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Morgenmagazin vom Donnerstag, 12. Januar 2017

12.01.2017 | 06:56 Uhr |

Fadell erklärt Videos von iPhone-Prototypen +++ Macbook Pro stoppt Abwärtstrend des Mac +++ iPhone gewinnt Marktanteile +++ Ausfüllfunktion in Safari und Chrome für Phishing anfällig +++ Tesla wirbt Swift-Chef von Apple ab +++ PS4 ab Februar in Glacier White erhältlich +++ BSI warnt: 1000 deutsche Online-Shops sind unsicher +++ Angst vor Hackern: Google-Auto nicht ständig online

12. Januar: Terminverschiebung

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Das haben wir schon immer so gemacht, wo kommen wir denn da hin? Manchmal schadet es nicht, Jahr für Jahr alles zu wiederholen (siehe Weihnachten, Silvester), aber wenn sich innere und äußere Umstände ändern, warum sollte man an Verfahren der Vergangenheit festhalten und sie auch noch zur Tradition verklären? Wir von der Macwelt vermissen zwar die Macworld Expo, die uns "immer" im Januar in San Francisco in das neue Jahr begleitet hatte - also von 1985 bis 2009 - aber acta est fabula, wie der Lateiner sagt. Oder frei interpretiert: Das ist schon so lange vorbei, dass es schon fast gar nicht mehr wahr ist.

So liegt für den 12. Januar ein reichlich leeres Blatt vor uns, mal den 60sten Geburtstag von Pixars John Lasseter ausgenommen. Es hätte aber auch ganz anders kommen können. Denn der 12. Januar 2010 war ein Dienstag und als solcher bestens geeignet gewesen, die Messe rund um Apple-Produkte sowie die passenden Services und Zubehörartikel mit einer Keynote von und mit Steve Jobs zu eröffnen. Das Jahr 2010 hätte dann im Moscone Center mit einem Paukenschlag erst so richtig begonnen, denn wenige Tage, nachdem Steve Ballmer auf der CES reichlich lustlos und unispiriert ein von HP produziertes und mit Microsoft-Programmen bestücktes "Slate" zeigte, sollte der für einen Moment aus dem Krankenstand zurück gekehrte Apple-CEO anhand des iPad vorführen, wie man das mit dem Tablet-Computer richtig macht.

Nun hatte Apple aber schon ein Jahr zuvor der Macworld Expo endgültig bye-bye gesagt und dabei auf die eigenen Stores als permanente Ausstellung verwiesen sowie auf eigene Veranstaltungen, bei denen man von Zeit zu Zeit neue Dinge zeigen wolle. Aber eben dann, wenn man es selbst für richtig halte und nicht wann es den Planern der wichtigsten Mac-Messe weltweit in den Kram passe. Wie zum Hohn wählte Apple für die Premiere des iPad dann doch einen Termin im Januar, den 27sten genauer gesagt. IDG World Expo hatte die in "Macworld | iWorld" umbenannte Messe ohne Apple eigens in den Februar verlegt, um seinerseits dem Vorwurf entgegen zu treten, nicht flexibel genug zu sein.

Irgendwie war uns das auch Recht. Jahre über Jahre waren die Weihnachtsferien kurz ausgefallen, angesichts der Vorbereitungen auf die Macworld. Der Kalender zum Jahreswechsel 2009/2010 bescherte uns, die wir auch wegen nie ausgenutzter Weihnachtsferien Unmengen von Resturlaub vor uns herschoben, eine dreiwöchige Auszeit. Manche hatten den letzten Arbeitstag am 18. Dezember und den ersten wieder am 11. Januar - war ja außer Ballmers uninspiriertem Gewische in Las Vegas auch nichts passiert. Und doch lag etwas im Busch, die Floskel vom sich verdichtenden Gerücht traf auf das Apple-Tablet so nicht mehr zu. Es war eine von Gewissheit kaum noch zu unterscheidende Mutmaßung, dass Apple schon bald zu einem Special Event einladen werde, um - was eigentlich zu zeigen? Einen iPod XL, ein Macbook Touch, ein iSlate oder iDingens? Der korrekte Name iPad kursierte dann erst recht spät, etwa eine Woche vor dem Event kam dann auch endlich die Einladung.

Klar, am 12. Januar 2010 war das iPad praktisch fertig entwickelt, unsere Umfrage, was denn unsere Leser von einem Apple-Tablet erwarten würden , eher der Einschätzung geschuldet, wie sehr Apple mal wieder die Kundschaft enttäuschen könnte - kleiner Scherz! Aber die Ergebnisse finden wir sieben Jahre später hoch interessant! Denn damals hatten fast vier Fünftel der Umfrageteilnehmer dafür plädiert, Apple solle auf sein Tablet Mac-OS X installieren und eben nicht iPhone-OS! Einen Steckplatz für SD-Karten hätte schon damals nur ein gutes Drittel unser Leser für wichtig gehalten, knapp weniger hätten einen Stift toll gefunden - für das iPad Pro bewirbt Apple heute den Pencil als unerlässliches Zubehör. Noch ein verblüffendes Ergebnis: Gerade einmal 17 Prozent sahen eine Spracheingabe mit Spracherkennung als essentiell an. Vielleicht kam Siri auch deshalb erst anderthalb Jahre später auf das iPhone und danach auf das iPad... Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Seltener Blick: Es hätte bei der iPhone-Entwicklung alles anders kommen können - aber die Befürworter einer echten Tastatur konnten sich nicht gegen Steve Jobs durchsetzen. Aber auch später im Prozess hatte es noch Wegkreuzungen gegeben, bei denen Apple anders hätte abbiegen können. So zeigt ein Video im Blog Sonnydickson.com zwei frühe Prototypen des Touch-iPhone in Aktion. Die Form der Geräte ähnelt bereits der finalen Fassung, ist aber noch ein wenig rauher und der Homebutton funktioniert noch nicht. Interessant ist aber der Blick auf die beiden unterschiedlichen Ansätze der Software. Während ein von Tony Fadell geleitetes Team auf das etablierte iPod OS setzte und es auf den Touchbildschirm übertrug, erarbeitete die Mannschaft um Scott Forstall ein echtes Multitouchsystem, das direkt auf Eingaben der Finger reagierte und kein imitiertes Scrollrad mehr benötigte.Wie wir heute wissen, hat sich der zweite Ansatz durchgesetzt. In einem Interview mit The Verge hat Tony Fadell indes klargestellt, dass hier keine konkurrierenden Teams gegeneinander angetreten wären, sondern eine Reihe von Ideen kursierten. Alle Beteiligten hätten an allen Techniken gleichermaßen gearbeitet. Im Video sei eine Portierung einer auf dem Mac erstellten Simulation zu sehen und noch kein echtes Betriebssystem, ordnet Fadell zudem die Bilder ein. Die Idee eines virtuellen Clickwheels auf eine iPod Video mit Touchscreen habes ich nicht durchsetzen können und auch das Konzept eines iPod Phone - kleiner Bildschrim, echtes Clickwheel für die Bedienung - sei an einer Banalität gescheitert: Mit dem Rad habe man nicht wirklich Telefonnummern wählen können.

Von wegen Ladenhüter: Das Macbook Pro scheint sich trotz aller Kritik recht gut zu verkaufen, haben die Marktforscher von IDC ermittelt. Zwar gelang es dem neuen Notebook nicht, die Mac-Verkäufe wieder ansteigen zu lassen, doch immerhin bremsten die Modelle mit und ohne Touchbar den Verfall. Nach der Berechnung der Analysten hat Apple im vierten Kalenderquartal 2016 5,3 Millionen Macs verkauft und damit nur 0,9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt waren die Verkäufe jedoch um 9,8 Prozent auf 18,4 Millionen Geräte zurück gegangen. Die Marktforscher von Gartner kommen in ihrer Analyse des Weihnachtsquartals auf ähnliche Ergebnisse, demnach hätte Apple 5,4 Millionen Macs verkauft und weltweit einen Marktanteil von 7,5 Prozent erreicht. Gegenüber 2015 hätte Apple laut Gartner sogar 2,4 Prozent zugelegt, während der gesamte PC-Markt um 3,7 Prozent nachgegeben habe. Nur wenig mehr als 10.000 Stück fehlten Apple, um an Acer vorbei wieder auf den vierten Platz der größten (klassischen) PC-Hersteller zu rücken. Apple wird seine eigenen Zahlen erst am 31. Januar der Öffentlichkeit präsentieren.

Zugelegt: Vor allem wartet die Börse aber auf die Zahl der iPhone-Verkäufe. Gelingt es Apple, nach drei Quartalen mit rückläufigen Zahlen wieder mehr iPhones als im Vorjahr zu verkaufen? Die Aussichten dafür stehen gar nicht so schlecht, so hat Kantar World Panel ermittelt, dass das iPhone auf Kosten von Android in den USA wieder an Marktanteilen zugelegt hat. Gegenüber dem Vorjahr sei Apples Smartphone um 6,4 Prozent gewachsen. Ein Plus habe man auch in Frankreich, Großbritannien und anderswo feststellen können, insgesamt habe Apple 31,3 Prozent Marktanteile erreicht. Besonders populär waren iPhone 7, iPhone 7 Plus und iPhone 6s. In China fiel jedoch der Anteil von 25 Prozent auf 20 Prozent.

Kopfhörer für VR: Stereokopfhörer mögen für Musik taugen, aber weniger als Begleitung für VR-Brillen. Es klingt befremdlich, kommt der Sound nur von links oder rechts und nicht von vorne oder schräg hingen. Surround-Kopfhörer lösen das Problem, haben bisher aber ihre Schwächen. Der Ossic X nicht, meinen unsere Kollegen der Macworld. Seine großen Schalen und der digitale Prozessor, der Ohren und den Rest vom Kopf schon beim Aufsetzen vermisst, gewährleisten echten 5.1- oder sogar 7.1.-Sound direkt an den Lauschern.

Weitere Nachrichten

Ausfüllfunktion in Safari und Chrome für Phishing anfällig

Kauft man bei Webshops ein, will Software herunterladen oder sich bei einen Webdienst anmelden: Fast immer muss man Name, E-Mail oder andere Daten in ein Formular eintragen. Bei einem aktuellen Browser übernimmt diese lästige Aufgabe eine Autofill-Funktion, die ihre persönlichen Daten automatisch einträgt.

Wie der Entwickler Viljami Kuosmanen mit einer Beispielseite zeigt, kann ein Hacker mit dieser Funktion unerkannt Daten eines Surfers abfangen. Auf seiner Demo-Webseite sind nur zwei Felder für Name und E-Mail-Adresse zu sehen, in Wirklichkeit werden per Ausfüllfunktion aber weitere persönliche Daten wie Telefonnummer und Adresse abgerufen – nützliche Informationen für Spammer. Der Trick ist sehr einfach: Die anderen Formulare sind im Code der Seite, aber im Browser nicht zu sehen. Laut dem finnischen Entwickler ist der Browser Google Chrome besonders anfällig, da er unerkannt alle von der Seite angeforderten Daten einträgt. Auch der Passwortverwalter LastPass ist offenbar betroffen. Bei Safari wird in einem Fenster zumindest angezeigt, welche Informationen eingetragen werden, das gilt auch für die iOS-Version. Bei Firefox muss man Formularfelder einzeln anklicken - ein guter Schutz. Nach Meinung des Entwicklers wäre aber die beste Lösung, Browser-Hersteller würden ihre Programme nur sichtbare Formulare ausfüllen lassen.

Bisher sind keine Fälle bekannt, bei denen Spammer mit diesem Trick Informationen abgerufen haben. Wir empfehlen aber, bei der Nutzung der Autoausfüll-Funktion vorsichtig zu sein. Vor allem sollten besser keine Kreditkartennummern in den Autofill-Daten eingetragen sein. In den Voreinstellungen von Safari kann man außerdem festlegen, welche Daten automatisch eingetragen werden und beispielsweise Kreditkarten davon ausnehmen. Die entsprechende Box wie im Aufmacherbild am Anfang dieses Artikels findet sich in den Safari-Einstellungen (Befehlstaste (⌘) und Komma (,)) unter dem Reiter "Automatisch ausfüllen".

Tesla wirbt Swift-Chef von Apple ab

Chris Lattner ist Teslas neuer Vice President der Autopilot-Software. Laut dem Tesla-Blog wird Lattner künftig das Autopilot-Entwicklerteam leiten und die „Zukunft des autonomen Fahrens“ beschleunigen.

Lattner wurde von Tesla bei Apple abgeworben, wo er insgesamt elf Jahre tätig war. Beim iPhone-Hersteller war Lattner als Leiter der Developer-Tools-Abteilung eingesetzt. Dort war er unter anderem für die Entwicklung der Programmiersprache Swift sowie Xcode verantwortlich.

Lattner tritt bei Tesla in die Fußstapfen von Jinnah Hosein, der bislang eine Doppelrolle als Vice President der Autopilot-Software und Vice President der Software-Entwicklung von SpaceX einnahm. Hosein kann sich nun ganz seiner Aufgabe bei SpaceX widmen. Der ehemalige Director für Autopilot-Programme, Sterling Anderson, ist laut Informationen von The Verge nicht länger bei Tesla beschäftigt.

PS4 ab Februar in Glacier White erhältlich

Seit der PlayStation 2 setzt Sony als Standardfarbe für seine Konsole auf Schwarz, erst später erscheinen weitere Farbversionen. Nun erhält die PlayStation 4 Slim ihre erste Farbalternative: Ab dem 6. Februar wird die PS4 Slim auch in Glacier White angeboten. Im Bundle enthalten sind die Konsole mit einer 500 GB großen Festplatte sowie zwei Dualshock-4-Controller, die ebenfalls weiß eingefärbt wurden.

Der Preis soll bei 299 Euro liegen. In Japan wird darüber hinaus auch eine Version der weißen Konsole mit einer 1-TB-Festplatte angeboten. Ob Sony auch eine weiße Ausgabe seiner PlayStation 4 Pro in den Handel bringen wird, bleibt derzeit noch offen.

Wer seine bereits angeschaffte PS4 Slim verschönern will, kann dies auch mit Aufklebern tun. Die Angebote reichen von einer goldenen Lackierung über Tarnfarben bis hin zu einem Look, der an die erste PlayStation von Sony erinnert.

BSI warnt: 1000 deutsche Online-Shops sind unsicher

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Mindestens 1000 deutsche Online-Shops sollen derzeit unsicher sein. Die Online-Shops verwenden veraltete Versionen der Online-Shop-Software Magento. In dieser alten Magento-Version stecken Sicherheitslücken, die Angreifer ausnutzen können, um ihren Schadcode in das Content-Management-System einzuschleusen. Danach können die Cyber-Gangster die über den Online-Shop getätigten Bestellvorgänge ausspähen und die Bank- beziehungsweise Kreditkartendaten der Kunden abgreifen.

Online-Skimming

Das Abgreifen von EC- und Kreditkartendaten an einem Bankautomaten nennt man Skimming; passiert der Kartendaten-Diebstahl über Webshops, dann spricht man von Online-Skimming.

Der eingeschleuste Code und der damit verbundene Datenabfluss ist für Nutzer üblicherweise nicht erkennbar, warnt das BSI. Über den Umfang der über diese Angriffe bereits abgeflossenen Zahlungsdaten liegen dem BSI derzeit keine Erkenntnisse vor.

Basierend auf einer von einem Entwickler von Sicherheitstools für Magento durchgeführten Analyse wurden bereits im September 2016 weltweit knapp 6.000 von Online-Skimming betroffene Online-Shops identifiziert, darunter auch mehrere hundert Shops deutscher Betreiber. CERT-Bund benachrichtigte daraufhin die jeweils zuständigen Netzbetreiber in Deutschland zu betroffenen Online-Shops. Aktuellen Erkenntnissen zufolge wurde diese Infektion von vielen Betreibern bis heute nicht entfernt oder die Server wurden erneut kompromittiert.

Sicherheits-Updates ignoriert

Besonders ärgerlich: Die von den Angreifern ausgenutzten Sicherheitslücken in Magento wurden von den Shop-Betreibern trotz vorhandener Softwareupdates offenbar nicht geschlossen. Die Anzahl aktuell bekannter betroffener Online-Shops in Deutschland ist dadurch auf mindestens 1.000 angestiegen.

Das CERT-Bund des BSI hat heute erneut die jeweils zuständigen Netzbetreiber in Deutschland zu betroffenen Online-Shops in ihren Netzen informiert und bittet Provider, die Informationen an ihre Kunden, also an die Shop-Betreiber weiterzuleiten.

Das BSI weist an dieser Stelle darauf hin, dass die Verpflichtung zur Absicherung von Systemen nicht nur für Unternehmen, sondern auch für alle anderen geschäftsmäßigen Betreiber von Websites gilt. Darunter fallen zum Beispiel auch Websites von Privatpersonen oder Vereinen, wenn mit deren Betrieb dauerhaft Einnahmen generiert werden sollen. Dies wird bereits dann angenommen, wenn auf Websites bezahlte Werbung in Form von Bannern platziert wird.

So prüfen Magento-Nutzer sofort ihren Online-Shop

Betreiber von Online-Shops auf Basis von Magento können mit dem kostenfreien Dienst MageReport überprüfen, ob ihr Shop-System bekannte Sicherheitslücken aufweist und von den aktuellen Angriffen betroffen ist. Zu jedem erkannten Problem werden detaillierte Informationen zu dessen Behebung bereitgestellt, verspricht das BSI.


Angst vor Hackern: Google-Auto nicht ständig online

Alphabet, der 2015 gegründete Mutterkonzern von Google, hat seine Projekte mit selbstfahrenden Autos im Jahr 2016 im neuen Tochterunternehmen Waymo zusammengefasst.

John Krafcik, der CEO von Waymo, verblüfft nun laut einem Bericht der Financial Times die Öffentlichkeit mit einem überraschenden Bekenntnis: Waymos autonome Autos sind nicht ständig mit dem Internet verbunden. Weil Waymo Hackerangriffe verhindern will.

Denkbare Szenarien: Hacker könnten, wenn sie die Kontrolle über fremde Autos übernommen haben, Unfälle verursachen. Oder sogar die Insassen entführen. Zudem könnten die Angreifer alle Bewegungsdaten der Autos überwachen.

So verändern Elektro-Autos und autonomes Fahren unser Leben

Waymo lässt seine Autos, bei denen es sich um von Waymo angepasste Versionen des Minivans Chrysler Pacifica von Fiat-Chrysler handelt, immer nur dann kurz mit dem Internet eine Verbindung aufbauen, wenn es erforderlich ist. Autonomes Fahren bedeutet für Waymo also nicht, dass die selbstfahrenden Autos immer mit der Cloud verbunden sind. Die gesamte Selbstfahrtechnologie steckt bei Waymo im Auto und liegt nicht auf irgendwelchen Servern.

Waymo: Neue Google-Autos fahren ab Ende Januar 2017 autonom

Diese Aussage sollte einen nachdenklich stimmen. Wenn ausgerechnet der Internetgigant schlechthin bei seinen selbstfahrenden Autos auf eine ständige Internetverbindung aus Sicherheitsgründen verzichtet: Wieso wird dann in der Automobil-Branche so oft von „always online“ und ständiger Vernetzung gesprochen? Von Car-to-X und Car-to-Car? Wieso sollen also nach der Meinung vieler Forscher Autos ständig miteinander kommunizieren und sich zum Beispiel gegenseitig vor Staus und Gefahren warnen, wenn eben diese ständige Konnektivität selbst eine Gefahr darstellt? Zum Beispiel experimentiert Daimler mit Autos, die sich gegenseitig warnen. Und wieso müssen Autos von den Ampeln und von Servern ständig Verkehrslagedaten und Straßenzustandsdaten empfangen können, damit sie immer grüne Welle haben? Beispielsweise experimentiert Audi mit dieser Ampel-zu-Auto-Kommunikation.

Spannend: Wie wird Apple auf Googles Ansatz reagieren? Denn Apple forscht der aktuellen Gerüchtelage zufolge ebenfalls an Selbstfahr-Technologien.



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