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Morgenmagazin vom Montag, 12. Oktober 2015

12.10.2015 | 06:59 Uhr |

12. Oktober 2015 +++ Apple TV 4 kommt erst im November +++ 'Steve Jobs' in US-Kinos angelaufen +++ Starbucks und KFC unterstützen Apple Pay +++ Nintendo will nicht aufs Apple TV +++ Die Unglaublichen bekommt Fortsetzung +++ Oovoo 6.0 mit neuer Mac-Anwenderoberfläche +++ Google zahlt cleverem Käufer von google.com über 10.000 Dollar +++ LogMeIn übernimmt LastPass

Was heute wichtig wird: 12. Oktober 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Nach Rückkehr von der ersten US-Tournee der Beatles stellte ein britischer Journalist John Lennon die Frage, wie denn dieser Amerika gefunden habe. "Links an Grönland vorbei", antwortete Lennon pfiffig. Nun steht in den Geschichtsbüchern nicht John Lennon als Entdecker Amerikas. Aber schon in der Jungsteinzeit waren vermutlich die ersten Europäer links an Grönland vorbei auf den Kontinent jenseits des Atlantik gelangt sein. Orientierung fanden sie an dem dichten Eispanzer, der Nordeuropa mit Nordamerika verbunden haben musste. Leif Ericsson schließlich gelangte vor mehr als 1000 Jahren während einer Warmzeit von einem grünen Grönland per Schiff auf die Insel, die heute Neufundland hieß. Von der anderen Seite, über die heute überflutete Beringlandbrücke kommend besiedelte der Mensch wohl schon vor 10.000 Jahren den Kontinent, um dort zu bleiben. Als Indianer.

Denn Christoph Kolumbus und seine Zeitgenossen mögen zwar Ende des 15. Jahrhunderts nicht gefürchtet haben, die Expedition der Santa Maria und ihrer beiden Begleitschiffe Nina und Pinta würden am Ende der Scheibenwelt von dieser herunterfallen. Das Wissen der Antike über die Kugelgestalt der Erde war an der Schwelle zur Neuzeit zumindest in gebildeten Kreisen wieder angekommen. Doch hatte Kolumbus, der am 12. Oktober 1492 auf der heute San Salvador genannten Bahamas-Insel anlandete, zu seinem Lebzeiten nicht gewusst, was er da "entdeckt" hatte. Er glaubte tatsächlich, einen kurzen Seeweg nach Indien gefunden zu haben. Dabei war der Erdumfang schon in der Antike recht gut bekannt und aller Messungenauigkeiten zum Trotz, hätte das der Expedition auffallen müssen, dass da gewaltig etwas in der Rechnung fehlt...

Amerika begeht heute dennoch den Kolumbus-Tag, die spanisch sprechenden Länder begehen ihn immer am 12. Oktober, die US-Amerikaner am zweiten Montag des Oktober. Das passt heuer ausnahmsweise zusammen. Warum immer nur montags in den USA ein Feiertag ist, Thanksgiving, Ostern und Weihnachten mal ausgenommen? Brückentage scheinen in den USA recht unbeliebt zu sein. Aber wenigstens ist Kolumbustag auch dann an einem Montag, wenn der 12. 10. auf das Wochenende fällt...

Lesetipps für den Montag

Steve Jobs auf der Leinwand: Seit Freitag ist der Film von Aaron Sorkin und Danny Boyle über das Leben von Steve Jobs in den US-Kinos zu sehen. Unsere Macwolrd-Kollegin Caitlin McGarry hat ihn bereits gesehen und findet ihn zwar unkonventionell und unterhaltsam, aber keineswegs vollständig. Das eng an die Biographie von Walter Isaacson angelehnte Biopic zeigt vor allem drei wichtige Keynotes in Jobs' Leben, die Vorstellung des Macintosh 1984, die des NeXT-Coputers im Jahr 1988 und die des iMac nach Steve Jobs' Rückkehr zu Apple im Jahr 1998.

Den Kaffee mit dem iPhone bezahlen: Die Kaffeehauskette Starbucks hat nun endlich angekündigt, in ihren Filialen in den USA Apples Bezahlsystem Apple Pay zu unterstützen. Bereits in Kürze wird in ausgewählten Niederlassung ein Pilotprojekt starten. Im kommenden Frühjahr will auch der Hendl-Brater Kentucky Fried Chicken mit iPhone oder Apple Watch bezahlen lassen.

Spiele: Das neue Apple TV präsentiert sich auch als Konsole für Casual Games und tritt somit vor allem mit Nintendos Wii in Konkurrenz. Das neue Konzept erlaubt jedoch auch die Einbindung von Gamecontrollern Dritter, auf den ersten Blick scheint also ein wesentliches Hindernis für Nintendo-Spiele auf einer anderen Plattform beseitigt. Thenextweb glaubt dennoch nicht daran, dass die Firma aus Kyoto ihre bisherige Philiosophie aufgeben wird: Nintendo will die Kontrolle über seine Spiel behalten und sie daher auch nicht für das Apple TV anpassen. Fans von Mario und Konsorten warten schon seit Jahren vergeblich auf Versionen für Smartphone oder Tablet.

Leicht verspätet: Das neue Apple TV hatte Apple für den Oktober versprochen, wird das laut 9to5Mac aber nur in dem Sinne halten können, indem sich die neue Settopbox ab Ende Oktober im Apple Online Store bestellen lässt. Ausgeliefert wird das Gerät dann ab der ersten Novemberwoche. Gleiches soll mit dem iPad Pro passieren, auch dieses lasse sich ab Ende Oktober bestellen und ab November kaufen. Hier hatte Apple aber stets den November als Startpunkt für den Verkauf genannt.

Die Unglaublichen bekommt Fortsetzung

Nach dem Disney vor einigen Wochen seine Pläne für weitere Animationsfilme aus dem Hause Pixar vorgestellt hatte, kündigt das Studio nun die konkreten Starttermine für die Pixar-Filme an, wie »Die Unglaublichen 2«, »Cars 3« und »Toy Story 4«. Darüber hinaus plant Disney mit weiteren Märchen als Realfilme.

Mehr dazu: Die Unglaublichen 2 - Regisseur Brad Bird über seine ersten Ideen zum Sequel

Eine besonders erfreuliche Nachricht dürfte der konkrete Starttermin für die Superheldenkomödie »Die Unglaublichen 2« sein, die nun am 21. Juni 2019 in die Kinos kommt. Auch Lightning McQueen und seine Freunde sind mit »Cars 3« zurück und erobern am 16. Juni 2017 die Kinoleinwände. Dafür müssen sich Fans von Cowboy Woody und Buzz Lightyear noch ein wenig gedulden, denn »Toy Story 4« ist erst für den 15. Juni 2018 angekündigt.

Zu den neuen Produktionen aus dem Hause Pixar gehören »Coco« (22. November 2017), »Gigantic« (9. März 2018) und zwei noch namenlose Animationsfilme für März und Juni 2020. »Coco« war bisher unter dem Filmtitel »Dia De Los Muertos« bekannt und handelt von dem zwölfjährigen Jungen Miguel, der ein lang gehütetes Geheimnis entdeckt, was schließlich zu einem außergewöhnlichen Familientreffen führt. »Gigantic« ist ähnlich wie der erfolgreiche Kinofilm »Die Eiskönigin« als Musical geplant. Frei nach dem bekannten Märchen »Hans und die Bohnenranke« (Jack and the Beanstalk), steht der Junge Jack und seine Suche nach einem großen Abenteuer im Mittelpunkt der Handlung. Dabei entdeckt er ein verstecktes Reich der Riesen im Himmel.

Darüber hinaus wird es einen noch namenlosen Disney-Animationsfilm geben, der passend zum Weihnachtsfest 2019 in die Kinos kommt. Ob es sich dabei womöglich um eine Fortsetzung der erfolgreichen Komödie »Die Eiskönigin - Völlig unverfroren« handelt, wurde noch nicht verraten.

Abschließend kündigt Disney vier weitere märchenhafte Realfilme für 2017, 2018 und 2019 an, die ähnlich wie »Alice im Wunderland« oder »Cinderella« gestaltet sein dürfen. Details hierzu sind aber noch geheim.

Als nächstes kommen die Animationsfilme »Arlo & Spot« am 26. November 2015 und »Findet Dory« (September 2016) als Fortsetzung zu Pixars »Findet Nemo«, sowie die Realverfilmungen »Das Dschungelbuch« (April 2016) und Tim Burtons »Alice im Wunderland 2« (Mai 2016) mit Mia Wasikowska und Johnny Depp in die Kinos.

Oovoo 6.0 mit neuer Mac-Anwenderoberfläche

Mit Oovoo lassen sich laut Anbieter kostenloser HD-Video- und Stimmanrufe tätigen sowie Text-Chats versenden, um mit Freunden oder der eigenen Familie in Verbindung zu treten. Oovoo verspricht Video-Chats mit bester Qualität über das Smartphone und Tablets, per iPhone, iPad, iPod Touch sowie über Desktop- und Laptop-PCs und Mac-Computer. Im Gruppen-Video-Chat  mit Oovoo sollen sich bis zu zwölf Personen zu einem hochqualitativen und kostenlosen Gruppen-Video-Anruf hinzufügen lassen, auch Gratis-Stimmanrufe sind demnach beliebig lang mit anderen Oovoo -Mitgliedern möglich.

Für den besseren Überblick gestattet das Programm eine Bildschirm-Teilung, um jeden Teilnehmer einzeln wahrnehmen zu können. Außerdem kann man direkt nach Freunden bei Oovoo, Facebook, Gmail, Twitter und in der eigenen Kontaktliste suchen. Konversationsverlauf und die eigene Nachrichten sind ebenfalls einsehbar, von dort aus lassen sich Anrufe direkt starten. Hinter der Funktion Call-Me-Link verbirgt sich die Möglichkeit, einen Video-Anruf mit Freunden zu beginnen, die Oovoo selbst nicht haben. Diesen kann man den eigenen Call-Me-Link auf Facebook oder per E-Mail mitteilen.

In Oovoo 6.0 lassen sich nun laut Entwickler auf einfache Weise Bilder oder Videos per Drag-and-drop versenden, schneller Konversationen mit Gruppen starten und auf Mitteilungen in Chats direkt reagieren. Dazu kommt unter anderem eine neue Wähltastatur, um externe Telefone anzurufen, das Blockieren und Zurückweisen unerwünschter Anfragen und Unterstützung für OS X 10.11 El Capitan. Vorausgesetzt für die Applikation im Mac App Store   wird mindestens OS X 10.9 auf einem 64 Bit-Prozessor. Die Grundfunktionen sind kostenlos, die werbebefreite Premium-Version schlägt mit 30 Euro jährlich zu Buche. Über das Mac-Programm lässt sich entsprechend auch mit iOS-Geräten kommunizieren, sofern diese die Oovo -App installiert haben.

Mac-User haben noch andere Optionen für Video-Chats und Telefonie, darunter das OS X-eigene Facetime, das ebenfalls über Mac und iOS-Geräte hinweg zu nutzen ist, ebenso wie Skype. Die Kollegen von der Computerwoche.de haben einige Kommunikations-Apps mit Schwerpunkt auf iPhone und iPad kurz zusammengefasst , darunter auch Oovoo für iOS. Speziell zu Facetime finden Sie einen Macwelt-Ratgeber hier.

Google zahlt cleverem Käufer von google.com über 10.000 Dollar

Es war für ganz kurze Zeit der Schnäppchenkauf des Jahres: Der ehemalige Google-Mitarbeiter Sanmay Ved war knapp eine Minute der Besitzer der Domain google.com. Für schlappe 12 Dollar hatte er sich die Domain gesichert. Doch nach einer Minute reagierte Google und stornierte den Kauf. Google buchte die 12 US-Dollar wieder zurück und informierte Ved darüber, dass der Kaufvorgang ungültig gewesen sei.
 
Google hat sich nach einigem Überlegen doch dazu entschlossen den pfiffigen jungen Mann eine Geldprämie zu bezahlen, wie Ved auf linkedin schreibt. Weil Google Security Tüftler belohnt, die Sicherheitslücken oder Bugs in Google-Tools und -Webseiten entdecken.

Doch Ved verzichtet auf das Geld und spendet es für einen guten Zweck, nämlich an die Art of Living India Foundation. Dabei handelt es sich um eine Stiftung, die eine große Zahl von Schulen in Indien betreibt. An diesen Schulen werden Kinder aus mittellosen Familien und vor allem aus den Slums der indischen Großstädte kostenlos unterrichtet .

Wie es Ved überhaupt gelang google.com kaufen zu können und wie Google reagierte, als es den Kauf seiner Domain bemerkte, beschreibt Ved in allen Einzelheiten hier auf Linkedin. Mit einer Ausnahme: Wie viel Geld Google Security an Sanmay Ved als Prämie zahlte, verrät Ved nicht. Nur einen kleinen Hinweis gab Ved: es seien mehr als 10.000 US-Dollar. Das sind nach derzeitigem Umrechnungskurs rund 8.822 Euro.

Laut Business Insider hat Google angeboten, den Betrag zu verdoppeln, nachdem Google gehört hatte, dass Ved das Geld für einen guten Zweck stiften wolle.

LogMeIn übernimmt LastPass

Wie LogMeIn in dieser Woche bekannt gibt , wird das Unternehmen den Passwort-Manager LastPass übernehmen. Für den Deal zahlt LogMeIn 110 Millionen US-Dollar in bar. Bei Erreichen bestimmter Etappenziele innerhalb von zwei Jahren werden gegebenenfalls weitere 15 Millionen US-Dollar fällig.

LogMeIn wurde im Jahr 2003 in Boston gegründet. Das Unternehmen entwickelt Software as a Service und cloud-basierte Dienste für IT-Management und Kundenbindung. LastPass soll LogMeIns Position am Markt mit Identity und Access Management (IAM) stärken.

Der kostenlose Passwort-Manager LastPass wird von dem in Virginia ansässigen Technologie-Unternehmen Marvasol entwickelt. Das Tool soll Nutzern bei der Verwaltung ihrer Passwörter helfen. Dafür werden alle Passwörter in einem virtuellen Tresor abgelegt, der wiederum mit einem Master-Passwort geschützt ist. So müssen sich Kunden nur noch ein Passwort merken.

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