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Morgenmagazin vom Mittwoch, 23. September 2015

23.09.2015 | 06:59 Uhr |

23. September 2015 +++ Erste Tests des iPhone 6S +++ Apple legt Entwicklern sauberes Xcode nahe +++ Apple Car nur Referenzdesign? +++ Adobe schließt 23 Lücken im neuen Flash Player +++ Samsung SSD 950 Pro: Neue SSD ist bis zu 2.500 MB/s schnell +++ Google legt Millionen-Förderprogramm für "digitale Helfer" auf +++ iCloud-Backup unter iOS 9 fehlerhaft

Was heute wichtig wird: 23. September 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Heute um 8.21 Uhr ist es soweit: Die Sonne steht senkrecht über dem Äquator, was ein halbes Jahr lang nur noch südlich davon (und nördlich von 23,5 Grad südlicher Breite) der Fall sein wird. Man könnte  auch vom Herbstanfang sprechen, aber das wäre zu ungenau. Schließlich sagen die Meteorologen, der hätte schon am 1. September angefangen, auf die Herbstferien müssen wir noch bis Anfang November warten, auf scheußliches Herbstwetter hoffentlich auch noch ein paar Wochen. Der Herbstanfänge gibt es also viele, suchen Sie sich einen aus...

Aussuchen sollten Sie sich zwei Tage vor dem Verkaufsstart nun auch ein iPhone-Modell, wenn es denn tatsächlich in diesem Herbst ein Neues sein muss. Bisher konnte man sich auf eine Art von Tick-Tock-Rhythmus bei Apple verlassen, in dem einen Jahr gibt es ein neues Gehäuse mit viele bewährter und etwas neuer Technik, im anderen das bewährte Gehäuse mit massig neuer Technik. Da die meisten spürbar subventionierten Mobilfunkverträge zwei Jahre laufen, mag es zwei Hauptgruppen von iPhone-Käufern geben: Diejenigen, die das neue Modell haben wollen und die Käufer der S-Generationen, denen an den wesentlicheren Verbesserungen gelegen ist. Die einen ärgern sich in den ungerade Jahren, ein technisch unausgereiftes Mobiltelefon zu besitzen, die anderen ärgern sich in den gerade Jahren, kein so schickes Modell zu nutzen. Wir sind gespannt, wann Apple auch in Deutschland das iPhone-Leasing anbietet und wie viele der Kunden für die Aussicht, alljährlich mal ein schickeres und mal ein ausgereifteres Modell zu bekommen, auf das Angebot eingehen. Vor allem aber sind wir darauf gespannt, ob unser Testgerät hält, was die Apple-Werbung verspricht: "Das einzige was sich geändert hat, ist alles". Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Daumendrücken: Schon getestet hat der Kollege von Spiegel Online sowohl iPhone 6S als auch iPhone 6S Plus. Die Verbesserungen des Prozessors merke man im Alltag kaum, meint Matthias Kremp, die Verbesserungen an der Kamera aber sehr wohl. Am nützlichsten erweise sich aber 3D Touch.

Frei von Malware: Als Folge des XCodeGhost-Hacks weist Apple Entwickler dringlich darauf hin saubere Installationen der Entwicklungsumgebung Xcode zu verwenden. Diese erhalte man bei Apple, beim Download werde deren Signatur verifiziert, solange Gatekeeper eingeschaltet ist. Auch anderweitig erhaltene Software, die etwa über USB-Stick bezogen wurde, ließe sich nachträglich verifizieren. Apple hat ein Kommandozeilentool veröffentlicht, das die Installationen von Xcode auf deren Unversehrtheit überprüft. Laut Apples Marketingchef Phil Schiller wurden im Zuge des Vorfalls keine Userdaten gestohlen.

Referenzdesign: Auto oder nicht Auto, das ist hier die Frage. Apple scheint es mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Elektromobils ernst zu nehmen, Zweifel sind aber berechtigt, ob sich der iPhone-Hersteller wirklich einen umkämpften Markt mit geringen Margen und massiver Regulierung antun möchte. Business Insider UK spekuliert daher, Apple arbeite lediglich an einem Fahrzeugkonzept, das es an Automobilhersteller verkauften könnte, sobald es ausgereift ist. Der stellvertretende Vorsitzende von General Motors Bob Lutz nennt das Apple-Auto daher gegenüber CNBC auch ein gigantisches Geldgrab, Anleger sollten sich nicht zu sehr darauf freuen. Womöglich wird aber genau GM in vier bis fünf Jahren Interesse an dem Konzept haben...

Zerlegt: Die Reparaturspezialisten von iFixit haben bereits ein neues Apple TV in ihre Schrauberhände bekommen und es nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen. Dabei gewinnen die Experten vor allem zwei Erkenntnisse: Das Apple TV benötigt für seine gewaltige Leistung einen großen Wärmeableiter und der Speicherchip ist fest mit der Platine verlötet. Ein Speicherupgrade ist also nicht leicht durchzuführen, hat man Bedarf an den maximal angebotenen 64 GB sollte man das bereits beim Kauf berücksichtigen

Weitere Nachrichten:

Adobe schließt 23 Lücken im neuen Flash Player

Adobe hat mit dem neuen Flash Player 19.0.0.185 die nächste Generation seiner Abspiel-Software für Flash-Inhalte freigegeben. Die Entwickler haben eine Reihe kleinerer Macken beseitigt und 23 Sicherheitslücken der Vorversionen geschlossen. Auch die RIA-Plattform (Rich Internet Application) AIR macht den Versionssprung mit.

Im Adobe Security Bulletin APSB15-23 dokumentiert der Hersteller die 23 beseitigten Schwachstellen. Mindestens 18 dieser Lücken sind als kritisch einzustufen, da es ihre erfolgreiche Ausnutzung ermöglicht Code einzuschleusen und auszuführen. Der Grund für solche Anfälligkeiten sind wie immer Programmierfehler, die erst durch die Arbeit externer Sicherheitsforscher entdeckt worden sind.

Den neuen Flash Player 19.0.0.185 gibt es für Windows und Mac. Für Linux bietet Adobe ein Sicherheits-Update auf die Version 11.2.202.521 an. Google hat seinen Browser Chrome auf die Version 45.0.2454.99 aktualisiert, in der bereits der neue Flash Player enthalten ist. Für den Internet Explorer 10 und 11 unter Windows 8.x sowie IE 11 unter Windows 10 wird die neue Player-Version via Windows Update verteilt.

Adobe aktualisiert auch das auf Flash basierende AIR mit der neuen Version 19.0.0.190. App-Entwicklern stehen AIR Workers nun auch für iOS zur Verfügung, um Hintergrundaufgaben abzuarbeiten. Sie müssen allerdings beim Laden externer SWF-Dateien, die ActionScript enthalten, anders vorgehen als unter Android oder auf dem PC.

Samsung SSD 950 Pro: Neue SSD ist bis zu 2.500 MB/s schnell

Samsung hat auf dem SSD Global Summit in Seoul ein neues SSD-Laufwerk vorgestellt. Die neue Samsung SSD 950 Pro wird ab Oktober 2015 erhältlich sein. Die SSD 950 Pro mit 256 GB wird 199,99 US-Dollar kosten. Den Preis des 512-GB-Modells gibt der Hersteller mit 349,99 US-Dollar an. Die Preise für den deutschen Markt sollen in Kürze bekanntgegeben werden.

Bei der SSD 950 Pro handelt es sich um die erste per PCI Express 3.0 angebundene SSD, die das Non-Volatile Memory Host Controller Interface (kurz: NVMe) unterstützt. Damit, so Samsung, wird ein neuer Meilenstein im Bereich Geschwindigkeit bei SSDs im Consumer-Bereich erreicht.

Im Vergleich zu SATA-SSDs liegt die Geschwindigkeit der SSD 950 Pro daher deutlich höher. So gibt Samsung die zufällige Leseleistung mit bis zu 300.000 IOPS (Ein- und Ausgabeleistung) und die Schreibgeschwindigkeit mit bis zu 110.000 IOPS an. Bei der sequenziellen Leseleistung werden laut Samsung bis zu 2.500 Megabyte pro Sekunde erreicht und die Schreibleistung soll bei 1.500 MB/s liegen.

Lesetipp: SSDs mit 240 bis 256 GB im Vergleichs-Test

"Mit der Einführung der SSD 950 PRO, die per PCI-Express-Schnittstelle angebunden wird und das NVMe-Protokoll unterstützt, hat Samsung eine Speicherlösung entwickelt, die den Ansprüchen zukünftiger Computersysteme gerecht wird“, so Unsoo Kim, Senior Vice President Produktmarketing bei Samsung Electronics.

Der Flash-Speicher der SSD 950 PRO basiert auf der zweiten Generation der von Samsung entwickelten 3D V-NAND Flash Technologie, die in der MLC-Ausführung mit 32 Layern eine Speicherdichte von 128 GB erreicht. Bei 3D V-NAND Flash wird die Speicherdichte und Lese/Schreibgeschwindigkeit dadurch erhöht, dass zylindrische, mehrlagige Strukturen statt flacher Zellstrukturen zum Einsatz kommen.

"Zusammen mit dem M.2-Formfaktor, der PCIe-Schnittstelle und der NVMe-Unterstützung bietet die 3D V-NAND Technologie auch in Client-PCs und Notebooks ein leistungsstarkes Geschwindigkeits-Upgrade mit hoher Belastbarkeit und Ausdauer", verspricht Samsung. Die Haltbarkeit gibt Samsung wie folgt an: 200 TB Total Bytes Written (TBW) bei der 256 GB Variante der SSD 950 Pro und 400 TBW bei dem 512-GB-Modell innerhalb des Garantiezeitraums.

Die SSD 950 Pro arbeitet in Umgebungen mit Temperaturen zwischen 0 und 70 Grad Celsius. Außerdem widersteht das SSD-Laufwerk laut dem Hersteller Stößen von bis zu 1500G/0,5ms und Vibrationen von bis zu 20G. Für einen Schutz der Daten sorgt die AES 256-Bit-Hardwareverschlüsselung. Beide Varianten bieten eine Garantie von fünf Jahren.

Google legt Millionen-Förderprogramm für "digitale Helfer" auf

Google hat ein millionenschweres Förderprogramm für Vereine und gemeinnützige Organisationen in Deutschland aufgelegt. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sollen bei der "Google Impact Challenge" hundert lokale oder regionale Initiativen mit jeweils 10.000 Euro prämiert werden. Neun größere "Leuchtturm-Projekte", die überregional oder bundesweit zum Einsatz kommen sollen, werden jeweils 250.000 Euro erhalten, der Hauptpreis ist mit 500.000 Euro dotiert. Gefördert werden sollen "Menschen und Ideen, die mit Hilfe von Technologie ihre Gemeinschaft voranbringen" sollen.

Die "Google Impact Challenge" versteht sich als eine Mischung aus Trainingsprogramm und Wettbewerb, an der gemeinnützige Organisationen mit innovativen Projekten teilnehmen können. Sie wird von dem philanthropischen Ableger des Internetkonzerns, google.org, veranstaltet. Die Finalisten des Wettbewerbs werden von einer Jury bestimmt, in der unter anderen Tennis-Legende Steffi Graf, Welttorhüter Manuel Neuer, die Internet-Botschafterin der Bundesregierung Gesche Joost sowie die Wirtschaftsexpertin Ann-Kristin Achleitner sitzen. Die Gewinner werden dann in einer öffentlichen Abstimmung ermittelt.

Jeder dritte Deutsche engagiere sich ehrenamtlich in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen, sagte Philipp Justus, Chef von Google in Deutschland und Zentraleuropa. "Doch nur wenige reizen dabei die Möglichkeiten des Internets und anderer digitaler Dienste voll aus." Hier setze der Wettbewerb an und suche nach "digitalen Helfern" in den Vereinen, die Neues ausprobieren wollen.

Das digitale Leben habe "mehr oder weniger" auch in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen Einzug gehalten, sagte Schwesig, die in der Bundesregierung auch für das Ehrenamt in der Bevölkerung zuständig ist. Wichtig sei, dass im Rahmen des Wettbewerbs nicht nur finanzielle Fördermittel zur Verfügung stünden, sondern auch Know-how übertragen werden könne.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs werden auch von Deutschlands größter gemeinnütziger Online-Spendenplattform betterplace.org unterstützt. Bei den "Leuchtturm-Projekten" soll das Netzwerk Ashoka helfen, in der sich Gründer von sozialen Organisationen und Unternehmen zusammengeschlossen haben.

Zu den Preisgeldern von 3,75 Millionen Euro kommen noch Sachleistungen, so dass das Förderprogramm von google.org ein Volumen von knapp vier Millionen Euro hat. Die Ideen können bis zum 18. Oktober auf der Website g.co/EureIdee eingereicht werden. (dpa/tc)

iCloud-Backup unter iOS 9 fehlerhaft

Sucht man auf Twitter nach "iCloud-Backup", merkt man, dass seit dem Update auf iOS 9 letzte Woche die Tweets mit Problem-Meldungen auftauchen . Auch in den Apple-Foren wird man sofort fündig, der meist besuchte Forum-Thread hat seit dem 17. September bereits mehr als 60 Kommentare und mehr als 5000 Besuche . Auch auf iMore und Reddit klagen Nutzer über die gleichen Probleme: seit letzter Woche sei es unmöglich, ein iCloud-Backup zu erstellen.

Bei Apple ist das Problem offenbar bekannt, wir haben den Apple Support angerufen, nach einer kurzen Beschreibung hat uns der Mitarbeiter erklärt, die könnte unterschiedliche Gründe haben. Die Entwickler arbeiten wohl bereits an der Fehlerbehebung. Nach unterschiedlichen Angaben sollte das Update, das diese Probleme aus der Welt schafft, bereits nächste Woche kommen. Die offizielle vom Apple-Support vorgeschlagene Herangehensweise ist die folgende:

1. Auf dem iPhone oder iPad unter Einstellungen iCloud abmelden;

2. Das Gerät komplett abschalten (den Power-Button lange betätigen);

3. iPhone hochfahren;

4. Wieder unter Einstellungen im iCloud-Bereich die Apple ID und das entsprechende Passwort eintragen.

Eine hundertprozentige Garantie hat uns der Support-Mitarbeiter nicht gegeben, eine endgültige Lösung muss man wohl bis zum nächsten Update abwarten.

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