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Morgenmagazin vom Mittwoch, 27. Januar 2021

27.01.2021 | 07:05 Uhr | Peter Müller

Updates: iOS 14.4, iPadOS 14.4, watchOS 7.3 +++ Big Sur 11.2 lässt noch auf sich warten +++ Arbeitet Riccio am Touch-Mac? +++ Apple wieder wertvollste Marke der Welt +++ Telegram-Bot verkauft 533 Mio. Facebook-Nutzerdaten +++ Diese Seite verrät, was Google alles über Sie weiß +++ Intel Alder Lake-S wohl schon im September und Rocket Lake-S im Geekbench

27. Januar: Von Salzburg in die Lombardei

Macwelt wünscht Guten Morgen! Wir sind hier ja den Fakten verpflichtet und bemühen uns sehr um Demystifizierung aller Art. So räumen wir heute Morgen dann gleich mal mit dem Mythos auf, der da besagt,  der österreichische Komponist Wolfgang-Amadeus Mozart sei verarmt gestorben. Wobei, das sind ja gleich zwei Mythen zu solch früher Stunde. Denn Mozart nagte keineswegs am Hungertuch, sondern war durchaus wohlhabend und eher "ein Superstar, er war populär" als dass die "Banken gegen ihn" gewesen seien. Außerdem war er kein Österreicher.

Nun stellen wir uns keineswegs auf den Standpunkt, er sei Deutscher gewesen, aber Mozart wurde heute vor 265 Jahren nun mal im Erzherzogtum Salzburg geboren, das damals noch unabhängig war. Im Zuge der napoleonischen Kriege kam das dann kurz zu Bayern - damals war Mozart aber schon alles andere als verarmt in Wien verstorben - und nach dem Wiener Kongress mit Wirkung zum 1. Januar 1816 zu Österreich. Tut uns leid, liebe Österreicher, aber Euch bleiben ja noch Schubert, Bruckner, Haydn und all die Straußens mit Ausnahme von Richard und Franz-Josef. Und natürlich ist die Nation ein Gedanke, der jünger ist und fragiler als das Werk des viel zu jung Verstorbenen: Mozart und den Rheinländer Beethoven ordnet man eindeutig der Wiener Klassik zu.

Mit der Nationalität des heute vor 120 Jahren verstorbenen Opernkomponisten Giuseppe Verdi ist es ähnlich kompliziert wie bei Mozart. Das Herzogtum Parma gehörte in Verdis Geburtsjahr 1813 zu Frankreich, wurde erst später  unter Herrschaft der Habsburger wieder pro forma unabhängig und gehörte ab 1861 dem Königreich Italien an. Verdi war zu der Zeit längst ein populärer Superstar der italienischen Oper und sein Nachname las sich wie ein Akronym, das den ersten König des vereinten Nationalstaats feierte: Vittorio Emmanuele Roi d' Italia: V.E.R.D.I.

Also ab in die Musik-App und alle Mozart-Sinfonien (mindestens 41) geladen und dazu ein paar Verdi-Opern wie Nabucco, Aida oder Falstaff und die Lautsprecher voll aufgedreht.

Mittlerweile sind sogar die des iPad Pro in akzeptabler Qualität, die ab und an auf einen Kopfhörer verzichten lassen, das war heute vor elf Jahren noch nicht der Fall, als das originale iPad im Yerba Buena Center in San Francisco seine Premierenvorstellung gab . Ist zwar heute ein Klassiker unter den Tablets, aber für den Genuss von klassischer Musik nicht optimiert.

Lesetipps für den Mittwoch:

Feiermonat : Der Februar ist in den USA und Kanada der "Black History Month" – wir hatten letzte Woche bereits über die neue Herausforderung berichtet, welche die Apple Watch ihren Besitzern anlässlich des Gedenkmonats stellt. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte, Apple feiert auf vielen Kanälen. So soll etwa im App Store ein Hub auf Apps von schwarzen Unternehmern verweisen, Apple Music widmet sich verstärkt der "schwarzen" Musik aus Genres wie Hip-Hop, Funk, Blues, Jazz und Soul, die Musikliebhaber einfach nur "Musik" nennen. Für Bürger der USA interessanter als für Europa sind kuratierte Guides, die in Zusammenarbeit mit EatOkra entstanden, einem von schwarzen Unternehmern betriebenes Business-Verzeichnis in Brooklyn. Die "essentiellen Stories" in Appe TV sind vor allem auch für das US-Publikum zusammengestellt. Online teilnehmen kann man dagegen an den von schwarzen Kreativen moderierten Sessions der Reihe "Today at Apple". Neue Hardware, respektive eine Sonderauflage gibt es in Form der "Black Unity Collection" der Apple Watch. Basierend auf der Apple Watch Series 6 bringt diese das Black-Unitay-Armband und ein passendes Zifferblatt, die an die Tradition des Quiltens erinnern. Von den Gewinnen spendet Apple einen Teil an insgesamt sechs Wohltätigkeitsorganisationen.

Eine Reihe von Updates: Wie erwartet, hat Apple gestern finale Versionen seiner Betriebssysteme veröffentlicht, die zuletzt Release Candidates bekommen hatten. iOS 14.4 bringt einige kleine Verbesserungen und Bugfixes, so liest die Kamera etwa auch kleinere QR-Codes aus als bisher und eine Warnung erscheint, wenn bei der Reparatur der Kamera nicht originale Bauteile verwendet werden - bisher gab es so etwas auch für Bildschirm und Batterie. iPadOS 14.4 bringt die gleichen Fehlerbehebungen und Verbesserungen, Mehr Neuheiten gibt es in watchOS 7.3 , etwa das neue Zifferblatt in den Farben der panafrikanischen Flagge zum Black History Month oder "Time to Walk" für die Abonnenten von Fitness+. EKG und Warnung vor unregelmäßigem Herzschlag gibt es nun auch in Japan, Thailand, den Philipinen und dem französischen Überseedepartement Mayotte. Wider Erwarten fehlt indes macOS 11.2, hier hatte es nach dem ersten Release Candidate in der Vorwoche noch einen zweiten geben müssen – offenbar ist das zweite Wartungsupdate für Big Sur noch nicht ganz fertig.

Neue Rolle: Über das geheime Projekt, das Apples bisheriger Senior Vice President Hardware Engineering Dan Riccio nun leiten soll, lässt sich nur spekulieren. Die ersten Ideen waren auch bald zur Hand, Apple Glass oder Apple Car könnten von der Führungsqualität Riccios profitieren. Dem widerspricht unser Macworld-Kollege Michael Simon, die beiden Projekte sollten bei Apple an sich so weit gediehen und die Strukturen der Entwicklerteams so festgezurrt sein, dass sie keinen weiteren Anstoß von außen benötigten. Um was sich Riccio aber kümmern könnte, sei die nächste Entwicklungsstufe des Mac, wenn dessen Umstieg auf Apple Silicon abgeschlossen ist: Ein Touch-Mac. Apple hat ein solches Produkt weder bestätigt noch dementiert, sondern einfach nicht darüber gesprochen, respektive die Unterschiede zwischen Mac und iPad betont. Riccio war seit 2010 entscheidend an der Weiterentwicklung des iPad beteiligt und hatte sich auch danach, als Bob Mansfields Nachfolger als SVP intensiv um Monitore gekümmert. Ein iPad-Macbook-Hybrid, ein wenig nach dem Vorbild des Surface Pro, könnte durchaus eine Entwicklung sein, die von Riccios Expertise profitieren würde.

Übernahme: Twitter übernimmt den E-Mail-Newsletter-Service Revue, wie das Unternehmen in einem Blog-Post bekannt gibt. Was genau Twitter damit vorhat, steht darin nicht, wohl aber der ungefähre Nutzen, den man sich verspricht. ""Revue wird unsere Arbeit beschleunigen, um Menschen zu helfen, über ihre Interessen informiert zu bleiben und gleichzeitig allen Arten von Autoren eine Möglichkeit zu geben, ihr Publikum zu monetarisieren." Mittels Revue könnten etwa Publisher ihrem Twitter-Publikum Newsletter anbieten, auch kostenpflichtige.

Zurück an die Spitze: Apple ist erstmals seit fünf Jahren wieder die wertvollste Marke im Ranking von Brand Finance, das die 500 wertvollsten Marken in den USA und weltweit auflistet. Mit einem errechneten Wert von 263,4 Milliarden US-Dollar – an der Börse ist die Firma Apple etwa das Zehnfache wert – überholt Apple Amazon und Google. In blumigen Worten beschreibt Laurence Newell, der Direktor von Brand Finance, Apples Stellung: "Das Erbe von Steve Jobs fließt weiterhin durch Apple, wobei Innovation in die DNA der Marke eingebaut ist. Während Apple den Titel der wertvollsten Marke der Welt von Amazon zurückerobert, fünf Jahre nachdem es zuletzt den Spitzenplatz innehatte, erleben wir, wie es wieder einmal anders denkt. Vom Mac über den iPod, das iPhone, das iPad, die Apple Watch und die Abo-Dienste bis hin zur Unendlichkeit und darüber hinaus."

Seminare : Die WWDC war offenbar nicht genug, um Entwicklern Neuerungen in iOS 14 wie Widgets, App Clips und iPad Apps Ports nahezubringen. So lädt Apple ausgewählte Entwickler zu mehreren virtuellen Seminaren, um die Adaption der gegebenen Möglichkeiten weiter voranzutreiben. Am 1. Februar soll es zunächst um das Thema "Building Great Widget Experiences" gehen, am 15. Februar um den Nutzen von Catalyst in "Bring Your iPad App to Mac", ein drittes Seminar dreht sich um "
"Building Great App Clip Experiences".

Weitere Nachrichten:

Telegram-Bot verkauft 533 Mio. Facebook-Nutzerdaten

Über einen Bot bei Telegram bietet ein Hacker die Daten von Millionen Facebook-Nutzern zum Verkauf an. Wie US-Medien berichten , behauptet der Verkäufer, in den Besitz von über 533 Millionen Nutzern von Facebook gelangt zu sein. Diese sollen bei einem Angriff auf eine Lücke bei Facebook gestohlen worden sein, die im August 2019 von Facebook geschlossen wurde. Der Stand der Daten ist also etwas älter, allerdings zählen zu den angebotenen Daten auch Telefonnummern, die Nutzer nicht so häufig wechseln.

Der Entwickler des Telegram-Bots bietet einen "Service" an, bei der man an den Bot zunächst die Facebook-ID eines Nutzers schickt. Anschließend wird automatisiert kontrolliert, ob für diese Facebook-ID gestohlene Daten vorliegen. Wird der Bot fündig, bietet der Telegram-Bot dann diesen Datensatz des Facebook-Nutzers zum Kauf an. Alternativ kann dem Bot auch eine Telefonnummer eines Facebook-Nutzers geschickt werden und anschließend ermittelt der Bot dann, ob zu dieser Telefonnummer ein Datensatz vorliegt.

Wie Motherboard berichtet , können die Datensätze beim Telegram-Bot dann zum Stückpreis von 1 Credit im Wert von 20 US-Dollar erworben werden. Wer 10.000 Credits auf einmal erwirbt, erhält diese inklusive eines Rabatts für 5.000 US-Dollar. Die Echtheit der Daten wurde anhand Stichproben verifiziert.

Sicherheitsexperten befürchten, dass die günstig erhältlichen Facebook-Nutzerdaten für Angriffe missbraucht werden könnten. Vor allem, weil die Daten über den Telegram-Bot relativ einfach abrufbar und käuflich sind und man nicht zunächst mit einem Hacker in Kontakt treten muss.

Diese Seite verrät, was Google alles über Sie weiß

In den letzten Tagen ist über die Tiktok-Plattform ein Beitrag viral gegangen, in dem eine Nutzerin aufzeigt, wie viel Google eigentlich über den Nutzer weiß. Hingewiesen wird dabei auf diese Google-Seite (Sie müssen mit Ihrem Google-Konto eingeloggt sein). Hier listet Google auf, aus welchen Informationen sich die für Sie von Google angezeigte personalisierte Werbung zusammensetzt.

Das sind Daten, die das Unternehmen Google im Laufe der Zeit bei der Nutzung von Google-Produkten wie der Suchmaschine, Android oder Tools wie etwa Gmail oder Youtube über Sie gesammelt hat. Diese Informationen werden dann zur Personalisierung von Anzeigen verwendet, in der Hoffnung, dass diese genauer und profitabler sind – eben speziell auf den Nutzer zugeschnitten. Diese Daten und Informationen können vom Nutzer allerdings auch eingesehen und auf Wunsch auch deaktiviert werden.

Tiktok-Video geht viral

In dem Tiktok-Beitrag wies die Nutzerin Trish Babob auf die Google-Webseite hin: „Also ich arbeite im digitalen Marketing aber glaube nicht, dass irgendjemand realisiert, wie invasiv Google eigentlich ist“. Natürlich soll das Video schocken.

Einige der Informationen können dabei sehr vage sein, dazu gehören etwa Kategorien wie „Games“. Andere können auch gar nicht zu einem passen, wurden jedoch aufgezeichnet als man nach etwas Bestimmten gesucht hat. Dann gibt es allerdings auch Informationen, die für Durchschnitts-Nutzer schockierend sein können. Darunter: Alter, Geschlecht, Familienstand, Elternstatus, Wohneigentumsstatus, Jobbranche, Unternehmensgröße und mehr. Diese Daten können dabei anhand von Angaben oder Ihren Suchanfragen ziemlich genau sein. Mit einem Klick auf den jeweiligen Reiter kann man auch erfahren woraus Google diese Informationen zieht.

Das sieht dann etwa so aus: „Google schätzt dieses demografische Merkmal auf Grundlage Ihrer Aktivitäten in Google-Dienste und auf anderen Websites und Apps, bei denen Sie in Ihrem Konto angemeldet waren. Für diese Schätzung wurden Kategorieangaben von Personen mit ähnlichen Google-Aktivitäten herangezogen.“

Direkt zur Google-Seite: "Einstellungen für Werbung"

Aber auch andere Unternehmen wie Facebook sammeln auf diese Weise Kundendaten. So werden die Dienste zum großen Teil auch finanziert. Wer keine personalisierte Werbung möchte, kann diese natürlich jederzeit auch deaktivieren.

Auch interessant: Datenschutz trotz Corona: Wie kann die Privatsphäre weiterhin geschützt werden?

Intel Alder Lake-S wohl schon im September und Rocket Lake-S im Geekbench

Die auf der CES groß angekündigten Rocket Lake-S CPUs sind noch nicht einmal auf dem Markt, da gibt es schon erste Gerüchte, dass der Nachfolger Alder Lake-S bereits im September erscheinen soll. Damit würde der Core i9-11900K nach nur einem halben Jahr auf dem Markt bereits zum alten Eisen gehören. Währenddessen sind die ersten Benchmark-Werte im Geekbench zum Core i5-11500, dem Core i7-11700K und dem Core i9-11900K aufgetaucht. Die Ergebnisse sprechen für eine sehr hohe Singlecore-Leistung und einer Multithreading-Performance, die - zumindest in Anbetracht der Anzahl an Rechenkernen - mit AMD mithalten können soll.

Ablöse für Rocket Lake-S bereits ein halbes Jahr später

Voraussichtlich im März soll Intels 11. Generation der Desktop-Prozessoren mit dem Core i9-11900K als neuem Flaggschiff erscheinen. Wie auch der Vorgänger Comet Lake-S setzt Rocket Lake-S auf den Sockel 1200. Auch wenn Intel die CPUs nach wie vor in 14nm fertigt, kommt mit "Cypress Cove" endlich eine neue Architektur zum Einsatz, die laut Hersteller eine IPC-Steigerung von 19 Prozent mit sich bringen soll. Wichtigste Neuerungen sind außerdem das 8-Lane-DMI-Interface zwischen CPU und Chipsatz und der Support von 20 PCIe 4.0 Lanes. Zudem verbaut Intel die neue Xe-Grafikeinheit und unterstützt offiziell Arbeitsspeicher mit bis zu 3200 MHz.

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die besten Hardware-Konfigurationen

Gemäß dem Tweet von Uniko's Hardware  könnte den Rocket Lake-S Prozessoren und den Mainboards mit 500er-Chipsatz jedoch eine kurze Lebenszeit beschert sein. So geht der User von einem Release der Alder Lake-S CPUs, dem neuen Sockel 1700 und den Mainboards mit 600er-Chipsatz bereits im September und damit nur ein halbes Jahr später aus. Aus technischer Sicht könnte das durchaus Sinn machen, da das 14-nm-Fertigungsverfahren mittlerweile überholt ist und weder die 500er-Mainboards noch die Prozessoren der 11. Generation bahnbrechende Neuerungen bieten.

Mit Alder Lake-S könnte das ganze deutlich anders aussehen. So könnten die 600er-Mainboards mit dem Sockel 1700 die ersten mit einer Hybridlösung aus DDR4 und DDR5 Arbeitsspeicher werden. Dies geht aus einem Tweet von  @momomo_us  hervor. Der DDR5 Speicher, der wohl standardmäßig mit 4800 MHz takten soll, könnte einen deutlichen Leistungssprung mit sich bringen. Des weiteren ist die Rede davon, dass die Mainboards sowohl PCIe 4.0 als auch PCIe 5.0 unterstützen könnten. PCIe 5.0 verdoppelt die mögliche Übertragungsbandbreite von 64 auf 128 GB/s. Stand jetzt dürfte diese Neuerung jedoch in erster Linie nur für den Servermarkt interessant sein, da für Grafikkarten bereits PCIe 4.0 mehr als ausreicht.

Erste Rocket Lake-S CPUs zeigen sich im Geekbench

Bei einem vermuteten Launch im März ist es nicht weiter verwunderlich, dass nach und nach die ersten Benchmark-Werte zu den Desktop Prozessoren der 11. Generation von Intel im Netz zu finden sind. Los geht es mit den Geekbench Ergebnisse zum Core i9-11900K vom Nutzer APISAK . Der Screenshot zeigt, dass das Sample des neuen Flaggschiffs von Intel auf einem Kern bis zu 5,3 GHz erreichen kann, wobei es sich dabei vermutlich wieder um den Wert mit Thermal Velocity Boost handeln dürfte. 

Damit erreicht der 11900K im Single-Core einen Wert von 1892 Punkten und liegt damit ein gutes Stück vor AMDs Ryzen 9 5950X mit 1682 Punkten, der die Bestenliste bisher anführte. Der 10900K kommt hier auf einen Wert von 1402 Punkten und liegt damit um satte 35 Prozent zurück. Interessant ist hier auch der Vergleich des Multi-Core Scores. Hier liegen nämlich der 11900K (10934 Punkte) und der 10900K (10928 Punkte) quasi gleich auf, obwohl dem 11900K zwei Rechenkerne und vier Threads weniger zur Verfügung stehen. AMDs Octa-Core Ryzen 7 5800X kommt im gleichen Test auf 10428 Punkte und liegt damit knapp fünf Prozent zurück. Zumindest bei gleicher Kernanzahl sollte Intel also durchaus in der Lage sein, AMD Paroli zu bieten beziehungsweise zu schlagen.

CPU-Benchmark 2021: Prozessoren im Vergleich-Test - mit Rangliste

Die Ergebnisse des Core i7-11700K im Geekbench, die ebenfalls von APISAK stammen, werfen wiederum einige Fragen auf. Da es sich sowohl beim 11700K als auch dem 11900K um Achtkerner handeln soll und beide RAM mit 3200 MHz unterstützen dürften, bleiben zur Klassifizierung des i7 wohl nur niedrigere Taktraten und ein angepasstes Power-Limit 2 sowie ein kürzerer Tau-Wert. Laut dem Screenshot soll der Basistakt des i7 bei 3,6 GHz liegen, wohingegen der i9 nur 3,5 GHz erreicht. Der Boost-Takt liegt dann mit 4,6 GHz im Vergleich zu 5,3 GHz deutlich zurück. 

Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um ein frühes Engineering-Sample handelt und die finalen Taktraten höher ausfallen dürften. Es wurden auch bereits weitere Samples mit bis zu 4,8 GHz respektive bis zu 5,2 GHz gesichtet. In letzterem Fall dürfte sich der i7 nahezu nicht vom i9 unterscheiden, wie es auch jetzt bereits zwischen dem Core i9-10850K und dem Core i9-10900K der Fall ist. Die Performance-Werte des gezeigten i7 Modells fallen im Geekbench aktuell jedoch ziemlich enttäuschend aus und liegen 22 Prozent im Single-Core und 23 Prozent im Multi-Core zurück. 

Vor kurzem sind die Geekbench Ergebnisse einer weiteren Rocket Lake-S CPU aufgetaucht, nämlich dem Intel Core i5-11500 . Diese fallen mit einem Single-Core Score von 1588 Punkten und einem Multi-Core Score von 7265 Punkten durchaus solide aus. Der Ryzen 5 5600X erreicht im Vergleich dazu 1607 und 8113 Punkte. Ein möglicher Core i5-11600K, der deutlich höher takten dürfte und der direkte Gegenspieler des Ryzen 5 5600X werden dürfte, sollte es also durchaus mit dem Hexa-Core von AMD aufnehmen können. Interessant ist dabei, dass der Core i5-11500 laut dem Ergebnis auf einem Kern bis zu 4,6 GHz erreichen kann, was das Ergebnis des i7-11700K noch einmal unglaubwürdiger erscheinen lässt.

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