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Morgenmagazin vom Mittwoch, 16. April 2014

16.04.2014 | 07:23 Uhr |

Was heute wichtig wird: 16. April 2014 +++ Text zur Think Different-Kampagne als Poster +++ Apple setzt Vorgaben der Kartellwächter langsam um +++ Petaflop: Super MUC setzt Rekordwert +++ Office 365 Personal ist jetzt verfügbar +++ Bestätigung: Googles scannt Gmail-Postfächer +++ Kostet das iPhone 6 deutlich mehr? +++ Google kauft Drohnen-Hersteller für Internet-Versorgung +++ Google plant Kontaktlinsen mit integrierter Kamera

Was heute wichtig wird: 16. April 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Es heißt ja, ein Bild sage mehr als 1000 Worte. Doch gibt es Bilder, die haben sich derart in das kollektive Gedächtnis gebrannt, dass wenige Worte genügen, um sie zu beschreiben. Etwa: Schwarzer Rollkragenpulli, Jeans, Turnschuhe, ein Griff die Hosentasche. Klar: Steve Jobs stellt das iPhone vor. Oder: Schwarz-weiß, scharfe Kontraste, Mann im weißen Ganzkörperanzug klettert eine Leiter herab. Auch klar: Neil Armstrong unternimmt einen kleinen Schritt für einen Menschen, aber einen großen Sprung für die Menschheit. Und natürlich: Mann in ärmlichem Anzug, Spazierstock in der Hand, Melone auf dem Wuschelkopf. Charlie Chaplin in seiner Paraderolle als Tramp. Heute vor 125 Jahren wurde der Schauspieler und Regisseur in London geboren. Gegen die Verwendung seiner Rolle in einer Werbung für den IBM-PC wenige Jahre nach seinem Tod konnte sich Chaplin nicht wehren. Dabei wäre er im berühmten " Think Different! "-Werbespot, der sich auch gegen IBM richtete, weit besser aufgehoben gewesen. Denn Chaplin war auch ein Quergeist, anders lässt sich sein Werk in kaum erklären. Besonders nicht jene Komödie, die Chaplin als "Rache an dem Typen, der mir den Schnurrbart geklaut hat" bezeichnete: Der große Diktator. Die Rede, die der für den Diktator (Chaplin) gehaltene jüdische Friseur (auch Chaplin) am Ende des Filmes hält, ist ein zeitloser Appell an die Menschlichkeit und den Frieden . Und kann auch heute nicht oft genug gehört werden. Peter Müller

Lesen Sie heute auf www.macwelt.de:

Kaufratgeber: Was taugen mobile Festplatten? Welche sind für Backups unterwegs geeignet und von welchen kann man komplett arbeiten? Unsere Macworld-Kollegen und Chris Möller haben sich das Angebot angesehen.

Tipp: Sie nutzen Ihr iPhone als Navigationsgerät und wundern sich, dass der Akku sehr schnell leer wird. Unsere Tipps helfen.

Ratgeber: Backup mit Time Machine. Seit Mac-OS X 10.5 hat Apples Mac-Betriebssystem eine Backup-Funktion integriert. Mit späteren Versionen von OS X haben sich Details geändert, aber nichts an der grundsätzlichen Vorgehensweise. Florian Kurzmaier gibt einen Überblick.

Lesetipps für heute Morgen:

iWatch: Ab September mit biegsamen Screen von LG und in zwei Größen? ( iDownloadblog )

Macbook Pro oder Macbook Air? So treffen Sie die richtige Entscheidung ( Macworld )

Apple und andere Smartphonehersteller unterstützen Maßnahmen gegen Diebstahl ( Re/code )

Und noch eine Beta-Version von OS X 10.9.3 ( MacRumors )

Weitere Nachrichten:

Text zur Think Different-Kampagne als Poster

”Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers.” Mit diesen Worten beginnt die Werbekampagne von Apple aus dem Jahr 1997, die von der Werbeagentur TBWA erstellt wurde und viele als eigenständige und unkonventionelle Denker bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Bob Dylan, Martin Luther King, Jr., Richard Branson, John Lennon & Yoko Ono und andere im Bild vorführt. Das Video gibt esbeispielsweise bei YouTube immernoch zu bewundern . Interessante Hintergründe dazu erfährt man im entsprechenden Wikipedia-Eintrag , so unter anderem, dass der Slogan ”Think Different” als kreativ-provokative Antwort auf die Aufforderung ”Think!” in Bezug auf die Personal Computer vom damaligen Erzrivalen IBM galt.
Wer sich diesen Text gern ins Arbeitszimmer oder in einen anderen Raum hängen möchte, kann dieses nun in Gestalt eines Posters mit verschiedenen Schrifttypen und Größen zum Preis von 20 Euro tun. Das Apple Think Different-Poster in der Größe 59 x 84 Zentimeter wird von Rocket Posters direkt oder über Amazon.de vertrieben.

Apple setzt Vorgaben der Kartellwächter langsam um

Apple setzt die Vorgaben des Gerichts nach dem Urteil im Kartellverfahren um E-Books langsam, aber allmählich um, berichtet der vom Gericht bestellte Kartellwächter Michael Bromwich. Diesen hatte Apple gerichtlich wieder absetzen lassen wollen, war im Februar aber in letzter Instanz mit diesem Vorhaben gescheitert. Seither zeige sich das Unternehmen kooparativer, schreibt Bromwich in einem 77-seitigem Bericht: "Es gibt eine neue Tonart in unserer Beziehung." Apple gebe mehr Informationen, und engagiere sich stärker dafür, Konflikte zu lösen und bemühe sich nun, die Vorgaben des Gerichts einzuhalten, was in den Monaten zuvor überhaupt nicht der Fall gewesen sei. Apple habe zudem seine unternehmensweiten Antikartellregeln überarbeitet, Bromwich empfiehlt dem Mac-Hersteller jedoch, sie auf einzelne Geschäftsbereiche zu spezifizieren. Dennoch gebe es noch viel zu tun. Bromwich und seinem Team fehlen so noch konkrete Informationen darüber, wie Apple intern mögliche Kartellverletzungen aufspüren und verhindern will. Noch sei es dem Watchdog auch nicht gelungen, mit führenden Apple-Managern zu sprechen.

Petaflop: Super MUC setzt Rekordwert

Der in Garching bei München stehende Supercomputer SuperMUC hat einen neuen Rekord aufgestellt, berichtet das Leibniz Rechenzentrum. Bei einer Erdbebensimulation von Wissenschaftlern der Münchner Universitäten TUM (Technische Universität München) und LMU (Ludwig-Maximilians-Universität) knackte die Maschine die Grenze von einer Billiarde (10 15 ) Rechenoperationen pro Sekunde oder kurz Petaflops. Die exakt 1,09 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde habe die Anlage dabei über drei Stunden lang gehalten und dabei alle 147.456 Rechenkerne der parallelen Anlage genutzt. Die Berechnung simulierte Erdbebenwellen am Vulkan Merapi auf der Insel Java, die aufgrund seiner Geometrie extrem komplex zu berechnen sind. Die Software Seissol haben die Forscher um Dr. Christian Pelties vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU und Professor Michael Bader vom Institut für Informatik der TU München speziell an die Architektur des SuperMUC angepasst, der fünfmal schneller Ergebnis geliefert habe als vorherige Simulationen.

Office 365 Personal ist jetzt verfügbar

Office 365 Personal ist jetzt verfügbar (c) IDG/IDG
Vergrößern Office 365 Personal ist jetzt verfügbar (c) IDG/IDG

Microsoft hatte vor einigen Wochen mit Office 365 Personal sein Angebot an Office-365-Abos für Privatanwender erweitert. Ab sofort ist Office 365 Personal nun auch erhältlich. Microsoft bezeichnet Office 365 Personal als das "Office für Sie", während sich Office 365 Home (bisher: Office 365 Home Premium) an Familien richtet.

Bei Office 365 Personal erhalten die Endanwender eine Lizenz, mit der sie die immer aktuellste Version von Office auf einem einzelnen Rechner (Mac oder PC) und auf einem Tablet verwenden können. Seit kurzem ist auch die Nutzung von Office auf iPads möglich. Der Preis: 7 Euro im Monat oder 69 Euro im Jahr. Damit ist das neue Personal-Abo zumindest etwas günstiger als Office 365 Home, das Lizenzen für jeweils fünf PCs/Macs und fünf Tablets bietet und 10 Euro pro Monat bzw. 99 Euro pro Jahr kostet.

Ähnlich wie in Office 365 Home gibt Microsoft auch in Office 365 Personal als Zugabe 60 Minuten pro Monat kostenlose internationale Telefonate über Skype und 20 GB kostenlosen Speicherplatz bei OneDrive (früher SkyDrive) packen.

Hier noch eine Übersicht über die drei Office-365-Pakete für Privatnutzer:

Office 365 Home: Kunden können Office auf fünf PCs oder Macs plus auf fünf Tablets installieren. Das Paket enthält 20GB OneDrive-Speicher für jeden Benutzer (bis maximal fünf).
Office 365 Personal: Kunden können Office auf einem PC oder Mac plus auf einem Tablet einrichten. Dieses Paket enthält 20 GB OneDrive-Speicher für einen Benutzer.
Office 365 University: Dieses Office kann auf zwei PCs oder Macs oder Tablets installiert werden. Auch dieses Paket enthält 20 GB OneDrive-Speicher für einen Benutzer.

Alle Pakete enthalten Minuten Skype-Guthaben pro Monat.

Weitere Infos zu Office 365 Home und Office 365 Personal bei Microsoft


Bestätigung: Googles scannt Gmail-Postfächer

Bestätigung: Googles scannt Gmail-Postfächer (c) Google
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© Google

Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder Gerüchte gab, denen zufolge Google die Emails seiner Gmail-Nutzer scannen soll, hat der Suchmaschinenriese diese fragwürdige Praxis in dieser Woche erstmals öffentlich eingeräumt. Die nötigen Rechte übertragen Gmail-Mitglieder Google, indem sie den Nutzungsbedingungen zustimmen. An diesen hat Google nun eine kleine Änderung vorgenommen, welche erklärt, dass der Konzern, Emails in den Gmail-Postfächern nach Stichwörtern zu durchsucht.

Unter dem Punkt Privacy & Terms ist dabei von einem automatisierten System die Rede, das alle Inhalte einschließlich der Emails analysiere, um daraus „auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Werbung“ zu generieren. Der Scanner schaut sich laut Google nicht nur gesendete und empfangene Emails, sondern auch Entwürfe an.

Mit diesen 3 Tipps schützen Sie Ihre Online-Privatsphäre

Während Google die Emails der Nutzer bereits seit geraumer Zeit scannt, weist das Unternehmen dieses Vorgehen nun erstmals klar in den Nutzungsbedingungen aus. In den USA hatte es diesbezüglich bereits zahlreiche Beschwerden gegeben. Einige Gmail-Nutzer hatten sogar gegen den Suchmaschinenriesen geklagt.

Kostet das iPhone 6 deutlich mehr?

Kostet das iPhone 6 deutlich mehr? (c) Apple
Vergrößern Kostet das iPhone 6 deutlich mehr? (c) Apple
© Apple

Im Herbst wird Apple voraussichtlich sein neues iPhone vorstellen. Das iPhone 6 kommt Gerüchten zufolge sogar in zwei Versionen mit 4,7 Zoll und 5,5 bzw. 5,7 in den Handel. Dieser Größenzuwachs könnte Apple laut Analyst Peter Misek von Jefferies dazu bewegen, den Preis des beliebten Smartphones zu erhöhen.

Misek rechnet mit einem Preiszuwachs von 100 US-Dollar. Derzeit bietet Apple sein Topmodell iPhone 5S als Teil eines Vertrags in den USA für knapp 200 US-Dollar an. Eine Anhebung auf 300 US-Dollar sei durchaus realistisch. Zwar wäre der Smartphone-Markt laut Misek schon übersättigt, doch genau hier könnte Apple punkten. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten dürfte dem iPhone 6 eine umfangreiche Berichterstattung in den Medien so gut wie sicher sein. Provider könnten es sich darüber hinaus nicht leisten, auf das neue iPhone in ihrem Lineup zu verzichten.

iPhone 6 mit gebogenem Display und neuen Sensoren?

Inwieweit Apple den Preis seiner Smartphones auch in Europa nach oben korrigieren könnte, ließ Misek offen. Eine Bestätigung, ob Apple tatsächlich zwei Modelle mit unterschiedlich großen Display-Diagonalen anbieten möchte, steht ebenfalls noch aus.

Google kauft Drohnen-Hersteller für Internet-Versorgung

Titan Aerpspace Solara 50 Mockup
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© Titan Aerospace

Google kaufte den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace, an dem zuvor auch Facebook interessiert gewesen sein soll. Ein Preis wurde am Montag nicht genannt. Titan solle am Projekt Loon mitarbeiten, das mit Antennen auf riesigen Ballons Internet-Anschlüsse in entlegene Regionen bringen solle, erklärte Google dem "Wall Street Journal" .

Titan Aerospace Solara 50 (Mockup)
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© Titan Aerospace

Die Drohnen von Titan, die noch in der Entwicklung sind, sollen mit Hilfe von Sonnenenergie angetrieben werden. Damit könnten sie fünf Jahre in einer Höhe von etwa 19 Kilometern fliegen. Die Flügel-Spannweite liegt mit knapp 50 Metern in der Dimension einer Boeing 767. Die Technik soll nach bisherigen Angaben 2015 reif für den Einsatz sein.

Anfang März hatte es Medienberichte gegeben , wonach Facebook über einen Kauf von Titan verhandelt. Dem US-Sender CNBC zufolge ging es um etwa 60 Millionen Dollar. Stattdessen übernahm das Online-Netzwerk aber den britischen Drohnen-Entwickler Ascenta , der ebenfalls an solarbetriebenen Drohnen arbeitet. Der Preis lag laut "Wall Street Journal" bei 20 Millionen Dollar. Facebook will mit der Technik ebenfalls günstige Internet-Zugänge in entfernte Regionen in der Dritten Welt bringen. (dpa/tc/mje)

Google plant Kontaktlinsen mit integrierter Kamera

Im Januar hatte Google die Öffentlichkeit mit den Plänen einer intelligenten Kontaktlinse überrascht. Die Kontaktlinse soll die Zuckerwerte aus den Tränen im Auge messen und per blinkender LED in der Linse bei zu hohen oder niedrigen Zuckerwerten warnen. Aus Patentanträgen von Google geht nun eine neue Verwendungsmöglichkeit für die Google-Kontaktlinsen hervor. Eine Mikro-Kamera in der Kontaktlinse soll das Schießen von Fotos, allein durch das Ansehen eines Motivs ermöglichen. Wenn die Kontaktlinsen mehrere Kameras verbaut haben, könnte das System sogar Sehbehinderten helfen. Die Kameras könnten den Träger vor einem Hindernis auf dessen Weg warnen. Ein akustischer Signal auf dem verbundenen Smartphone würde den Träger auf das Hindernis aufmerksam machen, auch wenn dieser es nicht sehen kann oder den Abstand nicht sicher einschätzen kann.

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