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Morgenmagazin vom Mittwoch, 20. Januar 2016

20.01.2016 | 06:58 Uhr | Peter Müller

Updates auf OS X 10.11.3, iOS 9.2.1 und iMovie 10.1.1 +++ Apples langer Weg zur Diversity +++ VLC für Apple TV 4 im Test +++ Die Liste der beliebtesten Passworte +++ Gefährliche Linux-Lücke betrifft Millionen Geräte +++ Amazon: Unsere Flugdrohne ähnelt mehr einem Pferd +++ Vodafone: 200 MBit/s in zehn neuen deutschen Städten +++ Gesetzentwurf: Schluss mit GEMA-Sperren auf Youtube

20. Januar: Die Folgen plumper Sprüche

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen. Wir schreiben Freitag, den 20. September 2017, auf den Stufen des Kapitols in Washington wird der neue US-Präsident in sein Amt eingeführt. Richtig, er. Denn unglücklicherweise hat der Immobilientycoon und Dampfplauderer Donald Trump die Wahl gegen Hillary Clinton gewonnen und wird nun der 45ste POTUS. Ausschlaggebend war mal wieder ein Swing State, George Bush junior verhalfen seinerzeit knappe Voten in Florida und Ohio in das Amt und zur Wiederwahl, nun ist es Alabama, das seine neun Wahlmänner für den Republikaner Donald Trump in das Electorial College geschickt hat. Ausgerechnet Alabama! Der Heimatstaat des Apple-CEO Tim Cook, der noch am Tag, an dem das endgültige Ergebnis fest stand, ankündigte, Apple werde seine Heimat Kalifornien verlassen und eine neue Firmenzentrale in China errichten. Der Grund: Trump war während des Wahlkampfes kein Jota von seiner Position abgerückt, dass amerikanische Firmen wie Apple grundsätzllch in Amerika zu produzieren hätten . Apple sehe sich gezwungen, sein operatives Business nun dahin zu verlagern, wo man einerseits mehr qualifiziertes Personal für die Produktion finde und eine größere Freiheit bei wirtschaftlichen Entscheidungen – und das sei nun einmal in China und nicht mehr in den USA. Mit sofortiger Wirkung werde daher auch das aktuelle Mac-Betriebssystem OS X 10.12 Golden Gate in OS X 10.12 Perlflussdelta umbenannt.

Dass es so weit kommt, ist eher unwahrscheinlich. Was aber stimmt: Heute in einem Jahr ist Inauguration von POTUS No. 45, wer das wirklich wird, ist noch völlig offen. Aufmerksam, wie Sie sind, haben Sie ohnehin schon beim Thema "Swing State Alabama" aufgehorcht und somit die Fiktion in der Geschichte erkannt. Tim Cooks Heimat wird so schnell nicht in den Verdacht geraten, dem demokratischen Kandidaten auch nur den Hauch einer Chance zu geben. Die Wahl wird wohl eher wieder in Florida, Ohio, den Carolinas und Illinois entschieden, aber nicht im Süden und nicht an den Küsten. Wobei: In der Wahlkampfzentrale von Hillary Clinton wird es einige Strategen geben, die einen Sieg Trumps bei den Vorwahlen der Republikaner gerade zu herbei sehnen. Sein dumpfer Populismus, seine auf keinerlei Fakten aufbauenden Thesen zu Themen der Ökonomie, der Außen- und Sozialpolitik könnten gemäßigte Republikaner von der Stimmabgabe fernhalten oder sogar in das Lager der Demokraten treiben. Das sich gegen einen irrlichternden Kandidaten Trump umso geschlossener zeigen dürfte. Wer weiß, am Ende stimmt tatsächlich Alabama für Hillary Clinton.

Apple wird seine kalifornische Heimat gewiss nicht verlassen müssen, da kann Trump noch so oft fordern, Firmen wie Apple, Dell, HP oder Microsoft müssten fortan wieder in Amerika produzieren, um in Amerika verkaufen zu dürfen. Eine Rückwärtsbewegung hin zu nationaler Abschottung ist in Zeiten der Globalisierung nicht nur ökonomischer Unfug, sondern auch sozialer. Dennoch scheinen einfache Thesen als Antworten auf komplexe Fragen derzeit nicht nur in Amerika gerne genommen: Grenzen dicht! Jobs nur noch in der Heimat! Allerlei Verbote gegen kollektiv Verdächtige! Und immer mehr Überwachung für mehr Sicherheit! Den Schaden den damit aber Vereinfacher wie Trump anrichten würden, übersteigt den vermeintlichen Nutzen aber um ein Vielfaches.

Unterhaltsam wird der US-Wahlkampf aber auf alle Fälle. Wir sind gespannt, wie sich Apple und andere massiv von der Globalisierung profitierende US-Unternehmen zu den kruden Forderungen des Kandidaten noch stellen werden. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch:

Eine Handvoll Updates: Die Betas von OS X 10.11.4 und iOS 9.3 sind bereits seit Ende der letzten Woche für die Öffentlichkeit verfügbar, noch bevor Apple die unmittelbaren Vorgänger fertig gestellt hat. Seit gestern Abend lassen sich auf Macs und iPhones/iPads aber nun endlich die finalen Fassungen von OS X 10.11.3 und iOS 9.1.2 installieren. Das ist durchaus ratsam, die nächsten Updates werden noch eine Weile brauchen, bis sie ausgereift sind, da sie auch eine handvoll neuer Funktionen bringen. OS X 10.11.3 und iOS 9.2.1 kann man eher asl Wartungsupdates mit einigen Fehlerbereinigungen verstehen. Hinzu kommt in der Update-Liste noch iMovie 10.1.1, das ebenfalls einige Fehler behebt, unter anderem beim Umgang mit Youtube-Clips.

Alle Formate: Seit kurzem ist der VLC Player auch für das Apple TV 4 erhältlich, womit sich der Nutzen der Box deutlich erweitert. Denn mit Hilfe der App lassen sich deutlich mehr Formate als die von Apple unterstützten auf den Fernseher bringen und mehr Quellen im Netz anzapfen, als nur der iTunes Server. Unsere Kollegen der Macworld haben den VLC Player akribisch getestet und bewertet.

Der lange Weg zur Diversity: A pple hat sich Diversity auf die Fahnen geschrieben und will mit gutem Beispiel vorangehen und mehr Frauen, Schwarze oder Latinos einstellen. Laut eines Berichts, den Apple Regierungsbehörden vorlegt, hat sich die Vielfalt im Unternehmen im Jahr 2015 auch erhöht, aber nur leicht. Nach wie vor ist Apple vor allem ein weißes und männliches Unternehmen, wie die Zahlen zeigen. So sind nun 31 Prozent der Mitarbeiter weiblich, ein Prozentpunkt mehr als Ende 2014. Auch "weiße" Mitarbeiter werden nur allmählich weniger, die Rate sank um ebenfalls einen Prozentpunkt auf 54 Prozent. Der Anteil der schwarzen Mitarbeiter ist von sieben auf acht Prozent gestiegen, die der Asiaten von 15 auf 18 Prozent. Vor allem im Management ist die Vielfalt noch nicht so groß, 72 Prozent der Manager sind männlich und 63 Prozent weiß. Zuletzt hatte der Aufsichtsrat aber eine von Anteilseigner vorgeschlagene Regelung abgelehnt, die die Einstellung und Beförderung von Frauen, Schwarzen und Latinos beschleunigen soll. Eine derartige Quotenregelung sei aber hinderlich und aufgrund Apples sonstiger Bemühungen um mehr Vielfalt auch nicht notwendig, begründete das Board seine Ablehnung.

123456: Eine Verschlüsselung ist nur dann wirklich sicher, wenn es auch das Passwort ist und man dieses nicht einfach durch Erraten oder social engineering herausfindet. Der auf das Passwortmanagement spezialisierte Softwarehersteller Splash Data hat nun eine Liste mit den beliebtesten Passwörtern des Jahres 2015 vorgelegt, wie sie vor allem durch Sicherheitslücken bei diversen Services zu Tage kamen. Man muss sich schon fragen, warum die Leute nicht dazu lernen, denn nach wie vor steht an der Spitze der Liste "123456" als häufigstes Passwort. "Password" verbleibt auf Platz zwei, geklettert sind solch Hochsicherheitspasswörter wie "12345678" und "qwerty". Neu in den Top 25 sind solch kreative Erfindungen wie "1234567890" und "1qaz2wsx". Auch einfache Begriffe wie "football", "princess" und "Monkey" haben es in die Liste geschafft und auf Platz 24 der Leetspeak-Begriff "passw0rd". Passwörter wie diese sind in Sekundenbruchteilen geknackt.

Weitere Nachrichten:

Gefährliche Linux-Lücke betrifft Millionen Geräte

Im Kernel von Linux ist eine gefährliche Sicherheitslücke entdeckt worden, die viele Millionen Linux-basierten Geräte betrifft, die den seit Februar 2013 verfügbaren Linux-Kernel 3.8 verwenden. Die Lücke erlaubt es einem Angreifer, als lokaler Nutzer potentiell gefährlichen Code mit Root-Rechten auszuführen.

Die Lücke wurde vom israelischen Sicherheitsunternehmen Perception Point entdeckt. Die Lücke steckt in einem Bereich des Kernels, in dem Applikationen einem lokalen Nutzer das Ausführen von Code im Kernel gestatten. Ein Angreifer könnte den dabei ausgeführten Code auswechseln. Eine ausführlichere Beschreibung der Lücke finden Sie hier.

Nachdem die Lücke von Perception Point den Linux-Kernel-Entwicklern bereits vor einiger Zeit gemeldet worden war und behoben wurde, haben die Sicherheitsexperten nun die Details zur Sicherheitslücke CVE-2016-0728 in einem Blog-Eintrag veröffentlicht. Laut den Sicherheitsexperten sind nicht nur Millionen von Linux-PCs und -Server von der Lücke betroffen, sondern auch 66 Prozent aller Android-Smartphones und -Tablets. Bei den ARM-Geräten seien Geräte betroffen, auf denen Android 4.4 (Kitkat) oder eine aktuellere Android-Version läuft.

Für die einzelnen Linux-Distributionen werden nun nach und nach Updates ausgeliefert, durch die die Lücke im Linux-Kernel geschlossen wird. Die Linux-Nutzer sollten auf entsprechende Updates achten und diese dann sofort installieren (wobei alle gängigen LInux-Distributionen sich automatisch aktualisieren). Unklar ist, ob und für wie viele Android-Geräte ein entsprechendes Update erscheinen wird. Viele Hersteller der Geräte liefern nur in den ersten 18 Monaten nach Verfügbarkeit ihrer neuen Geräte die entsprechenden Updates aus.

In ihrer Mitteilung weist Perception Point darauf hin, dass CPU-basierte Schutzmechanismen wie SMAP (Supervisor Mode Access Prevention) und SMEP (Supervisor Mode Execution Protection) auf Linux-Rechnern oder SELinux auf Android ein Ausnutzen der Schwachstelle erschweren. Es gäbe aber auch hier Mittel, den Schutz zu umgehen.

Bisher gibt es laut Perception Point noch keine Hinweise darauf, dass die Lücke aktiv ausgenutzt wird. Aufgrund der Meldung der Lücke könnte sich dies nun ändern. Umso dringender sollten die entsprechenden Updates installiert werden.

Amazon: Unsere Flugdrohne ähnelt mehr einem Pferd

Amazon arbeitet bereits seit einiger Zeit an Flugdrohnen, die irgendwann in naher Zukunft die Pakete über den Luftweg direkt an die Kunden ausliefern sollen. Zuletzt hatte Amazon im November 2015 die neuen Prototypen der Flugdrohnen vorgestellt, die bei Amazon Prime Air zum Einsatz kommen sollen. In einem Interview hat nun Paul Misner, Amazons Vice President for Global Public Policy, einige Fragen zu Amazon Prime Air beantwortet.

Im Gespräch betonte Misner, dass Amazon weiterhin das Ziel verfolge, mit den Flugdrohnen die von den Kunden bestellten Waren innerhalb von 30 Minuten und innerhalb einer Entfernung von bis zu 10 Meilen (etwa 16 Kilometer) nach der Bestellung auszuliefern. Unklar sei aber bisher, welche Kosten für diese Lieferung anfallen könnten. Die Ware soll an dem von den Kunden gewünschten Ort ausgeliefert werden. Das könne beispielsweise die Haustür oder im Garten sein.

Und was ist mit Kunden, die in einem Gebäude mit mehreren Wohneinheiten leben? "Daran arbeiten wir", antwortete Misner. Eventuell werde das Design der Drohnen für solche Lieferungen noch angepasst. Oder der Kunde kann etwa als Zielort für die Bestellung einen Ort angeben, zu dem er Zugang hat, wie beispielsweise die Dachterasse.

Misner räumte in dem Gespräch auch ein, dass es zu Vorfällen kommen könnte, bei denen jemand eine Amazon-Drohne abschießen könnte, um an die Ware zu gelangen. "Diese Personen könnten auch Lastwagen beschießen", so die Antwort von Misner. Irgendwann würden solche Liefer-Drohnen zur Normalität gehören, so dass die Gefahr nicht mehr bestehe.

Misner wies darauf hin, dass die Amazon-Lieferdrohnen auch mehr mit einem "Pferd und weniger mit einem Auto" vergleichbar seien. Es seien hoch-automatisierte Drohnen, die in der Lage seien jegliche Hindernisse zu erkennen, um dann entsprechend zu reagieren. "Wenn Sie im Vorhof einen Baum haben und sie mit ihrem Auto - aus welchen Gründen auch immer - dagegen fahren möchten, dann können Sie dies tun. Ihr Partner mag damit nicht glücklich sein, aber Sie können es tun. Aber versuchen Sie mal mit einem Pferd in einen Baum zu reiten. Das Pferd wird dies nicht tun. Es wird den Baum sehen und daran vorbei gehen. So wie unsere Drohnen nicht in einen Baum gleiten werden, weil sie wissen, dass sie es nicht tun sollen", erklärte Misner.

Der Amazon-Manager versicherte auch, dass Amazon die Drohnen so entwickeln werde, dass sie nicht zu laut und störend sind. Das gehöre noch zu den Herausforderungen der Entwicklung. Eine noch größere Herausforderung stelle aber dar, die für den Betrieb erforderlichen staatlichen Regeln, wie beispielsweise der US-Flugaufsichtsbehörde FAA, einzuhalten und die Genehmigungen zu erhalten. Amazon schlägt in diesem Zusammenhang vor, dass Liefer-Drohnen in einer Höhe von 200 bis 400 Fuß (60 - 120 Meter) fliegen dürfen. Unter 200 Fuß dürfte sich dann die Drohne nur beim Start oder beim Landen aufhalten.

Drohne stürzt ab und verletzt Baby

Vodafone: 200 MBit/s in zehn neuen deutschen Städten

Am 18. Januar 2016 gab das Unternehmen Vodafone bekannt, dass in zehn neuen Städten fortan mittels Koaxialkabel Datenraten von bis zu 200 MBit/s verfügbar sind. Damit meint das Unternehmen jedoch lediglich die technische Reichweite und nicht die Zahl der Neukunden, berichtet Golem . Demnach werden im Upload höchstens 12 MBit/s möglich sein.

Unternehmenssprecher Volker Petendorf verkündete, dass Northeim, Soltau, Walsrode, Elmshorn, Schwarzenbek, Kaiserlautern, Landstuhl, Ludwigshafen, Rheinhessen und in Saarlouis neu ausgebaut wird. Zudem sollen im Laufe des Frühjahres mehr als zehn Millionen Kabelhaushalte Zugang zu schnelleren Internetanschlüssen bekommen. Damit ist das Unternehmen leicht im Verzug, da dies laut früheren Erklärungen bereits Anfang 2016 hätte erfolgen sollen.

Vodafone bietet zwei Tarife an

Als Neukunde kann man sich zwischen zwei 200 MBit/s-Tarifen entscheiden. In dem Paket „Internet & Phone 200“ erhält der Nutzer für monatlich 39,99 Euro in den ersten zwölf Monaten eine Telefon-Flatrate für das deutsche Festnetz, sowie eine Internet-Flatrate. In dem zweiten Jahr wird der Preis auf 59,99 Euro pro Monat erhöht.

Hier geht es zu unserem Tarifrechner

Das „Internet & Phone 200 V“-Paket enthält die Telefon-Flatrate für das deutsche Festnetz und einen Internetanschluss mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s. Bei einem Datenvolumen von mehr als 1.000 GByte pro Abrechnungsmonat wird dieses jedoch auf 10 MBit/s im Download gedrosselt, im Upload erreicht man dann für den restlichen Monat nur noch 1 MBit/s. Neukunden können diesen Tarif im ersten Jahr für monatlich 19,99 Euro erwerben, ab dem zweiten Jahr erhöhen sich die monatlichen Kosten auf 39,99 Euro.

Noch in diesem Jahr will Vodafone mit dem Ausbau von 500 MBit/s beginnen, darüber hinaus erwartet Vodafone, „die Kapazität im Kabel auf bis zu 20 GBit/s erhöhen zu können, dazu wird der Standard Docsis 3.1 implementiert.“

Gesetzentwurf: Schluss mit GEMA-Sperren auf Youtube

In einer Rede am 15. Januar 2016 in Berlin stellte Heiko Maas, der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, das erste große Gesetzgebungsverfahren in dieser Legislaturperiode zur Urheberrecht vor . Der neue Gesetzentwurf soll europaweit Anklang finden und das alte deutsche Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ablösen. Die neuen Rechtslage werde somit vor allem Verwertungsgesellschaften wie die GEMA und die VG Wort betreffen.
 
Maas betonte, dass mit diesem Gesetz „vieles besser“ gemacht werden soll und verdeutlichte dies anhand dreier Punkte:
 
1. Durch die Stärkung der Mitbestimmung sollen alle Mitglieder und Berechtigten in ihrer Verwertungsgesellschaft mitreden und auch mit entscheiden können.
 
2. Das Recht soll an das digitale Zeitalter angepasst werden, indem die gebietsübergreifende Vergabe von Musikrechten neu geregelt werden soll. Dies würde sich besonders für Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music auswirken. Aber auch die gängigen Video-Portale wie Youtube können davon profitieren. Bis jetzt müssen die Künstler für Deutschland die Urheberrechtevergabe mit GEMA extra verhandeln, sonst ist so ein Musikvideo gesperrt.
 
3. Mit der Reformation der sogenannten Vergütung der Privatkopie werden auch Schiedsstellenverfahren eingeführt. Somit soll sicher gestellt werden, dass „Autoren und Verlage in Zukunft schneller an ihr Geld kommen werden“. Dies soll gleichzeitig für mehr Rechtssicherheit für die Unternehmen sorgen.
 
Gleichzeitig sollen aber bewährte Grundsätze beibehalten werden. Verwertungsgesellschaften sollen auch in Zukunft dazu verpflichtet werden, Nutzungsrechte zu angemessenen Bedingungen einzuräumen. Demnach bleibt es beim Wahrnehmungs- und Abschlusszwang. Letztendlich soll es aber auch weiterhin Aufgabe der Verwertungsgesellschaften bleiben, Künstlerinnen und Künstler zu fördern und zu unterstützen.

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