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Morgenmagazin vom Mittwoh, 11. Dezember 2019

11.12.2019 | 06:52 Uhr |

Mac Pro: Ab 6.499 Euro, bis über 62.000 Euro +++ iOS 13.3 und iPadOS 13.3 veröffentlicht +++ Apple verklagt ehemaligen Chip-Entwickler +++ Google Maps für iOS bekommt Inkognito-Modus +++ Microsoft schließt Wunderlist am 6. Mai 2020 +++ Amazon zeigt Top-Spiele der Champions-League am Dienstag +++ Amazon.de-Bestellfristen für eine pünktliche Lieferung zum Weihnachtsfest 2019

11. Dezember: Hohe Berge

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Uns Bayern, speziell den Bewohnern Münchens, wird nachgesagt, ein störrisches Bergvolk zu sein, das den ganzen Tag jodelt statt zu Sprechen. Stimmt nicht. Also, das mit den Bergen. Die sind zwar in Bayern nachweislich höher als in anderen Bundesländern, aber eben alles andere als allgegenwärtig. Die Landeshauptstadt etwa liegt auf dezenten 530 Metern über Normalnull, inmitten einer Kiesebene, von Gletschern geschaffen, die sich nach der Eiszeit wieder in raue Berge zurück zogen. In denen sie nun vor sich hinschmelzen und in ein paar Jahrzehnten verschwunden sein werden.

Die Berge sehen wir Münchener an sich nur bei Föhn, dem gefürchteten trockenen Fallwind aus den Alpen. Dieser klart zwar die Luft auf, vernebelt aber die Köpfe, so dass der Münchener von dem Bergblick so rein gar nichts hat. Meint er. Denn ein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen Föhn und Bluthochdruck - also Kopfweh - ist nicht erwiesen, so wie "Wetterfühligkeit" ein Thema des Boulevards ist und der Alternativmedizin, aber nicht von seriösen Publikationen wie der unseren.

So ignorieren wir die Kopfschmerzen – war's vielleicht doch eher schlechter Glühwein als warmer Wind? – und kümmern uns ernsthaft um den 11. Dezember den von der UNO als Tag der Berge ausgerufen ist. Im letzten Jahr stand er unter dem Motto "Mountains matter", heuer heißt es etwas detaillierter "Mountains matter for youth".

Der Hintergrund des Gedenktages und des Mottos von 2019 ist natürlich ein ernster: Berge sind Lebensraum für 15 Prozent der Menschen und ein vom Klimawandel nicht weniger betroffener als die Küstenregionen. Sind Bergwelten ohnehin schon karge Regionen mit schwierigen Bedingungen für die Landwirtschaft, verstärkt das der Temperaturanstieg. Permafrostböden tauen auf und bröseln, Gletscher als Trunkwasserreservoirs ziehen sich noch weiter zurück. Unregelmäßige Niederschläge lassen ganze Landstriche verdorren, wenn sie zu oft ausbleiben oder erodieren, wenn sie zu heftig ausfallen. Gerade jüngere Menschen suchen ihr Glück in weiter überfüllenden Städten, weswegen die Kulturlandschaften in den Bergen darunter leiden.

All das ist aus der sicheren Entfernung aus gut 100 Kilometern nicht zu erkennen, wenn der Föhn weht und im Süden Münchens eine imposante Kulisse zeichnet. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Konfiguration : Der Mac Pro ist da! Zumindest lässt er sich seit gestern Abend bestellen. Der Rechner für Profis ist keiner von der Stange, so etwas wie eine Grundkonfiguration gibt es nicht, einen jeden Rechner stellt man sich nach individuellen Bedürfnissen zusammen. Der Tower kostet in Deutschland mindestens 6.499 Euro lässt sich aber maximal mit Komponenten ausrüsten, die in Summe auf über 62.000 Euro kosten. Bis zu 28 Kernen soll der Mac Pro bieten, das wird aber ein teures Vergnügen: Gegenüber dem Einstiegsprozessor mit acht Kernen kostet der 2,5-GHz-Xeon-W, der in mit seinen 28 Kernen im Turbo-Boost-Modus bis zu 4,4 GHz schnell sein kann, 8.400 Euro Aufpreis. Zwölf 128-GB-RAM-Modiel kosten 16.800 Euro zusätzlich, die KOnfiguration mit zwei Vega-II-Karten fast 13.000 Euro extra. Die 1.680 Euro für eine 4-TB-SSD statt den lächerlichen 256 GB in der kleinsten Fassung wirken da beinahe wie ein Schnäppchen. Wer heute bestellt, kann seinen Mac Pro unter Umständen noch vor Weihnachten in Betrieb nehmen. Auch interessant: Apple hat eine Version für den Serverschrank angekündigt, die ab 7.199 Euro kosten wird. Alle weitere Details zum Mac Pro hat Roman Loyola zusammengefasst.

Schräger Vergleich: Schade, dass man den Mac Pro außerhalb der USA nicht mit der Apple Card kaufen kann, die Maximalkonfiguration gibt immerhin einen Cash-Back von 3700 US-Dollar. Das wären immerhin neu Sets von Rollen, die man statt der Standfüße an den Tower anbringen kann. Mit rollenden Objekten vergleicht Michael Simon auch den Vollausbau des Mac Pro, mit Pro Display XDR samt Standfuß: Ein Corvette-Cabrio des Jahrgangs 2020 kostet mit 67.500 US-Dollar noch ein kleines Stück mehr.

Update: Mit iOS 13,2 und iPadOS 13.2 hatte Apple die letzten neuen Features herausgebracht, die das Unternehmen schon im Juni auf der WWDC gezeigt hatte. Bevor es über Weihnachten in eine Phase des Code-Freezes geht, legt Cupertino noch ein weiteres Wartungsupdate vor: iOS 13.3 respektive iPadOS 13.3. Die Änderungen sind marginal, wichtig sind vor allem die Bugfixes im letzten Update des Jahres. So habe man ein Problem beseitigt, bei dem iOS 13.2 Apps nur schwer vom RAM trennt und man sie öfter neu starten muss, um Arbeitsspeicher frei zu bekommen. Memojis und Animojis lassen sich nun von der Tastatur entfernen, für Telefonate und Facetime-Gespärhce kann man in der Bildschirmzeit nun LImits festlegen, die sich je nach Person unterscheiden. In Apple News bekommen einige Zeitungen und Zeitschriften ein neues Layout, im Icon der Apple-Watch-App ist die digitale Krone nun grau. Sfari uterstützt nun FIDO2-Schlüssel über USB und Lightning.

Unterwegs : Der Clou an Apples 2FA ist ja, dass ein jedes mit der gleichen AppleID verbundenes Gerät als zweiter Faktor dienen kann. Das kann auf Reisen aber kritisch werden, wenn man nur eines oder zwei seiner Apple-Geräte dabei hat. Unter Umständen hat man dann noch - um die außerhalb der EU anfallenden Roaming-Gebühren zu sparen - noch seine SIM gegen eine lokale ausgetauscht, schon ist die Gefahr groß, sich auszusperren. Unser Macworld-Kollege Glenn Fleishman hat eine Idee: Weitere vertrauenswürdige Telefonnummern hinterlegen. Das bietet sich ohnehin an, aber auf Reisen helfen die unter Umständen wenig, wenn sie etwa der Familie zugeordnet sind. Die ist entweder nicht dabei oder hat ihre SIM-Karten ebenfalls ausgetauscht. Es gibt aber Möglichkeiten, bei Google VOice oder Skype kostenlose Telefonnummern zu beantragen, diese müssen ja nur in der Lage sein, SMS zu empfangen.

Kehrseite : Die Apple Card erlebt in den USA ihre erste Weihnachtssaison, und während Kunden den "eas of use" schätzen, oder die guten Kreditbedingungen oder die großzügigen Belohnen, müssen Händler die Premium-Karte eher fürchten, erklärt Bloomberg. Denn die von Goldman Sachs herausgegebene Karte gilt als eine "Elite"-Karte und solche können höhere Transaktionen verlangen. Lebensmittelhändler etwa müssten befürchten, die Hälfte ihres Gewinnes zu verlieren, wenn der Kunde die Apple Card zückt, virtuell auf dem iPhone oder als ihre Inkarnation als Platinkarte. Nutzer von Elite-Karten würden auch mehr damit einkaufe, so rechtfertigen die Anbieter, zu denen nicht nur Apple gehört, die höheren Gebühren. Dies sei auch aus den durchschnittlichen Ausgaben pro Kauf abzulesen. Händlern ist es aber nicht möglich, einzelne Karten eines Netzwerkes abzulehnen und dabei etwa allenfalls Mittelklassekarten mit ihren akzeptablen Gebühren zuzulassen.

Klage : Der Chip-Designer Gerard Williams III hatte Apple Anfang des Jahres verlassen, um sein eigenes Unternehmen zu gründen. Nuvia, so der Name, will Chips für Rechenzentren konzipieren. Bis im November das Unternehmen bekannt wurde, hatte es bereits 53 Millionen US-Dollar an Geldern von Investoren einsammeln können – und dazu acht weitere ehemalige Apple-Angestellte. Genau das scheint Apple nun zu stören und hat Williams wegen Vertragsbruch verklagt. Der Vorwurf: Schon während seiner Zeit bei Apple habe er Nuvia konzipiert und damit begonnen, Mitstreiter abzuwerben. "Dieser Fall ist ein Worst-Case-Szenario für ein innovatives Unternehmen wie Apple. Ein vertrauenswürdiger leitender Direktor mit jahrelanger Erfahrung und jahrelangem Zugang zu den wertvollsten Informationen von Apple gründet heimlich ein konkurrierendes Unternehmen, das genau die Technologie nutzt, an der der Direktor gearbeitet hat, und die gleichen Teams, mit denen er gearbeitet hat, während er noch bei Apple beschäftigt war", begründet Apple seine Klage, die eine Verfügung gegen Nuvia fordert und Schadensersatz. Nuvia hingegen schießt zurück und wirft Apple vor, seine Mitarbeiter zu überwachen: "Apple, ein früher Begünstigter der kreativen Kräfte, die das Silicon Valley bildeten und weiterhin antreiben, hat diese Klage in einem verzweifelten Versuch eingereicht, die rechtmäßige Anstellung neuer Mitarbeiter durch einen ehemaligen zu unterbinden. Um jeden derzeitigen Apple-Mitarbeiter, der es wagen könnte, Apple zu verlassen, weiter einzuschüchtern, zeigt die Beschwerde von Apple, dass es die Telefonate und Textnachrichten seiner Mitarbeiter überwacht und überprüft".

Weitere Nachrichten:

Google Maps für iOS bekommt Inkognito-Modus

Während Android-Nutzer schon auf einen Inkognito-Modus in Google Maps zurückgreifen können, beginnt Google nun nach eigenen Angaben  mit dem Ausrollen unter iOS . Der Inkognito-Modus von Google Maps arbeitet ähnlich wie der in Googles Browser Chrome: Nach der Aktivierung lassen sich Orte suchen und ansteuern, ohne dass Google die hiermit verbundenen Informationen im eigenen Google-Konto speichert. Der Inkognito-Modus in Google Maps lässt sich über das Profilbild aktivieren. Danach werden Eingaben für den Zeitraum der Aktivierung nicht mit dem Google-Konto verbunden.

Schon 2018 startete Google in der YouTube-App unter Android einen ähnlichen Inkognito-Modus. Derartige Funktionen sind für immer mehr Nutzer wichtig geworden, wenn sie ungestört in Apps oder auf Webseiten stöbern möchten. Der Anbieter erhält diese Informationen zwar auch weiterhin, verzichtet bei aktiviertem Inkognito-Modus aber auf eine Speicherung im eigenen Konto. Im kommenden Monat will Google Android-Nutzern eine weitere praktische Funktion für Google Maps spendieren: Auf einem Tablet oder Smartphone mit Android sollen sich dann Einträge in der Timeline oder den Orten von Google Maps gesammelt löschen lassen. Voraussichtlich können Nutzer die gewünschten Einträge mit einem Häkchen versehen und anschließend gesammelt löschen. 

Google Maps-Kompendium: 46 Tipps & Tricks zum Kartendienst  

Microsoft schließt Wunderlist am 6. Mai 2020

Nachdem Microsoft bereits vor zwei Jahren die Schließung der App Wunderlist angekündigt hatte, gibt der Redmonder Konzern in dieser Woche konkrete Details zu diesen Plänen bekannt. In einem Blogbeitrag bestätigt Microsoft, dass Wunderlist am 6. Mai 2020 geschlossen wird. Der Support für Wunderlist soll auch nach diesem Termin noch aufrecht erhalten werden. Updates und neue Funktionen wird es laut Microsoft jedoch nicht mehr geben.

Wunderlist-Nutzer sollen stattdessen zur neuen App Microsoft To Do wechseln. Das ist auch der Grund, warum Wunderlist nach dem 6. Mai 2020 noch nicht komplett abgeschaltet wird – damit Nutzer ihre To-Do-Listen und Dokumente zu Microsoft To Do exportieren können. Ab heute ist das Anlegen von neuen Accounts bei Wunderlist nicht mehr möglich. Ab 6. Mai 2020 funktioniert dann die Sychronisationsfunktion der App nicht mehr. Wie lange Wunderlist nach dem Stichtag im nächsten Jahr noch aktiv sein wird, ist nicht bekannt.

Microsoft hatte Wunderlist 2015 übernommen. Nach dem Release der hauseigenen App Microsoft To Do konzentrierte sich der Redmonder Konzern jedoch verstärkt auf die neue Anwendung. Bereits im April 2017 hatte Microsoft die Schließung von Wunderlist in Aussicht gestellt.

Amazon zeigt Top-Spiele der Champions-League am Dienstag

Amazon schnappt sich einen Teil der Champions League, wie die Tagesschau berichtet. Ab der Saison 2021/22 soll Amazon im Rahmen von Amazon Prime Video die Top-Spiele Fußball-Champions-League am Dienstag live zeigen. Die Übertragungsrechte gelten für drei Spielzeiten.

"Wir freuen uns auf die UEFA Champions League, einen der prestigeträchtigsten Club-Wettbewerbe der Welt", zitiert die Tagesschau Alex Green, den Geschäftsführer von Prime Video Sport Europa.

Die Spiele der Fußball-Champions-League verteilen sich immer auf Dienstag und Mittwoch. Wer ab der Saison 2021/22 die übrigen CL-Spiele überträgt, ist noch unbekannt. Das Finale der CL soll ab 2021/2022 aber im Free-TV zu sehen sein.

In der laufenden Saison teilen sich Sky und DAZN die Übertragung der Fußball-Champions-League. Sie benötigen also derzeit beide kostenpflichtigen Abos, falls Sie alle CL-Spiele live sehen wollen. Die Spiele der CL werden nicht im Free-TV übertragen. Ausnahme: Sollte eine deutsche Mannschaft das CL-Finale am 30. Mai 2020 in Istanbul erreichen, muss dieses Spiel zusätzlich im Free-TV übertragen werden.

Amazon Prime Video ist in Amazon Prime enthalten. Sie können Amazon Prime hier 30 Tage lang kostenlos testen. Nach dem Gratiszeitraum kostet Amazon Prime 7,99 Euro/Monat. Sie können jederzeit wieder kündigen.

Amazon-Prime- und Amazon Music-Unlimited-Nutzer hören bereits jetzt alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga live. Dazu die Champions-League mit deutscher Beteiligung und die Spiele des DFB-Pokals. Mehr dazu lesen Sie hier: Amazon Prime - Mehr Live-Audio-Streaming für Fußball-Fans.

Tipp: Für Serien- und Sportfans hat Sky jetzt ein spannendes Angebot: 1 Monat Serien + 1 Tag Livesport für 4,99 Euro statt 9,99 Euro. Mehr zu diesem Angebot lesen Sie hier.

Amazon.de-Bestellfristen für eine pünktliche Lieferung zum Weihnachtsfest 2019

Wie schon in den letzten Jahren hat Amazon.de auch für Weihnachten 2019 die letztmöglichen Bestelltermine veröffentlicht, mit denen eine rechtzeitige Lieferung zum Weihnachtsfest möglich sein soll (gültig für Deutschland).

Standardversand: Sie müssen bis Freitag, den 20. Dezember 2019 bestellen

Premiumversand: Sie müssen bis Montag, den 23. Dezember 2019 bestellen

Same Day Lieferung: Sie müssen bis zum 23. Dezember 2019 bestellen, damit Sie bestimmte Artikel noch am selben Tag zwischen 18 Uhr und 22 Uhr (abhängig von Bestellzeitpunkt und Verfügbarkeit) zu einem garantierten Liefertermin erhalten. Die Same Day Lieferung steht aber nur für Kunden in 20 deutschen Metropolregionen zur Verfügung.

Prime Now: Prime-Mitglieder in ausgewählten Postleitzahlen-Bereichen in Berlin und München können mit Prime Now sogar noch am 24. Dezember Bestellungen aufgeben und diese pünktlich am selben Tag zustellen lassen.

AmazonFresh: Prime-Mitglieder in Berlin, Potsdam und München können über die Amazon App oder unter www.amazon.de/fresh bis zum 24. Dezember um 10 Uhr ihre Bestellungen für Amazon Fresh aufgeben (vorbehaltlich verfügbarer Lieferfenster). In Hamburg sind bis zum 23. Dezember um 19:30 Uhr Bestellungen möglich.

Besondere Rückgabefrist zu Weihnachten: Sämtliche Artikel, die von Amazon.de zwischen dem 1. November und dem 31. Dezember 2019 (jeweils einschließlich) versandt werden, können bis einschließlich 31. Januar 2020 zurückgegeben werden, sofern die Ware die Rückgabebedingungen erfüllt. Dies gilt für Käufe direkt von Amazon.de, für von Amazon versandte Bestellungen von Drittanbietern sowie für Artikel, die mit dem Prime-Logo angeboten und von Drittanbietern verkauft und versandt werden. Für von Drittanbietern versandte Artikel ohne Prime-Logo gelten individuelle Rückgabebedingungen. Gesetzliche Rückgaberechte bleiben unberührt.

Tipp: Geschenke in allerletzter Minute gibt es mit den Amazon Geschenk-Gutscheinen per E-Mail oder zum Ausdrucken unter www.amazon.de/geschenkgutscheine . Solche Gutscheine verkaufen aber auch andere Online-Händler.

 

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