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Morgenmagazin vom Montag, 13. Oktober 2014

13.10.2014 | 07:24 Uhr |

Was heute wichtig wird: 13. Oktober 2014 +++ iPhone-Displayschutz Privacy Glass soll auch Privatsphäre schützen +++ Kickstarter-Kampagne: Intelligente heizbare Lederjacke mit Bluetooth +++ Skylanders Trap Team jetzt auch für das iPad +++ Symantec spaltet sich in zwei neue Unternehmen +++ Amazon will erstes Ladengeschäft eröffnen +++ Hacker-Attacke trifft Snapchat-Nutzer

Was heute wichtig wird: 13. Oktober 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Entgegen manch landläufiger Meinung hatte sich im Jahr 1492 in Europa die Meinung, die Erde sei eine Kugel, weitgehend durchgesetzt (Siehe auch: " Niemand hat Kolumbus ausgelacht " von Gerhard Prause). Als Christoph Kolumbus nach Westen aufbrach, um im Osten anzukommen, hatte niemand befürchtet, er würde am Rand der Erdscheibe mit seinen drei Schiffen und ihren Besatzungen herunterfallen. Gleichwohl glaubte kaum jemand an das Gelingen des Unterfangens, zu gewagt und ungewiss schien die Reise. Und dort angekommen wo er wollte ist Kolumbus in der Tat nicht, am 12. Oktober 1492 landete er nicht im östlichen Indien, sondern auf einer Insel, die später Hispaniola heißen sollte und heute die Staatnen Haiti und Dominikanische Republik beherbergt. Amerika war wieder entdeckt, zuletzt hatten gut sechshundert Jahre zuvor Europäer die "Neue Welt" betreten, die schon seit mehreren tausend Jahren von "Indianern" besiedelt war. In den USA ist immer der zweite Montag im Oktober ein Feiertag, der diese Wiederentdeckung erinnert. Womöglich wird am Columbus Day aber der Falsche geehrt, Kolumbus dachte wohl zeit seines Lebens, einen alternativen Seeweg nach Indien entdeckt zu haben, der die Umfahrung des Kaps der Guten Hoffnung vermied.

Obwohl schon in der Antike die Form der Erde bekannt war und Erathostenes eine erste recht gut genäherte Berechnung des Erdumfangs gelang, war diese Sicht der Dinge lange Jahrhunderte in Europa wenig populär. Mehr noch als Kolumbus Reisen diente die Vermessung der "Neuen Welt" etwa durch Amerigo Vespucci dazu, die genaue Ansicht des Globus zu zeichnen. Mit einem Mal war Europa aus dem Zentrum gerückt, ein letzter Ausdruck dieser zentralistischen Sicht ist aber die Festlegung des Nullmeridians am 13. Oktober 1884. Seither ist die Sternwarte von Greenwich weltbekannt und so etwas wie das Zentrum einer Kugeloberfläche, die kein Zentrum haben kann.

Zentrum der IT-Welt ist in dieser Woche freilich wieder Cupertino, wo Apple am Donnerstag Hof halten wird. Neue iPads und Macs stehen auf dem Programm und was bis vor ein paar Jahren nur die Fachpresse interessierte, ist mittlerweile sogar in der Boulevardpresse angekommen. Mit den neuen Interessenten kommen freilich, nun ja, auch neue Testverfahren zum Zuge. Uns interessiert an den neuen iPads vor allem die Technik, wir fragen uns aber auch, wann der erste "Tester" auf die Idee kommt, das neue iPad Air zu verbiegen. Der sollte sich dann auch gleich am iMac Retina versuchen, mit ausreichend Gewalt findet sich auch in dessen Gehäuse bestimmt eine "Schwachstelle", die man zum "#gate" hochjubeln kann. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen

Apple überträgt Keynote im Web und auf Apple TV : Apple verspricht für den Donnerstag erneut einen Live-Stream. Bei der iPhone-Vorstellung vor fünf Wochen war es aber immer wieder zu Aussetzern bei der Übertragung gekommen. Wir empfehlen daher unseren Live-Ticker...

Apple Pay kurz vor dem Start: Das Anfang September angekündigte und für den Oktober versprochene Bezahlsystem Apple Pay wird wohl schon in dieser Woche loslegen. Unter anderem Business Insider berichtet, dass erste Retailer sich mit Apple Pay vertraut machen und ihr Personal schulen.

Apple baut erdbebensicher : Apples neuer Campus in Cupertino soll nach Willen des Unternehmens nicht nur das "grünste" Bürogebäude der Welt werden, sondern auch gegen Erdbeben gefeit sein. Über 700 Isolatoren sollen das Gebäude vor zu starken Bodenschwankungen schützen. Dann kann "The Big One" ja kommen...

iTunes Store wird "flach": In der jüngsten Yosemita-Beta präsentiert iTunes 12 eine neue Oberfläche für den iTunes Store, das Design ist nun an iOS 8 und OS X Yosemite angepasst.

Weitere Nachrichten

iPhone-Displayschutz Privacy Glass soll auch Privatsphäre schützen

Das 0,4 Millimeter glatt gehärtete Glas bietet nur dem Smartphone-User die uneingeschränkte Sicht auf das Display und bewahrt dies ein Leben lang vor Kratzern, verspricht der Zubehörspezialist Zagg. Obwohl Privacy Glass schwarz getönt ist, soll es das Display nicht einschränken. Auch die Einrichtung der Schutzfunktion sei kein Problem: Sobald Privacy Glass passgenau auf dem Display liegt, installiert es sich nach kurzem Druck auf die Bildschirmmitte von selbst, so der Anbieter weiter. Die Touchfunktionen werden demnach bei der Nutzung nicht eingeschränkt. Außerdem beuge die seidenglatte Oberfläche dem Haften von Schmutzpartikeln vor. Dazu kommen die abgerundeten Kanten des Glases, die Privacy Glass als nahezu unsichtbar erscheinen lassen sollen.Das schwarz getönte Schutzglas gibt es für das iPhone 5, iPhone 6 und iPhone 6 Plus und ist ab November für die aktuellen iPhone-Modelle zu einem Preis von 35 Euro (UVP inklusive Mehrwertsteuer) erhältlich.

Kickstarter-Kampagne: Intelligente heizbare Lederjacke mit Bluetooth

Die intelligente Lederjacke Iilation Jacket ist handgefertigt, schwarz und aus Rindsleder gefertigt, so der Hersteller. Sie ist demnach für Cabrio-, Oldtimer- und Motorradfahrer entwickelt. Die Jacke ist mit Heizelementen an Kragen und Schultern sowie dem Rücken und an den Nieren ausgestattet. In der Damenausführung sind zudem die Taschen beheizt. Über ein Bedienelement in der Jackentasche sollen die zwei Heizzonen unabhängig voneinander regulierbar sein. Eine Handy-App ist ebenfalls in der Entwicklung. Gespeist wird die Jacke entweder direkt am Zigarettenanzünder des Fahrzeugs oder über zwei integrierte, eigens für die Jacke entwickelte, flache, flexible Hochleistungsakkus. Die Jacke soll bei Akkubetrieb typischerweise zwischen 1,5 und 6 Stunden heizen können.

Die Jacke ist außerdem eine Bluetooth Freisprechvorrichtung fürs Mobiltelefon. Im Kragen der Jacke sind ein Mikrofon sowie zwei kleine Lautsprecher integriert. Anrufe können über ein integriertes Bedienfeld am linken Ärmel angenommen werden. Die Jacke hat ferner ein Handyladegerät mit USB-Ausgang. Es gibt dem Unternehmen zufolge bereits voll funktionsfähige Prototypen des Iilation Jackets.

Unterstützer bekommen eine limitierte Auflage des Iilation Jackets, die gleichzeitig einen Preisvorteil beinhaltet und Made in Germany ist. Die Kickstarter-Kampagne läuft von 09. Oktober bis 30. November 2014. Später soll es die Jacke dann auf Teiimo.com geben - auf Vorbestellung. Preise und Lieferzeiten erhält man dort auf Anfrage.

Skylanders Trap Team jetzt auch für das iPad

Die Skylanders-Reihe besteht inzwischen aus mehreren Spielen und basiert auf einer Kombination von Konsole, also Computerspiel, mit einer Verbindung zur realen Außenwelt. Dazu gibt es so genannte Portale, auf die man reale Plastik-Spielfiguren stellt, welche über eine Verbindung zur Konsole oder neuerdings auch zum Tablet zu spielbaren Charakteren auf dem Bildschirm werden. Dazu gibt es Starter-Packs, die das Spiel enthalten, ein Portal sowie diverse Spielfiguren aus dem Skylander-Universum und weitere Zugaben wie Aufkleber oder Sammelkarten. Fortschritte einer Figur werden auf deren eigenen Chips gespeichert so dass man ihre Entwicklung auch auf anderen Spielgeräten weiter nutzen kann. Einen guten Überblick über dieses Spielprinzip und die diversen Spiele-Publikationen findet sich bei Wikipedia.

Hinzu kommen 16 Trap Master-Skylander, 18 brandneue Charaktere sowie andere Details. Die Spielfiguren aus den Vorgängerspielen funktionieren weiter, verspricht der Entwickler. Zu den Neuerungen in Skylanders Trap Team gehört, dass Fans die meistgesuchten Schurken in den Skylands finden und besiegen können, um sie mit magischen Fallen einzufangen und aus dem Spiel in ihre Wohnzimmer zu holen. Sobald sie die Schurken besiegt haben, können Spieler eine Falle in das neue Traptanium Portal einsetzen, um sie zu fangen. Anschließend können die Schurken zurück ins Spiel geschickt werden, um die Magie umzukehren und sie für das Gute kämpfen zu lassen. Die gefangenen Schurken protestieren lautstark aus ihren Fallen - eine Innovation, die den Spielfiguren Leben einhaucht, so Publisher Activision weiter.

Skylanders Trap Team führt außerdem das vollständige Spielerlebnis der Konsolen auf dem Tablet ein - mit einem Starter Pack, das iPad, Kindle Fire und Android-Tablets unterstützt.

Freigegeben ist Skylanders: Trap Team - Starter Pack ab sechs Jahren (USK). Dieses kostet beispielsweise bei Amazon.de inklusive  des Tablet-spezifischen Traptanium Portals mit eingebautem Tablet-Ständer und des speziellen Bluetooth-Skylanders-Controllers 60 Euro. Unterstützung finden nun auch diverse Tablet-PCs, darunter das iPad (3. + 4. Generation), iPad Mini mit Retina Display sowie das iPad Air ab iOS 7. Die App selbst gibt es im App Store kostenlos , der Download schlägt allerdings mit 1,3 GB zu Buche, Programmsprache ist Englisch.

Auf der Homepage zu Skylanders Trap Team gibt es ein nett gemachtes Video, das fantasievoll die Verbindung des Spiele-Universums zur realen Welt – in diesem Fall mit zwei Kindern – fast kinoartig vorführt.

Symantec spaltet sich in zwei neue Unternehmen

Der Symantec-Vorstand hat einstimmig die Spaltung des Unternehmens beschlossen. Symantec wird sich demnach in zwei unabhängige und börsennotierte Unternehmen aufspalten, wie Symantec mitteilt. Demnach wird sich eines der neuen Unternehmen künftig ausschließlich um das Thema Sicherheit kümmern und das andere sich auf das Thema Informations-Management konzentrieren. Symantec-Chef Michael A. Brown begründet die Entscheidung damit, dass jeder der Bereiche unter anderem eigene Strategien und fokussierte Investments benötige. Die getrennten Unternehmen seien dadurch flexibler und könnten sich besser auf ihre Bereiche konzentrieren.

Michael A. Brown bleibt Chef des auf Sicherheit konzentrierten Unternehmens. Die Einheit erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar. Zum Sicherheits-Unternehmen werden alle Sicherheitsprodukte für Endanwender und Unternehmen gehören.

Der Informations-Management-Teil erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar. Das neue IM-Unternehmen wird unter anderem alle Backup-, Recovery- und Archivierungslösungen anbieten. Es soll von John Gannon angeführt werden. Die Teilung von Symantec soll bis Ende Dezember 2015 abgeschlossen werden.

Amazon will erstes Ladengeschäft eröffnen

Amazon wird zum Weihnachtsgeschäft seinen weltweit ersten Laden eröffnet. Das berichtet jedenfalls das Wall Street Journal. Demnach sei die Eröffnung des Ladens im teureren New-Yorker-Stadtviertel Manhatten und nicht unweit des Empire State Buildings geplant.

Proudkte sollen allerdings über das Geschäft nicht direkt verkauft werden. Stattdessen sollen Amazon-Kunden dort ihre bestellte Ware abholen oder zurückgegeben können. Eventuell, so heißt es in dem Bericht, werden dort auch aktuelle Amazon-Geräte, wie Kindle-Tablets und -E-Reader ausgestellt. Das Projekt sei zunächst als Experiment gedacht. Ob es auch in anderen Städten Amazon-Laden geben wird, dürfte also letztendlich vom Erfolg des ersten Ladens abhängen.

Hacker-Attacke trifft Snapchat-Nutzer

Snapchat-Nutzern könnte eine peinliche Zeit bevorstehen. Hackern sind offenbar in den Besitz von zigtausenden Fotos und Videos gelangt, die Snapchat-Nutzer miteinander getauscht haben. Über Snapchat können Inhalte versendet werden, die sich nach wenigen Sekunden zerstören. Oft werden deshalb auch nicht jugendfreie Bilder über den Dienst ausgetauscht.

Eine 13 GB große Datenbank mit Snapchat-Fotos und -Videos ist laut einem Bericht von Business Insider in den vergangenen Stunden ins Web gelangt. Nutzer des Forums 4Chan haben angekündigt, eine durchsuchbare Datenbank ins Netz stellen zu wollen. Diese dürfte in den nächsten Stunden online gehen.

Vermutlich stammen die Fotos und Videos von dem mittlerweile eingestelltem Dienst SnapSaved.com. Dabei handelte es sich um einen Web-Client für Snapchat, für dessen Nutzung die Snapchat-Nutzer ihre Snapchat-Zugangsdaten verwenden mussten. Alle über SnapSaved.com an Snapchat übertragenen Fotos und Videos wurden dabei offenbar zusätzlich und ohne dem Wissen der Nutzer gespeichert. Unklar ist, ob die Hacker den SnapSaved-Dienst mit der Absicht ins Netz erstellt hatten, die Snapchat-Nutzer zu bestehlen.

Angeblich sollen rund 200.000 Snapchat-Fotos geleakt werden. Dummerweise wurden bei SnapSaved.com die Fotos inklusive dem jeweils dazugehörigen Snapchat-Usernamen gespeichert. Dementsprechend ist jedes geleakte Foto auch einem Snapchat-Nutzer zuzuordnen.

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