2447371

Morgenmagazin vom Freitag, 9. August 2019

09.08.2019 | 07:06 Uhr |

FaceID mit Brile ausgetrickst +++ Blutdruck mit dem Smartphone messen +++ Nach Beschwerde von Kaspersky: Kartelluntersuchung gegen Apple in Russland +++ iPad 279 Euro, iMac 1799: Apple-Rabatte bei Mediamarkt +++ iOS 13 bringt Änderungen für Datenschutz mit WhatsApp und Co. +++ Deutsche Telekom stellt erste 5G-Mobilfunktarife vor: 75 und 85 Euro +++ Vodafone: Gratis 5G-Roaming in Italien, Spanien und Großbritannien +++ Sicherheitslücke in Steam wird von Valve offenbar ignoriert

9. August: Summer of Music

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Wenn wir Bryan Adams vom "Summer of '69" singen hören, erinnern wir uns an unsere eigene Jugend - die ja ungefähr zu der Zeit verlief, als das Album " Reckless " erschien. Wir haben unsere erste E-Gitarre zwar nicht bei Woolworth (Spitzname: "Five and Dime") gekauft und hörten rechtzeitig mit dem Spielen auf, bevor die Finger bluteten. Das ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund, warum wir nicht Musiker geworden sind …

Aber natürlich hatten wir eine Band und mit der wirklich hart geprobt, aber der eine oder die andere gründete eine Familie oder stieg aus anderen Gründen aus. Und dass die auf der Veranda ihrer Mutter Angeschmachtete nicht für immer wartete, hatte vielleicht ja doch sein Gutes. Waren aber irgendwie doch die besten Tage des Lebens. Unser Sommer war der von 69 nicht, da waren wir noch gar nicht da. Und auch Bryan Adams singt nicht vom Jahr 1969, denn da war er selbst erst zehn Jahre alt. Nein, er singt natürlich von etwas ganz anderem, von einer, nun ja, körperlichen Angelegenheit, die ein bisschen mit Verrenkungen zu tun hat, aber ganz spaßig ist. Hätten wir das doch schon im Sommer 1985 gewusst...

Der echte Sommer von 1969 wirkt aber bis ins Heute nach, der Spiegel hat der Ära 69 erst seine letzte Titelgeschichte gewidmet. Gestern schrieben wir ja an dieser Stelle schon von dem am 8. August 1969 aufgenommen Plattencover von "Abbey Road". Die Beatles waren damals bereits in Auflösung begriffen, mit ein Grund, warum sie der Einladung zu einem Auftritt gut eine Woche später in Woodstock nicht folgten. Am 15. August sollte die Mutter aller Festivals beginnen, die Leute wie Carlos Santana, Joe Cocker, The Who, Joan Baez, Jefferson Airplane, Janis Joplin und JIi Hendrix zu Legenden machen sollten, wenn sie es zu dem Zeitpunkt nicht schon waren.

Im Sommer 1969 schien alles möglich, die drei Tage von Love, Peace and Rock'n Roll im US-Bundesstaat New York, zwei Jahre nach dem "Summer of Love" in San Francisco. Kurz zuvor die Mondlandung, die zeigte, dass man Ziele nie zu hoch hängen kann. Und doch trug der unbeschwerte Sommer seine Finsternis in sich. In Los Angeles ermordeten am 9. August 1969 Mitglieder der Manson-Familie, jener vom erfolglosen Musiker Charles Manson gegründeten Psycho-Sekte, in Los Angeles die hochschwangere Sharon Tate, Schauspielerin, Model und Frau des Regisseurs Roman Polanski - Quentin Tarantinos neuer Film "Once Upon A Time In Hollywood" dreht sich um diesen Mord.

In der Rückschau verklärt man eben vieles, nicht nur den Sommer von 1969, die 69er-Sommer und auch die meisten anderen. Aber legen wir doch Musik von damals auf: In Apple Music finden wir einen Sampler mit etlichen Interpreten, die in Woodstock dabei waren und auch vielen, die es nicht waren . Interessant zum Beispiel der Track " Black Magic Woman ", das man von Carlos Santana zu kennen meint. Komponist des Songs ist aber Peter Green, vorgetragen hat es seine nicht in Woodstock aufgetretene Band Fleetwood Mac. Gewissermaßen unser zweitliebster Mac.  Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Beschwerde : Die russische Kartellbehörde FAS (Federal Antimonopoly Service) hat nach einer Beschwerde des Softwareherstellers Kaspersky Labs eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet. Kaspersky beklagt sich, Apple würde eine App zur Kindersicherung nicht in den App Store lassen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters verweist Apple auf eine frühere Erklärung aus dem April. Damals hatte Apple diverse Kindersicherungen aus dem App Store entfernt, da diese sich des Mobile Device Managements (MDM)  bedienten. Apple hält das in diesem Fall für einen zu starken Eingriff in die Privatsphäre. Kasperksy stellt sich in seiner Beschwerde jedoch auf den Standpunkt, in gewissem Maße sein der Einsatz von MDM durch die App-Store-Bedingungen gedeckt. Apple wolle jedoch Konkurrenz zu seiner eigenen Systemfunktion Bildschirmzeit von iOS 12 und höher verhindern.

Ausgetrickst: Die Gesichtserkennung FaceID ist in der Lage, zu erkennen, ob der legitime Besitzer des iPhones auch tatsächlich auf das Gerät schaut. So wird verhindert, dass sich das iPhone entsperrt, hält man es einfach vor das Gesicht einer schlafenden oder bewusstlosen Person. Dabei vermisst die TrueDepth-Kamera speziell die Augenregion. Das ändert sich aber, trägt die Person eine Brille, haben Sicherheitsforscher von Tencent herausgefunden und die FaceID ausgetrickst. Denn setzt man dem Opfer eine mit Klebeband abgedunkelte Brille auf, lässt sich die FaceID täuschen. In der Praxis mag das aber keine große Gefahr sein, Eindringlinge brauchen physischen Zugriff auf das iPhone und ein schlafendes Opfer, das nicht aufmacht, wenn man die Brille aufsetzt.

Forschung: Von der Apple Watch, die neben dem Puls auch Blutdruck und sogar Blutzucker messen kann, träumen wir noch, diese Funktionen sind noch die ein oder andere Series entfernt. Doch eine Studie der Universität von Toronto und der Klinik der chinesischen Hangzhou Normal University hat Methoden gefunden, wie das Smartphone mit Hilfe seiner Kamera und einer App zur Auswertung den Blutdruck anhand Aufnahmen des Gesichts ermitteln kann. Die Kamera könne dabei das Licht erkennen, das Proteine unter der Haut reflektieren und daraus Rückschlüsse auf den Blutdruck ziehen. Die Messung des systolischen Drucks sei dabei zu 95 Prozent akkurat gewesen, die des diastolischen gar zu 96 Prozent. Die Forschung ist aber noch in einem frühen Stadium, die Marktreife auch noch eine Weile nicht erreicht. Denn die Studie fand bisher nur unter kontrollierten Lichtbedigungen statt, die Probanden zeigten zudem keine große Vielfalt bei der Hauttönung. Dennoch lässt das Ergebnis aufhorchen: Wenn man einfach das iPhone aus der Tasche zieht und sich 30 Sekunden vor das Gesicht hält, ist die Blutdruckmessung weit bequemer als mit einer Oberarmmanschette, Hyper- und Hypotoniker könnten ihren Blutdruck daher wesentlich einfacher kontrollieren.
 

Die Oma fiel ins Klo : Das Zeitalter der "misheard lyrics" ist vorbei, das einschlägige Buch " Der weiße Neger Wumbaba " von Axel Hacke bald nur noch historisches Werk. Grund: Apple Music - und auch andere Dienste - liefern zur gestreamten Musik auch Texte mit, zumindest bei der überwiegenden Anzahl der Tracks. Aber auch in der Vinyl-Ära hat es ja auch Booklets, Cover und Plattenhüllen ohne Lyrics gegeben. Mit iOS 13 führt Apple jetzt eine neue Funktion ein, die Karaoke (mit oder ohne Publikum) auf ein neues Niveau hebt: Die Synchronisation von Musik und Text. Musste man bisher beim Hören immer selbst mitscrollen, wobei man bei ewigen Soli auch gerne mal den Faden verlieren konnte, erledigen das jetzt iPhone und iPod Touch automatisch. Das muss man nicht einmal einstellen, sondern einfach auf das Tab "Now Playing" tippen - schon läuft der Text über den Bildschirm. Schön: Auch tvOS bringt das Feature mit, so dass man auch mit Blick auf den großen TV-Apparat im Wohnzimmer fröhlich mitschmettern kann. Kein Vorteil ohne Nachteil: Wie Axel Hacke in seinem oben erwähnten Buch schreibt, entstehen die schönsten Texte ja erst in den Köpfen der Hörer. Damit ist es nun vorbei.

Gelöscht: Vor drei Jahren hatte Apple Mut bewiesen, in iPhone 7 und 7 Plus die Kopfhörerbuchse weg zu lassen und das seither konsequent durchgezogen. Der Spott war damals groß und mischte sich mit Verärgerung einiger Musikfreunde, die teure Klinkenkopfhörer ihr Eigen nannten und mit dem iPhone nun nicht mehr nutzen konnten. Auch die Konkurrenz ging auf den fehlenden Anschluss ein, wohl in der (vergeblichen) Hoffnung, iPhone-Nutzer würden wutentbrannt zu Android-Samrtphones wechseln. Vor allem Samsung tat sich mit bemüht witzigen Spots hervor, die den Unterschied zwischen iPhones und Galaxies anhand der 3,5-mm-Buchse herausstellten. Nun haben aber die vorgestern vorgestellten neuen Smartphones Galaxy Note 10 und Note 10+ nun auch, genau: Keine Kopfhörerbuche mehr, sondern nur noch einen USB-C-Anschluss. Das ist gewiss kein Fehler, auch wenn die Zielgruppe mosern mag. Bei Samsung schien man sich aber an die Spötteleien früherer Tage zu erinnern, wie Business Insider berichtet. Denn zumindest auf der US-Website des Herstellers ist der Werbespot "Growing Up", der einen zusehends frustrierten iPhone-Nutzer als Protagonisten zeigt, nicht mehr zu finden.

Zugehört: Dass Menschen Siri-Konversationen bewerten, sei doch ein alter Hut und daher keiner Aufregung wert, meint der von Spiegel Online befragte Auftragsarbeiter und erzählt, was er so zu hören bekomme. Dabei sei viel Banales, wie eben die Befehle, die man seinem Sprachassistenten so gebe. Witzig seien oft die Fragen von Kindern und interessant die versehentlichen Aktivierungen auf Sprüche wie "Hey, der Schiri war gestern ja besoffen..."  und die oft humorvollen Reaktionen der Nutzer darauf. Bis zu fünf Schnippsel pro Minute höre und bewerte er und beteuert dabei, dass er an keinerlei persönliche Daten der unwissentlich Belauschten kommen könne. Alles also halb so wild?

iPad 279 Euro, iMac 1799: Apple-Rabatte bei Mediamarkt

Aktuell bietet Mediamarkt hohe Rabatte auf Apple-Produkte – sowohl über die Webseite als auch in den Filialen.

Achtung: Nur für Kunden mit Club-Account gilt der Rabatt ab 20.00 Uhr, alle anderen Interessenten können die Geräte ab 22.00 Uhr vergünstigt bestellen.

iPad 9,7-Zoll

Über die Webseite des Fachhändlers und über die Märkte sind die iPad-Modelle mit 9,7-Zoll-Bildschirm vergünstigt zu haben. Das Modell mit 32 GB Speicher und Wi-Fi kostet 279 Euro (statt 328 Euro), erhältlich ist es in den Farben Silber, Spacegrey und Gold.

Apple iPad 32 GB

Auch die Version mit LTE-Unterstützung ist mit Rabatt zu haben, das Mobilfunk-iPad mit 32 GB Speicherplatz kostet 379 Euro (statt 455) und ist in Spacegrey und Silber vergünstigt zu haben.

Apple iPad 32 GB LTE

Macbook Air

Das Macbook Air 13-Zoll des Modelljahrs 2017 ist immer noch eines der meistverkauften Apple-Notebooks, aktuell ist es bei Mediamarkt für 819 Euro statt 949 Euro zu haben.

Ausgestattet ist es mit 8 GB RAM, 128 GB SSD und 1,8 GHz-CPU. Größter Unterschied zu den aktuellen Macbook-Air-Modellen ist ein niedriger aufgelöstes Display und andere Schnittstellen.

Macbook Air 2017

iMac

Ebenfalls im Angebot ist der aktuelle iMac 27-Zoll von 2019. Der 2019 vorgestellte Desktoprechner kostet 1799 Euro statt 1899 Euro und bietet ein 1TB Fusion Drive, Radeon Pro 570X und eine Core i5-CPU. Hier unser Testbericht des neuen iMac von 2019.

iMac 27-Zoll 

Apple Pencil

Der Pencil der ersten Generation ist mit dem iPad 9,7-Zoll, iPad 10,5 Pro und dem iPad Mini kompatibel. Bis 11.8 ist er für 89 Euro statt 99 Euro zu haben.

Apple Pencil

Magic Mouse

Für 72 Euro ist die Magic Mouse 2 von Apple im Angebot, regulär kostet sie 85 Euro. Unter iPadOS ist sie auch mit iPads kompatibel.

Magic Mouse

iOS 13 bringt Änderungen für Datenschutz mit WhatsApp und Co.

Apple will offenbar den Datenschutz mit iOS 13 deutlich verbessern. Nach Angaben von " The Information " (hinter der Zahlschranke) plant der Konzern eine Einschränkung im VoIP-Zugriff von Messenger-Apps wie WhatsApp oder Facebook Messenger. Derartige Apps nutzen VoIP (Voice over IP) dazu, um über das Internet Sprachanrufe mit einem oder mehreren Teilnehmern anzubieten. Da die hierfür notwendigen Programmteile aber immer im Hintergrund aktiv sein müssen, lässt sich auf diese Weise auch eine große Menge an Nutzerdaten sammeln. Genau hier will Apple mit dem für September 2019 geplanten iOS 13 ansetzen: Ab dann soll VoIP nur noch für Sprachanrufe zur Verfügung stehen, das Sammeln von Daten mit der Funktion will Apple hingegen unterbinden.

WhatsApp und Co. sind damit zu Änderungen in ihren Apps gezwungen. Gegenüber "The Information" teilte Facebook mit, dass man die PushKit VoIP API von iOS lediglich dazu nutzen würde, um Private-Messaging anzubieten. Ein Sammeln von Daten strebe man mit der API hingegen nicht an. Apple hat sich bislang noch nicht zu den angeblichen Plänen zur Änderungen des VoIP-Zugriffs in iOS 13 geäußert. Welche konkreten Daten sich mit der VoIP-Funktion von iOS für App-Betreiber sammeln lassen, bleibt ebenfalls offen. Da die Funktion jedoch tief im Betriebssystem verwurzelt ist, könnten zahlreiche Daten wie der Standort oder andere Geräteinformationen im Hintergrund übertragen werden.

So installieren Sie iOS 13 Public Beta richtig  

Deutsche Telekom stellt erste 5G-Mobilfunktarife vor: 75 und 85 Euro

Hier können Sie bald mit 5G surfen: Bis Ende 2019 will die Deutsche Telekom 300 5G-Antennen an mehr als 100 Standorten in sechs deutschen Städten aufstellen. Zunächst in Berlin und Bonn, dann folgen Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München. Insgesamt will die Telekom in den nächsten 18 Monaten die 20 größten Städte Deutschlands mit 5G versorgen. Somit beginnt die Telekom den 5G-Ausbau wie zu erwarten in den Metropolen und weitet das Netz dann sukzessive in weniger dicht besiedelte Gebiete aus. Daneben baut die Telekom aber auch ihr LTE-Netz weiter aus, wie das Unternehmen betont.

5G-Geräte: Ab sofort verkauft die Deutsche Telekom ihre ersten 5G-Geräte. Das Samsung Galaxy S10 5G ist ab sofort in den Telekom-Shops verfügbar. Das S10 5G kostet im Tarif Magenta Mobil XL Special 899,95 Euro , dazu kommen noch die monatlichen Tarifgebühren (siehe unten). Auf Wunsch können Kunden ihr altes Smartphone für 200 Euro in Zahlung geben. Zusätzlich lobt die Telekom noch einem Frühstarter-Vorteil in Höhe von 100 Euro aus.

Der HTC 5G Hub mit Android-OS wiederum funktioniert wie ein tragbarer Hotspot und kann bis zu 20 Geräte parallel mit dem Netz verbinden. Die typische Spitzengeschwindigkeit pro Anwender soll je nach verwendeter Technik bis zu 1GBit/s betragen – natürlich nur dann, wenn 5G verfügbar ist. Das HTC Gerät kostet 555,55 Euro im Tarif Magenta Mobil Speedbox XL und ist ab sofort erhältlich. Dazu kommen noch die monatlichen Tarifgebühren (siehe unten).

5G-Mobil-Tarife: Die Telekom bietet nun erstmals 5G-Mobilfunktarife an. Der neue Flatrate-Tarife Magenta Mobil XL Special verspricht für 84,95 Euro im Monat Surfen mit unbegrenztem Datenvolumen. Kunden nutzen damit das LTE-Netz der Telekom und zukünftig 5G. Die Freischaltung für 5G erfolgt automatisch, sobald dieses am Standort des Nutzers vorhanden ist.

Der ebenfalls neue Tarif Magenta Mobil Speedbox XL ist ein reiner Datentarif mit unbegrenztem Datenvolumen, zukünftig auch für 5G. Der Tarif kostet 74,95 Euro im Monat.

Beide Tarife sind also zunächst einmal nur für Nutzer in Berlin und Bonn, sowie bald in Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München spannend.

Die Telekom testet 5G derzeit an ihrem Heimatstandort Bonn. Dort sind fünf Bonner Standorte sind mit dem neuen Kommunikationsstandard ausgerüstet. Die Übertragungsrate bei einem Live-Test mit kommerziellen Geräten des Bonner 5G-Netzes erreichte laut Telekom über 1 GBit/s. Weitere 5G-Testfelder betreibt die Telekom in Berlin und Darmstadt. Alle Testfelder sollen noch in diesem Jahr in den 5G-Livebetrieb für Kunden geschaltet werden.

Vodafone: Gratis 5G-Roaming in Italien, Spanien und Großbritannien

Vodafone hatte am 17. Juli 2019 offiziell sein 5G-Mobilfunknetz in Deutschland gestartet. Seitdem können Sie für fünf Euro Aufpreis 5G bei allen Mobil-Tarifen dazu buchen. Die Deutsche Telekom hatte bereits am 3. Juli 2019 ihre ersten 5G-Tarife vorgestellt. Jetzt teilte Vodafone mit, dass deutsche Vodafone-Nutzer das 5G-Mobilfunknetz von Vodafone auch außerhalb Deutschlands nutzen können.

Das kostenlose 5G-Roaming von Vodafone startet demnach jetzt in Italien, Spanien und Großbritannien. Das neue 5G-Netz von Vodafone funkt in diesen Ländern an ersten Stationen in insgesamt 35 Städten.

In Italien hat Vodafone in diesem Monat 5G-Standorte in Mailand, Turin, Bologna, Rom und Neapel gestartet.

In Großbritannien funkt das 5G-Netz von Vodafone an viel frequentierten Standorten in insgesamt 15 Städten. Darunter die Großstädte Birmingham, Bristol, Liverpool, London, Manchester und Glasgow. Erste 5G-Stationen hat Vodafone außerdem in kleineren Städten wie Lancaster oder Birkenhead aktiviert.

In Spanien ist 5G an ersten Stationen in insgesamt 15 Städten verfügbar. 5G-Antennen funken unter anderem in Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla.

Beim Roaming buchen sich Smartphones mit Vodafone-SIM-Karte automatisch in das lokale Mobilfunknetz ein. Vodafone-Kunden, die einen Tarif mit der neuen 5G-Option gebucht haben, können in Italien, Spanien und Großbritannien dann sofort auch die bereits aktivierten 5G-Standorte nutzen.

In Deutschland können Vodafone-Kunden 5G in 20 Städten und Gemeinden an 25 Stationen mit 60 5G-Antennen nutzen. Unter anderem in den Gemeinden Birgland (Bayern), Lohmar (Nordrhein-Westfalen) und Hattstedt (Nordfriesland). Sowie in den Großstädten Köln, Düsseldorf, Hamburg, Dortmund und München.

 

Sicherheitslücke in Steam wird von Valve offenbar ignoriert

Der Sicherheitsforscher Vasily Kravets hat eine Zero-Day-Lücke in der Windows-Version des Steam-Clients aufgedeckt. Mit nur wenigen Kommandos können Angreifer damit schadhaften Code auf dem Rechner ausführen. Ursache hierfür ist, dass der Steam-Client beim Start mehrere Berechtigungen in der Registry von Windows verändert. Diese Einträge könnten von Angreifern dazu genutzt werden, einem anderen Prozess höhere Rechte einzuräumen. Auch das Starten und Beenden von Steam sei über die Schwachstelle möglich. Verärgerte Mitspieler könnten so möglicherweise den Client ihres Gegenübers aus der Ferne schließen.

Die von Kravets verwendete Schwachstelle ist 45 Tage alt. Normalerweise geben Sicherheitsforschern den betroffenen Entwicklern 90 Tage Zeit, um eine Lücke zu schließen. Diese Frist wollte Kravets aber offenbar nicht einhalten, da seine Meldung der Sicherheitslücke auf der hierfür gedachten Plattform HackerOne abgelehnt wurde. Als Grund wurde genannt, dass zur Ausnutzung zusätzliche Dateien notwendig seien. Die Lücke lässt sich nach Angaben des Entdeckers aber allein mit der in Windows vorinstallierten Datei regedit.exe ausnutzen . Dennoch verzichtete HackerOne auf eine Weiterleitung der Sicherheitslücke an den Steam-Betreiber. Valve hat sich bislang noch nicht offiziell zu dieser neuen Sicherheitslücke geäußert.

 

2447371