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Morgenmagazin vom Mittwoch, 7. Januar 2015

07.01.2015 | 06:36 Uhr |

Was heute wichtig wird: 7. Januar 2015 +++ Toshiba: Transfer-Jet-Adapter kommt für iOS +++ Mountie bringt Macbook und iPad oder iPhone zusammen +++ Sony stellt Fitness-Headset B-Trainer vor +++ Samsung setzt bei Smart-TVs künftig auf Tizen +++ VLC Media Player als iOS-App bald wieder im App Store +++ Facebook verschiebt neue AGB auf Ende Januar +++ 13 GB statt 16 GB: iPhone-6-Käufer verklagen Apple

Was heute wichtig wird: 7. Januar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Und dazu natürlich ein gesundes, frohes und erfolgreiches Neues Jahr! Und unseren serbischen, griechischen, ukrainischen und russischen und koptischen Lesern Frohe Weihnachten!

Packen wir also den Alltag wieder an, hoffentlich frisch gestärkt von erholsamen Ferien. Auch wenn diese in der Rückschau irgendwie auf "Weihnachtsbaum schmücken - Geschenke einpacken - Geschenke auspacken - Weihnachtsbaum abschmücken" und reichlich Kalorien reduzieren mögen. Unsere lange Pause ist aber auch einer gewaltigen Verschiebung des Kalenders der Apple-Welt zu verdanken, zuletzt hatten wir vor sechs Jahren das Vergnügen, das neue Jahr gleich mit einer Macworld Expo zu beginnen. Dunkle Wolken hingen aber über der Veranstaltung, Steve Jobs hatte kurz zuvor bekannt gegeben, er müsse eine gesundheitsbedingte Auszeit nehmen - wie wir heute wissen, einer letztlich vergeblichen Lebertransplantation wegen. Da Apple zudem durchblicken ließ, am 6. Januar 2009, wie heuer einem Dienstag, die Macworld Expo in San Francisco ein letztes Mal zu eröffnen. "We don't belive in trade Shows" - diesmal endgültig. Phil Schiller hatte als Jobs-Vertreter die undankbare Aufgabe, wenig Spannendes dem Publikum präsentieren zu dürfen. Das Macbook Pro 17 Zoll im Unibody-Design war zu erwarten gewesen, Apple hatte im Oktober 2008 bereits Modelle mit 13-Zoll- und 15-Zoll-Bildschirm vorgestellt. Lange sollte sich das Riesennotebook nicht im Angebot halten, "Ultrabooks" und Tablets setzten wenig später den Trend zu kleineren Bildschirmen. Auch waren iWork 09 und iLife 09 die letzten Programmpakete ihrer Art, die meisten Bestandteile entwickelt Apple zwar nach wie vor weiter, verkauft sie aber nicht mehr im Paket - legt sie allenfalls komplett neuer Hardware bei. So war bei der Macworld Expo 2009 die irgendwie interessanteste Neuerung, dass Apple in Garageband eine Musikschule einbaute - die an sich feine Idee hat sich mittlerweile aber auch schon erledigt.

Neuheiten von Apple stehen aber jede Menge an, nur wird der Mac-Hersteller sie nicht mehr konzentriert an einem von der Macworld Expo gesetzten Termin im Januar zeigen, sondern nach und nach. Den Anfang dürfte wohl die Apple Watch machen, noch im ersten Quartal sollte sie zumindest in den USA zu haben sein, kurz darauf auch in Europa. Ein iPad mit 12-Zoll-Display und damit womöglich ein Gegentrend zu größeren Bildschirmen könnte alsbald folgen. Und wer sich den Kauf eines 21,5-Zoll-iMacs überlegt, dessen Geduld könnte womöglich eine Retina-Version des Desktop-Rechners belohnen, vielleicht sogar noch in der ersten Jahreshälfte. Was die Redaktion der Macwelt aber konkret für das Jahr 2015 voraussieht, lesen Sie in den nächsten Tagen auf www.macwelt.de oder kompakt in der Ausgabe 2/15, die seit dem 6. Januar am Kiosk liegt und die Sie auch in Kürze im Heftarchiv von Macwelt Premium finden.

Weitere Lesetipps für heute Morgen:

Carplay bald im Golf : Die Macworld Expo ist wie gesagt Geschichte, die Cebit hat ihren Status als Leitmesse für Consumer Electronics an Bedeutung verloren - die CES in Las Vegas hingegen können Hersteller immer weniger ignorieren. So hat Volkswagen etwa den Branchentreff für die Ankündigung genutzt, Apples Carplay im Lauf des Jahres 2015 in seine Fahrzeuge zu bringen. Auch Nutzer der Konkurrenzplattform Android werden noch heuer ihre Smartphones in Golf. Passat und Co. integrieren können.

iOS bliebt in Unternehmen vorne: Laut einer von Piper Jaffray in Auftrag gegebenen Studie setzen 98 Prozent der US-Unternehmen Mobilgeräte mit iOS ein, Apple steht damit weit vor der Konkurrenz von Google (79 Prozent), Microsoft (58 Prozent) und Blackberry (24 Prozent). Die gleiche Studie zeigt jedoch auch, dass die Unternehmen im neuen Jahr weniger Tablets anschaffen werden.

Apple arbeitet angeblich an Macbook Air mit 12 Zoll:   Das Macbook Air steht vor einer Komplettrenovierung und soll laut 9to5Mac noch kleiner werden. Dabei ist von einem USB-Port des Typs C die Rede, der den bisherigen USB-Port und den Magsafe-Connector für den Strom ersetzen soll - der neue Standard ließe sich auch zum Laden des Akku nutzen. Die Rahmen um den Monitor werden schmaler und die Tastatur geht wie beim 12-Zoll-Powerbook aus dem Jahr 2003 wieder bis an den Rand. Ein 12-Zoll-Macbook Air könnte daher insgesamt kleiner werden als das derzeitige Modell mit 10,5-Zoll-Bildschirm.

Rückgaberecht: Apple hat in der EU den iTunes Store, App Store und iBooksstore derart angepasst, dass Kunden innerhlab von 14 Tagen Käufe zurückgeben und sich den Kaufpreiserstatten lassen können. Die geht nun mit EU-REcht konform. Ausgenommen vom Umtausch sind eingelöste iTunes-Gutscheine.

Weitere Nachrichten:

Toshiba: Transfer-Jet-Adapter kommt für iOS

Transfer Jet ist eine von Sony entwickelte drahtlose Nahbereichskommunikationstechnik (close-proximity wireless transfer technology), mit der sich zwischen zwei sich berührenden oder ganz nah nebeneinander liegenden Geräten über eine Distanz von maximal drei Zentimetern über Koppelantennen Daten mit sehr hoher Geschwindigkeit in beiden Richtungen übertragen lassen. Brutto wird die Daten-Übertragungsrate dabei mit bis maximal 560 Mbit pro Sekunde angegeben. Praktisch entspricht die Übertragungsgeschwindigkeit etwa einer schnellen WLAN-Verbindung.

Um diese Verbindungen für den Nutzer zu ermöglichen, hat Toshiba spezielle USB- und Micro-USB-Adapter entwickelt, die ein entsprechendes Netz aufbauen und schnelle Datenübertragungen gestatten. Nun lässt sich die Transfer Jet-Technologie des japanischen Herstellers auch für iOS-Geräte einsetzen. Dafür benötigen diese (iPhone, iPad oder iPod) einen Lightning-Anschluss und die entsprechende iOS-App aus dem App Store. Danach sollen sich auch große Dateien wie Filme oder Bilder einfach per Geste auf das verbundene Gerät übertragen lassen. Die reale Übertragungsgeschwindigkeit liegt dabei bei bis zu 375 MBit pro Sekunde. Der Toshiba Transfer Jet-Adapter für iOS-Geräte ab iOS 7 mit der Bezeichnung TJM35420LT soll umgerechnet maximal 35 Euro kosten. Die Größe des Adapters wird 2,4 x 2,4 Zentimeter betragen. Er soll im ersten Quartal 2015 zunächst in Japan, später auch in den USA und Europa erhältlich sein.

Zwar bietet auch Apple eine drahtlose Übertragungsmöglichkeit via Airdrop, diese ist aber auf mobile Geräte ab iOS 8 begrenzt und auch deutlich langsamer als Transfer Jet – dafür funktioniert Airdrop auch auf wesentlich größere Distanzen.

Mountie bringt Macbook und iPad oder iPhone zusammen

Die Idee ist pfiffig: Anstatt sein iPhone oder iPad während der Arbeit mit dem Macbook irgendwo herumliegen zu lassen, kann man das iOS-Gerät mittels Mountie mit einer Art Clip-Vorrichtung am Displayrand des Apple-Laptops befestigen und so beispielsweise parallel und in bequemer Sichthöhe eine Sportübertragung, Bilder, ein Video, Musik oder einen anderen Text übertragen respektive anzeigen lassen. Die Befestigung soll einfach funktionieren und felsenfest halten. Kompatibel sind laut Hersteller alle iPhone 4 oder später, alle iPad Air und iPad Mini auf der einen, sowie jedes Macbook oder alle iMacs, die nach 2012 produziert wurden. Genaueres dazu erfährt man auf der Hersteller-Site von Ten One Design.

Prinzipiell soll es möglich sein, statt Apple-Geräten auch solche anderer Hersteller wie beispielsweise Android-Smartphones oder Tablets und entsprechend Laptops mit Windows oder Chrombooks zu verwenden, die über die passenden Maße verfügen.

Mit einer App wie Duet Display lassen sich iPhone oder iPad damit auch zweiter Bildschirm für den Mac verwenden, wenn diese über ein 30-Pin- oder ein Lightning-Kabel verbunden sind. Ob dies in der Realität wirklich so gut funktioniert, bleibt auszuprobieren – die Anwender-Kommentare zu der 14 Euro teuren Anwendung im App Store sind bisweilen recht kritisch.

Die Mountie-Vorrichtungen soll es ab Februar in Grün oder Blau geben, sie sind bereits jetzt zum Preis von 25 US-Dollar vorbestellbar, bei internationalem Versand werden dafür freilich knapp 50 US-Dollar fällig.

Sony stellt Fitness-Headset B-Trainer vor

Sony nutzt die diesjährige CES in Las Vegas, um mit dem B-Trainer ein neues Fitness-Wearable vorzustellen. Dabei handelt es sich jedoch nicht wie bei der Konkurrenz um ein Armband, sondern um einen Headset-Prototypen. Die beiden kleinen Plastik-Gehäuse sind über einen Bügel über entlang des Hinterkopfes verbunden.

Das Gadget spielt die passende Musik zur Jogging-Runde und hält mit einem GPS-, einem Herzschlag- und einem Beschleunigungssensor unterschiedliche Fitness-Werte fest. Über einen kleinen Sensor hinter dem rechten Ohr ermittelt der B-Trainer die Herzfrequenz und erfasst nebenbei die verbrannten Kalorien und die zurückgelegte Strecke.

Der B-Trainer lässt sich mit dem Smartphone verknüpfen, wo eine genauere Auswertung der Fitness-Daten erfolgt. Dank des internen Speichers ist die Verbindung zum Handy jedoch nicht zwingend notwendig. Per Kopfhörer soll der B-Trainer über Audio-Befehle seinen Träger zudem beim Training motivieren. Das Gadget soll voraussichtlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Zum Preis sind allerdings noch keine Details bekannt.

Samsung setzt bei Smart-TVs künftig auf Tizen

Schon 2014 hat Samsung einen Fernseher im Prototypenstadium gezeigt, auf dem das Betriebssystem Tizen zum Einsatz kam. Künftig will der südkoreanische Hersteller bei allen Smart-TVs auf Tizen OS setzen.

Der Umstieg soll die Vernetzungsmöglichkeiten deutlich verbessern. TV-Geräte mit Tizen würden demnach automatisch nach in der Nähe befindlichen Samsung-Mobilgeräten Ausschau halten und sich mit diesen verbinden. Dadurch ließen sich Inhalte einfacher transferieren. Als Beispiel nennt Samsung das Streaming des TV-Programms auf das Smartphone, auch wenn der Fernseher gar nicht eingeschaltet sei.

Tizen hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Eigentlich sollte das Betriebssystem als Konkurrenz zu Googles Android und Apples iOS herhalten. Doch auch zwei Jahre nach dem Start gibt es noch immer keine Smartphones mit dem Betriebssystem im Handel. Lediglich auf Smartwatches von Samsung kommt Tizen zum Einsatz. Die Nutzung in TV-Geräten soll die Verbreitung nun beflügeln.

VLC Media Player als iOS-App bald wieder im App Store

Der VLC Media Player soll bald wieder im App Store von Apple zum Download angeboten werden. Das haben die Entwickler im Forum des VLC-Players von VideoLAN mitgeteilt. Dass die App nicht schon früher verfügbar ist, soll nur daran liegen, dass Apples Entwicklerplattform iTunes Connect Weihnachtsurlaub gemacht hat und deshalb keine neu eingereichten Apps geprüft und zugelassen werden konnten. Der Weihnachtsurlaub ging aber am 29. Dezember zu Ende, somit könnte die VLC-Player-App bald wieder im App Store erscheinen. Vielleicht sogar schon in der Woche ab dem 5. Januar, wie ebenfalls im VideoLan-Forum vermutet wird.

Die VLC-Player-App war mit dem Release von iOS 8 aus dem App Store verschwunden. Wer VLC aber bereits vorher installiert hatte, konnte und kann die App auch weiterhin nutzen.

Facebook verschiebt neue AGB auf Ende Januar

Facebook hat seine Nutzungsbedingungen bezüglich Datenrichtlinien, Cookies und Werbung geändert. Diese AGB sollten eigentlich schon zum 1. Januar in Kraft treten, wurden nun jedoch auf den 30. Januar verschoben. Dies teilten die Betreiber des sozialen Netzwerks mit.

Nutzer haben jedoch keine Wahl: Entweder akzeptieren sie die neuen Bedingungen, alternativ bleibt nur die Schließung des Kontos. Wer sich Anfang Februar bei Facebook einloggt, hat damit automatisch die neuen AGB angenommen.

Wichtigste Neuerung ist die Anzeige von Werbung, die von Facebook aufgrund des Surfverhaltens ausgesucht wurde. Hierfür werden genutzte Apps und andere Webseiten mit einbezogen. Bislang sammelte Facebook zur Auslieferung der Werbung lediglich Informationen, die im Netzwerk selbst vom Nutzer beigesteuert wurden – etwa „Gefällt mir“-Angaben oder abonnierte Seiten. Künftig darf Facebook auch außerhalb nach den Vorlieben des Anwenders Ausschau halten.

13 GB statt 16 GB: iPhone-6-Käufer verklagen Apple

iOS und vorinstallierte Apps belegen ein Fünftel des Speicherplatzes auf einem iPhone 6 16 GB. Zwei in Florida lebende Männer fühlen sich von Apple getäuscht und haben deshalb am 29. Dezember gegen das Unternehmen eine Klage eingereicht. Vor einem kalifornischen Gericht fordern sie außerdem die Zulassung einer Sammelklage, damit sich auch andere Kläger der Klage anschließen können.

In der Klageschrift weisen die Anwälte der Kläger darauf hin, dass „vernünftige Konsumenten“ nicht eine so große Diskrepanz zwischen der beworbenen und tatsächlich verfügbaren Speicherkapazität erwarten würden. Durch das Betriebssystem und die vorinstallierten Apps werde ein „außerordentlicher Prozentsatz“ der nur limitiert zur Verfügung stehenden Speicherkapazität belegt.

So rechnen die Kläger vor, dass bei einem iPhone 6 16 GB den Käufern nur 13 GB für ihre eigenen Daten zur Verfügung stehe. Beim iPhone 6 Plus 16 GB und iPad Air 16 GB seien es gar nur knapp 12,7 GB. Der Anteil des für die Nutzer damit nicht zur Verfügung stehenden Speicherplatzes läge damit bei zwischen 19 und 21 Prozent.

In der Klage wird Apple auch vorgeworfen, dass Apple durch die hohe Diskrepanz zwischen verfügbarer und tatsächlicher Speicherkapazität versuche, die Käufer zum Abschluss eines iCloud-Premium-Abos zu drängen. Dazu erscheine in für die Anwender „verzweifelnden Momenten“ ein entsprechender Kaufhinweis. „Etwa wenn der Konsument versucht, Aufnahmen von seinem Kind oder Enkel bei einer Veranstaltung, einem Basketballspiel oder einer Hochzeit zu machen“, wie die Anwälte in der Klageschrift schreiben.

Die Klageschrift enthält aber auch einen Fehler. Denn in dieser wird Apple vorgeworfen, auf seinen Geräten die Nutzung anderer Cloud-Dienste nicht zu gestatten. Das ist allerdings falsch. Neben iCloud Premium können auch populäre andere Cloud-Speicher-Dienste genutzt werden. Wie etwa Dropbox, Microsoft OneDrive oder Google Drive.

Abzuwarten bleibt, was aus der Klage wird. Apple selbst erläutert auf dieser Seite , wie es die Speicherkapazität bei seinen iOS-Geräten berechnet. Allerdings findet sich hier kein Hinweis darauf, wie viel Speicherkapazität den Anwendern für ihre Daten tatsächlich zur Verfügung steht. Andere Hersteller, wie etwa Microsoft bei Surface, weisen dagegen ausdrücklich auf den für die Nutzer zur Verfügung stehenden Speicherplatz hin. Das dürfte auch einen guten Grund haben: Im November 2012 hatte ein Mann gegen Microsoft wegen des bei Surface zur Verfügung stehenden Speicherplatzes geklagt. Der Mann hatte geklagt, weil bei dem 64-GB-Modell nur 37 GB Speicherplatz für eigene Daten zur Verfügung standen. Das Gericht schlug damals eine Schlichtung vor.

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