Windows 11 die "erste Version einer neuen Ära von Windows" ist, die man für die nächste Dekade und darüber hinaus baue. Die noch wichtigere Nachricht ist aber: Windows 11 wird es als Gratis-Update für alle Windows-10-Rechner geben. Zum Start und auch noch in das Jahr 2022 hinein.

iPhone: Was diese geheimen Buchstaben bedeuten

Wer sich schonmal in den Systemeinstellungen des iPhones verirrt hat, ist sicherlich schonmal über die Modell-und Seriennummer gestoßen. Auf den ersten Blick verraten die Zahlen- und Buchstabenfolgen nicht viel, doch wenn man weiß, wofür diese stehen, kann man gut behütete Informationen über sein Gerät herausfinden. Gehen Sie dafür wie folgt vor: 

  1. Öffnen Sie die Einstellengen-App 

  2. Scrollen Sie nach unten und tippen Sie auf Allgemein

  3. Wählen Sie anschließend Info

Nun erhalten Sie jede Menge Informationen, wie etwa den selbst festgelegten iPhone-Namen, welche Softwareversion sich zur Zeit auf Ihrem iPhone befindet, der Modellname (zum Beispiel iPhone 12 mini) und anschließend noch die Modell- und Seriennummer. 

Modellnummer: Das bedeutet der Code

Bei der Modellnummer ist im Prinzip nur der Anfangsbuchstabe von Bedeutung. Der verrät nämlich mehr darüber, welchen Wert ihr iPhone noch haben könnte. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Buchstaben, mit denen die Modellnummer beginnen kann: 

  • M (Neugerät)

  • F (Generalüberholtes Gerät) 

  • R / N (Austauschgerät im Falle eines Garantiefalls) 

Den größten Wert hat natürlich ein Neugerät. iPhones, deren Modellnummer mit einem F, R oder N beginnen, müssen nicht zwangsläufig schlechte Geräte sein, die Modellnummer zeigt aber eben an, dass es sich hierbei um keine Neuware handelt, weshalb das Gerät im Wert sinkt. Deshalb sollten Sie vor allem bei Privatkäufen vorher einen Blick auf die Modellnummer werfen, damit Sie wissen, in welchem Zustand das Gerät ist. Denn das kann man rein äußerlich den Geräten nicht immer ansehen. 

Seriennummer: Das beutetet der Code

Die Seriennummer hält ebenfalls Informationen versteckt, die man auf den ersten Blick nicht gleich erkennen kann. So verrät diese etwa das Datum und den Ort, an dem ein Produkt hergestellt wurde. Allerdings ist das Entschlüsseln der Seriennummer heute nicht mehr ganz so einfach wie noch vor ein paar Jahren. 

Zur WWDC 2020 hatte Apple damals angekündigt, den Aufbau der Seriennummer erneut zu ändern. Dabei bleibt die Länge der Seriennummer identisch, jedoch ist der Aufbau von einer augenscheinlich zufälligen alphanumerischen Zeichenfolge durchzogen. Dieses randomisierte Format ist wahrscheinlich nicht oder nur schwer zu entziffern. 

Und warum macht Apple das? Eine offizielle Erklärung dafür gibt es zwar nicht, wir vermuten jedoch, dass Apple diversen Betrugsversuchen vorbeugen möchte. Das neue Seriennummernformat wurde jedoch erst mit dem iPhone 12 in lila eingeführt. Ältere Produkte behalten zudem ihre alten Seriennummern. 

Noch mehr Informationen zu den Seriennummern finden Sie hier

Macwelt Marktplatz

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