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Morgenmagazin vom Mittwoch, 5.März 2014

05.03.2014 | 07:35 Uhr |

+++ Das heißeste Gerücht: iOS 7.1 noch diese Woche? +++ Warum Carplay so großartig ist +++ Suchergebnisse aus der App "Wohin" direkt ans Navi senden +++ Mymuesli-Store spricht zum iPhone +++ Film-App für Begriffsstutzige gratis +++ Schrott PC abgeben, 100 Euro Rabatt auf neues Macbook kassieren +++

Das heißeste Gerücht: iOS 7.1 noch diese Woche?

John Gruber von Daring Fireball hat wieder mal mit einer kleinen Notiz für großes Internet-Gemunkel gesorgt. Wörtlich schreibt Gruber: "Apples erstes iTunes-Festival in den USA beginnt in einer Woche... Apple wird die Vorstellungen auf iOS-Geräte streamen, und zwar mit einer App. Aber mir hat ein kleiner Vogel gezwitschert, dass diese App iOS 7.1 voraussetzt (was erklärt, warum die App noch nicht draußen ist). Das bedeutet, dass iOS 7.1 ab jetzt täglich kommen könnte." Mal sehen, ob Gruber wieder mal recht hat, wir bleiben dran.

Warum Carplay so großartig ist

In einem sehr schönen Kommentar macht Kollege Dan Moren von der Macworld deutlich, was das eigentlich großartige an Carplay ist. Das sind nämlich weder irgendwelche Funktionen oder Erweiterungen, sondern schlicht und einfach die Tatsache, dass die Software in Autos künftig auch von denen stammt, die wissen wie man gute Software macht: in diesem Fall von Apple. Schon bei einem zwei Jahre alten Fahrzeug sind Navigations- oder Multimediasystem veraltet - Autoentwicklung läuft in deutlich anderen Zyklen als Softwareentwicklung. Bislang haben Autobesitzer kaum eine Chance, das zu aktualisieren: kein Lightning-Stecker, kein Touchscreen. Mit einem System wie Carplay besteht die Chance auf ein wirklich an die vorhandenen Eingabegeräte angepasstes und vor allem unkompliziert aktualisierbares Bordsystem - weil unabhängig von Hardware. Bislang ist Tesla der einzige KFZ-Entwickler, der Updates übers Internet bei seinen Bordsystemen ermöglicht. Carplay ist aktuell mehr ein Konzept als ein Produkt und wird sicherlich noch an vielen Stellen Entwicklungsbedarf haben – aber who cares – es ist Software, und jeder iPhone-Besitzer weiß, wie unkompliziert ein Apple-Update sein kann.

Suchergebnisse aus der App "Wohin" direkt ans Navi senden

Trotzdem sorgen natürlich nach wie vor Ankündigungen zum Genfer Autosalon für Aufmerksamkeit. Dass App-Entwickler auch direkt die Kooperation mit Auto-Herstellern suchen können, zeigt die aktuelle Kooperation zwischen Mercedes Benz und Futuretap. Mit dem Udpate auf Version 7.6 können Besitzer der App "Wohin" gewohnt komfortabel nach Supermärkten, Apotheken oder Restaurants suchen und – so sie einen Mercedes mit der Ausstattung "Comand Online" fahren – die Ergebnisse dann gleich an das Mercedes-Benz-Cockpit schicken. Der Treffer erscheint dann direkt im Navigationssystem, Eingabe entfällt.

Zum Update haben wir Ortwin Genz, CEO und Kopf von Futuretap fünf Fragen gestellt, die er uns netterweise gleich beantwortet hat:

1. Warum ausgerechnet Mercedes Benz und bekommen Mercedes-Kunden die App umsonst?

Wir schließen keinen Hersteller aus und machen das nicht exklusiv. Zum Beispiel gibt es eine vergleichbare Funktion bereits für Audi-Kunden . Mercedes-Benz ist aber relativ weit im Bereich der online-Anbindung von Navi-Systemen. Die entsprechenden Head-Units werden bereits seit einigen Jahren verbaut und die installierte Basis ist entsprechend groß. Außerdem passt unsere Zielgruppe als Paid-App ganz gut mit dem Premium-Hersteller Mercedes-Benz zusammen. Umsonst ist die App für Mercedes-Kunden nicht, denn wir bekommen kein Geld von Mercedes.

2. Wie lang hat die Entwicklung der Anbindung ans Benz-Cockpit gedauert und was war der schwierigste Part dabei für Futuretap?

Wir sind mit Mercedes bereits seit über einem Jahr im Gespräch. Denn die Prozesse bei Automobil-Herstellern dauern mitunter recht lang. Technisch war die Entwicklung relativ unkompliziert und innerhalb von wenigen Wochen erledigt.

3. Was raten Sie iPhone-Besitzern ohne Mercedes?

Natürlich sind Auto-Navis bei fehlendem GPS-Empfang im Tunnel noch im Vorteil durch die Verarbeitung der Fahrzeugdaten. Mit einem iPhone-Windschutzscheiben-Halter und Ladekabel, einem Autoradio mit Bluetooth-Eingang für die Sprachanweisungen und der passenden App kommt man aber schon relativ weit. Zudem sind wir sind mit weiteren Auto-Herstellern im Gespräch!

4. Was ist in Ihren Augen immer noch das coolste Feature in "Wohin"

Schwer zu sagen. Wenn ich die App fremden Leute zeige, sind sie immer noch schwer beeindruckt von unserem Augmented Reality-Feature. (Dieses Feature ist nur per In-App-Kauf verfügbar. Anmerkung der Redaktion)

5. Müssen Sie jetzt Mercedes fahren?

Als Familienvater brauche ich viel Platz im Auto. Der gerade neu vorgestellte Viano sieht schon sehr spannend aus - und kann auch mit dem COMAND Online System bestellt werden. Wenn die Geschäfte gut laufen, kann ich mir das als nächstes Auto durchaus vorstellen!

Mymuesli-Store spricht zum iPhone

Wie der Branchendienst Onetoone berichtet, setzt auch Barcoo auf Apples iBeacons-Technologie . Das bekannteste Produkt der Firma ist die Barcoo-App , ein Barcode-Scanner und QR-Code-Leser für iPhone und iPad. Ein erstes Pilotprojekt startet das Unternehmen mit der Münchner Niederlassung von Mymuesli:

"Mit iBeacon können lokale Händler über kurze Distanzen Angebote an Passanten senden und so neue Kunden gewinnen, so Barcoo....Bei Barcoo Beacons erhalten User der Barcoo-Anwender-Software mit iPhone eine Push-Nachricht, wenn sie mit geöffneter App unmittelbar am Geschäft eines beteiligten Händlers vorbeigehen. Außerdem sei eine Geolocation- und Pushfreigabe Vorrausetzung. Laut Unternehmen ist die Lösung von Barcoo auch für externe Apps kompatibel, so dass Einzelhändler den Service auch mit ihren eigenen Apps nutzen können. Für Android-Nutzer soll der Service zudem demnächst ebenfalls verfügbar sein.
„Die Technologie und der Markt für iBeacons stehen noch ganz am Anfang. Wir wollen mit Barcoo Beacons kleinen und großen Einzelhändlern von vornherein einen einfachen Zugang dazu anbieten. Mit unserer großen Reichweite können wir für jede Filiale schon jetzt den Kontakt zu einer nennenswerten Anzahl von Konsumenten im Monat garantieren“, sagt Benjamin Thym, Gründer und Geschäftsführer von Barcoo. Laut Unternehmen ist die Verbraucher-App bereits auf jedem dritten Smartphone installiert.

Zu den ersten Partnern von Barcoo Beacon gehört der Mymuesli-Laden in München am Viktualienmarkt. „Wir wollen bei iBeacon von Anfang an dabei sein, um neue Kunden auf uns aufmerksam zu machen und bestehende Kunden über Neuigkeiten und Angebote zu informieren“, sagt Stephan Schwarz, Head of Stores bei Mymuesli. Weitere Läden sollen folgen. Der Service könne außerdem für die Kundenbindung eingesetzt werden, so Barcoo. Passanten würde beispielsweise bei wiederholten Besuch des Stationärladens mit einem kleinen Geschenk belohnt. Dies überrasche den Konsumenten positiv, ohne dass er selbst aktiv werden müsse." Quelle Onetoone

Film-App "für Begriffsstutzige" gratis

Aktuell ist die Film-App Horizon kostenlos im iTunes Store zu haben. Christiane Stagge hat beim Test der damals noch mit einem Preis von 89 Cent kostenpflichtigen App allerdings nur wenig Positives festgehalten:

Jeder, der sein Smartphone beim Drehen von Videos hochkant hält, outet sich als totaler Anfänger. Spätestens seit dem Youtube-Clip, in dem die beiden Puppen Mario und Fafa das Vertical-Video-Syndrome erklären, wird wohl kaum noch jemand in diese Falle tappen. Wer es sich trotzdem nicht merken kann, das iPhone beim Filmen quer zu halten, dem sei die App Horizon empfohlen. Diese wandelt vertikale Videos in horizontale Filme um. Es ist also völlig unerheblich wie herum man das iPhone hält – Videos erscheinen immer im gewohnten 4:3- oder 16:9-Format, egal, ob sie mit der Front- oder Rückkamera gedreht wurden. Die Filme lassen sich auch mit Geotags versehen und – ideal für die Zielgruppe dieser App – auf Facebook und Twitter teilen. Die Aufnahmequalität ist gut und reicht von VGA, HD und Full-HD. Zoomen kann man mit der App leider nicht.

Fazit: Film-App für Begriffsstutzige, Note 4.0 ausreichend - da ändert auch der Preissturz nichts.

Schrott PC abgeben, 100 Euro Rabatt auf neues Macbook kassieren

Unter dem schönen Motto "Alt gegen Neu" verspricht der Händler Cancom "Neues Macbook Pro kaufen und 100 Euro (brutto) Entsorgungsprämie für den Schrott-PC sichern". Da es weiter heißt, Alter und Funktionsfähigkeit des PC spielten keine Rolle, kann sich das Angebot durchaus lohnen – auch wenn von brutto 100 Euro netto nur 84,03 Euro übrig bleiben. Wer also einen alten PC zuhause verstauben lässt, weil er einfach zu faul ist, das Teil zu entsorgen, sollte zugreifen – immerhin ist das Versenden des alten PC portofrei. Das Angebot gilt nämlich nur noch bis zum 7.3.2014 und für alle Macbook Pro, einschließlich der Retina-Versionen in 13 und 15 Zoll. Auch wenn Cancom verspricht, die Abwicklung einfach zu halten (neuen Rechner kaufen, alten Rechner an Cancom schicken, Gutschrift erhalten) muss man sich zuvor telefonisch oder per Mail (vertrieb@cancom.de) an Cancom wenden und sich ein persönliches Angebot erstellen lassen.

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