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Morgenmagazin vom Freitag, 28. Juni 2019

28.06.2019 | 06:59 Uhr |

Jony Ive verlässt Apple und gründet eigene Firma +++ Apple benennt neuen SVP Operations +++ Hue jetzt auch ohne Bridge +++ Macbook Air 2018: Apples beliebtestes Macbook? +++ Amazon Prime Day Konzerte in München und den USA +++ WhatsApp-Status bald auch auf Facebook und Instagram +++ GeForce Super: Nvidia erhöht Druck auf AMD Navi mit drei überarbeiteten Grafikchips

28. Juni: Immer wieder

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Geschichte wiederholt sich nicht, sie verläuft nicht einmal in Zyklen. Und doch scheint die Geschichte Muster zu werfen, weil wir Homo sapiens, die wir Geschichte schreiben, Muster schätzen und erkennen, danach richtet sich oft unser symbolisches und politisches Handeln. Der 28. Juni gibt dafür ein besonders beeindruckendes Beispiel

Erstmals eingegangen in die Geschichtsbücher ist der Tag mit dem heutigen Datum vor 630 Jahren, als nahe der heutigen Hauptstadt des Kosovo, Pristina, die Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje) tobte. Deren Ausgang war zwar nicht eindeutig, doch scheiterte das vordringliche Ziel des serbischen Heeres, an jenem 15. Juni 1389 (nach julianischem Kalender), die Oberhand zu behalten und das Osmanische Reich zurück zu drängen. Die Schlacht auf dem Amselfeld wurde gleichwohl zu  einem Mythos serbischer Nationalisten, über Jahrhunderte hinweg.

Deshalb war es keineswegs Zufall, dass im Jahr 1914 der Thronfolger jenes Kaiserrreichs, mit dem Serbien über Einfluss auf dem Balkan stritt, eben an dem auf den gregorianischen Kalender umgerechneten Jahrestag 28. Juni die Stadt Sarajevo besuchte, die mit Pristina vor allem einen großen Anteil an Muslimen an der Gesamtbevölkerung gemeinsam hat, seinerzeit aber zu Österreich-Ungarn gehörte. Franz Ferdinand und seine Gattin starben durch die Kugeln eines serbischen Nationalisten, die Folgen sind bekannt: Heute vor 105 Jahren war der point of no return zum Ersten Weltkrieg hin erreicht – das wurde den Beteiligten aber erst im Nachhinein klar. Wenn auch das Attentat von Sarajevo ein klarer Auslöser war, die Ursachen für das Schlachten sind vielfältig und die Schuldfrage nicht so eindeutig, wie es der Vertrag von Versailles aussagte. Abgeschlossen am 28. Juni 1919, fünf Jahre nach den tödlichen Schüssen von Sarajevo, heute vor 100 Jahren. Ein Friedensvertrag, der jedoch bereits den Keim für den nächsten Waffengang sähte und daher  Frieden nur als eine Zwischenkriegszeit brachte. Vor allem die einseitige Beantwortung der Schuldfrage und daraus entstehende Forderungen wurden zum Problem.

Genau 70 Jahre nach dem unglückseligen Friedensschluss von Versailles war Serbien in einen Vielvölkerstaat eingebunden, Jugoslawien. Dieses wurde nach dem Ersten Weltkrieg zunächst als Königreich Jugoslawien auf den Ruinen des Habsburgerreiches, des Osmanischen Reiches und eben Serbiens gegründet. Das sozialistische, aber blockfreie Land war in jenem Wendesommer von 1989 bereits dem Untergang geweiht, Slobodan Milosevic, der Chef der serbischen KP und Teilrepublik spielte daher am 28. Juni 1989 die hässliche Karte des Nationalismus wieder aus, als hätte es die europäischen Kriege des 20. Jahrhunderts nie gegeben.

Grundtenor seiner Amselfeldrede: Das Kosovo war serbisch, ist serbisch und wird immer serbisch bleiben und wenn sich dessen Einwohner nach einem Zerfall Jugoslawiens neu orientieren wollten, können sie das vergessen. Die Republik Kosovo hat sich mittlerweile von Serbien abgespalten, so richtig anerkannt ist sie nicht. Die Fußballverbände FIFA und UEFA sind diesbezüglich Vorreiter und lassen die Fußballnationalmannschaft des Kosovo in Qualifikationsrunden und der Nations League antreten, die derzeit besten kosovarischen Fußballer spielen aber für die Schweiz. Wir haben im vergangenen Jahr Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka bei der WM in Russland mit einem symbolischen (albanischen) Doppeladler gegen Serbien (!) jubeln gesehen. Auch nicht schön, solch eine Provokation.

Man kann die Amselfeldrede Milosevics kaum als alleinigen Auslöser der zwei Jahre danach beginnenden Jugoslawienkriege sehen, auch hier ist die Gesamtlage für eine eindeutige Schuldzuweisung zu komplex. Immerhin bemüht sich seit gut zwanzig Jahren der Internationale Gerichtshof für Menschenrechte in Den Haag um juristische Aufarbeitung. Milosevic, von Serben aus dem Amt und von der Macht vertrieben, wurde diesem Gericht von den neuen Machthabern seines Landes überstellt. Am 28. Juni 2001, 12 Jahre nach seiner anheizenden Rede. Zufall ist das nicht, aber auch keine sich wiederholende Geschichte. Sondern nur ein Beispiel in Mustererkennung und Symbolpolitik. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Abschied: Nach Retail-Chefin Angela Ahrendts verlässt mit Chefdesigner Johny Ive das zweite Vorstandsmitglied in kurzer Zeit Apple. Ive will sein eigenes Design-Unternehmen aufbauen und wird dabei Apple als Kunden haben. Nach fast 30 Jahren und zahlreichen Projekten sie er stolz auf die bleibenden Werte, die er geschaffen habe und das Design-Team und seine Prozesse, die ohne Beispiel seien. Die von ihm geleitete Abteilung sei heute lebhafter und stärker als es je in der Geschichte Apple gewesen sei, heißt es in dem Statement, das Apple zum Abschied seines CDO veröffentlicht hat. Die Leitung übernehmen nun Evans Hankey, Vize Präsidentin Industrial Design und  Alan Dye, Vize Präsident für Human Interface Design. Berichten werden die beiden an den COO Jeff Williams. Tim Cook findet lobende Worte: "Jony ist eine einzigartige Persönlichkeit in der Designwelt und seine Rolle bei Apples Wiederbelebung kann nicht genug betont werden, vom bahnbrechenden iMac von 1998 bis zum iPhone und dem beispiellosen Ehrgeiz des Apple Park, wo er in letzter Zeit so viel von seiner Energie und Sorgfalt eingesetzt hat". Man werde in Cupertino aber weiterhin von Ives Talenten profitieren und freie sich auf die exklusiven Projekte, die man vorantreibe. So hatte auch die Beziehung des Briten mit dem Mac-Hersteller auch begonnen, Ive war in frühen Neunzigern Angestellter von Tangerine, das Apple beauftragt hatte. Im Jahr 1992 wechselte Ive nach Cupertino, seine erste Arbeit war das Powerbook. In den Fokus gerückt war er im Jahr 1998, als der spektakuläre iMac, an dessen Gestaltung er wesentlichen Anteil hatte, das Licht der Welt erblickte. Auch für iPod und iPhone und viele weitere Produkte zeichnete Jony Ive verantwortlich, für die er zahlreiche Designpreise erhielt. An Apples Software-Design hatte Ive zudem maßgeblichen Anteil.

Beförderung: In einer zweiten Personalie befördert Apple den seit 24 Jahren in Cupertino tätigen Manager Sabih Kahn zum Senior Vice President Operations und damit auf ene Stufe direkt unter Chief Operations Officer Jeff Williams, an den er weiter berichtet. Khan habe seit den späten Neunzigern erfolgreich sich um Produkte und die Lieferkette gekümmert, heißt es bei Apple.

Gewachsen : Apple nennt neue Zahlen zu seinem Streamingdienst Apple Music. Demnach bringe man es weltweit mittlerweile auf 60 Millionen zahlende Abonnenten. Der Marktführer Spotify liegt mit seinen 100 Millionen Kunden aber noch deutlich vor Apple Music, weitere 117 Millionen haben sich für den werbefinanzierten Dienst registriert. Vor ziemlich genau vier Jahren war Apple Music an den Start gegangen, die letzte Abonnentenzahl, die Apple nannte, stammt aus dem Mai 2018. Damals freute man sich über 50 Millionen zahlende Kunden.

Vereinfacht: Die Philips-Tochter Signify bringt eine neue Generation von Hue-Leuchten, die keine Bridge mehr benötigen. So will man die Schwelle senken, welche die Kunden davon abhalten könnte, ihre Wohnungen mit smarter Beleuchtung auszustatten, für den Einstieg reicht es, eine per Bluetooth vom Smartphone aus steuerbare Lampe zu erwerben. Bis zu zehn Lampen lassen sich über die neue App steuern. Will man die neuen aber mit Hue-Leuchten der ersten Generation zusammen verwenden oder auch mit anderen Signfiy-Produkten koppeln, benötigt man weiterhin die Bridge. Die neuen Hues sind mit einem Chip ausgestattet, der sich gleichermaßen auf den Standard Zigbee und Bluetooth versteht.

A Ruah is : Telefonspam ist lästig, auch auf unsere Smartphones rufen immer wieder Leute an, die uns irgendeinen Schmarrn verkaufen wollen oder uns seltsame Gewinne versprechen, wenn wir doch nur so freundliche wären, ihnen unsere Bankdaten zu übermitteln. Wenigstens auf dem iPhone haben wir ab iOS 13 unsere Ruhe, wenn wir die neue Option "Unbekannte Anrufer stummschalten" aktivieren, die sich in den Einstellungen der Telefon-App verbirgt. Problem dabei: Das Telefon klingelt und vibriert auch dann nicht, wenn uns jemand das erste Mal anruft und uns auch telefonisch kontaktieren darf und soll. Sonst erkennt die Intelligenz des iPhones (Siri) sehr wohl, ob es sich um einen legitimen Anrufer handelt, die Nummer muss nur in den Kontakten hinterlegt sein oder in Nachrichten oder Mails ausgetauscht worden sein. Unerwünschte Anrufe werden sofort an die Mailbox verwiesen, die fälschlicher Weise stumm geschalteten Anrufer werden sich dann schon mit einer netten Ansage melden - Spammer sind nicht daran interessiert, mit dem Anrufbeantworter zu sprechen. Wir warten auf derartige Features noch für unser Festnetztelefon, bis dahin behelfen wir uns damit, den Spammer zu fragen, ob er denn die DSGVO kenne und nicht mal unsere Daten löschen wolle. Das schreckt in der Regel sofort ab.

fds

Macbook Air 2018: Apples beliebtestes Macbook?

Das Macbook Air ist sicher eines von Apple erfolgreichsten neuen Produkten und genau das, worauf viele Mac-Fans seit Jahre gewartet haben: Eine moderne Variante des viel geliebten Macbook Air mit zeitgemäßem Display und aktuellen Schnittstellen, das schnell die Top-Listen in Verkaufslisten und Webshops erklommen hat.

Dabei behandelt Apple es ein wenig wie ein Stiefkind: Viele Jahre musste man auf den Nachfolger des seit 2015 kaum aktualisierten Macbook Air warten, manche hatten schon befürchtet, Apple würde die heiß geliebte Baureihe komplett einstellen. Aber auch einige Apple-Verkäufer scheinen mit dem neuen Modell noch etwas zu fremdeln. Fast schon bizarr fand es CNET-Redakteur Chris Matyszczyk, als er in einem Apple Store ein Macbook Air kaufen wollte und der Verkäufer ihm diesen Wunsch unbedingt ausreden wollte – stattdessen sollte er sich für hundert Dollar mehr das Macbook Pro ohne Touchbar kaufen. Er musste geradezu darauf bestehen, dass man ihm das Macbook aushändigte. Auch einige Youtuber reagierten eher zurückhaltend, allerdings richtet sich das Macbook Air nicht unbedingt an IT-Nerds. Die Käufer sind dagegen mit dem Macbook Air offensichtlich sehr zufrieden. Nicht zuletzt ist das neue Air ja knapp 100 Gramm leichter als ein Macbook Pro und hat auch bei der Akku-Laufzeit die Nase vorn.

Wir verlosen übrigens ein Macbook Air 2018! Wie sie an dem Gewinnspiel teilnehmen können, erklären wir hier.

Es gibt aber wohl einen guten Grund, warum viele Anwender auf einem Macbook Air bestehen: Das ab 2008 angebotene Macbook war in den letzten zehn Jahren für viele Anwender nicht nur irgendein Notebook, sondern ein geschätzter Alltagsbegleiter, der  als Marke mehr Aura entwickelt hat, als Apple erwartet hatte. Für viele war es der erste Mac oder der Grund, zur Mac-Plattform zu wechseln. Manche Kunden wollen ganz kein „nur ein bisschen teureres“ Macbook Pro oder ein „Macbook“ – sie wollen ein Macbook Air. Das hätte Apple eigentlich auch früher einsehen können.

Tolles Design und Verarbeitung

Das Design des neuen Macbook Air steht eindeutig in der Tradition der bisherigen Macbook-Air-Modelle, nimmt aber viele Elemente der aktuellen Macbook Pro auf: Gehäuse und Abmessungen sind sehr ähnlich und sieht man ein Macbook Air neben dem Vorgängermodell, fühlt man die nahe Verwandtschaft. Das Macbook Air mag zwar Apples günstigstes Macbook sein, Verarbeitung und Materialien sind aber hochwertig und schlagen günstige Consumer-Notebooks von Acer, Asus und HP weiter um Längen. Drei Farben stehen zur Wahl, Silber, Spacegrau und Gold. Vor allem das silberne Modell erinnert stark an die älteren Macbook-Air-Modelle. Was Online-Besteller aber wissen sollte: Bei seinen Geräten nutzt Apple oft unterschiedliche Gold-Töne und der Farbton des goldenen Macbook Air geht stark ins rötliche und erinnert eher an Roségold.

Tastatur mit 4-Jahres-Garantie

Ein Kritikpunkt von Vieltippern ist die flache und relativ laute Butterfly-Tastatur, die leider auch bei der Modellgeneration 2018 für Ärger sorgte. Es gab laut unserer letzten Umfrage leider viel zu viele Macbook-Air-Käufer, die sich über ausfallende Tasten oder sich wiederholende Tastatureingaben beschweren.

Apple hat aber vor einigen Monaten die Verantwortung übernommen: Auch das Macbook Air 2018 ist jetzt durch eine spezielle 4-Jahres-Garantie vor Ausfällen geschützt. Kommt es zu einem Problem, erhält man beim Austausch nicht nur eine neue Tastatur, sondern auch einen neuen Akku. Laut Berichten soll auch der Austausch mittlerweile nur noch wenige Tage dauern – und bei der Mehrzahl der Käufer gab es bisher keine Probleme.

Bedienkomfort wie eine Tastaturbeleuchtung ist aber beim Macbook Air eine Selbstverständlichkeit und um das großzügige und zuverlässige Touchpad wird man selbst von Windows-Fans oft beneidet.

Grafikkarte und CPU

Was bei Hardware-Tests und Beratungen nicht verschwiegen werden darf: CPU und Grafikkarte sind langsamer als bei einem Macbook Pro. Beim Macbook Air verbaut Apple sparsame aber wenig performante Dual-Core-CPUs – einen mit 1,6 GHz getakteten Core i5-8210Y. Leistungsfähiger als das alte Macbook Air ist der Nachfolger aber eindeutig und ist auch um einen spürbaren Schub fixer als das Macbook 12-Zoll. Videoschnitt mit Final Cut Pro und Bildbearbeitung mit Lightroom sind damit auch möglich – nur eben etwas langsamer als mit einem aktuellen Macbook Pro. Bei Büroaufgaben sollte man aber keinen großen Unterschied feststellen.

Bei den täglichen Arbeitsaufgaben profitiert das Macbook Air schließlich von einer sehr schnellen SSD und bietet mit 8 GB RAM für die meisten Alltagsaufgaben ausreichend Arbeitsspeicher. Statt einer Aufrüstung auf 16 GB ist für die meisten Anwender wohl eher eine Investition in Speicherplatzt zu empfehlen: Die 128 GB der Grundversion sind doch sehr wenig.

Als Grafikkarte hat das Macbook eine integrierte Intel-Grafik namens UHD Graphics 617 zu bieten. Diese ist eher auf Büroaufgaben zugeschnitten und ebenfalls langsamer als die Grafik der Macbook-Pro-Modelle, sie erfüllt aber zuverlässig Aufgaben wie die Ansteuerung von einem 5K- oder gleich zwei 4K-Bildschirmen. Die moderne Intel-Grafik bietet außerdem noch einige Spezial-Features: So ist ein Videodecoder integriert, der die CPU beim Abspielen von Videos entlastet. Dank diesem Spezialchip kann man sein Macbook Air hervorragend für Netflix und Videodienste nutzen – laut Berichten bis zu 11 Stunden mit eine Akku-Ladung. Die Lautsprecher sind nebenbei gut, aber es steht auch noch ein herkömmlicher Kopfhörer-Anschluss zur Verfügung.

Display

Erste Tester lobten Farben und Qualität des neuen hochauflösenden Display, kritisierten aber die mäßige Helligkeit. Das hat Apple glücklicherweise vor kurzem mit einem Softwareupdate korrigiert – vielleicht hatte man es zuvor mit den Funktionen zum Stromsparen etwas übertrieben? Ab macOS 10.14.4 beträgt die maximale Helligkeit nun nicht mehr 300 Candela, sondern 400 Candela. Das ist eine gute Nachricht für Anwender, die ihr Macbook viel draußen oder bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen wollen – das war mit 300 Candela doch etwas problematisch und einer der Kritikpunkte. Ansonsten ist das Display ein echtes Plus gegenüber den Vormodellen: Die Auflösung sorgt mit 2560 x1600 für Bildqualität auf Pro-Niveau, eine etwas spiegelnde Glasscheibe ist bei aktuellen Macbooks leider unvermeidlich. Hier gibt es nach dem Update wenig zu kritisieren: Man muss zwar auf Features wie P3-Farbraum und True Tone verzichten, für Anwender, die wissen, was diese Kürzel bedeuten, gibt es aber die Pro-Modelle.

T2-Chip

Was man nicht unterschätzten sollte, ist der T2-Chip, den das Macbook Air zu bieten hat: Dieser ermöglicht die Anmeldung am Macbook per Fingerabdruck, ganz wie bei iPhones mit TouchID bekannt. Man kann sich damit ja auch per TouchID bei Webseiten anmelden oder mit Apple Pay bezahlen. Der Spezialchip erfüllt aber noch viele andere Aufgaben, etwa bei der Verschlüsselung. Gut: Er wird aber auch beim Konvertieren von Videomaterial aktiv und ermöglicht das rasendschnelle Konvertieren von Videomaterial – beim Export aus iMovie oder wenn man eine Videoaufnahme ins iPhone-Format H.264 bringen will, ist das Air so sogar schneller als mancher iMac.

eGPU dank Thunderbolt

Eine Investition in die Zukunft sind die beiden Thunderbolt-Schnittstellen: Ein großer Vorteil der neuen Macbooks gegenüber Macbook und altem Macbook Air sind ja diese beiden Buchsen, die nicht nur schnelle Massenspeicher, Netzteile und Displays anbinden, sondern ganz neue Erweiterungsmöglichkeiten bieten.

Dank Thunderbolt kann der Spiele-Fan beispielsweise eine externe Grafikkarte oder eGPU anschließen (wir empfehlen etwa die Razer Core X ).

Gegenüber Macbook Pro oder Mac Mini wird der Gamer dann zwar etwas von der CPU ausgebremst, um ein aktuelles Spiel auszuprobieren ist das Macbook dann aber doch nutzbar – im Unterschied zum Vorgänger. Ohne eGPU schafft das Macbook Air bei "Rise of Tomb Raider" nur unspielbare 9 FPS – nach Anschluss einer eGPU mit günstiger RX570 sind dagegen völlig aktzeptable 51 FPS möglich . Nutzt man Macbook und eGPU über Bootcamp, sind sogar noch höhere Leistungen erreichbar. Ab 500 Euro ist eine solche eGPU zu bekommen. Interessant sind die eGPUs aber auch für Videofilmer, da man damit manche Funktionen von Final Cut und Premiere beschleunigen kann. Sogar für Büro-Aufgaben kann eine eGPU taugen: Per eGPU kann man an einem Macbook Air nämlich auch problemlos vier 4K-Displays betreiben – oder den Beamer der Heimkino-Anlage.

Kamera

Was aber Apple beim nächsten Modelljahr verbessern könnte, ist die integrierte Webcam. Die aktuell im Macbook Air verbaute Kamera hat eine so schlechte Bildqualität, das viele gutmütige Nutzer anfangs an einen Software-Bug glaubten: Die Bildqualität ist aber leider wirklich so mäßig. Für Skype oder iChat ist sie noch ganz in Ordnung, vergleicht man sie aber mit der Qualität anderer Macbooks oder gar der Frontkamera eines iPhones oder iPads, ist man doch etwas enttäuscht. Vielleicht geht ja Apple davon aus, dass die meisten Kunden eh ein iPhone besitzen?

Fazit:

Warum ist das Macbook Air das beliebteste Macbook? Es liegt nicht nur am Preis-/Leistungsverhältnis. Das Macbook Air ist ein Klassiker, ist schnell genug für alle Alltagsaufgaben, bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und läuft so lange, dass man nicht ständig auf die Akkuanzeige starren muss. Eine schicke Touchbar bekommt man zwar nicht, es ist auch nicht so federleicht und lautlos wie das Macbook. Es ist aber genau das Macbook, das man der Tochter für das Studium empfiehlt oder als Privatrechner für Surfen und Netflix nutzen möchte. Nur bei der Farbe gehen die Meinungen dann doch auseinander. Und sollte Apple beim nächsten Update schnellere CPUs verbauen, wäre keiner darüber unglücklich.

Wir verlosen übrigens ein Macbook Air 2018! Wie sie an dem Gewinnspiel teilnehmen können, erklären wir hier.

Amazon Prime Day Konzerte in München und den USA

Der Amazon Prime Day 2019 findet dieses Jahr am 15.Juli statt und Amazon steigert bereits vorab mit vielen Neuerungen die Vorfreude aller Prime-Mitglieder. Nicht nur, dass der Prime Day dieses Jahr sogar 48 Stunden andauern wird, es gibt bereits jetzt schon bis zu 50% Rabatt auf Filme und Serien für Prime-Kunden .  Alle weiteren Infos und Angebote, die auf sie beim Amazon Prime Day 2019 warten, haben wir für Sie gesammelt und können Sie hier nachlesen .

Am Donnerstag hat Amazon nun ein weiteres Prime-Day-Highlight angekündigt: Anlässlich des längsten Amazon Prime Days aller Zeiten, wird es exklusive #PrimeDayLive Konzerte veranstalten werden: In München und in den USA.

Das Konzert in München wird am 9. Juli 2019 in der Muffathalle stattfinden. Dort werden Die Fantastischen Vier und Clueso auftreten. Die Hip-Hop Band wird dort die besten Songs aus ihrer 30jährigen Bandgeschichte spielen. Und der Sänger Clueso wird seine Hits zum Besten geben.

Smudo von den Fantastischen Vier kündigte außerdem an, am Abend des Konzerts einen Song mitzuschneiden und anschließend exklusiv für Prime-Mitglieder bei Amazon Music als Stream zur Verfügung zu stellen. So werde das Konzert zu einem unvergesslichen Abend.

Die Tickets für das Konzert sind nur für Prime-Mitglieder reserviert, die sich ab heute hier auf dieser Website und bis zum 4.Juli um 7.01 Uhr für die Ticket-Verlosung registrieren können und damit die Chance haben, je ein Ticket für sich und ihre Begleitung zu gewinnen.  Zusätzlich wird es eine begrenzte Anzahl an Tickets ab 18 Uhr an der Abendkasse geben.

Außerdem präsentiert Amazon Music zum 30jährigen Band-Geburtstag die "30 Jahre Fanta 4"-Playlist, sodass Prime-Mitglieder sowohl auf Prime Music als auch auf Amazon Music Unlimited in den Genuss der größten Hits aus 30 Jahren Bandgeschichte kommen können. Weiterhin können Fans ab dem 9.Juli Shirts und Fan-Artikel in limitierten Editionen im neuen Die Fantastischen Vier Store auf Amazon.de ergattern.

Doch das #PrimeDayLive Konzert wird sich nicht nur auf Deutschland beschränken. Amazon Music wird ebenfalls ein einmaliges, globales Konzert-Event veranstalten : das Prime Day Konzert mit Taylor Swift und Auftritten von Dua Lipa, SZA und Becky G.

Das Konzert findet in der Nacht vom 10. auf den 11.Juli um 3.00 Uhr (deutscher Zeit) statt und Prime-Mitglieder auf der ganzen Welt können per Livestream auf Prime Video dabei sein. Nach dem Konzert können die Songs dann für einen begrenzten Zeitraum on-Demand angesehen werden.

WhatsApp-Status bald auch auf Facebook und Instagram

Bei WhatsApp läuft aktuell ein Testlauf, um den dort verfassten Status mit anderen Apps zu teilen . Teilnehmer am Beta-Programm finden hierfür unter ihrem Status eine neuen Teilen-Schaltfläche. Damit lässt sich der Status von WhatsApp mit wenigen Klicks als Facebook-Story teilen oder in Apps wie Instagram, Gmail oder Google Photos verwenden. Der Status von WhatsApp entspricht dem Stories-Feature von Instagram, die geteilten Momentaufnahmen werden nach 24 Stunden gelöscht.

Trotz der geplanten Möglichkeit, den Status von WhatsApp zu Facebook zu übertragen, beteuern die Betreiber, dass beide Dienste auch weiterhin strikt voneinander getrennt wären. Stattdessen setze die Funktion auf das in iOS und Android integrierte Teilen-Feature. Auch eine Automatisierung der Übernahme sei nicht geplant, stattdessen sollten Nutzer immer wieder händisch die Zweitverwendung abnicken. Ein Abgleich der Daten von Facebook und WhatsApp finde speziell für die Teilen-Funktion des Status nicht statt. Der Status wurde 2017 bei WhatsApp eingeführt. Mittlerweile wird er täglich von über 500 Millionen Nutzern verwendet. Ab 2020 wollen die Betreiber Werbeanzeigen unter die Status-Meldungen mischen, um mit dem Dienst endlich Geld verdienen zu können.

 

GeForce Super: Nvidia erhöht Druck auf AMD Navi mit drei überarbeiteten Grafikchips

„Something super is coming“, so kündigte Nvidia ein neues Produkt in einem YouTube-Video an. Hierbei handelt es sich laut anonymen Quellen um drei überarbeitete RTX Grafikkarten, wie Wccftech und Tweaktown berichten.

Bei der Frischkur für die drei Grafikprozessoren GeForce RTX 2080, RTX 2070 und RTX 2060 soll Nvidia auf schnelleren GDDR6 Videospeicher setzen. Aber nicht nur der Speichertakt, sondern auch die Taktraten sollen sich durch eine strengere Chipselektierung erhöhen. Der zu erwartende Leistungszuwachs gegenüber den Vorgängern dürfte zwischen fünf und 15 Prozent liegen. Unverändertes Flaggschiff soll wohl die RTX 2080 Ti bleiben, auch wenn sich die Quellen hier nicht ganz einig sind.

Unbekannt ist der zu erwartende Name der drei Grafikkarten, da das vorhandene Ti-Kürzel bei der neuen RTX 2080 mit der bereits bestehenden RTX 2080 Ti kollidieren würde. Eventuell kommt das von Nvidia genannte Wort „super“ hier zum Zuge.

Die neuen Grafikchips sollen AMDs anstehende Navi-Generation nicht nur leistungs-, sondern auch preismäßig unter Druck setzen. Laut den Gerüchten soll Nvidia für die überarbeiteten Versionen der RTX 2060, RTX 2070 und RTX 2080 Preise von $249, $399 und $599 ausrufen. Ob sich diese Gerüchte bewahrheiten, erfahren wir wahrscheinlich auf der E3.


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