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Morgenmagazin vom Mittwoch, 20. Januar 2021

20.01.2021 | 07:11 Uhr | Peter Müller

Klage gegen Apple: Corona-Monopol +++ Autonome Fahrzeuge: Microsoft investiert in Cruise +++ 2FA für iTunes Connect ab Februar erforderlich +++ Tone Free FN7: LG macht Airpods Pro Konkurrenz +++ Telekom Datentarife: Mehr Datenvolumen bei unverändertem Preis +++ Viele Amazon Echo jetzt deutlich günstiger - aber nicht alle!

20. Januar: Wechsel

Macwelt wünscht einen Guten Morgen! Gewiss wäre es ein Vergnügen, heute bei vergleichsweise mildem Winterwetter mit Millionen anderer in der Washington Mal zu stehen und die Inauguration von Joe Biden als 46sten Präsidenten zu feiern - aber eben Corona! Und wer weiß: Wenn nicht die Pandemie noch gnadenloser aufgezeigt hätte, welch Lügner, Betrüger und Versager da vor vier Jahren als Nachfolger Barack Obamas ins Amt eingeführt wurde, stünden heute Trump-Fans zwischen Washington Monument und Kapitol. Vielleicht sogar mehr als vor vier Jahren, als Andrang nur in den Augen notorischer Wahrheitsverdreher so groß war wie nie zuvor. Leider hat sich das mit den alternativen Fakten nicht erledigt, der Wahlverlierer hat die Lüge vom gestohlenen Sieg schon so oft wiederholt, dass sie sogar Teile einer Partei für die Wahrheit halten, die einst als staatstragende "Grand Old Party" wesentlich zum Aufstieg der Supermacht USA beigetragen hat. Denn es war einst die Partei Abraham Lincolns, die der Sklaverei ein Ende bereiteten, während gegen ihn die Demokraten noch zwei unterschiedliche Kandidaten antreten ließen. Der eine war ein Plantagenbesitzer aus dem Süden …

Wir können nur hoffen, dass es heute bei der Inaugaration friedlich bleibt. Auch wenn aufgrund der Pandemielage es keine größeren Feierlichkeiten vor Publikum gibt, werden wieder ausreichend Feinde der Demokratie anwesend sein - und von ihrem spiritus rector befeuert auch in den kommenden Wochen und Monaten die Werte der freiheitlichen USA negieren und angreifen. Auf Joe Biden wartet kein leichtes Amt, auch aus vielen anderen Gründen. Man kann ihm dabei nur viel Glück wünschen.

Zuletzt musste eine Inaugaration im Jahr 1985 in Innenräume verlegt werden, nicht aus Sicherheitsgründen, zu Beginn der zweiten Amtszeit von Ronald Reagan war es bitterkalt in Washington D.C.. Die Wiederwahl des einstigen Schauspielers, der es mit der Wahrheit auch nicht immer genau nahm, war mehr als eindeutig. Der Gegenkandidat Walter Mondale hatte nur seinen Heimatstaat Vermont gewonnen und eben den District of Columbia der Hauptstadt Washington. Die ihren Namen mit einem gewissen Stolz tragen kann, denn eben jener George Washington war es, der nach zwei Amtszeiten als Präsident der jungen Nation erkannte, dass Macht in einer freien Gesellschaft nicht absolut sein darf, sondern nur geliehen ist. Eine dritte, vierte oder gar lebenslange Amtszeit wäre damals noch möglich gewesen, doch ein Präsident ist kein König. Trump, der mehr als offen mit einer Präsidentschaft auf Lebenszeit kokettierte und dabei Amtskollegen wie Xi Jinping, Wladimir Putin oder Kim Jong-Un als Vorbild sieht, hat das nie verstanden. Mal sehen, ob strafrechtliche Verfolgungen seiner Untaten , die ab dem Mittag nach Ostküstenzeit möglich sind, dabei etwas ändern.

Lesetipps für den Mittwoch:

Volle Fahrt: Microsoft investiert in die GM-Tochter Cruise, die autonome Fahrzeuge entwickeln will, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Zusammen mit GM, Honda und institutionellen Investoren legt Microsoft dazu einen zwei Milliarden US-Dollar umfassenden Fonds auf, insgesamt hat Cruise damit 30 Milliarden US-Dollar für seine Finanzierung eingesammelt. Microsofts Cloud-Plattform Azure wird auch dazu dienen, die für autonome Fahrzeuge notwendige Technologie zu hosten.

Klage: Der Hersteller der App Coronavirus Reporter hat Apple wegen der Ablehnung des Tools für den Apple Store verklagt. In der in New Hampshire eingereichten Klage behaupten die Entwickler, Apple habe so gehandelt, um ein Monopol für Kontakt-Tracing-Apps zu errichten, Apple lässt Corona-Warn-Apps indes nur zu, wenn sie die zusammen mit Google entwickelten APIs nutzen und von einer Gesundheitsbehörde herausgegeben werden. Nach eigenen Angaben haben Gesundheitsexperten und Computerwissenschaftler die App im Februar 2020 entwickelt, zum "Erfassen und Erhalten von kritischen biostatistischen und epidemiologischen Daten in Echtzeit". Apple habe den Vertrieb über den App Store mit der Begründung verweigert, weil diese nicht von einer Gesundheitsorganisation stamme und "Benutzergenerierte Daten  nicht von einer seriösen Quelle auf ihre Richtigkeit überprüft wurden." Laut Klage habe Apple aber kaum einen Monat später eine App zugelassen, die ähnlich funktioniere. Die von Apple und Google entwickelten APIs hingegen seien "weitgehend ein Fehlschlag"

Herausforderung: Noch ist die Herausforderung von Apples Fitness-App im Januar zu schaffen, an sieben Tagen hintereinander alle drei Ringe zu schließen: Stehen, Training, Kalorienverbrauch. Schon hat Apple aber angekündigt, im Februar anlässlich des Black History Month in den USA für eifrige Trainierende ein exklusive Badge zu vergeben. "Lassen Sie uns diesen Monat die Geschichte der Schwarzen feiern und diesen Schwung das ganze Jahr über beibehalten. Um zu beginnen, verdienen Sie sich diese Unity-Auszeichnung, indem Sie im Februar sieben Tage hintereinander Ihren Bewegungs-Ring schließen."

Sicherheit : Ab Februar setzt Apple für den Zugang zu iTunes Connect eine Zweifaktor-Authentifizierung oder die Anmeldung in zwei Stufen voraus, damit gewährleistet ist, dass nur berechtigte Personen auf die Verwaltung von Inhalten für den App Store, Music Store oder Book Store und mehr Zugriff bekommen.

Gratis, aber nicht umsonst: Der Mac kommt mit einer ordentlichen Ausstattung an Software, doch auch Dritthersteller haben interessante und oft kostenlose Programme zu bieten. Unsere Kollegen der Macworld haben 30 kostenlose Apps, die jeder Mac installiert haben sollte, in einer Galerie gesammelt.

Untergang : Ein neues Jahr, das gleiche Spiel. Oder doch nicht? Der Macworld-Kolumnist mit dem Geweih, das Macalope, ist Anfang 2021 recht erstaunt über das Ausbleiben von Schreckensnachrichten über Produktionsrückgänge des iPhone, wie sie gerade ab Januar immer von den gleichen Verdächtigen wie Forbes oder DigiTimes kolportiert werden. Im Gegenteil überschlagen sich Analysten und ihre Quellen derzeit sogar eher dabei, über hohe Nachfrage nach dem iPhone zu schwadronieren. Für das Macalope sind aber die üblichen und falschen Abgesänge auf Apple nur verschoben: Denn natürlich geht die Produktion des iPhone irgendwann im neuen Jahr wieder zurück, Apple verkauft im Dezemberquartal nun mal die meisten Geräte. Und dessen Bilanz könnte nächste Woche wieder sehr beeindrucken. Ein Ende Apples ist so bald nicht in Sicht.

Weitere Nachrichten:

Tone Free FN7: LG macht Airpods Pro Konkurrenz

Elektronik-Hersteller LG hat in dieser Woche mit den Tone Free FN7 seine ersten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer mit Active-Noise-Cancelling-Technik angekündigt. Für ein gutes Hör-Erlebnis sollen Kunststoffaufsätze für eine passive Geräuschreduzierung und ANC-Technik mit Gegenschall sorgen. Die ANC-Technik filtert laut dem Hersteller neben Verkehrs- und Flugläurm auch Gespräche - beispielsweise in einem Restaurant. Auf Wunsch können Nutzer auch den Transparenzmodus aktivieren. Hier werden Außengeräusche durchgeleitet, so dass sie beim Musikhören noch wahrnehmbar sind.

Bei den Tone Free FN7 greift LG auf Technik des Herstellers Meridian zurück. Die In-Ear-Kopfhörer sind sowohl mit Apples iOS als auch mit Android-Geräten kompatibel. In der zugehörigen LG-App können Nutzer den Klag mit unterschiedlichen Equalizer-Einstellungen ihren Bedürfnissen anpassen. Ebenfalls an Bord sind Bluetooth 5.0, IPX4-Schutz und drei Mikrofone an jedem Hörstöpsel für eine gute Sprachqualität beim Telefonieren.

Beim Musikhören werden die Playback-Funktionen über Gesten an den Hörstöpseln gesteuert. Per Vibrationsfunktion geben sie Nutzern Feedback zu ihren Eingaben. Geladen werden die Tone Free FN7 kabellos über das mitgelieferte Lade-Etui. Mit aktiviertem ANC halten die Kopfhörer rund fünf Stunden durch. Ist die Funktion deaktiviert, sollen sie ohne erneutes Laden rund 15 Stunden auskommen. Das Lade-Etui unterstützt außerdem Schnelles Laden, wobei die Kopfhörer in rund 5 Minuten mit Strom für rund 60 Minuten Musikhören versorgt werden. Das Etui ist weiterhin mit UV-Nano-Technik ausgestattet, die 99,9 Prozent aller Bakterien auf der Lautsprechermembran abtöten soll. Aktuell sind die Tone Free FN7 nur über den LG-Online-Shop zum Preis von 199 Euro in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich.

Telekom Datentarife: Mehr Datenvolumen bei unverändertem Preis

Die Deutsche Telekom verdoppelt das Datenvolumen in fast allen Datentarifen . Das gilt für Daten-Hauptverträge, für Zweitkarten und für Prepaid-Datenpässe.

MagentaMobil Data Tarife

Alle neuen Datentarife (MagentaMobil Data Tarife) sind ab dem 19. Januar 2021 buchbar.  Im MagentaMobil Data Tarif S (bisher Data Comfort S) bekommen Sie dann 5 GB Datenvolumen pro Monat statt bisher 2,5 GB. Im Tarif MagentaMobil Data M (Data Comfort M) sind es dann 10 GB statt bisher 5 GB. Im Datentarif MagentaMobil Data L (Data Comfort L) erhöht die Telekom das Volumen von bisher 15 GB auf dann 25 GB. Also keine Verdoppelung, aber doch eine deutliche Erhöhung.

Die Preise bleiben unverändert. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten zahlen Kunden für die drei Tarifvarianten 14,95 Euro (MagentaMobil Data Tarif S), 19,95 Euro (MagentaMobil Data M) beziehungsweise 29,95 Euro (MagentaMobil Data L) monatlich. Die Nutzung des 5G-Mobilfunknetzes ist im Preis enthalten (bisher nur LTE Max). Ebenso können Sie eine HotSpot Flat nutzen. Das mobile Surfen im EU-Ausland inklusive Schweiz und Großbritannien ist ebenfalls im Preis enthalten.

Zweitkarten

Mit DataSIM erweitert die Telekom das Angebot an Karten, die zu einem bestehenden Telekom-Mobilfunkvertrag hinzugebucht werden können. DataSIM bietet für 4,95 Euro monatlich 3 GB zusätzliches Datenvolumen für das mobile Surfen am Tablet oder Laptop. Auch hier ist die 5G-Nutzung inklusive. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt bei der Zweitkarte einen Monat.

MagentaMobil CombiCards Data

Die neuen CombiCards Data mit den Tarifvarianten S, M und L verfügen ab 19.1.2021 über 5 GB, 10 GB und 25 GB. MagentaEINS-Kunden erhalten mit den CombiCards Data 10 GB für 9,95 Euro monatlich, 20 GB für 14,95 Euro monatlich und 50 GB für 25,95 Euro monatlich. Bestandskunden profitieren bei den CombiCards Data bei gleichem Leistungsumfang wie bei den Daten-Hauptverträgen wie bisher von einem Preisvorteil von 5 Euro monatlich. Die Vertragslaufzeit beträgt bei allen CombiCards Data Tarifen 24 Monate.

Data Prepaid

Auch bei Data Prepaid wird das Datenvolumen mindestens verdoppelt. Die Datenpässe sind flexibel für 24 Stunden, vier Wochen oder 90 Tage buchbar. Neu ins Prepaid Data-Angebot aufgenommen ist die DayFlat unlimited. Sie ist jetzt zu allen Prepaid-Datenpässen zubuchbar und bietet bei einem Preis von 9,95 Euro unbegrenztes Datenvolumen für 24 Stunden. Im Data Prepaid XL gibt es zusätzlich eine erweiterte Gültigkeitsdauer: 90 Tage. 

Alle neuen Data Prepaid Datenpässe im Überblick:

  • DayFlat unlimited: unbegrenztes Datenvolumen, 9,95 Euro (24 Std. gültig)

  • Data Prepaid S: 1 GB für 4,95 Euro (24 Std. gültig)

  • Data Prepaid M: 2 GB für 9,95 Euro (28 Tage gültig)

  • Data Prepaid L: 4 GB für 14,95 Euro (28 Tage gültig)

  • Data Prepaid XL: 12 GB für 29,95 Euro (90 Tage gültig)

Auch beim Prepaid-Angebot surfen die Kunden im 5G Netz sowie im EU-Ausland inklusive Schweiz und Großbritannien ohne Mehrkosten. Voraussetzung für die Nutzung der Datenpässe ist eine Data Prepaid-Karte. Im einmaligen Kartenpreis von 9,95 Euro ist ein Startguthaben in Höhe von 10 Euro enthalten.

Die neuen Datentarife sind ab dem 19. Januar 2021 im Kundenservice, online auf telekom.de und nach Wiedereröffnung auch im T-Shop sowie im Fachhandel erhältlich. Für Geschäftskunden sind die neuen Datentarife als Business Mobil Data Angebot verfügbar.

Viele Amazon Echo jetzt deutlich günstiger - aber nicht alle!

Preislich den Einstieg macht der Echo Flex, den Amazon jetzt für nur noch 19,99 Euro statt 29,99 Euro (UVP) verkauft. Dem Flex stecken Sie einfach in eine freie Steckdose und schon können Sie Ihre Sprachbefehle an Alexa schicken. Flex ist sozusagen die besonders platzsparende Echo-Version, allerdings mit einem entsprechend schwachen Mini-Lautsprecher, der nicht für die Musikwiedergabe geeignet ist.

Falls Sie über Echo auch Audio-Texte wie zum Beispiel Nachrichten aus dem Radio und ab und zu auch etwas Musik hören wollen, dann ist Echo Dot die nächst günstigere Variante. Den Echo Dot in der dritten Generation gibt es jetzt für 24,99 Euro statt 49,99 Euro. Allerdings müssen Sie hier mindestens drei Monate bis zum Versand warten.

Amazon Echo Dot 3. Gen. mit LED-Uhr im Test

Den aktuellen Echo Dot der vierten Generation bekommen Sie dagegen sofort: Dieser kostet ohne LED-Uhr jetzt 34,99 Euro statt 59,99 Euro UVP. Mit LED-Uhr ist der Echo Dot der 4. Generation dagegen ziemlich teuer: 69,99 Euro.

Test: Echo Dot 4. Gen. und Echo Dot 4. Gen. mit Uhr

Da stellt sich die Frage, ob man sich statt des vergleichsweise teuren Echo Dot 4. Gen. mit LED-Uhr nicht doch gleich den großen Echo 4. Generation kauft. Dieser kostet aktuell nur 79,99 Euro statt der 99,99 Euro UVP und Amazon legt sogar noch eine Philips-Hue-Leuchte mit dazu. In den Echo ist nämlich seit der vierten Generation eine Zigee-Bridge eingebaut und Sie benötigen deshalb keine separate Hue-Bridge für die Huh-Leuchten mehr (wie sie auch im nicht mehr erhältlichen Echo Plus verbaut war).

Echo 4. Gen. im Test: Smarter Lautsprecher mit gutem Sound & Smart Home Hub

Falls Sie einen Echo mit Display bevorzugen, dann ist der Echo Show 5 jetzt für Sie vielleicht interessant. Dieser kostet jetzt 54,99 Euro statt 89,99 Euro. Den Echo 8 wiederum bekommen Sie jetzt für 84,99 Euro statt 129,99 Euro (UVP). Der größte Echo Show, nämlich der Echo Show 10, kostet dagegen unverändert 229,99 Euro. Dabei handelt es sich immer noch um die 2. Generation ; die 2020 vorgestellte 3. Generation ist noch nicht erhältlich. Hierfür können Sie sich nur vormerken lassen. Dieser n eue Echo Show 10 soll ein Display besitzen, das sich mit Nutzer mitbewegt .

Sie wollen sich erst einmal einen Überblick über alle Echos verschaffen? Dann lesen Sie hier weiter: Amazon Echo, Echo Plus, Echo Show, Echo Dot & Echo Spot mit Alexa im Test.

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