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Morgenmagazin vom Mittwoch, 22. März 2016

23.03.2016 | 05:29 Uhr |

iPad Pro 9,7 langsamer als der große Bruder+++ Alte Smart Cover nicht mit dem iPad Pro kompatibel+++ Apple Sim in iPad Pro fest verbaut+++ Apple Renew ist vor allem für iPhone-Besitzer interessant+++ Gerüchte um neue Macbooks+++Kein Interesse an Imagination Technologies

23. März

Wir wünschen ein guten Morgen! Anderthalb Tage nach der Keynote dominieren Apple iPad Pro und iPhone 6 SE noch immer die Tech-Medien. Inzwischen sind auch immer mehr Details bekannt, etwa über die integrierte SIM-Karte oder die CPU-Leistung.

iPad Pro 9,7 langsamer als der große Bruder

Das neue iPad Pro verspricht eine deutlich bessere Performance als die ältere iPad Air-Baureihe. Offensichtlich hat Apple in seinem neuen Pro-Tablet aber eine etwas langsamere Version des A9X-Chips verbaut. Das zeigen bereits Apples Spezifikationen, die die Leistungsfähigkeit mit dem älteren A7-Chip vergleichen: Während das größere Modell laut Apples Messungen um das 2,5-fache schneller als der A7-Chip ist, ist das 9,7-Zoll-Modlle nur um das 2,4-fache schneller - ähnliches gilt für die Grafikleistung. Größer sind die Unterschiede allerdings mit dem iOS-Benchmark Geekbench, so fallen hier die Werte laut ersten Messungen von Tech Cruch-Mitarbeiter Matthew Panzarino mit 5107 Punkten deutlich niedriger als mit 5480 Punkten beim großen Bruder aus. Während das große Modell außerdem 4 GB Arbeitsspeicher bietet, sind es beim neuen Modell anscheinend nur 2 GB, die laut Messdaten außerdem langsamer angebunden sind. Die Daten von Benchmark-Programmen sind allerdings mit großer Vorsicht zu betrachten, so sind sie für die Leistungsfähigkeit in der Praxis oft nur von begrenztem Wert. Erst nach Praxismessungen sollte man sich hier ein endgültiges Urteil erlauben.



Alte Smart Cover nicht mit dem iPad Pro kompatibel

Apples originale Smart Cover sind nicht gerade billig, leider sind sie nicht mit dem neuen iPad Pro kompatibel. Grund ist der neue Smart Connector und anders angeordnete Magnete im Gehäuse. So kann man mit einem alten Smart Case beispielsweise das Gerät nicht sperren und aufwecken. Neue Modelle für das iPad Pro sind im Apple Store bereits gelistet, aber noch nicht bestellbar. Erhältlich sind sie demnächst? für 59 Euro, zwölf Farben stehen zur Wahl.


Apple Sim in iPad Pro fest verbaut

Seit längerer Zeit liefert Apple einige iPads mit einer so genannten Apple SIM aus einer SIM-Karte, die noch nicht an einen Provider gebunden ist. Das neue iPad Pro 9,7-Zoll erhält in der LTE-Version nun erstmals eine fest verbaute SIM-Karte. Zusätzlich besitzt das Gerät aber auch einen Steckplatz für eine gebräuchlichere Nano-Sim.
Dabei handelt es sich offenbar nicht um eine so genannte eSIM, wie sie vor einigen Tagen erstmals von Vodafon und O2 präsentiert wurde - in einer Samsung Watch. Apple spricht ausdrücklich von einer „embedded Apple SIM“, die Karte scheint also noch nicht dem Industriestandard eSIM zu entsprechen. Letzteres hätte Vorteile bei der Kompatibilität, der Standard ist aber erst vor wenigen Tagen von der GSMA festgelegt worden. In seinem „Kleingedrucken“ warnt Apple deshalb auch, dass die Karte beim Kauf bei manchen Providern deaktiviert ist. Nicht verfügbar ist die Apple SIM übrigens in China. Gegenüber den Kollegen von iFun hat die Telekom bereits bestätigt, dass sie bisher das einzige Mobilfunkunternehmen in Deutschland sei, das diese integrierte SIM unterstützt. Dank zusätzlichem SIM-Steckplatz bleibt die LTE-Version aber nicht auf Telekom-Kunden beschränkt  - man kann offensichtlich eine beliebige Nano-SIM verwenden.


Apple Renew ist vor allem für iPhone-Besitzer interessant

Das Programm Apple Renew nahm auf Apples Kenyote viel Raum ein, jeder Apple-Käufer soll seine alten Geräte problemlos wieder recyceln können. Apple Stores nehmen die alten Produkte entgegen, lassen sich aber auch per Post kostenfrei an Apple senden, Versandetiketten dafür gibt es auf Apples Website unter http://www.apple.com/de/recycling/.
Viel Geld sollte man von diesem Recycling aber nicht erwarten - es handelt sich eben nicht um ein so genanntes Trade-In-Programm, das den Verkauf ankurbeln soll.
Etwas enttäuschend finden wird die Beträge für Macs. Über ein Webformular kann man sein Gerät schätzen lassen, Geld gibt es aber nur für Geräte die ab 2007 erschienen - für iPods gibt es nur zehn Prozent Rabatt auf einen neuen Rabatt (Ausnahme iPod shuffle). Für unser altes Macbook Pro von 2007 will uns die in Deutschland zuständige Firma Dataserv noch gerade einmal 18,80 Euro auszahlen, für ein Macbook Pro von 2011 genau 330. Der Preis wird zwar nur geschätzt und nach der Zusendung neu berechnet - trotzdem bleibt der Verkauf bei Ebay oder über einen der spezialisierten Aufkäufer bei funktionierenden Geräten der sinnvollere Weg. Hier bekämen wir für unser Alt-Aluminium etwa das doppelte.
Anders sieht es bei iPhones aus: Für unser gut erhaltenes iPhone 4s würden wir noch 75 Euro vom zuständigen Dienstleister bekommen, oder 150 Euro für unser iPhone 5S. Das entspricht fast genau dem, was uns der Aufkauf-Dienste Flip4new zahlen würde. Offensichtlich sind iPhones schneller wieder an den Mann zu bringen. So ist auch der Dienstleister ein anderer, statt dem deutschen Recycling-Spezialisten kümmert sich die Firma Brightstar um iPhones.

Gerüchte um neue Macbooks


So mancher hatte bei der Keynote auf neue Macbooks gehofft, neue Macbook sollen aber erst Ende des zweiten Quartals erscheinen, so die Seite Digitimes . Der recht renommierte Joseph Tsai verspricht dann neue ultradünne Macbook mit 13- und 15-Zoll-Displays. Optisch sollen die neuen Macbooks dem 12-Zoll-Macbook entsprechen und deutlich dünner als die aktuellen Macbook Air-Modelle sein. Erscheinen sollen die beiden Geräte Ende des zweiten Quartals. Ähnliches hatte schon die Economic Daily News im November vermutet, laut der die neuen Geräte zur WWDC im Juni erscheinen.

Kein Angebot für Imagination Technologies

Apple hat am Dienstag Gerüchte dementiert, es plane die Übernahme des Grafikspezialisten Imagination Technologies Group. Laut Wallstreet Journal habe es Gespräche mit dem Unternehmen gegeben, aktuell sei aber kein Angebot geplant. Apple besitzt laut dem Bericht 8,48 Prozent des Unternehmens, dessen PowerVR-GPU in den iOS-Geräten verbaut werden. Nach Gerüchten über eine Übernahme war der Aktienwert des englischen Unternehmens stark gestiegen.

Lesetipps für den Mitwoch:

iPad Pro vs. Galaxy vs. Surface Pro Die Kollegen von der PCWorld wagen sich an einen ersten Vergleich von Apples neuem iPad Pro mit den ähnlich positionierten Konkurrenten Galaxy TabPro und Surface Pro. Nach Meinung der PCWorld ist das Surface Pro der Gewinner, Stärken des iPad Pro sieht der Autor in der Kamera und dem Formfaktor bzw. niedrigem Gewicht. Insgesamt bleibt der Vergleich aber dann doch offen, da ohne Testgerät etwa eine Bewertung von Bildschirm und Akkulaufzeit außen vor bleiben müssen.

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