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Morgenmagazin vom Mittwoch, 5. Februar 2020

05.02.2020 | 06:53 Uhr | Peter Müller

iPhone 11 soll zu stark strahlen +++ "Sherlocking"-Opfer Blix sucht Verbündete gegen Apple +++ 40 Jahre Quanten-Hall-Effekt +++ Zu unsicher? Catalina streicht Passwort-Option „Einprägsam“ +++ Amazon-Chef: Über 16.000 Dollar für Strafzettel wegen Falschparkens +++ Github speichert Software-Code in ewigen Eis auf Spitzbergen (Update) +++ Grünen-Politiker: Beim Tempolimit Ausnahmen für Elektro-Autos

5. Februar: In Sprüngen

Macwelt wünscht Guten Morgen! "Widerstand ist zwecklos" begrüßen im Star-Trek-Universum die Borg eine jede Spezies, die sie in ihr Kollektiv zu assimilieren gedenken. Natürlich geht das erste Aufeinandertreffen der Borg mit der Menschheit gut für die als Opfer auserkorenen Erdlinge aus, Widerstand ist eben doch nicht zwecklos.

Vor allem nicht in der Physik, der Widerstand ist der Quotient aus Spannung und Stromstärke und gewissermaßen ein Maß dafür, wie schwer es Ladungsträger haben, ein Medium zu durchdringen. Widerstand wird daher in Volt pro Ampère gemessen oder eben in Ohm, das als Volt pro Ampère definiert ist. Die Einheit für die Stromstärke lässt sich auf eine Naturkonstante zurückführen, auf die Elementarladung. Dividiert durch die  Zeit – eine Sekunde wiederum ist definiert als das Vielfache (etwas über 9 Milliarden) der Periodendauer eines bestimmten Übergangs des Nukleids 133 Cs – ergibt das eben die Stromstärke: Die Ladung, die pro Zeiteinheit fließt. Und die Spannung, wie lässt sich die auf eine oder mehrere Naturkonstanten zurückführen?

Das ist eine spannende Frage, die sich heute vor 40 Jahren im Max-Planck-Hochfeldmagnetlabor in Grenoble beantwortete. Denn nicht die Spannung ist die Basis, sondern der Widerstand. Von wegen zwecklos.

An jenem Tag entdeckte der Physiker Klaus von Klitzing, dass  auch der Hall-Effekt quantisiert ist. Keine große Überraschung, aber erst mit Hilfe starker Magnetfelder nachweisbar. Den klassischen Effekt hatte Edwin Hall bereits im 19. Jahrhundert entdeckt:  In einem stationären Magnetfeld  montierten stromdurchflossenen Leiter tritt eine Spannung senkrecht zur Stromflussrichtung und dem Magnetfeld auf, was im Wesentlichen daran liegt, dass sich der Strom von dem Magnetfeld ablenken lässt und die Ladungen sich im Leiter so verteilen, dass eine Spannung senkrecht zu der entsteht, die den Stromfluss initiierte: Die Hall-Spannung.

In Halbleitern tritt dieser Effekt an Grenzflächen auf, in sehr starken Magnetfeldern und nur bei sehr niedrigen Temperaturen, die man mittels flüssigem Helium erreicht. Die Überraschung, die keine große ist: Der Hall-Widerstand ändert sich nicht kontinuierlich mit dem stärkerem Magnetfeld, sondern in Quantensprüngen. Die wesentliche Entdeckung dabei: Das Quantum des Hall-Widerstands lässt sich auf zwei Naturkonstanten zurückführen, das Planck'sche Wirkungsquantum (h) und die Elementarladung (e), völlig materialunabhängig. Somit ist eine Definition für die physikalische Größe Widerstand gefunden, die lediglich auf Naturkonstanten zurückgreift. Schon fünf Jahre nach der Entdeckung vom 5. Februar 1980 bekam Klaus von Klitzing den Physiknobelpreis verliehen.

Lesetipps für den Mittwoch:

For Your Eyes Only : Klingt schlimmer, als es ist, ist aber immer noch schlimm genug: Im vergangenen November hat Google versehentlich in seinem Diensten gesicherte Videos an Dritte geschickt. Das Problem betraf vom 21. bis 25. November 2019 auch nur die wenigen Personen, die Google Takeout nutzten, mit dem man Inhalte aus seinem Google Account kopieren kann, um sie etwa zu archivieren oder für andere Dienste zu nutzen. Durch einen Programmierfehler gerieten aber mit Google Takeout kopierte Videos in die Mediatheken von zufälligen Dritten, Fotos waren nicht betroffen. Das Problem ist mittlerweile behoben.

Strahlend : Penumbra Brands will sieht in von RF Exposure Labs ermittelten Ergebnissen ein erhöhtes Strahlungsrisiko vom iPhone 11 ausgehen. In 5 mm Abstand zu einem Dummy, der menschliches Gewebe simulieren solle, habe die Absorbtion von elektromagnetischer Energie 3,8 w/kg betragen, mehr als doppelt so hoch wie der von der US-Fernmeldebehörde FCC festgelegte Grenzwert von 1,6 W/kg. Die Behörde ist in ihren eigenen Messungen jeweils zu den Ergebnissen gelangt, dass die von Smartphones ausgehende Strahlung unbedenklich sei, da unter dem Grenzwert. Penumbra Brands behauptet nun, die Behörde hätte die Geräte von den Herstellern bekommen, was korrekt sein dürfte, da vor dem Verkauf eine behördliche Freigabe erfolgen muss. Für das nachgestellte FCC-Verfahren habe man aber iPhones aus dem Handel eingesetzt und eben ganz andere Werte gemessen, die über der Grenze lagen. Penumbra Brands verfolgt jedoch eigene Geschäftsinteressen als Hersteller von Smartphonehüllen, die Strahlung abschirmen sollen

Mac-Gaming : Nach Jahren im Beta-Stadium hat es Nvidias Service G-Force Now nun in die Öffentlichkeit geschafft. Der Spiele-Streaming-Dienst ermöglicht es nun auch Macianer, aktuelle und grafisch aufwendige Spiele auf ihren Rechnern zu zocken, selbst wenn diese schon ein wenig älter sind. Das würde zwar keinen ausgewiesenen Gaming-PC ersetzen, käme dem aber recht nah, meint Spiele-Experte Leif Johnson. Besser werde es auch nicht werden, die Zukunft des Mac-Gamings ist das Streaming, trotz Apple Arcade. G-Force Now funktioniert ähnlich wie Googles Stadia, nur viel besser, meint Johnson. So müsse man ewa Spiele, die man schon auf einem PC habe, nicht noch einmal kaufen und arbeitet mit diversen Stores wie Steam, Blizzard's Battle.net und dem Epic Game Store zusammen.  Über die Kompatibilität der Speiel muss man sich keine Sorgen machen, die Grafikberechnung erfolgt auf Nvidias Servern - Nvidia-Grafikkarten gibt es für den Mac ja keine. Einzige Vorassuetzung ist eine Internetverbindung mit mindestens 15 Mbps Durchsatz. G-Force Now gibt es nur für den Mac, Nvidia hat keine Pläne, den Dienst auch auf iOS, iPadOS oder tvOS zu bringen, hier könnten von Apple errichtete technische Barrieren den Ausschlag geben. G-Force Now ist relativ günstig, eine Stunde am Tag ist sogar kostenlos, für sechs Stunden täglichen Zugang auf die Server des Unternehmens zahlt man 5 US-Dollar im Monat - so viel wie für Apple Arcade und nur die Hälfte des Preises von Googles Stadia.

Neuanfang: Am kommenden Montag sollen alles für Apple produzierenden Fabriken in China wieder ihre Arbneit aufnehmen, lediglich nicht in Wuhan. Wie Bloomberg berichtet, betrifft das nicht nur die Anlagen von Foxconn, auch bei Quanta, Inventec und LG Dispaly geht es nach der wegen des Coronavirus unfreiwilig verlängerten Neujahrspause wieder an die Arbeit.

Verbündete : Eine der Funktionen von "Sign in with Apple" ist die Verschleierung der E-Mail-Adresse. Für die Kommunikation mit einem Anbieter bekommt dieser eine Einmaladresse, die Apple an die tatsächliche ID weiterleitet, so dass der Webshop oder Serviceprovider keine Rückschlüsse ziehen kann, bei welchen Diensten der Kunde sonst noch angemeldet ist. Diese Funktion ist nun aber Gegenstand eines Prozesses gegen Apple, den der Softwareentwickler Blix angestrengt hat, der seine Idee für Produkte wie BlueMail und Followapp gestohlen sieht: Denn mit "Share Email" in BlueMail ist genau das gegeben, was Apple so intensiv für seinen Dienst herausstellt. Blix-Gründer Ben Volach mahlen die Mühlen der Justiz zu langsam, nun sucht er nach Verbündeten, denen es ähnlich geht - und sollte dabei in der Entwicklergemeinde fündig werden können. Denn Apple hat in der Vergangenheit schon öfter erfolgreiche Konzepte von Softwareanbietern aufgegriffen und in seine Systeme und Programme eingebaut. Jüngst etwa die Funktion Sidecar für iPadOS und macOS Catalina, mit der man ein iPad als Zweitmonitor für den Mac nutzen kann. Oder schon viel früher, etwa mit Sherlock und iWeb, das beides den Hersteller Karelia Software betraf und seine Lösungen überflüssig machte. Das Vorgehen hat daher einen eigenen Namen bekommen: Sherlocking. Das steht zwar noch nicht im Duden, aber immerhin schon im Urbandictionary. So such nun Blix nach Verbündeten, man halte sich alle Optionen offen, bis zu einer Sammelklage. Apple spiele unfair, da es nicht nur ein konkurrierender Softwareanbieter sei, sondern über die App Stores auch den Zugang zu seinem System kontrolliere.

Weitere Nachrichten:

Zu unsicher? Catalina streicht Passwort-Option „Einprägsam“

Erstellt man über Safari bzw. Apples iCloud-Schlüsselbund ein Passwort, erhält man ein Kennwort wie „yLuBpSJQbN0D“ oder „m"U.9yJB?SnJ“. Das sind sehr sichere Passwörter, dank iCloud-Sync stehen sie nach der Erstellung automatisch am Mac und iPhone zur Verfügung. Wenn man die Passwörter aber plötzlich doch mit einer Bildschirmtastatur eingeben oder am Telefon diktieren muss („Nein kleines b und dann großes N“), wird die Zufalls-Ziffernfolge schnell zum Ärgernis.

Das ging schon vielen so, Apple bot deshalb bis einschließlich Mojave einen interessanten Kompromiss zwischen Sicherheit und Merkbarkeit: Eine Option, die das Hilfsprogramm „Passwortassistent“ bereitstellte. Das Hilfsprogramm erstellt für Nutzer Passwörter und kann aus Programmen wie Schlüsselbundverwaltung und Festplattendienstprogramm aufgerufen werden – man klickt dazu bei der Passworteingabe auf ein kleines Schlüssel-Symbol neben der Eingabe.

Bei der Wahl der Passwort-Art fand sich hier neben „Ziffern“, „Zufällig“ und weiteren Optionen die Passwort-Art „Einprägsam“. Mit dieser Option erhielt man statt dem unmöglich merkbaren „m"U.9yJB?SnJ“ ein Passwort wie „Cognacs39%Fetten“ oder „BD7.hauteng“. Unter Catalina fehlt diese Option aber komplett, eine Erklärung liefert Apple dafür nicht. Manche vermuten , die Option wäre vielleicht eine alte 32-Bit-Anwendung gewesen, wir vermuten aber, dass Apple diese Funktion einfach zu unsicher war.

Wie ein kurzer Test mit dem Passwort-Tester des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales (und anderen Diensten) zeigt, sind diese per Wörterbuch erstellten Passwörter nämlich äußerst unsicher. Der Passwort-Assistent von Apple stuft zwar nach seiner eigenen Einschätzung das aus sechzehn Ziffern bestehende „Cognacs39%Fetten“ als sehr sicher ein, das Test-Tool bemängelt jedoch, dass allein 13-Zeichen des Passworts in Wörterbüchern zu finden sind und bewertet es als „schwach“  – mit mäßigen 74 Punkten. Nutzen doch auch Passwort-Knacker Wörterbücher, um Codes zu knacken. Der Aufwand für das Brechen wird als eine Rechenzeit von weniger als einem Monat angegeben, nach Meinung des Ministeriums ist das zu wenig - eine Meinung, die auch von anderen Quellen geteilt wird. Zum Vergleich: „m"U.9yJB?SnJ“ ist zwar nur 12 Zeichen lang, bekommt aber gute 110 Punkte und laut Schätzung sollte es Jahrhundert oder 1.268e+24 Versuche dauern, bis jemand es geknackt hätte.

Unsere Meinung: Man darf nicht das Alter und den damaligen Zweck mancher Tools vergessen: Soll ein Passwort die Urlaubs-Fotos auf dem USB-Stick oder das Familien-iPad schützen, reicht weiterhin ein simples Allerwelt-Passwort aus. Vergibt aber ein Nutzer heute per iPhone oder Safari ein Passwort, handelt es sich in den meisten Fällen um einen gefährdeten Online-Account. Ein einprägsames Passwort wäre hier riskant, weshalb Apple die Funktion wohl entfernt hat. Angriffe auf Online-Konten haben in den letzten Jahren zugenommen, auch Social-Media-Account sind für Spammer sehr wertvoll. Hacker nutzen immer leistungsfähigere Rechner zur Verfügung und können durch Datenlecks auf große Datenbanken mit Nutzerdaten zugreifen. Vor allem bei wichtigen Dienste oder Konten empfehlen wir deshalb, nur noch wirklich sichere Passwörter zu verwenden. Die einprägsamen Passwörter waren sehr praktisch, aber genau diese einfache Merkbarkeit macht sie auch unsicher.

Amazon-Chef: Über 16.000 Dollar für Strafzettel wegen Falschparkens

Amazon-Chef Jeff Bezos zahlte bisher 16.840 US-Dollar (umgerechnet rund 15.248 Euro) nur für Strafzettel wegen Falschparkens. Das berichtet die Nachrichtenseite The Verge unter Berufung auf den TV-Sender wusa9, der sich wiederum auf das zuständige District of Columbia Department of Public Works beruft. Bezos parkte aber nicht etwa selbst so oft im Halteverbot.

Denn der reichste Mann der Welt ließ jahrelang seine Villa in der US-Hauptstadt Washington im Stadtteil Kalorama renovieren. Bezos hatte das Anwesen für 23 Millionen Dollar gekauft, es handelt sich dabei um ein ehemaliges Textil-Museum. Das Anwesen umfasst laut Gizmodo elf Schlafzimmer, einen Weinkeller und einen Whiskey-Verkostungsraum sowie ein kleines Privatkino.

Damit die Villa seinen Ansprüchen genügt, gab Bezos laut The Verge weitere 12 Millionen Dollar für den Umbau aus. Doch den mit den Baumaßnahmen beauftragten Handwerkern standen vor der Villa nicht genügend legale Parkflächen zur Verfügung. Also mussten diese falsch parken und kassierten dafür fortlaufend Strafzettel. Die offensichtlich Bezos bezahlte.

Die Gesamtsumme von 16.840 US-Dollar verteilt sich auf 564 Tickets. Ein Strafzettel kostet also knapp 30 Dollar. Die 564 Strafzettel fielen zwischen Oktober 2016, als Bezos sein neues Luxusanwesen kaufte, und Oktober 2019, also die Arbeiten ausliefen, rund um das Anwesen an. Die Strafzettel wurden für Parken unter “no parking”-Schildern, für unberechtigtes Parken auf Anwohnerparkplätzen, für das Blockieren von Zebrastreifen und für das Behindern von Fußgängerwegen ausgestellt. Wenn man den untersuchten Raum noch etwas erweitert, kommt man sogar auf 18.000 Dollar für Strafzettel wegen Falschparkens rund um Bezos' Villla.

Zu allen 564 erfassten Strafzetteln verriet die Behörde natürlich nicht explizit den Namen des Betroffenen. Aber der Zusammenhang zwischen den Strafzetteln und Bezos sei offensichtlich, zudem habe ein Generalunternehmer verraten, dass er eigens einen Shuttle-Service von und zu einer entfernteren Parkfläche für seine Mitarbeiter eingerichtet hatte, um den „Park-Albtraum“ zu vermeiden, wie eine anonyme Quelle verriet. Trotzdem kann sich unter den 564 Strafzetteln durchaus der eine oder andere befinden, den Bezos nicht bezahlen musste.

Die Arbeiten scheinen mittlerweile großenteils erledigt zu sein, Bezos habe bereits eine Party mit zahlreichen Prominenten wie Bill Gates und Ivanka Trump in seinem frisch renovierten Haus gefeiert. Dass Ivanka Trump, die Tochter von Donald Trump, samt Ehemann Jared Kushner, an der Feier im Haus des Amazon-Chefs teilnahm, überrascht etwas. Denn Donald Trump und Jeff Bezos sind bekanntlich beste Feinde.

Github speichert Software-Code in ewigen Eis auf Spitzbergen

Am 2. Februar 2020 war der Stichtag für die Sicherung der Open Source Software für das Github Arctic Code Vault Projekt. An diesem Tag hat Github alle aktiven öffentlichen Github-Repositories mit einem Snapshot gesichert, damit diese im Archiv - dem Arctic Code Vault - in einer 250 Meter tief im Permafrost liegenden stillgelegten Kohlemine auf Spitzbergen für die nächsten Jahrhunderte gespeichert werden.

Github, ein bekannter Online-Speicher/Filehoster für Software-Projekte, will den Quell-Code von Open-Source-Programmen langfristig konservieren. Github arbeitet zusammen mit verschiedenen Partnern an diesem Github Archive Program. Damit soll Open-Source-Software für kommende Generationen und spätere Historiker bewahrt werden.

Für diesen Zweck hat Github im norwegischen Spitzbergen (Svalbard) Speicherraum in einer stillgelegten Kohlemine, der so genannten Grube 3, angemietet. Die ehemalige Kohlemine liegt im Dauerfrostgebiet und vergleichsweise nahe am Nordpol.

Github will am 2. Februar 2020 mit der Langzeitarchivierung des Quellcodes der auf Github verwalteten Open-Source-Software (also der gesamte Code, der in einem Active Public Repository liegt) starten. Github lässt hierzu den Code auf mit "Silber-Halogeniden beschichteten Polyester-Filmen" speichern, wie Spiegel Online schreibt. Der derart gesicherte Code, der übrigens auch die Betriebssysteme Linux und Android umfasst, soll auf diesen Filmen mindestens 1000 Jahre überdauern können. Die Filme werden in einem mit Stahl ummantelten Container deponiert. Der Container steht wiederum in einer versiegelten Kammer 250 Meter unter der Erdoberfläche.

Github ist nicht der erste Kunde, der den norwegischen Langzeitspeicher tief im Permafrostboden nutzt. In "Grube 3" liegen schon Dokumente aus dem Vatikan, italienische Kinofilme und das Rezept für die Sauce einer Burgerkette, wie Bloomberg schreibt. Bloomberg veröffentlicht auch einige Fotos, die die Kohlemine samt Container zeigen.

Im Juni 2018 hatte Microsoft Github übernommen.
 

Grünen-Politiker: Beim Tempolimit Ausnahmen für Elektro-Autos

Bündnis90/Die Grünen sind für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Doch für Elektro-Autos könnten sich die Grünen Ausnahmen vorstellen. Das berichtet die Augsburger Allgemeine.

Der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek stellt in dem Interview mit der AA zunächst noch einmal klar, dass die Grünen für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Deutschlands Autobahnen sind. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und klimaschädlichen Kraftstoff zu sparen. Doch Janecek kann sich eine Ausnahme vorstellen: „Warum aber in Zukunft nicht darüber nachdenken, zum Beispiel zu Nachtzeiten mit wenig Verkehr Ausnahmen zu gewähren für klimafreundliche Fortbewegungsmittel wie E-Autos, die mit erneuerbarem Überschussstrom fahren?“

Der Grünen-Politiker kann sich vorstellen, dass Elektro-Autos, die zu ihren Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien als Antriebsquelle beziehen, in Verbindung mit Digitalisierung und autonomem Fahren zusammen mit einem leistungsfähigen Bahnangebot die klimaschädlichen Inlandsflüge vollkommen überflüssig machen könnten. Die Idee, Elektro-Autos von einem durchgehenden Tempolimit auszunehmen, ist allerdings nicht neu. Janecek hat das bereits 2018 vorgeschlagen.

Einige Grünen-Politiker reagieren irritiert auf den Vorschlag ihres Parteikollegen, wie Spiegel Online berichtet: "Egal ob Verbrenner, Stromer oder Wasserstoffauto - eine Höchstgeschwindigkeit sollte aus Sicherheitsgründen für alle gelten".

Die CSU setzt derweil auf ihre Kampagne "Tempolimit? Nein Danke!". Unterstützer können sich hier online eintragen. Die CSU um Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer lehnt nach wie vor ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen ab. Scheuer hatte sich im Zuge seiner Abwehrhaltung allerdings mit einem missglückten Tweet blamiert. Der ADAC dagegen ist erst kürzlich von seiner kompromisslosen Ablehnung etwas abgewichen. Die Deutsche Umwelthilfe wiederum hat eine eigene Online-Petition gestartet: Tempolimit jetzt!

Befürworter eines Tempolimits führen als Argumente eine Senkung der Zahl der Unfalltoten und eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und damit weniger CO 2 -Emissionen ins Feld. Außerhalb von Deutschland gibt es auf praktisch alle Autobahnen Geschwindigkeitsbegrenzungen.

 

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