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Morgenmagazin vom Freitag, 8. August 2014

08.08.2014 | 07:17 Uhr |

Was heute wichtig wird: 8. August 2014 +++ Microsoft plant Store auf der 5th Avenue +++ Zweite Beta für OS X 10.9.5 geht an Entwickler +++ Tipp: PDF-Export aus Office für iPad +++ Fünf offene Fragen um den Mega-Datendiebstahl +++ Fotodienst Pinterest startet Messaging-Funktion +++ Die abstrusesten Wikipedia-Löschanträge +++ Google Maps mit Karten für Mond und Mars +++ WordPress erhält sehr wichtiges Sicherheits-Update

Was heute wichtig wird: 8. August 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Einwohner anderer Bundesländer schauen oft neidisch auf Bayern ob der vielen Feiertage, die nur dort - oder in wenigen anderen Gegenden - begangen werden. Fronleichnam etwa. Oder Mariä Himmelfahrt. Aber neidisch blickt sogar der Bayer heute auf die Stadt Augsburg, die wie seit 1650 in jedem Jahr das Friedensfest begeht. Vor Ausbruch des dreißigjährigen Krieges hatten sich die Augsburger sich für die Gleichberechtigung der Konfessionen entschieden, nach 1618 war das Verdikt hinfällig und die katholische Mehrheit unterdrückte die protestantische Minderheit. Bis im Jahr 1632 die Schweden die Stadt am Lech einnahmen. Erst der Westfälische Frieden von 1648 stellte den Religionsfrieden in Augsburg wieder her. Keine schlechte Idee, daran in jedem Jahr zu erinnern. Die Katholiken sind in der ehemaligen Reichsstadt Augsburg weiterhin in der Mehrheit, weswegen auch der kommende Freitag, der 15. August, ein gesetzlicher Feiertag ist. Denn nicht ganz Bayern hat nächste Woche ein langes Wochenende, sondern nur die Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung. In vielen Gegenden Frankens ist der nächste Freitag ein ganz normaler Arbeitstag. Bei uns in München nicht, weswegen wir uns ein verlängertes Wochenende gönnen werden. Vielleicht schauen wir ja mal nach Augsburg rüber, auch wenn der dortige Apple Store dann natürlich geschlossen hat. Andererseits wäre auch Frankfurt eine Reise wert, heute beginnt dort das jährliche Apple-Wine-, Apfelwein- oder Ebbelwoi-Festival, das noch bis zum 17. August läuft. Irgendwas mit Äpfeln ist eben immer...

Lesetipps für heute Morgen:

Eva war nicht eingeladen - iOS-Entwicklerin Brianns Wu über Frauen in der Entwicklergemeinde ( Macworld )

Zehn faszinierende Pages-Tipps ( Macworld UK )

Keine Sicherheitsbedenken an Apple-Produkten: "Bann" in China hat andere Gründe ( Computerworld )

Patentamt weist Apples "Auto-Complete"-Patent ab ( Foss Patents )

Weitere Nachrichten :

Microsoft plant Store auf der 5th Avenue

Laut eines Berichts der New York Daily News will Microsoft in unmittelbarer Nachbarschaft zu Apple auf der 5th Avenue in Manhattan einen Flagship-Store errichten. Der Softwarehersteller sei dazu in Verhandlungen getreten, das Gebäude zu übernehmen, in dem bisher der Fendi Store untergebracht war. Das Haus steht nahe der Ecke zu 53sten Straße, Apples spektakulärer Store mit Glas-Kubus als Eingang steht fünf Blocks entfernt, nahe der 58sten Straße. Microsoft hat die Meldung weder bestätigt noch dementiert, ZDnet zitiert lediglich eine vage Aussage eines Unternehmenssprechers, nachdem der Konzern stets bemüht sei, die besten Plätze für seine Retailstores zu finden aber derzeit keine weiteren Informationen geben kann.

Zweite Beta für OS X 10.9.5 geht an Entwickler

Apple hat registrierten Entwicklern in der Nacht zum Freitag die zweite Beta-Fassung des Updates auf OX 10.9.5 bereit gestellt. Der Build trägt die Nummer 13F12 und kommt nur gut eine Woche nach der ersten Beta. Apple fordert die Entwickler auf, ihre Tests auf USB, USB Smart Cards, Safari, Grafik und Thunderbolt zu konzentrieren, berichtet 9to5Mac. Von Fehlern im System ist nichts bekannt, die finale Version könnte schon in wenigen Wochen herauskommen, in jedem Fall aber vor OS X 10.10 Yosemite, das wohl noch bis mindestens Mitte September auf sich warten lassen wird.

PDF-Export aus Office für iPad

Microsofts Office-Suite für das iPad hat nach wie vor Einschränkungen, auch wenn man mittlerweile aus der App heraus drucken kann. Was aber nur auf Umwegen klappt, ist der Export eines Dokuments als PDF. Die einzige Möglichkeit, die Microsoft dafür anbietet, ist reichlich versteckt: Über das Share-Menü lassen sich Dokumente im Format PDF als E-Mail verschicken. Der direkte Export in das Dateisystem des iPad ist (noch) nicht möglich, spätestens mit iOS 8 sollte aber das Speichern auf dem iCloud Drive erlaubt. Dokumente lassen sich aus Word, Excel und Powerpoint vom iPad nur auf die Microsoft eigenen Webdienste wie Sharepoint und One Drive speichern, aber etwa nicht auf das Google Drive. Mit einem Umweg über den Internet-Dienst IFTTT (If this than that) ist aber zumindest der PDF-Export auf den bevorzugten Webspeicher schon jetzt möglich. Im wesentlichen geht es bei der Konfiguration des Rezepts für IFTTT darum, im Kanal E-Mail die eigene Absenderadresse und im Google-Drive-Kanal den Webspeicher für IFTTT frei zu geben. Nach einer unkomplizierten Konfiguration der Aktion kann man fortan die auf dem iPad erstellten Office-Dokumente an die Adresse trigger@ifttt.com senden und schon landen sie im eigenen Webspeicher. Eine detaillierte Anleitung dafür haben unsere Macworld-Kollegen veröffentlicht .

Fünf offene Fragen um den Mega-Datendiebstahl

Fünf offene Fragen um den Mega-Datendiebstahl (c) istockphoto.com/alexskopje
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© istockphoto.com/alexskopje

Anfang der Woche wurde der bislang größte Identitätsdiebstahl der Internetgeschichte aufgedeckt. Russische Hacker sollen in den Besitz von 1,2 Milliarden Datenpaketen aus Benutzername und Passwort gelangt sein. Folgende Fragen bleiben auch zwei Tage nach der Enthüllung noch ungeklärt.

Woher stammen die Daten?

Ein Teil der Identitäten soll nach Angaben von Hold Security vom Schwarzmarkt stammen. Andere Datensätze wurden offenbar von den Hackern selbst erbeutet.

Zu welchen Webseiten gehören die Logins?

Noch steht nicht fest, ob die Kombinationen aus Passwort und Benutzername von großen E-Mail-Anbietern oder Finanzdienstleistern stammen. Möglich wäre auch, dass sie zu kleinen Internetseiten gehören. Wird das Passwort vom Nutzer jedoch mehrfach verwendet, würde sich auch daraus eine große Gefahr ergeben.

Wie wurden die Passwörter entschlüsselt?

Selbst kleine Webseiten verschlüsseln die Passwörter ihrer Nutzer und speichern sie nicht im Klartext ab. Verfahren wie MD5 lassen sich jedoch über Brute-Force-Attacken speziell bei sehr kurzen Passwörtern in wenigen Minuten knacken.

So bleiben Ihre Passwörter sicher

Wer ist vom Diebstahl betroffen?

Diese Frage hat Hold Security noch immer nicht beantwortet. Bislang kann man sich lediglich für eine bevorstehende Überprüfung anmelden. Kommerziellen Anbietern offeriert das Unternehmen hingegen einen Dienst, der mit 120 US-Dollar pro Jahr zu Buche schlägt.

Wie sicher sind Passwörter noch?

Die Implementierung von Passwörtern bei großen Seiten wie Facebook, Twitter oder Gmail ist relativ sicher, da diese Angebote auf eine Zwei-Wege-Authentifizierung setzen. Dabei wird vom Nutzer nicht nur ein Passwort gefordert, sondern auch ein einmalig geltender Code, der über eine App erzeugt oder als SMS verschickt wird.

Fotodienst Pinterest startet Messaging-Funktion

Pinterest Logo
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© Pinterest

Die Fotoplattform, bei dem Nutzer Bilder aus dem Internet sammeln und miteinander teilen können, ergänzt ihr Angebot um eine Messaging-Funktion. Die Idee sei, dass sich Nutzer zum Beispiel beim Planen neuer Wohnungseinrichtung oder einer Reise besser austauschen können, sagte Pinterest-Manager Matt Crystal der dpa. "Wir denken, dass das eine sinnvolle Ergänzung für Pinterest ist." Die Funktion werde für alle Nutzer weltweit zur Verfügung stehen, kündigte Pinterest am Donnerstag an . Bisher gibt es als Kommunikation nur öffentliche Kommentare zu den Bildern.

Bei Pinterest kann man jetzt auch Nachrichten zu Pins verschicken.
Vergrößern Bei Pinterest kann man jetzt auch Nachrichten zu Pins verschicken.
© Pinterest

Die privaten Unterhaltungen sind um die sogenannten Pins herum aufgebaut - so werden die einzelnen Bilder genannt, die man bei dem Dienst auf virtuellen Pinnwänden sammelt. Die Fotos und Nachrichten können auch an mehrere Nutzer verschickt werden. Pinterest hat weltweit rund 60 Millionen Nutzer. Die Infrastruktur für die neue Funktion in dieser Dimension aufzubauen, sei eine Herausforderung gewesen, sagte Crystal.

Messaging-Angebote erleben gerade einen Boom. Ein Zeichen dafür war schon das rund 19 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot von Facebook für den beliebten Dienst WhatsApp. Auch WhatsApp-Rivalen wie Line oder Threema gewinnen schnell Nutzer. Angesichts der Beliebtheit dieser Apps ergänzen auch andere Online-Dienste ihre Angebote mit Messaging-Funktionen. Pinterest könnte die Funktion neue Kunden und mehr Aktivität bestehender Nutzer bringen. (dpa/tc)

Die abstrusesten Wikipedia-Löschanträge

Die abstrusesten Wikipedia-Löschanträge (c) Wikipedia
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Der Streit von Wikimedia mit einem Fotografen über die Urheberrechte an einem Affen-Selfie ist nur die Spitze des Eisbergs an Löschanträgen, mit denen sich die Wikipedia-Betreiber konfrontiert sehen. Im ersten Transparenzbericht sind noch viele weitere kuriose Fälle gelistet.

So berichten die Wikipedia-Betreiber von einem Löschantrag eines tasmanischen Sprachzentrum für Sprachen der Ureinwohner. Gefordert wurde die Löschung des Wikipedia-Eintrags zum Thema Palawa Kani. Die Kompositsprache Palawa Kani versucht die ausgestorbene Sprache der Ureinwohner Tasmaniens (Palawa) wiederzubeleben. Das Sprachzentrum begründete seinen Löschantrag damit, dass es angeblich die Urheberrechte für die gesamte Sprache besitze. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt. Allein der Versuch, die Nutzung einer gesamten Sprache zu verbieten, klingt irre.

In einem zweiten Fall weist Wikimedia auf einen Vorfall im März 2013 hin. Ein französischer Verfasser eines Wikipedia-Artikels über die Militärbasis in Pierre-sur-Haute wurde aufgefordert, in einem Büro des französischen Militärs zu erscheinen. Dort wurde er dann unter Druck gesetzt, den betreffenden Artikel zu löschen. Die in dem Artikel genannten Informationen, so das Militär, seien geheim und es drohte mit harten Strafen. Wikimedia lehnte den Antrag ab, weil der betreffende Verfasser des Artikels alle Informationen über die Militär-Basis aus öffentlich zugänglichen Interviews gesammelt hatte, die das Militär selbst gegeben hatte. Inklusive einer Foto-Tour durch den Stützpunkt.

Dem Transparenzbericht zufolge erreichten Wikimedia im betrachteten Zeitraum 56 Löschanträge von denen nur 14 Prozent entsprochen wurde. Viele der abgelehnten Anträge seien zu allgemein, irrelevant oder ungenau gewesen. Die meisten Anträge - insgesamt 21 - kamen aus den USA. Acht diese Anträge wurden positiv bewertet.

Google Maps mit Karten für Mond und Mars

Google Maps mit Karten für Mond und Mars (c) IDG/IDG
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Google hat Google Maps um Karten für den Mond und den Mars erweitert. Um diese aufzurufen, klicken Sie auf Google Maps unten links auf das "Karte"-Icon um zur "Erde"-Ansicht zu wechseln. Nun zoomen Sie die Ansicht so weit zurück, bis der gesamte Erdball zu sehen ist. Anschließend klappen Sie die untere Seitenleiste über einen Klick auf die entsprechenden Pfeil-Symbole unten rechts auf. Neben Erde erscheinen nun dort die zwei neuen Einträge für den Mond und den Mars.

Wer es einfacher mag oder eilig hat: Hier geht´s auf Google Maps direkt zum Mond und hier direkt zum Mars.

Auf typische Google-Maps-Funktionen wie Routenplaner und Verkehrsinfos muss beim Mars und Mond natürlich verzichtet werden. Das Kartenmaterial der Himmelskörper ist identisch mit dem von Google Earth, das für Desktop-PCs und mobile Geräte verfügbar ist. Es stammt von der NASA. Besonders vom Mond gibt es hochauflösende Aufnahmen.

WordPress erhält sehr wichtiges Sicherheits-Update

Die WordPress-Macher haben ihrer Blog-Software mit Version 3.9.2 ein wichtiges Sicherheitsupdate spendiert, das Sie möglichst zeitnah installieren sollten. Die Entwickler empfehlen sogar, das Update sofort durchzuführen. Wer das Update nicht installiert, riskiert, zum Opfer eines Denial-of-Service-Angriffs (dabei wird das angegriffene System gezielt überlastet) zu werden. Die Lücke klafft in älteren WordPress-Versionen in der PHP-XML-Verarbeitung und wurde in Version 3.9.2 von WordPress- und Drupal-Mitarbeitern in Zusammenarbeit geflickt. Doch die DoS-Lücke ist nicht die einzige Schwachstelle, die man nun beseitigt hat.

Bei der Verwendung von Widgets ist es möglich - wenn auch wenig wahrscheinlich, wie die Entwickler einräumen - dass Angreifer schadhaften Code ausführen könnten. Diese Möglichkeit soll nun unterbunden sein. Ferner soll man in 3.9.2 keine Daten mehr über XML-Entity-Attacken auslesen können. Die aktuelle WordPress-Fassung soll ferner besser gegen bestimmte Brute-Force-Attacken bestehen können. Diese Schutzmaßnahme geht auf die Meldung eines Mitglieds des Google Security Teams zurück. Admins sollen nun keine Cross-Site-Scripting-Angriffe mehr durchführen können, heißt es zu guter Letzt.

Das Update erhalten Sie entweder über das Dashboard und dort den Button "Updates". Oder über den Download des wenige MB kleinen Updates von WordPress . Wer die Beta-Version 4 von WordPress nutzt, findet die Sicherheits-Updates über ein spezielles Beta-Update .

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