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Morgenmagazin vom Mittwoch, 3. Dezember 2014

03.12.2014 | 06:55 Uhr |

Was heute wichtig wird: 3. Dezember 2014 +++ ”U App” für Android und iOS: Instant Messaging für soziale Interaktionen +++ Googles Santa Tracker geht online +++ Woz bekommt eigene Fernsehshow +++ Datenschützer kritisieren Kamera-Überwachung an Schulen +++ Tipp: Kontakte zwischen iPhone und Festnetztelefon synchronisieren +++ Test: Messenger Bag Gordon 18L

Was heute wichtig wird: 3. Dezember 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Advent, die staade Zeit... Von wegen. Wer sich dieser Tage mal versucht hat, in die Innenstädte zu quälen, wird vor lauter Hektik auf den überfüllten Weihnachtsmärkten sich eine wirklich ruhige Zeit zurück gewünscht haben. Etwa den August, als gefühlt die Hälfte der Mitbürger in der Sommerfrische weilte und die Stadt so herrlich leer war. Still wird es im Dezember meist um Apple, interessiert man sich lediglich für neue Produkte. Immerhin brachte der Mac-Hersteller vor einem Jahr den zuvor im Sommer angekündigten Mac Pro endlich in den Handel, 2012 war es der neue iMac, der endlich zu kaufen war. Heuer sieht man Apple dafür öfter im Gerichtssaal. Der Streit mit Samsung geht in eine entscheidende Runde, wobei diesmal eher der koreanische Konkurrent in der Berufungsverhandlung unter Druck steht. Ein uralter Vorwurf des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung kommt in einem Prozess um das Digitale Rechtemanagement in iTunes hervor, das schon seit sieben Jahren de facto abgeschafft ist ( wir berichteten ). Und nun hat Apple auch die Gelegenheit, in einer Berufungsverhandlung um das E-Book-Kartell seinen Namen rein zu waschen. So sieht es zumindest Eddy Cue, als Senior Vice President unter anderem für den iTunes Store und den iBooksstore verantwortlich. Der Vorwurf und das Urteil ist bekannt: Apple habe mit fünf Verlagen ein unerlaubtes Kartell zur Steigerung der Preise digitaler Bücher gebildet. im iBooksstore legten die Verlage die Preise für ihre Produkte fest, irgendwo sonst durften sie niedriger sein. In den USA, wo es keine Buchpreisbindung gibt, gilt das als Behinderung des freien Handels. Apple zielte mit seinen Partnern jedoch auf den Quasimonopolisten Amazon, der E-Books teils unter Einkaufspreis verscherbelte, um seine Marktposition zu stärken. So argumentierte Apple stets und so will der Mac-Hersteller auch im Berufungsprozess, der noch diese Woche beginnt, argumentieren. Wie Eddy Cue gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Fortune verrät , sei es in der Tat ein Ziel gewesen, die Preise für bestimmte Bücher zu steigern, schuldig also in diesem Sinne der Anklage. Dabei habe das Gericht jedoch übersehen, dass aufgrund der neuen Wettbewerbssituation die Preise manch anderer Bücher gefallen seien. Er würde das genau so wieder mit den Verlagen verhandeln, betont Cue, doch die Vorgänge diesmal besser protokollieren, um die wahren Intention der Konspiration, die keine war, beweisen zu können. Apple ist bis dato zu einer Geldstrafe von 450 Millionen US-Dollar verurteilt, 400 Millionen US-Dollar sollen dabei an Käufer vermeintlich überteuerter E-Books gehen. In der Berufung könnte Apple die Strafe noch auf rund 50 Millionen US-Dollar reduzieren, doch um das Geld ginge es nicht. Apple will vor allem vor Gericht seinen guten Ruf wiederherstellen. Wird auch in den USA nicht still, die staade Zeit... Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Smartphonemarkt wächst langsamer : Nach Zahlen der Marktforscher von IDC werden am Ende des Jahres 2014 weltweit 1,3 Milliarden Smartphones über die Ladentische gegangen sein. Das entspricht einem Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr, für das Jahr 2015 steht ein weiteres Wachstum um etwa 12 Prozent an. Danach werde sich das Wachstum aber weiter verringern, auf durchschnittlich unter zehn Prozent jährlich. Android-Geräte werden weiter für steigende Verkaufszahlen sorgen und das iPhone für steigende Umsätze. Windows Phone spielt keine Rolle in dem Szenario.

Immer auf die Füße fallen : Einen Sturz unbeschadet überstehen - Was bisher nur Katzen gelingt, soll laut eines Apple gewährten Patents in Zukunft auch dem iPhone gelingen. Wie Apple Insider berichtet , hat das US-Patent- und Markenamt Apple das Patent mit der Nummer 8.903.519 gewährt, das einen "Schutzmechanismus für elektronische Geräte" beschreibt. Im wesentlichen sollen Sensoren im iPhone erkennen, wenn das Telefon in den freien Fall gerät. Das System ändere dann den Schwerpunkt auf eine Art und Weise, dass der Aufprall auf eine stabile Seite geschehe und keine sensiblen Komponenten beschädigt würden.

Swift Key hilft Stephen Hawking: Wer erinnert sich noch an die Ice Bucket Challenge? Der Softwareentwickler Swift Key berichtet in seinem Blog darüber, wie seine Technolgie an ALS Erkrankten bei der Kommunikation helfen kann. Für den Physiker Stephen Hawking hat Swift Key seine Software, die aus einzelnen getippten Buchstaben erkennt, was der Anwender schreiben will, speziell angepasst. Hawking hat nur noch wenig Kontrolle über seine Backenmuskeln und kann mittels eines Sensors "tippen" - Swift Key will komplette Worte und Phrasen korrekt voraussagen und so die Geschwindigkeit der für Hawking mühseligen Kommunikation erhöhen. Dazu haben die Softwareentwickler über zwei Jahre hinweg Hawkings Schriften und nicht-öffentliche Kommunikation analysiert, um die Texterkennung speziell an ihn anzupassen. Hawkings Gedanken sind deutlich sperriger als etwa die SMS-Kommunikation des durchschnittlichen Nutzers.

Eine indische Katastrophe: Wir Macianer erinnern uns an das Jahr 1984 meist voller Freude, mit einem Sonderheft hatte die Macwelt-Redaktion im Januar 1984 30 Jahren Macintosh gefeiert. An eines der dunkelsten Ereignisse der Industriegeschichte erinnern jedoch heute die Kollegen von Spiegel Online mit einer Multimediadokumentation : Am 3. Dezember 1984 entwichen in einer Chemiefabrik im zentralindischen Bhopal aus einem Tank etwa 40 Tonnen des hochgiftigen Gases Methylisocyanat. Menschliches Versagen, marode Technik oder einfach nur der Zynismus der Billigproduktion, was genau zu diesem Unglück geführt hat, ließ sich nie mit letzter Gewissheit klären. Bis zu 30.000 Menschen starben in der Giftwolke, hunderttausende wurden teils schwer verletzt vor allen an Augen und Schleimhäuten.

Weitere Nachrichten

”U App” für Android und iOS: Instant Messaging für soziale Interaktionen

Mit Funktionen, die nicht in anderen Instant Messaging-Apps zu finden seien, will die App ”U Messenger” eine komplett neue Auslegung des Instant Messaging ermöglichen: So sind laut Hersteller Cyberlink damit Fotochats möglich, die ein Teilen von Kommentaren direkt auf Fotos mit unbeschränkter Zeitdauer erlauben. Ferner lassen sich gemeinsame Gruppenalben erstellen, auf die nur bestimmte Personen Zugriff haben und Fotos in diese einfügen oder löschen können. Mit der Funktion Audio-Fotos lassen sich Fotos mit Audionachrichten durch das Hinzufügen von Sprachaufnahmen erstellen, um Geschichten zu erzählen oder Hintergrundinformationen zu Bildern zu hinterlassen. Fotojournale gestatten das Hinzufügen von persönlichen Notizen in Fotoalben, um sämtliche Details zu besonderen Fotomomenten festzuhalten. Daneben will U Messenger auch auf die Privatsphäre der Nutzer achten. So lassen sich Nachrichten widerrufen, Texte entfernen, Fotos und Sticker von Geräten anderer sogar noch nach dem Lesen entfernen, verspricht der Entwickler. Ferner kann man demnach durch das Entfernen von Nachrichten, Fotos und Personen aus der Freundesliste den kompletten Verlauf mit Freunden löschen. Selbst eine Funktion zur Selbstzerstörung ähnlich wie in Snapchat ist integriert. Dazu dient ein Zeitzähler, mit dem sich ein Zeitraum zwischen sieben Sekunden bis sieben Tage zum Löschen von Nachrichten, Fotos und Sticker festlegen lässt. ”Verzögertes Versenden” lässt den Versand von Nachrichten, Fotos und Stickern zu einem bestimmten Zeitpunkt und Datum zu.

In den kommenden Monaten soll U in das Cyberlink Multimedia-Gesamtsystem integriert werden, das laut Entwickler die umfassendste Sammlung an digitalen Medienlösungen für Konsumenten bietet. Über das Selfie Tagebuch archiviert U Messenger zudem automatisch sämtliche Fotos, die mit der App YouCam Perfect aufgenommen worden sind, wodurch der Nutzer einen unbegrenzten Speicherplatz für seine Fotos erhalten soll. U Messenger gibt es kostenlos im App Store OS 7.0.

Googles Santa Tracker geht online

Google hat in dieser Woche die neue Version des Santa Trackers gestartet. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo Nutzer dem Weihnachtsmann nur an Heiligabend folgen konnten, wartet Google nun täglich mit neuen Inhalten auf. Der Santa Tracker soll an ein Weihnachtsdorf erinnern, wo per Klick auf unterschiedliche Icons Spiele, Videos oder Wissenswertes rund um Weihnachten aufgerufen werden kann. So gilt es beispielsweise, den Weihnachtsmann auf seinem Schlitten durch einen Hindernisparcours zu manövrieren.

Der diesjährige Santa Tracker verfolgt zudem Lernaspekte. Google will junge Leser zum Beispiel über Weihnachtstraditionen auf der ganzen Welt informieren, ihnen das Wort „Weihnachtsmann“ in unterschiedlichen Sprachen beibringen oder ihnen Javascript-Programmierung anhand eines einfachen Projekts näherbringen.

Die Funktionen aus dem vergangenen Jahr kehren ebenfalls zurück. So können Weihnachtsgrüße an Freunde und bekannte verschickt oder Santas Reise am Weihnachtsabend über Chromecast live am TV mitverfolgt werden. Neben der Website steht auch eine App-Version des Santa Trackers zum Download bereit.

Woz bekommt eigene Fernsehshow

Steve Wozniak, der die ersten Apple-Computer noch selbst von Hand gebaut, aber den Vertrieb und das Marketing seinem Freund Steve Jobs überlassen hatte, ist bekannt dafür, sich viele neue technische Spielereien zu kaufen und dann seine Meinung dazu auch öffentlich kundzutun. Nun scheint sich eine Produktionsfirma dazu entschlossen zu haben, aus diesem Charakterzug von Steve Wozniak eine Reality-TV-Show zu machen. Der Titel der Show lautet »The Woz«, nach dem Spitznamen von Steve Wozniak.

The Woz wird die Show aber nicht alleine leiten, sondern dabei von Kari Byron unterstützt, die durch die beliebte Fernsehserie Mythbusters bekannt geworden ist. Byron hat auf Twitter ein Foto veröffentlicht, dass sie und Steve Wozniak zeigt. »Den ganzen Tag mit Woz herumlaufen ist lustig. So ein Süßer«, so Byron . Laut Gizmodo wird Steve Wozniak in der Show »futuristische Gadgets« ausprobieren und »dem Publikum Anlagen vorstellen, bei denen Science Fiction schnell Realität wird«. Genauere Informationen zu der Show gibt es außer diesen Angaben noch nicht. Bislang ist auch nicht bekannt, welcher Fernsehsender die Show zeigen wird. Allerdings hatte Steve »The Woz« vor einigen Tagen einen Termin in Los Angeles beim Fernsehsender Discovery Channel. Daher wird vermutet, dass die Show wohl diesem Sender angeboten wird.

Für Technik-Freunde wäre eine solche Show mit Steve Wozniak vermutlich sehr interessant, da The Woz dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch als Apple-Gründer hatte er das Unternehmen, in dem er seit Jahrzehnten nicht mehr tätig ist, immer wieder offen kritisiert - oder auch gelobt. Auch mit Konkurrenzprodukten wie Android-Smartphones oder sogar solchen mit Windows Phone war Wozniak zu sehen und hatte diverse Vorteile im Vergleich zu iPhones gelobt.

Datenschützer kritisieren Kamera-Überwachung an Schulen

Laut eines Berichts des Bayerischen Rundfunks missachten anscheinend viele bayerische Schulen die geltenden Vorschriften zur Video-Überwachung. Thomas Petri, der oberste bayerische Datenschützer, drohte deshalb den betroffenen Schulen mit Konsequenzen.

Bei näherer Betrachtung handelt es sich bei den Verstößen aber in erster Linie um fehlende Hinweisschilder, die die Gefilmten darüber informieren, dass das Gelände mit Kameras überwacht werde. Das soll bei mehr als der Hälfte der befragten 20 Schulen der Fall sein. Zudem konnten laut BR die meisten Schulleiter keine konkreten Vorfällen nennen, die Grund zur Video-Überwachung geben würden. Beispielsweise Gewaltattacken oder Vandalismus. Wobei hier allerdings der Aspekt der Vorbeugung nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Petri wolle die ermittelten Verstöße an die zuständige Aufsichtsbehörde weiterleiten, damit diese tätig werde. Weil heimliche Aufnahmen verboten seien.

Ein Sprecher des Kultusministeriums habe laut BR als Reaktion bereits angekündigt, dass man den Vorwürfen nachgehen wolle. Allerdings betonte der Sprecher, dass es für jede Schule ein mit der Polizei abgestimmtes Sicherheitskonzept geben müsse. Schließlich habe Eltern und Schulleitung durchaus ein berechtigtes Interesse daran, dass die Sicherheit in und vor den Schulen gewährleistet ist. In diesen Richtung gegen auch etliche Kommentare im Forum des BR unter der Meldung. Nicht jeder teilt die Befürchtungen Petris, zumal gerade an Schulen Überwachungsmaßnahmen durchaus Sinn machen.

Tipp: Kontakte zwischen iPhone und Festnetztelefon synchronisieren

Noch ein Tipp für alle Benutzer eines Gigaset-Telefons der Serien C610(A) IP, C430(A) IP oder A510(A) IP sowie der Tischtelefone DX600 und DX800A. Lange Zeit war es sehr mühsam, die Adressdaten des iPhone mit dem Festnetztelefon zu synchronisieren. Gigaset stellt zwar mittlerweile ein Programm für Mac und Windows bereit, das lässt aber weiterhin zu wünschen übrig. Das Unternehmen kann auch Apps, Gigaset ist ja auch im Bereich Smart Home aktiv. Mit der kostenlosen App Contacts Push bringen Sie die Adressen vom iPhone kinderleicht auf die unterstützten Telefone des Herstellers. Die App findet das Telefon sowie eventuell verbundene schnurlose Geräte per WLAN-Verbindung und erlaubt es, die Kontakte einfach zu übertragen und eventuell vorhandene auf dem Festnetztelefon zu ersetzen. Die Daten am iPhone des Benutzers sind dank iCloud und Co meist aktuell, die Übertragung ergibt Sinn.

Die App findet im WLAN das Telefon und mobile Einheiten. So gelangen aktuelle Daten auf das Gigaset.
Vergrößern Die App findet im WLAN das Telefon und mobile Einheiten. So gelangen aktuelle Daten auf das Gigaset.

Test: Messenger Bag Gordon 18L

Durch die Herkunft als gebrauchter Feuerwehrschlauch ist jede Tasche ein Unikat und so auch im Shop mit individueller Nummer versehen. Die Quaderform ist praktisch zum Beladen, ob kleine Flaschen, Bücher oder Ordner, durch den ungehinderten Zugang ist alles schnell verstaut. Ein Notebook passt bis zur 15 Zoll Größe in das leicht gepolsterte extra Fach. Zum Innenraum hin ist es durch Neopren geschützt und es ist leider auch das einzige abgetrennte Fach im Inneren. Ein weiteres größeres Fach befindet sich außen. Hier finden Stifte genauso ihrem Platz wie Kabel und anderer Kleinkram. Die Einteilung ist zweckmäßig und hat nur einen Mangel, was die nutzbare Stifthöhe betrifft. Mit einem klassischen Faserschreiber geht nämlich der Reißverschluss fast nicht mehr zu. Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln, Robustheit und Verarbeitung sind ohne Tadel und klasse. Zwei nette Detaillösungen hat sich Feuerwear einfallen lassen: Wem die Klettverschlüsse zu laut sind, bekommt Pads zur Abdeckung mitgeliefert und der Gurt lässt sich leicht herumdrehen. Der Gurt ist nämlich abnehmbar, so dass man die Seiten vertauschen kann. Das ist bezüglich der Längenverstellung, dem Polster und dem zusätzlichen Gurt, um die Tasche auf den Rücken zu schnallen, besonders praktisch. Denn nicht jeder möchte die Tasche auf der rechten Seite tragen und kann diese so für die linke Seite anpassen.

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