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Morgenmagazin vom Freitag, 7. August 2015

07.08.2015 | 06:52 Uhr |

7. August 2015 +++ Jimmy Iovine spricht über Taylor Swift und die Konkurrenz +++ Dritte Beata für iOS 9 +++ Outlook für die Apple Watch +++ Software rechnet Objekte aus Fotos heraus +++ Facebook jetzt mit Livestream-Funktion +++ Autobauer müssen sich besser gegen Angriffe wappnen +++ Start-up will Cannabis mit Drohnen ausliefern

Was heute wichtig wird: 7. August 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! In diesem Jahr hat der erste Freitag im August maximal auf sich warten lassen, aber heute ist er endlich gekommen, der Internationale Tag des Biers. Als Münchner fällt es einem ja schwer zuzugeben, dass auch außerhalb der Landeshauptstadt und sogar nördlich der Donau hervorragendes Bier gebraut wird. Aber wo der Kopf ein wenig träge ist, stellt die Zunge fest: Nicht nur Augustiner, Kaltenberger und Tegernseer schmecken. Zum Beispiel die in Franken verorteten Rauchbiere: Wunderbar. Pils aus dem Schwarzwald: Herrlich. Tschechisches Bier, bei dem man nur im Ausland aufpassen muss, nicht die Industrieplörre aus den USA zu erwischen: Bud-, äh, wegweisend. Oder gar das Fernsehbier, das so gar nicht schmeckt wie all die anderen zur Hauptsendezeit beworbenen Massenprodukte: Das Bier ist in der Tat so herb erfrischend wie das Land, aus dem es kommt. Auch in Belgien, den Niederlanden und Dänemark verstehen sich Braumeister auf Hopfen und Malz. Selbst in den USA liegen handgemachte, individuelle Biere im Trend, dort lassen die Lebensmittelgesetze auch etwas mehr zu als die hiesigen. Aber auch unter Beachtung des Reinheitsgebots kann man exzellente Biere phantasievoll komponieren. Es gibt so Tage, da wünscht man sich schon in der Früh den Feierabend herbei, erst dann schmeckt das Bier so richtig, wenn alle Aufgaben erledigt sind.

In den kommenden drei Wochen werden Sie meine Kollegen der Macwelt-Redaktion morgens inspiriert begrüßen und den wichtigsten Nachrichten versorgen. Ich bin dann mal weg. Für drei Wochen in dem Land, das so herb-erfrischend ist wie das Bier, das dort gebraut wird. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Dritte Public Beta für iOS : Teilnehmer an Apples Beat-Programm können seit gestern Abend die dritte Vorabversion von iOS 9 laden und installieren. Wie im Fall von OS X El Capitan, das mittlerweile bei der vierten Public Beta angelangt ist, verrät Apple in den Releasenotes nur wenig über Änderungen und weist nur auf allgemeine Bugfixes hin. Die finale Version von iOS 9 sollte im September zusammen mit einer neuen iPhone-Generation herauskommen.

Outlook für die Apple Watch: Microsoft hat seine Kommunikations- und Kalender-App Outlook mit einer Verlängerung für die Apple Watch versehen - und dabei vieles richtig gemacht. Die App glänzt mit Übersichtlichkeit und sinnvollen Funktionen.

Entwickler gesucht: Für iOS entwickeln deutlich mehr Programmierer Apps als für Windows-Smartphones, Microsoft will mit Windows Bridge aus der Not eine Tugend machen. Die auch Project Islandwood genannte Entwicklungsumgebung soll es leicht machen, aus iOS-Apps solche für Windows entstehen zu lassen. Im Herbst soll Windows Bridge zur Verfügung stehen, Microsoft wird das Tool zu Open Source machen.

Jimmy Iovine im Interview: Der Gründer von Beats Electronics und heutige Mastermind von Apple Music stellt sich den Fragen des Evening Standard und plaudert dabei aus dem Nähkästchen. So habe Apple etwa der offene Brief von Taylor Swift über die kostenlose Probezeit des neuen Streaingdienstes überrascht, um vier Uhr morgens hatte die Sängerin ihrem Unmut öffentlich Luft gemacht. Iovine erzählt zudem über die für die Musikindustrie disruptive Erscheinung Napsters und wie er die Konkurrenz sieht.

Weitere Nachrichten:

Software rechnet Objekte aus Fotos heraus

Beim Fotografieren lenken Spiegelungen oder Zäune häufig vom eigentlichen Motiv ab. Google hat in Zusammenarbeit mit dem MIT einen Algorithmus entwickelt, der derartige Störeinflüsse nachträglich beseitigen kann. Dazu trennt die Software den Vordergrund vom Hintergrund.

Damit dies erfolgreich funktioniert, muss der Anwender mehrere Fotos mit leicht verändertem Blickwinkel schießen. Der Algorithmus erkennt so, welche Bildebene zum Vordergrund gehört und eliminiert werden muss. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. In zwei Beispielfotos verschwinden der Maschendrahtzaun oder die Spiegelung in der Scheibe nahezu komplett. Auch bei Tropfen auf einer Scheibe oder verschmutzten Fenstern könnte die Software helfen.

Noch lässt sich jedoch nicht abschätzen, ob Hobby-Fotografen die Funktion in naher Zukunft auf ihrem Smartphone oder ihrer Kamera nutzen können. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.

Facebook jetzt mit Livestream-Funktion

Der Erfolg von Apps wie Meerkat oder Periscope hat Facebook nun dazu bewegt, selbst eine Möglichkeit für das Livestreaming in seinen Dienst zu integrieren. Das „Live“ getaufte Feature ermöglicht Übertragungen in Echtzeit, steht jedoch nur für Promis und Personen des öffentlichen Lebens zur Verfügung. Dazu gehören laut Facebook auch Politiker, Sportler oder Künstler. Alle anderen dürfen nur zuschauen.

Die Livestreaming-Funktion ist Teil der App Mentions , die Facebook im vergangenen Jahr für erfolgreiche Seitenbetreiber anbietet. Die Übertragung wird automatisch im News Feed angezeigt, ein Alarm macht Fans zusätzlich darauf aufmerksam. Zuschauer können das Video liken, teilen und kommentieren. Wenn sich Freunde einen Stream anschauen, werden Nutzer auch darüber benachrichtigt.

Zu den ersten Nutzern zählen laut Facebook Dwayne “The Rock” Johnson, Serena Williams, Luke Bryan, Ricardo Kaká, Ashley Tisdale, Lester Holt, Martha Stewart, Michael Bublé.

Autobauer müssen sich besser gegen Angriffe wappnen

"Autohersteller sagen, ihre Wagen werden sicherer und sie arbeiten härter", sagte Chris Valasek am Mittwochabend auf der Hackerkonferenz Black Hat in Las Vegas . In manchen Bereichen hinkten die Autobauer allerdings noch hinterher. Valasek hatte es vor wenigen Wochen gemeinsam mit dem Sicherheitsfachmann Charlie Miller geschafft, ein fahrendes Auto aus der Ferne zu manipulieren .

"Hört auf zu sagen, dass eure Geräte nicht hackbar sind", sagte Valasek in Richtung der Autobauer, wie das "Las Vegas Review Journal" berichtete. Valasek ist Direktor für Fahrzeugsicherheitsforschung bei der Beratungsfirma IOActive.

Nachdem Miller und Valasek ihren Hack öffentlich gemacht hatten, rief der Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) 1,4 Millionen Jeep in den USA zurück. Die beiden Hacker hatten sich über das Internet mit dem Unterhaltungssystem des Jeeps verbunden . Von dort drangen Miller und Valasek tiefer in die Steuerungssoftware des Autos vor und programmierten das System so um, dass sie die Kontrolle über den Wagen bekamen. (dpa/tc)

Start-up will Cannabis mit Drohnen ausliefern

In Kalifornien ist der Konsum von Marihuana für medizinische Zwecke gesetzlich erlaubt. Das in San Francisco ansässige Start-up Trees Delivery verfolgt den Plan, an die berechtigten Konsumenten das Marihuana per Drohnen auszuliefern. Der CEO von Trees Delivery bezeichnet Drohnen als das ideale Mittel, um Cannabis-Boxen auszuliefern. "Eine Drohne verspätet sich nie", sagte er gegenüber Mashable.

Aktuell liefert Trees Delivery das Marihuana noch mit Fahrzeugen aus. Aufgrund seines Gewichts sei Marihuana aber ideal für die Auslieferung per Drohnen geeignet. Dafür hat Trees Delivery spezielle Drohnen mit Armen entwickelt, die die Pakete ausliefern sollen. Derzeit fehlt allerdings noch eine Zulassung durch die US-Luftfahrbehörde FAA. Es gibt aber auch ein Sicherheitsproblem: Mit Cannabis in der Luft fliegende Drohnen könnten ein attraktives Ziel für einen Abschuss sein.

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