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Morgenmagazin vom Freitag, dem 10. April

10.04.2015 | 07:00 Uhr |

+++ Was heute wichtig wird +++ Apple übernahm Tastatur-Startup Dryft +++ Apple veröffentlicht neue Siri-Website in den USA +++ Unterstützung für Apple Pay wächst +++ Intel will RealSense in Smartphones verbauen +++

Was heute wichtig wird

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen guten Morgen!

Wenn Sie dies hier lesen, sind wir vermutlich schon auf dem Weg in den Münchner Apple Store. Denn dort gibt es heute gleich zwei Premieren. Denn sowohl die Apple Watch als auch das neue Macbook feiern dort heute Premiere. Das Macbook wird man dort vorraussichtlich sofort mitnehmen können, die Apple Watch darf man zwei Wochen lang nur anschauen und - unter Begeitung eines Apple-Mitarbeiters - ausprobieren. Erst ab dem 24. April gibt es die Watch tatsächlich. Die Vorbestellungen beginnen jedoch bereits heute um 9:01 Uhr.

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass die Apple Watch zu beginn sehr knapp sein könnte. Apple sagt dies auch offiziell. Angela Ahrends, Vice President Retail bei Apple, sagte dies in einer Pressemitteilung. Deshalb sieht Apple auch von dem ursprünglichen Plan ab, dass man die Uhr auch direkt im Apple Store bestellen könne. "Nur online", sagt Apple jetzt dazu.Dazu ist bis zum Morgen noch nicht klar, wie die Beratungstermine zur Apple Watch funktionieren. Denn als Interessent kann man nicht einfach in den Apple Store gehen und sich die Apple Watch ansehen, sondern es gibt einzelne Beratungsgespräche mit Apple-Mitarbeitern.

Dafür braucht man einen Termin. Den kann man laut Apple auch noch spontan vor Ort machen (Apple rät zur Onlineanmeldung), wie lange die Wartezeiten sind, weiß jedoch noch niemand. Falls heute Dutzende oder gar mehr Interessenten vor dem Apple Store warten sollten, besteht die Gefahr von Chaos. Wir werden vom ersten Tag der Watch berichten, planen auch ein Video davon, wie diese Watch-Beratung abläuft. Auch vom neuen Macbook planen wir ein Video mit ersten Eindrücken.

Lesetipps für heute:

Das neue Macbook: In den USA sind bereits die ersten Tests des neuen Macbooks online gegangen. Ars Technicas Test ist der ausführlichste. Das Fazit: das Macbook ist ein Blick in die Zukunft, erfordert aber viele Kompromisse. Soweit konnte man sich das vielleicht selbst denken, konkret ist jedoch auch die Leistung etwas schwach und der Akku hält deutlich weniger lange als versprochen. Insgesamt ist es wohl - außer bei Größe, Display und Gewicht - den Macbook Airs der letzten drei Jahre recht deutlich unterlegen.

Der Wert alter Technik : Haben Sie zufällig noch ein originalverpacktes Ur-iPhone, weil Sie nie dazu kamen, es auszupacken? Das kann heutzutage viel Geld wert sein. Die SZ über nostalgische Technik als Sammelobjekt.

Wie das Netz auf Apples neue Emojis reagiert : Im Zuge der "Diversity" hat Apple zahlreiche neue Smiley-Icons in iOS eingebaut. Dort gibt es jetzt gleichgeschlechtliche Paare und alle menschlichen Figuren haben keine Hautfarbe mehr, sondern sind Smiley-Gelb und sehen somit aus wie die Simpsons. Tippt man länger auf diese menschlichen Smileys, kann man dem Emoticon viele verschiedene Hautfarben geben. Manchen geht das nicht weit genug, anderen zu weit.

Apple übernahm Tastatur-Startup Dryft

Wie erst jetzt bekannt wurde, übernahm Apple bereits im letzten Jahr mit Drift einen App-Entwickler, der sich auf Tastauren spezialisiert hat. Die Dryft App war kurzzeitig für Android Tablets verfügbar.

Die Übernahme von Dryft wurde mittlerweile offiziell von Apple bestätigt. Wie in den meisten anderen Fällen machte das Unternehmen aus Cupertino jedoch keine weiteren Angaben dazu, inwiefern die Übernahme die Entwicklung künftiger Produkte oder Dienste beeinflussen wird.

Bei Dryft handelte es sich um ein Startup, hinter dem unter anderem einer der Mitgründer von Swiftkey, Randy Masden stand. Marsden arbeitet seit der Übernahme des Unternehmens bei Apple als „iOS Keyboard Manager“. Das Dryft Keyboard sollte ursprünglich durch das Tracken der Finger des Nutzers immer automatisch erscheinen, wenn dieser die Finger auf dem Display ablegt. Die Tastatur sollte dabei nicht wie üblich nur am unteren Rand des Displays, sondern genau da erscheinen, wo sich die Finger des Nutzers befinden.

Bisher ist noch nicht bekannt, ob Apple plant die Technologie von Dryft in iOS zu integrieren oder ob es bei der Übernahme eher darum ging, die Mitarbeiter des Startups für die Weiterentwicklung der iOS-Tastatur zu gewinnen. In den letzten Wochen wurde bekannt, dass Apple neben Dryft auch andere kleine Unternehmen wie das Suchmaschinen-Startup Ottocat und die Datenanalyse-Firma Acunu in den letzten Jahren übernahm. Auch zu diesen anderen beiden Übernahmen äußerte sich Apple nur mit einem Standard-Statement, ohne auf spezifische Pläne einzugehen.

Apple veröffentlicht neue Siri-Website in den USA

Im Rahmen der Aktualisierung der Siri-Seite auf Apple.com bietet das Unternehmen einen detaillierten Überblick über die Siri-Funktionen und Beispiele, wie der digitale Assistent genutzt werden kann.

Am 4. Oktober 2011 präsentierte Apple offiziell das iPhone 4S. Das Highlight des neuen iPhones war damals allerdings nicht ein schnellerer Prozessor oder eine bessere Kamera, sondern der digitale Assistent Siri. Per Sprachsteuerung konnte das Programm unter anderem Notizen und SMS-Nachrichten verfassen.

Seit 2011 erweiterte Apple Siri (vor allem in den USA) um viele weitere Funktionen. Die neue Website soll einen einfachen Überblick über diese bieten, um den Kunden den Assistenten näherzubringen. Interessenten können auf der Seite ab sofort eine von sieben Kategorien wie zum Beispiel Sport oder Unterhaltung auswählen und sich dann die entsprechenden Siri Funktionen anzeigen lassen. So ist es zum Beispiel möglich Siri zu fragen, wann die Saison in einer bestimmten Sportart beginnt, welche Mannschaft das letzte Spiel gewonnen hat oder sich das aktuelle Kinoprogramm in der näheren Umgebung anzeigen zu lassen.

Die Funktionen von Siri lassen sich zusätzlich dazu auch im Auto während der Navigation nutzen, wodurch unter anderem die nächste Tankstelle angefahren, die Öffnungszeiten eines bestimmten Geschäfts abgefragt, oder nach Restaurantempfehlungen gefragt werden kann.

In Deutschland wurde die Siri Website bisher noch nicht aktualisiert, bis dies geschieht, dürfte es allerdings nur noch eine Frage der Zeit sein. 

Info: Apple Siri

Unterstützung für Apple Pay wächst

Nachdem Apple vor einigen Tagen bereits die Unterstützung von Apple Pay in den USA durch 39 weitere Banken bekannt gab, wird der Bezahldienst ab sofort auch von noch mehr Händlern akzeptiert. Apple erweiterte die Liste der offiziellen Partner um die Unternehmen, Acme, Davis Food and Drug, Firehouse Subs, Gamestop, Luby’s, Rubio’s und T-Mobile retail.

Die wichtigsten neuen Partner dürften aufgrund Ihrer Größe Gamestop und T-Mobile sein. Die weiter wachsende Akzeptanz von Apple Pay ist vor allem auch angesichts des Marktstarts in Deutschland noch vor Ende des Jahres ein gutes Zeichen.

Andere große Unternehmen wie Babies Rus, Foot Locker, McDonalds und Subway, die auch Filialen in Deutschland betreiben, sind bereits offizielle Partner für Apple Pay. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass diese Unternehmen auch zu den ersten Händlern gehören werden, die Apple Pay in Deutschland unterstützen.

Trotz dieser wachsenden Akzeptanz von Apple Pay wird es voraussichtlich noch Jahre dauern, bis der Dienst eine Chance hat, das Portemonnaie zu ersetzen. Während andere Dienste wie Samsung Pay an allen Verkaufsterminals mit Magnetstreifenlesern weltweit funktionieren, müssen die Händler für Apple Pay spezielle Terminals mit NFC besitzen, wodurch eine Unterstützung von Apple Pay vor allem bei kleineren Händlern in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist.

Quelle: 9to5mac

Intel will RealSense in Smartphones verbauen

Intel will den Einsatz seiner RealSense-3D-Kamera auf neue Geräte-Gruppen ausweiten. Nicht nur in Laptops, PCs und Tablets, sondern auch in Smartphones, soll die Technik bald zum Einsatz kommen. Dafür hat Intel die Abmessungen des Moduls erheblich geschrumpft. Auf dem Intel Developer Forum, das in dieser Woche im chinesischen Shenzhen stattfand, zeigte Intel-CEO Brian Krzanich einen ersten Prototypen.

Auf der Bühne hielt Krzanich ein 6-Zoll-Smartphone in den Händen, an dessen Rückseite vertikal eine kleinere Version der RealSense-Kamera verbaut wurde. Eingeschaltet wurde das Smartphone jedoch nicht. Somit lässt sich noch nicht viel zur tatsächlichen Funktionsweise des Moduls sagen.

Intel verspricht mit dem geschrumpften Modul Gestensteuerung, das Einscannen von 3D-Objekten sowie das nachträgliche Fokussieren in Videos und Fotos auf dem Smartphone. Der Stromverbrauch könnte laut Branchenexperten jedoch noch eine Hürde darstellen. Konkrete Angaben dazu macht Intel nicht. Laut dem Unternehmen wird das RealSense-Kamera-Modul für Smartphones noch in diesem Jahr in die Produktion gehen.

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