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Morgenmagazin vom Mittwoch, 24. Juni 2015

24.06.2015 | 06:54 Uhr |

24. Juni 2015 +++ Apple spielt größere Rolle bei Bluetooth-Entwicklung +++ Zweite Betas für OS X 10.11, iOS 9 und Watch OS 2 +++ Sandberg: Solar Power Bank XL lädt mit Sonnenenergie +++ E-Mail-Versand bei Gmail rückgängig machen +++ App hilft bei der Beziehungspflege +++ Binder: Anti-Tinder-App hilft bei Trennung vom Partner +++ NASA Images: Neue Webseite mit faszinierenden Weltraum-Fotos

Was heute wichtig wird: 24. Juni 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Pünktlich zum Johannistag scheint sich die Schafskälte zu verabschieden und der Sommer langsam Gestalt anzunehmen. Das Wetter hält sich heuer offenbar recht genau an die Lehrbücher, hoffen wir, dass die empirische Siebenschläferregel in diesem Jahr auch wieder stimmt. Wenn Ende Juni/Anfang Juli sich in Mitteleuropa eine Hochdrucklage einstellt, bleibt die mit hoher Wahrscheinlichkeit stabil, manchmal über Wochen. Ob's denn nun wirklich deren sieben werden und ob dann Mitte August sofort danach der Herbst beginnt, kann man freilich nicht vorhersagen.

An diesem 24. Juni 2015 gedenken wir eines außergewöhnlichen Wissenschaftlers: Heute vor 100 Jahren wurde Fred Hoyle geboren. Sein Name mag außerhalb von Fachkreisen nicht besonders bekannt sein, doch prägte er in der Wissenschaft einen Begriff, den wohl alle kennen: Big Bang - auf deutsch Urknall. Dabei war Hoyle gar nicht angetan von der Theorie, die der Theologe, Priester und Astrophysiker George Lemaitre aus den Messergebnissen von Edwin Hubble entwickelt hatte. Letztere zeigten eindeutig, dass sich der Raum ausdehnt, Lemaitre rechnete rückwärts und kam zum Schluss, dass vor Milliarden von Jahren das gesamte Universum auf einen Punkt habe konzentriert sein müssen, von wo es sich nun ausbreite. Der Agnostiker Hoyle sah darin den Versuch, einen Schöpfer in die Kosmologie einzuführen und postulierte stattdessen ein Steady-State-Modell. Das Universum war schon immer da und wenn es sich ausdehnt, dann entsteht halt in den neuen Zwischenräumen spontan neue Materie. Woher, das erklärte Hoyle nicht befriedigend. Die Theorie Lemaitres nannte er abschätzig die vom "großen Knall" - und der Name blieb an ihr hängen. Zu Hoyles Beruhigung ist der Urknall auch ohne Schöpfer aus spontanen Quantenfluktuationen zu erklären, wie etwa Stephen Hawking, ein anderer großer britischer Astrophysiker, darlegt. Hoyle hat sich jedenfalls auch außerhalb der kritischen Betrachtung zeitgemäßer Kosmologie gemacht, seine Arbeiten erklären unter anderem die Kohlenstoffsynthese in Sternen, die wiederum so unwahrscheinlich ist, dass Hoyle selbst das anthropische Prinzip heranziehen musste: Es ist so, wie es ist, wenn's anders wäre, dann wäre keiner da, um das zu beobachten. Fred Hoyle verstarb 86jährig im Jahr 2001. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Wichtigere Rolle : Apple wird "Promoter Member" des Industrieverbandes Bluetooth Special Interest Group. Dies ist mit einem ständigen Sitz im Direktorium verbunden, Apple gewinnt so mehr Einfluss auf die Entwicklung des drahtlosen Standards. Dem Unternehmen könnte es so möglich werden, eigene Interessen bei der Standardisierung einfließen zu lassen. Als ein wichtiger Hersteller von Wearables ist Apple auf die Weiterentwicklung von Bluetooth besonders angewiesen.

Nur für Entwickler: Noch im Juli soll die Allgemeinheit Zugriff auf Beta-Versionen von OS X 10.11 El Capitan und iOS 9 erhalten, bis dahin sind die Vorabversionen registrierten Entwicklern vorbehalten. Apple hat gestern Abend die zweiten Betas der neuen Betriebssystem für Mac, iPhone/iPad und Apple Watch veröffentlicht, Besonderheiten sind nicht bekannt. In der kommenden Woche steht die Veröffentlichung von iOS 8.4 an, das eine überarbeitete Musik-App bringt, die Zugriff auf Apple Music bieten wird.

Eine Frage der Miniaturisierung : Auf das Logicboard des Macbook 12 Zoll zeigte sich Apple bei dessen Präsentation im März besonders stolz. Effiziente Miniaturisierung ist für den Mac-Hersteller aber nichts Neues, wie unser Macworld-Kollege Christopher Phin in seiner Kolumne "Think Retro" zeigt. Schon der "Pizzaschachtel-Mac" Macintosh LC zeigte vor über 20 Jahren, wie man alle notwendigen Komponenten auf engsten Raum unterbringt.

Forderung: Apple will 15 Millionen US-Dollar an Anwaltskosten von einem Patenttroll zurück, der vor Gericht dem iPhone-Hersteller unterlegen war. In dem Prozess ging es um zehn Patente rund um das iPhone, woraus der nicht praktizierende Patenthalter Unwired Planet in 247 Fällen Verletzungen durch Apple konstruierte. Ein Gericht in Nordkalifornien wies die Forderungen als unbegründet zurück, Apple will nun seinerseits Schadensersatz.

Sandberg: Solar Power Bank XL lädt mit Sonnenenergie

Sandbergs Solar Power Bank XL ist ein tragbarer Akku, der über einen USB-Port oder die integrierten Solarzellen aufgeladen wird und den Strom dann an ein Mobiltelefon oder andere mobile Geräte übertragen kann. Er verfügt dafür über einen Pufferakku mit einer Kapazität von 5000 mAh, das Solarpanel bietet mit fünf Watt genügend Leistung, um Batterien effektiv aufzuladen, verspricht der Hersteller. Der Winkel des Solarpanels der Power Bank XL ist verstellbar, damit sich immer die beste Position für die höchstmögliche Sonneneinstrahlung finden lässt. Als Ladezeit über USB-Stromkabel gibt der Hersteller 5-6 Stunden an, über die Solarzellen in direktem Sonnenlicht soll es 10-12 Stunden dauern. Genaue Angaben zur Größe des Produkts und seines Gewichts macht der Hersteller zwar nicht, aber für die Verpackung nennt er 19 x 24 x 3,5 (H x B x T) Zentimeter, als Gewicht gibt Sandberg 350 Gramm an. In der Verpackung findet sich neben der Solar Power Bank XL ein Mikro-USB-Kabel sowie ein Quick-Guide. Kosten soll der Sonnenakku 78 Euro.

E-Mail-Versand bei Gmail rückgängig machen

Wer eine E-Mail versehentlich an den falschen Empfänger sendet oder einen inhaltlichen Fehler zu spät entdeckt, hatte bislang meist keine Möglichkeit, den Versand rückgängig zu machen. Abhilfe schaffte eine neue Funktion für Googles E-Mail-Dienst Gmail. Über die Inbox bei Gmail und die Gmail Labs haben Nutzer die Möglichkeit, eine bereits verschickte Nachricht wieder zurück zu holen.

Dieses Feature integriert Google nun auch in die Web-Version von Gmail . Die Auslieferung soll laut dem Suchmaschinen-Konzern innerhalb von zwei Wochen für alle Nutzer erfolgen. Die Funktion wird dann standardmäßig deaktiviert sein. Über den „Allgemeines“-Tab in den Gmail-Settings kann sie aktiviert werden.

In diesem Bereich können Nutzer auch eine maximale Zeitspanne einstellen, innerhalb der die fälschlicherweise verschickte E-Mail gestrichen werden kann. Die Voreinstellung erfolgt in Sekunden.

App hilft bei der Beziehungspflege

Einen Partner kann man im Internet über die unzähligen Plattformen schon länger finden. Die neue App HeroBoyfriend soll hingegen bei der Pflege der eingegangenen Beziehung helfen. Die von einer australischen Startup-Firma entwickelte Software für Smartphones schickt in regelmäßigen Abständen Erinnerungen und Vorschläge, mit denen der Partner beglückt werden soll.

Nach der Anmeldung müssen hierzu fünf Fragen zu beiden Partnern beantwortet werden, damit die App passende Inhalte vorschlagen kann. HeroBoyfriend soll darüber hinaus lernfähig sein und sich den individuellen Vorlieben anpassen.

Zu den Vorschlägen zählen beispielsweise Ideen für Geschenke, Aufforderung zum Putzen oder kreative Ideen für ein Date. Auch an das Tischdecken soll die App erinnern können. All diese kleinen Beteiligungen sollen nach Ansicht der Macher für eine langjährige Beziehung sorgen, da viele im Verlauf einer Liebe genau diese Dinge vergessen würden.

Binder: Anti-Tinder-App hilft bei Trennung vom Partner

Es gibt viele, viele Apps, die dabei helfen einen Partner zu finden. Binder ist eine App für alle die Nutzer, die einen einfachen Weg suchen, um sich vom aktuellen Partner wieder zu trennen. Das versprechen jedenfalls die Macher der App, die seit kurzem für Android und iOS erhältlich ist.

Der Name ähnelt nicht zufällig dem von Tinder. Bei Binder wird man den Partner mit einem Rechts-Wisch wieder los. Der App-Nutzer wählt bei Binder zunächst aus, welches Geschlecht der oder die künftige Ex hat. Anschließend gibt er deren oder dessen Namen und Telefonnummer an. Auf Wunsch kann er auch ein Foto hinzufügen. Dann bietet die App eine Reihe von Trennungsgründen an.

Der künftige Ex-Partner erhält dann von Binder eine Text- und Sprachnachricht, in denen er über die Trennung und die Gründe informiert wird.

Bevor Sie sich über die potentiell herzlosen Nutzer dieser App aufregen: Binder ist nicht ganz ernst gemeint und wurde von einer schottischen Brauerei offenbar als Marketing-Gag entwickelt. Die Sprachnachrichten, die den Empfänger erreichen, sind vom Inhalt her auch eher witziger Natur. In der Regel sollte also der Erhalt einer Binder-Meldung für ein Lachen und nicht für einen Trennungsschmerz sorgen...

NASA Images: Neue Webseite mit faszinierenden Weltraum-Fotos

Die US-Weltraumbehörde NASA besitzt einen Riesenschatz von atemberaubenden Fotografien. Über die jetzt zusammen mit dem US-Unternehmen Luna Imaging neu veröffentlichte Bilddatenbank NASA Images kann jeder Interessierte in den digitalen Fotoschätzen der NASA stöbern.

Mehr als 100.000 Weltraum-Aufnahmen aus 70 unterschiedlichen Sammlungen warten auf die Besucher der Webseite NASA Images. Die Fotos stammen von den legendären Apollo-Missionen und vom Space Shuttle, zeigen Ansichten von Planeten und von der Erde, Weltraum-Roboter und Astronauten im Einsatz im Weltall. Auch Aufnahmen des Weltraum-Teleskops Hubble sind in der Datenbank enthalten. Ebenso gibt es Aufnahmen von der Saturn-Sonde Cassini-Huygens und natürlich auch von der Internationalen Raumstation ISS.

Die Aufnahmen sind nach den oben genannten unterschiedlichen Rubriken sortiert. Über eine Eingabemaske können Sie aber auch nach Suchbegriffen recherchieren. In der Rubrik Highlights finden Sie zudem Klassiker der Weltraum-Fotografie wie eine Aufnahme, die den Astronauten Edwin E. "Buzz" Aldrin als zweiten Mann auf dem Mond zeigt. Das Foto schoss Neil Armstrong, der erste Mann auf dem Mond.

In die Bilder können Sie ein- und auszoomen und somit Details betrachten. Die Bilder lassen sich auch herunterladen und zwar gratis. Für die kommerzielle Verwendung in Printprodukten können Sie die Aufnahmen auch hochauflösend kaufen.

Zu jedem Foto gibt es eine Reihe von Detailinformationen wie Titel, Beschreibung und Zeit sowie Ort der Aufnahme.

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