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Morgenmagazin vom Freitag, 5. März 2021

05.03.2021 | 07:13 Uhr | Peter Müller

iPad Pad 2021: M1-artiger Chip für irres Tempo +++ iPad 2022: OLED erst für das Air +++ Patent: Magsafe statt Lightning für das iPhone +++ Warum sich der Macbook-Kauf 2021 besonders lohnt – so sparen Sie Steuern +++ Whatsapp startet Sprach- und Videoanrufe am PC +++ Asterix: Netflix arbeitet an 3D-Animationsserie +++ Unfälle: E-Scooter-Fahrer stürzen meist auf den Kopf

5. März: Kino daheim

Macwelt wünscht einen guten Morgen! Endlich Freitag, aus dem Home Office wird nach getaner Arbeit wieder ein Heimkino. Endlich ist Zeit, "Losing Alice" zu Ende zu sehen, so ganz wollte die Serie bei uns aber nicht zünden. Heute läuft auf Apple TV+ aber auch das Staffelfinale von "Servant". Es sollte dann wieder neue Hinweise darauf gehen, wie sich die Erfinder Serie das Wesen des Kindermädchens Leanne gedacht haben, fünf bis sechs Staffeln soll das Verwirrspiel insgesamt gehen. Und so wie wir M. Night Shyamalan kennen, wird er in der letzten Folge der letzten Staffel noch mal einen Twist bringen, der alles davor völlig neu erscheinen lässt. Oder diesmal unterbleibt das, was dann die eigentliche Überraschung wäre.

Zuerst schießen wir uns aber wie jeden Freitag auf den Mond, mit der dritten Folge der zweiten Staffel von "For All Mankind". Es ist zwar eine alternative Realität, aber die Fiktion von recht viel Wissenschaft und Technik durchsetzt. In den ersten zehn Folgen begegneten wir auch jeder Menge realer Personen der NASA-Geschichte, etwa Wernher von Braun, Deke Slayton oder Gene Kranz. In der zweiten Staffel sehen wir an sich nur noch fiktive Charaktere, etwa den von Joel Kinnaman gespielten Captain Edward Baldwin, der in der Fantasie die Mission Apollo 10 befehligte, die um ein Haar auf dem Mond gelandet wäre - vor den Russen. Aber dann wäre die Geschichte schon vor der ersten Folge zu Ende erzählt gewesen.

In der Realität hatte die Landefähre von Apollo 10 wirklich den Mond umkreist, das Absteigen und Wiederaufsteigen geübt, ohne jedoch die Füße der Fähre oder der Besatzung in den Mondstaub zu drücken. Schritt für Schritt näherte sich die NASA dem anfangs der Sechziger ausgegeben Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und wieder sicher zurück zu bringen. Die Sowjets gaben die Motivation, die den ersten künstlichen Satelliten in das All geschickt hatten und wenig später den ersten Menschen - den auch sicher zurück.

Einen wesentlichen Meilenstein auf dem Weg zum Mond passierte das nach dem antiken Sonnengott benannte Mondprogramm am 5. März 1969 den Astronauten Rusty Schweickart und James McDivitt war erstmals im All der Umstieg von einem Raumfahrzeug in ein anderes gelungen, von der Kommandokapsel in die Landefähre, die Monate später im Meer der Stille aufsetzen sollte.

Die Sowjetunion war zu dem Zeitpunkt noch weit davon entfernt, einen Mann auf den Mond zu schicken oder gar wenig später eine Frau so wie in der ersten Staffel von "For All Mankind". Auch später hat der Antagonist der USA das nicht geschafft und wohl auch gar nicht mehr schaffen wollen. Das Rennen war verloren, wozu noch weiter strampeln. Ähnliches passierte den Gewinnern, das Interesse an weiteren Mondmissionen flaute schnell ab – die NASA verlor einen Großteil ihrer finanziellen Mittel.

Amüsant an "For All Mankind" sind nicht nur die Fiktionen von Wasser (in kristalliner Form) auf dem Mond am Rande des Shackleton-Kraters. So hüpfen die Schauspieler bei der Darstellung von Außenmissionen durchaus so herum, als ob die Schwerkraft nur ein Sechstel des irdischen Werts betrüge, im Inneren der Mondbasis stehen und gehen sie aber auf festem Boden. Die Gesetze der Physik sind auch bei der Kommunikation mit Houston aufgehoben: Immer kommt die Antwort sofort, als wäre ein Signal nicht mehr als zwei Sekunden vom Mond zur Erde und wieder zurück unterwegs. Aber wenn die Schreibtischlampe des Home-Office gelöscht ist und damit das Saallicht im Heimkino, sind uns derartige Aspekte für eine eskapistische Stunde lang egal.

Lesetipps für den Freitag

Verdammt schnell: In den nächsten Wochen darf man mit einem neuen iPad Pro rechnen, der kolportierte Termin 16. März kann damit zusammenhängen - sei es, dass an diesem Tag die Einladung für eine virtuelle Keynote eine Woche später erfolgt. Im vergangenen Jahr hatte das iPad Pro im Wesentlichen nur das Lidar neue bekommen und einen verbesserten A12-Chip: Z statt X. Dieser hatte bekanntlich die Developer Transition Kits angetrieben, die Apple im Sommer an Entwickler verlieh, die finalen Apple-Silicon-Macs bekamen ein SoC namens M1, das durch seine enorme Geschwindigkeit auffiel. Und genau das soll das iPad Pro von 2021 bekommen, einen Chip, der in der Leistungsklasse des M1 angesiedelt ist und das Tablet verdammt schnell machen werde, berichtet Mark Gurman auf Bloomberg. Für Michael Simon würde diese Innovation Sinn ergeben, vielleicht mehr noch als der ebenso erwartete Umstieg auf Mini-LED. Denn mit einem M1 oder einem vergleichbaren SoC könnte das iPad Pro endlich auch Apples Profisoftware ausführen, Logic Pro, Final Cut Pro und vor allem Xcode: Für die Entwicklungsumgebung, die viel Ressourcen verbraucht, gibt es für das iPad bisher nicht einmal eine eingeschränkte Version à la Garageband oder iMovie. Mit einem M1-artigen Chip könnte sich die Batterielaufzeit auch auf mehr als die bislang gültigen zehn Stunden ausdehnen, in Sachen Multitasking könnte Apple auf iPadOS ein paar neue Wege gehen. Und vor allem böte ein M1-Chip auch die Option, Mac-Apps auf das iPad zu installieren.

Verdammt hell: Womöglich wird es beim iPad Pro 2021 bei der Prozessor-Revolution bleiben und keine neue DIsplay- Technologie kommen, zieht man das jüngste Gerücht von Digitimes in Betracht. Denn demnach untersuche Apple Möglichkeiten, das iPad ab dem Jahr 2022 mit OLED-Display auszustatten, ein neues iPad Air könnte den Anfang machen, die iPad Pro aber bald nachziehen. Auch für künftige Macbooks mit 15-Zoll- und 17-Zoll-Diagonale käme OLED in Betracht. Digitimes hat allerdings in der Vergangenheit recht begrenzte Zuverlässigkeit bei seinen Vorhersagen hinsichtlich Apple-Produkten aufgewiesen, Mini-LED für das iPad Pro ist gewiss noch nicht ad acta gelegt.

Neue Verbindung: Das iPhone wird in naher Zukunft kein USB-C bekommen, vielleicht auch nie. Die Gründe sind vielschichtig, vor allem verdient Apple an den für seinen proprietären Anschluss Lightning gebauten Peripherieprodukten dank Lizenzgebühren mit. So erscheint es eher möglich, dass iPhones der Zukunft gar keine Buchse mehr haben, was sie auch noch einmal ein Stück unempfindlicher gegen Wasser machen würde. Das muss aber nicht heißen, dass die Schnittstellen nur noch drahtlos sind: Patently Apple hat ein Apple gewährtes Patent entdeckt, das einen Connector für das iPhone beschreibt, der ähnliuch wie der Smartconnector des iPad funktioniert. Dieser Der Steckverbinder enthalte versenkte Kontakte, "die durch Magnete, die mit Kontakten des elektronischen Geräts verbunden sind, magnetisch betätigt werden", heißt es in der Patentschrift. Darüber ließen sich nicht nur Daten austauschen, sondern das iPhone auch mit Energie versorgen. Eine Art von Magsafe anstatt Lightning also - und genau so proprietär.

Aua : Was an den Berichten von "explodierenden" iPhones an sich verwundern müsste: Bei einer Milliarde weltweit aktiver Geräte müssten sie doch viel öfter auftreten. Apple scheint die Sicherheit der Kunden durchaus ernst zu nehmen, wie das Unternehmen auf den jüngsten Vorfall mit einem thermisch durchgehenden iPhone kommentiert. Die australische News-Site 7news berichtet von einem iPhone-Nutzer aus Melbourne, der ein "zischendes Geäusch" in seiner Hosentasche vernahm und unmittelbar danach einen brennenden Schmerz: Sein iPhone X hatte aus unerfindlichen Gründen Feuer gefangen. Apple will den Vorfall untersuchen - und wird dabei vielleicht den Grund noch finden. Doch handelt es sich um seltene Ereignisse, anders als weiland beim Galaxy Note 7, das einen Konstruktionsfehler aufwies. Der Akku war derart dicht gepackt, dass Kurzschlüsse weit häufiger auftraten, so häufig, dass einzelne Fluggesellschaften gar die Mitnahme des Geräts untersagten.

Anarchy in the U.K.: Die britische Regulierungsbehörde hat nun eine Untersuchung gegen Apple begonnen, die herausfinden soll, ob der Anbieter mit dem App Store ein unfaires Monopol errichtet habe. Hintergrund sind Beschwerden von Entwicklern über die von Apple einbehaltenen Gebühren in Höhe von 30 respektive 15 Prozent. Apps für iPhone und iPad lassen sich nur über den App Store vertreiben, In-App-Käufe wie virtuelle Währungen oder mediale Inhalte könnte man zwar anderweitig an die Anwender verkaufen, Apple setzt dem aber Grenzen, indem es etwa niedrigerer Preise außerhalb des App Stores untersagt. Offenbar sieht Cupertino der weiteren Untersuchung gelassen entgegen, in einem Statement betont das Unternehmen die Vorteile seines Angebots und rechtfertigt damit seine Gebühren: "Der App Store ist ein Motor des Erfolgs für App-Entwickler, zum Teil wegen der strengen Standards, die wir haben - fair und gleichmäßig auf alle Entwickler angewandt -, um Kunden vor Malware zu schützen und eine zügellose Datensammlung ohne ihre Zustimmung zu verhindern."

Weitere Nachrichten:

Warum sich der Macbook-Kauf 2021 besonders lohnt – so sparen Sie Steuern

Vor allem unter Selbständigen sind Begriffe AFA und „Geringwertiges Wirtschaftsgut“ wohlbekannt. Selbständig nutzbare Computer oder auch Software durfte man bisher im Jahr der Anschaffung nur unter bestimmten Voraussetzungen komplett absetzen: Nur  eigenständige Geräte – also nicht den Mac Mini – und nur bei einem Kaufpreis unter 800 Euro ohne Mehrwertsteuer. Das Macbook Pro für 1449 Euro müsste man nach den alten Regeln über drei Jahre ab Kaufdatum abschreiben.

Am 19. Januar sind aber einige Steuerzahler mit Vorliebe für teure Computer bereits hellhörig geworden. Laut einem Beschluss der Bundesregierung, wurde nämlich hier eine Änderung angekündigt. Rechtlich hat das Finanzministerium dies nun so geregelt, dass man einen Computer innerhalb eines Jahres abschreiben kann – bisher war dies nur über drei oder mehr Jahre möglich.
Rückwirkend gilt dies für den Zeitraum ab 2021.

Angeben können Arbeitnehmer ihre Kosten auf der Anlage N. Für Unternehmer und Selbstständige gilt die Abschreibung für Gewinnermittlungen ab 2021. Die Abschreibung beginnt bei einem Kauf 2021 mit dem Monat des Kaufs und wird durch zwölf geteilt. Sie können also bei einem Kauf im März zehn Zwölftel im Steuerjahr 2021 abschreiben und zwei Zwölftel 2022. Die Abschreibung als GWG gilt aber weiterhin. Kostet der Computer unter 800 Euro, können Sie ihn weiter komplett absetzen.

Interessant: Laut Steuertipps gilt die neue Abschreibungsdauer zwar ab 2021, aber auch für frühere Anschaffungen. Es ist also möglich, die verkürzte Abschreibung auch für Käufe anzuwenden, die in früheren Wirtschaftsjahren stattfanden und die Abschreibungsdauer rückwirkend zu verkürzen.

Etwas komplizierter wird es  bei einem nur teilweise beruflich genutzten Rechner. Nutzen sie in zu 50 Prozent beruflich, können Sie nur 50 Prozent abschreiben. Nutzen Sie den Rechner nur zu 10 Prozent privat, gilt laut Buhl aber eine so genannte 10-Prozent-Hürde und sie können ihn trotzdem komplett angeben. Nutzen Sie ihn aber zu weniger als zehn Prozent beruflich, ist ebenfalls kein Abzug möglich.

Whatsapp startet Sprach- und Videoanrufe am PC

Whatsapp am PC bietet den Komfort und die Übersichtlichkeit eines großen Bildschirms. Vor allem aber können Sie mit der PC-Tastatur bequemer und schneller schreiben als mit der virtuellen Tastatur auf einem Smartphone. Doch bisher konnte man am PC über Whatsapp eben weder Sprachanrufe noch Videoanrufe machen. Das wird sich aber in den nächsten Tagen ändern.

Sprach- und Videoanrufe über Whatsapp sind immer Ende-zu-Ende verschlüsselt, unabhängig davon, ob Sie diese über das Smartphone oder am PC durchführen. Sprach- und Videoanrufe über die Whatsapp-Desktop-App funktionieren sowohl für vertikal als auch für horizontal ausgerichtete Bildschirme. Sie erscheinen Whatsapp zufolge in einem separaten Fenster, dessen Größe Sie individuell an ihren jeweiligen Bildschirm anpassen können. 

Dieses Fenster wird immer über anderen Fenstern angezeigt, damit Sie Ihre Videochats nicht in einem Tab Ihres Browsers oder in einem Stapel offener Fenster aus den Augen verlieren.

So nutzen Sie Whatsapp-Sprach- und Videoanrufe am PC:

Whatsapp wird Sprach- und Videoanrufe auf dem PC im Laufe der nächsten Woche für Nutzer mit Windows-PCs auf der ganzen Welt ausrollen, eine Mac-Version soll in Kürze folgen.

WhatsApp Web auf PC, iPad und Android-Tablet nutzen - so geht's

Whatsapp Web funktioniert bald ohne Handy

Whatsapp Desktop-App

Asterix: Netflix arbeitet an 3D-Animationsserie

Netflix hat eine Kooperation mit den französischen Verlag Hachette’s Les Editions Albert René geschlossen . Im Rahmen der Zusammenarbeit will der Streaming-Dienst eine 3D-Animationsserie zur Comic-Reihe "Asterix" produzieren. Regie wird Alain Chabat führen, der bereits für "Asterix & Oberlix: Mission Cleopatra" aus dem Jahr 2002 verantwortlich zeichnete. Als Produzent agiert Alain Goldman von Legende Films.

Die "Asterix"-Produktion ist als Limited Series ausgelegt. Sie ist demnach vorerst auf eine Staffel angelegt und erzählt in mehreren Episoden eine abgeschlossene Geschichte. Wie viele Episoden die Serie umfassen und wird und wie lang diese sein werden, ist noch nicht bekannt. Als Inspiration dient der Asterix-Band "Kampf der Häuptlinge", der in Frankreich 1999 und in Deutschland 1969 veröffentlicht wurde. Im Verlauf der Geschichte mischen sich die Römer in einen traditionellen Kampf zwischen den gallischen Häuptlingen ein und entführen den Druiden Miraculix. Eine Situation, die natürlich nur Asterix und Obelix lösen können. Die Geschichte wurde bereits im Jahr 1989 in "Asterix: Operation Hinkelstein" verfilmt.

Unfälle: E-Scooter-Fahrer stürzen meist auf den Kopf

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat in einer retrospektiven Studie die Unfallmechanismen und Verletzungsmuster bei E-Scooter-Fahrern analysiert und mit denen von Fahrradfahrern verglichen. Dafür wertete das Klinikum Unfälle mit E-Scootern und Fahrrädern im Zeitraum von Juni 2019 bis Juni 2020 aus. Die Forscher interessierte dabei besonders Demografie, Unfallmechanismus, Diagnostik, Verletzungsmuster, Notfallversorgung sowie Operationen und stationäre Aufenthalte.

Im Studienzeitraum verunglückten demnach 89 E-Scooter-Fahrer, mit einem Durchschnittsalter von 33,9 Jahren. Die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern war in den zwölf Monaten mit 435 mehr als viermal so hoch. Das Durchschnittsalter war mit 42,5 Jahren ebenfalls höher. Die Zahlen zeigen, dass sich E-Scooter-Unfälle im Vergleich zu Unfällen mit Fahrrädern meistens nachts und an Wochenenden ereigneten. 28 Prozent der E-Scooter-Unfallopfer standen dabei unter Alkoholeinfluss. Bei den Fahrrad-Unfällen hatten nur sechs Prozent Alkohol konsumiert.

Auch das Verletzungsmuster unterscheidet sich von dem der Fahrradfahrer. E-Scooter-Fahrer erlitten besonders häufig Kopf- und Gesichtsverletzungen. Verletzungen an den Armen kamen ebenfalls häufiger vor als Verletzungen der Beine. Die Forscher des Universitätsklinikums raten in Hinblick auf die Studienergebnisse allen E-Scooter-Fahrern dringen, einen Helm zu tragen und nicht unter Alkoholeinfluss zu fahren. Eine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer besteht derzeit nicht in Deutschland. Den Forschern zufolge könnte sich die Bereitstellung von Helmen im Rahmen des Verleihkonzepts schwierig gestalten.

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