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Morgenmagazin vom Montag, 10. November 2014

10.11.2014 | 07:22 Uhr |

Was heute wichtig wird: 10. November 2014 +++ Drehbuchautor Sorkin: Zehn weitere Filme über Steve Jobs möglich +++ Dells erster 5K-Monitor erscheint im Dezember +++ Flyhunter Origins: Superfliegenjäger-Spiel landet auf dem Mac +++ Sandberg RunPhones - Schweißband mit integriertem Kopfhörer +++ Weniger Anbieterwechsel im Internet +++ Darum sind ältere Menschen keine Raubkopierer

Was heute wichtig wird: 10. November 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Das Internet, wie wir es heute kennen, war noch jung an jenem 10. November 1997 als Apple zu einer Pressekonferenz einlud. Was man genau mit diesem Internet anfangen konnte war damals noch völlig offen, zwar nutzten bereits einige Verlage das World Wide Web als neuen Kanal, um ihre Inhalte anzubieten - Spiegel Online beispielsweise war schon seit drei Jahren präsent – und auch Newcomer machten erste erfolgreiche Geschäfte. Während Amazon zu der Zeit aber hauptsächlich noch Bücher verkaufte, waren Computer und Zubehör am Besten noch im Fachhandel zu haben - der 10. November 1997 sollte jedoch den Wandel entscheidend beschleunigen. Bei Apple war seit gut einem Jahr wieder Steve Jobs am Ruder, der zunächst zwar keine offizielle Funktion hatte, nach und nach aber die Macht im Konzern zurück gewann. Im August war CEO Gil Amelio zurückgetreten, Jobs hatte den Posten "interimsweise" übernommen - und angeblich mit der Suche nach einem neuen CEO beschäftigt. Apple hatte in den Jahren zuvor mit seiner unübersichtlichen Produktpalette im Markt massiv an Boden verloren - und schließlich Milliarden von US-Dollar. Der Neustart fiel auf einen Montag, Apple eröffnete seinen eigenen Store im Internet. Zunächst waren nur in den USA Rechner und Peripherie von Apple zu haben, doch machte sich Apple allmählich vom Handel unabhängig. Was eine schlechte Nachricht für Fachhändler war, aber eine gute für Apple: Denn in den großen Handelsketten wie Best Buy oder hierzulande Saturn/Media Markt führte der Mac allenfalls ein Schattendasein.

Der Apple Store verkaufte nicht nur alten Wein in neuen Schläuchen, mit einer neuen Rechnergeneration läutete Apple den Start seines eigenen Kanals ein. Der Power Mac G3, die dritte Generation des PowerPC-Mac, kam zwar noch in den traditionellen beigen Gehäusen als Desktop oder Tower, das Innenleben des G3 war von einer derartigen Brillanz, dass Apple zurecht wieder die technologische Führung im Markt beanspruchen konnte. 14 Monate später bekam der G3 dann auch endlich ein spektakuläres Gehäuse, unter dem Codenamen Yosemite (!) brachte Apple den G3 in unverwechselbarer blau-weißer Anmutung. Der Unterschied zwischen Desktop und Tower war aufgehoben, ein solch schickes Gehäuse konnte man sich auch auf den Schreibtisch stellen und nicht nur darunter. Macwelt berichtete seinerzeit über die Neuheiten, wenn auch nicht per Live-Ticker. Doch schrieben wir nicht nur auf www.macwelt.de über den Apple Online Store und den G3, sondern auch auf unseren Sites bei T-Online, AOL und Compuserve. Mann, ist das lange her... Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Office 365 und Gratis-App für den iPad : Bis letzte Woche musste man ein Abo von Office 365 bezahlen, um Office-Dokumente auf dem iPad bearbeiten zu können, seither sind einige Funktionen auch mit einer kostenlosen App verfügbar - auch auf dem iPhone. Microsoft bietet nun Käufern von Office 365 eine Teilerstattung der Kosten, wenn ihnen nur an den Gratis-Funktionen gelegen ist. Je nachdem, wo man sich das Abo bestellt hat, muss man sich an iTunes, Microsoft oder den Fachhändler wenden.

Streit um GTAT-Insolvenz: Apples früherer Lieferant von Saphirgals, das bankrott gegangene GT Advanced Technologies, beschuldigt Apple vor Gericht unlauterer Praktiken. Apple habe seine Partner schlicht über den Tisch gezogen und die Konditionen des Vertrages einseitg bestimmt. Die Behauptungen des insolventen Unternehmens seien laut Apples Anwalt jedoch falsch und ehrenrührig.

Wal Mart verweigert sich Apple Pay : Die Kaufhauskette Wal Mart will nicht an Apple Pay teilnehmen, stattdessen mit Partnern das eigene System CurrentC etablieren. Laut Re/Code hält Wal Mart die Kreditkartengebühren für zu hoch.

Neue Optionen für den Facebook-Feed : Facebook hat neue Möglichkeiten entwickelt, die Beiträge von Freunden aus dem eigenen Feed auszufiltern, ohne die Verbindung zu ihnen komplett zu kappen.

Drehbuchautor Sorkin: Zehn weitere Filme über Steve Jobs möglich

In einem Interview mit Bloomberg hat Aaron Sorkin ein paar interessante Details aus seinen Kontakten mit Steve Jobs bekannt gegeben. Auch zum geplanten nächsten Biopic über den verstorbenen Apple-Chef hat er sich geäußert.

 

In dem Bloomberg-Interview mit Emily Chang erzählt Sorkin, dass er insgesamt dreimal telefonischen Kontakt mit Steve Jobs hatte. Das erste Mal rief dieser ihn an, nachdem er in einem Interview bekannt hatte, alles auf dem Mac zu schreiben. Jobs dankte ihm dafür und schickte ihm einen neuen Apple-Laptop, um dazu seine Meinung zu hören. Später habe Jobs ihn erneut angerufen, um den Drehbuchautor (unter anderem bekannt für The Social Network [2010] über Mark Zuckerberg und die Begründung von Facebook) für ein Pixar-Projekt so gewinnen. Beim dritten Anruf schließlich ging es um die berühmte Abschlussfeier-Rede von Steve Jobs in Stanford 2005 . Er habe er aber nur ein bisschen am Text korrigiert und keinen Einfluss auf die Gedanken des Apple-Mitbegründers genommen, so Sorkin.

Zurzeit schreibt er gemeinsam mit dem Jobs-Biografen Walter Isaacson am neuen Biopic ” Jobs ” in dem nun nach dem Rückzieher von Christian Bale voraussichtlich Michael Fassbender die Hauptrolle übernimmt. Der Film soll aus drei Teilen zu je 30 Minuten bestehen und jeweils auf eine der berühmten Keynotes von Steve Jobs hinführen: Bei der Bekanntgabe des ersten Macintosh 1984. Dann zum originalen Next-Computer 1988, und schließlich die Rede zur Einführung des iPods 2001. Sorkin hat zur Vorbereitung unter anderem mit Steve Wozniak gesprochen, der auch als Berater des Films fungiert. Das Erscheinungsdatum ist bislang nicht bekannt. Sorkin meint, aus dem Leben der Apple-Legende könne man leicht zehn Filme machen.

Dells erster 5K-Monitor erscheint im Dezember

Apple iMac Retina 5K  bietet bereits einen Bildschirm mit 5K-Auflösung. Doch auch Nutzer anderer Rechner können in Kürze einen Monitor mit einer Auflösung von 5.120 x 2.880 Bildpunkten erstehen. Dell will sein 5K-Display Ultrasharp UP2715K voraussichtlich ab Mitte Dezember auch in Deutschland anbieten. Das Panel ist vermutlich das Gleiche.

Preiswert ist der Einstieg in die 5K-Welt jedoch nicht: Der Ultrasharp UP2715K soll knapp 2.000 US-Dollar kosten. Im Gegenzug erhalten Profi-Anwender einen entspiegelten 27-Zoll-Bildschirm mit 12-Bit-Kalibrierfähigkeit. Durch die genaue Farbanpassung sollen speziell Vorlagen für den Printbereich noch genauer ausfallen. Der iMac Retina 5K ist zu Preisen ab 2.500 US.DOllar oder 2.600 Euro zu haben.

Dell zielt jedoch auch auf Bild- und Videoschnitt-Experten ab. Diese können Inhalte in 4K-Auflösung auf dem hochauflösenden Monitor in Originalgröße bearbeiten und haben dennoch noch genügend Platz für die nötigen Bedienelemente der zuständigen Programme.

Flyhunter Origins: Superfliegenjäger-Spiel landet auf dem Mac

Zak, Held des Flyhunters (Fliegenjäger)-Spiels, ist an sich lediglich ein Hausmeister auf einem Raumschiff und sieht aus wie ein Däumling mit nur einem Auge. Das Raumschiff ”The Frog” samt den heroischen Fliegenjägern im Kältetiefschlaf verunglückt durch mysteriöse Umstände auf der Erde. Darunter befindet sich auch die extrem wertvolle Ladung exotischer Insekten aus der letzten Großjagd. Nun ist es an Hausmeister Zak, als Fliegenfänger in die Fußstapfen der unpässlichen Helden zu treten und die Ordnung wiederherzustellen, bevor die ”Investors” merken, was mit ihrer wertvollen Ware passiert ist.

Flyhunters Origin präsentiert sich als Abenteuerspiel mit zahlreichen Hüpfeinlagen und erinnert in Look und Stil ein wenig an die früheren Mac-Spiele von Pangea Software wie beispielsweise Bugdom. Flyhunters Origin soll im November unter anderem für den Mac erscheinen und sieben Euro kosten. Genauere Angaben über Systemvoraussetzungen sind noch nicht bekannt. Ein Button auf der Homepage des Entwicklers verrät unter anderem die geplante Verfügbarkeit über den Mac App Store.

Steel Cool Games  ist nach eigener Auskunft ein Team von fünf Entwicklern. Die Mitglieder des Indie-Studios haben demnach unter anderem an Animationsfilmen von Disney-Pixar wie "The Incredibles," "Toy Story", "Monsters University" und “Ratatouille" mitgewirkt.

Sandberg RunPhones - Schweißband mit integriertem Kopfhörer

Sport ist gesund, jedoch auch immer mit dem Kampf gegen den inneren Schweinehund verbunden. Musik bietet da immer eine gute Motivationshilfe. Dumm nur, wenn die Ohrstöpsel beim Laufen, Mountainbiken oder anderen Sportarten partout nicht im Ohr bleiben wollen. Abhilfe sollen die neuen RunPhones von Sandberg schaffen.

Bei den RunPhones handelt es sich um ein klassisches Schweißband, in welchem die Kopfhörer direkt integriert sind. Auf diese Weise soll ein Herausfallen der Ohrstöpsel verhindert werden. Darüber hinaus soll die Kombination natürlich auch alle Vorteile eines klassischen Schweißbandes bieten und dank des atmungsaktiven Polatec Materials im Winter die Ohren zuverlässig warm halten.Zudem sind die Ohrstöpsel vernünftigerweise herausnehmbar, so dass einer regelmäßigen Wäsche nichts entgegensteht.

Die RunPhones werden mit einem 3,5mm-Klinkenstecker mit Endgeräten verbunden. Der Frequenzbereich liegt laut Hersteller bei 20 Hz bis 20 kHz, die Impendanz bei 32 Ohm und die Leistung bei maximal 500 mW.

Wer sich ein Exemplar sichern möchte, muss im Fachhandel 38,99 Euro (UVP) investieren.

Weniger Anbieterwechsel im Internet

Der Wechsel des Internet-Providers ist heute ein ganz normaler Vorgang, den viele Kunden allerdings wohl nur dann vornehmen, wenn sie mit dem bisherigen Anbieter aus irgendeinem Grund nicht zufrieden sind. Doch für das »Digitale« zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger will dieses Recht der Kunden beschneiden, um Gewinne für die Anbieter zu sichern. Das soll den Ausbau des Netzes fördern.

In einem Interview bezeichnete er den Ausbau der Breitbandnetze als »wichtigste Komponente«, die sein Bereich bei intelligenten Zukunftsinvestitionen leisten könne. Er kündigte eine stärkere Förderung an, die auch Punkte wie Datensicherheit, Geschwindigkeit und Kapazität berücksichtigen soll. Nur wer Vorgaben erfülle, erhalte dann auch Geld von der EU. Allerdings sieht Oettinger in der Möglichkeit der Kunden, den Provider zu wechseln, einen Hindernisgrund für Investitionen. »Wir müssen die Profitabilität solcher Investitionen erhöhen, indem wir etwa den Anbieterwechsel für eine gewisse Zeit untersagen. Ich rede nicht von Monopolen auf ewig, sondern über einige Jahre, in denen man als Investor Planungssicherheit hat«, so Oettinger im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung .

Darauf angesprochen, dass er „das Digitale vor allem in den Dienst der Wirtschaft stellen“ wolle, erklärte Oettinger, dass er sich zutraue, eine Balance zu finden. »Die Netzgemeinde und die Nutzer des Internet müssen mir nicht sofort blind vertrauen, aber sollten mir eine Chance geben«. Bei seinen Ansätzen einer Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene, die auch Abgaben und Steuern vorsehen, wolle er auch das Gespräch suchen, »von der Netzgemeinde über die Verleger bis zu den Kulturschaffenden«. Die »Netzgemeinde« ist allerdings von den bisherigen Aussagen von Oettinger alles andere als angetan. Bislang müssen Internet-Provider in Deutschland auch Verträge mit nur 12 Monaten Laufzeit anbieten.

Darum sind ältere Menschen keine Raubkopierer

Es ist schon länger anhand mehrerer Studien bewiesen, dass die Anzahl illegaler Downloads mit steigendem Alter sinkt. Doch bisher konnte keine dieser Untersuchungen den Grund dafür nennen. Eine neue Studie des Instituts für Informationswissenschaften der Fachhochschule Köln unter Führung von Prof. Dr. Frank Linde hat nun die Antwort: Mit dem Einstieg ins Berufsleben sinkt auch das illegale Downloaden, sprich ältere Menschen haben einfach weniger Zeit dafür. Ob allerdings auch Faktoren wie das gestiegene Einkommen oder fortgeschrittene technische sowie rechtliche Kenntnisse eine Rolle spielen, konnten die Untersuchungsergebnisse nicht bestätigen.

„Unsere Untersuchung hat ergeben, dass besonders Menschen in einer höheren beruflichen Position weniger schwarzkopieren. Dies liegt vermutlich daran, dass für sie der Reputationsverlust oder eine drohende Bestrafung schwerer wiegen als für Menschen in niedrigeren Positionen. Zudem konnten wir nachweisen: Je älter man ist, desto mehr Zeit wird für den Beruf aufgewandt und desto weniger wird illegal heruntergeladen“, so Linde. Darüber hinaus konnte sein Team auch die Annahme bestätigen, dass Menschen mit höheren moralischen sowie ethnischen Überzeugungen weniger illegal herunterladen, ein Bezug zum Alter ließ sich dabei aber nicht herstellen. Denn hierbei könnten auch religiöse Ansichten, Gesellschaftsnormen oder sogar das Geschlecht entscheidend sein.

Für die Befragung wurden über 200 Quellen ausgewertet, um schlussendlich 30 Einflussfaktoren herauszuarbeiten. Daraus wählte das Team die Faktoren aus, die direkt mit dem Alter zusammenhängen. Dazu zählen unter anderem eine gehobene Job-Position, der Zeitaufwand für den Beruf oder gestiegene Rechts-Kenntnisse. Daraus setzte das Institut einen Fragebogen mit 14 Fragen auf und ließ ihn von 719 Teilnehmern ausfüllen. Letztere setzten sich aus Schülern, Studenten, Berufseinsteigern sowie bereits länger im Berufsleben stehenden Personen. 344 Fragebögen haben die Befragten komplett ausgefüllt. Die Forschungsergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite der FH Köln.

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