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Morgenmagazin vom Freitag, 26. Februar 2021

26.02.2021 | 07:12 Uhr | Peter Müller

macOS 11.2.2 behebt Probleme mit USB-C-Hubs +++ Apple Music bald kostenlos? Das sagt Apple dazu +++ Google-Konto: Youtube führt Elternaufsicht ein +++ Erste Mac Mini M1 im Refurbished Store +++ Apple verhandelt offenbar weiter mit Hyuandai +++ Hammerfotos vom Marsrover: Einschlag des Sky Crane & 360-Grad-Panoramabild +++ Diese Filme & Serien entfernt Netflix im Februar & März 2021

26. Februar: Im Netz stöbern

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Nach der Welle ist vor der Welle, das wusste schon Sepp Herberger. Die nächste Pandemie ist immer die schwerste und sie dauert zwar keine 90 Minuten, sondern eher drei Jahre, aber sie wird ein Ende haben – nichts währt ewig.

Dass das nächste Abenteuer das schwerste sein würde und kein dutzend Jahre anhalten würde, wusste Steve Jobs auch noch nicht, als er 1985 bei Apple rausflog und eben mit einigen mitgenommenen Getreuen NeXT gründete, bewusst mit einem großen "X" geschrieben.

Ende 1996 kehrte Steve Jobs samt NeXT und NeXTSTep, das in der Zwischenzeit zu Openstep umbenannt worden war,  zu Apple zurück. Das Unix-System sollte zur Basis des neuen Mac-OS werden, beziehungsweise das beste aus beiden Welten zusammenführen. Daher eben das große X im Namen von Mac-OS X 10.0 (Codename Cheetah). Das X steht ebenso für Unix - und obwohl Apples Systemwelten immer noch auf dem FreeBSD-Kernel aufbauen, der schon NeXTSTep mit seinen vielen Binnenversalien zugrunde lag, hat sich Apple von der römischen Zehn in der Nomenklatur mittlerweile getrennt. Seit Sierra (10.12) heißt das Desktopbetriebssystem nur noch macOS, seit Big Sur im letzten Herbst trägt es auch die Nummer 11. Erste interne Versionen bei Apple hatten noch die Versionsnummer 10.16 getragen, die Entscheidung, auf die nächste ganze Zahl zu setzen, war offenbar erst kurz vor der WWDC letzten Juni gefallen.

Das nächste Abenteuer des Steve Jobs hatte dieser aber durchaus realistisch angefangen. NeXT werde der letzte Computerhersteller, der es schaffen, oder der erste, der scheitern würde. Der zweite Fall trat dann ein, definiert man "Computerhersteller" als eine Firma, die wie Apple sowohl Hardware als auch Software verantwortet. So richtig gescheitert war die nächste Jobs-Idee, als sie zu Apple zurückkehrte nur in Sachen Hardware.

Denn der NeXTCube mit seinem kubischen Gehäuse aus Mangan (!) fand keinen Massenmarkt, war aber in Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen sehr beliebt – nicht zuletzt wegen seiner hohen Leistungsfähigkeit, die sich vor der anderer Workstation nicht verstecken musste.

Ohne diese NeXT-Maschinen und dem eleganten wie starken NeXTStep hätte ein gewisser britischer Physiker, der in der Schweiz an einer Großanlage arbeitete, auch nicht heute vor 30 Jahren ein revolutionäres Produkt vorstellen können: An jenem 26. Februar 1991 zeigte Tim Berners-Lee seine Software WorldWideWeb (ein Wort mit Binnenversalien) der Öffentlichkeit. Der erste Browser für das erst im Herbst zuvor am CERN in Betrieb genommene World Wide Web (drei Worte mit Leerzeichen dazwischen). Entwickelt hatte Berners-Lee sein Projekt mit der Programmiersprache Objective-C an seinem NeXT,  den er zur Eröffnung der Olympischen Spiele von London 2012 mitbrachte.

Dass Berners-Lee aber bei einem späteren Treffen mit Steve Jobs diesem gesagt hat, er hätte in der Schweiz einen NeXT Cube gekauft und Jobs entgegnete: „Ach, Sie waren das!?“ ist natürlich nur ein Scherz zum 30sten Geburtstag des Web-Browsers.

Lesetipps für den Freitag:

Fehler behoben: Apple hat am Donnerstagabend ein kleines, aber nicht unwichtiges Wartungsupdate für den Mac veröffentlicht. macOS Big Sur 11.2.2 behebt einen Fehler mit USB-C-Hubs von einigen Drittherstellern, die nicht den Spezifikationen des Standards für Energieversorgung entsprechen. Steckt man einen solchen Adapter an den Mac an, kann dieser einfrieren. Mehr ist in dem nur 2 GB großen Update laut der Releasenotes nicht enthalten. Der Patch ist über die Systemeinstellung Softwareupdate erhältlich.

Not dead yet : Laut eines Berichts der koreanischen Publikation Chosun Biz sind die Verhandlungen zwischen Apple und Hyundai-Kia noch nicht an ihrem Ende angelangt, obwohl der Konzern Anfang Februar bekannt gegeben hat, "nicht mehr" mit Apple über ein Elektrofahrzeug zu verhandeln. Im letzten Jahr habe Hyundai-Kia aber mit Apple ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnet, dass man über Kooperationen in insgesamt acht Feldern verhandeln wolle, der Bau eines autonomen Elektrafahrzeugs sei da nur ein Teil davon gewesen. Interesse bestünden auch an Verkehrskonzepten für die "letzte Meile", also jene Wege, die von ÖPNV-Haltestellen oder Parkplätzen in Richtung Büro oder Wohnung noch zurücklegen muss. Hier könnten Lösungen wie E-Scooter oder Elektrofahrzeuge greifen."Selbst wenn die Verhandlungen über Elektrofahrzeuge scheitern sollten, gibt es viele Punkte, die in anderen Bereichen verhandelt werden können, daher sind wir immer noch optimistisch, was die Möglichkeit einer Partnerschaft zwischen beiden Seiten angeht", erklärt eine namentlich nicht genannte Quelle der Zeitung.

Wiederaufbereitungsanlage: Apple bringt nun auch die ersten Mac Minis mit M1-SoC in seinen refurbished Store. Die dort verkauften Gebraucthgeräte sind von Apple wieder in einen neuwertigen Zustand gebracht und um die 200 Dollar günstiger als Neugeräte. Anfangs dieser Woche hatte Apple erstmals M1-Macbooks in den refurbished Store gebracht. Derweil berichtet Macrumors davon, dass einige iMac-Varianten nur schwer lieferbar seien, das könnte ein erstes Indiz dafür sein, dass die ersten M1-iMacs vor der Tür stehen, sicher ist das aber nicht. In Deutschland gibt es noch keine refurbished Mac Mini M1, bei den Macbook Pro hat das auch ein paar Tage gedauert. Dafür sind iMacs nach wie vor alle zeitnah lieferbar, innerhalb von einer bis zwei Wochen.

Monat der Frauen: Der Februar geht, mit dem März nähert sich nicht nur der Frühling (meteorologischer Anfang am 1. des Monats, astronomischer am 21.), sondern auch der Weltfrauentag am 8. März. Nutzer:innen der Apple Watch bekommen an jenem Montag ein zusätzliches Badge, wenn sie ein Training von mindestens 20 Minuten unternehmen. Apples Service Fitness+, den es nach wie vor nicht in Deutschland gibt, stellt am 8. März 24 neue Workouts mit Playlists weiblicher Künstler zu "inspirierenden Themen" bereit. Eine neue Episode für Time to Walk mit der Autorin Min Jin Lee ("Pachinko") ergänzt das Angebot der "Podcasts für Spaziergänge". Einige der mit "It's Nice That" aufgelegten virtuellen Kreativkurse der Reihe "Today at Apple" drehen sich rund um den 8. März um das Theme "Schönheit und Inklusion" neu zu definieren. Auch im App Store, dem Books Store, Apple Music und weiteren Angeboten feiert Apple den Monat der Frauen und stellt herausragende Werke heraus, zusammen mit der Harvard T.H. Chan School of Public Health hat Apple die Women's Health Study aufgesetzt.

Alle für einen, eine für alle : Im Mehrbenutzersystem macOS gibt es etliche Ordner mehrfach, je nach Anzahl der Benutzer. So hat jeder Benutzer ienen eigenen Programme-Ordner, der auf der Systemebene "Applications" heißt. Direkt auf der Ebene des zentralen Laufwerks (ab Werk "Macintosh HD" genannt) ist noch ein weiterer Programme-Ordner vorhanden, der Anwendungen enthält, die für alle Nutzer sind - deren persönliche Einstellungen liegen dann wiederum in deren "Library"-Ordnern. Wenn man seinen Mac - vielleicht aus Gründen des HomeOffice widerwillig – mit anderen teilt, will man unter Umständen ihnen manche Programme vorenthalten. Nun fragen die meisten Programme bei der Installation, ob sie sich für alle Anwender oder nur für den gerade aktiven installieren sollen, aber nicht alle. In Fällen, in denen man nicht gefragt wurde oder es sich später anders überlegt, kann man noch nachträglich Änderungen vornehmen. Dazu öffnen Sie einfach zwei Finder-Fenster oder -Tabs und rufen den allgemeinen Programme-Ordner und ihren persönlichen auf - und ziehen die Programmdatei einfach von hier nach da. Sie können damit aber nicht verhindern, dass ihre Mitbenutzer die verschwundene App wieder in den Programme-Ordner für alle installieren - oder ihren eigenen. Es sei denn, Sie haben ihnen die Adminrechte entzogen oder nie gewährt.

Geblockt: Apple bietet seinen Kunden starken Schutz ihrer Privatsphäre, ab iOS 14.5 und iPadOS 14.5 sind etwa Tracker ab Werk abgeschaltet, Safari ist über die Jahre hinweg immer restriktiver gegenüber Cookies geworden, die den Anwender "ausspionieren": Ein Programm hat Apple dabei aber vergessen, moniert der renommierte Experte John Gruber auf seinem Blog "Daring Fireball": Mail. Denn in Apples Mail-Programm gebe es keine Funktion, Tracker und ihre Cookies auszusperren, nur die Möglichkeit, das Kind gewissermaßen mit dem Bade auszuschütten und allen Bilddateien erst einmal den Weg auf den Mac zu versperren. Der neue E-Mail-Service "Hey", der auch in Sachen Spam interessante Ansätze verfolgt, gehe hier vorbildlich vor und lasse auf Wunsch nur unverdächtige Bilddateien durch und nicht die kaum sichtbaren Pixel, die wesentlicher Bestandteil der Cookie-Technologie sind. Mit "Hey" hatte Apple im letzten Jahr bekanntlich einen Clinch um App-Store-Gebühren ausgefochten und die App zeitweise aus dem App Store verbannt.

Weitere Nachrichten:

Apple Music bald kostenlos? Das sagt Apple dazu

Wie viel man für Apple Music monatlich zahlen muss, hängt davon ab, welches Angebot man wählt: Für Studierende gibt es das Modell "Apple Music Studierende" für 4,99 € im Monat. Ein monatliches Abo für eine Einzelpersonen kostet dagegen 9,99 €. Das Apple Music Familienabo, mit dem man einen Account mit der Familienfreigabe-Gruppe teilen kann, ist das teuerste Modell und kostet 14,99 €.

Apple Music komplett kostenlos zu hören, ist derzeit noch nicht möglich. Der einzige Zeitraum, in dem man nichts für den Service zahlen muss, sind die drei Monate, in denen man Apple Music ausprobieren kann. Ist die Testphase abgelaufen, bittet Apple zur Kasse.

Spotify, der stärkste Konkurrent von Apple, erlaubt es seinen Nutzern dagegen, auch ohne ein Abo-Modell kostenlos Inhalte auf seiner Streaming-Plattform anzuhören - natürlich mit einigen Einschränkungen. So kann man etwa nicht nach Belieben Song-Titel überspringen, der Nutzer bekommt auch regelmäßig Werbung auf die Ohren. Kommt für Apple ein ähnliches Modell in Betracht, sodass Apple seinen Dienst bald auch kostenlos anbietet?

Lese-Tipp: Spotify hat es verstanden, Apple nicht. Ein Kommentar.

Apple bezieht Stellung: Apple Music bald kostenlos?

Wohl eher nicht. "Wir glauben nicht, dass ein werbefinanzierter Dienst genügend Umsätze generieren kann, um ein grundsätzlich gesundes Ökosystem zu unterstützen", sagte Elena Segal, Apples Global Director of Music Publishing, gegenüber des britischen Parlaments. Dieses hat eine Anhörung zur Zukunft des digitalen Musikmarktes durchgeführt. Neben Apple nahmen auch Vertreter von Spotify und Amazon Music an der Anhörung teil. Apple lehne solche Dienste ab, so Segal, da es "unseren grundlegenden Werten bei der Wahrung der Privatsphäre" widerspreche.

Lese-Tipp: Was Apple Music tun kann, um mit Spotify gleichzuziehen.

Google-Konto: Youtube führt Elternaufsicht ein

Google hat neue Jugendschutzfunktionen für seinen Video-Dienst Youtube angekündigt . Das neue Google-Konto mit Elternaufsicht richtet sich an Eltern von älteren Kindern und Jugendlichen. Es umfasst Inhaltseinstellungen und eingeschränkte Funktionen für den Nachwuchs.

Bei den Inhaltseinstellungen stehen drei unterschiedliche Modi zur Auswahl. "Entdecken" richtet sich an Kinder ab 9 Jahren, die langsam zu groß für Youtube Kids sind. Mit dieser Einstellung wird ihnen eine große Auswahl an Inhalten angezeigt, darunter Tutorials, Vlogs, Musikclips, Gaming-Videos, Nachrichten oder Lerninhalte. Die Einstellung "Mehr entdecken" ist für Kinder ab 13 Jahren geeignet. Sie umfasst eine noch größere Auswahl an Videos sowie Livestreams. Für Jugendliche empfiehlt sich auch die dritte Einstellung "Die meisten Inhalte auf Youtube". Die Nutzer bekommen hier so gut wie alle Youtube-Videos angezeigt, außer Inhalte mit Altersbeschränkung.

Die Auswahl der Videos, die in die unterschiedlichen Einstellungen eingeordnet werden trifft Youtube eigenen Angaben zufolge mit Hilfe von Nutzerfeedback, maschinellem Lernen und manuellen Überprüfungen. Das Google-Konto mit Elternaufsicht soll zunächst in einer Beta-Version starten. Hier können Familien das Feature bewerten und testen. Youtube will die Funktion dann auf Basis des Feedbacks weiterentwickeln und verbessern.

Hammerfotos vom Marsrover: Einschlag des Sky Crane & 360-Grad-Panoramabild

Der Marsrover Perseverance hat ein spektakuläres Foto zur Erde geschickt. Es zeigt den Aufschlag des Sky Crane auf dem Mars.

Der Sky Crane war die Konstruktion, an deren Unterseite sich der Marsrover Perseverance während des Anflugs auf den Mars befand. Der Sky Crane besaß eigene Kameras, die die beeindruckenden Aufnahmen von der Entfaltung des Bremsfallschirms und die Draufsicht auf den Rover lieferten. Der Sky Crane bremste mit seinen Bremsdüsen die Annäherung ab und ließ Perseverance dann mit Seilen auf die Marsoberfläche hinunter. Danach trennte sich der Sky Crane von dem Rover.

Kurze Zeit nachdem der Rover sicher auf dem Mars gelandet war, schlug der Sky Crane auf dem Mars auf, in sicherer Entfernung von Perseverance. Genau diesen Moment filmte eine am Heck des Rovers angebrachte Kamera. Die Aufnahme entstand rund eine bis zwei Minuten nach der Landung von Perseverance. Auf dem Foto sieht man die Staubwolke, die durch den Aufschlag entstand. Die NASA twitterte dieses beeindruckend Foto in diesem Tweet.

360-Grad-Panoramaaufnahme

Doch das ist nicht das einzige spektakuläre Bild, das die NASA von Perseverance veröffentlichte . Denn von Perseverance gibt es jetzt auch das erste hochauflösende 360-Grad-Panoramabild zu bestaunen.

Dieses Foto erstellte das Mastcam-Z-Dual-Kamerasystem mit Zoom-Funktion des Rovers, das sich an einem um 360 Grad drehbaren Mast befindet. Die NASA-Wissenschaftler erstellten diese Panoramaaufnahme aus 142 Einzelaufnahmen. Sie können diese faszinierende Aufnahme hier anschauen. Die Panormaaufnahme zeigt neben dem Rover den Kraterrand beziehungsweise das Innere des Kraters, in dem Perseverance gelandet ist. Dieses Kamerasystem soll in der Nähe des Rovers Aufnahmen erstellen, auf denen man Details erkennen kann, die nur 3 bis 5 Millimeter groß sind. In größerer Entfernung sind immerhin noch Details mit einer Größe zwischen 2 und 3 Meter erkennbar, wie die NASA erklärt.

Ein weniger hochauflösendes Panoramafoto hatte die NASA bereits früher veröffentlicht. Diese Aufnahmen stammten allerdings von den Navigationskameras/Navcams. Diese ältere Panoramaaufnahme finden Sie hier.

NASA zeigt komplette Marslandung in spektakulärem Video

Diese Filme & Serien entfernt Netflix im Februar & März 2021

Auf Netflix kommen regelmäßig neue Filme und Serien hinzu, darunter neben eigenen Produktionen auch sogenannte Lizenztitel. Ebenso regelmäßig entfernt Netflix aber auch solche lizenzierten Inhalte. Auf welche Neuzugänge sich die Netflix-Nutzer in den nächsten Tagen und Wochen freuen dürfen, erfahren sie auf der Netflix-Seite unter "Neu und beliebt" in den Kategorien "In den nächsten Tagen verfügbar", "In den nächsten Wochen verfügbar" und "Das Warten lohnt sich". Dort verrät Netflix auch, ab welchem Tag die jeweiligen Inhalte genau angeschaut werden können.

Etwas schwieriger ist es da herauszufinden, welche Filme und Serien den beliebten Streaming-Dienst verlassen. Abhilfe schafft hier die App WhatsOnFlix ( hier für Android und hier für iOS erhältlich). Hier eine Übersicht der wichtigsten Serien und Filme, die in den nächsten Tagen den Video-Streaming-Dienst Netflix verlassen. Sie erhalten damit die Chance, diese Inhalte noch schnell anzuschauen...

27.2.2021

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Netflix richtig kündigen - so geht's!

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