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Morgenmagazin vom Freitag, 4. Juni 2021

04.06.2021 | 07:17 Uhr | Peter Müller

Vor der WWDC: Wünsche an macOS +++ Weitere Hinweise auf neue Macbook Pro +++ Was Huawei mit HarmonyOS besser macht als Apple +++ Was für den Mac Mini M1 statt des iMac M1 spricht +++ BMW i4 und BMW iNext: Preise und Verkaufsstart +++ Neuer Symfonisk-Speaker: Ikea entfernt geleakte Daten von seiner Webseite +++ Letzte Chance: Diese Filme entfernt Netflix in Kürze

4. Juni: Gespannte Erwartung

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Brückentag, nicht nur der letzte in der Oster- und Pfingstzeit, in der Feiertage unter der Woche öfter vorkommen, sondern der letzte des Jahres. Den gestrigen Feiertag Fronleichnam hatten ja nicht alle Bundesbürger, aber bis Heiligabend, der nicht von allen Arbeitgebern auch tatsächlich frei gegeben wird, gibt es keine Auszeiten mehr unter der Woche - außer man nimmt Urlaub oder baut seine Überstunden ab. Der 3. Oktober ein Samstag, der 1. November ein Sonntag, sogar der 15. August (auch wieder fast nur in Bayern) und der 8. August (exklusiv in Augsburg) fallen auf einen Sonntag, die Weihnachtsfeiertage auf das Wochenende. Aber das wird auf alle Fälle besser werden in den nächsten Jahren, das mit der Pandemie hoffentlich auch.

In diesem Jahr verzichten wir darauf, an Brückentagen frei zu nehmen, es ist ja kaum zum Feiern zumute - und regnerisch ist es heue auch noch. Unser großer Feiertag als Macianer steht jedoch unmittelbar bevor: Am Montag beginnt die WWDC 2021, zum zweiten (und hoffentlich letzten) Mal als reine Online-Veranstaltung. Einige der Lösungen, die uns durch die Pandemie bringen, mögen ja bleiben, wie mehr Home Office, Videokonferenzen statt Inlandsflügen, Masken im ÖPNV in der "Erkältungszeit" oder grundsätzlich mehr Abstand (gerne auch wieder mehr Anstand!), auf echte Treffen in echten Apple Parks mit echten Menschen freuen sich aber nicht nur die Entwickler, die schon mal ihren Bioryhthmus umstellen: Anstatt Jetlag nach transkontinentaler Reise hat man jetzt eben etliche Nachtsitzungen vor sich.

Because the night belongs to us … Vor drei Jahren war das etwa eine der Neuheiten in macOS 10.14 Mojave - der Dunkelmodus. Für etliche Anwendungen mag das praktisch sein, Bildbearbeitung, Videoschnitt und auch Soundrecording, aber viele strengt das die Augen mehr an, müssen sie weißen Text auf dunklem Hintergrund lesen. Immerhin lässt uns macOS - und seit zwei Jahren auch iOS und iPadOS - die Wahl, ob wir es lieber hell oder dunkel wollen. Am heutigen Freitag erledigen wir noch ein wenig von den Aufgaben, die in den nächsten zwei oder drei Wochen eher liegen bleiben dürften und stellen uns nach der Arbeit vor die Wahl: Hell oder Dunkel? Wenn's im Biergarten dafür zu kühl und zu nass ist, dann eben im Getränkemarkt. Schönen Brückentag und ein erholsames Wochenende!

Lesetipps für den Freitag

Gute Gründe: Es spricht viel für den neuen iMac M1 und nicht wirklich viel dagegen, Karen Haslam hat aber drei Gründe ausfindig gemacht, warum man eher zu einem Mac Mini M1 greifen könnte. Denn der ist in Sachen Leistungsfähigkeit genau so beeindruckend wie der iMac M1, der gleiche Chip verrichtet sein Werk. Wer bewusst auf die Farben des iMac M1 anspringt, sollte sich auch vergegenwärtigen, dass diese an der Front deutlich fahler sind, steht der iMac M1 vor einer Wand, hat man wenig von den satten Tönen der Rückseite. Nicht zuletzt könnte auch der Bildschirm ein Grund sein, besser den Mac Mini zu nehmen - das 4,5K-Dispaly des iMac ist zwar beeindruckend, manche benötigen aber einfach einen größeren Bildschirm, den sie sich zu ihrem Mac Mini M1 dann frei wählen könnten.

Kopie: Da Huawei der Bannstrahl der mittlerweile abgewählten US-Regierung traf, darf Google dem chinesischen Unternehmen sein Betriebssystem Android nicht mehr lizenzieren. Huawei hat aus der Not aber offenbar eine Tugend gemacht und mit HarmonyOS ein eigenes System für Tablets, Telefone und Smartwatches vorgelegt, das einerseits iOS und iPadOS frappierend ähnlich sieht, aber vieles besser macht als Apple, wie Michael Simon anmerkt. Viel ist von iOS und iPadOS inspiriert, etwa die Widgets auf dem Bildschrim, das Kontrollzentrum, das bei Huawei Task Center heißt, ein Dock mit aktiven und dauerhaft platzierten Apps und ein Splitscreen-Modus. Und doch mache HarmonyOS einiges besser, vor allem bei der Integration der Systeme. Über das Task Center lassen sich etwa Kontrollen und Features von Gerät zu Gerät übertragen, so lasse sich etwa ein auf dem Telefon begonnener Film leicht auf das Tablet schieben - etwas, das bei Apple etwas mehr Aufwand erfordert. Aber iPadOS 15 steht ja unmittelbar bevor und kann sich wieder von HarmonyOS abgrenzen.

Mehr Sicherheit: Einer der Hauptkritikpunkte an den Airtags war, dass sie Android-Nutzer nicht alarmierten, wenn jemand sie damit stalken möchte. Das iPhone gibt eine Warnung aus, erkennt es ein Airtag oder einen anderen an "Wo ist?" angeschlossenen Tracker, der sich mitbewegt, aber nicht zum Besitzer gehört. Apple hat nun gegenüber Cnet versprochen, für Android eine Detektor-App mit dieser Funktion herauszubringen. Zudem ändert Apple die Zeitspanne, nach der das Airtag nach der Trennung vom Besitzer laut gibt. Bisher sind das drei tage, nun werde es sich nach acht bis 24 Stunden melden, die exakte  Zeit bestimme der Zufall.

Hardware: Die WWDC, die am Montag beginnt, dreht sich vor allem um Software. Es mehren sich die Hinweise, dass heuer auch mal wieder neue Hardware auf dem Programm steht. Der Wedbush-Analyst Dan Ives erklöärt laut Macrumors Anlegern, dass Apple die Gelegenheit nutzen werde und auf der Keynote zu Beginn der Entwicklerkonferenz neue Macbook Pro mit 14- und 16-Zoll-Bildschirm zeigen wolle. Ives war zuletzt auch im Vorfeld der Spring-Loaded-Keynote richtig gelegen, auch Jon Prosser ist sich sicher, dass Apple kommende Woche neue Macbook Pro zeigen werde. Diese werden ein etwas eckigeres Design bekommen, auf die Touchbar wieder verzichten, dafür einen HDMI-Port und wieder einen SD-Card-Slot bringen. Während aber die meisten Auguren davon ausgehen, dass im Inneren ein modifizierter Chip wie ein M1X oder gar ein M2 arbeitet, behauptet Ives, Apple werde weiter auf den M1 setzen.

Wünsche: Jason Snell hat noch vor der WWDC-Woche seine Wünsche an macOS 12 aufgeschrieben, die nun wirklich nicht nach übertriebenen oder unrealistischen Forderungen aussehen. So wäre es etwa eine gute Idee, wenn Apple auch Apps von Dritten in das Kontrollzentrum ließe und Entwicklern es attraktiver mache, ihre iPad-Apps auch auf den Mac zu bringen - dazu auch noch solche für das iPhone. Apple könnte mit gutem Beispiel vorangehen und die Kalender- oder Mail-App des iPad auf den Mac bringen – und vor allem die Shortcuts. Auch recht wichtig wäre eine Ankündigung von Microsoft zum Thema Windows für ARM - so manches Windowsprogramm hätte man dann doch gerne auch auf dem Apple-Silicon-Mac. Side Car ließe sich soweit ausbauen, dass jedes Apple-Gerät seinen Bildschirm mit dem eines anderen erweitern könnte. Über allem steht aber die Zuverlässigkeit und Stabilität des Systems.

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BMW i4 und BMW iNext: Preise und Verkaufsstart

Das neue viertürige Gran Coupé BMW i4 (4,78 Meter lang und über 2 Tonnen schwer) soll offensichtlich dem Tesla Model 3 Käufer streitig machen. Es gibt den i4 in zwei Varianten: Für den BMW i4 eDrive40 beginnen die Preise bei 58.300 Euro. Dafür bekommt man 250 kW/340 PS, 430 Nm Drehmoment, klassischen Hinterradantrieb und eine theoretische Reichweite von bis zu 590 Kilometer gemäß WLTP. Der BMW i4 eDrive40 zieht in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei 190 km/h regelt die Elektronik ab.

Besonders sportlich veranlagte BMW-Kunden können auch zum BMW i4 M50 greifen, der ab 69.900 Euro zu haben ist. Der BMW i4 M50 beschleunigt von null auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Dieses M-Modell kommt mit 400 kW/544 PS, 795 Nm, Allradantrieb und einer Reichweite von bis zu 510 Kilometer gemäß WLTP.

Zur technischen Ausstattung gehören Doppelgelenk-Federbein-Vorderachse und Fünflenker-Hinterachse. Hubabhängige Stoßdämpfer und Hinterachs-Luftfederung sind serienmäßig. Beim BMW i4 M50 kommen noch das modellspezifische adaptive M-Fahrwerk, variable Sportlenkung, M-Sportbremsanlage und optional bis zu 20 Zoll große M-Leichtmetallrädern hinzu. Den CW-Wert gibt BMW mit 0,24 an.

Die Batterie (Brutto-Energiegehalt: 83,9 kWh) verbaut BMW wie bei fast allen E-Autos sehr tief, was für eine gute Straßenlage sorgt. Ein Heizungs- und Kühlsystem mit Wärmepumpen-Funktion für Innenraum, Hochvoltbatterie und Antrieb gehört zur Ausstattung. Ein vorausschauendes Wärmemanagement für die Hochvoltbatterie soll die Ladeeffizienz optimieren.

An passenden Gleichstrom-Schnellladestationen soll mit einer Leistung von bis zu 200 kW aufgeladen werden. Innerhalb von 10 Minuten soll sich dort eine Reichweite von bis zu 164 km (BMW i4 eDrive40) beziehungsweise 140 Kilometer (BMW i4 M50) nachladen lassen.

Das Gepäckraumvolumen ist von 470 auf bis zu 1290 Liter erweiterbar. Die maximal zulässige Anhängelast gibt BMW mit 1600 Kilogramm an. Im Innenraum warten ein 12,3 Zoll großes Information Display und ein 14,9 Zoll großen Control Display auf den Fahrer. Die Datenübertragung erfolgt über 5G.

Die Auslieferung startet BMW bei beiden Modellen im November 2021.

Zum BMW iX, den BMW 2018 als Prototyp BMW Vision iNext vorgestellt hatte, hat BMW ebenfalls die Preise verraten. Das neue E-Flaggschiff von BMW soll ab November 2021 ausgeliefert werden. Zur Markteinführung gibt es zwei Modellvarianten, beide mit elektrischem Allradantrieb: 385 kW/523 PS im BMW iX xDrive50 für 98.000 Euro aufwärts und 240 kW/326 PS im BMW iX xDrive40 zu Preisen ab 77.300 Euro.

Die theoretischen WLTP-Reichweiten gibt BMW mit bis zu 630 Kilometer im BMW iX xDrive50 und mit bis zu 425 Kilometer im BMW iX xDrive40 an. Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Modellprogramm noch um den BMW iX M60 ergänzt, der mit mehr als 440 kW/600 PS soll.

Neuer Symfonisk-Speaker: Ikea entfernt geleakte Daten von seiner Webseite

Ikea will am 16. Juni 2021 neue Lautsprecher mit Sonos-Technik vorstellen. Diese Produktreihe trägt bekanntlich die Bezeichnung „Symfonisk“ und derzeit sind davon zwei Varianten erhältlich. Wir haben beide Symfonisk-Speaker getestet.

Bereits im April 2021 war durchgesickert, dass es sich bei diesen neuen Lautsprechern um eine Art von Wandschmuck beziehungsweise Bilder handeln wird. Doch für einige Zeit waren auf der US-amerikanischen Ikea-Website (bis mindestens 9.30 Uhr, 2.6.) tatsächlich schon konkrete Hinweise auf das neue Produkt aufgetaucht, wie The Verge berichtet. Ikea USA hatte nämlich die vollständige Produktseite online gestellt.

MIttlerweile hat Ikea die geleakte Webseite jedoch offline genommen.

So heißt das neue Symfoniskprodukt “Symfonisk Picture frame with Wi-Fi speaker”, also wie bereits vermutet ein Bilderrahmen mit integriertem Lautsprecher. Als Preis nannte die Ikea-Webseite 199 US-Dollar. Den smarten Bilderrahmen gibt es wahlweise in Schwarz und Weiß. Das Produkt ist derzeit noch nicht lieferbar, was nicht überraschend ist, weil Ikea diese neue Symfoniskprodukt ja erst in wenigen Wochen offiziell vorstellen wird.

Der Bilderrahmen ist aus Kunststoff gefertigt. Der Kunde kann unter „verschiedenen austauschbaren Fronten“ wählen, schreibt Ikea. Damit ist offensichtlich das gemeint, was eingerahmt ist. Denn Sie können anscheinend keine eigenen Bilder in diesen Bilderrahmen stecken, sondern müssen eines der mitgelieferten verwenden. Es ist also streng genommen kein smarter Bilderrahmen, sondern ein smartes „Kunstwerk“ zum an die Wand hängen.

Der smarte Bilderrahmen wird wie gehabt mit dem WLAN verbunden und wird auch Apple Airplay 2 sowie Spotify Connect unterstützen. Die Konfiguration erfolgt via Sonos-App, außerdem lässt sich der Bilderrahmen-Speaker in Ikea Home Smart integrieren.

Neben diesem smarten Bilderrahmen wird Ikea außerdem im Juni vermutlich eine überarbeite Tischlampe mit Sonos-Technik vorstellen.

Letzte Chance: Diese Filme entfernt Netflix in Kürze

Auf Netflix kommen regelmäßig neue Filme und Serien hinzu, darunter neben eigenen Produktionen auch sogenannte Lizenztitel. Ebenso regelmäßig entfernt Netflix aber auch solche lizenzierten Inhalte. Auf welche Neuzugänge sich die Netflix-Nutzer in den nächsten Tagen und Wochen freuen dürfen, erfahren sie auf der Netflix-Seite unter "Neu und beliebt" in den Kategorien "In den nächsten Tagen verfügbar", "In den nächsten Wochen verfügbar" und "Das Warten lohnt sich". Dort verrät Netflix auch, ab welchem Tag die jeweiligen Inhalte genau angeschaut werden können.

Etwas schwieriger ist es da herauszufinden, welche Filme und Serien den beliebten Streaming-Dienst verlassen. Abhilfe schafft hier die App WhatsOnFlix ( hier für Android und hier für iOS erhältlich). Hier eine Übersicht der wichtigsten Serien und Filme, die in den nächsten Tagen den Video-Streaming-Dienst Netflix verlassen. Sie erhalten damit die Chance, diese Inhalte noch schnell anzuschauen...

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