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Morgenmagazin vom Mittwoch, 29. April 2015

29.04.2015 | 06:58 Uhr |

Was heute wichtig wird: 29. April 2015 +++ Best Buy akzepteirt Apple Pay +++ Tim Cook glaubt an iPad-Wachstum +++ Tätowierte haben Problemen bei der Pulsmessung +++ Kritische Sicherheitslücke bei WordPress +++ Dropbox testet Dropbox Notes +++ Kickstarter startet am 12. Mai in Deutschland +++ Google investiert 150 Millionen Euro in Journalismus +++ Gitarre stimmen mit der Apple Watch +++ Tipp: Safari-Entwicklermenü bietet interessante Zusatzoptionen

Was heute wichtig wird: 29. April 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Wenn ein Fußballspiel eng wird und dem Reporter die Sprachbilder ausgehen, wird das Match gerne zum Krimi. Besonders enge Matches gar zum Thriller. Wenn es aber hin und her wogt mit Toren hüben wie drüben (auch bekannt als "Schützenfest") oder die eine Mannschaft bis in die Nachspielzeit der Verlängerung vergeblich anstürmt und der Torwart aus seinem Kasten kommt, um mit dem Abpfiff den entscheidenden Kopfball zu suchen – dann ist das natürlich ein Hitchcock-Thriller. Selten ist aber ein Bild so schief. Nie hat der heute vor 35 Jahren verstorbene Regisseur und Filmproduzent einen Film über Sport im Allgemeinen und über Fußball im Speziellen gedreht, es ist auch nicht bekannt, ob er überhaupt eine Leidenschaft für das runde Leder (noch so ein falsches Bild, die Sportgeräte sind mittlerweile aus Kunststoff...) entwickelt. Klar, der Begriff der "Suspense" geht auf ihn zurück, beim Fußball weiß man auch oft nicht, welche Wendungen das Stück noch nimmt und wie es ausgeht. Nur kann man einen Hitchcock-Film immer wieder anschauen, nur wenige Fußballspiele begeistern in der Wiederholung, wenn man das Ergebnis schon kennt.

Und doch ist jeder Hitchcock-Thriller im Fußball ein anderer, die Rollen von Protagonist und Antagonist verteilt auch jeder anders. Exakt zwei Jahre vor Hitchcocks Tod erlebte die Fußballbundesliga am 29. April 1978  ein denkwürdiges Finale, das auch mit Phantasie begabte Drehbuchautoren so wohl nicht hin bekommen hätten. Praktisch als Meister feststehend, reiste der 1. FC Köln nach Hamburg, ein Sieg gegen den schon abgestiegenen FC St. Pauli würde ja genügen. Der Vorsprung auf den niederrheinischen Konkurrenten Borussia Mönchengladbach betrug zwar nur null Punkte, aber sichere zehn Tore. So viele würden die Fohlen doch niemals erzielen. Zur Pause führte der FC nur 1:0, die Borussia in dem im Düsseldorfer Rheinstadion ausgetragenen Spieles  gegen die andere Borussia aus Dortmund schon mit 6:0. Gut die Hälfte des Vorsprungs war weg. Erst langsam machte im Volksparkstadion zu Hamburg die Kunde die Runde, dass es für den FC noch knapp werden könnte, so gelang es der Borussia aus Mönchengladbach nur noch, zwei weitere Treffer aufzuholen. Das 12:0 gegen Dortmund war zu wenig, der FC gewann 5:0 und sicherte sich sein bislang letzte Meisterschaft in der Bundesliga. Irgendwie schade, dass sich Hitchcock nie vom Fußball inspirieren ließ. Dann wären nicht nur die Sprachbilder der heutigen Sportreporter treffender. Peter Müller

Lesetipps für Mittwoch:

Navigieren mit der Apple Watch: Der Vorteil der Apple Watch ist es zweifelsohne, dass das iPhone in der Jacken- oder Hosentasche bleiben kann. Insbesondere beim Navigieren in einer unbekannten Gegend kann das von Vorteil sein, der Blick auf das Handgelenk spart Zeit. Unsere Kollegen der Macworld haben zusammengestellt, wie die Apple Watch bei der Orientierung hilft.

Bezahlen mit dem iPhone: Die Elektronikhandelskette Best Buy wird ab Montag Bezahlungen via Apple Pay akzeptieren, zunächst jedoch nur in seiner App. Die Best-Buy-Filialen werden im Verlaufe des Jahres die Bezahlung mit iPhone 6 (Plus) oder Apple Watch anbieten, bestätigt das Unternehmen eine Ankündigung von Apple-CEO Tim Cook. Das Überraschende an der Meldung: Best Buy schert damit ein wenig aus einem Konsortium von Handelsketten aus, welches das alternative Bezahlsystem CurrentC unterstützt und Apple Pay bisher ablehnte. Ob Best Buy in Zukunft auf beide Methoden setzt, hat das Unternehmen noch nicht verraten.

Cook weiter optimistisch über iPad: Das iPad hat im zweiten Quartal 2014/15 über 20 Prozent an Umsatz gegenüber verloren, Apple-CEO Tim Cook bleibt optimistisch und sagt in Zukunft wieder Wachstum voraus. Hoffnung setzt das Unternehmen auf die erst allmählich anlaufende Partnerschaft mit IBM, über die Apple iPads vor allem an Firmen und Behörden verkaufen will. Auch würden die Zahlen nicht zeigen, dass es noch viele potentielle Kunden gebe, die noch kein iPad hätten, sich aber in naher Zukunft eines kaufen wollten. Apple werde daher weiter in das iPad investieren. Wann man damit wieder Wachstum sehen könne, lässt Cook offen.

Schwierige Pulsmessung: Die Apple Watch misst den Puls mit dem Licht grüner Leuchtdioden, aus dem Grad der Absorption des unmittelbar unter der Haut fließenden Blutes können die Sensoren die Herzfrequenz ermitteln. Aber die Messung scheint nicht bei jedem Apple-Watch-Träger zuverlässig zu funktionieren. Laut Apple Insider haben sich die ersten Träger von Unterarmtätowierungen gemeldet, bei denen die Tinte unter der Haut die Messung des Pulses erschwert. Dunkelhäutige Menschen könnten auch ohne Tatoos auf ähnliche Probleme stoßen, darüber sind aber noch keine Berichte aufgetaucht.

Weitere Nachrichten:

Kritische Sicherheitslücke bei WordPress

Hacker können sich bei der beliebten Blogsoftware Wordpress aufgrund einer Sicherheitslücke zum Administrator machen. Der aus Finnland stammende IT-Experte Jouko Pynnönen hat die Hintergründe der Cross-Site-Scripting-Lücke in einer Mailingliste publik gemacht. Demnach reicht ein einfacher Kommentar, um per Javascript Admin-Rechte zu erlangen.

Möglich wird dies durch eine Überschreitung der für Kommentare geltenden Größenbeschränkung von 64 Kilobyte. Fällt eine Nutzermeinung größer aus, wird sie von Wordpress abgeschnitten – der Javascript-Code landet also dennoch in der Datenbank. Dies gilt zumindest, wenn die Kommentare nicht erst nach einer Moderation freigeschaltet werden.

Die Schwachstelle finde sich auch in älteren Versionen von Wordpress. Der Hersteller reagierte verspätet mit einem offiziellen Update auf Version 4.2.1, welches die Schwachstelle ausmerzen soll. Anwender, die die automatische Update-Funktion nutzen, sollten die neue Version ohne Zutun erhalten.

Dropbox testet Dropbox Notes

Dropbox Notes heißt das neueste Produkt des bekannten Online-Speicher-Anbieters Dropbox. Es soll die Online-Zusammenarbeit in (Unternehmens)-Teams erleichtern. Dabei könnte es sich vielleicht um ein Online-Office im Stil von Google Docs/Google Texte oder Microsoft Office Online handeln. So könnte man zumindest das Textbeispiel auf der Projektseite von Dropbox Notes interpretieren. Dort bearbeiten zwei Personen gleichzeitig einen Text. Mehr verrät Dropbox derzeit aber noch nicht.

Laut der englischsprachigen Technik-Nachrichtenseite Techcrunch soll es sich bei Dropbox Notes aber eher um ein Notizen-Tool handeln, ähnlich wie Evernote . Man könne mit Dropbox Notes Dateien, Tabellen und Aufgaben teilen und kommentieren. Die Beschränkung auf ein Notiz-Tool würde durchaus Sinn machen, weil Dropbox so nicht in Konkurrenz zu Microsoft Office treten würde. Denn Dropbox arbeitet eng mit Microsoft zusammen und ist in dessen Online-Speicher OneDrive integriert.

Auf dieser Dropbox-Notes-Webseite kann man sich unter Angabe von Namen, Mailadresse und Unternehmen registrieren, um eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn eine Beta-Version zu Testzwecken verfügbar ist. Denn im Moment ist Dropbox Notes noch im Beta-Status.

Kickstarter startet am 12. Mai in Deutschland

Kickstarter ist eine provisionsbasierte Internet-Plattform zur Finanzierung von Projekten via Crowdfunding. Kickstarter hat bereits einige spannende Entwicklungen ermöglicht. Zu den bekanntesten über Kickstarter finanzierten Projekten gehören die Smartwatch Pebble und die Ouya-Konsole.

Am 12. Mai startet Kickstarter nun auch in Deutschland. Wörtlich heißt es auf der deutschsprachigen Kickstarterseite: „Wir freuen uns, Künstler, Musiker und Designer in Deutschland in der Kickstarter-Community willkommen zu heißen. Hier findest du alles, was du brauchst, damit du am 12. Mai mit deinem Projekt live gehen kannst.“ Projektgründer aus Deutschland können ab sofort Projekte erstellen, die dann am 12. Mai live gehen.

Wer auf Kickstarter nach Geldgebern sucht, kann selbst die Sprache festlegen, in der das Projekt beschrieben wird. Die Beiträge sind in Euro möglich. Und man kann ein deutsches Bankkonto zur Abrechnung verwenden.

15 Kategorien stehen für die Klassifizierung des eigenen Projektes zur Verfügung . Voraussetzung für einen Projektstarter aus Deutschland sind ein Mindestalter von 18 Jahren, ein ständiger Wohnsitz in Deutschland, eine Postanschrift, ein Bankkonto und ein Ausweis. Sowie eine Kreditkarte. Finanzierungsbeiträge sind per Visa-, Mastercard- oder American-Express-Karte sowie Lastschrift (ab 250 Euro) möglich.

Kickstarter erhebt nur dann eine Gebühr, wenn ein Projekt erfolgreich finanziert wird. Wenn dem so ist, kassiert Kickstarter 5 Prozent der gesammelten Summe. Außerdem erhebt auch der Zahlungsdienstleister eine Gebühr von drei Prozent zuzüglich 20 Cent pro Beitrag. Für Beiträge unter zehn Euro wird eine Mikrofinanzierungsgebühr von fünf Prozent plus fünf Cent pro Beitrag erhoben.

Laut Kickstarter haben bisher mehr als acht Millionen Menschen über 1,5 Milliarden US-Dollar auf Kickstarter zusammengetragen. Für 80.000 Projekte.

Google investiert 150 Millionen Euro in Journalismus

Google legt einen Fonds namens Digital News Initiative (DNI) auf, mit dem europäische Medien gefördert werden sollen. Umgerechnet 150 Millionen Euro soll der Fonds enthalten, der „investigativen Journalismus“ unterstützen soll. Das Projekt läuft zunächst einmal über drei Jahre.

Zum Start kooperiert Google mit acht Medienhäusern: Financial Times und The Guardian aus Großbritannien, Les Echos aus Frankreich, El País und La Stampa aus Spanien. Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) aus Deutschland sowie NRC Media aus den Niederlanden. Dazu kommen noch Branchenverbände wie das European Journalism Centre, das Global Editors Network und die International News Media Association, wie die FAZ erläutert.

Es können sich aber auch noch weitere Medienhäuser, reine Online-Medien und Startup-Firmen für die Förderung bewerben.

Die Zeit zitiert den Google-Manager Carlo D'Asaro Biondo folgendermaßen: "Google wird Hand in Hand mit Verlegern und Organisationen arbeiten, um zu helfen, nachhaltigere Modelle für Nachrichten zu entwickeln".

Konkret sollen laut der FAZ neue Produkte rund um Nachrichtendienste, kostenpflichtige Angebote, Datenanalysen, Apps, Videos und Werbung entwickelt werden. Zudem will Google Fortbildungsmaßnahmen zu digitalen Themen anbieten.

Gitarre stimmen mit der Apple Watch

Die Ultratuner-App bietet zwei neue Modi für die Nutzung mit der Apple Watch. Zusätzlich zu dem bereits bekannten "Stage Modus" gibt es auch einen simplen "Note Modus". Beide wurden für die Nutzung auf dem kleinen Display der Apple Watch optimiert.

Der "Stage Modus" der Ultratuner-App bietet eine besonders helle Darstellung, die auch auf der Bühne ablesbar sein soll. Zwei gelbe Balken in der Form von Flügeln stellen dar, wie gut das Instrument eingestellt ist. In der Mitte erscheint ein grüner Balken, wenn der wiedergegebene Ton dem Optimum entspricht. Beim "Note Modus" zeigt das Display der Apple Watch an, welche Note gerade gespielt wird und wie genau diese von dem Instrument getroffen wird.

Zusätzlich zu der Erweiterung der Ultratuner-App um die Apple-Watch-Funktionalität, unterstützt die iPhone-App auch die Nutzung von externen Audiointerfaces wie dem iRig HD, iRig 2 oder iRig Pro als Alternative zu dem internen des iPhones.  

Die aktuelle Version der Ultratuner-App ist ab sofort im App Store erhältlich. Der Preis der App liegt momentan bei fünf Euro. Für Bestandskunden ist das aktuelle Update der App mit Unterstützung der Apple Watch kostenlos. Neben Software und Audiointerfaces produziert IK Multimedia auch Mikrofone, Audiokabel, MIDI-Controller und weitere Produkte.

Info: IK Multimedia

Tipp: Safari-Entwicklermenü bietet interessante Zusatzoptionen

Für erfahrene Anwender ist in Safari das Menü „Entwickler“ sehr interessant, das man in den Einstellungen unter „Erweitert“ aktiviert. Dieses Profi-Menü bietet nach der Aktivierung nützliche Zusatz-Funktionen. So stehen Funktionen wie die Anzeigen des Quelltextes, das Löschen der Cache-Dateien und Einblenden der sogenannten Webinformationen zur Verfügung. Eine interessante Option ist auch das Öffnen einer Webseite in einem anderen Browser. Gibt es Kompatibilitätsprobleme mit Safari, kann man eine Webseite so bequem in Google Chrome oder Firefox öffnen.

Geheime Befehle in OS X Yosemite

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