2093697

Morgenmagazin vom Freitag, 26. Juni 2015

26.06.2015 | 06:59 Uhr |

26. Juni 2015 +++ El Capitan weist auf iMac Retina 21,5 Zoll und Multitouch-Fernbedienung hin +++ Apple greift in Flaggenstreit ein +++ Bei Ebay jetzt vergünstigte Elektronik im ”B-Ware Center” +++ Apple erklärt Siri-Befehle für Homekit +++ Umweltbundesamt fordert Mindestlebensdauer-Label für Elektro-Geräte +++ iOS 9: Erste Erfahrungen mit dem "Content Blocker" +++ Neu am Kiosk: iPhone&iPad 5/15

Was heute wichtig wird: 26. Juni 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Die Vereinten Nationen feiern heute ihr 70jähriges Bestehen. Die UN waren der zweite Versuch, die Menschheit von der "Geißel des Krieges" zu befreien, wie es in der Präambel der Charta steht, die am 26. Juni 1945 unterzeichnet wurde. Das hat nicht so geklappt, wie man sich das vorstellt - bei der Unterzeichnung sechs Wochen nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa war dieser im Pazifik längst noch nicht beendet. Und wie viele Kriege und Bürgerkriege in der sogenannten Nachkriegszeit geführt wurden und heute immer noch und schon wieder toben, will man eigentlich gar nicht wissen. Der UN darf man aber nicht den guten Willen abstreiten und sie funktioniert zumindest besser als der erste Versuch der internationalen Verständigung, der Völkerbund. Dieser bestand sogar noch fast ein Jahr nach Gründung der UN, ehe er sich auflöste.

Gelang es der UN bisher nicht, die Geißel des Krieges auszulöschen, hat sie in den 70 Jahren ihres Bestehens doch viele Schritte in diese Richtung zurückgelegt, vor allem durch ihre Unterorganisationen wie dem Kinderhilfswerk UNICEF, der Landwirtschaftsorganisation FAO  oder der Weltgesundheitsorganisation. Und auch dem Weltwährungsfond IWF darf man das Bemühen nicht absprechen. Nicht zuletzt gehen auf UN und Unterorganisationen weltweite Gedenktage zurück, heute etwa ist der Weltdrogentag, um den sich das United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) kümmert. Wie der Name nahelegt, feiert die UNODC keineswegs heilsame Wirkungen mancher Kräuter und künstlicher Substanzen, sondern verdammt eher das Verbrechen, das um den illegalen Handel entstanden ist.

Das Bundesland Bayern, bekannt für seine restriktive Drogenpolitik und immensen Bierkonsum, blickt heute nach Ingolstadt. Keineswegs auf die Audi-Werke oder den neuen Fußballbundesligisten, sondern auf die Universität, die am 26. Juni 1472 als erste überhaupt in Bayern eröffnete. Der berühmteste Absolvent der Universität ist jedoch fiktiv: Victor Frankenstein hat in Mary Shelleys Roman in Ingolstadt seinen künstlichen Menschen erschaffen. Der Roman erschien allerdings erst zwei Jahrzehnte, nachdem die Universität zunächst nach Landshut und schon kurz darauf nach München verlegt wurde, wo sie noch heute als Ludwigs-Maximilians-Universität besteht. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Mobilen Datenverbrauch reduzieren: Entweder man hat eine Datenflatrate - dann ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem der Provider die Übertragungsgeschwindigkeit drosselt. Oder man hat keine - dann ist die Gefahr groß, exorbitante Rechnungen vorgelegt zu bekommen. iOS hat jedoch an etlichen Stellen Einstellungsmöglichkeiten, um den Datenverbrauch in Mobilfunknetzen einzuschränken. Unsere Kollegen der Macworld sagen genau, wie es geht.

El Capitan gibt Hinweise auf neue Hardware: Der Quellcode von OS X 10.11 El Capitan hält einige Überraschungen bereit. So will Mark Gurman von 9to5Mac Hinweise auf neue Hardware gefunden haben: Das neue OS X soll etwa auch eine Auflösung von 4096 mal 2304 Pixeln unterstützen - was auf einen iMac Retina 21.5 Zoll hindeutet. Die Kernelerweiterung AppleBluetoothRemote.kext zeige, dass Apple bald eine Bluetooth-Fernbedienung mit Multitouchoberfläche bringen könnte.

Sicherheit ab Werk: Gerade Umsteiger aus der Windows-Welt fragen sich, welche geeigneten Sicherheitsprogramme es für den Mac gibt. Für den Schutz vor Viren gibt es einige exzellente Programme, Firewall-Software jedoch kau, Der Grund ist simpel: OS X bietet eine ins System integrierte Firewall. Wie man sie benutzt und wovor sie schützt, erklären unsere Kollegen der Macworld.

Flaggenstreit: Apple hat Apps aus dem App Store entfernt, welche die Flagge der Konföderation - auch Südstaatenflagge genannt - in "beleidigender oder bösartiger Weise" nutzen, wie der Mac-Hersteller den betroffenen Entwicklern geschrieben hat. Apps, die die Flagge für Bildungs- oder historische Zwecke nutzen, sind davon nicht betroffen. Die Südstaatenflagge ist nach dem Attentat von Charleston, bei dem ein weißer Rassist neun schwarze Kirchgänger erschoss, in Verruf geraten: Der Attentäter hatte ein solches Emblem auf seinem Fahrzeug kleben.

Apple übernimmt das Musikgeschäft: Apple Music wird ein bahnbrechender Erfolg ist sich Business Insider UK sicher. Nichts kann Apple aufhalten, das Musikgeschäft zu dominieren. Apple Music werde schlichtweg zum besten aller verfügbaren Musikdienste für Streaming. Besonders das Radion Beats 1, das zum "globalen Phänomen" werden könne, treibe den Dienst voran.

Weitere Nachrichten

Bei Ebay jetzt vergünstigte Elektronik im ”B-Ware Center”

Mit dem Start des ” B-Ware Centers“  will das Online-Auktionshaus eBay unter anderem den Produkt-Lebenszyklus von elektronischen Geräten verlängern und bietet Käufern, für die es nicht das aktuellste Modell sein muss, eine günstigere Alternative. Das Angebot umfasst demnach unbenutzte B-Ware, generalüberholte Geräte und geprüfte Gebrauchtware. Die Auswahl reicht von Handys oder Smartphones, Computern und Kameras bis hin zu Haushaltsgeräten und Fernsehern mit einem Preisvorteil von bis zu 50 Prozent und mindestens 12 Monate Gewährleistung. Unterschieden werden B-Ware (unbenutzte Vorführgeräte und Retouren, mindestens 12 Monate Gewährleistung und bis zu 20 Prozent Nachlass), generalüberholte Geräte (keine erkennbaren Gebrauchsspuren, 12 Monate Gewährleistung und bis zu 30 Prozent Nachlass) sowie geprüfte Gebrauchtware mit leichten Gebrauchsspuren (12 Monate Gewährleistung und bis zu 50 Prozent Nachlass). Aktuelle Beispiele (die sich jederzeit ändern können) sind etwa ein Samsung Galaxy S6 32 GB für 499 Euro, eine GoPro Actionkamera Hero 3+ Black Cam HD WiFi zum Preis von 265 Euro, ein Apple iPhone 6 64 GB zu 599 Euro, ein TP-LINK TL-WPA4220KIT 500 Mbps WLAN Powerline, das es für 39,90 Euro gibt oder ein Medion Lifetab Tablet PC 25,7cm/10,1” für 99,99 Euro.

Ebay zählt nach eigener Auskunft mit 157 Millionen aktiven Käufern zu den größten Online-Marktplätzen weltweit. Das ständige Angebot auf dem weltweiten Ebay-Marktplatz umfasst demnach mehr als 800 Millionen Artikel von privaten und gewerblichen Verkäufern. Bei der Mehrheit der Artikel handele es sich um Neuware, die zu Festpreisen angeboten wird.

Apple erklärt Siri-Befehle für Homekit

Apple hat die englischsprachige Support-Seite für Homekit-Geräte aktualisiert und ein paar neue Siri-Befehle aufgelistet. Bereits bei der Vorstellung der iOS-Anbindung an Heim-Geräte hieß es, man könne die Homekit-fähigen Geräte per Siri steuern. Nun bringt der Hersteller neue, konkrete Beispiele der möglichen Sprachbefehle, anhand derer man sich besser vorstellen kann, wie man Homekit per Siri einsetzen kann.

Neben den grundlegenden Befehlen wie "Schalte das Licht aus" oder "Schalte die Kaffeemaschine ein" sind auch Feineinstellungen möglich. So unterscheidet Homekit nach bestimmten Zonen im Haus : "Schalte das Licht im Flur ein", "Drehe den Regler im Wohnzimmer auf 18 Grad runter", "Starte den Drucker im Arbeitszimmer". Aber auch einzelne Umgebungseistellungen sind mit Siri möglich. Ein Beispiel dazu: "Schalte das Party-Licht ein". Über die Konfiguration von Homekit kann der Anwender diese Szenarien, Räume, Gruppen und sogar unterschiedliche Häuser definieren und so gezielt gruppiert ansprechen.

Umweltbundesamt fordert Mindestlebensdauer-Label für Elektro-Geräte

Wie lange können Verbraucher ein neues Elektronik-Gerät verwenden? Eine Antwort darauf könnte in Zukunft eine neue Mindestlebensdauer-Kennzeichnung geben, die das Umweltbundesamt nun vorgeschlagen hat.

Immer wieder ist von geplanter Obsoleszenz die Rede; also dass Hersteller die Nutzungsdauer von Elektronik-Geräten künstlich verkürzen. Verbraucher könnten davor mit einem Mindestlaufzeit-Label geschützt werden, wie Ines Oehme, Expertin des Umweltbundesamtes, in einem Interview mit dem SWR3 am Donnerstag erklärte. Laut Oehme arbeite das Umweltbundesamt bereits an Vorschlägen für so eine Kennzeichnung für Elektronik-Geräte.

"Wir sehen, dass Verbraucher zu wenig Informationen zur Produktlebensdauer haben", sagt Ines Oehme. Als Ziel formulierte Oehme: "Produkte müssen eine verlässliche Mindestlebensdauer haben, ohne dass in dieser Zeit Reparaturen anfallen." Offen sei allerdings noch, wie eine solche Kennzeichnung oder ein Label aussehen könnte. Nicht immer mache es schließlich Sinn, die Laufzeit mit Jahren anzugeben. Aber auch hierfür hat Oehme bereits Vorschläge. So könnte bei einer Waschmaschine beispielsweise die Zahl der Waschgänge angegeben werden. Bei einer Lampe informiere das Label dagegen über die Zahl der Brennstunden.

iOS 9: Erste Erfahrungen mit dem "Content Blocker"

Während es für Safari unter OS X und Windows schon seit Jahren Erweiterungen gibt, die ausgewählte Inhalte wie beispielsweise Werbung blockieren, ist dies bei der iOS Version des Browsers bisher nicht möglich. Über die großen Auswirkungen die der neue Content Blocker in Safari für iOS 9 haben könnte, berichtet nun der Softwareentwickler Dean Murphy in seinem Blog.

Innerhalb von nur knapp einer Stunde entwickelte Murphy einen Werbeblocker für die Website von "iMore", auf der Werbung von verschiedenen Anbietern angezeigt wird. Durch die Erweiterung von Murphy reduzierte sich nicht nur die Ladezeit der Website von 11 auf nur noch 2 Sekunden, sondern auch der Netzwerkverkehr wurde drastisch reduziert, wodurch unter anderem der Akku geschont und der Datenverbrauch deutlich reduziert wurde.

Ähnlich wie bei anderen Adblockern ergibt sich durch die neue Unterstützung in Safari für iOS allerdings ein moralisches Dilemma. Zwar bietet die Funktion die oben beschriebenen Vorteile, die vor allem auf mobilen Geräten wichtig sind, die Nutzung einer solchen Erweiterung bedeutet aber auch, dass die Urheber der Inhalte nicht mehr für Ihre Arbeit kompensiert werden. Dies könnte langfristig dazu führen, dass betroffene Webseiten entweder noch mehr Werbung schalten, Ihre Inhalte nur noch kostenpflichtig anbieten oder Ihre Arbeit komplett einstellen.

Neu am Kiosk: iPhone&iPad 5/15

Oberflächlich betrachtet war die WWDC-Keynote rund um iOS 9 vielleicht etwas arm an großen Neuigkeiten und bahnbrechenden neuen Funktionen. Besonders im Vergleich zu letztem Jahr, wo Apple mit Healthkit, Homekit, Metal und vielen weiteren großen Änderungen viele Baustellen auf einmal aufgemacht hatte. Aber betrachten wir das dort Gezeigte doch mal aus einer anderen Perspektive. Während neue, komplexe Funktionen in der Regel nur von wenigen, so genannten, „Power-Nutzern“ überhaupt regelmäßig verwendet werden, hat Apple jetzt dort angesetzt, wovon jeder etwas hat. iOS 9 wird schlanker, schneller, soll sogar etwas mehr Akkulaufzeit herauskitzeln - und läuft sogar noch auf den Geräten von 2011! Das ist für uns die größte Sensation! Dazu kommt mit Apple Music ein neuer Musikdienst, der zumindest in der Familienversion unschlagbar günstig ist. Dass Apple gleichzeitig mehr künstliche Intelligenz in iOS einbaut und dabei betont, dass diese Daten unser iPhone nicht verlassen, ist zudem noch ein gelungener Seitenhieb auf den ewigen Konkurrenten Google. Alles zu den angekündigten Neuheiten lesen Sie in der neuen Ausgabe der iPhone&iPad, die seit dem 26. Juni am Kiosk liegt.

Die Topthemen der iPhone&iPad:

WWDC 2015 – eine echte Show für Entwickler

Apple zeigt zum Auftakt der jährlichen Entwick- lerkonferenz die nächsten Versionen von iOS und OS X, ein neues OS für die Apple Watch, den Dienst Apple Music und mehr

Homekit geht los

Auf der WWDC-Keynote fand Homekit eher als Randnotiz statt. Rund eine Woche zuvor haben fünf Hersteller Homekit-Geräte vorgestellt, Apple erklärt die Technologie

Kabellose Ladesysteme

Das Handy einfach irgendwo ablegen und wie durch Zauberhand lädt der Akku: Mit dem richtigen Zubehör lassen sich auch Apple-Smartphones problemlos kabellos laden

Mehr mobiler Speicherplatz

Egal ob man in den Urlaub fährt und Filme für die Fahrt einpacken will oder unterwegs Fotos sichern möchte: Externe Speicherlösungen sind ideale Helfer

Special: iCloud

iCloud verbindet nicht nur iOS- Geräte untereinander, sondern erlaubt auch den Abgleich vieler Daten mit Mac und PC. Außerdem ist der Dienst die Basis für viele iOS-Funktionen, ohne die sich iPhone oder iPad nicht vollständig ausreizen lassen. Unser Special erklärt die Verwendung aller wichtigen iCloud-Funktionen

Urlaub mit dem iPhone

Ob bei der Vorbereitung oder während der Reise: Das iPhone ist längst nicht mehr nur im Büroalltag, sondern auch im Urlaub ein unentbehrlicher Helfer geworden

Fotos in der Cloud

Neben Apple bieten auch etliche weitere Anbieter Möglichkeiten, Fotos direkt vom iPhone oder iPad in der Cloud zu speichern und weiterzureichen

Bilder drucken lassen

Das Foto auf Papier ist auch im Internet-Zeitalter noch lange nicht tot. Wir sagen, worauf es ankommt, wenn man Bilder vom iPhone oder iPad aus bestellen möchte

Klein, schwarz, stark

Das Apple TV ermöglicht einfaches Streamen von Musik und Videos auf Fernseher, Soundsysteme oder die AV-Anlage. Doch die kleine schwarze Box kann noch viel mehr

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
2093697