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Morgenmagazin vom Montag, 1. Juli 2019

01.07.2019 | 07:04 Uhr |

Zehn spektakuläre Desings von Johny Ive +++ Jeff Williams bekommt mehr Bedeutung bei Apple +++ Cue: Qualität statt Quantitä bei Apple TV+ +++ Die Zukunft von 3D-Touch +++ Saturn-Mond Titan wird nächstes Ziel der NASA +++ Twitter kennzeichnet regelwidrige Politiker-Tweets +++ Husqvarna bringt elektrisches Motorrad für 5.000 Euro +++ Neue Öffi-Features für Google Maps

1. Juli: Zweite Halbzeit

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Morgen zur Mittagsstunde beginnt die zweite Jahreshälfte, am 183sten Tag des Jahres. Wir wollen aber nicht so kleinlich sein und starten Kalenderquartal drei mit dem heutigen Morgen. Hat ja auch noch ein gewisse Ordnung, dass der 1. Juli auf einen Montag fällt.

Wie wir alle wissen, ist der Monat Juli seit über 2000 Jahren dem römischen Diktator Gaius Julis Cäsar gewidmet. Vor dessen Ermordung hieß er einfach ganz banal Quintilus, also so etwas wie "der Fünfte". Das römische Jahr hatte früher im März begonnen, wobei schon hundert Jahre, bevor die Republik zerfiel, die Römer den Jahresbeginn auf den 1. Januar gesetzt hatten.

Wie hieße denn der Juli heute, hätten die Bewahrer der Republik wie Marcus Tullius Cicero und seine Mitstreiter die Diktatur Cäsars verhindern können? Die Spekulation ist müßig, in den gut 2060 Jahren seither hätte sehr viel anderes passieren können. Vielleicht hießen die zwei Monate vor dem September dann Quintimber und Sextember, klingt ja auch nicht besonders fein. Ist nur eine witzige Vorstellung, in unserer Realität stellt man oft die Gegenfrage: "Meintest du Juni oder Juli?" in einer Parallelwelt lautete sie etwa: "War's nun Sextember oder September?". Und anstatt des Quintember wäre vielleicht eher der Name Heuert gebräuchlich - so hieß der Juli tatsächlich auch lange umgangssprachlich als Monat der Heuernte.

Möge diese gelingen und dennoch genügend Regen fallen, damit nicht die nächsten Dürre bedingten Ernteausfälle drohen. Selbst Winzer machen sich allmählich Sorgen, Weinstöcke wurzeln zwar recht weiträumig und können von Wasservorräten lange überleben, ein zweites Dürrejahr in Folge wäre aber gar nicht gesund. Der Weinjahrgang 2018 hat ja auch gewisse Nebenwirkungen: Die Trauben konnten zwar komplett ausreifen und somit mehr Zucker für die Gärung mitbringen, das bedeutet aber auch mehr Alkohol. Besonders die Rotweine von 2018, die nun allmählich in den Handel kommen, knallen so richtig.

Auf ein paar Knaller von Apple freuen wir uns in der zweiten Jahreshälfte. Den einen hatte das Unternehmen ja schon im Juni vorgestellt, der Mac Pro kommt im zweiten Halbjahr, ebenso das Pro Display XDR. Und für den Herbst sind ja auch schon Services wie Apple TV+ und Apple Arcade angekündigt, in den USA kommt die Apple Card auf den Markt, während hiesige Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken ihren Kunden endlich Apple Pay anbieten.

Wenn der Sommer, der jetzt so richtig Fahrt aufgenommen hat, dann wieder vorbei ist, wird es Zeit für die nächsten Kracher: Der iPhone-Jahrgang 2019 steht mit einigen potentiellen Überraschungen an und die Gerüchte um ein neues Macbook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm verdichten sich: Vielleicht wird es gar das erste mit einem eigenen Apple-Chip und nicht mehr einem solchen von Intel?

Auch wenn heute Montag ist und am Nachmittag uns einzelne Gewitter die Stimmung verhageln könnten: Wir freuen uns auf die kommende Zeit. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Werkschau: Johny Ive verlässt Apple bis Jahresende, gewiss ein Einschnitt in der Unternehmensgeschichte. Macworlds Michael Simon präsentiert die zehn spektakulärsten Designs, die Ive bei Apple in den letzten beinahe 30 Jahren verantwortete, angefangen von seiner ersten Arbeit, dem eMate bis hin zur komplexesten Angelegenheit, dem Apple Park. Einige der Designs von Jony Ive wurden zu Klassikern, wie die weißen Ohrhörer des iPod. Andere wurden von den Zeitläufen überholt, wie das des iMac G4 und  eines wurde auch zum Fehlschlag, aber eher nicht wegen der Form, sondern aus anderen Gründen: Power Mac G4 Cube. Nicht vergessen darf man aber auch höchst unpraktische Lösungen wie die "Puck-Maus" des iMac oder die Magic Mouse 2, die sich während des Ladens nicht mehr benutzen lässt.

Auswirkungen: Analysten sehen Johny Ives Ausscheiden gelassen hin, zumal der Chef-Designer in letzter Zeit weitgehend in den Hintergrund getreten war und sich um übergreifende Dinge wie den Apple Park und die Apple Stores gekümmert hatte. Worauf auf Asymcos Horace Dediu und Gene Munster von Loup Ventures hinweisen, ist die neue Rolle, die COO Jeff Williams nun einnimmt. Denn die neue Doppelspitze der Designabteilung berichte nun direkt an den Chief Operations Officer, der damit mehr Bedeutung bei der Produktentwicklung und der Herstellung bekommt. Es sehe beinahe so aus, als positioniere Tim Cook seinen direkten Nachfolger - auch Cook war COO, bevor er Steve Jobs nachfolgte. Das sei aber ein langwieriger Prozess. So ganz ist Ive ja nicht weg, man will mit ihm bei exklusiven Projekten zusammenarbeiten und in der Pipeline stecken auch noch ein paar Produkte, die er gestaltet hat. Frühestens 2021 oder in "drei bis fünf Jahren", wie Dediu schätzt, wird es erste Apple-Produkte geben, an denen Ive nichts mehr zu schaffen hatte.

Fehlstellen : Dan Moren merkt in seiner Macworld-Kolumnes "Stay Foolish" an, dass es den neuen Betriebssystemen Apples des Jahrgangs 2019 an drei wesentlichen Funktionen fehle, die viele Anwender erwartet hätten. Zum einen ist das Audio unter iOS, es kann immer nur eine App auf externe Quellen wie Mikrofone zugreifen. Es sei also nicht möglich, via Skype ein Telefonat zu führen und dabei gleichzeitig mit einer anderen Anwendung etwas aufzunehmen - hier besteht laut Moren akuter Aufholbedarf. Audio ist auch ein Thema auf dem Mac, denn das einzige Programm, das Stereopaare von HomePods erkenne, sei iTunes respektive Music. Andere Soundausgaben finden nur immer einen HomePod. Unter iOS fehle auch noch ein App-Fokus, es sei nicht klar, welches der Programme im Splitview gerade aktiv ist und was man mit einer bestimmten Tastenkombination auslöse. Unter macOS sei immer klar, welches Fenster welches Programm gerade im Vordergrund ist. Aber Apple wird ja auch nächstes Jahr noch Systemupdates bringen.

Besser Fernsehen: Ende März hatte Apple seinen Dienst Apple TV+ vorgestellt und für den Herbst angekündigt, im Interview mit der Sunday Times nennt Apples Senior Vice President Internet Software und Services Eddy Cue einige Details und erklärt das Geschäftsmodell. So werde man nicht Serien und Shows in der Fülle präsentieren wie Netflix, stattdessen mehr auf Qualität wert legen. Man wolle also nicht die meisten Filme anbieten, sondern die besten, führt Cue aus. Auch bei Hardware sei man nicht das erste Unternehmen gewesen, das Computer, Smartphones oder Tablets veröffentlichte: "Wir wollen die Besten sein, müssen aber nicht die ersten sein, die die Besten sind". Apple habe vor, jeden Monat neue Inhalte zu veröffentlichen. Zuerst werde vermutlich die Sitcom "The Morning Show" mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon fertig sein.

Kritik: Die OpenID Foundation, in der unter anderem Google, Microsoft, PayPal und andere Mitglied sind, hat in einem offenen Brief an Apples Softwarechef Craig Federighi Apple dafür gelobt, in seiner Implementation von Signin with AppleID in weiten Teilen den Standard OpenID genutzt zu haben. Es bleiben aber noch Lücken und Unterschiede, kritisieren die Autoren. Wenn Apple diese schließen und beseitigen würde, wäre das von großem Nutzen. Denn so gebe es  noch viele Plätze, an denen man Signin with AppleID nicht nutzen könne, was die Anwender unnötigen Sicherheitsrisiken aussetzen würde.

Weitere Nachrichten:

Die Zukunft von 3D-Touch

Eins vorweg, 3D-Touch ist extrem praktisch, man muss die Funktion nur nutzen. Ein fester Tipp auf das Kamera-Icon kann den Nutzer sofort zur Video-Aufnahme befördern oder einen QR-Code scannen lassen. Keine Tipperei und Wischerei in der App mehr. Das Problem dabei: Nicht mal Apple selbst nutzt die Option konsequent für seine eigenen Apps. Die App Remote beispielsweise zeigt nach dem festen Tipp nur die Standard-Option "Remote teilen".

Der Hauptgrund, warum 3D-Touch (noch) nicht zum Publikumsliebling auf dem iPhone geworden ist, ist die Tatsache, dass es nur auf iPhones 6 bis iPhone XS vorhanden ist. Ausgenommen iPhone SE und nun iPhone XR. Sobald bekannt wurde, dass iPhone XR ohne 3D-Touch kommt, wurde sofort gemunkelt, dass Apple die Funktion irgendwann komplett einstellt. Im Frühling 2019 wurde aus Zulieferer-Kreisen berichtet , dass Apple in den neueren iPhones wohl nur noch Haptic Touch einsetzen wird. Für einen kurzen Moment nach der WWDC 2019 haben die 3D-Touch-Fans tatsächlich Schreck bekommen: in der ersten Beta war die Funktion verschwunden. Nun hat Craig Federighi an Nachfrage eines Entwicklers versichert , dass 3D-Touch in der Beta 2 wieder erscheint.

Was ist denn nu? Bleibt 3D-Touch oder wird es komplett gestrichen? Wir meinen, Apple entscheidet sich für keine dieser Optionen, sondern geht einen komplett anderen Weg und hebt 3D-Touch auf ein neues Level für alle iPhones, ebenfalls für iPads. Die Hinweise darauf finden sich in den WWDC-Videos für Entwickler. Zum einen hat Apple ein paar Frameworks für 3D-Touch gestrichen, die nur mit iOS 13 oder früher funktionieren . Zum anderen hat Apple eine Alternative, oder besser gesagt den Nachfolger vorgestellt: Das Context Menu , also das Kontextmenü wie auf dem Mac mit der Alt-Taste.

Das kontextuelle Menü ist eigentlich nichts Neues auch unter iOS. Das beste Beispiel ist zum Beispiel der gebogene Pfeil nach links in einer ausgewählten Mail: Drückt man darauf, blenden sich sich gleich drei Optionen "Antworten", "Weiterleiten" und "Drucken". Zusätzlich gibt es eine Leiste "Abbrechen", obwohl man das gleiche Ergebnis erreicht, wenn man einfach außerhalb dieser Leiste tippt. Ein anderes klassisches Beispiel sind die Optionen nach dem langen Tipp auf einen Link in Safari. Die Entwickler der Dritt-Apps haben sich dabei geholfen, indem sie für diese Funktionalität das graphische Element von Popup nutzten. Offenbar will Apple all den Wildwuchs, der zuletzt bei der Bedienung unterschiedlichen Geräte wucherte, einigermaßen vereinheitlichen und bringt das neue Framework für das "Context Menü" als kleinsten gemeinsamen Nenner.

Denn zuletzt konnten Dritt-Entwickler die zusätzliche Funktionen eigener Apps auf drei Art und Weisen lösen: Per 3D-Touch für iPhones ab iPhone 6S, Haptic Touch für iPhone XR, zudem funktioniert diese besondere Eingabe nicht überall auf dem Display, und langer Tipp für alle anderen iOS-Geräte inklusive iPads. Grafische Präsentation dieser Funktionen unterscheidet sich ja ebenfalls: Schwarze Schrift und Icons auf einer halbtransparenten Fläche bei 3D-Touch und blaue Schrift auf weißer Fläche bei einem Kontextmenü.

Nun soll alles nach Apple möglichst aufgeräumt und schön aussehen, 3D-Touch-Optik kommt auch auf die iPads und nicht unterstützte iPhones. Dadurch, dass Apple mehrere, recht ähnliche Konzepte in einem vereint, werden wohl alle profitieren: Entwickler, weil sie nicht mehr für unterschiedliche Geräte vergleichbare Funktionen auf unterschiedliche Weise bringen, und Nutzer, weil die Präsentation von Kontextmenüs hoffentlich vereinheitlicht wird und sie nicht langwierig nach einem nützlichen Shortcut überall suchen.

Saturn-Mond Titan wird nächstes Ziel der NASA

Mit Mission Dragonfly will die NASA im Rahmen des New Frontiers Programm den Geheimnissen des Saturn-Mondes Titan auf die Schliche kommen. Die Finanzierung der Mission wurde nun gewährt. Bei Dragonfly handelt es sich um eine Drohne, die über dem Saturn-Mond Titan abgesetzt werden soll. Der 3 x 3 Meter große Dual-Quadcopter soll Distanzen zwischen 12 und 14 Kilometern in einer Stunde zurücklegen. Geplant sind diese Sprünge über die Titan-Oberfläche allerdings nur aller 16 Tage. Dazwischen soll die Sonde mögliche Landepunkte erforschen, Bodenproben nehmen und das Wetter beobachten.

Die Anziehungskraft von Titan entspricht zwar nur einem Siebtel der Schwerkraft auf der Erde, die Atmosphäre des Saturn-Mondes ist jedoch viermal dichter als unsere. Für die NASA-Mitarbeiter ist Titan ein lohnendes Ziel, da die dortige Situation der auf der Erde vor vielen Millionen Jahren entspricht. Die zur Entstehung von Leben nötigen Stoffe sind alle auf der Oberfläche des Mondes verteilt. Es gibt eine Atmosphäre mit Wolken und flüssigem Methan auf der Oberfläche. Der Start von Dragonfly soll im Jahr 2026 erfolgen, landen wird die Sonde wohl aber nicht vor 2034 auf Titan. Bis es erste Fotos von der Oberfläche des Saturn-Mondes geben wird, werden also noch viele Jahre vergehen.

Twitter kennzeichnet regelwidrige Politiker-Tweets

Der Micro-Blogging-Dienst Twitter hat in dieser Woche eine neue Kennzeichnung für Politiker-Tweets angekündigt , die gegen die Twitter-Regeln verstoßen. In einem Blog-Post erklärt das Unternehmen, dass in der Vergangenheit mehrere fragwürdige Tweets nicht gelöscht worden seien, weil sie nach Ansicht von Twitter im öffentlichen Interesse gewesen sein. Da für viele Nutzer unklar geblieben sei, welche Maßstäbe das Unternehmen hier anlegt, führt Twitter nun eine neue Kennzeichnung ein.

Ähnlich wie bei möglicherweise verstörenden oder nicht jugendfreien Inhalten, die etwa bei Instagram mit einer Warnung verdeckt werden und nur auf Wunsch per Fingertipp für den Nutzer enthüllt werden, geht auch Twitter bei seinen neuen Hinweisen vor. Twitter verdeckt den fragwürdigen Tweet ebenfalls mit einer Benachrichtigung, die Nutzer darauf hinweist, dass der Beitrag die Twitter-Regeln verletzt. Dennoch wird er nicht gelöscht, da er im öffentlichen Interesse steht. Nutzer können dann selbst entscheiden, ob sie den entsprechenden Tweet mit einem Fingertipp auf „View“ lesen wollen oder nicht.

Die neue Kennzeichnung richtet sich vor allem an Politiker. US-Präsident Donald Trump macht durch aggressiv formulierte Tweets immer wieder auf sich aufmerksam. Obwohl einige Politiker-Tweets gegen die Twitter-Regeln verstoßen, will sie das Unternehmen eigenen Angaben zufolge nicht löschen, da man Nutzern eine Plattform bieten wolle, auf der sie in den Dialog mit Politikern treten und sie für ihre Äußerungen zur Verantwortung ziehen können. Die neuen Warnhinweise gelten für Twitter-Accounts von Regierungsvertretern oder Kandidaten für öffentliche Ämter, die mehr als 100.000 Follower zählen und verifiziert sind.

Gegen die Twitter-Regeln verstoßen laut dem Micro-Blogging-Dienst unter anderem Aussagen, die den Wunsch oder die Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass jemand körperlichen Schaden erleidet. Twitter verbietet es außerdem, den Dienst mit der Absicht zu nutzen, Wahlen zu manipulieren oder zu beeinträchtigen. Es ist außerdem untersagt, Hass über den Kurznachrichtendienst zu schüren.

Twitter hat ein spezielles Team abgestellt, das prüfen soll, ob Tweets gegen die Regeln verstoßen, aber dennoch im öffentlichen Interesse sind. Tweets, die gegen die Regeln verstoßen, aber nicht im öffentlichen Interesse sind, werden gelöscht. Tweets, die mit dem neuen Hinweis versehen sind, sollen außerdem in Zukunft weniger prominent beim Dienst platziert werden. Twitter will sie unter anderem seinen Nutzern nicht mehr Push-Nachricht empfehlen.

Husqvarna bringt elektrisches Motorrad für 5.000 Euro

Mit dem Elektro-Motorrad EE5 bietet der österreichische Motorradhersteller Husqvarna Motorcycles ab Juli sein erstes Elektro-Motorrad an. Im Preis von 5.000 Euro ist der Akku bereits enthalten, nur das Ladegerät müssen Käufer noch selbst anschaffen. Laut Hersteller entspricht die Leistung des Elektro-Motorrads dem einer mit Benzin betriebenen Maschine mit 50 cm³ Hubraum. Der Sitz lässt sich anpassen, als Zielgruppe hat Husqvarna Motorcycles junge Motorradfans im Blick, die eine umweltfreundliche Alternative zu klassischen 50-cm³-Maschinen suchen. Doch auch Rennsport-Fans sollen mit der EE5 eine preiswerte Alternative zu ähnlichen Maschinen finden. Entsprechend bietet der Hersteller in seinem Shop auch passende Startnummern oder Anzeigetafeln an.

Das EE5 soll über eine Nennleistung von 2 kW verfügen, die Spitzenleistung liegt hingegen bei 5 kW bei einem Drehmoment von 13,8 Nm. In der Batterie sind 0,907 kWh gespeichert, damit sollen Touren von bis zu zwei Stunden möglich sein. Wird das Motorrad jedoch für Rennen eingesetzt, so sinkt die Betriebsdauer auf bis zu 25 Minuten. Dafür ist der Akku schnell wieder aufgeladen: Laut Hersteller sollen 70 Minuten für eine vollständige Ladung genügen, in 45 Minuten lässt sich der Akku auf 80 Prozent laden. 

Recreational Speeder: Fliegendes Motorrad für 380.000 US-Dollar

Neue Öffi-Features für Google Maps

Google hat heute zwei neue Features für die Android- und iOS-Versionen seiner App Google Maps angekündigt . Die Neuerungen betreffen die Einbindung des öffentlichen Nahverkehrs in der Navigationsanwendung. So will Google Maps künftig in Echtzeit über Verspätungen bei Buslinien informieren. Bislang konnten Nutzer nur die regulären Abfahrszeiten an Haltestellen einsehen. Mit der neuen Funktion wird nun auch die aktuelle Verkehrslage mit einbezogen. Google Maps zeigt dabei an, ob sich der Bus verspäten wird und wenn ja, um wie viele Minuten. Die App zeigt außerdem, an welchen Punkten auf der geplanten Route es zu Verzögerungen kommen kann. Google bezieht diese Informationen ein, um akkuratere Reisezeiten zu berechnen. Voraussetzung ist hier jedoch, dass die dafür benötigten Informationen auch von den lokalen Verkehrsbetrieben für Google Maps bereitgestellt werden.

Ähnlich wie bei den Restaurant-Empfehlungen von Google, bei denen der Internet-Konzern anzeigt, wie voll eine Bar oder ein Restaurant um welche Uhrzeit sein werden, gibt es nun auch bei Google Maps eine Vorhersage, wie überfüllt die öffentlichen Verkehrsmittel zur angepeilten Fahrzeit sein werden. Google will diese Voraussage nicht nur für Busse, sondern auch für U- und Straßenbahnen abgeben. Die dafür nötigen Informationen bezieht die Navigationsapp aus einem Durchschnittswert aus vorangegangenen Fahrten der gleichen Linien. Google-Maps-Nutzer sollen damit verhindern können, dass sie zu den Stoßzeiten in einer überfüllten S-Bahn oder U-Bahn landen. Die neuen Features werden laut Google in dieser Woche für 200 Städte weltweit ausgerollt.

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