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Morgenmagazin vom Mittwoch, 18. Juni 2014

18.06.2014 | 06:35 Uhr |

+++ Adobe bringt großes Update der Creative Cloud +++ OS X Yosemite – Mehr Power für Safari +++ Mac at Camp wird 2014 zum Kongress +++ Limafit misst körperliche und mentale Fitness +++ Tipp iPhoto: Ereignisse Maßgeschneidert +++ Mit SteuerGo Steuererklärung online ausfüllen +++

Adobe bringt großes Update der Creative Cloud

Adobe zeigt am Mittwoch, den 18. Juni um 19 Uhr umfassende Neuerungen der Creative Cloud, gerade mal fünf Monate nach dem letzten großen Update ( lesen Sie hier unseren Bericht) . Wir dürfen auf zusätzliche Funktionen für Photoshop, Illustrator, Indesign, Premiere und all die weiteren Apps gespannt sein, die Bestandteil der Creative Cloud sind. Adobe bietet einen Live-Stream der Veranstaltung an, den Sie hier ansehen können: https://creativecloud.adobeevents.com/ccnext/
 
Zusätzlich berichten wir über alle wichtigen Neuerungen auf Macwelt.de und auf unserer Facebook-Fanpage www.facebook.com/macwelt. Als kleinen Appetitshappen hat Adobe vor kurzem ein kleinesVideo veröffentlicht, dass eine Neuerung von Photoshop zeigt. In dem Video wird die neue Funktion gezeigt, mit der man anhand der Schärfe eines Motivs selbiges automatisch freistellen kann.
 

OS X Yosemite – Mehr Power für Safari

Was soll ein Webbrowser idealerweise am besten können? Im Web browsen, versteht sich. Und das kann Safari 8.0 schneller, als alle seine Vorgänger. Doch bevor wir uns mit den Geschwindigkeitsverbesserungen befassen, gilt der erste Blick der neuen, aufgeräumteren Oberfläche von Apples Standardbrowser.

Maximale Transparenz

Das hervorstechendste Designelement von OS X Yosemite, die Transparenz der Menüleisten, hat auch in Safari seinen Platz gefunden: Sowohl die Titelleiste, als auch die Tabs- und Seiten-Leisten lassen die jeweiligen Hintergründe transparent durchschimmern. Neben dieser grafischen Spielerei hat Apple auch das Interface von Safari aufgeräumt. Das Motto dabei (im offiziellen Apple-PR-Sprech): „Weniger Symbolleiste. Mehr Internet.“

Safari 8.0 punktet vor allem bei der JavaScript Performance.
Vergrößern Safari 8.0 punktet vor allem bei der JavaScript Performance.

Und das wird durchgehend beherzigt, denn die Symbolleiste ist so sehr reduziert worden, dass kaum noch etwas davon übrig ist. Auf den Screenshots ist das schon sehr schön zu sehen: Während die Adressleiste noch an Ort und stelle ist, rückt Apple die anderen Menüelemente (Freigeben-Schaltfläche, „Alle Tabs einblenden“ oder die Navigationspfeile) an die äußersten Ränder.

Safari 8.0 punktet vor allem bei der JavaScript Performance.
Vergrößern Safari 8.0 punktet vor allem bei der JavaScript Performance.

Das hat damit zu tun, dass wie schon in Spotlight die Suchfunktion stark aufgewertet wurde (bei einer Web-Suche werden nun auch Wikipedia-Einträge oder Kartendaten mit einbezogen) und das dominierende Feature der Symbolleiste sein soll. Die mit Mavericks eingeführte Seitenleiste mit Lesezeichen, Leselist und Shared Links ist aber weiter am Start, genauso wie die beliebte Leseansicht.

Die Leseansicht ist weiter dabei.
Vergrößern Die Leseansicht ist weiter dabei.

Neu ist dagegen die verbesserte Tabs-Ansicht, denn Safari 8.0 zeigt nach einem Klick auf die neue Tabs-Schaltflache alle geöffneten Tabs (inklusive iCloud-Tabs) an. Dabei werden für den Fall, dass mehrere Seiten der gleichen Domain – beispielsweise mehrere Macwelt-Artikel – geöffnet sind, selbige Stapelweise angezeigt.

Safari 8.0 punktet vor allem bei der JavaScript Performance.
Vergrößern Safari 8.0 punktet vor allem bei der JavaScript Performance.

Safari-Fazit: Schneller als die Polizei erlaubt

Ok, Safiri sieht besser aus und wirkt aufgeräumter. Entscheidend ist aber auch, wie die Performance beim Surfen aussieht. Und da hat sich Apple nicht Lumpen lassen und diverse Verbesserungen in die achte Safari-Generation einfließen lassen (vor allem mit Blick auf JavaScript). Schon bei unseren ersten Tests fühlte sich Safari 8.0 deutlich Performance an, als sein Mavericks-Vorgänger. Und wo unter Mavericks bei mehr als sechs Tabs auf einem Macbook Air noch die Lüfter aufheulten, bliebt der Rechner unter Yosemite neuem Safari leise.

Mac at Camp wird 2014 zum Kongress

Für seine Ausgabe im Jahr 2014 zieht das Mac-Anwender-Treffen Mac at Camp von Naumburg an der Saale nach Bielefeld um und weitet sein Angebot aus. Mit dem Untertitel "Kongress für Mac, iPad & iPhone-Anwender" präsentiert Mac at camp erstmals einen Ausstellungsbereich und rückt an Thementagen spezielle Bereiche in den Fokus. Im vergangenen Sommer war auch Macwelt auf dem Treffen in Naumburg dabei, auch heuer werden wir unsere Aufwartung machen.

Wie in den Vorjahren lädt Mac at Camp auch zu einem "Hack-Center" ein, in dem Teilnehmer ihre eigenen Hardware aufbauen und sich untereinander austauschen können. Tagestickets zum Preis von 50 Euro inklusive Mittagessen sind auf der Website des Herstellers zu kaufen, Komplettpakete gibt es dabei ab 325 Euro. Darin ist die Unterkunft in der neben dem Bielefelder Kongresszentrum gelegene Designjugendherberge enthalten. Mac at camp findet vom 9. bis 13. Juli 2014 statt. Laut Veranstalter git es nur noch wenige Zimmer. Wer die Veranstaltung im vollen Umfang erleben möchte, sollte sich bald entscheiden, denn bestimmte Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden stehen ausschließlich den Teilnehmern der Komplett-Pakete zur Verfügung.

Rund 50 Workshops

Bis zu 50 Workshop soll es uf der Mac at Camp geben. Highlights sind beispielsweise Vorträge von Adobe zu Multi-Channel Publishing mit der Adobe Creative Cloud. Auch Evernote ist mit Workshops dabei. Der Inhalt: "Erfahren Sie, weshalb Evernote der moderne Arbeitsbereich ist und wie Sie in den vier Kerntätigkeitsbereichen ihres Arbeitsalltages (kreieren, sammeln, suchen und präsentieren) mit Evernote effizienter werden.". Filemaker stellt die Möglichkeiten der Version 13 vor und Macbay zeigt die besten Methoden für die verschlüsselte Email-Korrespondenz. Auch für Programierer gibt es Angebote, beispielsweise ein Workshop für die ersten Schrite mit der Programmiersprache Xojo. Die Workshops von Xojo setzen keine Vorkenntnisse voraus: "Xojo verwendet eine sehr einfach zu lernende Programmiersprache und stellt ein ideales Entwicklungssystem für Programmiereinsteiger dar – vom Beginn der Installation bis zum ersten lauffähigen Programm benötigt ein ungeübter Entwickler nicht mehr als fünf Minuten. "

Limafit misst körperliche und mentale Fitness

Lumafit überwacht laut Entwicklern den Fortschritt von Übungen zuhause oder im Fitnesszentrum und gibt Rückmeldungen für die Leistungsfähigkeit etwa bei Sit- oder Push-Ups und vielen anderen sportlichen Betätigungen bis hin zu Aktivitäten auf dem Fahrrad oder Cross-Trainer und anderen Geräten, dies insbesondere im Hinblick auf die Herzfrequenz. Dazu verfügt der Lumafit als so genanntes ”Hearable”, den man über der Ohrmuschel befestigt, über spezielle Sensoren am Ohrclip. Über Bewegungssensoren für die drei Raum-Achsen kann er zudem Bewegung, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch messen. Die Überwachung der Herzrate basiert auf optischen Lichtsensoren, die die Unterschiede des Hämoglobins im Blut über dessen Sauerstoffsättigung und den unterschiedlich ausgestrahlten Wellenformen einschätzen. Dies soll genauso präzise sein, wie das Messen der Herzfrequenz über einen Brustgurt, versprechen die Entwickler.

Dazu kommen drei spezielle Apps für Aktivitäten bei Sport und Gymnastik, für das Heimtraining und den Kalorienverbrauch sowie für Einheiten zehnminütigen meditativen ”Zen”-Atmens inklusive Bio-Feedback. Die Verbindung zwischen App und Smartphone geschieht über Bluetooth Classic 2.1, ein über Mikro-USB wiederaufladbarer Akku mit laut Anbieter 6 Stunden Laufzeit und einer Reichweite von 30 Metern ist integriert. Auf Kickstarter  ist die Aktion mit über 1000 Unterstützern beendet , eingenommen wurden über 100.000 US Dollar, erforderlich waren 60.000 US-Dollar. Die Apps gibt es sowohl für iOS - wie auch Android-Geräte . Die Auslieferung soll im Oktober dieses Jahres beginnen. Der Normalpreis für den Lumafit-Sensor wird bei über 100 US-Dollar liegen, Unterstützer erhalten das Gerät günstiger. Außerdem gibt es ein spezielles Developer Pack inklusive Sensor und SDK für 300 US-Dollar.

Tipp iPhoto: Ereignisse Maßgeschneidert

Nach dem Import von Fotos eines Urlaubs kann es vorkommen, dass iPhoto die Fotos in mehrere Ereignisse unterteilt. Möchten Sie alle Urlaubsfotos in ein Ereignis packen, dann brauchen Sie nur die Ereignisse auf das gewünschte Ereignis ziehen. Dies kann Ihnen aber auch unabsichtlich passieren, in diesem Fall können Sie die Verbindung mit Befehl-Z wieder rückgängig machen, sofern Sie keine anderen Schritte danach ausgeführt haben. Zudem können Sie ein Ereignis wieder in zwei Ereignisse trennen, indem Sie im Ereignis das Foto markieren, das als erstes Foto des neuen Ereigniss dienen soll. Dann wählen Sie „Ereignisse > Ereignis teilen“. Eine weitere Möglichkeit: Wählen Sie alle Fotos aus, die Sie in ein eigenes Ereignis packen möchten. Dann wählen Sie „Ereignis aus markierten Fotos erstellen“ oder ziehen Sie einfach die Auswahl per Drag-and-Drop auf den Menüeintrag „Ereignisse“ in der linken Spalte des iPhoto-Fensters.

Lesen Sie auch unseren Ratgeber iPhoto 11 aufräumen

Mit SteuerGo Steuererklärung online ausfüllen

Wer seine Steuererklärung erst nach dem 2. Juni beim Finanzamt einreichen wird, hat entweder die fristgerechte Abgabe versäumt oder benötigt eventuell etwas mehr Vorlauf auf Grund seiner komplexen steuerlichen Ausgangslage. In jedem Fall lohnt es sich, Steuer Go als elektronischen Helfer für die Steuererklärung in seine Überlegungen einzubeziehen. Ein gewichtiges Argument: Wer mit Deutsch als Muttersprache nicht groß geworden ist und Schwierigkeiten mit dem steuerlichen Vokabular hat, kann als Alternative auf die englische oder polnische Programmsprache ausweichen. Der Hersteller plant zusätzlich noch die Übersetzung auf Spanisch. Die angenehme und gut strukturierte Benutzeroberfläche von Steuer Go gewährleistet eine flüssige Bedienung des Programms, ohne dass man allzu oft in das beigefügte Handbuch werfen muss.

Im Gegensatz zum großen und älteren Bruder Lohnsteuer kompakt fehlen einige nützliche Hilfefunktionen, statt dessen ist Steuer Go verstärkt auf die Datenerfassung mittels Tablet oder Smartphone ausgelegt. Ebenfalls pfiffig: Man kann die Steuerdaten aus externen Steuererklärungen übernehmen. Hierfür muss man ein ELSTER-PDF aus der komprimierten Steuererklärung der bisherigen Steuererklärung erstellen. Die Abgabe der Steuererklärung erfolgt wahlweise in Papierform oder elektronisch per ELSTER durch Übermittlung der Steuerdaten ans Finanzamt. Letztere Variante bedingt jedoch, dass man eine komprimierte Steuererklärung unterschrieben an das Finanzamt senden muss. Nach Bearbeitung durch das Finanzamt kann man seine Bescheid-Daten elektronisch über ELSTER abholen und mit der Vorabberechnung von Steuer Go vergleichen. Zur Prüfung der Rechengenauigkeit haben wir den Musterfall aus dem großen Vergleichstests von Steuererklärungen in Heft 5/2014 zugrunde gelegt. Steuer Go errechnet hier eine Nachzahlung von 391,24 EUR und zeigt damit nur eine minimale Abweichung gegenüber dem Wunschergebnis von 390,45 EUR.

Empfehlung SteuerGo

Steuer Go ist ein guter Web-Dienst für die Einkommensteuererklärung, der sich durch eine gelungene Benutzeroberfläche und pfiffige Importmöglichkeiten von alten Steuerdaten aus Fremdprogrammen auszeichnet. Großer Pluspunkt ist die Lokalisierung für derzeit Englisch und Polnisch, die Hilfefunktionen bedürfen jedoch einer Verbesserung.

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