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Morgenmagazin vom Montag, 13. Januar 2014

13.01.2014 | 06:36 Uhr |

Thunderbolt-Kabel werden länger und teurer +++ Landing Zone: Dock fürs Macbook Pro Retina +++ Dropbox bestreitet Hackerangriff als Grund für zeitweisen Ausfall +++ OWC stellt drahtlose Ziffernblocktastatur vor +++ Seagate: Portable 4 TB-RAID-Festplatte Backup Plus Fast +++ PC-Verkäufe 2013 um zehn Prozent gesunken +++ Facebook stellt Sponsored Stories im April ein +++ Regensburger Anwalt will nächste Woche neue RedTube-Abmahnungen verschicken +++ Jeder Nutzer von Google+ darf Ihnen eine Gmail schreiben

Thunderbolt-Kabel werden länger und teurer

Die optischen Kabel für Apples Thunderbolt 2 -Schnittstelle bieten jede Menge Reichweite, aber die Preise sind noch lange nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich. Thunderbolt -Technologie unterstützt PCI-Express und Displayport-Protokolle und nutzt sowohl die traditionellen Kupferkabel, als auch optische Kabel; aber nur letztere können hohe Transferraten über große Distanz bieten. Neben einer erheblichen Preisdifferenz gibt es noch einen weiteren Unterschied: Nur die Kupferkabel versorgen die Peripheriegeräte auch gleich mit Strom, während bei optischen Kabeln die angeschlossenen Geräte ihren eigenen Netzwerkadapter brauchen.

OWC bietet seit letztem Freitag ein 30-Meter-Kabel an. Damit können problemlos 4K-Videos zwischen Mac und 4K-Bildschirmen übertragen werden, aber das Kabel kostet satte 900 US-Dollar. Auch auf der CES 2014 waren lange optische Thunderbolt 2-Kabel ein Thema: Corning führte nicht nur sein antibakterielles Gorillaglas vor, sondern führte auch auch ein Thunderbolt 2- Kabel mit 60 Meter Länge und Datendurchsatzraten von bis zu 20 Gigabits pro Sekunde vor. Bereits zuvor hat Corning auch ein 100-Meter optisches Thunderbolt-Kabel vorgestellt, das Transferraten von zehn Gigabits pro Sekunde bietet, aber für beide Kabel hat der Hersteller weder Freigabetermine noch Preise genannt.

OWC soll eine zehn- und zwanzig Meter-Version der optischen Kabel über Amazon verkaufen und dort 325 beziehungsweise 619 US-Dollar dafür verlangen.

Für den kleineren Geldbeutel gibt es mit wesentlich kürzerer Reichweite die traditionellen Kupferkabel: Apple bietet ein Zwei-Meter langes Kabel für 39 Euro an und Delock verkauft über Amazon ein Drei-Meter Thunderbolt-Kabel für knapp 50 Euro.

Der Preisunterschied ist so erheblich, dass vorerst wohl nur Kreativprofis mit 4K-Bildschirmen optische Kabel einsetzen werden. Die Preise werden in Zukunft sinken, aber es wird auch einen weiteren Anreiz zum Umstieg geben: Intel arbeitet bereits an der nächsten Generation der Thunderbolt-Schnittstelle und erwartet Transferraten von bis zu 50 Gigabit pro Sekunde, mit denen Kupferkabel nicht mithalten können.

Landing Zone: Dock fürs Macbook Pro Retina

Nachdem das Macbook Pro 15 Zoll mit Retina-Monitor (laut Hersteller Mitte 2012 oder Oktober 2013) in die Docking-Station eingesteckt wurde, verfügt man über eine ganze Reihe zusätzlicher Anschlüsse, die sich stationär mit externen Geräten wie Monitor, externer Festplatte oder DVD-Laufwerk, Lautsprecher und anderer Peripherie bestücken lassen. Diese stehen dann bei der Verbindung sofort zur Verfügung. Die Docking-Station von Landing Zone bietet drei USB 3.0 sowie zwei USB 2.0-Ports, einen Gigabit Ethernet-Anschluss (Treiber erforderlich), Unterstützung für Thunderbolt-Monitore und andere Geräte mit Mini Display oder Thunderbolt-Verbindung. Dazu ohne zusätzlichen Adapter HDMI-Monitore. Auch für das Anbringen einer Kensington Laptop-Sicherheitsvorrichtung ist gesorgt. Zudem lassen sich Zweiwege-Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen. Ein LED-Indikator zeigt den Status an (ein oder aus). De Stromversorgung für das Dock erfolgt über ein mitgeliefertes Netzteil, für den Macbook-Magsafe-Anschluss ist an eine eigene integrierte Halterung gedacht. Weitere Spezifikationen lassen sich der Homepage des Anbieters entnehmen. Die Docking-Station für die genannten Macbook Pro-Modelle ist bereits jetzt verfügbar und kostet 200 US-Dollar. Außerdem soll es in Kürze ein Dock für das Macbook Pro Retina mit 13 Zoll in gleicher Ausstattung geben. Bereits verfügbar sind seit längerem Docking Stationen für das Macbook Air.

Dropbox bestreitet Hackerangriff als Grund für zeitweisen Ausfall

Am letzten Freitag war der File-Sharing-Dienst Dropbox für mehrere Stunden nicht erreichbar. Zwischen 10 und 12 Uhr morgens wurden alle Dropbox-Kunden auf eine Status-Seite umgeleitet, die von einem Fehler bei Wartungsarbeiten berichtete und umgehende Behebung versprach.

Erste Meldungen über den unerwarteten Ausfall kamen über soziale Netzwerke gegen 9:45 Uhr morgens. Noch während dem Ausfall rühmte sich eine Hackergruppe "1775 Sec" über Twitter, die Server des Dropbox -Dienstes erfolgreich gehackt und Zugangsinformationen von Dropbox-Kunden gesammelt zu haben. Auslöser der Attacke soll der Jahrestag des Freitodes von Aaron Swartz sein, dem im Januar 2013 wegen illegalem Herunterladen von Dokumenten von MIT eine hohe Geldstrafe und bis zu 35 Jahren Haft angedroht wurde und sich daraufhin das Leben nahm. Anhänger von Schwartz beschuldigen die US-Staatsanwaltschaft, dass die aggressive Verfolgung Schwartz in den Tod trieb.

Noch während der Auszeit nutze auch Dropbox Twitter , um diese Meldungen zu dementieren und zu wiederholen, dass der Ausfall auf einen Fehler in den Routine-Wartungsarbeiten zurückzuführen ist. Die Einstiegsseite war ab 12 Uhr wieder erreichbar, aber erst eine halbe Stunde später konnten sich die Kunden wieder erfolgreich einloggen.

OWC stellt drahtlose Ziffernblocktastatur vor

Die diesjährige Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat kaum neue Produkte für den Mac gebracht. Der Fokus lag auf mobilen Geräten und Zubehör, wie iPhone-Schutzhüllen oder neue Apps, aber am Rande gab es doch einige Überraschungen.

Other World Computing (OWC) hatte einen Riesenstand für sein iOS-Zubehör und Mac-Upgrade-Produkte , wie Aufrüst-Kits für Speicher oder PCIe 2.0-Adapterkarten, aber außerdem stellte OWC auch eine Zifferblock-Erweiterung für Apples drahtlose Tastatur vor. OWC berichtet, dass sich das Design erheblich von ähnlichen Lösungen, wie dem Keypad von Belkin , LMP oder der Folienlösung von Mobee für Apples Magic Trackpad, unterscheidet und ausdrücklich für professionelle Ziffernblock-Anwender entworfen wurde.

Der vorgestellte Prototyp zeigt die neue Tastenanordnung, aber das Design ist noch nicht völlig perfekt: Die Tastengröße stimmt noch nicht nahtlos mit Apples drahtloser Tastatur überein, aber in den wenigen Wochen bis zur angekündigten Freigabe wird OWC diese geringen optischen Mängel bestimmt beheben.

Die Tastatur-Erweiterung funktioniert über Bluetooth und die Batterie soll zirka sechs Monate lang durchhalten. Auf der Unterseite des OWC-Keypads ist eine Legende aufgedruckt, welchen Status die farbigen LEDs anzeigen.

Seagate: Portable 4 TB-RAID-Festplatte Backup Plus Fast

Das portable Laufwerk Backup Plus Fast ist Seagate zufolge die 2,5 Zoll-Festplatte mit der höchsten Kapazität auf dem Markt. Der englischsprachigen Pressemitteilung lässt sich freilich entnehmen, dass diese als RAID 0 mit zwei Laufwerken konfiguriert ist, was die Geschwindigkeit erhöhen soll. Das System soll Datenübertragungsraten von 220 MB pro Sekunde ermöglichen. Die Stromversorgung funktioniert über USB 3.0, so dass kein externer Stromanschluss nötig ist. Für alle Fälle liefert der Hersteller ein USB-Y-Kabel mit. Das Backup-System Seagate Dashboard ist auf der Festplatte ebenso vorinstalliert wie ein NTFS-Treiber für den Mac. Die Abmessungen des Laufwerks gibt der Anbieter mit 116,9 x 82,5 x 22,35 (Länge/Breite/Tiefe) Millimeter an, das Gewicht mit 307 Gramm. Als Systemvoraussetzungen nennt Seagate Mac-OS X 10.6 oder höher respektive mindestens Windows XP SP 3. Die portable Festplatte Backup Plus Fast kommt in schwarzer Farbe mit einer Kapazität von 4 TB. Der Hersteller bietet auf die Backup Plus Fast eine beschränkte Garantiezeit von drei Jahren. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt Seagate 300 US-Dollar an.

PC-Verkäufe 2013 um zehn Prozent gesunken

PC-Verkäufe 2013 um zehn Prozent gesunken (c) lenovo.com
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© lenovo.com

Die Produzenten von Computern werden Jahr für Jahr mit sinkenden Absatzzahlen konfrontiert. Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat für 2013 einen Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgemacht. Insgesamt wurden im letzten Jahr knapp 316 Millionen Computer verkauft, der gleiche Wert wurde schon im Jahr 2009 erreicht.

Allein im vierten Quartal 2013 wurden knapp 83 Millionen Rechner verkauft, ein Rückgang von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gartner-Analyst Mikako Kitagawa bestätigt zwar die weltweit sinkenden Absatzzahlen im PC-Bereich, dennoch geht er davon aus, dass zumindest in den USA der Tiefpunkt erreicht sei.

Das große Interesse an Tablets und die in diesem Bereich steigenden Absatzzahlen würden den PC-Produzenten am stärksten zusetzen. Gerade in den Wachstumsmärkten in Asien würde das Smartphone für viele Anwender das erste Gerät mit Internetverbindung darstellen, der erste Computer würde dort oft direkt durch ein Tablet ersetzt.

Studie: Tablet-PCs in Deutschland beliebter denn je

Genau aus diesem Grund fällt das Interesse an klassischen PCs in den Wachstumsmärkten niedriger aus. In den westlichen Industriestaaten würden Computer jedoch noch immer als wichtiger Gebrauchsgegenstand betrachtet.

Facebook stellt Sponsored Stories im April ein

Facebook stellt Sponsored Stories im April ein (c) Facebook
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Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, stellt Facebook 2014 seine Sponsored Stories ein. Laut dem Unternehmensblog wird die Online-Werbeform ab 9. April nicht mehr zur Verfügung stehen. Ähnliche Funktionen wie bei den Sponsored Stories werden jedoch in anderen Werbeformaten auf Facebook bestehen bleiben.

In die Erstellung seiner Sponsored Stories bezog das soziale Netzwerk die „Gefällt mir“-Angaben seiner Nutzer mit ein und zeigte passende Werbung im News-Stream von befreundeten Mitgliedern an. Ein unbedachter Klick führte so in vielen Fällen dazu, dass Facebook-Nutzer ungewollt zu Werbebotschaftern diverser Unternehmen wurden. Mehrere Facebook-Mitglieder hatten im vergangenen Jahr aus diesem Grund eine Sammelklage gegen das Netzwerk eingereicht, woraufhin Facebook 20 Millionen US-Dollar im Rahmen eines Vergleichs zahlen musste.

Diese Social-Media-Fehler sollte Ihre Firma vermeiden

Gesponserte Meldungen wird es auf Facebook jedoch auch weiterhin geben. Bei den Funktionen legt das Unternehmen nun jedoch besonderen Wert auf die Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer. Werbetreibende müssen zudem für derartige Empfehlungen nicht mehr extra zahlen.

Regensburger Anwalt will nächste Woche neue RedTube-Abmahnungen verschicken

Regensburger Anwalt will nächste Woche neue RedTube-Abmahnungen verschicken (c) redtube.com
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Eine Abmahnwelle gegen Nutzer der Porno-Plattform RedTube sorgte in den vergangenen Wochen für reichlich Zündstoff. Abmahn-Anwalt Thomas Urmann wurde inzwischen von der Berliner Kanzlei Müller Müller Rößner, die als rechtlicher Vertreter zahlreicher RedTube-Abmahn-Opfer agiert, verklagt. In der Anzeige wird Urmann unter anderem Betrug, Nötigung und Erpressung vorgeworfen. Laut den Vorwürfen habe Urmann die Nutzer der Porno-Plattform mit höchst zweifelhaften Behauptungen zur Zahlung der Abmahngebühr gedrängt.

Dass die Abmahnwelle aus dem Hause Urmann + Collegen rechtlich nicht ganz einwandfrei ist, untermauerte in dieser Woche auch eine Einschätzung des Justizministeriums . Demnach stelle die Betrachtung eines Videostreams keine unerlaubte Vervielfältigung im Sinne des Urheberrechts dar. Urmann zeigt sich von der Einschätzung der Regierung unbeeindruckt. Gegenüber der Hamburger Morgenpost bezeichnete Urmann die Stellungnahme als „sehr dünn“.

Die Klage der Kanzlei Müller Müller Rößner wischt er gegenüber dem Bayerischen Rundfunk als „völliger juristischer Unfug“ vom Tisch. Urmanns Kampfeswille scheint durch den allgemeinen Druck nur noch weiter angestachelt zu werden. Gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung betonte er, dass weitere RedTube-Abmahnungen folgen würden – wahrscheinlich schon in der nächsten Woche.

Jeder Nutzer von Google+ darf Ihnen eine Gmail schreiben

Seit kurzem befindet sich ein neues Drop-Down-Menü in den Gmail-Einstellungen: "E-Mail über Google+". Sie finden den Punkt im ersten Reiter "Allgemein" der Einstellungen (das Zahnrad oben rechts). Standardmäßig ist dort auf die Frage "Wer darf mir über mein Google+ Profil E-Mails senden?" die Option "Jeder auf Google+" eingestellt. Das bedeutet, dass Ihnen jeder Google+-Nutzer eine E-Mail schicken kann, auch wenn er Ihre Mail-Adresse überhaupt nicht kennt. Wenn Ihnen das nicht gefällt, sollten Sie die Option entsprechend anpassen. Zur Verfügung stehen die Optionen "Erweiterte Kreise" und "Kreise" oder "Niemand".

Google versichert, dass Ihnen zwar Google+-User eine Mail schreiben könnte - aber Ihre Mail-Adresse erst erfahren würden, wenn Sie antworten. Befindet sich der Schreiber der Mail in einem Ihrer Kreise auf Google+, sortiert Gmail die Mail in Ihren Allgemein-Ordner. Ist er nicht in einem Ihrer Kreise, dann wandert die Mail in den Ordner "Soziale Netzwerke". Sollten Sie die Posteingang-Kategorien nicht verwenden, erfolgt natürlich auch keine Sortierung.

Wenn Sie eine E-Mail von einer Person außerhalb Ihrer Google+-Kreise erhalten und die Mail ignorieren, darf Ihnen diese Person keine neuen Mails mehr schicken, versichert Google. Sie darf aber noch auf die erste Mail antworten. Wenn Sie das nicht wollen, müssen Sie auf "Spam oder Missbrauch melden" klicken. Wenn Sie den Absender in einem Ihrer Kreise bei Google+ aufnehmen, erhalten Sie weitere Mails von ihm.

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