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Morgenmagazin vom Mittwoch, 20. Mai 2020

20.05.2020 | 06:55 Uhr | Peter Müller

Tom Hanks' Weltkriegsdrama "Greyhound" kommt auf Apple TV+ +++ US-Senatoren haben Fragen zu TSMC-Fabrik in Arizona +++ +++ BIAS-Angriff per Bluetooth: Auch iPad und iPhone betroffen +++ Apple Glass: AR-Brille soll schon bald kommen +++ Rufus Cuff: Handgelenk-Smartphone erscheint mit sechs Jahren Verspätung +++ Gericht: Internetüberwachung durch BND ist verfassungswidrig +++ 4,7 Gbit/s: Nokia meldet neuen 5G-Tempo-Weltrekord +++

20. Mai: Mit Maß und Meter

Macwelt wünscht Guten Morgen! Sie erinnern sich bestimmt an diesen Dialog zwischen Samuel L. Jackson und John Travolta:

"... Und weißt du wie die einen Quarterpounder mit Käse in Paris nennen?" -"Die nennen ihn nicht einen Quarterpounder mit Käse?" - "Nein Mann, die haben das metrische System, die wissen gar nicht, was ein Viertelpfünder ist." - "Wie nenn' die ihn?" - "Die nenn' ihn den Royal mit Käse" - "Royal mit Käse?"  - "So ist es!"

Die ganze Welt hat sich, beginnend mit der am 20. Mai 1875 geschlossenen Meterkonvention auf das metrische System geeinigt. Nein, nicht die ganze Welt. Eine nicht unbedeutende Industrienation hört nicht auf, mit Yards, Meilen, Pfunden und Gallonen zu rechnen anstatt mit Metern, Kilogramm und den fünf anderen SI-Einheiten. Nun war der Meter wie das Kilogramm ursprünglich ziemlich willkürlich, der Urmeter etwa definierte sich als der zehnmillionste Teil der Entfernung vom Nordpol bis zum Äquator, das Urkilogramm als das Gewicht eines Platin-Iridium-Zylinders von 39 Millimetern Höhe und 39 Millimetern Durchmessers. Das Rechnen mit den einmal festgelegten Einheiten im Dezimalsystem erweist sich dann aber als erstaunlich effektiv und mittlerweile hat man sogar für das Urkilogramm Definitionen gefunden, die auf unveränderlichen Naturkonstanten beruhen. Probleme entstehen, wenn man die Systeme wechselt. Ob nun Royal mit Käse oder Viertelpfünder mit Käse ist quasi Burger wie Fleischklopps, in der Raumfahrt, in der alle Zahlen fürchterlich sind, wird es aber schnell mal unangenehm.

So ist im Jahr 1999 der Forschungssatellit Mars Climate Orbiter nicht auf dem Nachbarplaneten gelandet, sondern mit ihm kollidiert, was einen finanziellen Schaden von 125 Millionen US-Dollar anrichtete: Bei der Programmierung der Landeeinheit musste jemand Yards direkt als Meter angesehen haben. Den heutigen World Metrology Day darf man aber nicht mit dem Welttag der Meteorologie verwechseln, der ist am 23. März.

Lesetipps für den Mittwoch:

Hanoi: Apple hat siene OverEar-Kopfhörer, die Airpods Studio heißen sollen, offenbar fertig und kann "Mitte des Jahres" in Produktion gehen, wie The Information berichtet. Dabei werde Apple die Kopfhörer in Vietnam fertigen lassen, ein Zeichen dafür, dass der Hersteller seine Lieferkette angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China immer mehr zu diversifizieren gedenkt. Ausliefern könnte Apple seine Overear-Kopfhörer bereits im Juni oder Juli, womöglich in zwei Versionen mit einem für Sport geeigneten Gewebe für die Ohrhörer und eine mit Leder. Aktive Geräuschunterdrückung sollen beide bieten.

Fehlschlag : Gestern vor 40 Jahren stellte Apple seinen ersten Fehlschlag vor, den Apple III. Gut, an jenem 19. Mai 1980 wusste man noch nicht, dass der als Nachfolger des Erfolgsmodells Apple II geplante Rechner ein Fehlschlag werden würde, aber eine Ahnung hätte man in Cupertin haben können, wie Cult of Mac erinnert. Denn erstmals war ein Apple-Computer nicht das alleinige Werk von Steve Wozniak, zahlreiche Experten redeten mit und wie viele Köche den Brei verderben können, litt der Apple III an Featuritis: Einer übermäßigen Anzahl von Funktionen, die keine Kunde brauchte. Apple stand jedoch unter Druck, erste Gerüchte über den IBM-PC machten die Runde. Weitere Probleme waren aber hausgemacht: Da Steve Jobs darauf bestand, keine Lüfter einzubauen, überhitzte das Motherboard recht bald, weshalb Apple allen Ernstes empfahl, den Computer im Fall des Falles anzuheben und aus 20 Zentimetern Höhe wieder fallen zu lassen, damit gelockerte Bauteile wieder einrasteten. Die Kunden rasteten aber eher aus – das Sophisticated Operating System, Apple Sauce, verstanden sie dann eher als Apple S.O.S. In Massenproduktion war der Rechner ohnehin erst Anfang 1981 gegangen und mit Preisen zwischen 14.000 und 25.000 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft) selbst der solventen Zielgruppe in Unternehmen viel zu teuer. Insgesamt verkaufte Apple nur rund 75.000 Exemplare - vom Apple II gingen seinerzeit jeden Monat so viele Geräte über den Ladentisch. Noch bevor der Macintosh auf der Bildfläche erschien, stellte Apple seinen ersten Fehlschlag im Dezember 1983 dann auch ein.

Mehr Inhalte : Apple TV+ hat sich bisher auf Originals konzentriert, also auf Filme und Serien, die exklusiv im Auftrag Apples produzierte wurden. Laut Bloomberg will Apple die Strategie aber nun anpassen und zur Vergrößerung seines Katalogs auch ältere  Inhalte in Lizenz nehmen, dies soll jedoch behutsam geschehen. Apple habe bisher keine "großen Franchises oder Blockbuster" angefragt, der Fokus bleibe auf eigene Inhalte. Apple habe im Januar zehn Millionen Abonnenten für Apple TV+ gezählt, nur die Hälfte davon seien auch aktive Zuseher gewesen. Im Vergleich zu Netflix liegt Apple TV+ also noch ganz weit hinten.

Premiere : Einen spektakulären Deal konnte Apple für sein TV-Programm an Land ziehen: Anstatt Mitte Juni in den Kinos anzulaufen, startet das Weltkriegs-Marine-Drama "Greyhound" von und mit Tom Hanks nun im Streamingdienst. Hier löst die Pandemie erneut einen Wandel aus, Sony Pictures kann den Film nicht in die noch geschlossenen Kinos bringen. Während aber etwa die Premiere des jüngsten James-Bond-Films "no Time to Die" auf unbestimmte Zeit verschoben wird, versucht es Tom Hanks nun über den Streamingdienst, sein Publikum in mehr als 100 Ländern zu erreichen. Einen genauen Termin für die Premiere auf Apple TV+ gibt es noch nicht, "Greyhound" dürfte aber bald anlaufen – womöglich gar zum geplanten Termin rund um den US-amerikanischen Vatertag, der einen starken Umsatz zum FIlmstart versprochen hätte.

Fragen: TSMC will in Arizona eine Chip-Fabrik errichten, die ab 2024 Prozessoren auch für Apple produzieren soll – wir berichteten. Die Investition betrage 12 Milliarden US-Dollar, dabei fließen auch Subventionen vom Bund und Bundesstaat in unbekannter Höhe. Und das lässt nun die drei Semtaoren der Demokraten Chuck Schumer, Patrick Leahy und Jack Reed mit Fragen zurück, die sie an den Präsidenten, den Wirtschaftsminister Wilbur Ross und den aktuellen Verteidigungsminister Mark Esper richten. Denn die geplante Fabrik stelle nicht nur Fragen bezüglich der Finanzierung sondern auch der nationalen Sicherheit. Zu den Kunden von TSMC gehört auch Huawei, das seit geraumer Zeit auf einer schwarzen Liste der US-Regierung steht. Das chinesische Unternehmen wird verdächtigt, 5G-Netze mit Spionagevorrichtungen auszustatten. Hohe Zuschüsse an TSMC könnten auch den Wettbewerb mit bereits in den USA ansässigen Herstellern wie Micron, Global Foundries und Cree behindern. Die Regierung fordere man daher auf, Verhandlungen mit TSMC so lange auf Eis zu legen, bis die zuständigen Behörden die Fragen geklärt hätten.

BIAS-Angriff per Bluetooth: Auch iPad und iPhone betroffen

Hört man von einer neuen Sicherheitslücke, ist das Bundesamt BSI ein guter Anlaufpunkt, um die Schwere der Lücke einzuschätzen. Eigentlich nur eine mittlere Risikostufe erhält der neue Sicherheitshinweis TW-T20-086, der auf eine neue Schwachstelle der Bluetooth-Schnittstelle aufmerksam macht. Ganz so harmlos scheint sie aber doch nicht zu sein: Bei betroffenen Geräten empfiehlt das Bürger-CERT nämlich, die Bluetooth-Funktion nicht mehr zu benutzen, bis ein Sicherheitsupdate die Schwachstelle schließt. Ein Angreifer kann sich nämlich offenbar in die Verbindung zwischen den gekoppelten Geräten einklinken.

Betroffen sind nicht nur Geräte von Apple, sondern auch andere Nutzer von Broadcom, Qualcomm, Intel, Cybpress, Samsung und CSR. Neben Notebooks und Android-Smartphones gehören auch Router zu den betroffenen Geräten. Näher beschrieben wird die auch als BIAS (Bluetooth Impersonation Attacks) bezeichnete Sicherheitslücke in den beiden Vulnerability Notes VU#647177 und VU#534195 und einem ausführlichen Bericht .

Der Hintergrund: Damit zwei Bluetooth-Geräte eine Verbindung aufnehmen, etwa Airpods und iPhone, müssen sich diese miteinander koppeln. Schutz soll eigentlich eine Secure Authenticitation Procedure bieten, laut Sicherheitsforschern ist es aber einen Angreifer möglich, diesen sogenannten Pairing-Prozess für Angriffe auszunutzen. Betroffen sind sowohl die Konfigurationsmethoden Bluetooth Low Energy (BLE) und Basic Rate / Enhanced Data Rate (BR/EDR) Core Configuration. Beide Konfigurationsarten können angegriffen werden. Sowohl über eine sogenannte Impersonation-Attack, bei der sich ein Angreifer als eines der gekoppelten Geräte ausgibt, oder über eine Method-Confusion-Attack. Bei Letzterer erhält der Angreifer die Möglichkeit, Zugriff auf weitere Bluetooth-Funktionen zu bekommen. Allerdings stehen diese erst nach einer Bestätigung durch den Nutzer zur Verfügung.

Fazit: Offensichtlich ist die Gefahr, die von der Sicherheitslücke ausgeht, nur begrenzt – so ist wohl auch die Reichweite von Bluetooth recht begrenzt, was Angriffe erschwert. Apple sollte die Sicherheitslücke aber möglichst bald schließen. Auf Bluetooth bis dahin komplett zu verzichten, sollte für viele Anwender schließlich kaum zumutbar sein.

Apple Glass: AR-Brille soll schon bald kommen

Apple soll nicht mehr lange brauchen, bis es seine AR-Brille marktreif hat, berichtet der Leaker Job Prosser in seinem jüngsten Beitrag . Die Apple Glass hätte Tim Cook demnach gerne im September als "one more thing" am Ende der Keynote zur Vorstellung neuer iPhones gezeigt, die Pläne habe Apple aus bekannten Gründen aber überarbeiten müssen – eine Veranstaltung vor Publikum im September ist unwahrscheinlich. Stattdessen wolle Apple die Brille auf einer Veranstaltung im Frühjahr 2021 zeigen, die Hoffnung besteht, dass zu jeder Zeit auch wieder Publikum in das Steve Jobs Theater eingelassen werden kann. Bis zum Marktstart könne es dann aber noch dauern, dieser werde später im Jahr passieren oder erst 2022.

Dafür nennt Prosser auch schon mutig einen Preis: 499 US-Dollar soll die Brille mit ungeschliffenen Gläsern kosten, Fehlsichtige müssen je nach notwendiger Korrektur deutlich mehr bezahlen – doch scheint es immerhin möglich zu sein, die Brille auch mit Korrekturlinsen zu erhalten.

Displays seien in beiden Gläsern verbaut, steuern kann man sie mit Gesten. Die Rechenpower sitze vor allem im iPhone, wie die Apple Watch der ersten Generation funktioniere die Brille ohne gekoppeltes Telefon nicht oder nur sehr eingeschränkt. Prosser berichtet zudem von einem Prototypen, in dem ein Lidar eingebaut ist, wie ihn Apple etwa schon in das iPad Pro 2020 integriert hat, um den Raum besser vermessen zu können. Ihre Energie beziehe die Apple-Brille über eine drahtlose Lademöglichkeit.

Schon vor der Apple Glass soll es aber ein eher traditionelles AR/VR-Headset geben, das ein wenig der Oculus Rift ähnele, behauptet Prosser weiter.

Die Geschichte klingt plausibel, Apple betont seit Jahren immer wieder, wie wichtig AR sei. Nicht wenige Auguren rechnen damit, das eine Apple-AR-Brille tatsächlich das "nächste große Ding" für das Unternehmen sein könnte. Prosser ist in den letzten Monaten zudem immer wieder durch richtige Prognosen aufgefallen, seine Quellen hat der Youtuber offenbar direkt im Unternehmen. Dennoch ist die Prognose sehr gewagt, vor allem der Preis dürfte nicht schon mehr als ein Jahr vor Markteinführung bekannt sein. Bei der ersten Präsentation der Apple Watch – als "one more thing" – hatte Apple immerhin den Startpreis genannt, diesen ein halbes Jahr später bestätigt und dann erst die Preise für weitere Modelle und Armbänder bekannt gegeben.

Rufus Cuff: Handgelenk-Smartphone erscheint mit sechs Jahren Verspätung

Im Mai 2014 konnte das Unternehmen Rufus Labs 448.430 Euro für sein geplantes Wearable - ein Smartphone, das am Handgelenk getragen wird - von mehr als 2.000 Unterstützern per Crowdfunding bei Indiegogo einsammeln. Auf die Auslieferung ihres Handgelenk-Smartphones warten die Unterstützer aber bis heute vergeblich. Viele von ihnen hatten ihre Spendensumme vermutlich bereits abgeschrieben.

Am Wochenende meldete sich Rufus Labs nun jedoch nach langer Funkstille zurück . Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und im Hintergrund habe man daran gearbeitet, die Rufus Cuff doch noch fertig zu stellen und an die Unterstützer auszuliefern. In diesem Jahr - mit mittlerweile sechs Jahren Verspätung - soll es nun endlich soweit sein. Die Rufus Cuff soll an die ersten 500 Unterstützer ausgeliefert werden. Konkrete Termine will das Unternehmen in den nächsten zwei Wochen bekannt geben.

Da die Hardware der ursprünglichen Rufus Cuff mittlerweile total veraltet ist, hat Rufus Lab ein Update für die Hardware-Spezifikationen durchgeführt. Statt mit Android 4.4 läuft das Gadget nun mit Android 7.1 und bietet einen Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz. Der Bildschirm ist von 3,2 auf 2,9 Zoll geschrumpft, dafür gibt es nun drei Gigabyte RAM, 32 Gigabyte internen Speicher und einen Akku mit 2.800 mAh. Die Kamera löst nun mit fünf Megapixeln auf und die Rufus Cuff bekommt ein Metallgehäuse und unterstützt sowohl LTE als auch WLAN mit 5 GHz. Ob die neue Rufus Cuff nur an Unterstützer ausgeliefert wird oder in diesem Jahr auch für andere Interessenten erhältlich sein wird, ist noch unklar.

Gericht: Internetüberwachung durch BND ist verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden , dass die "Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung nach dem BND-Gesetz" in ihrer derzeitigen Form gegen Grundrechte des Grundgesetzes verstoße. Das Gericht schreibt: „Dies betrifft sowohl die Erhebung und Verarbeitung der Daten als auch die Übermittlung der hierdurch gewonnenen Daten an andere Stellen wie ebenfalls die Kooperation mit anderen ausländischen Nachrichtendiensten. Eine verfassungsmäßige Ausgestaltung der gesetzlichen Grundlagen der Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung (auch: „Ausland-Ausland-Telekommunikationsüberwachung“) ist jedoch möglich.“

Die Bundesregierung muss also das BND-Gesetz, das 2016 erst geändert wurde, erneut ändern, weil es verfassungswidrig sei. Geklagt hatten die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), Reporter ohne Grenzen und mehrere Journalisten. Sie hatten Verfassungsbeschwerde gegen die „strategische Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung erhoben“, wie es Spiegel Online formuliert . Wie diese Überwachung funktioniert, lesen Sie weiter unten.

Das Bundesverfassungsgericht stellte aber auch fest, dass die Internetüberwachung des BND nicht grundsätzlich unvereinbar mit dem Grundgesetz sei. Das Gerichtsurteil bedeutet zudem nicht, dass der BND jetzt sofort mit seiner Arbeit aufhören muss: „Da die Befugnisse für die Sicherung der politischen Handlungsfähigkeit der Bundesregierung erhebliche Bedeutung haben und grundsätzlich in einer Weise ausgestaltet werden können, die mit den Grundrechten vereinbar ist, hat das Bundesverfassungsgericht angeordnet, dass die beanstandeten Vorschriften trotz ihrer Verfassungswidrigkeit vorläufig, längstens aber bis zum 31. Dezember 2021, fortgelten.“

Das vollständige Urteil 1 BvR 2835/17 vom 19.5.2020 finden Sie hier.

4,7 Gbit/s: Nokia meldet neuen 5G-Tempo-Weltrekord

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia meldet einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord bei der Übertragung von Daten über die 5G-Technologie mit kommerziell bereits erhältlicher Software und Hardware. Konkret wurden dabei 4,7 Gigabit pro Sekunde übertragen, was umgerechnet einer Datenübertragungsrate von etwa 588 Megabyte pro Sekunde entspricht. Innerhalb einer Minute könnten also etwa 34,8 Gigabyte an Daten in diesem Tempo übertragen werden.

Der Weltrekord wurde laut Nokia im Over-the-Air-Netzwerk in Dallas im US-Bundesstaat Texas erzielt. Dabei wurden acht 100-Megahertz-Kanäle des Millimeterwellenspektrums auf den 28 GHz- und 39-GHz-Bändern mit einer Bandbreite von 800 MHz und 40 MHz des LTE-Spektrums unter Einsatz der EN-DC-Funktionalität der Nokia AirScale-Lösung verwendet. Verwendet wurden dabei bereits im Einsatz befindliche Basisstationen bei einem US-Netzwerkbetreiber.

"Mit EN-DC können Geräte gleichzeitig mit 5G- und LTE-Netzwerken verbunden werden und Daten über beide Technologien senden und empfangen. Dies bedeutet, dass Geräte einen höheren Durchsatz erreichen können als bei einer Verbindung mit 5G oder LTE allein", erklärt Nokia. Das Unternehmen selbst bezeichnet den Weltrekord als einen "wichtigen und bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung von 5G-Diensten in den USA". Vor allem in einer Zeit, in der Konnektivität und Kapazität eine größere Rolle spielen. 

 



 
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