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Morgenmagazin vom Mittwoch, 21. September

21.09.2016 | 06:51 Uhr |

iWork-Apps lassen jetzt Echtzeitkollaboration zu +++ Musikindustrie freut sich über wachsende Umsätze +++ Die kleinen Macken des iPhone 7 +++ Nokia 216: Microsoft stellt 33-Euro-Mobiltelefon vor +++ WhatsApp: Ab sofort mit Nutzer-Tags in Gruppenchats +++ Oculus Rift jetzt im deutschen Handel erhältlich

21. September: Auf den Schultern von Riesen

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Das iPhone 7 scheint trotz aller Skepsis im Vorfeld wieder ein Verkaufsschlager zu werden, Samsungs Unglück mit dem Galaxy Note 7 dürfte den Run auf die neuen Modelle nur verstärkt, aber nicht erst ausgelöst haben. Freilich hat Apple mit dem iPhone 7 das Rad nicht neu erfunden, ja nicht einmal das Smartphone. Und doch ist es Cupertino wieder gelungen, bewährte Technik zu verbessern oder neue Funktionen und Features sinnvoll zu integrieren. Alles schon mal dagewesen, sagen Kritiker. Das iPhone 7 mag zwar nun endlich wasserdicht sein, aber die ersten auf dem Markt waren sie bei Apple nicht. Stimmt. Es stimmt auch, dass Apple nicht alle Bauteile herstellt oder selbst entwickelt. Aber es ist das Verdienst des Unternehmens schon immer gewesen, die aktuell besten und für die Zukunft vielversprechendsten Technologien aufzuspüren und mit ihnen herausragende Produkte zu entwickeln.

Man mag es kaum glauben, aber auch Albert Einstein ist nicht völlig allein auf die Ideen gekommen, die zu spezieller und allgemeiner Relativitätstheorie führten. Einsteins Genialität bestand aber darin, eine einmal gefasste Idee zu Ende zu denken ("Was passiert mit dem Spiegelbild, wenn man sich bei Lichtgeschwindigkeit rasiert?")  und dabei den aktuellen Stand der Forschung mit einzubeziehen. Die Geometrie, die man für die Relativitätstheorie benötigt, hatte etwa Bernhard Riemann in den 1850ern und 60ern entwickelt. Und am 21. September 1908 hielt der Mathematiker Hermann Minkowski in Köln einen Vortrag, in dem er erstmals Raum und Zeit als Dimensionen einer vierdimensionalen Raumzeit beschrieb. Mit den zugehörigen mathematischen Nomenklaturen und Regeln war es so erst möglich, aus der speziellen Relativitätstheorie von 1905 die allgemeine von 1915 zu formulieren. Das macht Einsteins Produktentwicklung aber nicht weniger genial. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch:

Kleine Probleme: Das iPhone 7 kommt nicht ohne Fehler beziehungsweise Folgen der technischen Neuerungen. So benötigt der neue Home-Button einen kapazitativen Touch und nicht wie bisher einen einfachen Klick. So kommt es nun, dass der Knopf sich nicht meht mit Handschuhen bedienen lässt, auch wasserdichte Hüllen schieben ihm einen Riegel vor. Ein anderes Problem, das mit dem Zischgeräusch unter Vollast bleibt weiter ominös und nicht reproduzierbar. Apple hat indes das Bestehen eines anderes Bugs eingeräumt und sich auf die Suche nach einer Lösung gemacht, einige der neuen Modelle haben Problem sich nach Ausschalten des Flugmodus wieder mit dem Netz zu verbinden.

Passt oder passt nicht: macOS Sierra ist da und wessen Rechner erstens schon etwas älter und mit produktionskritischer Software ausgestattet ist, sollte mit der Installation des neuen Betriebssystems vielleicht noch ein paar Tage warten. Im Forum von MacRumors gibt es jetzt einen hilfreichen Thread, der kompatible Programme auflistet und natürlich auch die Programme, die mit macOS Sierra Ärger machen. Darunter sind derzeit auch solche aus der Creative Suite (nicht: Creative Cloud) der Versionen 5 und 6. Photoshopper sollten mit dem Update also lieber erst einmal zögern.

Arzt an Bord: Apple hat den populären Internet-Doktor Mike Evans, bei Youtune als "DocMikeEvans bekannt", eingestellt. Der Klinikarzt aus Toronto ist für seine Videos mit Gesundheitstipps bekannt. Evans soll in seiner neuen Funktion iPhone-Anwendern "Apps verschreiben", wie er es selbst ausdrückt. Diese sollen etwa die Ursachen von Problemen wie Bluthochdruck erläutern und die Nutzer zu einem gesünderen Leben bewegen.


Ohne Schnur: Überwachungskameras für das vernetzte Zuhause gibt es immer mehr, Canary hat mit seiner Flex jedoch nun ein interessantes Modell vorgestellt. Denn die Canary Flex ist nicht mehr an Steckdosen gebunden und lässt sich sowohl im Haus als auch im Außenbereich einsetzen. Die Batterien sollen zwei bis drei Monate halten, mit 200 US-Dollar ist die Netzwerkkamera auch noch recht erschwinglich.

In Echtzeit zusammenarbeiten: Mit dem Update auf macOS Sierra hat Apple gestern auch neue Versionen seiner iWork-Programme Pages, Numbers und Keynote gebracht. Diese ermöglichen nun die Zusammenarbeit mehrerer in einem Dokument in Echtzeit nach dem Vorbild der Google Docs. Der Zugriff erfolgt über den Mac oder ein iOS-Gerät. Keynote 7.0, Pages 6.0 und Numbers 4.0 setzen macOS Sierra voraus.

Umsatz steigt wieder: Die Musikindustrie kann nun endlich verlässliche Umsätze und Gewinne aus dem Streaming erzielen, nachdem in den letzten Jahren nach dem Niedergang der CD auch Verkäufe von Downloads zurück gegangen waren. Vor allem Apple Music und Spotify helfen den Plattenfirmen wieder auf die Sprünge.

Weitere Nachrichten:

Nokia 216: Microsoft stellt 33-Euro-Mobiltelefon vor

Im Mai hatte Microsoft seinen Rückzug aus dem Smartphone-Markt mit einer hohen Anzahl weiterer Entlassungen bekräftigt. So ganz will das Unternehmen das Geschäft mit Mobiltelefonen aber nicht aufgeben. Mit dem Nokia 216 hat Microsoft nun ein neues Gerät vorgestellt, welches nicht in die Kategorie Smartphones, sondern "Feature-Phone" fällt.

Das Nokia 216 ist derzeit nur für den indischen Markt angekündigt, in dem der Mobilfunkmarkt boomt und der Bedarf an möglichst günstigen Geräten für die große Masse riesig ist. Entsprechend günstig fällt auch der Preis aus: Das Nokia 216 soll für umgerechnet 33 Euro im Oktober auf den Markt kommen. Dabei wird es das Gerät auch mit einer Dual-SIM-Variante geben.

Auch das Nokia 2016 basiert auf dem Betriebssystem Nokia Series 30+. Als Browser kommt der Opera Mini Browser zum Einsatz. Hinzu kommen Apps für die Nutzung von Twitter, Facebook und Co. Weitere Apps sind über den Opera Mobile Store erhältlich.

Über die Unterstützung von Bluetooth 3.0 können Anrufe auch freihändig getätigt werden. Microsoft verspricht eine lange Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden (Gesprächszeit) bzw. 24 Tagen Standby-Zeit. Außerdem gibt es ein eingebautes FM-Radio, einen MP3-Player, einen Video-Player und eine Taschenlampe-Funktion.

Zur weiteren technischen Ausstattung gehören ein 2,4 Zoll QVGA-Display (320 x 240 Pixel), ein 1020 mAh-Akku und jeweils eine VGA-Kamera auf der Vorder- und Rückseite. Über eine MicroSD-Karte bietet das Nokia 216 bis zu 32 GB Speicherplatz. Das Gerät selbst besitzt 16 Megabyte Arbeitsspeicher. Das Handy ist 118 x 50 x 13,5 Millimeter groß und wiegt knapp 83 Gramm.

Das Nokia 216 ist übrigens der Nachfolger von dem im Januar 2015 vorgestellten Nokia 215, das seinerzeit auch in Deutschland auf den Markt kam. Ob es das Nokia 216 auch auf den deutschen Markt schafft, ist derzeit noch nicht bekannt.

WhatsApp: Ab sofort mit Nutzer-Tags in Gruppenchats

WhatsApp will die Übersicht in großen Gruppenchats verbessern. Die Gespräche, an denen bis zu 256 Personen teilnehmen können, werden schnell chaotisch. Nutzer, die Gruppenchats stumm geschaltet haben, weil sie nicht über jeden neuen Beitrag informiert werden wollen, verlieren besonders schnell den Anschluss.

Damit im Gruppenchat keine persönlichen Fragen mehr untergehen, ermöglicht WhatsApp nun das Taggen von Nutzern . Über die Funktion wird der entsprechende Chat-Teilnehmer direkt angesprochen und erhält eine Benachrichtigung, auch wenn er den Gruppenchat stumm geschaltet hat.

Um einen Tag hinzuzufügen genügt ein „@“-Zeichen. Wird dieses im Texteingabefeld getippt, öffnet sich automatisch eine Liste aller Chat-Teilnehmer, aus der Nutzer dann den gewünschten Namen aussuchen können. Die neue Funktion ist ab sofort in der iOS- und in der Android-Version von WhatsApp verfügbar. Die Desktop-App lässt das Feature noch vermissen.

Deutsche Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab

Oculus Rift jetzt im deutschen Handel erhältlich

VR-Fans aufgepasst: Wer bisher die Online-Bestellung der Oculus Rift scheute, der kann sie ab sofort in Deutschland im Handel erwerben. Die Oculus Rift kostet 699 Euro.

Die Oculus Rift ist unter anderem bei folgenden Händlern erhältlich: Amazon, Mediamarkt und Saturn . In Ladengeschäften kann man die Oculus Rift auch über entsprechende Demo-Stationen ausprobieren. Wer Interesse an einer Demo-Session in einer Mediamarkt- oder Saturn-Filliale hat, der kann sich einen Platz hierfür bei Oculus Live reservieren.

Bevor Sie die Oculus Rift bestellen, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob Ihr PC die Anforderungen für die VR-Brille erfüllt. Diese lauten wie folgt:

Alternativ bietet Oculus VR aber auch ein Tool an, das testet, ob Ihr PC fit für die Oculus Rift ist.

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