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Morgenmagazin vom Mittwoch, 23. April 2014

23.04.2014 | 07:14 Uhr |

Was heute wichtig wird: 23. April +++ Apple stellt OS-X-Betas für alle bereit +++ Apple veröffentlicht Heartbleed-Fix für Airport-Basisstationen +++ Apple sucht nach Experten im Bereich mobiles Bezahlsystem +++ iOS 7.1.1 - Apple veröffentlicht kleines Update +++ iOS-Malware hat es auf Jailbreak-Nutzer abgesehen +++ Lytro stellt neue Lichtfeldkamera Illum vor +++ Dropbox kauft Loom und Hackpad

Was heute wichtig wird: 23. April

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Gerade erst vom Osterspaziergang zurück gekehrt und von klassischer Lektüre gestärkt, lodert in uns immer noch die faustische Wissbegier nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Heute vor 20 Jahren gelang einer Gruppe von Physikern der erste Nachweis eines bis dato nur theoretisch vorhergesagten Teilchens, dem Top-Quark. Damit war zwar noch lange nicht geklärt, was schon Goethes Doktor Faust wissen wollte, doch sammelte man damit den letzten Baustein der bekannten Materie ein. Ohne den Nachweis wäre die ganze Theorie Makulatur gewesen. Vergleichbar ist der am mittlerweile in den Ruhestand geschickten Beschleuniger Tevatron des Fermilabs in Illinois erreichte Erfolg mit dem Nachweis des Higgs-Bosons fast zwanzig Jahre später. Wie in der Wissenschaft der Regelfall, war die Entdeckung des Top-Quarks keine Einzelleistung und auch das Datum ist nicht so genau festzulegen - denn die Wissenschaftler hatten zum 23. April lediglich das Paper eingereicht, das von ihren Fortschritten berichtete. Es dauerte noch gut ein Jahr, bis die Entdeckung bestätigt war. Natürlich kommt man in der modernen Welt auch ohne Kenntnisse über das Top-Quark und seine fünf Kumpels Buttom, Strange, Charme, Up und Down zurecht, muss denn auch wissen, wie der Computer funktioniert? Es reicht doch, aus Materie zu bestehen und mit dem Computer umgehen zu können. Der Respekt sollte aber dem wissenschaftlichen Prozess gelten, dem langwierigen Sammeln von Daten und ihrer Interpretation, dem Aufstellen, verfeinern und Verwerfen von Theorien. Und den vergleichsweise moderaten Preisen, zu denen man wissenschaftliche Erkenntnisse bekommt. Der LHC in Genf, Nachfolger des Tevatrons als größter Beschleuniger der Welt, hat etwa drei Milliarden Euro im Bau gekostet, so viel wie ein halber halbfertiger Hauptstadtflughafen. Ein weiterer schiefer Vergleich: Apple dürfte heute Abend einen Quartalsgewinn von rund zehn Milliarden US-Dollar ausweisen. Immerhin gibt Apple sein Geld für sinnvolle Investitionen aus – etwa in Umwelttechnologien – was die Welt im Innersten zusammenhält, weiß man aber auch in Cupertino nicht wirklich. Peter Müller

Lesen Sie heute auf www.macwelt.de:

Gadgets für die Küche: iPhone und iPad bewähren sich auch als Medium für Rezeptsammlungen und Kochbücher. Für den sinnvollen Einsatz in der Küche gibt es eine Reihe von Gadgets, aus denen Patrick Woods einen schmackhaften Eintopf zusammen gebraut hat.

Kaufratgeber Lautsprecher: Die mitgelieferten Kopfhörer von iPhone und iPad sind zwar recht tauglich, sollen mehrere Hörer gleichzeitig die Musik genießen, reichen die internen Speaker bei weitem nicht aus. Markus Schelhorn hat sich durch das Angebot von drahtlosen Lautsprechern für unterwegs gehört.

Lesetipps für heute Morgen:

Samsung und Google sprechen sich im Geheimen über Verteidigung von Apples Patentvorwürfen ab ( Macworld )

Apple ist wie ein Filmstudio ( Recode )

Die größten Wünsche von iPhone- und iPad-Nutzern an iOS 8 ( Macworld UK )

Nur noch Apple kann den Wearables-Markt retten ( Wired )

Apple stellt OS-X-Betas für alle bereit

Bisher konnten sich nur registrierte Entwickler Betas neuer Versionen von OS X installieren. Am Dienstag hat Apple allen Interessierten sein OS X Beta Seed Program geöffnet. Die erste Vorabversion, die sich nach kostenloser Registrierung nun jeder auf seinen Mac laden kann, ist die jüngste Beta von OS X 10.9.3. Zuvor kamen nur Entwickler zum Zuge, die für ihre Mitgliedschaft in Apples Developer Connection (ADC) 99 US-Dollar im Jahr zahlen mussten. Die Betas bekommt man als Updates im Mac App Store angezeigt, wenn man sich zuvor das Beta Access Utility installiert hat. Apple rät vor der Installation einer Vorabversion von OS X dringend zu einem Backup und bittet Nutzer um Feedback zu den unfertigen Versionen des Betriebssystems. Mit der Registrierung muss man eine Verschwiegenheitsvereinbarung akzeptieren, die verbietet, über Neuerungen öffentlich zu sprechen. Diskussionen sind nur den Nutzern der Betas untereinander erlaubt, Apple richtet dafür auf seiner Website spezielle Foren ein.

Der Allgemeinheit hatte Apple bis dato nur sporadisch Beta-Versionen zur Verfügung gestellt, zuletzt etwa die App Nachrichten (Messages), zuvor schon Boot Camp und Safari. Die Geschichte von Mac-OS X hatte mit einer Public Beta im Herbst 2000 begonnen, seinerzeit musste man aber 79 Mark Schutzgebühr für die Installations-DVD bezahlen.

Apple veröffentlicht Heartbleed-Fix für Airport-Basisstationen

Apple hat das Softwareupdate Airport Base Station Firmware Update 7.7.3 für seine Wi-Fi-Basisstationen Airport Extreme und Time Capsule bereit gestellt, das die vom Heartbleed-Bug in Open SSL verursachte Lücke schließen soll. Betroffen sind nur die im Juni 2013 vorgestellten Geräte, die WLAN nach dem Standard 802.11ac unterstützen, aufgetreten ist der Fehler auch nur, wenn die Funktion "Back to my Mac" aktiviert war, über die man über iCloud auf seinen Rechner zugreifen konnte. Nutzer älterer Basisstationen benötigen kein Update.

Apple sucht nach Experten im Bereich mobiles Bezahlsystem

Gesucht wird derzeit nach zwei Experten im Bereich mobiles Bezahlen. Zum einen sucht Apple nach einem erfahrenen Mitarbeiter, der sich im Bereich des Bezahlsystems um die Geschäftsabwicklung kümmert und zum anderen nach einem Produktleiter. Dies geht allerdings nicht aus offiziellen Stellenanzeigen hervor, sondern durch eine anonyme Quelle . Dass Apple in diesem Bereich neue Mitarbeiter sucht, käme allerdings nicht von ungefähr. Bereits Jahre gibt es entsprechende Gerüchte über mobile Bezahl-Optionen. Im Januar 2014 berichtete das Wall Street Journal ebenfalls, Apple würde an einem derartigen System arbeiten. Apple-Chef Tim Cook ließ zudem in der Vergangenheit verlauten, dass einer der Gründe für die Einführung der Touch-ID gewesen sei, dass es sich auch für das mobile Bezahlen eignen würde. Auch Verhandlungen mit PayPal und Gespräche über eine potenzielle Übernahme des Bezahldienstes Square soll es bereits gegeben haben. Nun bleibt abzuwarten, ob und wann Apple eine entsprechende Technik vorstellt und wie das mobile Bezahlsystem schlussendlich aussehen würde.

iOS 7.1.1 - Apple veröffentlicht kleines Update

Das neue Update trägt die Versions-Nummer iOS 7.1.1. Unter anderem wurde die Touch-ID-Fingerabdruck-Erkennung verbessert, die aktuell nur im iPhone 5s verbaut ist. iOS 7.1.1 lässt die Tastatur außerdem etwas schneller reagieren und löst zudem ein Problem mit Bluetooth-Tastaturen in Kombination mit VoiceOver. Das neue iOS-Update lässt sich entweder direkt in den Einstellung des Gerätes herunterladen, oder aber über iTunes, sofern das Gerät mit einem Kabel verbunden wurde.

iOS-Malware hat es auf Jailbreak-Nutzer abgesehen

iOS-Malware hat es auf Jailbreak-Nutzer abgesehen (c) apple.com
Vergrößern iOS-Malware hat es auf Jailbreak-Nutzer abgesehen (c) apple.com
© apple.com

Ein Jailbreak , mit dem iOS-Geräte von vielen Beschränkungen befreit werden, wird zwar von Apple nicht gern gesehen, konkrete Gefahren mussten Nutzer bislang aber nicht fürchten. Nun sorgt ein neuer Schädling, der es gezielt auf iPhones und iPads mit Jailbreak abgesehen hat, für Unmut unter den Anwendern.

Auf Reddit beschweren sich Jailbreak-Nutzer über häufige Abstürze von Apps wie Google Hangouts oder Snapchat. Verantwortlich hierfür ist ein Schadcode, bei dem es sich um eine Datenbankdatei namens Unflod.dylib beziehungsweise framework.dylib handelt.

Das in Köln ansässige IT-Sicherheitsunternehmen Sektioneins hat bei näherer Untersuchung herausgefunden, dass der Schädling im Hintergrund versucht, an die AppleID und das zugehörige Passwort zu gelangen. Können diese sensiblen Daten aus der per SSL geschützten Kommunikation extrahiert werden, so werden sie unverschlüsselt an einen Server in den USA geschickt.

So deaktivieren Diebe die iPhone-Finden-Funktion

Bis eine Möglichkeit zur Entfernung des Schädlings gefunden wurde, kann die Änderung des Passworts nur bedingt helfen, da dieses erneut ausgelesen werden kann.

Lytro stellt neue Lichtfeldkamera Illum vor

Lytro stellt neue Lichtfeldkamera Illum vor (c) Lytro
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© Lytro

Mit der Lichtfeldkamera Lytro kann man auch nach dem Fotografieren noch den Fokus neu verschieben. Damit lassen sich interessante Effekte erzielen und kreative Bilder erstellen. Doch die Lytro konnte gehobenen Ansprüchen im Test nicht gerecht werden - vor allem das Display musste viel Kritik einstecken. Die erste Lytro-Kamera ist eher als Gadget, denn als Fotoapparat zu sehen - vor allem für ambitionierte Anwender. Mit der nun vorgestellten Lytro Illum will das Unternehmen Abhilfe schaffen. Dieses Modell verfügt über einen 8x optischen Zoom (die erste Kamera hatte keinen Zoom), eine Brennweite von 30 bis 250 mm bei lichtstarken f/2.0. Das Touch-Display zur Bildbetrachtung ist mit 4 Zoll ungleich größer als das 1,5 Zoll mickrige Display des Vorgängers. Ob es auch bei Sonnenlicht gut ablesbar sein wird, muss der Test zeigen. Immerhin lässt sich das Display nun ausklappen - wenngleich auch nicht deutlich wird, wie weit man es ausklappen kann.

Auch wenn die Illum auf den ersten Blick wie eine professionelle DSLR anmuten mag, gibt es große Unterschiede. So ist das Objektiv beispielsweise nicht wechselbar. Immerhin darf der Fotograf die SD-Karte und den Akku austauschen.

Die Illum kann ab sofort vorbestellt werden - für stolze1.499 US-Dollar. Die Lieferung soll im Juli 2014 erfolgen. Außerhalb der USA werden eventuell noch Versandgebühren zusätzlich fällig. Wer bereits über eine der Vorgänger-Kameras verfügt, erhält 20 Prozent Rabatt auf die Illum. Auf der offiziellen Seite finden Sie einige Beispielbilder, durch die Sie mit dem Mauszeiger wandern und dadurch die Fokussierung ändern können.

Dropbox kauft Loom und Hackpad

Dropbox kauft Loom und Hackpad (c) IDG/IDG
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Erst vor Kurzem hat Dropbox die Mailbox für Android veröffentlicht, seine App für Business-Nutzer öffentlich verfügbar gemacht und den Foto-Organisator Carousel für iOS und Android veröffentlicht. Nun legt der Cloud-Speicher nach und gibt bekannt Loom aufgekauft zu haben. Loom versteht sich als Online-Speicher, welcher alle Ihre Fotos und Videos in der Cloud für Sie verwahrt - sofern Sie ein iPhone oder iPad nutzen. Eine Android- oder gar Windows-Phone-App gab es bis zuletzt nicht. Offenbar waren aber nicht nur die Dropbox-Macher von Loom überzeugt, sondern in der Vergangenheit auch Google und Will Smith . Letztere haben nämlich Ende 2013 erst 1,4 Millionen Dollar in Loom investiert.

Ab sofort nimmt Loom nun keine neuen Useranmeldungen mehr an. Wer schon Loom nutzt, darf das noch bis zum 16. Mai 2014 tun, versichern die Macher. Bis dahin sollen die Nutzer ihre Daten auf die Dropbox umziehen - man bemühe sich, den Nutzern dabei zu helfen und jede Unterbrechung des Dienstes zu vermeiden. Die Loom-Nutzer erhalten dazu eine E-Mail mit genauen Anweisungen, versprechen die Entwickler. Wer auf den neuen Dropbox-Dienst Carousel wechselt, soll den gleichen kostenlosen Speicher erhalten wie bei seiner Loom-Nutzung, heißt es - und zwar für immer. Wer zahlender Loom-Kunde ist, soll ein Jahr lang den bezahlten Speicher auf Dropbox erhalten.

Wer nicht auf Dropbox-Speicher umsteigen mag, erhält auf Anfrage eine Kopie seiner gesamten Loom-Daten als ZIP-Datei.,

Außerdem wird Hackpad - eine Anwendung zur gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten - ab sofort Teil von Dropbox.

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