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Morgenmagazin vom Freitag, 28. November 2014

28.11.2014 | 07:24 Uhr |

Was heute wichtig wird: 28. November 2014 +++ Freitag: ”Die Macht” erscheint bei iTunes-Trailers +++ Mozilla verbessert Firefox-Websuche +++ Twitter späht Nutzer verstärkt aus - so wehren Sie sich! +++ Umfrage: Telefon-Funktion bei Handys weniger wichtig +++ Flic - Kabelloser intelligenter Button als Shortcut für Smartphone-Aktionen

Was heute wichtig wird: 28. November 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Was die Sonde Philae über den Kometen, auf dem sie landete, und damit über die Frühzeit unseres Sonnensystems in Erfahrung bringen konnte, wird die beteiligten Wissenschaftler noch eine Weile beschäftigen. Selbst diese spektakulär gewonnenen Daten werden nicht alle Fragen zur Planetenentstehung beantworten können, doch erhoffen sich Astronomen wesentliche neue Erkenntnisse. Man ist ja erst am Anfang, vor etwas mehr als 75 Jahren konnte Orson Welles die Radiohörer noch mit einer hyperrealistischen Hörspielfassung von "Krieg der Welten" davon überzeugen, dass Marsianer die Erde angreifen. Schon damals hätte man jedoch wissen können, dass es auf dem Mars wohl kein höher entwickeltes Leben geben könne, die vom italienischen Astronomen Giovanni Schiaparelli entdeckten "Kanäle" hatten sich bei genauerer Betrachtung längst als natürliche Gesteinsformationen, Fehler in der verwendeten Optik und einem Übersetzungsfehler erwiesen: Schiaparelli hatte stets von "Gräben" gesprochen, die er sah und dafür das italienische Wort "canali" verwendet.

Doch wie genau es auf dem Mars aussieht, wissen Wissenschaftler auch erst, seitdem sie persönlich vorbei gesehen haben. Gut, die Sonden waren bisher alle unbemannt, aber das spielt in dem Zusammenhang keine Rolle. Erstmals nahm Mariner 4 den Mars in so etwas wie persönlichen Augenschein, heute vor 50 Jahren gestartet. Die erschütternde Erkenntnis des Forschungsraumschiffs: Der Mars hat kein Magnetfeld und eine unglaublich dünne Atmosphäre. Dass es Wasser auf dem roten Planeten zumindest einmal gegeben haben muss oder in Form von Eis immer noch gibt, ist eine mittlerweile gesicherte Erkenntnis, die Frage ist nur, wo all das Wasser denn geblieben ist. Und ob dessen Verschwinden mit dem fehlenden Magnetfeld zu tun hat. Bis diese Fragen geklärt sind, können wir immer mehr über das Wunder Erde staunen. Wasser. Magnetfeld, äußere Schutzhülle gegen das stete Teilchenbombardement der Sonne, einzigartig und zerbrechlich. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Black Friday bei Apple für Product (RED): Farbwechsel nach dem Blues für einen roten und einen blauen Planeten. Apple begeht den Black Friday 2014 nicht nur mit Rabatten für die Kunden, sondern verspricht, von den Umsätzen den Global Fund in seinem Kampf gegen AIDS in Afrika zu unterstützen. Den Preisnachlass bei Kauf von Mac, iPad und iPod gibt Apple in Form von Gutscheinen für den iTunes Store aus, im Wert von 50 US-Dollar für ein iPad, 100 US-Dollar für einen Mac. I n Europa gibt es nach dem derzeitigen Stand der Dinge keine Rabatte , sondern nur am Montag Spenden für den Global Fund. Wo man heute Nachlässe auf Hardware, Software und Zubehör bekommt, haben wir in unserem stets aktualisierten Ratgeber zusammengetragen .

Zweifache Bestätigung der USB : Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung unerlässlich ist, will man sensible Daten wie die in iCloud oder sein Google-Konto zuverlässig schützen. Das Erstellen und Eingeben speziell von gerätespezifischen Passworten ist aber manchen so lästig, dass er auf die zusätzliche Sicherheit verzichtet. Yubico präsentiert mit den Yubikeys eine Dongle basierte Lösung.

100 Milliarden US-Dollar in den Sand gesetzt: Apples Anteilseigner freuen sich nicht nur über einen stets steigenden Aktienkurs, sondern auch über üppige Dividenden. Der Forbes-Autor Eric Jackson hält das Programm zur Rückgabe von Investments jedoch für einen kapitalen Fehler, Tim Cook hätte aufgrund Apples Vergangenheit anders handeln und das Geld zusammenhalten müssen.

Weitere Nachrichten:

Freitag: ”Die Macht” erscheint bei iTunes-Trailers

Via Twitter teilt Apple mit, dass der erste offizielle Trailer zur neuen Star-Wars-Verfilmung ”The Force Awakens” am Freitag auf iTunes erscheint. Die insgesamt siebte (wenn man von der Animationsverfilmung Star Wars: The Clone Wars absieht) Kino-Folge der Weltraumsaga kommt nächstes Jahr ins Kino.
 
2015 soll unter der Regie von J.J. Abrams die dritte Trilogie des Weltraummärchens Star Wars in den Kinos starten – erstmals also ohne den legendären George Lucas auf dem Chefstuhl. Die Rechte gehören inzwischen dem Disney-Konzern. Und es stehen illustre Namen auf der Schauspielerliste, so insbesondere Mark Hamill und Harrison Ford, die bereits 1977 und in den folgenden Beiträgen der ersten Trilogie als Luke Skywalker respektive Han Solo gegen das dunkle Imperium kämpften. Auch Carrie Fisher als Prinzessin Leia soll sich wieder die Ehre geben – natürlich allesamt nicht nur real, sondern auch im Film deutlich gealtert.
Am heutigen Freitag soll es also erstmals einenTrailer zu der nächsten Star Wars-Kinofolge geben, so auch in 30 US-Kinos. Und eben auch iTunes-Trailers, wo Apple diesen als ”exklusiven Teaser” für Freitag schon ankündigt. Der Film ”Star Wars: The Force Awakens” selbst soll erst ab Dezember 2015 die Kinos erobern.

Mozilla verbessert Firefox-Websuche

Der Browser Firefox soll eine überarbeitete Suchfunktion erhalten. Derzeit werden in der Suchbox lediglich Vervollständigungsoptionen für die voreingestellte Suchmaschine angeboten. Für die Zukunft stellt Mozilla an der gleichen Stelle eine Schaltfläche zur Verfügung, die bis zu acht weitere Suchdienste auflistet.

Die Neuerung soll Zeit sparen, wenn beispielsweise gezielt ein Wikipedia-Eintrage gesucht wird. Meist gehen Nutzer dann den Umweg über die von ihnen voreingestellte Suchmaschine. Die Konfiguration der Suchdienste soll in einem neuen Einstellungsreiter erfolgen. Dort können die vom Anwender gewünschte Hauptsuchmaschine sowie bis zu acht weitere Dienste wie Amazon, Bing, Twitter oder Ebay aktiviert werden.

Wann die überarbeitete Suchfunktion in Firefox Einzug halten soll, steht derzeit noch nicht fest. Mozilla hat darüber hinaus auch noch keine Versionsnummer enthüllt, bis zu der mit dem Feature gerechnet werden kann.

Twitter späht Nutzer verstärkt aus - so wehren Sie sich!

Twitter sammelt nun Daten darüber, welche andere Apps die Besitzer von Android- und iOS-Smartphones installiert haben und verwenden. Twitter begründet die Erstellung des so genannten "App-Diagramms" damit, dass man den Nutzern eine "individuellere Twitter-Erfahrung" bieten möchte, indem man ihnen "maßgeschneiderte Inhalte" bereitstelle.

Gemeint ist damit: Die Daten fließen auch in die Algorithmen ein, die entscheiden, welche Werbung dem jeweiligen Nutzer angezeigt werden soll. Sie werden aber auch dafür verwendet, um den Nutzern Empfehlungen zu geben, welchen Twitter-Nutzern sie folgen sollten oder welche Tweets weiter oben als andere angezeigt werden.

Im Prinzip sammelt Twitter nur eine Liste, mit den auf dem Smartphone installierten Apps. Was die Nutzer mit diesen Apps machen, kann Twitter nicht ermitteln. Wem aber auch das schon zu weit geht, der kann das Sammeln der App-Liste verhindern.

Sowohl unter Android als auch iOS wechseln Sie zunächst in der Twitter-App auf die Einstellungen. In Android gelangen Sie zu diesen über das Antippen des Overflow-Symbols (die drei untereinander befindlichen Punkte oben rechts). Unter iOS müssen Sie das Zahnrad-Symbol anklicken. In den Einstellungen tippen Sie nun mit dem Finger auf das Twitter-Konto, dessen Einstellungen sie ändern möchten.

Unter Datenschutz ändern Sie nun die Einstellung in Twitter anhand meiner Apps anpassen.

Derzeit ist die neue Funktion nur der iOS-Variante der Twitter-App enthalten. Sie wird erst demnächst mit der neuen Android-Version auch an Android-Nutzer ausgeliefert.

Umfrage: Telefon-Funktion bei Handys weniger wichtig

Mit Smartphones kann man viel mehr machen, als einfach nur telefonieren. Das zeigt nun auch das Ergebnis einer Umfrage des DSL-Vergleichsportals www.schlaubi.de. Bei dieser Umfrage wurden 1.762 Smartphone-Nutzer ab 18 Jahren aufgefordert, die von ihnen am häufigsten genutzten Smartphone-Fuktionen zu nennen. Mehrfachantworten waren möglich.

Laut der Umfrage sind das die am meisten genutzten Smartphone-Funktionen:

  1. SMS – 67%

  2. Surfen im Internet – 63%

  3. E-Mails – 58%

  4. Soziale Netzwerke – 49%

  5. Musik – 45%

  6. Kamera – 42 %

  7. Telefon – 41%

  8. Kalender/Uhr – 27%

  9. Navigation – 23%

  10. Taschenrechner – 14%

Knapp jeder Vierte (23%), gab bei der Umfrage an, auf die Telefon-Funktion des Smartphones auch verzichten zu können. Und lediglich 37 Prozent nutzen ihr Smartphone täglich zum telefonieren.

Auf die Frage, welche Smartphone-Eigenschaft am wichtigsten sei, nannte die Mehrheit (37 Prozent) die Größe des Displays. Auf dem zweiten Platz landete die Prozessor-Geschwindigkeit (34 Prozent). Den dritten Platz teilen sich mit 26 Prozent Kameraqualität und Akku-Laufzeit.

Flic - Kabelloser intelligenter Button als Shortcut für Smartphone-Aktionen

Wie wäre es, wenn man mit einem Knopfdruck auf einen Button an der Wand sein irgendwo in der Wohnung verlegtes Smartphone zum Klingeln bringen, die Beleuchtung steuern oder Pizza bestellen könnte? Klingt zu schön, um wahr zu sein, soll aber mit dem kabellosen Button Flic zukünftig möglich sein.

Die Oberfläche des Flic besteht aus farbigem Silikon. Die Verbindung zum Smartphone wird mittels Bluetooth 4.0 hergestellt. Über eine App soll sich festlegen lassen, welche Aktion bei Klick, Doppelklick oder Halten ausgeführt wird. Flic interagiert dabei mit einer ganzen Reihe bekannter Apps. Darüber hinaus steht ein Developer Kit zur Verfügung. Die Batterielaufzeit soll für bis zu 60000 Klicks reichen. Zudem soll der Flic gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt sein.

Der Flic ist laut Hersteller mit iPhones (4s aufwärts) sowie Android Smartphones (ab Version 4.3) kompatibel, sofern diese über Bluetooth 4.0 verfügen.

Wer sich einen der Buttons sichern möchte, kann die Indiegogo-Kampagne zur Finanzierung noch bis zum 3. Januar unterstützten. Das Kampagnenziel wurde bereits deutlich überschritten.

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