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Morgenmagazin vom Freitag, 4. April 2014

04.04.2014 | 07:21 Uhr |

Apple, Microsoft und andere unterstützen Patentsystem +++ Nest Protect warnt vor Verzögerungen beim Rauchalarm +++ Elgato bringt Thunderbolt-Dock +++ 18 Millionen gestohlene E-Mail-Passwörter entdeckt +++ Macheist: Acht OS X-Programme für 20 US-Dollar +++ Bang & Olufsen bringt Beoplay A9 +++ TomTom Runner Cardio GPS Sportuhr +++ Test: Objektivfehler korrigieren mit PTlens 1.7 +++ Tipp: App Nap ausschalten

Apple, Microsoft und andere unterstützen Patentsystem

Apple hat mit Microsoft, IBM und vier anderen großen US-Firmen die Lobby-Gruppe Partnership for American Innovation gegründet, die sich zum Ziel setzt, das bestehende Patentsystem zu verteidigen. Weitere Mitglieder sind bisher Dupont, General Electric, Ford und Pfizer, weitere sollen in den nächsten Tagen dazu stoßen, berichtet Fortune. Als Sprecher der Gruppe fungiert der ehemalige Direktor des US-Marken- und Patentamts Dave Kappos, der die Stoßrichtung der Initiative klar stellt: "Wir müssen von der öffentlichen Meinung abkommen, dass das Patentsystem kaputt ist und Trolle die Wirtschaft zu einem kompletten Halt bringen," heißt es in einer ersten Presseerklärung. Stattdessen müsse man am "besten Patentsystem des Planeten" nur einige Schräublein zur Feinjustierung drehen. Die US-Regierung hatte im letzten Jahr eine Gesetzesinitiative gegen Patentmissbrauch eingeleitet. Sogenannte Patenttrolle oder "Non Practicing Entities (NPE)" würden die Wirtschaft massiv schädigen, indem sie Patente lediglich dafür erwerben, um mit Klagen Lizenzzahlungen der Nutzer der Technologien zu erpressen. Apple ist das populärste Opfer der Patenttrolle und muss im Jahr dutzende Millionen US-Dollar in Prozesse und deren Folgen investieren. Softwarepatente sind indes auch in den USA stark umstritten, ob sich alle Methoden von Computerprogrammen wirklich patentieren lassen, ist Gegenstand aktueller Prozesse.

Die Industriegruppe ist in ihren Aussagen bisher aber vage geblieben und spricht sich nicht für oder gegen einen bestimmten Gesetzesvorschlag aus. Stattdessen legt sie nur drei Grundaussagen vor: Die US-Wirtschaft werde am besten durch ein starkes Patentsystem geschützt, die Weltwirtschaft fährt am besten damit, das System so zu akzeptieren, wie es ist und das US-Marken- und Patentamt soll ausreichend finanzielle Mittel erhalten, um das Patentsystem zu pflegen und aufrecht zu erhalten. Im Interview mit Fortune lässt sich Dave Kappos noch dazu verleiten, seine Sicht zu Softwarepatenten klar zu stellen. Autos könnten heutzutage nur selbstständig einparken, weil Software die Fähigkeiten von Sensoren und Kameras effizient nutze.

Nest Protect warnt vor Verzögerungen beim Rauchalarm

Der von Google übernommene Hersteller Nest warnt Nutzer seines Rauchmelders Nest Protect vor einem Fehler, den ausgerechnet eine der wesentlichen Funktionen des Gerätes mitbringt. Den Rauchmelder kann man mit einem Wink abschalten, Anwender sollen diese Nest Wave genannte Funktion jedoch deaktivieren, da sie laut Hersteller bei einem Ernstfall zu einem verzögerten Einsetzen des Alarms führen könne. Nest will eine Lösung für das Problem bereit stellen, die kann aber noch zwei bis drei Monate auf sich warten lassen. Neue Geräte verkauft Nest in der Zwischenzeit nicht mehr, wer seinen fehlerhaften Rauchmelder nun nicht mehr behalten will, bekommt bei Rückgabe den kompletten Kaufpreis ersetzt, bietet Nest an. Man habe das Problem selbst entdeckt und wisse nicht, ob es bei einem der Kunden überhaupt schon aufgetreten ist, erklärt Nest-CEO Tony Fadell. Nest wird das Update über das Internet bereit stellen, wer seinen Rauchmelder noch nicht mit den Netz verbunden hat, soll dies nun tun.

Elgato bringt Thunderbolt-Dock

Das Thunderbolt-Dock von Elgato soll das An- und Abstecken von Peripherie erleichtern. Verbindet man etwa sein Macbook Pro via Thunderbolt mit dem Dock, bekommt man über die weiteren Anschlüsse des Gerätes Verbindung zu Backup-Festplatten, Monitoren oder dem kabelgebundenen Netzwerk. An der Rückseite des Docks sind neben dem Stromanschluss je zwei Buchsen für Thunderbolt und USB 3.0 zu finden sowie je ein HDMI- und Ethernet-Output. An der Vorderseite finden sich zudem eine dritte USB-3-0-Buchse, etwa für USB-Sticks oder zum Anschluss eines Ladekabels für iPHone und iPad. Ein Kopfhörerausgang und ein Mikrofoneingang komplettieren die Vorderseite des kompakten Adapters. Elgato bietet das Thunderbolt-Dock im eigenen Webshop für 300 Euro an.

18 Millionen gestohlene E-Mail-Passwörter entdeckt

Hacker, Spion, Sonnenbrille, Man in Black, Cybercrime, Security, Blackhat, 16:9
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© Shutterstock.com / Photosani

Betroffen seien alle großen deutschen Provider, berichtet "Spiegel Online" ; manche Konten würden offenbar aktuell missbraucht. Noch sei beim dem Vernehmen nach größten bislang bekannten Fall von Datendiebstahl in Deutschland unklar, wie viele der Zugangsdaten deutschen Nutzern zuzuordnen sind (etliche haben international verwendete Endungen wie .com), die Behörden gingen derzeit von etwa drei Millionen Betroffenen hierzulande aus.

Teile der Adressen würden wohl derzeit für kriminelle Aktivitäten missbraucht, etwa zum Versenden von Spam. Es handelt sich laut "Spiegel Online" um den zweiten großen Fall innerhalb weniger Monate. Bereits im vergangenen Jahr hätten vier auf Cyberkriminalität spezialisierte Staatsanwälte aus Verden an der Aller zufällig eine Datenbank mit 16 Millionen E-Mail-Adressen und den dazugehörigen Passwörtern entdeckt.

Im Januar ging das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach monatelangen Ermittlungen und Vorbereitungen schließlich an die Öffentlichkeit und forderte die Bundesbürger auf, auf einer Seite der Behörde ihre E-Mail-Adresse zu überprüfen . Von mehr als 30 Millionen E-Mail-Adressen waren rund 1,6 Millionen tatsächlich betroffen - damals war ein Großteil der Zugangsdaten veraltet und "nicht mehr missbräuchlich nutzbar".

Die beiden Verfahren hängen nach "Spiegel"-Recherchen zusammen. Der Täterkreis könnte identisch sein, vermuten die Ermittler - im ersten, allerdings noch nicht aufgeklärten Fall führte die Spur der Cyberkriminellen ins Baltikum. Das BSI habe sich auf Anfrage zu dem neuen Fall nicht äußern wollen, heißt es weiter.

Macheist: Acht OS X-Programme für 20 US-Dollar

Noch bis Dienstag nächster Woche kann man sich bedienen und für 20 US-Dollar acht Mac-Programme erwerben, die laut Bundle-Anbieter Macheist regulär gut 1700 US-Dollar wert sind, was einer Ersparnis von 98 Prozent entspricht. In der Tat kostet allein die Videoproduktions-Suite Boinx TV (ab Mac-OS X 10.6) regulär 499 US-Dollar. Wer auch nur diese benötigt, macht hier also mehr als nur ein Schnäppchen. Auch die Animationssoftware Toon Boom Studio (ab OS X 10.8) hat es  preislich in sich – dafür werden im Normalfall 249 US-Dollar fällig. Doch hier halten andere Programme im Paket mehr als mit. Die Finanzverwaltung Account Edge Pro (ab Mac-OS X 10.6) ist nach Listenpreis erst für 399 US-Dollar zu haben. Die Entwicklungsumgebung Xojo Desktop (ab OS X 10.7) kostet ansonsten 300 US-Dollar. Immerhin geht es dann über Starry Night Pro, Macjournal und iSale mit dem Fotoprogramm Picturesque (ab Mac-OS X 10.6) bis hinunter zu 15 US-Dollar Normalpreis. Dazu kommt eine ”Mystery App”, das heißt ein kostenloses Zusatzprogramm, dessen Identität man erst erfährt, wenn 10.000 Programm-Pakete verkauft sind. Dann gibt es auch Xojo Desktop komplett umsonst. Zehn Prozent des Verkaufserlöses will der Anbieter zudem an eine Wohltätigkeitsorganisation spenden.
Trotz des günstigen Gesamtpreises sollte man nochmals genau hinschauen, welche Systemanforderungen ein Programm, auf das man besonderen Wert legt, hat. Dazu gibt Macheist im Überblick zu jeder einzelnen Applikation jeweils Auskunft.

Bang & Olufsen bringt Beoplay A9

Mit dem drahtlosen Audiosystem Beoplay A9 lässt sich Musik von iOS-Geräten mit Airplay sowie von Android-Geräten mit DLNA streamen. Über Spotify Connect eröffnet Beoplay A9 auf Tastendruck Zugriff auf mehr als 20 Millionen digital gespeicherter Songs. Beoplay A9 ist mit einem digitalen Verstärkersystem der Klasse D ausgestattet, dessen separate Verstärker 480 Watt auf die fünf eingebauten Lautsprechereinheiten verteilen. Das schließt auch einen 8-Zoll-Tieftöner für Bässe ein. Darüber hinaus bietet das System drei vorab einstellbare Optionen zur Anpassung des Audiosystems an seine Aufstellposition im Raum, wodurch stets ein optimaler Klang aus dem System gewährleistet sein soll.

Ein besonderes Merkmal des Beoplay A9 ist nach Meinung des Herstellers sein zeitloses Aussehen und seine Fähigkeit, Look und Ausdruck durch die Auswahl von Abdeckung und Standfüßen je nach Bedürfnis immer wieder zu verändern. Nun bringt Bang & Olufsen eine neue Ausführung davon auf den Markt: Statt wie bisher üblich in Weiß ist die Rückseite des Produktes schwarz beschichtet. Zudem ist die äußere Umrandung des Produktes nun in schwarz eloxiertem Aluminium eingefasst. Diese Veränderungen sollen dem Beoplay A9, das von Øivind Alexander Slaatto, einem jungen, preisgekrönten dänischen Designer entworfen wurde, einen ”dramatischen und dominanten Ausdruck” verleihen.

Weitere Informationen zu Ausmaßen und Funktionen erhält man auf der Herstellersite . Das Audiosystem Beoplay A9 Black Edition mit drei Jahren Garantie und freier Lieferung gibt es zum Preis von 2000 Euro.

TomTom Runner Cardio GPS Sportuhr

Sport ist eines der probatesten Mittel, um dem Burnout vorzubeugen. Die Zeiten jedoch, in denen man einfach die Laufschuhe gepackt und losgerannt ist, sind vorbei – zumindest für technikaffine Gadget-Enthusiasten. Inzwischen lassen sich, dank Fitness-Trackern und modernen Sportuhren, Leistungswerte mit einer Genauigkeit erfassen, die in der Vergangenheit nur Profisportlern vorbehalten war. Ein neues Gadget dieser Klasse bietet TomTom mit der Runner Cardio GPS Sportuhr.

TomTom Runner Cardio GPS Sportuhr
Vergrößern TomTom Runner Cardio GPS Sportuhr
© TomTom

Die Sportuhr misst laut Hersteller über einen optischen Sensors von Mio den Blutvolumenfluss unter der Haut und berechnet an Hand der Werte die Herzfrequenz. Auf diese Weise soll es Sportlern möglich sein, im jeweils optimalen Pulsbereich zu trainieren. Das Display zeigt Zeit, Distanz und Tempo. Zudem verfügt die Sportuhr über Sensoren, die auch in Hallen und auf Laufbändern die zurückgelegte Distanz messen können sollen.

Die Akkulaufzeit soll bei 8 (GPS+HFM) beziehungsweise 10 Stunden (nur GPS) liegen. Darüber hinaus soll die Uhr dank Wasserdichtheit bis 50 Meter und kratz- sowie bruchfestem Displayglas bei jedem Wetter einsetzbar sein.

Die TomTom Runner Cardio kann über //www.tomtom.com/sports:www.tomtom.com/sports vorbestellt werden.

Test: Objektivfehler korrigieren mit PTlens 1.7

Vor allem bei Weitwinkelaufnahmen von Gebäuden fällt auf, dass viele Kameraobjektive Abbildungsfehler produzieren. Auf die Korrektur dieser Verzeichnungen, Vignettierungen, Aberrationen und Perspektivfehler ist Ptlens spezialisiert. Verzeichnungen der Arten Tonnen-Kissenförmig und Fisheye kann das Tool automatisch korrigieren, dank einer aktiven Benutzergemeinde sind die Korrekturdaten vieler aktueller und alter Objektive und Kameras in der Datenbank des Herstellers gespeichert. Zusätzlich korrigiert das Tool Vignettierungen, chromatische Aberrationen und Perspektivfehler - hier muss man die Korrekturen aber manuell einstellen.

Wahlweise als eigenständiges Programm oder als Plug-in für Photoshop, Lightroom und Aperture ist die Software verwendbar, die Standalone-Version unterstützt aber nur TIFF und JPEG. Vor allem für Aperture-Nutzer erscheint uns die Software interessant, besitzen die Programme von Adobe doch bereits eigene Korrekturfunktionen. Vor allem die automatische Verzeichnungskorrektur macht einen guten Eindruck, für die anderen Korrekturfunktionen gibt es aber bessere Alternativen. So korrigiert beispielsweise die Software DXO Optics Pro Objektivfehler automatisch und Photoshop bietet weit mehr Optionen - allerdings ist PTLens mit einem Preis von 25 US-Dollar vergleichsweise günstig. Die Ergebnisse können qualitativ überzeugen, vor dem Kauf sollte man aber unbedingt nachprüfen, ob die eigenen Kameras und Objektive von PTlens unterstützt werden. Zu den unterstützten Modellen gehören auch viele Kompaktkameras und einige iPhone-Modelle.

 

Empfehlung PTLens

 

Für die Korrektur von Verzeichnungen bietet PTLens eine preiswerte Alternative zu Photoshop und DXO Optics, automatisch funktioniert leider nur die Verzeichnungskorrektur. Interessant finden wir die Software vor allem für Aperture-Nutzer.

App Nap ausschalten

Die Funktion App Nap von Mavericks soll den Prozessor entlasten, denn nur die aktuell aktiven Apps bekommen die maximale Rechenleistung zugewiesen. Programme, die von Fenstern anderer Anwendungen verdeckt sind und im Hintergrund laufen, werden schlafen gelegt und in den Standby-Modus versetzt. Dadurch wird auch der Akku der Macbooks geschont. Das Sys­tem kümmert sich selbstständig darum, die inaktiven Programme schlafen zu legen und wieder aufzuwecken, diese müssen aber App Nap unterstützen. Manchmal kann App Nap aber störend sein, wenn etwa im Hintergrund in iMovie ein Film exportiert wird und man inzwischen E-Mails lesen möchte. Hierfür lässt sich die App-Nap-Funktion manuell deaktivieren. Dazu markiert man eine Anwendung im Finder, öffnet mit „Befehlstaste-I“ („cmd-I“) das Informationsfenster und markiert die Option „App Nap deaktivieren“.

Soll eine Anwendung nicht in den Ruhemodus gehen, lässt sich App Nap im Informationsfenster ausschalten.
Vergrößern Soll eine Anwendung nicht in den Ruhemodus gehen, lässt sich App Nap im Informationsfenster ausschalten.
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