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Morgenmagazin vom Freitag, 27. Juni 2014

27.06.2014 | 07:28 Uhr |

Was heute wichtig wird: 27. Juni 2014 +++ iOS-Jailbreak bereitet Sicherheitsforschern Sorgen +++ Asus: 28-Zoll-4K-Display mit 3840 x 2160 Bildpunkten +++ US-Polizei darf Handys nicht mehr ohne Gerichtsbeschluss durchsuchen +++ Google: VR-Brille zum Selberbasteln aus Pappe +++ Apple legt den iPod Touch mit 16 GB neu auf +++ Test: Fotos bearbeiten mit Analog Pro 1.11 +++ Tipps: Keine Angst vor Garageband

Was heute wichtig wird: 27. Juni 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wĂŒnscht einen Guten Morgen! Wer an die Richtigkeit von Bauernregeln glaubt, schaut heute bange in den Himmel: Wird es am SiebenschlĂ€fertag regnen und damit sieben Wochen lang? Bauernregeln beruhen auf Beobachtungen von WetterphĂ€nomen ĂŒber Generationen hinweg und sind anders als der hundertjĂ€hrige Kalender tatsĂ€chlich dazu geeignet, gewisse Voraussagen ĂŒber das chaotische System Wetter zu treffen. Denn selbst im Chaos gibt es RegelmĂ€ĂŸigkeiten. Die SiebenschlĂ€fervoraussage trifft vor allem fĂŒr den SĂŒden Deutschlands mit hoher Wahrscheinlichkeit zu, es gibt da einen Zusammenhang mit einem alljĂ€hrlich auftretenden stabilen Jetstream, der Tiefdruckgebiete je nach seiner Lage weiter in den Norden oder SĂŒden ablenkt. Nur hat das mit dem Datum 27. Juni nichts zu tun, die Wetterregel ist weit Ă€lter als die gregorianische Kalenderreform, neuer Stichtag wĂ€re somit der 7. Juli. Und so prĂ€zise ist selbst die StabilitĂ€tsinsel im Chaos des Wetters nicht, dass sie sich an ein exaktes Datum hĂ€lt. Entscheidend ist vielmehr der gesamte Zeitraum Ende Juni und Anfang Juli. Der Sonnenschein von heute besagt also nicht, dass nun definitiv ein stabiles Hochdruckgebiet fast bis zum September jetzt schönes Wetter bescheren wird - die Möglichkeit besteht aber weiterhin.

Voraussagen fĂŒr das Wetter sind beinahe ebenso schwierig wie die fĂŒr neue Apple-Produkte. Die Erfahrung der letzten Jahre lehrt jedoch, dass nach der WWDC, jenem stabilen FrĂŒhsommerhoch, im Herbst der Mac-Hersteller zweimal zu Special Events einladen wird. Ob das neue iPhone 6 im September und das einen Monat spĂ€ter gezeigte iPad Air 2 fĂŒr Kunden und Investoren Sonnenschein bedeuten, steht indes noch nicht fest - die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr ist aber recht hoch. Und womöglich ist es kurz vor Weihnachten auch noch Zeit fĂŒr ungewöhnliches Warmwetter. Ob das aber noch rechtzeitig kommt, um die iWatch unter den Tannenbaum legen zu können, wissen unter UmstĂ€nden noch nicht einmal die Wettermacher in Cupertino. Peter MĂŒller

Lesetipps fĂŒr heute Morgen:

Printopia macht aus jedem Drucker einen Airprinter ( Macworld )

Logic Pro X und Garageband im Vergleich ( Macworld UK )

Intego Family Protector mit 40 Prozent Rabatt bei MacUpdate

Wo bleibt Office 2014 for Mac? ( InfoWorld )

Apple heuert Experten fĂŒr Wearables an ( 9to5Mac )

Weitere Meldungen:

iOS-Jailbreak bereitet Sicherheitsforschern Sorgen

Sicherheitsexperten fĂŒrchten, der in dieser Woche veröffentlichte Jailbreak fĂŒr iOS 7 könne zu einer Flut von Malware fĂŒr iPhone und iPad fĂŒhren. Der Pangu genannte und vermutlich in China entstandene Jailbreak nutzt einerseits ein Unternehmenszertifikat, mit dem man beliebig nicht im App Store erhaltene Software auf iOS-GerĂ€te installieren kann und fĂŒr den tatsĂ€chlichen Jailbreak einige SicherheitslĂŒcken, die der Experte Stefan Esser entdeckt aber bisher nur in seinen Seminaren ĂŒber iOS-Exploits erklĂ€rt haben will. Auf Twitter beklagt sich dieser, die Pangu-Macher hĂ€tten seine Informationen gestohlen und wĂŒrden in ihrem Jailbreak seinen Code verwenden. Es mĂŒsse mehrere Leaks in seinen Seminaren gegeben haben, damit dies möglich sei.

Woher wiederum das Unternehmenszertifikat stamme, sei nicht sicher, berichtet unsere Kollegen des IDG News Service . Ausgestellt sei es auf eine nicht existente chinesische Firma, ob es von Apple gestohlen ist oder die Hacker es auf legalem Wege erhalten haben, sei nicht klar. Immerhin könne Apple das Zertifikat zurĂŒckziehen, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Michael Shaulov, CEO der Firma Lacoon Security, zeigt sich aber ĂŒber die Methodik besorgt. Pangu benötige das Zertifikat zwar nur fĂŒr einen Jailbreak, mit Ă€hnlichen Methoden könnte man aber weit gefĂ€hrlichere Malware verbreiten. Auch ließe sich ein Jailbreak als harmlose App verteilen, wer diese nutze, sei sich unter UmstĂ€nden nicht bewusst, dass er sein iOS-GerĂ€t entsperrt und damit höheren Sicherheitsrisiken ausgesetzt habe.

Asus: 28-Zoll-4K-Display mit 3840 x 2160 Bildpunkten

Das Asus PB287Q basiert auf einem TN-Panel, das mit LED-Hintergrundbeleuchtung und einer nativen Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten arbeitet. Der Monitor mit 71,1 cm Diagonale arbeitet im 16:9-Format. Die maximale Helligkeit des Displays beziffert Asus mit 300 cd/qm, das dynamische KontrastverhÀltnis soll bei 1000:1 liegen.

Das Display lÀsst sich in der Höhe verstellen und ist neig- wie schwenkbar. Grafiksignale nimmt der Monitor via DisplayPort, HDMI oder HDMI/MHL entgegen. An Letzteres lassen sich entsprechende Smartphones oder Tablets anbinden.

Das GerĂ€t unterstĂŒtzt eine Bild-in-Bild- und eine Bild-an-Bild-Funktion. Ins GehĂ€use sind zwei Lautsprecher integriert.

Laut Asus ist das PB287Q ab sofort zu einem Preis von 699 Euro verfĂŒgbar. Im Preis enthalten ist eine dreijĂ€hrige Garantie inklusive dreijĂ€hrigem Vor-Ort-Austausch-Service. (mje)

US-Polizei darf Handys nicht mehr ohne Gerichtsbeschluss durchsuchen

Die Polizei darf in den USA die Handys und Smartphones von VerdĂ€chtigen nicht mehr ohne vorherigen Gerichtsbeschluss durchsuchen. Das entschied jetzt der oberste Gerichtshof der USA. Damit erklĂ€rt das oberste US-Gericht die gĂ€ngige Praxis der Polizei in den USA fĂŒr illegal. Denn Polizisten durchsuchen in den Vereinigten Staaten bisher oft ohne richterliche Anordnung die Smartphones von festgenommenen Personen.

Dem obersten US-Gerichtshof zufolge seien Handy-Kontrollen juristisch genauso zu bewerten wie Hausdurchsuchungen. Ohne richterlichen Beschluss dĂŒrfen Polizisten aber kein Haus durchsuchen. Ein Smartphone sei somit aus juristischer Sicht von anderen physischen GegenstĂ€nden zu unterscheiden, die ein Festgenommener bei sich trĂ€gt und die die Polizei bei der Festnahme kontrollieren darf.

Der Vorsitzende Richter John Roberts erklĂ€rt: "Eines der bemerkenswertesten Feature eines modernen Smartphones besteht darin, dass man darauf ungeheure Mengen von Daten speichern kann”. Manche Smartphone-Besitzer wĂŒrden jede Mail, die sie jemals erhalten haben, und jedes Foto, das sie irgendwann einmal aufgenommen haben, auf ihrem Smartphone stĂ€ndig mit sich fĂŒhren. Man könne auf dem Smartphone auch genau erkennen, was sie gelesen haben hĂ€tten und welche Webseiten sie besucht hĂ€tten. Mit Hilfe der Daten des Smartphones ließe sich das Leben des Besitzers genau rekonstruieren. Deshalb könne man ein Smartphone, so der Richter, nicht mit einem anderen Gegenstand vergleichen, den Menschen sonst so mit sich herum tragen. Beispielsweise einen Geldbeutel oder einen Notizblock. Aus diesem Grund mĂŒsse man ein Smartphone rechtlich anders bewerten und genauso gut schĂŒtzen wie eine Wohnung.

Deshalb mĂŒssen Polizisten unbedingt einen richterlichen Beschluss erwirken, bevor sie ein Smartphone durchsuchen, stellte der Richter fest.

Konkreter Anlass fĂŒr den Beschluss des obersten US-Gerichtshofs war die Klage zweier Amerikaner, die beide wegen vergleichsweise harmloser Vergehen festgenommen wurden. So wurde einer der beiden KlĂ€ger zunĂ€chst wegen eines Verkehrsvergehens festgenommen. In seinem Wagen fand die Polizei dann aber versteckte und geladene Schusswaffen und andere Hinweise, die dafĂŒr sprachen, dass der Verhaftete zu einer kriminellen Straßenbande gehörte. Die Polizei durchsuchte nun auch sein Smartphone. Darauf fanden die Polizisten weitere Hinweise dafĂŒr, dass er ein Straßengangster war. Der Verhaftete wurde schließlich zu 15 Jahren GefĂ€ngnis verurteilt. Unter anderem deshalb, weil ein Gericht die Informationen von dem beschlagnahmten Smartphone fĂŒr das Strafverfahren ausdrĂŒcklich zugelassen hatte.

In dem zweiten Fall wurde ein Drogendealer von der Polizei festgenommen, als er anscheinend Drogen verkaufen wollte. Auf dem Polizeirevier untersuchten die Beamten dann seine beiden Smartphones. Wieder ohne richterlichen Beschluss. Über die Anrufliste eines der beiden Smartphones konnten die Polizisten eine Wohnung ausfindig machen, die der Dealer bewohnte. Die Polizei besorgte sich einen richterlichen Durchsuchungsbefehl fĂŒr die Wohnung und fand in der Wohnung tatsĂ€chlich verschiedene Drogen und auch Waffen. Bei dem folgenden Gerichtsverfahren stellte wieder ein Gericht fest, dass die Durchsuchung des Smartphones rechtens gewesen sei. Der Dealer wurde zu fast 22 Jahren GefĂ€ngnisstrafe verurteilt.

Beide Verurteilten klagten gegen die Durchsuchung ihrer Smartphones. Ohne den darauf gefundenen Informationen wĂ€ren die beiden MĂ€nner nicht oder zumindest nicht so hart bestraft worden. Schließlich landeten beide FĂ€lle vor dem obersten US-Gericht.

Google: VR-Brille zum Selberbasteln aus Pappe

Google hat wĂ€hrend der Keynote zur Google I/O 2014 mit Project Cardboard ein originelles Projekt vorgestellt. In einer ausfĂŒhrlichen Anleitung beschreibt Google, wie bastelfreudige Anwender eine VR-Brille aus Pappe und damit mit nur geringem finanziellem Aufwand herstellen können. Die kostenlose Vorlage gibt es zum Download.

Dabei handelt es sich natĂŒrlich nicht um eine echte VR-Brille wie eine Oculus Rift, sondern vielmehr um ein einen kleinen, lichtundurchlĂ€ssigen Kasten, den man sich wie eine Brille auf den Kopf setzt und an der Vorderseite ein Smartphone befestigt.

Zu einer VR-Brille wird das Konstrukt dann nach der Installation der Cardboard-App auf dem Smartphone. Die enthĂ€lt auch gleich ein paar lustige VR-Anwendungen, wie etwa "Earth" zum Herumfliegen in der Welt und einer Youtube-App. Weitere experimentelle Anwendungen fĂŒr Cardboard finden sich auf dieser Google-Website. Entwickler finden auf dieser Seite Tipps zur Entwicklung eigener Cardboard-Apps.

Apple legt den iPod Touch mit 16 GB neu auf

Stilles Update beim beinahe schon tot gesagten iPod: Apple hat das Einstiegsmodell des iPod Touch generalĂŒberholt und sein iPod-Flaggschif auf eine einheitliche Linie gebracht. Wie die bereits lĂ€nger erhĂ€ltlichen Modelle mit 32 und 64 GB Speicher kommt nun auch der iPod Touch mit 16 GB mit einer iSight-Kamera auf der RĂŒckseite daher und erhĂ€lt auch die Farbgestaltung der grĂ¶ĂŸeren Modelle. Bislang war der kleinste iPod Touch lediglich in spacegrau erhĂ€ltlich und musste ohne die Kamera auf der RĂŒckseite auskommen.

Neben den Verbesserungen bei der Kamera und der neuen Farbgestaltung hat Apple auch die Preise angepasst: Der Einsteiger mit 16 GB liegt nun bei 199 Euro, fĂŒr 32 GB und 64 GB werden 249 bzw. 299 Euro fĂ€llig. Das Sicherungsband in der Farbe des iPod Touch kostet beim kleinsten Modell extra - im US-Store verlangt Apple 9 US-Dolllar dafĂŒr. Die Änderungen im Apple Store betreffen – Stand 14:30 Uhr – nur den amerikanischen Apple Store. Im deutschen Apple Store kann der 16-GB-iPod-Toch allerdings im Moment nicht bestellt werden. In der Pressemitteilung Apples steht, dass das neue Modell "in den kommenden Tagen" auch hierzulande erhĂ€ltlich sein wird.

Im Moment nicht zu kaufen: Der Einstiegs-iPod-Touch mit 16GB Speicher.
VergrĂ¶ĂŸern Im Moment nicht zu kaufen: Der Einstiegs-iPod-Touch mit 16GB Speicher.

Test: Fotos bearbeiten mit Analog Pro 1.11

Analog Projects ist auf eine besondere Art der Foto-Effekte spezialisiert: Man kann damit Fotos das Aussehen geben, als hĂ€tte man sie mit einer alten Pocket Camera oder Camera Obscura aufgenommen. Einsetzbar ist das Tool als Standalone-Programm und als Plug-in fĂŒr Photoshop und Photoshop Element. Gut eignen sich diese Vintage-Effekte fĂŒr die Hervorhebung von Motiven oder um beispielsweise Architekturaufnahmen eine historische AtmosphĂ€re zu verleihen. Vorgegebene Stile sind ĂŒber eine Vorlagen-Palette auswĂ€hlbar, neben Pocket Camera und Camera Obscura sind diese in die Kategorien Rollfilm, Polarisation, Nassplatte und Freestyle einsortiert. Insgesamt 53 Presets helfen bei der schnellen Anwendung dieser Effekte. Profis können diese vorgegebenen

Voreinstellungen, die aus einer Kette von bis zu 35 Bildbearbeitungs- und Filtereffekten bestehen, neu kombinieren und selbst konfigurieren. Man kann beispielsweise Vignettierungsformen Ă€ndern, mehr oder weniger Körnung und Staub wĂ€hlen und ĂŒber ein einfaches Maskierungswerkzeug gezielt auf einzelne Bildbereiche anwenden. Eine Stapelverarbeitung ist ebenfalls integriert, vor der Anwendung der Effekte kann man das Foto mit Bildbearbeitungsfunktionen wie Weißabgleich, Entrauschen usw. optimieren. FĂŒr die sinnvolle Anwendung dieser Filter, zu denen unter anderem Motivtonung, simulierte Doppelbelichtung, Perspektivkorrektur und eine Graustufenumwandlung gehören, ist aber einige Einarbeitung erforderlich. UmstĂ€ndlich wird es, wenn man nur einzelne Funktionen nutzen will: Das funktioniert offenbar nur, wenn man ein Preset mit diesem Effekt auswĂ€hlt und alle anderen Effekte abwĂ€hlt. Irritierend: Ändert man eine Einstellung in einer Effekt-Kette manuell, werden auch alle anderen Effekte neu berechnet und fĂŒr jede Berechnung ein Dialogfenster angezeigt. Die Ergebnisse gefallen, allerdings sollte man beachten, dass das Einsatzgebiet der Software doch recht eingeschrĂ€nkt ist.

Empfehlung: Mit der Software sind eindrucksvolle Analog-Effekte möglich, anspruchsvolleren Anwendern stehen viele Konfigurationsmöglichkeiten zur VerfĂŒgung. Bei der sinnvollen Anwendung dieses Expertenmodus wird die Bedienung aber schnell recht komplex. FĂŒr Einsteiger hĂ€tten wir uns außerdem mehr Kamera-Presets gewĂŒnscht.

Tipps: Keine Angst vor Garageband

Eigene Klingeltöne fĂŒr das iPhone erstellen und exportieren

Garageband bietet nahezu unbegrenzte Möglichkei­ten der Musikgestaltung – vom selbstgebastelten Klingelton bis hin zu professionellen Mehrspuraufnahmen. Beispiel Klingelton: Wer sich von seinem aktuellen Lieblingssong an das Telefon rufen lassen will, kann diesen in Garageband auf 10 bis 20 Sekunden LĂ€nge stutzen und ihn dann mit iTunes auf das iPhone laden. Dazu benötigt man nur wenige Schritte: Neues Projekt „Klingelton“ in Garageband öffnen, die MP3-Datei per Drag-and-drop auf eine freie Spur ziehen, den Track an den gewĂŒnschten Stellen mit „Befehls­tas­te-T“ („cmd-T“) teilen und mit der „Löschtaste“ die nicht benötigten Teile löschen. Wenn das Metronom stört, das bei der Wiedergabe mitlĂ€uft, deaktiviert man es per Klick auf das Metronom-Symbol in der Symbolleiste oben rechts. Nun zieht man die extrahierte Lieblingsstelle in der Zeitleiste ganz nach links und sendet sie ĂŒber das MenĂŒ „Bereitstellen > Klingelton an iTunes“ an iTunes. FĂŒr Kreative: Einfach mal eigenen Gesang, Pfeifen oder Ă€hnliches aufnehmen: Ein Klick oben auf den roten Knopf „Record“ und los geht es.

Eine Karaoke-Session mit Garageband aufnehmen

Mit Garageband lassen sich recht komplexe Mehrspuraufnahmen erstellen und arrangieren. Eine neue Spur fĂŒgt man einem bestehenden Projekt mit der SchaltflĂ€che „+“ links oben hinzu. FĂŒr eine Gesangsaufnahme wĂ€hlt man im Auswahlfenster das Mikrofonstativ aus. Sofern kein externes GerĂ€t angeschlossen ist, benutzt Garageband das integrierte Mikrofon des Mac. Beim Klick auf den roten Aufnahmeknopf wird nun die erste Spur als Playback wiedergegeben – die eigene Stimme singt man wie bei einer Karaoke-Session darĂŒber. Unbedingt anzuraten ist die Verwendung eines Kopfhörers! Ers­tens vermeidet man so ohrenbetĂ€ubendes Feedback-Pfeifen, und zweitens wird das Playback nicht nochmals ĂŒber das Mikrofon erfasst. Die internen Apple-Mikrofone bieten bereits eine erstaunlich gute QualitĂ€t. Je nach Ambition lĂ€sst sich die Aufnahme durch Anschluss eines externen Mikros erheblich steigern. Hier sei definitiv zum Anschluss via USB-Port geraten – direkt oder ĂŒber externen VorverstĂ€rker –, denn schließt man es ĂŒber den Kombi-Port (3,5-Millimeter-Klinke) des Mac an, ist das Playback ĂŒber Kopfhörer bei den meis­ten Rechnern nicht möglich.

FĂŒr wenig Geld die Zahl der verfĂŒgbaren Drummer erhöhen

Eine der grundlegenden Neuerungen in Garageband fĂŒr Mavericks ist die Möglichkeit, einen „Virtual Session Player“ einzusetzen und die Aufnahme mit einem passenden Groove zu unterlegen. In der Gratis-Version des Programms ist aber nur der virtuelle Rockdrummer „Kyle“ mit seinem Drumset „SoCal“ vorhanden, womit aber schon mal geradlinige Rock­grooves möglich sind. Das Extension-Bundle fĂŒr 4,49 Euro ist aber dringend zu empfehlen. Der rund 5 GB große In-App-Kauf installiert Sounds und Loops ohne Ende und vor allem 17 weitere Drummer. Die beherrschen nicht nur Rock, sondern auch Grooves der Stile „Alternative“, „Songwriter“ und „R&B“. Eröffnet man eine neue Spur mit einem Drummer, sind bereits 16 Takte mit Groove gefĂŒllt. Je nach Geschmack wĂ€hlt man den passenden Drummer und ein Drumset aus. Je nach Drumset Ă€ndert sich der Groove meist etwas, die Änderungen sind sofort live zu hören. Im Bearbeitungsbereich kann man jetzt noch jede Menge Feinschliff betreiben: Die Bibliothek schließen und schon öffnet sich unten ein tolles Kontrollfeld. FĂŒr die KomplexitĂ€t und LautstĂ€rke des Grooves sind Presets vorhanden, mit dem gelben Knopf in der Mitte kann man durch Ziehen so lange optimieren, bis man seinen Geschmack gefunden hat. Im rechten Bereich kann man Percussions hinzufĂŒgen, den Groove mit einem Swing-Feeling versehen, mehr oder weniger Fills verlangen, Schwerpunkte fĂŒr die Nutzung von Hi-Hat und Snare setzen und vieles mehr.

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