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Morgenmagazin vom Mittwoch, 21. Mai 2014

21.05.2014 | 07:35 Uhr |

Was heute wichtig wird: 21. Mai 2014 +++ Apple bohrt iWork for iCloud weiter auf +++ Apple und Samsung erklären Verhandlungen für gescheitert +++ Browser Fairy: Öffnet Browser nach Bedarf +++ Phishing-Mails von iTunes in Umlauf +++ Kabelloses Lesegerät für Flash-Karten und USB-Sticks +++ Twitter erwägt Übernahme von Soundcloud

Was heute wichtig wird: 21. Mai 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Big Data ist der IT-Trend der Gegenwart und nahen Zukunft und der Versuch statistische Methoden auf alle möglichen Lebensbereiche anzuwenden. Google, Apple und Amazon arbeiten bereits erfolgreich mit großen Datenmengen, Google kann etwa anhand von Suchabfragen schon lange den Verlauf von Grippewellen prognostizieren, Amazon weiß mehr über seinen Kunden als der selbst. Wirklich erfolgreich könnte Big Data aber im Gesundheitswesen werden, wenn es gelingt, Daten über Erkrankungen, Behandlungen und deren Erfolge zu sammeln und zu kombinieren. Der Mensch ist in seiner Komplexität auch nur eine Ansammlung von riesigen Datenmengen, die Statistiken gehorchen. Doch wohin mit den Daten? IBM ist nach eigenen Angaben in Kooperation mit Fuji Film ein Durchbruch bei der Speicherung auf Bandlaufwerken gelungen. Forschern von Big Blue sei es in Zürich gelungen 85,9 Gigabit auf einen Quadratzoll zu speichern, berichten unsere Kollegen der Computerwoche . Das sei eine 62mal höhere Speicherdichte als bei heute handelsüblichen Bandspeichern. Weitere Details will IBM heute auf seiner Hausmesse Edge in Las Vegas präsentieren. Da passt das heutige Jubiläum perfekt ins Bild: Am 21. Mai 1952 stellte IBM mit dem IBM 726 das erste kommerzielle Bandlaufwerk vor. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie vollzieht sich manchmal in rhythmischen Zyklen. Peter Müller

Weitere Lesetipps für heute Morgen:

Microsoft Surface Pro 3 im Vergleich mit dem iPad Mini ( Macworld UK )

Gericht in den Niederlanden hält Verkaufsverbot für ältere Samsung-Geräte aufrecht ( Re/code )

So wird das Dashboard von OS X wirklich nützlich ( Macworld UK )

Apple will Provider für schnellere Lieferung von Daten bezahlen ( Ars Technica )

Macintosh IIcx im Unboxing-Video ( Macwelt )

Wünsche an iOS 8: Kalender und Erinnerungen ( Macworld )

Weitere Nachrichten:

Apple bohrt iWork for iCloud weiter auf

Apple hat mit einem Update der iCloud-Version seines Programmpakets iWork weitere Neuheiten spendiert. Pages, Numbers und Keynote sind zwar weiterhin offiziell in der Beta-Phase, entwickeln sich aber stets weiter. Die Neuheiten nennt Apple beim Start eines jeden Programms auf einem animierten Splash-Screen. Neu für alle drei Programmen ist etwa, dass bis zu 100 Nutzer gemeinsam an Dokumenten arbeiten können, die nun bis zu 1 GB groß sein dürfen. Zudem hat man nun zugriff auf 200 neue Schriften, die Farbpalette bekommt neue Optionen und es lassen sich 2D- und animierte Charts erzeugen und bearbeiten. Bilder dürfen bis zu 10 MB groß sein, um sie in iWork-Dokumenten einzubauen.

Pages versteht sich beim Export nun auf das Format E-Pub und kann Objekte in Ebenen anordnen, zudem lassen sich Tabellen einbauen und bearbeiten. Numbers exportiert nun CSV und kann Spalten in abwechselnden Farben darstellen. In Keynote lässt sich die Nummerierung der Folien ein- und ausblenden.

Apple und Samsung erklären Verhandlungen für gescheitert

Anders als mit Google/Motorola wird sich Apple mit Samsung nicht so schnell auf einen Vergleich im Patentdisput einigen. Während die Korea Times am Montag noch berichtete, die beiden Kontrahenten stünden in Verhandlungen über eine Beilegung des lang andauernden Patentstreits, haben Apple und Samsung am Montag Abend dem zuständigen Gericht in San Jose erläutert, die am 5. Mai initiierten Vergleichsgespräche seien gescheitert. Laut Apple habe Samsungs Anwalt gleich zu Beginn der Gespräche klar gemacht, dass Samsung weiterhin Apples Patente nutzen werde, ohne den iPhone-Hersteller zu kompensieren. Die bisherigen Jury-Urteile würden einer Berufung nicht standhalten: "Apple hat nicht einen Penny einsammeln  oder Produkte vom Markt klagen können." Apple sei bereit für die Rückkehr an den Verhandlungstisch, wenn Samsung die Urteile akzeptiere und Apples Patente lizenziere. Samsung hingegen hält Apples harten Standpunkt für ein Indiz dafür, dass dem Unternehmen keineswegs an einer Lösung des Disputes gelegen sei.

Browser Fairy: Öffnet Browser nach Bedarf

Normalerweise definiert man in Safari unter Einstellungen > Allgemein einen Standardbrowser für das gesamte OS X. Klickt man dann einen Link zum Beispiel aus der Mail-App heraus an, öffnet sich immer nur dieser, also etwa Safari oder Google Chrome. Möchte man aber aus welchen Gründen auch immer für eine bestimmte Aktion lieber einen anderen Browser benutzen, etwa für einen Kalenderlink oder ein Youtube-Video, geht das nur über Copy-and-Paste des Links.

Hier will Browser Fairy der Würzburger Entwicklerschmiede Venqoo den Prozess deutlich vereinfachen. So lässt sich in den Einstellungen des Tools festlegen, dass alle Links mit Youtube in der Adresse zum Beispiel nur in Opera starten. Oder URLs, die man in Mail anklickt, prinzipiell Google Chrome öffnen oder auch Firefox. Für alle anderen Aktionen belässt man es etwa bei Safari. Ferner bietet Browser Fairy einen ”Browser Selector”. So lässt sich festlegen, dass nach jedem Klick mit Befehlstaste auf einen Link sich das kleine Fenster mit den Icons der installierten und unterstützten Browser öffnet, aus denen man entsprechend die Auswahl trifft. Zudem gibt es für die Browser spezielle Extensions, mit denen man diese Auswahl direkt im gerade aktiven Browser trifft.

Browser Fairy 1.5 unterstützt Safari, Chrome, Firefox und Opera. Für die Nutzung des Tools muss mindestens OS X 10.7 auf einem 64-Bit-Rechner installiert sein. Browser Fairy kostet imMac App Store 4,50 Euro .

Phishing-Mails von iTunes in Umlauf

In dieser Woche flatterten bei zahlreichen iTunes-Kunden gefälschte Rechnungen in den elektronischen Postkasten. Die Betrüger gehen dabei sehr professionell ans Werk, denn die Phishing-Mail kann nur bei genauem Hinschauen als Betrug enttarnt werden. So fehlt hier im Gegensatz zu einer echten Store-Rechnung die Rechnungsadresse.

Der übrige Aufbau der Email ist kaum von einer offiziellen Rechnungsemail zu unterscheiden. Als Absender-Adresse wurde „do_not_reply@itunes.com“ eingefügt. Die mailto-Anschrift führt jedoch nicht nach Cupertino, sondern linkt auf eine deutsche Gmail-Adresse. Die Betrüger stellen mit ihrer Phishing-Mail 89 Cent für angeblich gekaufte Extra-Züge im iOS-Spiel Candy Crush Saga in Rechnung. Einen Anhang, der üblicherweise für Trojaner oder andere Schadsoftware genutzt wird, gibt es nicht.

Möglicherweise wollen sich die Betrüger die Apple-ID erschleichen, indem der Nutzer auf den Punkt „Problem melden“ in der Email klickt. Dieser Link funktioniert in den Mails jedoch nicht. Eine weitere Absicht der Versender könnte außerdem die Überprüfung gültiger Email-Adressen sein. Falls eine der gefälschten Rechnungen auch in ihrem Postfach gelandet ist, sollten Sie diese ignorieren oder als Spam behandeln.

Kabelloses Lesegerät für Flash-Karten und USB-Sticks

Der Wireless Media Reader von PNY ist ab sofort im Handel für 50 Euro erhältlich. Das kabellose Lesegerät ist 94 Gramm leicht und erlaubt den Anschluss von Flash-Speicherkarten, USB-Sticks und -Festplatten. Auf deren Inhalte kann dann von bis zu fünf jedem mobilen Geräten gleichzeitig über WLAN 802.11 b/g(/n (WPA2) zugegriffen werden.

Dazu sind von PNY passende Apps für Android und iOS über die jeweiligen App-Marktplätze erhältlich. Über diese Apps können auch Dokumente auf die am Lesegerät angeschlossenen Speichergeräte übertragen werden. Zusätzlich kann der Wireless Media Reader unterwegs auch als mobiles Ladegerät verwendet werden. Dazu verfügt es über ein Akku mit einer Kapazität von 2000 mAh. Im Lieferumfang befindet sich auch ein SD-Adapter zur Nutzung von MicroSD-Karten.

Twitter erwägt Übernahme von Soundcloud

Bei Soundcloud kann man im Freemium-Modell Audiodateien hochladen und mit anderen teilen, die Firma bezeichnet sich gern selbst als ein "Youtube für Audio". Stand Oktober 2013 meldete Soundcloud 250 Millionen Nutzer. Eine Finanzierungsrunde über 60 Millionen Dollar früher in diesem Jahr bewertete Soundcloud mit 700 Millionen Dollar. Sollte es zu einer Übernahme kommen (was einem Bericht von "re/code" zufolge noch keineswegs sicher und laut "Spiegel Online" sogar schon wieder vom Tisch ist), dann wäre das Twitters bislang teuerste. Kurz vor seinem Börsengang im vergangenen Herbst hatte der Kurznachrichtendienst die Mobil-Werbefirma MoPub für gut 300 Millionen Dollar erworben.

Mit einem Zukauf von Soundcloud, das von den beiden Schweden Alex Ljung und Eric Wahlforss gegründet wurde, könnte Twitter seiner Reichweite endlich mal über seinen Kerndienst hinweg erweitern (auch wenn es zwischen den Nutzerschaften beider Services vermutlich eine gehörige Überlappung gibt). Im Musikbereich hatte sich Twitter mit einer separaten App schon einmal selbst versucht; Twitter Music wurde aber im März wegen Erfolglosigkeit eingestellt. Soundcloud hätte übrigens eigentlich einer der in Twitter Music integrierten Inhalteanbieter sein sollen ; dies scheiterte aber am Veto von Plattenfirmen, die sich über bei Soundcloud unrechtmäßig eingestellte Musikraubkopien beschwerten.

Bei Soundcloud gibt es unter anderem jede Menge unabhängig produzierte Musik zu entdecken.
Vergrößern Bei Soundcloud gibt es unter anderem jede Menge unabhängig produzierte Musik zu entdecken.
© Soundcloud

Union Square Ventures, einer der frühesten Investoren von Twitter, ist auch bei Soundcloud engagiert. Mit Peter Chernin sitzt ein weiterer Soundcloud-Investor im Verwaltungsrat von Twitter.

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