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Morgenmagazin vom Freitag, 5. Februar 2021

05.02.2021 | 07:10 Uhr | Peter Müller

Public Betas von iOS 14.5, iPadOS 14.5, watchOS 7.4 +++ Nikkei: Apple verhandelt auch mit japanischer Autoindustrie +++ Apples VR-Brille mit 8K-Displays und 12 Kameras +++ Big Sur: Sicherheitslücke in Sudo betrifft auch Macs +++ Instagram: Gelöschte Beiträge wiederherstellen +++ Xiaomi beliebter als Huawei - Apple & Samsung aber an der Spitze +++ Staatsanwaltschaft fehlt Passwort für 1.700 Bitcoins

5. Februar: Stormfront coming

Macwelt wünscht Guten Morgen! Auch heute haben wir wieder Wetter, Wetter, Wetter. Vor allem ein hochinteressantes dieser Tage: Denn quer über Deutschland liegt eine Luftmassengrenze, warme, feuchte Meeresluft trifft auf kalte, trockene Polarluft. An der Grenze steigt die warme Luft nach oben, das Wasser kondensiert und fällt als das zu Boden, was man gemeinhin Schneefall nennt. Und nein, das geht nicht über Altoona runter, auch nicht im Raum Pittsburgh, sondern eben genau hierzulande. Während in Freiburg die ersten Cafés aufmachten könnten und in München die Biergärten – wäre da nicht was – kann man sich in Hannover, Hamburg und Bremen, in Rostock, Schwerin und Greifswald wieder an den Jahreswechsel von 1978 auf 1979 erinnert fühlen. Denn zum starken Schneefall kommen auch noch heftige Winde. Aus dem tiefen und ausnahmsweise mal sonnigen Süden der Republik senden wir daher herzliche Grüße in den Norden, verbunden mit den Wünschen, dass es nicht so heftig werden wird wie vor etwas mehr als 42 Jahren und bald – für uns alle – wieder bessere Tage kommen mögen.

Heute ist nicht mehr Murmeltiertag, an dem der Wetterfrosch Phil Connors erst in einen Schneesturm geriet, den er für weiter östlich vorhergesehen hatte und dann in eine Zeitschleife, aus den ihn erst die Liebe erlöst. Aber heute ist der Ehrentag für Phil Connors und Kollegen, der "National Weatherperson's Day" - nicht zu verwechseln mit dem Welttag der Meteorologie am 23. März. Nicht alle Wetterleute, die im Radio den Wetterbericht verlesen oder wie Phil Connors in den Fernsehstudios der Welt vor Wetterkarten herumturnen, sind auch gelernte Meteorologen, manche präsentieren nur das, was ihnen Leute vom Fach aufgeschrieben haben. Und doch ist es angebracht, diese Vermittler von Wissen zu preisen und zu loben, denn nicht nur Gutes kommt von oben. Es hat seine Vorteile, wenn man weiß, wie genau das Wetter in den nächsten Tagen und Stunden vor Ort wird, besonders in möglichen Katatstrophenfällen. Beim "Jahrhundertschneesturm" in Norddeutschland war die Wissenschaft noch lange nicht so weit wie sie heute ist, vor allem die Rechenkapazitäten haben sich in den vergangenen vier Jahrzehnten deutlich verbessert - und damit die Genauigkeit der Vorhersage.

Und dennoch konnte der Diplommeteorologe Donald Bäcker am Montag noch nicht genau im Wetterteil der Morning Show, pardon, des ARD-Morgenmagazins, sagen, wie genau das Wetter am heutigen Freitag würde. Manche, die am Montag noch sorglos waren und seither nicht mehr ihren Wissensstand erneuerten, werden heute womöglich negativ überrascht, andere haben womöglich Vorsorge getroffen und fragen sich nun wofür. Ein dynamsich-chaotisches System wie das Wetter erlaubt nur ungenaue Prognosen, vor allem, wenn die Zeitspanne länger wird und man den Ort de Geschehens enger definiert. Alle Rechenleistung der Welt muss hier versagen.

Und dennoch könnte im Appleversum die Wettervorhersage genauer sein. Das, was Apple ab Werk auf iPhone, iPad und Apple Watch ausliefert, ist gelinde gesagt unzureichend. Die Vorhersagen basieren auf Daten sehr weit auseinander liegender Wetterstationen, und die Rechenmodelle scheinen auch nicht die besten zu sein. Immerhin konnte mit Hilfe von Dark Sky, das Apple vor gut zwei Jahren übernommen hat und das eigene Wetterstationen in den USA in einem dichteren Netz betreibt, die Wettervorhersage besser werden. In den USA und nun auch in Irland und UK bietet die Wetter-App von iOS 14 jetzt immerhin eine Einstundenvorhersage für den Ort an, das ginge dann schon beinahe in Richtung Unwetterwarnung. Noch fehlen uns Erfahrungswerte und Daten, wir hoffen aber auf eine höhere Genauigkeit als bisher. Vielleicht kann man sich dann im nächsten Winter, wenn man nicht mehr so oft zu Hause arbeitet, ein Stück weit mehr auf die Wettersymbole auf der Uhr verlassen.

Lesetipps für den Freitag

Stand der Dinge: Was nun Apples nächstes großes Ding wird, das iCar oder die AR/VR-Brille (sihe Text weiter unten), wissen wir nicht. Nur ziemlich sicher können wir sagen. Der Quantencomputer ist es nicht. Immerhin, die Partner und Konkurrenten IBM und Google investieren in die Grundlagenforschung, von der keiner sagen kann, ob und wann sie für den Alltag relevante Ergebnisse liefert. Die Vorzüge eines Quantencomputers sind unbestritten, Wettervorhersagen (siehe Text oben) würden derartige Maschinen auf ein völlig neues Niveau heben, herkömmliche kryptographische Verfahren wären aber nicht mehr wirksam und durch unmöglich zu knackende Quantenkryptographie abgelöst. Was aber nun der Stand der Forschung in Deutschland ist und was zu tun wäre, um sie auf ein neues Niveau zu heben, steht in einem Expertenbeitrag bei unseren Kollegen der Computerwoche.

Patent: Die Apple Glasses kommen aber eher früher als später, berichtet The Information (Text weiter unten). Apple sichert sich auch immer mehr Patente zu dem Thema, wie Apple Insider darlegt. So sollen die Sensoren in der Brille nicht nur vermessen, ob deren Träger aufmerksam ist, sondern auch, wie sehr und worauf sich seine Aufmerksamkeit richtet. Die in das Gesichtsfeld projizierten Inhalte passen sich dementsprechend an, etwa in ihrer Helligkeit. Ein anderes Patent hingegen erklärt, wie man mit Hilfe der Brille und dem Blick auf das iPhone dieses entsperren kann.

Jetzt öffentlich: Drei Tage hat es diesmal gedauert, doch nun liegen nach den Developer Previews auch die Public Betas von iOS 14.5 und iPadOS 14.5 vor. Apple hat gestern Abend für alle im Beta-Test registrierten Anwender, die auf ihren Geräten die entsprechenden Profile installiert haben, die neuen Versionen freigegeben. Vor allem iOS 14.5 bringt interessante Neuigkeiten, so lässt sich mit dem neuen System mit Hilfe der Apple Watch das iPhone per FaceID entsperren, wenn man einen Mundnasenschutz trägt - was ja noch eine Weile der Fall sein wird.  Dazu benötigt man auch watchOS 7.4, das nun ebenso als Public Beta vorliegt . In iOS 14.5 und iPad OS 14.5 ist nun die Ad Transparency integriert, Apps müssen offen kommunizieren, welche Daten sie von ihren Nutzern speichern und verarbeiten, Tracker sind ab Werk abgestellt. Facebook gefällt das Vorgehen gar nicht, da es das Geschäftsmodell des sozialen Netzwerks stark trifft, eine Kartellklage ist daher in Vorbereitung. Ein anderes soziales Netzwerk, Snap Inc., warnt bereits Anleger vor den Folgen . Die Nachfrage nach digitalen Anzeigen könnte zurückgehen und die Umsatzerwartungen verfehlen lassen. Der Kurs der Snap-Aktie gab bereits um sieben Prozent nach.

Verhandlungen: Hyundai-Kia ist offenbar nicht das einzige Eisen im Feuer, das Apple für sein spekuliertes Apple Car schmiedet. Laut eines Berichts von Nikkei sei der Konzern in Verhandlungen mit mindestens sechs japanischen Autobauern, die als Zulieferer wesentlicher Teile für das autonome Fahrzeug in Frage kämen. Dabei stoße Apple aber nicht immer auf offene Türen, denn die angesprochenen Firmen würden auch etwaige Nachteile einer solche n Kooperation erkennen. Zwar gäbe es für die jeweiligen Marken einen gewissen Auftrieb, die Euphorie könnte sich aber schnell erschöpfen, da Apple von den Unternehmen in seiner Lieferkette viel verlange. Die mögliche Strategie mit der japanischen Autoindustrie gleiche der  mit dem iPhone, für das viele Unternehmen horizontal Teile der Produktion beitragen würden.

Gesundheit: Apple Watches sollte es auf Krankenschein geben, denn im Gegensatz zu Homöopathie wirkt Apples Uhr über den Placebo-Effekt hinaus. Sicher nicht bei allen Beschwerden, sie kann aber bei unerkannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen Leben retten. Apple erzählt in seinem Newsroom eine weiter herzzerreißende Geschi … , pardon, das eben nicht, sondern eine Geschichte aus dem echten Leben. Der Amateursportler Bob March, der sich fit wie ein Turnschuh fühlte und in denselben häufig Laufen war, entdeckte erst über die zum 17ten Hochzeitstag von seiner Frau geschenkte Apple Watch anhand einiger Warnungen, dass er an Arhythmie des Herzens leidet – der konsultierte Hausarzt verwies ihn stante pede in das Krankenhaus. Ein dort eingesetzter Herzkatheter rettete Bob das Leben - der 58jährige läuft jetzt auch wieder, immer mit Apple Watch am Handgelenk.

Reform: Die Senatorin der Demokraten aus Minnesota, Amy Klobuchar, hat als neue Vorsitzende des Antikartellausschusses des US-Senats einen weitreichenden Reformvorschlag für die Gesetze gegen Kartellbildung eingereicht. Verstöße, derer Firmen wie Apple oder Google immer beschuldigt werden, könnte zu einer Strafe in Höhe von bis zu 15 Prozent des Jahresumsatzes führen. Gleichzeitig befasst sich auch das Repräsentantenhaus mit einem von den Demokraten eingereichten strengen Vorschalg. Den oppositionellen Republikaner gehen die Gesetzesvorschläge etwas zu weit, es besteht aber Einigkeit, härter gegen Kartellbildung vor allem von Big Tech vorgehen zu wollen. Die Demokraten halten in beiden Parlamentskammern die Mehrheit, da im Senat bei einem 50:50-Patt die Stimme der Vizepräsidentin entscheiden würde.

Weitere Nachrichten:

Apples VR-Brille mit 8K-Displays und 12 Kameras

Wie " The Information " (hinter Bezahlschranke) berichtet, steckt ein neues Produkt von Apple in den finalen Stadien der Entwicklung. Die VR-Brille von Apple sollte zwei 8K-Displays eingebaut bekommen, sowie zwölf Kameras, die Handbewegungen des Nutzers nachverfolgen und eine Abbildung der realen Welt dem Nutzer weiterleiten. Neben den Kameras soll die VR-Brille einen Lidar-Sensor wie in den aktuellen iPhones und iPads erhalten. Damit wird die Vermessung der realen Umgebung genauer und ebenfalls die Darstellung virtuellen Objekte geblendet mit realen Möbel beispielsweise.

"The Information" hat nach eigenen Angaben einige Blaupausen der kommenden Brille gesehen, demnach ist Apples Produkt relativ klein, die abgerundeten Displays schmiegen sich an einen geflochtenen Stoff, der am Gesicht der Nutzer anliegt. Ähnlich wie Armbänder für die Apple Watch, werden die Kopfhalterungen der Brille austauschbar. Apples Brille soll Pegatron in Taiwan fertigen, angeblich ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, als dass die Brille noch 2022 erscheinen könne.

Der Hersteller strebt demnach einen eher teures Preissegment an, Apples VR-Brille soll ab 3 000 US-Dollar kosten, vergleichbar mit der Hololens von Microsoft. Vielleicht deswegen soll Pegatron zunächst nur 250 000 von neuen Brillen fertigen, zumindest im ersten Jahr auf dem Markt. Bei Apple diskutiert man intern, für welche Aufgaben sich neue Brille eignen kann. Neben den klassischen Spielen probiert Apple laut "The Information" seine VR-Brille im Bildungs- und Business-Bereich aus.

Die VR-Brille trägt interne Nummer N301, ihr Gehäuse blockiert die periphere Sicht, sodass nur Kameras das Signal von außen überbringen. Momentan ist noch nicht klar, wie der Nutzer die neue Brille kontrollieren wird. "The Information" berichtet über eine Art Schalter am Gehäuse, womit sich die Software steuern lässt. Ein Außen-Display an der Brille sollte im Ruhezustand dem Nutzer Infos zur Software liefern, beim Einsatz soll ein solches Display mit der Außenwelt kommunizieren.

Big Sur: Sicherheitslücke in Sudo betrifft auch Macs

Viele Mac-Anwender haben schon einmal das Unix-Tool "sudo" verwendet. Oft wird es nämlich bei Terminal-Befehlen benutzt, für die ein Anwender kurzzeitig besondere Nutzerrechte benötigt (Mit einem Befehl wie sudo nvram StartupMute=%01 kann man beispielsweise bei Intel-Macs den Startton einschalten ).

Mithilfe des Tools ist es möglich, einen Befehl mit Rechten eines sogenannten Root-Nutzers durchzuführen, was Zugriff auf sensible Systembereiche ermöglicht.  Eine Sicherheitslücke in diesem Tool ist deshalb sehr gefährlich, da Hacker tiefe Eingriffe in ein System durchführen könnten. Letzte Woche wurde eine solche Lücke unter Linux und BSD entdeckt, laut Berichten ist neben anderen UNIX-Systemen auch macOS betroffen – inklusive macOS 11.2. Wie Matthew Hickey auf Twitter zeigte , muss der als CVE-2021-3156 bekannte Fehler unter macOS allerdings leicht abgeändert werden. Mithilfe eines sogenannten Symlinks zu sudoedit soll der auch „Baron Samedit“ genannte Exploit auch unter Big Sur funktionieren. Dies wurde von anderen Sicherheitsforschern wie Patrick Wardle bestätigt. Laut Berichten ist für die Ausnutzung der Lücke durch einen Angreifer allerdings noch eine weitere Sicherheitslücke in macOS erforderlich. So muss ein Angreifer zuerst Zugriff auf den Rechner erlangen.

In Version Sudo v1.9.5p2 ist die Lücke bereits korrigiert, betroffen sind die Versionen 1.8.2 bis 1.8.31p2  und 1.9.0 bis 1.9.5p1. Apple wird die Lücke voraussichtlich in einem kommenden Update schließen.

Instagram: Gelöschte Beiträge wiederherstellen

Instagram will seinen Nutzern mehr Kontrolle über gelöschte Inhalte geben und den Schaden begrenzen, den Hacker bei einem gestohlenen Account anrichten können. Dafür startet das soziale Netzwerk ein neues Feature mit dem Namen " Recently Deleted " ("kürzlich gelöscht"). In dieser neuen Übersicht werden alle Beiträge, Fotos, Videos, Stories und IGTV-Videos abgelegt, bei denen der Nutzer auf "Löschen" geklickt hat – ähnlich wie der "Papierkorb" in Windows. Stories, die nicht archiviert wurden, verbleiben 24 Stunden in diesem Ordner, alle anderen Inhalte werden hier 30 Tage lang gespeichert, bevor sie endgültig gelöscht werden.

Vor Ablauf dieser 30-Tage-Frist können sämtliche gelöschten Beiträge wiederhergestellt werden. Beiträge, die im "Recently Deleted"-Ordner gelöscht werden, verschwinden endgültig. Zur neuen Übersicht gelangen Nutzer über den Menüpunkt "Einstellungen" und das Untermenü "Account". Mit der neuen Funktion will Instagram Nutzern nicht nur die Möglichkeit geben, aus einer Laune heraus gelöschte Inhalte zurückzubringen, sondern ihnen auch besseren Schutz vor Hackern geben. Wird ein Instagram-Account von einem Hacker übernommen, kann er beliebig viele Inhalte löschen. Über "Recently Deleted" hätten Nutzer Gelegenheit, diese gelöschten Beiträge zu retten. Für besseren Schutz soll nun außerdem eine zusätzliche Verifizierung sorgen. Nutzer müssen bestätigen, dass sie der rechtmäßige Account-Besitzer sind, bevor sie Inhalte endgültig löschen oder über "Recently Deleted" wieder herstellen können.

Aktuellen Gerüchten zufolge plant Instagram außerdem eine neue Story-Ansicht , die sich stärker an Reels und Tiktok orientiert. Hier sollen Nutzer nicht mehr nur horizontal, sondern auch vertikal durch die Story-Beiträge navigieren können. Eine offizielle Ankündigung seitens Instagram steht allerdings noch aus.

Xiaomi beliebter als Huawei - Apple & Samsung aber an der Spitze

Am 8. Februar 2021 wird Xiaomi sein neuestes Smartphone Mi 11 für den deutschen Markt vorstellen . Den Launch hat sich das Preisvergleichs-Portal Idealo zum Anlass genommen und analysiert, wie die Nachfrage der Xiaomi-Handys auf Idealo ist. Und dabei kommen interessante Ergebnisse zum Vorschein.

Bis Juni 2020 waren laut Idealo Smartphones von Xiaomi und Huawei nahezu gleich beliebt, wie die Nachfrage-Statistik oben im Bild zeigt. Ab Juli 2020 stieg die Nachfrage der Xiaomi-Handys, während die der Huawei-Geräte gleichzeitig abnahm. Im November setzte sich Xiaomi mit satten 114 Prozent gegenüber Huawei ab. Schlussfolgerung: Xiaomi-Geräte waren doppelt so beliebt wie Huawei-Smartphones. Das kommt natürlich nicht von ungefähr: Huawei ist weiterhin vom US-Bann betroffen und muss auf die Google-Dienste inklusive lizenziertem Android und allen Google-Apps wie den Play Store verzichten. Auch wenn Huawei weiterhin sehr gute Smartphones baut, ließ das Interesse nach.

Wenn man die Nachfrage nach Xiaomi-Smartphones mit Handys von Samsung und Apple vergleicht, dann sieht man klar, dass diese beiden Marken weiterhin den Mobilmarkt dominieren. Im Jahr 2020 waren Samsungs-Handys dreimal und iPhones viermal so beliebt wie Xiaomi-Modelle.

Fast das gesamte Jahr 2020 wurden mehr iPhones als Samsung-Geräte nachgefragt. Richtung Jahresende konnte sich Apple immer von Samsung absetzen. Im Dezember war die Nachfrage nach Apple-Geräten 57 Prozent höher als die nach Samsung-Handys. Was aber auch daran liegt, dass kurz zuvor Apple seine neueste Generation rund um das iPhone 12 (alle Infos) gelauncht hatte.

Staatsanwaltschaft fehlt Passwort für 1.700 Bitcoins

Die Staatsanwaltschaft Kempten ist im Besitz eines Bitcoin-Schatzes, den sie allerdings nicht in Geld für den Steuerzahler verwandeln kann. Bei einem Computerbetrüger waren vor Jahren 1.800 Bitcoins beschlagnahmt worden, doch für 1.730 Bitcoin fehle das Passwort, um darauf zuzugreifen. Das berichtet Spiegel Online am Donnerstag nach einem entsprechenden Bericht der Allgäuer Zeitung.

Der Bitcoin-Kurs - der aktuell auch stark schwankt - liegt bei derzeit etwa 31.000 Euro pro Bitcoin. Die knapp 1.730 Bitcoin haben damit einen stolzen Wert von etwa 54 Millionen Euro. Die Bitcoin waren vor Jahren bei einem Betrüger beschlagnahmt worden, der sich über Cryptojacking den Zugriff auf die Rechenleistung seiner Opfer verschafft hatte, um auf deren Computern die Bitcoins zu schürfen. Insgesamt wurden vor zwei Jahren bei dem Betrüger 1.800 Bitcoins beschlagnahmt, von denen nur 86 Bitcoins nicht durch ein Passwort geschützt waren und im Jahre 2018 verkauft wurden. Der mittlerweile verurteilte Betrüger weigert sich allerdings das Passwort für die restlichen Bitcoins zu verraten.

Der Bayerische Rundfunk meldet am Donnerstag, dass der Betrüger mittlerweile seine Haftstrafe verbüßt habe. Eine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft lehnt er aber ab und behält das Passwort lieber für sich. Auf die entsprechende Wallet habe der Mann aber keinen Zugriff mehr. Die Staatsanwaltschaft Kempten überprüfe regelmäßig die technischen Möglichkeiten, doch noch an den Bitcoin-Schatz zu gelangen. Das Geld würde nach einem Verkauf der Bitcoins in die Staatskasse fließen.

Ein ähnliches Problem hat übrigens ein deutscher Programmierer, der in den USA lebt und über den wir im Januar 2021 zuletzt berichteten: Der beruflich erfolgreiche Mann besitzt über 7.000 Bitcoin, hat aber seit Jahren das Passwort vergessen und kann damit nicht auf seine Wallet zugreifen. Nach aktuellem Bitcoin-Kurs sind die 7.000 Bitcoin stolze 217 Millionen Euro wert.

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